Was ist Forex-Trading? Der ultimative Guide für Einsteiger

Inhaltsverzeichnis

Forex Trading Übersicht

Was ist Forex Trading? Und kann man damit Geld verdienen… oder sogar reich werden?

Forex steht für Foreign Exchange, was auf Deutsch übersetzt so viel wie Devisenmarkt bedeutet. Gemeint ist damit im Prinzip nicht anderes als der Handel mit unterschiedlichen Währungen (wie dem Euro oder dem US-Dollar). Der Wert einer Währung (Devise) ist im Vergleich zu anderen Währungen ständigen Schwankungen unterworfen. Das Ziel von Forex Trading ist es, von diesen Schwankungen zu profitieren. 

Mit einem täglichen Handelsvolumen von mehr als 5 Billionen US-Dollar verkörpert das Forex Trading den größten Finanzmarkt der Welt. Aber was macht Forex im Vergleich zu anderen Finanzmärkten eigentlich aus?

Forex Trading – Das wichtigste kurz zusammengefasst

  • Größter Finanzmarkt mit einem täglichen Handelsvolumen von über 5 Billionen US-Dollar
  • Dementsprechend sehr hohe Liquidität und sehr enge Spreads
  • Der Forex Markt ist 24/5 in der Woche geöffnet
  • Es kann auf steigende oder fallende Kurse der Währungen gehandelt werden
  • Handel mit kleinem oder großem Kapital möglich
  • Zugang zum Markt erfolgt durch Forex-Broker

Im Internet prahlen Influencer und Trading Gurus mit schwindelerregenden Gewinnen, die sie durch Forex Trading erzielt haben sollen. Aber was steckt denn nun dahinter? Wie genau funktioniert die Währungsspekulation eigentlich?

Video über das Forex Trading

Wie funktioniert Forex Trading?

Der Handel zwischen verschiedenen Währungen erfolgt immer paarweise, weshalb man auch von Währungspaaren spricht. Am Forex Handel teilnehmen kann prinzipiell jeder, also sowohl private Händler als auch Unternehmen und sonstige Institutionen.

Ein populäres Währungspaar ist zum Beispiel EUR/USD (Euro/US-Dollar). Im Forex Trading nennt man die erstgenannte Währung Basiswährung und die zweite Kurswährung. Trader spekulieren dabei immer auf eine Kursveränderung der jeweiligen Devisen zu ihren Gunsten.

Eine Besonderheit beim Forex Trading: Als Trader kannst Du sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen. Am Beispiel des Währungspaares EUR/USD sollte das ganze klarer werden:

  • Möglichkeit 1: Du spekulierst darauf, dass der Euro in nächster Zeit im Vergleich zum US-Dollar an Wert gewinnt. In diesem Fall gehst Du LONG, was bedeutet, dass Du auf steigende Kurse (der Basiswährung Euro) setzt.
  • Möglichkeit 2: Du spekulierst darauf, dass der Euro in nächster Zeit im Vergleich zum US-Dollar an Wert verliert. In diesem Fall gehst Du SHORT, was bedeutet, dass Du auf fallende Kurse (der Basiswährung Euro) setzt.

Aber holen wir zunächst noch etwas weiter aus. Im Folgenden gebe ich Dir einige Informationen mit, die Du auf jeden Fall wissen solltest, wenn Du Dich in den Handel mit Währungen stürzen willst.

Forex – Was ist das?

Im Prinzip kannst Du Dir den Forex Handel wie einen Währungsumtausch im Urlaub vorstellen. Wenn Du dort schon einmal Währungen gegeneinander getauscht hast, dann warst Du im weiteren Sinne selbst schon mal am Forex Markt aktiv. 

Nehmen wir beispielsweise einmal an, dass Du in die USA gereist bist. Dort lässt Du Dir 1000 € in die Landeswährung (US-Dollar) umwechseln. Die Menge der US-Dollar, die Du erhältst, errechnet sich dabei aus dem aktuellen Wechselkurs. Kehrst Du einige Tage später nach Deutschland zurück, kann es durchaus sein, dass sich der Kurs verändert hat und Du beim Rücktausch nun eine andere Summe erhältst.

Ist der Kurs nun höher als zuvor, profitierst Du sogar vom Rücktausch; ist der Kurs jedoch im Vergleich zum vorherigen Stand abgesunken, verlierst Du dabei Geld.

Die Wechselkurse (Forexkurse) entscheiden also über Gewinn oder Verlust. Gebildet werden diese durch den Interbankenmarkt (Forex Markt) und durch offizielle Börsen per Terminkontrakt. Da der Wert von Devisen ständig durch Händler beeinflusst wird (z.B. durch Banken, Regierungen, Unternehmen, Hedgefonds, Trader und mehr), unterliegen diese permanenten Schwankungen.

Zu einer Kursveränderung kommt es beispielsweise dann, wenn Marktteilnehmer den Euro als eine bessere Geldanlage erachten und ihre US-Dollar in Euro tauschen. Das Resultat ist in diesem Falle ein Anstieg des Devisenkurses zugunsten des Euros.

Im Gegensatz zum Aktienhandel erfolgt der Großteil des Forex-Handels allerdings außerbörslich im “Interbankenhandel”. 

Ist Forex Trading gefährlich?

Als Forex Trader solltest Dir Dir darüber im Klaren sein, dass sich die Kurse der Währungen häufig sehr volatil verhalten. Eine hohe Volatilität bedeutet eine hohe Schwankungsbreite eines Kurses innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Hierdurch werden zwar einerseits die Chancen auf hohe Gewinne signifikant erhöht, andererseits aber auch das Risiko auf hohe Verluste, wenn sich der Kurs in die falsche Richtung bewegt.

Der Handel am Forex Markt ist daher definitiv als hochspekulativ zu erachten und dementsprechend auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Selbst erfahrene Trader und Experten können keine 100 % zuverlässigen Prognosen über die Kursentwicklungen von Devisen abgeben. Hierfür ist der Markt schlichtweg zu sprunghaft und unvorhersehbar, es gibt einfach zu viele Einflussfaktoren. 

Ist Forex Trading gefährlich?
Ist Forex Trading gefährlich?

Viele Anfänger unterschätzen häufig auch die immense Hebelwirkung beim Traden. Mit Hebeln (Leverage) können zwar Gewinne signifikant erhöht werden, allerdings eben auch Verluste. Mehr dazu jedoch später!

Und dennoch: Trotz der Risiken, die es beim Forex Trading gibt, ist das ganze nicht unbedingt gleich gefährlich. Wenn Du Dir über die Risiken im Klaren bist und Dich beim Handel an ein wasserdichtes Risk Management System hältst, dann kann Dir im Prinzip nicht viel passieren. 

Wird der Devisenmarkt reguliert?

Im Gegensatz zum Aktienmarkt findet die Regulierung des Devisenmarktes ohne äußere Einwirkung statt; das bedeutet, der Forex-Markt reguliert sich zum Großteil selbst. Aus diesem Grund spricht man beim Devisenmarkt auch von einem OTC Over the counter” Markt. OTC bedeutet in diesem Fall, dass alle in einem Handel involvierten Personen selbst für die Preisfindung sowie die Abwicklung des Devisengeschäfts zuständig sind.

Allerdings gibt es sehr wohl einige Regeln, an die sich vor allem die Online Broker halten müssen. Diese werden von der Finanzaufsichtsbehörde des jeweiligen Landes, in dem sich der Broker befindet, vorgeschrieben. In Deutschland ist die Bundesaufsicht für Finanzen (BaFin) hierfür zuständig.

Welche Faktoren beeinflussen den Forex-Markt?

Wie gerade erwähnt, gibt es eine Menge an Einflussfaktoren, durch welche die Devisenmärkte Sekunde für Sekunde bewegt werden.

Grundsätzlich gilt aber die gleiche Regel wie bei auch allen anderen Finanzmärkten: Der Kurs ergibt sich aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Folgende Faktoren können dafür sorgen, dass es zu einer Verschiebung von Angebot und Nachfrage und somit zu Preisschwankungen am Forex-Markt kommen kann.

  • Nachrichten über Wirtschaft oder Politik (z.B. Inflationsquote eines Landes, Arbeitslosenquote)
  • Wichtige politische Entscheidungen (z.B. Wahl von Trump zum Präsidenten, Krieg zwischen Russland und der Ukraine)
  • Zentralbank-Entscheidungen (z.B. Zinssatzänderung)
  • Große Market Orders und Limit Orders
  • Aktuelles Marktsentiment (Stimmung der Anleger)

Wie Du sehen kannst, sind die Einflussfaktoren sehr vielfältig, was es auch so schwierig macht, Prognosen über den Forex Markt zu erstellen.

Vor allem politische Entscheidungen kommen häufig völlig unvorhersehbar aus dem Nichts und wirken sich massiv auf die aktuellen Kurse aus. Hierfür muss man sich nur einmal die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf den Rubel ansehen. Am Tag, als Russland in die Ukraine einmarschierte, kollabierte die russische Landeswährung massiv.

Aber auch Banken haben großen Einfluss auf Währungen. Dies wird besonders in Zeiten steigender Inflation sehr deutlich, wenn Zentralbanken beschließen, die Leitzinsen anzuheben.

Nicht zuletzt tragen auch Nachrichten selbst dazu bei, dass sich Devisenkurse in die eine oder in die andere Richtung bewegen. Aus diesem Grund werden auch auf zahlreichen Finanzportalen und Trading Plattformen sogenannte Wirtschaftskalender bereitgestellt.

Forex Trading Wirtschaftskalender von TradingView

Am Ende des Tages steigt oder fällt ein Kurs jedoch nicht durch eine Nachricht oder eine politische Entscheidung, sondern immer durch die Reaktion der Marktteilnehmer auf diese. 

Forex Trading – Wie entsteht der Kurs?

Was für den Aktienmarkt gilt, gilt auch für den Forex-Markt: Der Kurs einer Währung bildet sich immer durch die aktuellen Kaufs- und Verkaufsaufträge. So steigt der Kurs grundsätzlich immer dann, wenn es mehr Kaufaufträge als Verkaufsaufträge gibt und umgekehrt.

Das Gute an der ganzen Sache: Du kannst die aktuellen Kaufs- und Verkaufsorders jederzeit einsehen. Online Broker haben die Pflicht, Dir diese Daten auf ihrer Webseite zur Verfügung zu stellen. Und das tun sie auch, mit einem Orderbuch.

Forex Trading Orderbuch
Orderbuch beim Forex Trading

Hier siehst Du die Momentaufnahme aus einem solchen Orderbuch von Interactive Brokers. Die Preisermittlung erfolgt durch Limit Orders und Market Orders, die von den Marktteilnehmern eingestellt werden.

Was ist eine Limit Order?

Eine Limit Order ist im Prinzip nicht anderes als der eingestellte Auftrag eines Traders, ein Asset zu einem gewünschten Kurs zu kaufen bzw. zu verkaufen. Dabei kann es durchaus eine Zeit lang dauern, bis der angestrebte Kurs erreicht wird und die Order durchgeführt werden kann. Trifft der Kurs dann auf den angegebenen Kurs, so wird die Order ausgelöst. Limit Orders findest Du immer im Orderbuch. Sie sind es also, die den Rahmen für die Preisermittlung eines Assets bilden.

Was ist eine Market Order?

Eine Market Order wird immer direkt in dem Moment ausgelöst, in dem sie aufgegeben wird. Bei einer Buy Market Order werden einfach die ersten Limit Sell Orders aufgekauft. Und bei einer Sell Market Order wird an die ersten Limit Sell Orders im Orderbuch verkauft. Market Orders findest Du also nicht im Orderbuch. Allerdings haben sie einen großen Einfluss auf die Preisbildung, da sie zur Auslösung von Limit Orders beitragen.

Abschließend die Preisbildung noch einmal stichpunktartig zusammengefasst:

  • Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage ( Kaufs- und Verkaufsorders) bestimmt
  • Limit Orders sind im Orderbuch zu finden und bilden den Rahmen des aktuellen Preises
  • Durch Market Orders werden Limit Orders ausgeführt, wodurch sich der Preis verschieben kann.

Die Marktteilnehmer beim Forex Trading

Noch bevor Du mit dem Traden am Forex Markt startest, solltest Du wissen, gegen wen Du denn überhaupt spielst. Denn erst, wenn Du die Marktteilnehmer am Devisenmarkt kennst, kannst Du auch eine passende Strategie entwickeln.

Die Marktteilnehmer am Forex Markt sind in erster Linie:

  • Banken
  • Kreditinstitute
  • Hedgefonds und Fondsmanager 
  • Devisenmakler
  • Handelshäuser
  • Private Trader
  • Algorithmen

Prinzipiell lassen sich die Forex Marktteilnehmer in institutionelle und in private Trader unterscheiden. Einige institutionelle Händler wie Zentralbanken oder Kreditinstitute verfügen über teilweise so viel Liquidität, dass sie den Markt beeinflussen können. Zudem handelst Du eben auch gegen Hedgefonds Manager und ausgebildete Vollzeittrader. Dies solltest Du immer im Kopf behalten, wenn du als privater Trader mit Devisen handelst. 

Mit welchen Währungspaaren kannst Du handeln?

Am Forex-Markt wird mit Devisen, also mit Landeswährungen gehandelt. Und zwar immer paarweise.

Devisenmarkt – alle Währungspaare

Damit der Devisenhandel übersichtlich bleibt, werden die Währungspaare in verschiedene Kategorien aufgeteilt:

Hauptwährungspaare (Majors)

Hierunter fallen die Währungspaare, die ungefähr 80% des weltweiten Forex-Handels einnehmen. Majors sind also diejenigen Devisenpaare, die über eine sehr hohe Liquidität verfügen und dementsprechend auch geringere Schwankungen aufweisen. Besonders beliebt ist dabei das Währungspaar EUR/USD

Die Majors auf TradingView

  • EUR/USD
  • GBP/USD
  • USD/JPY
  • USD/CHF
  • AUD/USD
  • USD/CAD
Beliebte Währungspaare im Forex-Trading, Forex Majors

Neben-Währungspaare (Minors)

Neben-Währungspaare, auch Minors oder Kreuzwährungspaare genannt, werden hingegen seltener gehandelt als die Majors. Dazu zählen vor allem die Devisenpaare von kleineren Industrienationen. Minors verhalten sich in der Regel zwar stabil, weisen aber unter dem Strich eine geringere Liquidität auf als die Majors, weshalb die Volatilität auch dementsprechend höher sein kann.

Die Minors auf TradingView

Minors sind Währungspaare, welche zwar aus Hauptwährungen bestehen, allerdings ohne den US-Dollar. Zum Beispiel: 

  • EUR/AUD
  • EUR/CHF
  • GBP/JPY
  • NZD/CAD
  • NZD/JPY

Exotische Währungspaare

Bei den exotischen Währungspaaren steht eine Hauptwährung einer kleinen Währung (zum Beispiel der Währung eines Entwicklungslandes) gegenüber. Diese kleinen Währungen haben für gewöhnlich ein niedriges Handelsvolumen und dementsprechend auch eine hohe Volatilität. Auch die Spreads (die Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs) sind in der Regel höher.

Die Exoten auf TradingView

Beispiele für exotische Währungspaare: 

  • USD/MXN
  • GBP/PLN
  • JPY/CZK
  • EUR/RUB
  • GBP/SEK
Forex Währungssymbole

Wichtige Forex Begriffe verständlich erklärt

Nun gibt es im Forex zunächst einige Begriffe, die Du auf jeden Fall kennen solltest, bevor Du Deinen ersten Trade eingehst. Im Folgenden daher die wichtigsten Begriffe kurz und verständlich erklärt.

Forex Begriffe verständlich erklärt

Majors und Minors

Mit den Begriffen “Majors” und “Minors” sind im Grunde wie bereits an voriger Stelle erläutert nichts anderes als Haupt- und Neben-Währungspaare gemeint. Während Majors (USD, EUR, JPY, GBP) die Währungspaare von großen Industrienationen bezeichnen und eine hohe Liquidität aufweisen, sind Minors hingegen Währungen, die eher selten gehandelt werden (AUD, CAD, NZD, CHF, usw.)

Lot

Mit dem Begriff “Lot” wird eine standardisierte Anzahl von Einheiten eines gehandelten Assets bezeichnet. Im Forex Trading beschreibt ein Lot in der Regel 100.000 Einheiten eines bestimmten Währungspaares. Ein Handel mit drei Lots beim Währungspaar EUR/USD umfasst dementsprechend eine Positionsgröße von 300.000 Euro. Im kleineren Maß gibt es “Mini-Lots”, welche 10.000 Einheiten umfassen, sowie “Micro-Lots” bei den populären Währungspaaren. Diese umfassen lediglich 1.000 Einheiten.

Leverage (Hebel)

Mit Leverage (Hebeln) ist es im Devisenhandel möglich, auch mit einem vergleichsweise geringen Kapital hohe Gewinne zu erzielen. Verwendest Du beim Trading einen Hebel, werden Deine Renditen (aber auch Deine Verluste) je nach Multiplikator vervielfacht. Dabei gilt allgemein gesagt: Je höher der Hebel, desto höher die Gewinne, aber desto höher auch die Verluste, wenn sich der Kurs in die falsche Richtung entwickelt.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Du gehst mit einem Kapital von 1.000 € und einem Hebel von 1:100 Long auf USD/EUR. Je nach Kursentwicklung kann das ganze entweder gut oder schlecht für Dich laufen.

  • Variante 1: USD gewinnt 1% an Wert gegenüber dem EUR → Dein Gewinn: 10 € (1%) x 100 (Hebel) = 1.000 €
  • Variante 2: USD verliert 1% an Wert gegenüber dem EUR → Dein Verlust: 10 € (1%) x 100 (Hebel) = 1.000 €
Hebel beim Forex Trading
Hebel beim Forex Trading

Du siehst also, dass hohe Hebel einen gewaltigen Einfluss auf Deine Ergebnisse am Forex Markt mit sich bringen können. Setze sie daher immer vorsichtig und bewusst ein!

Slippage

Grundsätzlich kann es in manchen Fällen passieren, dass beim Erwerb bzw. Verkauf von Devisenpositionen ungewollte Differenzen im Kurs entstehen (engl. Slippage). Diese können durch die extrem schnellen Bewegungen der Kurse am Markt hervorgerufen werden. Die Differenz entsteht, wenn die Devisenposition genau im Moment des Kaufs bzw. Verkaufs eine abrupte Kursänderung erfährt. Dieser Fall tritt zwar in der Regel relativ selten ein und macht zumeist nur ein bis zwei Pips aus, kann allerdings bei immensen Positionsgrößen einen erheblichen Beitrag ausmachen.

Margin

Als Margin bezeichnet man den Betrag, den Du benötigst, wenn Du eine gehebelte Position eröffnen oder aufrechterhalten willst. Die Margin ist die Differenz zwischen dem Gesamtwert Deiner Position und dem Kapital, das Dir durch den Hebel bereitgestellt wurde.


Grundsätzlich gibt es dabei zwei verschiedene Arten von Margins.

  • Die Einstiegsmargin: Hiermit ist die Anzahlung gemeint, die bei der Eröffnung einer Position erforderlich ist. Diese Marginart wird auch als Eröffnungsmargin oder Einlage bezeichnet.
  • Die Haltemargin: Entwickelt sich eine gehebelte Position nicht wie erhofft, kann es sein, dass die Einstiegsmargin nicht ausreicht, um eine Position zu halten. In diesem Fall musst Du Geld nachschießen, um zu verhindern, dass Deine Position geschlossen wird.

Üblicherweise wird die Margin als Prozentsatz der Positionsgröße festgesetzt. Dies sieht dann in der Praxis so aus: Wird beim Forex-Handel auf EUR/USD eine Margin von 3,00% des Gesamtwertes gefordert, ist beispielsweise eine Einzahlung von nur 3.000 Euro notwendig, um mit einem Lot (in diesem Fall 100.000 Euro) handeln zu können.

Spread

Hierbei handelt es sich um die Differenz zwischen dem Ankaufs- (Bid) und Verkaufskurs (Ask) einer Währung. Diese Spanne ist vor allem im Forex-Handel bei den beliebten Währungspaaren meistens niedrig und wird in Pips ausgedrückt. Der eigentliche Kurs liegt dabei meistens in der Mitte zwischen Bid- und Ask-Preis

Prinzipiell ist der Spread als Preis bzw. als Gebühr anzusehen, welche beim Handel am Forex-Markt anfallen und beim jeweiligen Online Broker entrichtet werden müssen. Es gilt: Je enger der Spread, desto besser für den Trader. Vor allem beim Handel mit Hauptwährungspaare sind die Spreads in der Regel sehr eng, so dass Du als Trader relativ schnell im Gewinn bist, wenn sich der Kurs richtig bewegt.

Pips

Der Begriff “Pip steht für Point in Percentage und ist im Forex-Handel sehr gebräuchlich. Ein Pip beschreibt die kleinste Einheit, die bei einer Währung notiert werden kann, für gewöhnlich ist es die vierte Stelle nach dem Komma. Sehen wir uns das Beispiel EUR/USD an, ist ein Pip also 0,0001 US-Dollar pro Euro. Kommt es zu einem Kursanstieg dieses Währungspaares von 1,1500 auf 1,1504, so ist dieser um 4 Pips gestiegen. In der Regel wird der Spread immer in Pips angegeben.

So geht Forex Trading: In nur 3 Schritten zum ersten Trade

Dein Interesse wurde geweckt und Du willst das Forex Trading einmal ausprobieren? Nichts leichter als das! Ich zeige Dir im Folgenden, wie Du in nur 3 Schritten Deinen ersten Trade abschließt.

Schritt 1 – Entscheide Dich für einen Online Broker

Wenn Du Devisen handeln willst, wirst Du nicht um einen Broker herumkommen. Die primäre Aufgabe eines Brokers ist es, zwischen den Tradern und der Börse – also dem Markt – zu vermitteln. Im Zeitalter des Internets ist es am einfachsten, hierfür auf einen Forex Broker zurückzugreifen.

Die Anmeldung bei einem Online Broker selbst ist dabei in der Regel simpel: Hierfür reicht es normalerweise aus, einige persönliche Daten anzugeben und Dich für Dein neues Konto (mit Ausweis) zu verifizieren. Für gewöhnlich nimmt dieser Prozess nur ein paar Minuten in Anspruch.

Im weiteren Verlauf zeige ich Dir am Beispiel von Interactive Brokers, wie Du dort Deine erste Position öffnest.

Schritt 2 – Wähle ein Währungspaar aus, das Du traden willst

Das Tool, über welches Du bei Interactive Brokers handeln kannst, nennt sich FXTrader. Im unten aufgeführten Screenshot siehst Du die FXTrader Hauptmaske mit den Kaufs- und Verkaufspreisen der einzelnen Währungspaare.

Der FXTrader von Interactive Brokers
Der FXTrader von Interactive Brokers

Wenn Du mit Euro traden willst, findest Du bei Interactive Brokers zudem auch eine Auflistung mit allen Euro-Währungspaaren. Hier kannst Du Dich dann für ein Major oder auch für ein Minor Währungspaar entscheiden.

Handelbare Euro-Währungspaare Interactive Brokers - Forex Trading
Handelbare Euro-Währungspaare auf Interactive Brokers

Schritt 3 – Eröffne Deinen ersten Trade

Im letzten Schritt kannst Du Deine Position schließlich auch schon eröffnen. Entscheide Dich für eine Limit- oder für eine Market-Order und bestätige den Trade. Nachfolgend siehst Du die Ordervorschau von Interactive Brokers, wo Du Deine Eingaben abschließend noch einmal prüfen kannst.

Ordervorschau bei Interactive Brokers
Ordervorschau bei Interactive Brokers

Bei Interactive Brokers hast Du dabei die Möglichkeit, Devisenpaare als CFDs zu traden.

Welche Handelsplattformen gibt es beim Forex Trading?

Wenn Du Devisen handeln willst, brauchst Du natürlich auch eine Handelsplattform, auf der Du traden kannst. 

TradingView

Eine qualitativ hochwertige Option bietet die Plattform Tradingview. Die Charting-Plattform ist ein Web-Dienst und soziales Netzwerk für Trader mit einer Plattform für Technische Analyse und Trading. Neben interaktiven Charts bietet auch Tradingview eine Vielzahl an Indikatoren und Tools zur Chartanalyse.

Der TradingView Forex Screener

Unter den zahlreichen Funktionen stellt Tradingview dabei eben unter anderem auch einen sogenannten Forex Screener zur Verfügung.

Mit diesem haben Trader die Möglichkeit, Devisenpaare nach unterschiedlichen Eigenschaften (wie z.B. Performance) zu filtern. Auf der rechten Seite findet sich ein technisches Rating zu den jeweiligen Währungen.

Tradingview Demokonto

Als Neuling im Forex Trading solltest Du grundsätzlich immer erst auf ein Demokonto zurückgreifen, falls möglich. Tradingview bietet daher auch ein Paper Trading Konto an, auf dem man sich völlig unverbindlich anmelden kann. Ein Paper Trading Konto dient dazu, die Funktionsweise und Tools einer Trading Plattform kennenzulernen, ohne seine eigenen finanziellen Mittel riskieren zu müssen. Du tradest hier quasi unter echten Marktbedingungen, aber mit virtuellem Geld

Im Folgenden erkennst Du, dass sich die Ordermaske im Paper Trading nicht wirklich vom Live-Trading unterscheidet. Du handelst nur eben nicht mit Deinem Geld.

Paper Trading Konten bieten daher eine hervorragende Möglichkeit, sich zunächst mit den technischen Komponenten einer Handelsplattform vertraut zu machen.

Forex Trading über TradingView Paper Trading
Forex Trading über TradingView Paper Trading

Das sind die Top Broker auf TradingView

Um seinen Nutzern den Start ins Forex Trading zu erleichtern, stellt TradingView einige Online Broker zur Auswahl:

NutzungsbedingungenGebührenRegulierung durch
Pepperstone30:1 maximaler Hebel
$0 minimale Einzahlung
Spreads ab 0,0 Pips bei Forex Major CFDsFCA, BaFIN, CySEC, ASIC, DFSA, CMA, SCB
easyMarkets30:1 maximaler HebelKeine Kommissionen, enge SpreadsCySEC, ASIC, FSA, BVI
Tradovate$0 minimale Einzahlungab $0 für FuturesCFTC, NFA
OANDA30:1 maximaler Hebel
$0 minimale Einzahlung
EUR/USD ab 0.6 PipsCFTC, NFA, IIROC, FCA, FSA, ASIC, MAS, MFSA
Capital.com30:1 maximaler Hebel
$20 minimale Einzahlung
Keine KommissionenFCA, CySEC
FOREX.com30:1 maximaler Hebel
$100 minimale Einzahlung
CFD-Kommissionen ab 0,08%CySEC
FXCM30:1 maximaler Hebel
$300 minimale Einzahlung
EUR/USD ab 0.1 PipsFCA, ASIC, FSCA
Saxo30:1 maximaler Hebel
$2.700 minimale Einzahlung
Geringe Kommissionen, keine versteckten KostenDFSA
WH Selfinvest30:1 maximaler Hebel
$500 minimale Einzahlung
Forex spreadbasiert: kostenlos
Forex kommissionsbasiert: 0,035 pro $ 1.000
ESMA, CSSF
Die Forex Broker bei TradingView

Einführung ins Forex Trading mit TradingView

Einen großen Vorteil, welchen TradingView allen Forex-Trading-Einsteigern bietet, ist die Einstiegsseite für den Devisenmarkt.

TradingView Forex Trading Einstiegsseite
TradingView Forex Trading Einstiegsseite

Neben den aktuellen Forex-Nachrichten findest Du hier unter anderem auch den Wirtschaftskalender sowie Trading-Ideen und Kursprognosen. Als Anfänger bist Du bei TradingView daher definitiv gut aufgehoben

MetaTrader

Eine weitere Handelsplattform, die sich bei vielen Tradern einer hohen Beliebtheit erfreut, ist der MetaTrader. Die MetaTrader Handelssoftware ist speziell auf den Devisenhandel sowie auf Tools zur technischen Analyse ausgelegt und bietet Nutzern jede Menge Möglichkeiten. Neben dem MetaTrader 4 gibt es mit dem MetaTrader 5 auch eine fortgeschrittenere Variante. Hier findest Du noch mehr Indikatoren, Tools und Werkzeuge als in der Standardvariante.

Forex Trading beim MetaTrader
Forex Trading beim MetaTrader

Die Plattform ist übersichtlich gestaltet; dargestellt ist hier ein Chart für das Währungspaar EUR/GBP im MetaTrader.

cTrader

Ebenfalls beliebt ist die Handelssoftware cTrader. Die Handelsplattform richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Forex Trader und bietet dementsprechend auch eine Vielzahl an komplexeren Funktionen an. Einige nützliche Features von cTrader sind unter anderem die schnelle Ausführung sowie erweiterte Charting-Tools und Auftragstypen. Trotz der vielfältigen Funktionen bietet die Plattform eine benutzerfreundliche Oberfläche, auf die Nutzer jederzeit auch über die cTrader App zugreifen können.

Ausschnitt aus dem cTrader Handelsfenster

Die Handelszeiten am Forex-Markt

Im Gegensatz zur Aktienbörse kann beim Forex-Handel fünf Tage in der Woche für 24 Stunden getradet werden. Der Währungshandel findet dementsprechend unter der Woche pausenlos statt und das in sämtlichen Zeitzonen weltweit. Da Geld bekanntlich niemals schläft, ist es für Unternehmen und Anleger erforderlich, jederzeit Zugang zum Markt erhalten zu können. Am Forex-Markt gibt es eine Unterscheidung in verschiedene Sessions, bei denen es zum Teil zu einer gegenseitigen Überlappung kommt.

Gehen wir von Deutschland und allen Ländern mit derselben Zeitzone aus, so beginnt die Handelswoche hier immer am Sonntag um 23:00 Uhr mit der Asien Session und endet am Freitag mit der USA Session. WIchtig zu wissen ist auch, dass der Forex-Handel selbst an Feiertagen stattfindet (bis auf sehr wenige Ausnahmen), da diese in den unterschiedlichen Ländern nicht dieselben sind.

Dabei ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass die Uhrzeiten auf den Handelsplattformen in der Regel an den örtlichen Sitz der jeweiligen Broker angepasst sind! Die zeitliche Differenz zwischen der Plattform und der eigenen lokalen Zeit sollte also niemals außer Acht gelassen werden – und zwar insbesondere für den Fall, dass Nachrichten und Konjunkturdaten beim Trading als Entscheidungshilfen mit einbezogen werden.

Sieht man sich das Aktivitätslevel in Bezug auf das Handelsvolumen an, ist dieses in der Europa sowie in der USA Session am höchsten. Und besonders dann, wenn sich die beiden Sessions überlappen (täglich von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr), kommt es häufig zur Veröffentlichung essentieller wirtschaftlicher Daten, woraufhin in der Folge erhebliche Bewegungen am Markt resultieren können und somit auch eine hohe Volatilität.

In der Asien Session dagegen verhalten sich die Währungspaare verglichen dazu eher ruhig, außer es werden in diesem Zeitfenster wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht.

Im Prinzip gibt es beim Forex-Markt vier verschiedene Haupthandelszeiten. Diese werden von den Handelszeiten in den Städten New York, London, Tokio und Sydney bestimmt.    

Die vier Haupthandelszeiten:   

  1. Sydney-Zeit: GMT (Greenwich Mean Time) + 1
  2. Tokyo-Zeit: GMT + 9
  3. New-York-Zeit: GMT – 4
  4. London-Zeit: GMT + 1

Strategien im Forex Trading

Grundsätzlich muss man nicht zwingend ein höchst professioneller Trader sein, um am Forex-Markt partizipieren zu können. Eine Sache sollte man sich jedoch gründlich überlegen, bevor man in den Forex-Handel einsteigt: Die Rede ist hier von der passenden Strategie. Welches Ziel soll am Devisenmarkt erreicht werden? Besteht eher Interesse am Handeln kurzer Kursimpulse oder aber soll auf langfristige Trends gesetzt werden? Je nachdem, wie die Antworten auf diese Fragen ausfallen, sieht auch die Strategieentwicklung entsprechend anders aus.

Fest steht jedoch, dass es in dieser Sache keine wirkliche Mischung der Strategien gibt. Durch die Eigenschaften des Forex-Marktes – insbesondere der permanente Handel sowie die “Crossrates” (autonome Querverbindungen der Währungen zueinander) – wird eine Mischform aus kurzfristiger sowie langfristiger Strategiebildung nahezu ausgeschlossen. Dementsprechend gilt es, sich zunächst für eine der beiden Strategie-Richtungen zu entscheiden. Hier unterscheidet man zwischen dem “Longterm-Investment” auf der einen Seite und dem “Scalping” auf der anderen Seite.

Longterm-Investment – Trendfolge

Für den Fall, dass die zeitlichen Kapazitäten nicht gegeben sind oder aber einfach kein Interesse daran besteht, als Trader besonders agil auf kurzfristige Kursimpulse zu lauern, dann empfiehlt sich eine langfristig ausgerichtete Trendfolge-Strategie

Schwankungen auf kurzfristiger Basis am Forex-Markt sind zwar in den meisten Fällen volatiler (da die Devisenkurse nicht selten noch während des einen Tages einen enormen Kurszuwachs verzeichnen, nur um dann am nächsten Tag wieder rapide einzubrechen). Hierdurch wird aber eben auch eine mittelfristige Strategie erheblich verkompliziert. Betrachtet man gewisse Währungspaare allerdings auf lange Sicht, lassen sich oftmals deutliche Trends erkennen, von denen man als langfristig orientierter Investor profitieren kann.

Dies lässt sich auch im nachfolgenden Chart des Währungspaares EUR/USD erkennen, welches die Kursentwicklung der vergangenen Monate zeigt, in denen ein eindeutiger Abwärtstrend vorherrschte.

EUR/USD Trendfolge Strategie- Forex Trading
EUR/USD im übergeordneten Abwärtstrend

Lesetipp: Der SuperTrend Indikator

Forex Daytrading

Eine weitere beliebte Trading Form im Forex Bereich ist das Daytrading. Hierbei werden in der Regel alle Positionen, die zu Tagesbeginn eröffnet wurden, am selben Tag auch wieder geschlossen. Es handelt sich somit um ein kurzfristiges Trading, das sich vor allem eben auch im Bereich der Devisen anbietet. Daytrading setzt allerdings einiges an Erfahrung voraus.

Und selbst das garantiert noch keinen Erfolg. Da die Devisenmärkte sich für gewöhnlich volatil verhalten, benötigt man im Daytrading ein entsprechendes Maß an Disziplin sowie einen stichfesten Plan, um in den Wellen der sich stetig ändernden Kursbewegungen nicht hilflos unterzugehen.

Auf Tagesbasis können Kurse von teils noch so banalen News stark beeinflusst werden, weshalb auch die kurzfristige fundamentale Analyse eine große Rolle spielt. Für schwache Nerven ist Daytrading definitiv nichts. Aber es geht noch intensiver!

Scalping: Verwendung ultra-kurzfristiger Impulse

Die Steigerung des Daytrading ist das ultra-kurzfristige Trading, auch “Scalping”. genannt Beim Scalping besteht das Ziel darin, kurzfristige Impulse zu erfassen, auf diese zu reagieren und innerhalb kürzester Zeit Gewinne einzufahren. Aus diesem Grund ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Devisenmarkt hierbei in sehr engen Zeitrastern (von Stundenebene bis zur Minutenebene) von den Tradern verfolgt werden muss. Zeitraster von einer, zwei oder auch fünf Minuten sind dabei nicht außergewöhnlich und eher die Regel als die Ausnahme.

Wem das Verfolgen nach solchen Trading-Möglichkeiten Spaß macht, der kann mit der entsprechenden Herangehensweise und Disziplin definitiv erfolgreich am Devisenmarkt sein. Dabei wird selbstverständlich vorausgesetzt, dass man als Trader mit einem hohen Kapitaleinsatz handelt, damit man auch von sehr kleinen Impulsen auf der Pip-Ebene profitieren kann.

1-Minuten-Chart EUR/USD: Die Zeiteinheit beim Forex Scalping
1-Minuten-Chart EUR/USD: Die richtige Zeiteinheit beim Forex Scalping

Forex Swing Trading

Eine Trading-Methode, bei der es deutlich ruhiger zugeht, ist das Swing Trading. Hierbei handelt es sich um eine kurz- bis mittelfristige Trading Strategie, bei der Du Deine Positionen von einigen Tagen bis hin zu einigen Wochen offen laufen lässt. Im Gegensatz zum Daytrading oder zum Scalping musst Du im Swing Trading nicht rund um die Uhr vor dem Rechner aktiv sein, um auf etwaige News oder Ereignisse reagieren zu können. Denn das Ziel eines Swing Traders besteht immer darin, eine größere (übergeordnete) Bewegung des Kurses einzufangen. Das ständige Auf und Ab eines Kurses über den einzelnen Tag ist daher relativ unerheblich.

Swing Trading eignet sich aus diesem Grund vor allem für Anfänger und für berufstätige Personen, da der Aufwand deutlich geringer ist und eine schnelle Reaktion auf Marktereignisse nicht entscheidend ist.

Nun stellt sich im nächsten Schritt die Frage, wie man nach Auswahl der entsprechenden Strategie am besten weiter vorgeht. Sowohl für langfristige als auch für kurzfristige Strategien gibt es nämlich einige Trading-Tools, mit denen man als Investor bzw. Trader arbeiten kann.

Trading-Werkzeuge im Forex Trading

Eine breite Palette an Trading-Tools ist zwar grundsätzlich nicht verkehrt, allerdings sollte man es damit auch nicht übertreiben. Denn die klassische technische Analyse sowie die Candlestick-Charts haben sich bereits häufig als nützlich erwiesen, jedoch sollte man es vermeiden, auf zu viele Indikationen zum selben Zeitpunkt zu setzen, da dies zu widersprüchlichen Signalen führen kann.

Daher bewährt es sich üblicherweise, sich auf einige wenige Tools zu konzentrieren und diese für die eigenen Analysen zu verwenden. Doch auch dann sollte klar sein: Kein Tool der Welt kann ausschließlich perfekte Aussagen liefern. Denn es kann jederzeit zu völlig unerwarteten Impulsen kommen, die von externen Faktoren ausgelöst werden (politische Veränderungen, Bank-Maßnahmen bzw. Nachrichten). Es wird also nicht möglich sein, lediglich gewinnbringende Trades abzuschließen. Stattdessen sollte das Ziel darin bestehen, mehr Gewinntrades als Verlusttrades zu verzeichnen und etwaige Verluste möglichst zu begrenzen. Anschließend einige der gebräuchlichsten Tools im Forex-Handel.

Was sind Forex Trading Algorithmen?

Neben dem manuellem Trading gibt es nicht nur auf dem Forex Markt mittlerweile auch die Möglichkeit eines automatisierten Tradings. Gemeint ist damit ein Handel, der auf sogenannten Algorithmen basiert, die das Trading quasi für Dich übernehmen. Ein Trading Algorithmus ist im Prinzip nichts anderes als ein Computerprogramm, das die Ordererteilung übernimmt, so dass Du selbst nicht mehr aktiv ins Trading eingreifen musst.

Algorithmen – Das Trading mit Computerprogrammen

Du erteilst dem Algorithmus dabei die Befehle , nach welchem Schema bzw. nach welcher Strategie er traden soll, und behältst damit auch immer die volle Kontrolle. Algorithmen bieten den großen Vorteil, dass sie nicht durch menschliche Emotionen durcheinander bringen lassen. Ein Computerprogramm lässt sich weder durch Gier noch durch Angst vernebeln und hält sich immer strikt an die vorprogrammierte Strategie, komme was wolle. Unabhängig davon gewinnst Du durch den Einsatz von Trading Algorithmen auch wertvolle Zeit, da Du die Orders nicht mehr alle selbst einstellen musst.

Forex Trading lernen

Dein Interesse ist geweckt und Du willst in die wunderbare Welt des Forex Trading eintauchen? Du willst mehr über die Grundlagen des Devisenhandels erfahren und profitable Trading Strategien kennenlernen?

Im Internet findest Du mittlerweile massenhaft Informationen über das Forex Trading, mit hunderten an Strategien und Vorgehensweisen, die alle großen Erfolg versprechen. Zu viel Information ist jedoch nicht immer vorteilhaft, wie Du sicherlich weißt. Im Forex Trading kommt es nicht darauf an, möglichst viele verschiedene Strategien oder geheime Indikatoren zu kennen. Viel sinnvoller ist es in der Regel, wenn Du Dich für eine bewährte Strategie entscheidest und Dich beim Trading an die wichtigsten Grundlagen hältst.

Viele Webseiten bieten aus diesem Grund Kurse zum Thema Forex Trading an, wo man den Handel mit Devisen von der Pike auf beigebracht bekommt.

Eine weitere Anlaufstelle sind Trading Foren und Communities. Hier hast Du die Möglichkeit, Dich mit erfahrenen Tradern auszutauschen und von diesen zu lernen.

Welche Forex Broker gibt es?

Grundsätzlich gibt es mittlerweile Forex-Broker wie Sand am Meer. Aus diesem Grund stellt sich vor allem als Einsteiger die Frage, für welchen Anbieter man sich entscheiden sollte, um möglichst effektiv und kostengünstig traden zu können. Im Folgenden sollen daher fünf bewährte Broker kurz und übersichtlich vorgestellt werden, um sich zumindest einen ersten Einblick verschaffen zu können.

IG

IG – früher auch als IG Markets bekannt – ist seit der Gründung im Jahr 1974 ein beliebter und bewährter Broker für Anleger und Investoren. Mittlerweile ist IG im globalen Vergleich führend, was den Handel von CFDs und Forex betrifft. IG bietet seinen Kunden eine große Auswahl von über 16.000 Märkten an, zwischen denen diese sich entscheiden können. Werfen wir nun einen kurzen Blick auf die allgemeinen Eigenschaften und Vorteile, welche der Anbieter IG mit sich bringt:

  • Spread ab 0,6 Pips im Währungspaar EUR/USD
  • 1 Punkt Spread im DAX
  • Keine Mindesteinlage erforderlich
  • Anmeldung zum kostenlosen Demo-Account möglich
  • Qualifizierter Kundenservice
  • Umfangreiches Einführungsprogramm sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene

flatex

Eine weitere Online-Plattform im Forex-Handel nennt sich flatex. Dieser Broker, welcher 1999 gegründet wurde, ist insbesondere in Deutschland sehr bekannt. Die Besonderheit bei flatex ist die Orderflat, welche im OTC-Handel schon ab 5,90 Euro erhältlich ist. Auch hier sollen die Vorteile in einer Übersicht kurz dargestellt werden.

  • Es sind keine Depotkosten zu zahlen
  • Anmeldung zum kostenlosen Demo-Account möglich
  • Fixpreis ab 5,90 pro Order für den Direkthandel
  • Keine Mindesteinlage erforderlich
  • Eine Limitorder ist mit keinen Kosten verbunden 
  • Es gibt eine große Auswahl an Währungspaaren

LYNX

Der niederländische Broker LYNX wurde im Jahr 2006 in Amsterdam gegründet. Die Hauptniederlassung befindet sich zwar nach wie vor in Amsterdam, jedoch hat der Online Broker mittlerweile auch in zahlreichen anderen Standorten eine Niederlassung, unter anderem auch in Deutschland. Die wichtigsten Eigenschaften nachfolgend kurz zusammengefasst. 

  • Die erforderliche Mindesteinzahlung liegt bei 2.000 Euro
  • Beim Devisenhandel stehen über 80 Währungspaare zur Auswahl
  • Über 7.000 handelbare Instrumente lassen sich über CFDs nutzen
  • Es sind mehr als 200.000 Zertifikate handelbar
  • Spread ab 0,1 Pips im Währungspaar EUR/USD
  • Es sind keine Depotkosten zu zahlen

IC Markets

Das Unternehmen IC Markets wurde im Jahr 2007 in Sydney gegründet und zählt zu den global agierenden True ECN Forex-Brokern. Die Handelsplattformen zeichnen sich insbesondere durch niedrige Latenzzeiten und eine über dem Durchschnitt liegende Liquidität aus. Zu den besonderen Eigenschaften zählen folgende Punkte.

  • Beim Devisenhandel stehen über 60 Währungspaare zur Auswahl
  • Auf den True ECN-Plattformen stehen zum Teil 0,0 Pips breite Spreads zur Verfügung
  • Anmeldung zum kostenlosen Demo-Account möglich
  • Latenzzeit liegt bei weniger als 1 Millisekundetrade
  • Bis zu 50 unterschiedlichen Liquiditätsanbietern
  • Die erforderliche Mindesteinzahlung liegt bei 200 Euro

FXFlat

Der Online Broker FXFlat wurde im Jahr 2007 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Deutschland. Die Besonderheit von FXFlat liegt in der breiten Auswahl bei den Währungspaaren, welche zum Handel zur Auswahl stehen. Die wichtigsten Informationen anschließend wiederum kurz zusammengefasst.

  • Beim Forex-CFD Handel stehen über 60 Währungspaare zur Auswahl
  • Spread ab 0,8 Pips verfügbar
  • Rund um die Uhr Kundenservice
  • Mindesteinlage liegt bei 200 Euro
  • Anmeldung zum kostenlosen Demo-Account möglich

Lohnt sich eine Forex Trading App?

In der Welt der Smartphones und Tablets darf eine Forex Trading App natürlich nicht fehlen. Die meisten Online Broker bieten mittlerweile mobile Apps für den Handel mit Devisen an, welche zumeist auch völlig kostenlos heruntergeladen werden können. Aber ist so eine App auch wirklich sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Forex Trading App natürlich keine Voraussetzung, um erfolgreich handeln zu können. Desktop-Versionen bieten für gewöhnlich sogar mehr Funktionen und Features an, die Du für Dein tägliches Trading nutzen kannst. Und dennoch erfreuen sich Trading Apps einer großen Beliebtheit, schließlich bieten sie einen Vorteil: Sie ermöglichen einen flexiblen Handel. Egal ob auf Geschäftsreise oder im Urlaub, dank Trading Apps hast Du überall und jederzeit die Möglichkeit, auf aktuelle Marktgeschehnisse zu reagieren und Deine Trades zu managen.

Wenn Du eine Trading App nutzt, solltest Du darauf achten, dass diese sehr einfach handzuhaben ist und eine klare Benutzeroberfläche bereitstellt. Auf dem Smartphone bedeutet weniger oft mehr.

Forex Trading App
IG Forex Trading App

Vorteile des Forex Trading

Vorteile des Forex Trading

Geringe Handelskosten

Für gewöhnlich wird für das Führen eines Forex-Kontos keine oder nur eine sehr geringe Ordergebühr verlangt und es gibt zudem prinzipiell keine Kontoführungsgebühr. Werden Handelskosten verlangt, dann lediglich als “mark up”, also als Aufschlag auf den Bid-Ask-Spread. Neben einer Kommission muss nur der Forex-Spread für das Erwerben zum Nachfragepreis und für das Verkaufen zum Angebotspreis gezahlt werden. Liegt ein geringer Spread vor, kann man umso leichter in die Gewinnzone kommen.

Dazu kommt noch ein weiterer positiver Faktor: Die niedrige geforderte Ersteinzahlung für die Kontoaktivierung. Dadurch ist die Einstiegsbarriere im Devisenmarkt viel schwächer als in zahlreichen anderen Finanzmärkten. Nicht zuletzt aus diesem Grund konnte der Forex-Markt einen so großen Zuwachs an Tradern und Investoren verzeichnen.

Und auch die Handelssoftware sowie die Analysewerkzeuge können auf vielen Börsen nur kostenpflichtig erworben werden, während diese für Händler am Forex-Markt je nach Broker meistens kostenlos sind.

Kein großes Startkapital erforderlich

Ein weiterer Vorteil des Forex-Marktes besteht darin, dass zu Beginn kein großes Startkapital zwingend notwendig ist. Mit Hilfe des Leverage-Effekts kann somit auch mit einem relativ kleinem Kapital ein großer Gewinn gemacht werden. 

Mit der ESMA ist im August 2018 vergangenen Jahres allerdings eine neue Beschränkung in Kraft getreten, wodurch der Handel mit Hebeln in einem gewissen Grad eingeschränkt wird: Während Professional Clients auch weiterhin mit Hebeln von bis zu 1:500 arbeiten können, müssen sich Retail Clients (Kleinanleger) mit einem maximalen Hebel von 1:30 für die Hauptwährungen zufrieden geben. Aber auch mit diesem vermeintlich niedrigen Hebel ist es  möglich, selbst mit niedrigen Geldsummen von kleinen Kursschwankungen zu profitieren und potenzielle Gewinne zu vervielfachen. Und mit einem entsprechenden Risikomanagement kann auch das Risiko in einem gewissen Rahmen eingegrenzt werden.

Forex Trading Vorteile und Nachteile

Liquidität beim Devisenhandel

Ein maßgeblicher Grund für die weltweite Verbreitung ist der hohe Liquiditätsgrad des Devisenmarktes. Da die Globalisierung weiter und weiter voranschreitet, ergeben sich auch für interessierte Anleger und Investoren immer mehr Möglichkeiten zu handeln. In diesem Kontext sehen wir uns nun einige interessante Fakten rund um das Liquiditätsvolumen des Forex-Marktes an: Der Umsatz des Forex-Marktes innerhalb eines Tages ist größer als das Bruttoinlandsprodukt Japans eines ganzen Jahres. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Japan die drittgrößte Volkswirtschaft weltweit hat! Der überwiegende Handel findet dabei wie bereits zuvor erwähnt mit den großen Währungspaaren (Majors) statt – ca. 80 Prozent aller getätigten Transaktionen.

Leichter Zugang zum Markt

Dazu kommt noch, dass für den Forex-Handel einzig und allein ein funktionierender Internetzugang erforderlich ist. Nachdem die eigenen Daten von der Plattform verifiziert wurden, kann noch am selben Tag ein Account eröffnet und die erste Einzahlung gemacht werden. An dieser Stelle sei gesagt, dass es insbesondere als Anfänger Sinn macht, den Forex-Handel zunächst einmal mit einem Demokonto auszuprobieren. Denn hier besteht die Möglichkeit, sich ohne finanzielles Risiko und völlig kostenlos näher mit der Handelssoftware MetaTrader und dem Trading an sich vertraut zu machen.

Nachteile des Forex Trading

Keine richtige Regulierung

Da der Forex-Markt dezentralisiert ist und somit auch ortsunabhängig, gibt es auch keine zentral gesteuerte Regulierung für diesen. Diese Tatsache kann es teilweise erschweren, den geeigneten Broker des Vertrauens ausfindig zu machen. Jedoch gibt es in vielen Ländern bereits Behörden, die dafür zuständig sind, die Broker zu lizenzieren und zu kontrollieren.

Bei sogenannten “Offshore Brokern” sollte man allerdings vorsichtig sein, da diese nicht im selben Land reguliert werden, in welchem diese ihre Dienste anbieten. Achten sie auf rote Flaggen wie zum Beispiel eine hohe Intransparenz der Internet-Website (keine Adresse bzw. Kontaktdaten, etc.).

Marktkenntnisse sind erforderlich

Der Forex-Markt ist jedoch keine Abkürzung zum schnellen Reichtum. Es ist definitiv möglich, mit dem Devisenhandel Geld zu verdienen – man kann sogar sehr viel Geld mit dem Forex Trading verdienen – allerdings setzt dies auch eine intensive Beschäftigung mit dem Thema voraus. Neben einem Verständnis für die Anwendung der entsprechenden Tools spielen auch noch weitere zahlreiche Faktoren eine Rolle, welche sich auf die Kurse am Forex-Markt auswirken können. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, sich eingehend mit den verschiedenen Märkten weltweit auseinanderzusetzen, die Nachrichten zu verfolgen und zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Hohes Risiko

Neben den hohen Gewinnen, die am Devisenmarkt durchaus erzielt werden können, darf das Risiko aber nicht außer Acht gelassen werden. Insbesondere beim Handel mit Hebeln können eben auch etwaige Verluste multipliziert werden. So kann es eben auch wie bereits in einem vorigen Beispiel aufgezeigt vorkommen, dass man neben dem Verlust der zu Beginn eingezahlten Margin noch weitere Verluste aufgrund von Nachschusspflichten hinnehmen muss. Grundsätzlich sollte immer mit Bedacht und einem entsprechenden Risikomanagement getradet werden. Daher spielt auch eine gewisse emotionale Disziplin beim Forex Trading eine bedeutende Rolle.

Gibt es eine Alternative zum Forex Trading?

Trading beschränkt sich natürlich nicht allein auf den Forex Markt. Wenn Du dem Devisenhandel nicht wirklich etwas abgewinnen kannst, gibt es selbstverständlich auch einige Alternativen, auf die Du jederzeit ausweichen kannst. Im Folgenden zeige ich Dir einige beliebte Trading Märkte abseits des Devisenhandels.

Rohstoffe

Der Rohstoffmarkt ist wohl einer der ältesten Märkte überhaupt. Und auch ohne am Rohstoffmarkt zu traden, bekommst Du vermutlich immer mal wieder etwas darüber mit. Ich nenne hier nur einmal die steigenden Ölpreise, die sicher nicht spurlos an Dir vorbeigezogen sind, wenn Du hin und wieder aufs Tanken angewiesen bist. Oder sicherlich hast Du bestimmt auch schon mal davon gehört, dass Gold als guter Inflationsschutz herhalten soll. Die Rohstoffmärkte unterliegen tagtäglichen Schwankungen, von denen Du als Trader profitieren kannst.

Aktien

Natürlich kannst Du auch ganz klassisch mit Aktien traden. Egal ob kurz- oder langfristig, ob auf fallende oder steigende Kurse, ob mit viel Risiko oder weniger Risiko – das alles kannst Du auch am Aktienmarkt tun.

Optionen

Optionen sind immer dann eine interessante Möglichkeit, wenn Du gerne etwas mehr Risiko eingehst und nach einer größeren Hebelwirkung beim Trading suchst. Es handelt sich dabei um Kontrakte, die es Dir erlauben, auf den zukünftigen Wert eines Marktes zu traden. Optionen gibt es in vielen Formen, die häufigste ist die sogenannte Vanilla Option.

Forex Trading und Steuern – Was solltest Du beachten?

Gewinne aus dem Trading mit Devisen fallen in die Kategorie Kapitalerträge. Alle Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der sogenannten Abgeltungssteuer. Diese liegt aktuell bei 25 % der Gewinne, die Du durchs Forex Trading erzielst. Hinzu kommt die Kirchensteuer und bis vor einiger Zeit auch noch der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 %. Der Solidaritätszuschlag fällt seit diesem Jahr jedoch weg, wenn Du Normalverdiener bist.

Dabei spielt es immer eine wichtige Rolle, ob Du über einen inländischen oder über einen ausländischen Broker tradest.

  • Handel über einen deutschen Broker: Am einfachsten ist das ganze, wenn Du über einen in Deutschland ansässigen Online Broker tradest. In diesem Fall führt der Broker die Abgeltungssteuer eigenständig von Deinen Gewinnen ab und leitet sie an das Finanzamt weiter.
  • Handel über einen ausländischen Broker: Anders sieht das ganze bei einem Broker im Ausland aus. Hier werden die zu entrichtenden Steuern nämlich nicht automatisch abgeführt, weswegen Du Dich selbst darum kümmern musst. Auch wenn dies einen gewissen Mehraufwand für Dich bedeutet, bietet der Handel über einen ausländischen Broker dennoch einen Vorteil: Zu versteuernde Gewinne können bis zum Fälligkeitsdatum weiterhin reinvestiert werden.

Beachte: Unabhängig davon, wo Dein Broker ansässig ist, gilt immer der sogenannte Sparerpauschbetrag. Hier handelt es sich um einen Freibetrag in Höhe von 801 € pro Jahr (für Eheleute 1.602 € pro Jahr). Um diesen Freibetrag in Anspruch nehmen zu können, musst Du bei Deinem Broker bzw. bei Deiner Bank allerdings auch einen Freistellungsauftrag einreichen.

Emotionale Disziplin beim Trading

Denn selbst die beste Strategie und die besten Tipps sind noch kein Garant dafür, dass man beim Traden immer erfolgreich ist. Und wenn es mal nicht so rund läuft, kann es durchaus vorkommen, dass die Emotionen die Oberhand gewinnen. In diesem Fall tendieren insbesondere Anfänger dazu, die ursprünglich erarbeitete Strategie über Bord zu werfen und emotional verursachte Handlungen am Forex-Markt vorzunehmen, die das ganze in den meisten Fällen dann noch verschlimmern.

Lesetipp: Trading Psychologie

Diesem Drang sollte man jedoch widerstehen. Mit den eigenen Strategien sowie Werkzeugen und Routinen für die Marktanalyse kann die Verantwortung für die eigenen Handlungen am Forex-Markt übernommen werden. Dadurch wird der komplette Trading-Prozess an sich über kurzfristige Gewinne gestellt, wodurch nachhaltig und auf lange Sicht erfolgreich getradet werden kann.

Emotionale Disziplin beim Forex Trading

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