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Trading-Ausbildung 2026: seriöse Anbieter, Kosten und Formate im Vergleich

Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2026

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15 Min

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Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Die meisten Trader, die zu mir kommen, haben nicht zu wenig Wissen, sondern das falsche Format zur falschen Zeit gewählt. Das habe ich als Repräsentant von Joe Ross in Deutschland, als Referent eigener Gruppenseminare und als Einzelcoach seit 1998 hundertfach erlebt.

Hier erfährst du, was eine Trading-Ausbildung leistet, was sie kostet und woran du seriöse Anbieter erkennst. Gleich zu Beginn zeige ich dir, welche Ausbildung zu welchem Ziel passt und welche Programme ich aus eigener Überzeugung empfehle. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Trading-Ausbildung: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Eine Trading-Ausbildung vermittelt strukturiert Wissen und Praxis rund um den Börsenhandel, von Grundlagen bis zu fortgeschrittenen Handelsstrategien
  • Formate reichen von Online-Kurs und Videokurs über Seminar und Workshop bis zu Mentoring und persönlichem Coaching
  • Kosten: Einzelcoaching ab 490 €, Mentoring im Abo ab 249 € pro Monat, feste Programme meist 2.970 bis 3.990 €, einzelne staatlich zugelassene Lehrgänge bis 14.900 €
  • Seriöse Anbieter erkennst du an: transparenten Inhalten, nachweisbarer Traderfahrung der Coaches, Rückgaberecht und realistischen Versprechen
  • Warnsignal: Garantierte Gewinne, künstlicher Zeitdruck und keine öffentliche Preisliste
  • Meine Empfehlung für Daytrader: der TradersClub24 mit täglichem Live-Tradingraum, vorher 30 Tage kostenlos testbar
  • 9 geprüfte Anbieter im Vergleich: vom Live-Tradingclub über das Einzelcoaching bis zu staatlich ZFU-zertifizierten Fernkursen
  • Selbststudium mit Fachliteratur, etwa von Joe Ross oder zur Elliott-Wave-Theorie, ist eine vollwertige Alternative zur bezahlten Ausbildung

Was ist eine Trading-Ausbildung?

Eine Trading-Ausbildung ist ein strukturiertes Lernprogramm, das Wissen und Praxis rund um den Handel an Finanzmärkten vermittelt, unabhängig davon, ob man in Aktien, Forex, Futures oder CFDs handelt. Wer systematisch statt diskretionär handeln will, findet mit der Unger Academy einen spezialisierten Anbieter. Den kostenlosen Gegenpol bilden YouTube-Kanäle: Welche zehn deutschsprachigen Anbieter regelmäßig senden, steht in unserer Übersicht der Trading-YouTuber.

Im Gegensatz zu einer klassischen Berufsausbildung ist die Trading-Ausbildung freiwillig und am privaten Markt organisiert. Sie ist eine Dienstleistung, die Teilnehmer dabei unterstützt, ihre Kompetenz im Umgang mit Märkten systematisch aufzubauen, von der ersten Chartanalyse bis zur eigenständigen Handelsstrategie. Was der Ausbildungsanbieter Plan-B Invest kostet und was bei der Prüfung seiner Website auffiel, steht in unserem Erfahrungsbericht zu Plan-B Invest.

Trading erfordert weit mehr als das bloße Lesen von Kursen. Risikomanagement, Positionsgröße, Handelsdisziplin und die psychologische Kontrolle über eigene Entscheidungen sind Fähigkeiten, die Zeit und Wiederholung brauchen. Eine gute Ausbildung verkürzt diesen Weg, sie ersetzt ihn aber nicht.

Wie stark sich das Angebot eines Anbieters innerhalb weniger Monate ändern kann, zeigt der Fall Wallstreet Story: Dort wurden Kurse im vierstelligen Bereich ersatzlos gestrichen und durch ein kostenloses Modell ersetzt.

Davon streng zu trennen sind die offiziellen Abschlüsse der Börsen und Berufsverbände. Sie zielen auf eine Anstellung im Wertpapiergeschäft, nicht auf den eigenen Handel. Welche Börsenhändlerprüfungen und Analysten-Zertifikate es gibt und was sie taugen, zeigt unser Vergleich.

Welche Trading-Ausbildung passt zu dir?

Die richtige Trading-Ausbildung hängt an drei Fragen: Was willst du handeln, wie viel Zeit hast du, und wie viel Betreuung brauchst du? Aus meiner Coaching-Praxis kenne ich fünf typische Ausgangslagen. Für jede nenne ich dir den Anbieter, den ich dafür empfehle. Offen gesagt: Bei TradersClub24, PJM, FinMent, André Stagge, DeltaValue und der skilltrader Akademie erhalten wir eine Provision, wenn du dich über unsere Buttons anmeldest. Das Coaching mit Corvin Schmoller ist unser eigenes Angebot.

  • Du willst Daytrading live am Markt lernen: TradersClub24. Du schaust jeden Börsentag erfahrenen Tradern beim Handeln zu.
  • Du willst persönlich betreut werden: das Daytrading-Coaching mit Corvin Schmoller, 16 Stunden Einzelschulung per Zoom.
  • Du willst Aktien und Optionen systematisch lernen: PJM Investment Akademie, FinMent oder DeltaValue. Alle drei setzen auf feste Regeln und langfristigen Vermögensaufbau.
  • Du willst von einem Profi aus dem Fondsmanagement lernen: André Stagge, ehemaliger Senior-Portfoliomanager mit CFA-Titel.
  • Du willst eine geprüfte Ausbildung mit festem Regelwerk: die skilltrader Akademie von Michael Frank. Staatlich zugelassen (ZFU-Nr. 7536825), vom TÜV Thüringen zertifiziert und mit 1:1-Betreuung durch den Gründer.

Meine Empfehlung für Daytrader: TradersClub24

Ich empfehle den TradersClub24 allen, die Daytrading am echten Markt lernen wollen statt nur vor dem Video. Dort handelt Carlos Martins jeden Börsentag live auf einem Echtgeldkonto, und du schaust ihm dabei über die Schulter.

Der Einstieg kostet nichts. Der Grundlagenkurs mit 27 Videos ist kostenlos, die Mitgliedschaft kannst du danach 30 Tage lang testen. Das Verlustrisiko beim Trading nimmt dir keine Ausbildung ab.

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Die besten Trading-Ausbildungen 2026 im Überblick

Sieben Anbieter empfehle ich dir aus eigener Prüfung. Die Reihenfolge folgt den Zielen aus dem Wegweiser: zuerst Daytrading, dann Aktien und Optionen. Für TradersClub24, PJM, FinMent, André Stagge, DeltaValue und die skilltrader Akademie erhalten wir eine Provision, das Coaching mit Corvin Schmoller ist unser eigenes Angebot. Für dich ändert sich am Preis nichts. Zu jedem Partner gibt es einen ausführlichen Erfahrungsbericht auf dieser Website. Die Grafik darunter ordnet die sieben Anbieter den fünf Lernzielen aus dem Wegweiser zu.

Trading-Ausbildung nach Ziel: TradersClub24 für Daytrading, Corvin Schmoller, PJM, FinMent, DeltaValue, André Stagge und die skilltrader Akademie
AnbieterFormatGeeignet für
TradersClub24Live-Tradingraum, börsentäglichDaytrader, Einsteiger
Corvin Schmoller16 Stunden Einzelcoaching per ZoomDaytrader mit Wunsch nach 1:1
PJM AkademieSeminar plus 6 Monate Live-CoachingAktienanleger
FinMentZFU-Fernkurs, OptionenAnleger mit größerem Depot
André Stagge12 Live-Webinare in 3 MonatenAktien, Fondsansatz
DeltaValueZFU-Fernkurs, 6 bis 12 MonateAktien und Optionen
skilltrader AkademieZFU-Fernkurs, 6 Monate, 1:1-BetreuungTrader mit Wunsch nach festen Regeln

TradersClub24

TradersClub24 ist ein Trading-Club für den DAX- und Forex-Bereich, laut Anbieter mit über 5.200 Mitgliedern seit 2009. Das Konzept basiert auf einem börsentäglichen Live-Tradingraum, in dem Carlos Martins auf einem Echtgeldkonto handelt. Die Mitgliedschaft ist einmalig und lebenslang. Ein 30-tägiger kostenloser Gastzugang ermöglicht das unverbindliche Kennenlernen.

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Lesetipp: TradersClub24 Erfahrungen

Daytrading-Coaching mit Corvin Schmoller

Corvin Schmoller bringt dir sein Handelssystem in 16 Stunden Einzelschulung bei. Die Termine laufen per Zoom, deine Fragen klärst du direkt mit ihm. Corvin ist Signalgeber bei Kagels Trading, das Coaching ist unser eigenes Angebot. Es passt zu dir, wenn du lieber eins zu eins lernst als in einer großen Gruppe.

Zum Daytrading-Coaching mit Corvin16 Stunden Einzelschulung per Zoom.

PJM Investment Akademie

Die PJM Investment Akademie wurde 2014 von Philipp J. Müller gegründet und richtet sich an Anleger, die systematisch Vermögensaufbau mit Aktien und Optionshandel erlernen wollen. Das Kernangebot umfasst ein 2-tägiges Intensivseminar, 6 Monate Live-Online-Coaching und lebenslangen Zugang zur Geldhochschule mit über 400 Stunden Videomaterial. Mit über 25.000 Mitgliedern ist PJM nach eigenen Angaben Europas größte Investment Akademie.

PJM Investment Akademie ansehenDie Ausbildung beginnt mit einem persönlichen Erstgespräch.

Lesetipp: PJM Investment Akademie

FinMent

FinMent wurde 2008 von den Börsenexperten Adrian Schmid und Ajder Veliev in Berlin gegründet, auch bekannt als Handelsbüro Berlin. Der Schwerpunkt liegt auf mittel- bis langfristigem Handel mit einer 4-Säulen-Strategie aus Kursgewinnen, Optionsprämien, Wertpapierverleih und Dividenden. Das staatlich durch die ZFU geprüfte Fernkursprogramm richtet sich besonders an Berufstätige: nach einer Lernphase von vier bis acht Wochen nennt FinMent einen Aufwand von etwa einer Stunde pro Monat. Laut Anbieter hat FinMent über 4.000 Kunden. Die konkreten Kosten nennt FinMent erst im persönlichen Gespräch.

Kostenloses FinMent-Webinar ansehenKostenloses Webinar zur FinMent-Strategie.

Lesetipp: FinMent Erfahrungen

André Stagge

André Stagge ist ehemaliger Senior Portfoliomanager mit über 10 Jahren institutioneller Markterfahrung. Er verwaltete 4 Investmentfonds mit insgesamt 2,5 Milliarden Euro Volumen. Sein Flaggschiffprodukt ist die Intensivausbildung Portfoliomanagement, eine 3-monatige Online-Ausbildung mit 12 Live-Webinaren. Auf ProvenExpert stand er im August 2026 bei 4,92 von 5 Punkten aus rund 1.650 Bewertungen.

André Stagges Ausbildung ansehenFür Neukunden mit 14 Tagen Geld-zurück-Garantie.

Lesetipp: André Stagge Erfahrungen

DeltaValue

DeltaValue bietet ZFU-staatlich geprüfte Ausbildungsprogramme mit Schwerpunkt auf Aktienhandel und Optionshandel für Privatanleger und Family Offices. Die Programme dauern 3 bis 12 Monate und kombinieren Live-Webinare, eine E-Learning-Plattform und regelmäßige Fragerunden. Besonders geeignet für Trader, die systematisch und methodisch lernen wollen.

Die Gebühren nennt der Anbieter auf seiner Website nicht, wohl aber die Lehrgangsdatenbank der ZFU: 3.650 Euro für sechs Monate, 14.900 Euro für zwölf Monate.

DeltaValue ansehenKostenfreies Webinar und unverbindliches Erstgespräch.

skilltrader Akademie

Die skilltrader Akademie wurde 2021 von Michael Frank in Berlin gegründet und richtet sich an Privatanleger und Trader, die Börsenhandel nach festen Regeln lernen wollen. Michael Frank arbeitete seit Anfang der 1990er in direkter Zusammenarbeit mit den Trading-Desks internationaler Finanzhäuser wie Standard Chartered Bank, Refco und MF Global. Der staatlich zugelassene Fernlehrgang (ZFU-Nr. 7536825) ist auf sechs Monate ausgelegt, Zugang und 1:1-Betreuung durch Michael Frank laufen 24 Monate. Zusätzlich ist die Akademie vom TÜV Thüringen nach DIN ISO 29993:2018 zertifiziert.

skilltrader Akademie ansehenDie Ausbildung beginnt mit einem kostenlosen Strategiegespräch.

Lesetipp: skilltrader Akademie Erfahrungen

Weitere geprüfte Anbieter

Drei weitere Anbieter haben wir ebenfalls ausführlich geprüft. Sie passen zu anderen Lernzielen oder Budgets als die Empfehlungen oben.

Trading.de

Trading.de wurde von Andre Witzel und Jia Tian Rong gegründet und verbindet persönliches Mentoring mit einem klar strukturierten Lernpfad vom Demokonto bis zur ersten Echtgeldphase. Schwerpunkt liegt auf Volumen- und Orderflow-Trading mit Fokus auf Indizes, Forex und CFDs. Das Programm ist monatlich kündbar ohne Vertragsbindung, mit 14-tägigem Rückgaberecht: der Preis steht transparent auf der Website. Auf Trustpilot erreicht Trading.de 4,7 von 5 Sternen bei über 80 Bewertungen.

Lesetipp: Trading.de Erfahrungen

TradingFreaks

TradingFreaks richtet sich an Trader, die das Newstrading und kurzfristige Daytrading-Strategien erlernen wollen. Gründer Tim Grüger ist ausgebildeter Bankkaufmann und seit 2015 aktiv: nach eigenen Angaben wurden über 1.000 Privatanleger ausgebildet. Die konkreten Paketpreise nennt TradingFreaks im kostenlosen Informationsgespräch, laut aktuellen Erfahrungsberichten liegt das Silber-Paket mit 12 Monaten Zugang und persönlichem Coaching bei rund 3.900 €, finanzierbar ab 133 € pro Monat.

Lesetipp: TradingFreaks Top Trader Programm

Investorenausbildung

Die Investorenausbildung wurde 2016 von Florian Günther gegründet, ausgebildetem Bankkaufmann und Investor mit Sitz in Hersbruck. Schwerpunkt ist der systematische Aktien- und Optionshandel für Privatanleger, die ihr Kapital langfristig und mit geringem Zeitaufwand aufbauen wollen. Das Programm richtet sich an Einsteiger wie Fortgeschrittene und beinhaltet Coaching, Monatsreviews und Zugang zu einem eigenen Investmentfonds (IAB Strategy Fund). Die genauen Kosten werden im persönlichen Gespräch besprochen.

Lesetipp: Investorenausbildung Erfahrungen

Für den Optionshandel gibt es zusätzlich stark spezialisierte Adressen. Wir haben Eichhorn Coaching im Detail geprüft und dabei auch die Preistransparenz und den öffentlich einsehbaren Track Record untersucht.

Abzugrenzen davon sind reine Analysedienste: Schulz Technical Analysis etwa liefert fertige Chartanalysen, ersetzt aber keine Ausbildung. Wie so ein Modell in der Praxis aussieht und was es kostet, steht in unserem Bericht zu DeepTrade aus Berlin.

Speziell für angehende Stillhalter lohnt ein Blick auf die Berliner Trader IQ GmbH. Warum ihr Anlegerclub überzeugt, die fehlende Preistransparenz bei den Ausbildungen aber ein echter Kritikpunkt bleibt, liest du in unserem Test zur Investoren-Akademie Trader IQ. Ähnlich aufgebaut ist die Berliner Community von Otis Klöber, deren Preis vom Gutscheincode abhängt, wie unser Bericht zu INX InvestingExperts zeigt.

Neu am Markt und von uns aus erster Hand geprüft: In unseren chart.tech Erfahrungen liest du, was die MasterClass von Philipp Greineder kann und wo ihre Grenzen liegen.

Einen Sonderfall bildet der Anbieter, der früher als MADA Trading auftrat und heute als traMADA firmiert: Der frühere Gratis-Einstieg ist inzwischen Teil des kostenpflichtigen Programms.

Ein Beispiel für eine stark personenzentrierte Ausbildung ist PrimeTradingFX von Willem Weise, das den gesamten Unterricht auf ein einziges Währungspaar zuschneidet.

Trading-Ausbildung Formate im Überblick

Welches Format zu dir passt, entscheidet mehr über deinen Lernerfolg als der Anbieter. Eine Übersicht aller Formate vom Videokurs bis zum Einzelcoaching gibt unser Beitrag zu Trading Schulungen.

Online-Kurs und Videokurs

Der Online-Kurs ist die zugänglichste und oft günstigste Form der Trading-Ausbildung. Videomaterial, Skripte und Quizze werden über eine Lernplattform bereitgestellt, die Teilnehmer zeitlich flexibel nutzen. Der Vorteil liegt in der Skalierbarkeit: Man lernt im eigenen Tempo, wiederholt Inhalte so oft man möchte und ist nicht an Seminartermine gebunden. Ein teures Beispiel mit Schwerpunkt auf Daten und Python haben wir in unseren QTraders Erfahrungen geprüft.

Der entscheidende Nachteil: Ein Videokurs beantwortet keine Fragen. Wer in einer schwierigen Marktsituation steckt, ist allein. Für Einsteiger ohne Trading-Hintergrund empfehle ich Videokurse daher eher als Ergänzung zu einem betreuten Programm, nicht als alleinige Grundlage. Wie weit ein Anbieter dabei gehen kann, zeigt Tradeciety: Dort sind Mentoring und Live-Webinare inzwischen ersatzlos weggefallen, übrig ist ein reiner Selbstlernkurs.

Lesetipp: Die besten Trading Kurse im Vergleich

Seminar und Workshop

Das Trading-Seminar bringt Teilnehmer für ein oder mehrere Tage zusammen, entweder live vor Ort oder als intensive Online-Session. Der Vorteil ist die Intensität: In kurzer Zeit wird ein großes Themengebiet abgedeckt, Fragen werden direkt beantwortet, und der direkte Kontakt mit dem Coach ist möglich.

Ich halte seit 1998 eigene Gruppenseminare für Trader, neben den Joe-Ross-Veranstaltungen, die ich als Repräsentant organisiert habe. Was ich dabei immer wieder beobachtet habe: Das Seminar ist der beste Ort, um Grundlagen zu legen und Fragen zu klären, die man alleine nicht formulieren kann. Aber es ist der schlechteste Ort, um Gewohnheiten zu verändern. Wer am Montagmorgen nach einem Wochenendseminar wieder vor dem Chart sitzt, fällt nach meiner Erfahrung meist in alte Muster zurück, weil die emotionale Situation des echten Trades sich nicht simulieren lässt.

Seminare eignen sich deshalb am besten als strukturierter Einstieg oder als gezielte Vertiefung eines Einzelthemas, nicht als alleinige Ausbildungsform.

Lesetipp: Trading Seminare: alles, was du wissen musst

Coaching und Mentoring

Coaching und Mentoring sind die intensivsten und teuersten Formate. Ein erfahrener Trader begleitet den Lernenden über mehrere Monate, gibt Feedback zu konkreten Trades, hilft beim Aufbau einer eigenen Strategie und steht in schwierigen Marktphasen zur Seite.

Ein Beispiel für ein Mentoring mit Fokus auf eigenen Systembau und Prop-Trading-Vorbereitung ist HAPTIC TRADING, ein Anbieter aus Deutschland mit Firmensitz in Florida, der auf systematisches Trading und Market Decoding setzt. Ebenfalls auf Prop-Firmen ausgerichtet ist die Ausbildung von Rami El-Ali, deren Preise und Vertragsbedingungen wir im Review zu Elaliholding geprüft haben.

Ich gebe seit 1998 selbst private Einzelschulungen für Trader, bis heute, parallel zu meiner eigenen Handelstätigkeit. Was ich dabei gelernt habe: Das Einzelcoaching ist nach meiner Erfahrung das Format, das am schnellsten wirkt, weil es dort ansetzt, wo Fehler tatsächlich entstehen, im konkreten Trade, in der konkreten Entscheidungssituation. Ein Videokurs kann erklären, warum Risikomanagement wichtig ist. Ein Coach sieht, dass du es trotzdem nicht umsetzt, und kann direkt eingreifen.

Der entscheidende Unterschied zu Gruppenprogrammen: Im Einzelcoaching gibt es kein Verstecken hinter anderen Teilnehmern. Jede Schwäche wird sichtbar, jedes Muster in der Entscheidungsfindung tritt hervor. Das ist unbequem, und genau deshalb so wirksam. Für Trader, die es ernst meinen und die Mittel haben, ist persönliches Coaching aus meiner Sicht eine besonders lohnende Investition.

Lesetipp: Daytrading-Coaching mit Corvin Schmoller

Wie ein hochpreisiges Einzelcoaching in der Praxis abläuft, zeigt ein konkretes Beispiel. Unser Erfahrungsbericht zu IB-Trader und seiner Masterclass beschreibt Ablauf, Betreuung und Vertragsbedingungen.

Selbststudium mit Fachliteratur

Das Selbststudium ist keine Notlösung. Es ist der Weg, den viele der besten Trader gegangen sind. Börsenbücher von Praktikern wie Joe Ross, der über 17 Jahre mein Mentor und Geschäftspartner war, oder die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter vermitteln ein Verständnis der Märkte, das kein Online-Kurs in dieser Tiefe erreicht.

Selbststudium setzt allerdings eines voraus: die Fähigkeit, Wissen selbstständig zu strukturieren, anzuwenden und kritisch zu hinterfragen. Für Trader mit analytischer Ader und ausreichend Disziplin ist es die kostengünstigste und oft die gründlichste Form der Weiterbildung.

Besonders für den diskretionären Ansatz, also das Handeln auf Basis von Price Action und Marktstruktur ohne Indikatoren, bietet die klassische Fachliteratur eine Tiefe, die viele Online-Kurse aus meiner Sicht nicht erreichen. Joe Ross’ Werke zum Trading by the Book und zum Law of Charts sind hier Pflichtlektüre.

Ein Format fehlt in dieser Liste bewusst: die Ausbildung als Beiprodukt eines Vertriebssystems. Warum das selten funktioniert, zeigt unsere JIFU-Analyse.

Lesetipp: Börsenbücher: die besten Empfehlungen für Trader

Trading-Ausbildung für Anfänger und Fortgeschrittene

Die richtige Ausbildung hängt maßgeblich vom eigenen Erfahrungsstand ab. Anfänger brauchen vor allem eines: ein solides Fundament. Dazu gehören die Grundlagen der Chartanalyse, das Verständnis von Orderbuch, Spreads und Handelsplattformen sowie ein erstes Regelwerk für Risikomanagement und Positionsgrößen. Wer diese Basis nicht hat, wird in jedem Markt scheitern, egal wie gut die Strategie auf dem Papier aussieht. Einen kostenlosen ersten Kontakt mit echten Kursen bietet das Planspiel Börse, das sich vor allem an Schulen und Hochschulen richtet. Wer vorher wissen will, ob Erfolg an der Börse überhaupt erlernbar ist, findet dazu die Studienlage.

Für Fortgeschrittene verschiebt sich die Fragestellung. Wer bereits erste Erfahrungen gesammelt hat und grundlegendes Marktwissen mitbringt, braucht keine Einführung mehr, sondern Feedback auf konkrete Schwächen. Konsistenz im Risikomanagement, die Kontrolle über Trading-Psychologie und die Optimierung des eigenen Handelssystems sind typische Themen auf diesem Level. Ein erfahrener Coach kann hier mehr leisten als jedes Lehrbuch.

Eine besondere Nische ist die Berufsausbildung zum Trader, also das Ziel, hauptberuflich an den Märkten tätig zu sein. Das erfordert nicht nur technisches Wissen, sondern auch ein belastbares Kapitalmanagement, realistische Renditeerwartungen und, unterschätzt von den meisten, psychologische Stabilität in Verlustphasen. Wenige Ausbildungen bereiten wirklich auf diesen Weg vor.

Lesetipp: Traden lernen: Einstieg für Anfänger und Fortgeschrittene

Trading-Ausbildung nach Handelsstil und Markt

Neben dem Format spielt der eigene Handelsstil eine entscheidende Rolle bei der Wahl der richtigen Ausbildung. Wer Daytrading lernen will, braucht ein anderes Programm als jemand, der langfristig in Aktien investieren oder systematisch Optionen handeln möchte.

Daytrading Ausbildung

Eine Daytrading Ausbildung richtet sich an Trader, die innerhalb eines Handelstages ein- und aussteigen wollen. Der Fokus liegt auf schneller Entscheidungsfindung, striktem Risikomanagement und der Fähigkeit, unter Druck ruhig zu bleiben. Fehler werden im Daytrading sofort bestraft, anders als im Swing- oder Positionstrading bleibt kaum Zeit zum Nachdenken.

Das beste Format für Daytrading-Ausbildungen ist der Live-Tradingraum, in dem man einem erfahrenen Trader in Echtzeit zuschaut, so wie es TradersClub24 mit Carlos Martins täglich umsetzt. Reine Videokurse reichen für Daytrading nicht aus, weil Timing, Disziplin und Stressresistenz nur durch echte Marktpraxis entwickelt werden.

Alle spezialisierten Programme dafür findest du in unserem Vergleich der besten Daytrading Ausbildungen.

Forex Trading Ausbildung

Der Forex-Markt ist der liquideste Markt der Welt. Er läuft 24 Stunden, fünf Tage die Woche und reagiert stark auf makroökonomische Ereignisse wie Zinsentscheidungen, Arbeitsmarktdaten und geopolitische Entwicklungen. Eine gute Forex Trading Ausbildung vermittelt deshalb nicht nur Charttechnik, sondern auch das Verständnis von Intermarket-Zusammenhängen und Währungskorrelationen.

Ich handle Forex seit Jahrzehnten: EUR/USD ist einer meiner Kernmärkte. Anbieter mit klarem Forex-Schwerpunkt im Überblick: Trading.de (Volumen- und Orderflow-Trading), TradersClub24 (DAX und Forex-Majors).

Aktien Ausbildung

Die Aktien Ausbildung ist für die meisten Einsteiger der natürliche Startpunkt: Aktien sind greifbar, die Unternehmen bekannt und das Grundprinzip (Unternehmensanteile kaufen) intuitiv verständlich. Eine solide Ausbildung vermittelt hier Fundamentalanalyse (Bewertung von Unternehmen), Technische Analyse (Chartlesen, Einstiegssignale) und Risikomanagement (Positionsgrößen, Stop-Loss).

Anbieter mit Aktien-Schwerpunkt unter unseren Partnern: DeltaValue (Aktien und Optionen, ZFU-zertifiziert), PJM Investment Akademie (Vermögensaufbau mit Aktien), André Stagge (institutioneller Ansatz, Portfolio­management).

Wer Aktien regelbasiert statt nach Einschätzung handeln will, landet schnell beim Backtesting. Der Wiener Thomas Vittner bringt genau das bei: eigene Regelwerke entwickeln und am historischen Kursverlauf prüfen, statt fertige Signale zu übernehmen. Der Einstieg kostet 347 € im ersten Jahr, setzt aber die Backtesting-Software Wealth Lab voraus, die separat zu Buche schlägt.

Lesetipp: Aktien handeln: Grundlagen und Strategien

Optionshandel Ausbildung

Optionen sind komplexe Finanzinstrumente, die weit mehr bieten als die einfache Richtungswette auf steigende oder fallende Kurse. Eine Optionshandel Ausbildung erfordert deshalb ein solides Fundament: Wer Calls, Puts, Strikes, Verfallstermine und die griechischen Kennzahlen (Delta, Theta, Vega) nicht versteht, sollte nicht mit echtem Kapital traden.

Der Optionshandel bietet gleichzeitig einzigartige Möglichkeiten, etwa durch Stillhaltergeschäfte regelmäßige Prämieneinnahmen zu erzielen oder ein Aktienportfolio mit Puts abzusichern. Anbieter mit Optionsfokus unter unseren Partnern: DeltaValue, André Stagge, FinMent (4-Säulen-Strategie), Investorenausbildung. Kagels Trading bietet zudem einen eigenen Optionshandel Videokurs von Christian Möhrer an.

Lesetipp: Optionen handeln lernen: der Guide für Einsteiger

Lesetipp: Optionshandel Videokurs von Christian Möhrer

Wer ganz am Anfang steht, klärt zuerst das Berufsbild. Was ein Trader macht und welche Handelsstile es gibt, steht in unserer Grundlagenübersicht.

Trading-Ausbildung Kosten: was du wirklich zahlst

Die Kosten für eine Trading-Ausbildung variieren erheblich, je nach Format, Laufzeit und Betreuungsintensität. Als Orientierung: Einfache Videokurse beginnen bei unter 100 €, ein Einzelcoaching gibt es ab rund 500 €, feste Programme liegen meist zwischen 3.000 und 4.000 €. Einzelne staatlich zugelassene Lehrgänge kosten bis zu 14.900 €.

AnbieterModellKosten
Trading.deMonatlich kündbar249 €
TradingFreaksEinmalig, 12 Monate (Silber-Paket)ca. 3.900 € (offiziell auf Anfrage)
TradersClub24Einmalig, lebenslang (PRO)3.990 €
Corvin SchmollerEinmalig, 16 Stunden 1:1490 €
DeltaValueEinmalig, 6 oder 12 Monate (ZFU)3.650 € bzw. 14.900 €
FinMentEinmaligPreis auf Anfrage
André StaggeEinmalig, 3 Monate2.970 €
PJM Investment AkademieEinmalig, Seminar plus 6 Monate3.995 € (Angebotspreis laut Partnerseite, Stand 08.10.2026)
InvestorenausbildungEinmaligPreis im Gespräch

Wichtig: Der Preis allein sagt wenig über den Wert einer Ausbildung aus. Entscheidend ist das Verhältnis von Betreuungsintensität, Inhaltsqualität und der tatsächlichen Traderfahrung der Coaches.

Ein Abo-Modell wie bei Trading.de ist für Einsteiger oft der risikoärmere Einstieg: Man testet die Ausbildung über wenige Monate und kann ohne hohen finanziellen Verlust aussteigen, wenn es nicht passt. Bei Einmalzahlungen mit lebenslangem Zugang empfiehlt sich eine intensive Nutzung der kostenlosen Testphasen und Schnupperseminare vorab. Noch risikoärmer startest du mit einem kostenlosen Trading-Podcast als Kurs, der nichts außer Zeit kostet.

Ein Beispiel für eine hochpreisige Ausbildung ohne öffentliche Preisliste ist die Volume Trader Akademie von Marcus Schulz, bei der die Kosten nur über ein Beratungsgespräch kommuniziert werden.

Im Futures- und Orderflow-Bereich lohnt zudem ein Blick auf die Trading-Ausbildung von Tralgo.

Neben den hier vorgestellten Partnern lohnt auch ein Blick auf unabhängig getestete Anbieter, etwa im Erfahrungsbericht zu Mattes Ehlert.

Für Einsteigerinnen mit Fokus auf Aktien und Optionen haben wir auch die Aktien-Ausbildung von Carmen Mayer kritisch geprüft, inklusive der Renditeversprechen.

Wie unterschiedlich Anbieter beim Preis auftreten, zeigt ein Beispiel: Bei Oliver Klemm steht nur der Preis der Präsenzwochen öffentlich, für Kurse und Betreuung nennt der Anbieter keine Beträge. Ein Verkaufsgespräch geht der Zahl immer voraus. Noch weiter geht FirstClass Trading: Dort steht überhaupt kein Preis öffentlich, die Zahl fällt erst im Erstgespräch. Was das für dich bedeutet, steht in unseren FirstClass Trading Erfahrungen. Genauso hält es der Bielefelder Ausbilder Carsten Umland, der die Kosten seines Mentorings erst im Analysegespräch nennt.

Es geht auch ohne Kursgebühr: Wie ein Anbieter eine komplette Ausbildung über Broker-Provisionen finanziert und welche Bedingung daran hängt, zeigt unser Erfahrungsbericht zu Tradingdusche.

Dass Kurspreise nicht in Stein gemeißelt sind, zeigt der Fall Finanzfluss Campus: aus einem Bezahlkurs wurde ein kostenloses Bildungsangebot.

Wie weit die Spanne nach oben reicht, zeigt ein konkreter Anbieter. Die Trading-Community Chartsekte verlangt 450 Euro im Monat oder 1.908 Euro im Jahr. Was dafür geboten wird und welche Vertragsbedingungen dahinterstehen, steht in unseren Erfahrungen mit der Chartsekte.

Ein Beispiel aus dem oberen Preisbereich: Für ein zweitägiges Aktien-Intensivseminar mit maximal 20 Teilnehmern ruft Martin Goersch 3.099 Euro auf. Wie sich das im Verhältnis zu seinem übrigen Angebot einordnet, steht in unserem Test zu Seminaren und Software von Martin Goersch.

Wie unterschiedlich Anbieter mit dem Thema Preis umgehen, zeigt der Fall Online Trading Campus: Der Anbieter von Bernd Skorupinski nennt auf keiner seiner Bestellseiten einen Betrag, die Zahl fällt erst im Verkaufsgespräch.

Einen Schritt weiter ist ein Anbieter aus dem Sauerland gegangen. Beim Coaching von Der Bullenmarkt hat das kleinere Jahresabo inzwischen einen offenen Preis samt Testphase. Für das eigentliche Coaching bleibt es beim Verkaufsgespräch.

FinMent Börsenwebinar

Woran erkenne ich eine seriöse Trading-Ausbildung?

Wie schnell diese Prüfung ein Ergebnis liefert, zeigt der Blick auf einen MLM-Anbieter: Unsere iGenius Erfahrungen dokumentieren einen Anbieter, dessen Vertriebsmodell eine europäische Behörde inzwischen als Schneeballsystem eingestuft hat.

Wie sich dieser Check in der Praxis anwenden lässt, zeigt unser Bericht zur Investorschule. Dort haben wir Impressum, AGB und den Eintrag in der ZFU-Datenbank einzeln geprüft.

Wie weit der rechtliche Rahmen auseinandergehen kann, zeigt der Bericht zu Jay Medrow und Liberty Brothers. Der Anbieter sitzt in Texas, schließt europäische Verbraucherrechte in seinen Nutzungsbedingungen ausdrücklich aus und nennt Houston als Gerichtsstand.

Wie eindeutig eine Renditewerbung kippen kann, zeigt ein britischer Anbieter. Investment Mastery bewirbt mindestens 3 Prozent Rendite pro Monat und schreibt im eigenen Haftungsausschluss, die durchschnittliche Person erziele nach so einer Schulung wenig bis gar keine Ergebnisse. Beide Sätze stehen auf derselben Website: Investment Mastery im Test.

Lesetipp: Knebel Trading Erfahrungen: was aus der Ausbildung von Tobias Knebel wurde

Die Grafik fasst die sechs Merkmale seriöser Anbieter und die sechs Warnsignale auf einen Blick zusammen. Darunter erkläre ich jeden Punkt einzeln.

Seriöse Trading-Ausbildung erkennen: sechs Merkmale seriöser Anbieter und sechs Warnsignale

Der Markt für Trading-Ausbildungen ist groß und nicht durchgehend seriös. Aus meiner Erfahrung als Trader und als jemand, der über Jahrzehnte Ausbildungsprogramme aus nächster Nähe beobachtet hat, sind das die entscheidenden Kriterien:

Merkmale seriöser Anbieter:

  • Transparente Preisgestaltung: Kosten stehen klar auf der Website, keine Versteckspiele
  • Nachweisbare Traderfahrung der Coaches, nicht nur Marketing-Claims, sondern belegbare Praxisjahre
  • Rückgaberecht oder Probezeit: seriöse Anbieter stehen hinter ihrem Produkt
  • Realistische Versprechen, kein „reich werden in 4 Wochen“, sondern klare Lernziele
  • Aktuelle Bewertungen auf unabhängigen Plattformen wie Trustpilot oder ProvenExpert
  • Eigene Trades öffentlich dokumentiert: Coaches die selbst handeln und das nachweisen können

Warnsignale, an denen du unseriöse Anbieter erkennst:

  • Garantierte Gewinne oder konkrete Renditeversprechen (verboten und unrealistisch)
  • Künstlicher Zeitdruck beim Kauf (“Nur noch heute verfügbar!”)
  • Keine öffentliche Preisliste: Kosten nur im persönlichen Gespräch
  • Wechselnde Coaches ohne klare Verantwortung
  • Überwiegend emotionale Werbebotschaften statt inhaltlicher Substanz: Lamborghinis und Strand-Trading als Hauptargument
  • Fehlendes Impressum oder unklare Unternehmensstruktur

Diese Muster sind keine Einzelfälle: Auch die Warnhinweise der Verbraucherzentrale zu Trading-Coaches nennen Gewinnversprechen und künstlichen Zeitdruck als typische Maschen unseriöser Anbieter.

Wichtig: Die BaFin reguliert Trading-Coaches und Ausbildungsanbieter nicht direkt. Eine BaFin-Erlaubnis brauchen reine Ausbildungsanbieter nicht. Die Prüfung des Anbieters liegt damit vollständig beim Käufer. Wer auf ZFU-Zertifizierung achtet, hat zumindest eine inhaltliche Qualitätsprüfung als Anhaltspunkt.

Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es trotzdem. Wer einen Fernlehrgang gegen Entgelt verkauft, braucht die Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU). Geprüft werden dabei Lehrmaterial, Didaktik und Vertragswerk, nicht der Handelserfolg. Wie so eine Zulassung in der Praxis aussieht, zeigen die Mr. Volume Academy von Serdar Karaca und die skilltrader Akademie von Michael Frank, die zusätzlich vom TÜV Thüringen nach DIN ISO 29993:2018 zertifiziert ist. Das Gegenstück ist die Greator Finanzakademie: ein bekanntes Online-Programm, das in der Lehrgangsdatenbank nicht auftaucht. Ein Beispiel aus dem Futures-Bereich ist MK Börsenhandel: Der Anbieter nennt auf seiner Website keinen Preis, im Zulassungseintrag stehen 5.000 Euro für vier Monate.

Ob ein Angebot als Fernunterricht gilt, entscheiden seine Merkmale, nicht sein Name. TradingBrothers etwa steht nicht in der ZFU-Datenbank, wohl aber auf der BaFin-Liste der Analyse-Ersteller.

Ein Coaching, das seriös ist, braucht keinen Druck. Wer sich Zeit nimmt, Anbieter zu vergleichen, Testphasen zu nutzen und unabhängige Bewertungen zu lesen, trifft die bessere Entscheidung.

Ein Kriterium wird dabei regelmäßig übersehen: die Zulassung nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz. Welche Folgen ein fehlender Nachweis haben kann, zeigen zwei Landgerichtsurteile, die wir im Beitrag Thorsten Koch Erfahrungen ausgewertet haben.

Wie diese Prüfung in der Praxis aussieht, zeigt unser Erfahrungsbericht zur Wealth Academy von Ulrich Müller.

Wie sich das in der Praxis darstellt, zeigt der Blick auf einen einzelnen Anbieter. Bei Markus Herfert stehen die Preise für Videokurse offen im Checkout, die drei begleiteten Programme nennen dagegen keinen Betrag.

Wie schnell diese Prüfpunkte greifen, zeigt ein konkreter Fall. Bei Tradimo stehen die Preise für zwei von drei Programmen offen auf der Seite, die Mindestlaufzeit beim Ausbildungsprogramm steht dagegen nur im Sternchen-Hinweis und widerspricht den eigenen AGB.

Wie schwer diese Prüfung fällt, wenn ein Anbieter weder Preise noch Methode offenlegt, zeigt unser Blick auf den SAPHIR Club und sein Spendenmodell.

Wie teuer ein Fehlgriff werden kann, zeigt der Fall der IM Mastery Academy, die nach einem 795-Millionen-Urteil keine Trading-Ausbildungen mehr verkaufen darf.

Wie sich diese Kriterien in der Praxis anwenden lassen, zeigt ein konkretes Beispiel: Bei Preis und Anbieterstruktur von Decker Capital fehlen ein geprüfter Track Record und ein vollständiges Impressum.

Nicht jedes Angebot, das wie eine Ausbildung aussieht, ist auch eine. Ein Anbieter hält in seinen eigenen AGB fest, ausdrücklich keine Ausbildung anzubieten. Die Einordnung steht im Devisenrausch Erfahrungsbericht.

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Ist eine Trading-Ausbildung steuerlich absetzbar?

Für Privatanleger ist eine Trading-Ausbildung in der Regel nicht absetzbar. Gewinne aus Aktien, Optionen oder CFDs zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Dort ist laut § 20 Abs. 9 EStG nur der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € abziehbar, der Abzug tatsächlicher Werbungskosten wie Kursgebühren ist ausgeschlossen. Anders kann es aussehen, wenn die Ausbildung nachweislich beruflich veranlasst ist oder du gewerblich handelst. Ob das zutrifft, entscheidet das Finanzamt im Einzelfall.

Im Betriebsvermögen einer eigenen Trading-Gesellschaft sieht das anders aus: Dort sind Weiterbildungskosten in voller Höhe Betriebsausgabe.

Achtung: Diese Information ersetzt keine steuerliche Beratung. Ob eine Ausbildung in deinem konkreten Fall absetzbar ist, hängt von deiner individuellen Situation ab. Die Entscheidung trifft das Finanzamt im Einzelfall. Ein Steuerberater kann hier präzise helfen.

Lesetipp: Trading und Steuern

Lohnt sich eine Trading-Ausbildung?

Eine Trading-Ausbildung lohnt sich, wenn sie das richtige Fundament legt, den Anbieter sorgfältig auswählt und danach konsequent gehandelt wird. Sie ersetzt keine Markterfahrung, aber sie kann den Weg zur konsistenten Tradingperformance deutlich verkürzen.

Wer dagegen erwartet, dass eine Ausbildung das Risiko eliminiert oder Gewinne garantiert, wird enttäuscht werden. Trading bleibt ein Geschäft mit Ungewissheit. Selbst die beste Ausbildung schützt nicht vor Verlusttrades. Sie lehrt nur, sie kleiner zu halten und aus ihnen zu lernen.

Meine Einschätzung nach über 40 Jahren: Der größte Hebel liegt nicht im Wissen allein, sondern in der Fähigkeit, dieses Wissen unter Druck konsequent anzuwenden. Das ist etwas, das eine gute Ausbildung anstoßen kann, aber letztlich nur durch eigene Markterfahrung wirklich verinnerlicht wird.

Genau deshalb gehört die Fehlerseite in jede Ausbildung. Welche Trading-Fehler Konten am häufigsten ruinieren, haben wir gesammelt und mit Zahlen der Finanzaufsicht unterlegt.

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Fazit: Meine Einschätzung nach über 40 Jahren Markterfahrung

Ich habe in meiner Laufbahn alle Seiten dieser Branche kennengelernt: als Schüler, als Übersetzer und Seminarorganisator von Joe Ross in Deutschland über mehr als 17 Jahre, als Referent eigener Gruppenseminare und als Coach, der bis heute private Einzelschulungen für Trader gibt. Was sich mir dabei immer wieder bestätigt hat: Es gibt keine universelle beste Trading-Ausbildung. Es gibt nur die Ausbildung, die zu deinem Handelsstil, deiner verfügbaren Zeit und deinem Kapital passt.

Wer Daytrading am echten Markt lernen will, dem empfehle ich den TradersClub24. Dort lernst du jeden Börsentag im Live-Tradingraum, und der Grundlagenkurs zum Einstieg ist kostenlos. Wer lieber eins zu eins lernt, bucht das Coaching mit Corvin Schmoller. Wer systematisch in Aktien und Optionen investieren will, findet bei PJM, FinMent oder DeltaValue strukturierte Programme. Und wer von einem ehemaligen Fondsmanager lernen möchte, sollte sich André Stagge genauer ansehen.

Was ich aus meiner eigenen Coaching-Praxis mitgenommen habe: Die meisten Trader scheitern nicht am fehlenden Wissen, sie scheitern daran, dieses Wissen unter Druck konsequent anzuwenden. Eine gute Ausbildung kann diesen Prozess anstoßen und beschleunigen. Aber die eigentliche Arbeit, das Verinnerlichen von Disziplin, Geduld und Fehlerkultur, findet im tatsächlichen Handel statt, nicht im Seminarraum.

Das Handwerk des Tradings lässt sich erlernen. Ich rate jedem: Nutze die kostenlosen Testphasen und Webinare, bevor du eine Kaufentscheidung triffst. Lies Erfahrungsberichte auf unabhängigen Plattformen. Und vertraue keinem Anbieter, der dir Gewinne verspricht. Welche Anbieter regelmäßig kostenlos senden und zu welchen Uhrzeiten, steht im Überblick zu kostenlosen Trading Webinaren.

Ein bekanntes Beispiel für eine mehrstufige Ausbildung ist die tradAc von Birger Schäfermeier. Was die vier Level dort kosten und wie Teilnehmer sie bewerten, steht in unserem Erfahrungsbericht zu Birger Schäfermeier und tradAc.

Ob eine Strategie wirklich funktioniert, kannst du mit KI selbst prüfen. Wie das geht, zeigt Bjarne Claussen im kostenlosen Webinar.

Häufige Fragen zur Trading-Ausbildung

Was kostet eine Trading-Ausbildung?

Das hängt vom Format ab. Reine Videokurse gibt es schon unter 100 €, ein Einzelcoaching wie bei Corvin Schmoller ab 490 €, ein monatlich kündbares Mentoring wie bei Trading.de ab 249 € im Monat. Feste Programme liegen meist zwischen 2.970 € (André Stagge, 3 Monate) und 3.990 € (TradersClub24 Pro), einzelne staatlich zugelassene Lehrgänge wie bei DeltaValue kosten bis zu 14.900 €. Entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern wie eng dich ein Coach mit echter Traderfahrung begleitet.

Wie lange dauert eine Trading-Ausbildung?

Das hängt vom Format ab. Intensive Wochenendseminare dauern 2 Tage, strukturierte Online-Ausbildungen erstrecken sich typischerweise über 3 bis 12 Monate. Seriöse Anbieter betonen, dass das eigentliche Lernen danach weitergeht, durch tatsächlichen Handel mit echtem Kapital.

Gibt es eine staatlich anerkannte Trading-Ausbildung?

Eine klassische staatliche Berufsausbildung zum Trader existiert nicht. Einige Anbieter wie die skilltrader Akademie, DeltaValue und FinMent sind durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen, was einer inhaltlichen Prüfung der Ausbildungsunterlagen entspricht. Daneben gibt es die Prüfung zum Zertifizierten Derivatehändler der Deutschen Börse AG als anerkannten Qualifikationsnachweis.

Kann ich eine Trading-Ausbildung von der Steuer absetzen?

Als Privatanleger in der Regel nicht. Bei Einkünften aus Kapitalvermögen ist nur der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € abziehbar, tatsächliche Werbungskosten wie Kursgebühren nicht. Anders kann es sein, wenn die Ausbildung beruflich veranlasst ist oder du gewerblich handelst. Ein Steuerberater kann hier verbindlich beraten.

Welche Trading-Ausbildung ist die beste für Anfänger?

Anfänger profitieren am meisten von Formaten mit persönlicher Begleitung und einem klaren Lernpfad. Für Daytrading empfehle ich den TradersClub24: Der Grundlagenkurs ist kostenlos, die Mitgliedschaft testest du danach 30 Tage lang. Wer ohne Vertragsbindung starten will, findet bei Trading.de ein monatlich kündbares Mentoring. Für Einsteiger im Aktienbereich sind DeltaValue und PJM mit strukturierten Lernprogrammen geeignet.

Lohnt sich Selbststudium statt einer bezahlten Ausbildung?

Ja, für Trader mit der Disziplin, Wissen eigenständig zu strukturieren und kritisch anzuwenden. Börsenbücher von erfahrenen Praktikern wie Joe Ross oder Robert Prechter bieten eine inhaltliche Tiefe, die viele kostenpflichtige Programme nicht erreichen. Selbststudium spart Kosten, setzt aber höhere Eigenmotivation voraus.

Gibt es spezielle Ausbildungen für Daytrading, Forex oder Optionshandel?

Ja, die meisten Anbieter haben Schwerpunkte. Daytrading lernst du aus meiner Erfahrung gut in einem Live-Tradingraum wie beim TradersClub24 (DAX, Forex) oder im Einzelcoaching mit Corvin Schmoller. Für Forex haben TradersClub24 und Trading.de einen klaren Schwerpunkt. Für den Optionshandel sind DeltaValue, FinMent, André Stagge und die Investorenausbildung spezialisiert, alle mit unterschiedlichen Strategieansätzen, von Stillhaltergeschäften bis zur 4-Säulen-Strategie.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und seit 1980 aktiver Trader an Forex-, Aktienindex-, Rohstoff- und Zinsmärkten. Als diskretionärer Price-Action-Trader handelt er ausschließlich auf Basis von Kursverläufen und Marktstruktur, ohne Indikatoren.

Karsten Kagels übersetzte in den späten 1980er Jahren die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er der offizielle Repräsentant von Joe Ross in Deutschland. In dieser Zeit übersetzte und veröffentlichte er zehn Fachbücher des amerikanischen Traders und organisierte dessen Seminare im deutschsprachigen Raum. Sein Wissen gibt er seit 1998 in der Trading-Ausbildung weiter: mit eigenen Gruppenseminaren und Einzelschulungen bis heute.

Den Markt der Trading-Ausbildungen bewertet Karsten Kagels aus eigener Praxis. Als Seminarreferent und Einzelcoach weiß er, was eine Ausbildung leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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