Lang & Schwarz gehört zu den bekanntesten Market Makern und Handelsplattformen im deutschsprachigen Raum. Wer über Broker wie Trade Republic, Flatex oder Comdirect handelt, führt seine Orders oft ohne es zu wissen direkt über Lang & Schwarz aus. Doch was steckt hinter dem Namen — und lohnt sich die Plattform auch für eigenständige Trader?
In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen mit Lang & Schwarz, erkläre die Gebührenstruktur, die Handelszeiten und zeige, wie das LS Tradecenter und die LS Exchange funktionieren. Außerdem: Was sind die Vor- und Nachteile im Vergleich zu klassischen Online-Brokern — und für wen ist Lang & Schwarz die richtige Wahl?
Lang & Schwarz — auf einen Blick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Gegründet | 1996, Hamburg |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft (AG) |
| Börsennotierung | Seit 2007, Frankfurter Wertpapierbörse |
| Regulierung | BaFin, Deutsche Börse AG |
| Rolle | Market Maker + eigener Börsenplatz (LS Exchange) |
| Handelszeiten | Mo–Fr 07:30–23:00 Uhr, Sa 10:00–13:00, So 17:00–19:00 |
| Handelbare Produkte | Aktien, ETFs, Zertifikate, Hebelprodukte (kein Krypto) |
| Depotangebot | Nein — Zugang nur über Partnerbroker |
| Partnerbroker (Auswahl) | Trade Republic, Flatex, Scalable Capital, Comdirect |
| Ordergebühren | Keine direkten Gebühren — Kosten über Spread |
| Besonderheit | Extended Hours außerhalb regulärer Börsenzeiten |
| Webseite | ls-x.de |
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Erfahrungen & Vor-/Nachteile
Lang & Schwarz Erfahrungen: Was taugt der Broker wirklich?
Lang & Schwarz ist kein Broker im klassischen Sinne — und genau das ist der Punkt, den viele Einsteiger zuerst verstehen müssen. Du eröffnest kein Depot direkt bei L&S. Du handelst über einen Partnerbroker, der deine Orders an die LS Exchange weiterleitet. Lang & Schwarz ist die Infrastruktur dahinter.
Ich handle selbst seit Jahren über Broker, die L&S als Ausführungspartner nutzen — unter anderem für Aktien, ETFs und Hebelprodukte außerhalb der regulären Börsenzeiten. Meine Einschätzung ist entsprechend direkt.
Vorteile von Lang & Schwarz
Lange Handelszeiten — echter Mehrwert für Berufstätige
Die LS Exchange bietet Handel von 07:30 bis 23:00 Uhr — über 15 Stunden täglich, deutlich mehr als die Xetra-Kernzeit. Wer tagsüber arbeitet und abends noch auf US-Bewegungen reagieren will, profitiert direkt davon. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern im Alltag spürbar.
Für Trade Republic Kunden gelten die LS-Exchange-Zeiten von 7:30 bis 23:00 Uhr — die vollständige Feiertags-Übersicht und Spread-Tipps stehen im Artikel wann Trade Republic geöffnet ist.
Wochenendhandel — in Deutschland einzigartig
Als einziger relevanter Handelsplatz bietet Lang & Schwarz außerbörslichen Handel am Wochenende — samstags von 10:00 bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 bis 19:00 Uhr. Die Liquidität ist eingeschränkt, die Spreads weiter als unter der Woche. Aber die Option existiert — bei TRADEGATE und Gettex nicht.
Regulierter Börsenplatz — kein reines OTC-Modell
Die LS Exchange ist eine regulierte Börse unter der Aufsicht der Börse Hamburg. Das unterscheidet L&S von reinen OTC-Market-Makern. Preise werden transparent gestellt, nicht nur bilateral ausgehandelt.
Breite Produktpalette
Aktien, ETFs, Anleihen, Hebelprodukte, Zertifikate und Wikifolio-Zertifikate sind über das L&S-Netzwerk handelbar. Über 20.000 Wertpapiere außerbörslich — für die meisten Privatanleger mehr als ausreichend.
Günstige Orderkosten über Partnerbroker
Da L&S primär über Spreads verdient und keine direkten Ordergebühren erhebt, landen die Gesamtkosten bei Brokern wie Trade Republic oft bei 1 Euro pro Order. Für Langfristanleger ist das strukturell günstig.
Etabliert und solide
Gegründet 1996, börsennotiert seit 2007 — L&S ist kein Startup. Das gibt Sicherheit bei der Frage nach Seriosität und Unternehmensbestand.
Nachteile von Lang & Schwarz
Kein direktes Depot — Zugang nur über Dritte
Wer ein Konto direkt bei Lang & Schwarz eröffnen will, wird enttäuscht. Das Modell setzt voraus, dass du bereits einen Partnerbroker hast oder einen wählst. Das ist eine zusätzliche Abhängigkeit.
Spreads außerhalb der Haupthandelszeiten
In den frühen Morgenstunden oder abends nach 20:00 Uhr weiten sich die Spreads teilweise deutlich aus. Für Langfristanleger kaum relevant — für aktive Trader ein echter Kostenfaktor.
Eingeschränkte Transparenz für Endkunden
Da der Kontakt zu L&S immer über einen Broker läuft, ist die direkte Kontrolle über Ausführungsqualität und Konditionen begrenzt. Du weißt oft nicht genau, welcher Anteil der Kosten beim Broker bleibt und welcher bei L&S.
Kein eigenes Analyse-Tool oder Charting
Das LS Tradecenter ist primär eine Handelsplattform — keine vollwertige Analyse- oder Charting-Umgebung. Wer technische Analyse betreibt, braucht zusätzliche Tools.
Kein Krypto-Direkthandel
Wer echte Kryptowährungen handeln will, ist bei L&S falsch. Krypto-ETPs und -Zertifikate sind über einzelne Partnerbroker verfügbar — aber kein direkter Coin-Handel.
Fazit
Lang & Schwarz ist eine solide, regulierte Handelsinfrastruktur — kein Allround-Broker. Wer über Trade Republic, Flatex oder Scalable handelt, nutzt L&S ohnehin bereits, oft ohne es zu wissen. Die langen Handelszeiten, der Wochenendhandel und die günstige Kostenstruktur über Partnerbroker sind echte Stärken. Wer hingegen ein vollwertiges Broker-Erlebnis mit direktem Depot, Charting und aktivem Support sucht, ist bei einem klassischen Online-Broker besser aufgehoben.
Der bekannteste Broker, der seine Aktien- und ETF-Trades über die LS Exchange abwickelt, ist Trade Republic — Europas größter Neobroker mit über 10 Millionen Kunden.
Bewertung: 4,2 / 5 — Empfehlenswert als Ausführungspartner und für Trader, die auf Extended-Hours-Handel angewiesen sind.
Karsten Kagels — aktiver Trader, kagels-trading.de
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Gebühren & Kosten
Lang & Schwarz Gebühren und Kosten 2026
Das Gebührenmodell von Lang & Schwarz unterscheidet sich grundlegend von klassischen Online-Brokern — und wird deshalb oft falsch verstanden. Lang & Schwarz erhebt keine direkten Gebühren für Privatanleger. Das klingt zunächst attraktiv, bedeutet aber nicht, dass der Handel kostenlos ist. Die Kosten entstehen an anderer Stelle.
Wie verdient Lang & Schwarz Geld?
Das Geschäftsmodell basiert auf dem Spread — also der Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs eines Wertpapiers. Kaufst du eine Aktie über die LS Exchange, bekommst du nicht den exakt gleichen Kurs wie an der Xetra. Du zahlst einen minimal höheren Preis beim Kauf und erhältst einen minimal niedrigeren Preis beim Verkauf. Diese Spanne ist die Vergütung des Market Makers.
Für Langfristanleger, die selten handeln, ist das kaum spürbar. Für aktive Trader, die täglich viele Orders platzieren, summiert sich der Spread über die Zeit.
Ordergebühren: Was zahle ich wirklich?
Die Ordergebühren hängen nicht von Lang & Schwarz direkt ab, sondern vom jeweiligen Partnerbroker. Hier eine Übersicht typischer Konditionen:
| Broker | Ordergebühr über L&S | Besonderheit |
|---|---|---|
| Trade Republic | 1 € pro Order | Flat Fee, unabhängig vom Volumen |
| Scalable Capital | ab 0 € (PRIME+) | Im Abo-Modell inklusive |
| Flatex | ab 3,90 € | Volumenabhängig |
| Comdirect | ab 3,90 € + 0,26 % | Mindestgebühr gilt |
| justTRADE | 0 € | Kostenlos über LS Exchange |
Die günstigsten Konditionen ergeben sich über Neobroker wie Trade Republic und justTRADE — genau deshalb sind diese Broker für Einsteiger und Gelegenheitsanleger so attraktiv.
Depotgebühren
Lang & Schwarz erhebt selbst keine Depotgebühren — das Depot liegt beim jeweiligen Partnerbroker. Ob dort Depotgebühren anfallen, hängt vom gewählten Anbieter ab. Trade Republic und Scalable Capital führen Depots aktuell kostenlos. Bei Flatex und Comdirect können je nach Kontomodell Grundgebühren anfallen.
Spread-Kosten: Wann werden sie relevant?
Der Spread variiert je nach Handelszeit und Liquidität des gehandelten Instruments.
Enge Spreads — in der Regel während der Haupthandelszeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr, wenn auch Xetra und andere Börsen aktiv sind. Hier ist die Konkurrenz unter den Market Makern am größten, was die Spreads niedrig hält.
Weitere Spreads — vor Börseneröffnung (07:30–09:00 Uhr) und abends nach 17:30 Uhr. In diesen Zeiten ist L&S oft einer der wenigen aktiven Handelsplätze. Die geringere Konkurrenz führt zu höheren Spreads — bei manchen Produkten spürbar.
Besonders aufpassen bei: Hebelprodukten, Zertifikaten und wenig gehandelten Nebenwerten. Hier sind die Spreads strukturell breiter als bei Standardaktien oder ETFs — unabhängig von der Uhrzeit.
Finanzierungskosten bei Hebelprodukten
Wer gehebelte Produkte über Nacht hält, zahlt Finanzierungskosten — auch Overnight-Gebühren oder Haltekosten genannt. Diese werden direkt über den Spread oder als separate Tagesgebühr im Kurs eingepreist und variieren je nach Produkt, Hebel und Broker. Für kurzfristige Intraday-Trades spielt das keine Rolle — wer gehebelte Positionen aber mehrere Tage hält, sollte die Haltekosten vorher konkret berechnen.
Fazit Gebühren
Lang & Schwarz ist für Privatanleger, die über günstige Partnerbroker handeln, eine der kostengünstigsten Ausführungsmöglichkeiten am Markt. Die entscheidende Variable ist der Spread — besonders außerhalb der Kernhandelszeiten und bei weniger liquiden Produkten. Wer das im Blick behält, handelt mit L&S effizient.
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Handelszeiten
Lang & Schwarz Handelszeiten: Wann kann ich handeln?
Die Handelszeiten sind eines der stärksten Argumente für Lang & Schwarz. Der außerbörsliche Handel läuft von Montag bis Freitag von 07:30 bis 23:00 Uhr — über 15 Stunden täglich. Hinzu kommt ein Wochenendangebot, das in Deutschland einzigartig ist: samstags von 10:00 bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 bis 19:00 Uhr.
| Tag | Handelszeit |
|---|---|
| Montag–Freitag | 07:30–23:00 Uhr |
| Samstag | 10:00–13:00 Uhr |
| Sonntag | 17:00–19:00 Uhr |
Die beste Ausführungsqualität mit engsten Spreads liegt zwischen 09:00 und 17:30 Uhr, wenn Xetra und US-Märkte parallel aktiv sind. Ab 20:00 Uhr weiten sich die Spreads bei weniger liquiden Werten spürbar aus — Limitorders sind dann empfehlenswert. Der Wochenendhandel bietet die Möglichkeit, auf Nachrichten außerhalb der Woche zu reagieren, ist aber durch geringere Liquidität und weitere Spreads eingeschränkt. Für gezielte Reaktionen auf Wochenendmeldungen kann er dennoch relevant sein.
An Börsenfeiertagen wie Karfreitag, Ostermontag, dem 1. und 2. Weihnachtsfeiertag sowie Neujahr findet kein Handel statt. Alle Details zu Handelszeiten, Börsenfeiertagen und broker-spezifischen Besonderheiten findest du im vollständigen Guide: Lang & Schwarz Handelszeiten.
Lang & Schwarz — Handelszeiten
Längste Handelszeiten aller deutschen Börsenplätze · Stand 2026
Montag – Freitag
07:30 – 23:00
Inkl. Pre-Market & Späthandel nach US-Börsenschluss
Samstag
10:00 – 13:00
Außerbörslicher Handel · nur über Partnerbroker
Sonntag
17:00 – 19:00
Außerbörslicher Handel · nur über Partnerbroker
Vergleich mit anderen Handelsplätzen
LS Exchange
07:30–23:00 + Wochenende
TRADEGATE
08:00–22:00
Xetra
09:00–17:30
Tipp für Trader: Engste Spreads zwischen 09:00 und 17:30 Uhr während der Xetra-Kernzeit. Außerhalb dieser Zeiten immer mit Limitorder handeln — nie mit Marketorder.
LS Exchange & Tradecenter erklärt
Das LS Tradecenter und die LS Exchange erklärt
Lang & Schwarz tritt nach außen unter verschiedenen Namen auf — LS Exchange, LS Tradecenter, Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. Viele Nutzer sind unsicher, was davon was ist und wie die Teile zusammenhängen. Die Unterscheidung ist einfacher als sie klingt.
Lang & Schwarz ist keine einzelne Einheit, sondern eine Holding mit mehreren Tochtergesellschaften. Für Privatanleger relevant sind zwei davon. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ist die operative Handelsgesellschaft. Sie stellt als Market Maker Kurse für Wertpapiere und ist die Einheit, über die Partnerbroker wie Trade Republic oder Flatex ihre Orders ausführen lassen. Wenn du über einen dieser Broker handelst und als Ausführungsplatz “L&S” siehst, ist genau diese Gesellschaft gemeint. Die LS Exchange ist der regulierte Börsenplatz, den Lang & Schwarz betreibt. Sie ist keine interne Verrechnungsstelle, sondern eine offiziell anerkannte Börse, beaufsichtigt durch die BaFin und die Börse Hamburg. Orders, die über die LS Exchange ausgeführt werden, laufen über eine transparente, regulierte Handelsinfrastruktur — kein reines OTC-Geschäft zwischen zwei Parteien.
Was ist der Unterschied zwischen LS Exchange und klassischem L&S-Handel?
Vor der Gründung der LS Exchange hat Lang & Schwarz als klassischer OTC-Market-Maker agiert: Kauf und Verkauf direkt zwischen L&S und dem Kunden, bilateral, ohne regulierten Börsenplatz dazwischen. Das ist das klassische Market-Maker-Modell, das viele CFD-Broker noch heute nutzen. Mit der LS Exchange hat Lang & Schwarz dieses Modell weiterentwickelt. Statt reinem OTC-Handel findet die Ausführung jetzt über einen regulierten Börsenplatz statt. Das hat für Anleger einen konkreten Vorteil: Preisstellung und Ausführung unterliegen börsenrechtlichen Transparenzpflichten. Der Kurs, den du siehst, ist ein offiziell gestellter Börsenkurs — kein intern kalkulierter OTC-Preis.
| Klassischer OTC-Handel | LS Exchange | |
|---|---|---|
| Struktur | Bilateral (L&S ↔ Kunde) | Regulierter Börsenplatz |
| Transparenz | Eingeschränkt | Börsenrechtlich verpflichtend |
| Aufsicht | BaFin (als WpHG-Institut) | BaFin + Börse Hamburg |
| Kursstellen | Intern kalkuliert | Öffentlich gestellte Börsenkurse |
Was ist das LS Tradecenter?
Das LS Tradecenter ist die Plattform für Anleger, die direkt mit Lang & Schwarz in Kontakt treten wollen — ohne zwischengeschalteten Broker. Über das Tradecenter können Anleger Wertpapierinformationen abrufen, Kurse einsehen und je nach Anbindung Orders platzieren. Wichtig zu verstehen: Das Tradecenter ist kein eigenständiger Broker mit Depotführung. Es ist die Schnittstelle zwischen Lang & Schwarz und dem Endkunden — aber das Depot selbst liegt immer bei einem regulären Broker. Das Tradecenter funktioniert eher als Informations- und Orderportal, nicht als vollwertiger Broker-Account.
Wie hängt das für einen normalen Anleger zusammen?
Ein konkretes Beispiel: Du hast ein Depot bei Trade Republic. Du kaufst eine Aktie. Trade Republic leitet deine Order an Lang & Schwarz weiter. Lang & Schwarz führt die Order über die LS Exchange aus — zum dort gestellten Börsenkurs. Der Kauf erscheint in deinem Trade-Republic-Depot. Du hast die LS Exchange genutzt, ohne es explizit gewählt zu haben. Das ist das Standardmodell für Millionen von Privatanlegern in Deutschland — die meisten wissen es nicht, weil der Broker diesen Prozess vollständig im Hintergrund abwickelt.
Wer aktiv handelt und die Ausführungsqualität seiner Orders versteht, trifft bessere Entscheidungen. Der Spread, den du zahlst, wird von Lang & Schwarz als Market Maker gestellt — dein Broker hat darauf in der Regel keinen Einfluss. Da die LS Exchange eine regulierte Börse ist, greift das Börsenrecht und gibt dir als Anleger mehr Sicherheit als ein reines OTC-Modell. Und: Du kannst nicht “einfach zu L&S wechseln” wie zu einem neuen Broker. Du wählst einen Broker, der L&S nutzt — das ist der einzige Weg für Privatanleger.
Produktpalette 2026
Die Produktpalette von Lang & Schwarz 2026
Über Lang & Schwarz sind insgesamt mehr als 20.000 Wertpapiere außerbörslich handelbar — darunter Aktien, Fonds, ETFs, ETCs, Anleihen, Zertifikate und Wikifolios. Hinzu kommen über 10.000 eigene Derivate, die Lang & Schwarz als Emittent selbst begibt und über das Tradecenter zum Handel anbietet. Wichtig dabei: Das Angebot unterscheidet sich je nachdem, ob du über die LS Exchange oder den außerbörslichen Handel über das Tradecenter handelst. Nicht alle Produkte sind auf beiden Wegen verfügbar.
Aktien
Nationale und internationale Aktien sind an allen Handelstagen von 07:30 bis 23:00 Uhr handelbar. Das Universum umfasst deutsche Blue Chips ebenso wie US-amerikanische, europäische und ausgewählte internationale Werte. Für Trader, die auf Einzelaktien setzen, ist das Angebot in der Praxis mehr als ausreichend.
ETFs und ETCs
ETFs und ETCs sind sowohl über die LS Exchange als auch außerbörslich handelbar. Gerade für Langfristanleger, die regelmäßig ETF-Sparpläne besparen oder größere Einmalkäufe tätigen wollen, ist das Extended-Hours-Angebot ein echter Mehrwert gegenüber reinen Xetra-Käufen.
Anleihen und Fonds
Anleihen und aktiv gemanagte Fonds sind im außerbörslichen Handel über das Tradecenter verfügbar. Über die LS Exchange selbst ist das Angebot in diesem Segment eingeschränkter. Wer gezielt in Anleihen oder aktive Fonds investiert, sollte den außerbörslichen Weg über das Tradecenter wählen.
Hebelprodukte, Zertifikate und Optionsscheine
Die Entwicklung und Begebung von derivativen Finanzinstrumenten ist die Kerntätigkeit der Lang & Schwarz AG — mit dem Schwerpunkt auf Hebelprodukten und Themenzertifikaten, darunter vor allem Wikifolio-Endlosindexzertifikate. L&S ist hier also nicht nur Ausführungsplatz, sondern selbst Emittent. Das bedeutet: Wer Knock-outs, Mini-Futures oder Optionsscheine von L&S kauft, handelt direkt mit dem Emittenten — ohne Zwischenhändler.
Wikifolio-Zertifikate
Ein Spezialfall im L&S-Universum: Alle jemals emittierten Wikifolio-Zertifikate sind durch Lang & Schwarz gegen einen Insolvenzfall des Emissionshauses abgesichert — L&S stellt den Gegenwert aller ausstehenden Zertifikate in bar oder Wertpapieren. Wikifolios sind ausschließlich außerbörslich über das Tradecenter handelbar, nicht über die LS Exchange. Der Wochenendhandel gilt ebenfalls nur für den außerbörslichen Weg.
Kryptowährungen
Kein direkter Krypto-Handel über Lang & Schwarz. Weder das Tradecenter noch die LS Exchange bieten Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen als direkte Handelsobjekte an. Wer über einen L&S-angebundenen Broker Krypto-Produkte sieht, handelt dabei in der Regel Krypto-ETPs oder -Zertifikate — keine echten Coins.
| Produktkategorie | LS Exchange | Außerbörslich (OTC) |
|---|---|---|
| Aktien (national & international) | Ja | Ja |
| ETFs / ETCs / ETNs | Ja | Ja |
| Anleihen | Eingeschränkt | Ja |
| Fonds | Nein | Ja |
| Hebelprodukte / Zertifikate | Eingeschränkt | Ja |
| Wikifolio-Zertifikate | Nein | Ja |
| Wochenendhandel | Nein | Ja |
| Kryptowährungen | Nein | Nein |
Wie handele ich über L&S?
Wie handele ich über Lang & Schwarz? (Schritt für Schritt)
Lang & Schwarz ist kein Broker, bei dem du direkt ein Konto eröffnest. Der Weg zum Handel über L&S führt immer über einen Partnerbroker. Das klingt komplizierter als es ist — in der Praxis läuft der Prozess in wenigen Schritten ab.
Schritt 1: Einen Broker wählen, der L&S nutzt
Der erste Schritt ist die Wahl eines Brokers, der Lang & Schwarz als Ausführungspartner anbietet. Die wichtigsten Anbieter in Deutschland sind Trade Republic, Scalable Capital, Flatex, Comdirect, Smartbroker+ und justTRADE. Wenn du bereits ein Depot bei einem dieser Broker hast, nutzt du Lang & Schwarz möglicherweise schon — ohne es bisher bewusst wahrgenommen zu haben.
Schritt 2: Depot eröffnen
Falls du noch kein Depot hast, eröffnest du eines bei einem der genannten Broker. Der Prozess ist bei allen Anbietern vollständig online und in der Regel in 10–15 Minuten abgeschlossen. Benötigt werden ein Personalausweis oder Reisepass für die Legitimation per Video-Ident, eine Steueridentifikationsnummer sowie eine Bankverbindung für Ein- und Auszahlungen. Nach erfolgreicher Identifizierung ist das Depot in der Regel innerhalb eines Werktages aktiv.
Schritt 3: Ausführungsplatz L&S auswählen
Je nach Broker geschieht die Auswahl des Ausführungsplatzes unterschiedlich. Bei Trade Republic ist kein manueller Eingriff nötig — Orders werden automatisch an Lang & Schwarz weitergeleitet, der Ausführungsplatz ist fest vorgegeben. Bei Scalable Capital kannst du beim Kauf zwischen Gettex und LS Exchange wählen. Bei Flatex und Comdirect erscheint beim Aufgeben einer Order eine Auswahl der verfügbaren Börsenplätze — dort wählst du aktiv “Lang & Schwarz” oder “LS Exchange” aus. Alternativ lässt sich ein Standardausführungsplatz in den Kontoeinstellungen festlegen.
Schritt 4: Order aufgeben
Sobald der Ausführungsplatz festgelegt ist, läuft der Handelsprozess wie bei jeder anderen Börsenorder ab. Du suchst das Wertpapier per ISIN, WKN oder Name im Suchfeld des Brokers und wählst dann den passenden Ordertyp.
Eine Marketorder wird sofort zum aktuell gestellten Kurs ausgeführt — schnell, aber ohne Kontrolle über den genauen Preis. Außerhalb der Kernhandelszeiten solltest du Marketorders mit Vorsicht einsetzen, da der Spread weit sein kann. Eine Limitorder schützt dich davor: Du legst einen maximalen Kaufkurs oder minimalen Verkaufskurs fest, die Order wird nur ausgeführt, wenn L&S diesen Kurs stellt. Außerhalb der Haupthandelszeit ist die Limitorder die empfohlene Wahl. Eine Stop-Order wird aktiv, sobald ein bestimmter Kurs erreicht wird — nützlich zur Verlustbegrenzung oder zum Einstieg bei Ausbrüchen.
Nach der Eingabe des Ordervolumens und der Bestätigung leitet der Broker die Order an die LS Exchange weiter. Die Ausführungsbestätigung erscheint in der Regel innerhalb von Sekunden.
Schritt 5: Position überwachen und verwalten
Nach der Ausführung erscheint die Position in deinem Depot beim jeweiligen Broker. Kursänderungen, aktuelle Bewertung und Orderhistorie laufen ausschließlich über die Broker-Oberfläche — nicht über Lang & Schwarz direkt. L&S ist nach der Ausführung im Hintergrund nicht mehr sichtbar.
Zwei Fragen kommen in diesem Zusammenhang häufig auf. Erstens: Kann ich direkt auf ls-x.de handeln, ohne Broker? Nein — die Website von Lang & Schwarz und das LS Tradecenter dienen der Information und Kurseinsicht. Der eigentliche Handel findet ausschließlich über einen angebundenen Broker statt. Zweitens: Was passiert, wenn ich eine Order außerhalb der L&S-Handelszeiten aufgebe? Die Order wird als Vororder gespeichert und zum nächsten Handelsbeginn ab 07:30 Uhr zur Ausführung gebracht. Bei Limitorders gilt das gesetzte Limit weiterhin, bei Marketorders wird zum dann aktuellen Kurs ausgeführt.
Wettbewerbsvergleich
Lang & Schwarz als Market Maker: Der Vergleich mit TRADEGATE und Gettex
Wer verstehen will, wo Lang & Schwarz im deutschen Markt steht, muss das Unternehmen auf zwei Ebenen betrachten: als Ausführungspartner für Partnerbroker — und als Handelsplatz im direkten Wettbewerb mit TRADEGATE und Gettex. Beides ist relevant, beides wird in den meisten Artikeln vermischt oder ignoriert.
L&S als unsichtbare Infrastruktur hinter bekannten Brokern
Die bekanntesten deutschen Neobroker und Onlinebroker nutzen Lang & Schwarz als Ausführungspartner. Das bedeutet: Millionen von Privatanlegern handeln täglich über L&S, ohne den Namen bewusst wahrzunehmen. Trade Republic leitet fast alle Orders standardmäßig an L&S weiter. Scalable Capital bietet L&S als Alternative zu Gettex an. Flatex, Comdirect, Smartbroker+ und justTRADE haben L&S ebenfalls als wählbaren oder festen Ausführungsplatz im Angebot.
Das erklärt, warum L&S trotz fehlender Direktkundenbasis zu den umsatzstärksten Handelsplätzen in Deutschland gehört. Der Umsatz kommt nicht von einzelnen Privatanlegern, sondern vom gebündelten Ordervolumen aller angeschlossenen Broker — allen voran Trade Republic mit mehreren Millionen Kunden. Für Anleger hat dieses Modell eine praktische Konsequenz: Wer seinen Broker wechselt, wechselt damit möglicherweise auch den Ausführungspartner — und damit Spreads, Handelszeiten und Produktverfügbarkeit. Es lohnt sich, beim Broker-Wechsel gezielt zu prüfen, über welchen Handelsplatz Orders ausgeführt werden.
L&S Exchange im direkten Wettbewerb
Auf Ebene des Handelsplatzes steht die LS Exchange in direktem Wettbewerb mit TRADEGATE und Gettex. Alle drei decken ein ähnliches Kundensegment ab — Privatanleger, die länger als Xetra handeln wollen, zu günstigen Konditionen und ohne Courtage.
| Merkmal | LS Exchange | TRADEGATE | Gettex |
|---|---|---|---|
| Betreiber | Lang & Schwarz / Börse Hamburg | TRADEGATE AG / Deutsche Börse | Baader Bank |
| Handelszeiten Mo–Fr | 07:30–23:00 Uhr | 08:00–22:00 Uhr | 08:00–22:00 Uhr |
| Wochenendhandel | Sa + So (OTC) | Nein | Nein |
| Courtage / Börsenentgelt | Keine | Keine | Keine |
| Aufsicht | Börse Hamburg | Deutsche Börse | Keine eigene Börse (OTC) |
| Xetra-Preisgarantie | Ja | Ja | Nein |
| Wikifolios handelbar | Ja (OTC) | Nein | Nein |
| Hauptanbindungen | Trade Republic, Flatex, Comdirect | ING, DKB, Comdirect | Scalable Capital |
Was unterscheidet L&S konkret von TRADEGATE?
TRADEGATE ist der direkteste Wettbewerber. Beide bieten lange Handelszeiten, keine Courtage und eine Xetra-Preisgarantie. Die Unterschiede liegen im Detail. L&S startet um 07:30 Uhr, TRADEGATE erst um 08:00 Uhr. Abends endet TRADEGATE um 22:00 Uhr, L&S um 23:00 Uhr — das sind täglich 90 Minuten mehr Handelszeit, relevant für Trader, die auf US-Nachrichten nach 22:00 Uhr reagieren wollen. Der Wochenendhandel ist das zweite klare Unterscheidungsmerkmal: L&S ist der einzige der drei Anbieter, der samstags und sonntags überhaupt handeln lässt. Dazu kommt die Produkttiefe — L&S bietet durch die eigene Derivate-Emission und die Wikifolio-Anbindung eine breitere Palette als TRADEGATE. Wer Wikifolio-Zertifikate handeln will, kommt an L&S nicht vorbei. In der Marktstellung dominiert TRADEGATE die klassischen Direktbanken wie ING und DKB, während L&S das Neobroker-Segment — insbesondere durch die Anbindung an Trade Republic — klar für sich hat.
Was unterscheidet L&S von Gettex?
Gettex ist die Plattform der Baader Bank und primär über Scalable Capital für Privatanleger zugänglich. Der entscheidende strukturelle Unterschied: Gettex ist kein regulierter Börsenplatz, sondern ein außerbörsliches Handelssystem. Die LS Exchange hingegen ist eine anerkannte Börse unter der Aufsicht der Börse Hamburg — das bedeutet höhere Transparenz- und Überwachungspflichten. In der Praxis merken die meisten Anleger diesen Unterschied nicht direkt. Für institutionelle Anleger und regulierungsbewusste Trader ist der Börsenplatz-Status von L&S aber ein relevantes Qualitätsmerkmal.
Fazit: Wann ist L&S die bessere Wahl?
Lang & Schwarz ist besonders stark in drei Situationen. Wer regelmäßig nach 22:00 Uhr oder vor 08:00 Uhr handelt, hat mit L&S schlicht mehr Handelszeit als mit TRADEGATE oder Gettex. Wer in Wikifolios investiert, ist auf L&S angewiesen — kein anderer Handelsplatz bietet diese Produkte an. Und wer mit Trade Republic handelt, nutzt L&S automatisch — ein Verständnis der L&S-Konditionen hilft dabei, Orderzeiten und Spreadkosten bewusster zu steuern. Für klassische ETF-Sparer oder Langfristanleger, die nur während der Xetra-Kernzeit handeln, macht der Unterschied zwischen L&S, TRADEGATE und Gettex im Alltag wenig aus. Die Wahl des Brokers — und damit indirekt des Ausführungspartners — ist in diesen Fällen wichtiger als der direkte Vergleich der Handelsplätze.
Unternehmenshistorie
Lang & Schwarz: Unternehmen und Historie
Lang & Schwarz wurde 1996 in Düsseldorf gegründet und hat sich in knapp drei Jahrzehnten von einem kleinen Wertpapierhandelshaus zu einem der bedeutendsten Market Maker im deutschsprachigen Raum entwickelt. Das Unternehmen beschäftigt heute über 80 Mitarbeiter und ist als Aktiengesellschaft im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Der entscheidende Wachstumsschritt kam 2010 mit der Gründung der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als eigenständige Handelsgesellschaft. Sie übernahm das Market-Making-Geschäft aus der Muttergesellschaft und baute es systematisch aus — zunächst im außerbörslichen Handel, später auch an regulierten Börsenplätzen. 2016 folgte der nächste Meilenstein: In Zusammenarbeit mit der Börse Hamburg startete Lang & Schwarz die LS Exchange als eigenständigen, regulierten Börsenplatz. Damit vollzog das Unternehmen den Schritt vom reinen OTC-Market-Maker zur börslich beaufsichtigten Handelsinfrastruktur — ein struktureller Unterschied, der bis heute relevant ist.
Parallel dazu baute Lang & Schwarz seine Stellung als Emittent derivativer Produkte aus. Besondere Bedeutung hat dabei die Partnerschaft mit der Wikifolio-Plattform: Lang & Schwarz emittiert alle Wikifolio-Zertifikate und sichert deren Gegenwert im Insolvenzfall ab. Das macht L&S zur unverzichtbaren Infrastruktur hinter einem der bekanntesten deutschen Anlageprodukte für Privatanleger.
Ab 2019 verstärkte die Anbindung von Trade Republic das Wachstum erheblich. Der Neobroker wuchs innerhalb weniger Jahre auf mehrere Millionen Kunden — und leitet seither fast alle Orders standardmäßig über Lang & Schwarz ab. Das verschaffte L&S eine marktbeherrschende Stellung im Neobroker-Segment, ohne dass das Unternehmen selbst jemals als Retail-Broker aufgetreten wäre. Lang & Schwarz ist heute die unsichtbare Infrastruktur hinter einem erheblichen Teil des deutschen Privatanleger-Handels.
FAQ: Häufige Fragen zu Lang & Schwarz
Was ist Lang & Schwarz?
Lang & Schwarz ist ein 1996 gegründeter deutscher Market Maker mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen stellt als Market Maker Kurse für Wertpapiere, ETFs, Hebelprodukte und Zertifikate und betreibt mit der LS Exchange einen eigenen regulierten Börsenplatz. Viele bekannte Broker wie Trade Republic, Scalable Capital oder Flatex nutzen L&S als Ausführungspartner für ihre Kundenorders.
Was ist der Unterschied zwischen L&S Exchange und LS Tradecenter?
Das LS Tradecenter ist die Gesamtplattform von Lang & Schwarz für den Zugang von Privatkunden — ein Informations- und Orderportal ohne eigene Depotführung.
Die LS Exchange ist der eigentliche regulierte Börsenplatz, über den Orders zu börslichen Konditionen ausgeführt werden. Die LS Exchange steht unter der Aufsicht der Börse Hamburg — das ist ein wichtiger Unterschied zu rein außerbörslichen Handelsmodellen.
Welche Handelszeiten hat Lang & Schwarz?
Lang & Schwarz bietet die längsten Handelszeiten aller deutschen Handelsplätze. Der außerbörsliche Handel läuft von Montag bis Freitag von 07:30 bis 23:00 Uhr, samstags von 10:00 bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 bis 19:00 Uhr. Der Wochenendhandel ist dabei ausschließlich außerbörslich über das Tradecenter verfügbar, nicht über die LS Exchange.
Wie hoch sind die Gebühren bei Lang & Schwarz?
Lang & Schwarz erhebt keine direkten Ordergebühren oder Depotgebühren für Privatanleger. Die Kosten entstehen über den Spread — die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Wie hoch die tatsächlichen Gesamtkosten sind, hängt vom gewählten Partnerbroker ab. Über Trade Republic beispielsweise fällt zusätzlich eine Orderprovision von 1 Euro pro Trade an.
Ist Lang & Schwarz seriös und reguliert?
Ja. Lang & Schwarz ist ein lizenziertes Wertpapierhandelsunternehmen, reguliert durch die BaFin. Die LS Exchange ist als regulierter Börsenplatz unter der Aufsicht der Börse Hamburg anerkannt. Das Unternehmen ist seit 2007 an der Frankfurter Börse notiert und seit fast 30 Jahren am Markt aktiv.
Welche Produkte kann ich über L&S handeln?
Über Lang & Schwarz sind außerbörslich mehr als 20.000 Wertpapiere handelbar — darunter nationale und internationale Aktien, ETFs, ETCs, Anleihen, Zertifikate, Hebelprodukte und Wikifolio-Zertifikate. Kryptowährungen sind nicht direkt handelbar. Über die LS Exchange selbst ist das Angebot auf Aktien, ETFs und ETCs konzentriert — Fonds, Wikifolios und der Wochenendhandel sind nur außerbörslich verfügbar.
Kann ich direkt über Lang & Schwarz ein Depot eröffnen?
Nein. Lang & Schwarz ist kein klassischer Retail-Broker mit eigenem Depot-Angebot für Privatanleger. Der Zugang erfolgt ausschließlich über angebundene Partnerbroker wie Trade Republic, Scalable Capital, Flatex oder Comdirect. Wer direkt mit der L&S-Plattform in Berührung kommen will, kann das LS Tradecenter unter ls-tc.de zur Kurseinsicht und Produktrecherche nutzen — der eigentliche Handel läuft aber immer über den jeweiligen Broker.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er ist seit 1978 aktiver Trader an den internationalen Finanzmärkten mit Schwerpunkt auf Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten.
In den späten 1980er Jahren übersetzte er Robert Prechters Elliott-Wave-Standardwerke ins Deutsche und trug damit maßgeblich dazu bei, die Elliott-Wellen-Analyse im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Über 17 Jahre war er der Repräsentant von Joe Ross in Deutschland — einem der einflussreichsten amerikanischen Trading-Autoren, bekannt für praxisnahe Handelsstrategien wie den Ross-Haken und den Traders Trick Entry. Karsten übersetzte und veröffentlichte alle 14 Fachbücher von Ross auf Deutsch.
Den Lang & Schwarz Erfahrungsbericht bewertet Karsten aus der Perspektive eines aktiven Traders mit über 40 Jahren Markterfahrung — mit Fokus auf die Frage, wie sich die LS Exchange als Handelsplatz im praktischen Trading-Alltag schlägt und für welche Tradertypen sie sich eignet.





