Traden lernen – darauf muss ein Trading-Einsteiger achten (2020)

Traden lernen: Der praktische Ratgeber mit 10 Videos

Hallo, lieber Trader und herzlich willkommen bei unserem großen Ratgeber für Trading Anfänger. Wir werden Sie bei Ihren ersten Schritten in Richtung professionelles Trading begleiten. Um Ihnen den Einstieg so leicht wie möglich zu machen, sind unsere Inhalte sehr praktisch gehalten. 

Inhaltsverzeichnis

Was ist Trading?

Stellen Sie sich Trading tatsächlich wie einen aktiven Handel mit einem Produkt vor. Sie kaufen zu einem gewissen Preis und verkaufen anschließend hoffentlich teurer. Dabei ist für Sie der Gewinn oder leider auch Verlust das einzig entscheidende Kriterium. Auch behalten Sie keines der gehandelten Produkte und finanzieren sich von dem ständigen Hin und Her.

Wenn Sie z. B. in eine Aktie investieren, dann kaufen Sie diese zu einem möglichst günstigen Preis und halten diese vergleichsweise lange. Sie versuchen sich ein Portfolio aus vielen verschiedenen Wertpapieren aufzubauen, welches auf lange Sicht immer mehr wert wird. Auf Ihrem Konto liegen also verschiedene Aktien mit den jeweiligen Kurswerten.

Als Trader ist uns prinzipiell erst mal egal, welches Produkt gehandelt wird. Aktien, Gold, Devisen, usw. ist alles möglich und dazu später mehr. Interessanter für den Trader ist die möglichst starke Bewegung in eine beliebige Richtung. Ja, richtig! Als Trader können Sie auf steigende aber auch auf fallende Kurse setzen. Entscheidend ist nur die Bewegung. Auf dem Konto des Traders liegt am Ende immer Euro, Dollar o.ä. aber keine Wertpapiere.

Trading ist also der aktive und vergleichsweise kurzfristige Handel mit einem sogenannten Asset. Dabei können Sie auf steigende oder auch fallende Kurse setzen. Auf unserem Handelskonto bleibt am Ende eines jeden Trades nur der Euro-Wert übrig und wir behalten das gehandelte Produkt nicht.

Der Zugang zum Online Trading

In den letzten Jahren hat sich durch die digitale Errungenschaft enorm viel im Online Trading verändert. Es wurde schnellereinfacher und auch günstiger. Ein persönlicher Anruf bei Ihrem Broker ist nicht mehr nötig. Es gibt unzählige Plattformen und Apps für Ihr Handy und jeder Interessent kann mit ein paar wenigen  Klicks, sofort mit dem Handel beginnen.

Vorteile im Vergleich zu früher …

  • Wesentlich schnellere Ausführung Ihrer Trades
  • Geringere Gebühren
  • Große Auswahl an Instrumenten
  • Keine Telefonate mehr nötig
  • Ausführung in Echtzeit
  • Sie können Prozesse automatisieren

Nachteile im Vergleich zu früher …

  • Ein falscher Klick kann teuer sein!
  • Einarbeitungszeit ist nötig
  • Viele Anfänger zu Beginn überfordert
  • Man verliert schneller den Bezug zu seinem Kapital

Wir sehen diese Entwicklung durchaus als positiv an. Der Start ist leichter und auch wesentlich angenehmer geworden. Allerdings ermöglicht es auch ein viel schnelleres Trading, was für Anfänger nicht unbedingt geeignet ist.

Jede Online Trading Plattform bietet ein sogenanntes Demo– oder auch Papertrading an. Das ist ein fiktives Konto mit einem fiktiven Kapital, das Sie zum Testen nutzen können. Machen Sie sich einen Eindruck von dem jeweiligen Anbieter und nutzen Sie Suchmaschinen für mehr Informationen zum Anbieter.

Wichtige Trading–Begriffe, die Sie kennen sollten

Damit Sie uns im weiteren Verlauf stets folgen können, geben wir Ihnen hier ein paar wichtige Trading Begriffe aber auch Besonderheiten mit auf Ihren Weg:

Long: Ein steigender Kursverlauf.

Short: Ein fallender Kursverlauf.

Range: Ein seitlicher Kursverlauf.

Asset: Dies bezeichnet das Produkt, das Sie handeln und bei Ihrem Broker in die Suchleiste eingeben. (EUR/USD, DE30, XAU/USD, DJ, usw.)

Order-Arten: Man unterscheidet zwischen einer sofortigen Ausführung (Market) und einer wartenden Ausführung bei einem bestimmten Preis (Limit, Stop).

Stop Loss: Das ist Ihr wichtigstes Werkzeug beim Trading. Sobald Sie Ihre Positionen eröffnet haben, legen Sie mit dem Stop Loss Ihr maximales Risiko fest. Läuft der Kurs entgegen Ihrer Erwartung, wird bei Ihrem Stop der Trade automatisch geschlossen. Sie verhindern somit weitere Verluste und Sie müssen auch nicht die ganze Zeit vor Ihrem Rechner sitzen.

Take Profit: Dies ist eine sogenannte Limit-Order, die Sie bei einer offenen Position nutzen können, um Gewinne zu realisieren. Wird der Take Profit erreicht, schließt dieser Ihren offenen Trade im Gewinn.

Lot: Die ist eine Größe im Trading. Vergleichen können Sie es durchaus mit z.B. Kilogramm, Meter oder Liter. Es beschreibt dabei eine festgesetzte Anzahl eines Produktes.

  • 1 Lot = 100.000 Einheiten
  • 0.1 Lot (Mini Lot) = 10.000 Einheiten 
  • 0.01 Lot (Micro Lot) = 1.000 Einheiten

Candlesticks Darstellung: Eine Variante, wie Sie sich einen Kursverlauf darstellen lassen können. Es ist auch unsere bevorzugte Darstellung für den weiteren Verlauf dieses Ratgebers

Timeframe: Diese gibt das Intervall für Ihre z. B. Candelstick-Darstellung vor. Stunde, Tag, Woche, …

Traden lernen: Welche Märkte können Sie traden?

Eines vorweg: So gut wie alles! Ob Sie nun Aktien, Gold, Devisen oder auch Kryptowährungen handeln wollen, die Auswahl ist gigantisch. Jeder Broker bietet Ihnen eine große Grundauswahl an handelbaren Instrumenten an. 

Meist werden folgende Märkte angeboten:

  • Forex (z. B. Euro / Dollar)
  • Rohstoffe (z. B. Gold, Öl)
  • Indizes (z. B. DAX, Dow Jones)
  • Aktien (z. B. Tesla, Apple)
  • ETFs (z. B. iShares Core DAX)
  • Anleihen (z. B. Germany Bund Future)
  • Kryptowährungen (z. B. Bitcoin / Dollar)

Fast jeder Markt kann auf die eine oder andere Weise gehandelt werden.

Wählen Sie die Instrumente nach Interesse und ggf. nach Vorwissen aus. Es bringt Ihnen nichts Märkte zu handeln, zu denen Sie keinerlei Verbindung haben. Auch sollten Sie nicht mehr als 3 – 5 Assets aktiv handeln.

Trading lernen: Welche Trading Software / Plattformen gibt es?

Es gibt etliche unterschiedliche Programme, die Ihnen das Trading mal komplex, mal einfach ermöglichen. Da sich dieser Ratgeber an Anfänger richtet, gehen wir für den weiteren Verlauf davon aus, dass Sie als CFD Trader beginnen.

Kursverlauf eines Forex Marktes als Chart mit Indikatoren von der TradingView Plattform
Traden lernen: Screenshot der TradingView Software mit Order Panel

TradingView.com

Das Trading Tool der Zukunft. Wir sind mittlerweile absolute Fans von dieser Seite und der zugehörigen Chart-Software. Bei TradingView finden Sie wirkliche absolut jeden Markt, den Sie jemals brauchen werden. Es ist keinerlei Installation auf Ihrem Rechner nötig und Sie können es mit Handy, Laptop, Tablet und PC von überall aus nutzen. Die Darstellung der Märkte ist sehr übersichtlich und lässt Ihnen alle zeichnerischen Freiheiten. Auch für dieses tolle Programm haben wir ein Anleitung: Hier erfahren Sie mehr.

Wir empfehlen Ihnen TradingView! Eine tolle Plattform, auf der Sie nicht nur alle Märkte finden, sondern sich auch mit anderen Tradern austauschen können. Sie können Ihre Analysen teilen oder sich Ideen von Anderen holen.

Der Metatrader 4 und 5

Diese Software ist wohl die bekannteste und auch älteste am Markt. Aktuell bekommen Sie bei jedem CFD Broker eine Anbindung an den Metatrader 4 oder 5. Es ist eine solide Software, die Sie auch auf Ihrem Smartphone und Tablett nutzen können. Wir haben für Sie eine komplette Metatrader Anleitung erstellt: Hier erfahren Sie mehr.

Metatrader im Standard-Modus
Metatrader ohne Addons im Standard-Modus

Worauf sollten Sie beim Trading Broker achten?

Damit Sie an der Börse handeln können, benötigen Sie einen soliden und zuverlässigen Broker. Sie finden in unserem Blog viele Tests zu den unterschiedlichsten Anbietern. Auch möchten wir  keine explizite Empfehlung aussprechen. 

Vielmehr erhalten Sie von uns eine Broker Checkliste mit den wichtigsten Punkten und Begriffen:

Spread

Das ist die erste Gebühr, die Sie bei jedem Trade zu zahlen haben. Jedes Mal, wenn Sie einsteigen, wird Ihre Position erst mal kurz im Minus sein. Das ist völlig normal, allerdings sollten Sie wissen, dass der Spread unterschiedlich ist. Es gibt exotische Assets die sehr viel Gebühren kosten. Ihr Broker muss Sie darüber informieren und Ihnen diese Spreads vorab bekannt geben. Schreiben Sie dazu am besten direkt an den jeweiligen Kundendienst.

Swap

Diese Kosten kommen auf Sie zu, wenn Sie eine Position über mehrere Tage halten möchten. Bei jedem neuen Handelstag wird Ihnen ein meist kleiner Betrag von Ihrer Position abgezogen. Wie hoch diese Swaps sind, hängt wiederum vom Broker und vom Asset ab.

Carry Trades

Es gibt im Forex Markt durchaus Währungspaare, bei denen erhalten Sie eine kleine positive Dividende. Wie hoch diese ist, hängt allerdings wiederum von Ihrem Broker ab. Lesen Sie hier mehr über Carry Trades.

Komission

Ihr Broker zieht Ihnen anteilig etwas bei Gewinnen ab. Diese Gebühren zeigt Ihnen z. B. der Metatrader immer an. Sie sehen also was Ihnen abgebucht wurde und auf welchen Betrag sich der aktuelle Trade berechnet.

Hebel

Er ist auch im Trading als tatsächlicher Hebel zu verstehen. Er ermöglicht Ihnen, ein hohes Volumen mit einem kleinen Einsatz zu handeln. Seit der letzten ESMA Regulierung erhalten alle europäischen Kunden einen maximalen Hebel von 30:1. Wie hoch der Hebel ist, hängt von Broker und dem jeweiligen Asset ab. Damit Sie ein besseres Gefühl für diese Thematik entwickeln hier ein kurzes Beispiel:

Sie möchten im EUR/USD (EURO/DOLLAR) einen Trade mit 1 Lot also 100.000 Einheiten auf Long (steigender Kurs) setzen. 

Ohne Hebel benötigen Sie für diesen Trade mindestens 100.000 € auf Ihrem Konto. 

Mit Hebel (30:1) benötigen Sie nur 3333,33 € für diesen Trade!

Der Hebel ändert also nichts an Ihrer Positionsgröße, sondern setzt das nötige Kapital runter. Je höher der Hebel, desto weniger Grundkapital benötigen Sie für einen Trade. 

Die Regulierung der Hebel erfolgte nicht ohne Grund! Viele Broker warben mit einer Hebelwirkung jenseits der 300:1! Was sich verlockend anhört, ist im Endeffekt nicht gut für den Trading-Anfänger. Das Geld war einfach viel schneller weg. Sie spielen mit den Gedanken einen Broker zu nutzen, der höhere Hebel anbietet? Dann sollten Sie wissen, dass dies gegen das Gesetz der ESMA ist und Sie dadurch nur Nachteile haben. Solche Broker haben meist betrügerische Absichten und es wird Ihnen nahezu unmöglich sein, Ihre Einlage zurückzuerhalten.

Nachschusspflicht

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Trade offen. Sie sind gut im Gewinn und haben den Stop Loss bereits in positive Richtung abgesichert. Es ist Freitag und Sie beschließen die Position auch weiterhin zu halten. 

Nun ereignet sich etwas Politisches oder Wirtschaftliches, was sofort Einfluss auf Ihr Asset hat.
Die Folge: Der Kurs springt mit Eröffnung sofort und Ihr Stop Loss wird erst viel zu spät ausgeführt. Noch dazu waren Sie mit einer viel zu großen Einsatzgröße eingekauft. Sie werfen einen Blick auf Ihr Konto und sehen eine negative Zahl. Würde es die Nachschusspflicht noch geben, dann wäre Ihr Konto nicht nur auf null, nein Sie müssten sogar nachzahlen! 

Diese Eigenschaft gibt es nicht mehr und Sie können maximal auf null fallen. Eine Nachzahlung durch den Broker ist nicht mehr rechtens.

Das CFD Trading ist bei Weitem geregelter als noch vor fünf Jahren. Lassen Sie sich nicht von hohen Hebeln und abstrusen Versprechen locken. Tolle Konditionen bringen Ihnen nichts, wenn Sie Ihr Kapital nicht wieder erhalten.


Der richtige Start als Trader

Wir haben nun alle elementaren Grundlagen gelegt und können uns jetzt effektiv mit dem eigentlichen Trading auseinandersetzen. Wichtig ist uns ein möglichst praktisches und vor allem ehrliches Wissen. Sie werden im Folgenden zu jedem Bereich ein Webinar von mindestens 30 Minuten finden. Ein Webinar ist eine live Übertragung bei der viele Teilnehmer Fragen gestellt haben. Daher ist der Inhalt auch ungeschnitten und ungeschönt.

Trading  muss man richtig lernen:

Sehen Sie den Handel an der Börse als ganz normalen Ausbildungsberuf. Sie würden sich als Lehrling bewerben und anschließend zwei bis drei Jahre eine Ausbildung durchlaufen. In der Zeit müssen Sie einfach stupide Aufgaben erledigen. Sie verdienen wenig und leicht ist es definitiv nicht! Doch Sie wissen, Sie machen es für die Zeit und das Gehalt nach der Ausbildung.  

Weshalb sollte es beim Handel an der Börse anders sein? Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass Sie in ein paar Monaten alles lernen können, was nötig ist. 

JA, Ausnahmen gibt es, allerdings bestätigen diese Ausnahmen die Regel!

Wie fangen Sie nun als Anfänger an?

Es ist wie mit allem im Leben, anfangen, hinfallen und aufstehen. Im Handel an der Börse ist es absolut dasselbe Prinzip, es schmerzt doppelt. Einerseits müssen Sie sich eingestehen, dass Sie etwas falsch gemacht haben, und dazu kostet Sie jeder Fehler bares Geld. Genau hier setzen wir mit unserem Ratgeber an! 

Ziel: Wir wollen Sie vor dem totalen Untergang bewahren und Ihnen eine klare Struktur mitgeben! 

Sie kennen nun unser Ziel, und um das Ganze noch effektiver zu gestalten, brauchen wir einen Plan. Lassen Sie uns also damit beginnen. Trading ist kein Hexenwerk und besteht prinzipiell aus fünf großen Bereichen:

so lernt man traden. Die fünf großen Bereiche.
Traden lernen: Die fünf großen Bereich des Tradings

Genau nach diesem Muster werden wir nun Schritt für Schritt vorgehen und alles Relevante besprechen.

Wussten Sie das circa 80 % der Trader scheitern? 

Sehen Sie den Handel an der Börse als ganz normalen Ausbildungsberuf. Sie würden sich als Lehrling bewerben und anschließend zwei bis drei Jahre eine Ausbildung durchlaufen. In der Zeit müssen Sie einfach stupide Aufgaben erledigen. Sie verdienen wenig und leicht ist es definitiv nicht! Doch Sie wissen Sie machen es für die Zeit und das Gehalt nach der Ausbildung.  

Weshalb sollte es beim Handel an der Börse anders sein? Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass sie auf ein paar Monate alles lernen können was nötig ist. JA, Ausnahmen gibt es, allerdings bestätigen diese Ausnahmen die Regel!

Sehen Sie den Handel an der Börse als ganz normalen Ausbildungsberuf. Sie würden sich als Lehrling bewerben und anschließend zwei bis drei Jahre eine Ausbildung durchlaufen. In der Zeit müssen Sie einfach stupide Aufgaben erledigen. Sie verdienen wenig und leicht ist es definitiv nicht! Doch Sie wissen Sie machen es für die Zeit und das Gehalt nach der Ausbildung.  

Weshalb sollte es beim Handel an der Börse anders sein? Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass sie auf ein paar Monate alles lernen können was nötig ist. JA, Ausnahmen gibt es, allerdings bestätigen diese Ausnahmen die Regel!

Chart Technik & Strategie

Sie haben bereits etliche wichtige Grundlagen gelernt und sind nun bereit für den nächsten Schritt. Bei der Chart Technik sehen Sie sich den vergangenen Verlauf eines Kurses an und schließen daraus auf zukünftige Gelegenheiten. 

Eine total logische Konsequenz aus dieser ersten Aussage ist, dass Sie niemals in extremen Zonen handeln. Damit die Chart Technik funktioniert, brauchen Sie einen vergangenen Verlauf. Das impliziert allerdings auch, dass Sie nicht in Bereichen handeln, an der der Kurs noch nie war. Ist ein beliebiger Kursverlauf auf einem absoluten Höchst- oder Tiefstand, dann traden Sie hier nicht! 

Viele Anfänger, aber auch fortgeschrittene Trader, vergessen eine elementare Sache: Es geht um den Preis! 

Jeder abgebildete Chart ist nichts anderes als das Antragen des Preises mit einem zeitlichen Verlauf. Genau so wie es jeder von uns aus der Schule kennt: das X-Y Koordinatensystem! Dabei wird auf der y-Achse der Preis angetragen und auf der x-Achse der immer gleiche zeitliche Schritt. Egal wie intensiv Sie sich mit der Chart Technik auseinandersetzen, vergessen Sie niemals, dass es um den Preis geht!

Nachrichten aus der Wirtschaft

Ein sehr umstrittenes Thema im Trading! Wie geht man am besten mit wirtschaftlichen und politischen Nachrichten um? Das ist so pauschal erst mal nicht zu beantworten, da es sehr umfangreich ist. Als Anfänger, aber auch fortgeschrittener Trader, sollten Sie nicht auf Nachrichten handeln. Natürlich sollten Sie sich informieren, wann wichtige Entscheidungen sind, allerdings sollten Sie nicht  einfach auf eine aufleuchtende Zahl einen Trade platzieren.

Nachrichten aus der Politik

Hier geht die Problematik auch schon los! In den seltensten Fällen können Sie solche News vorhersehen. Sei es ein Tweet von Trump oder eine plötzliche Eskalation im Nahen Osten. Solche Begebenheiten haben massiven Einfluss auf die unterschiedlichsten Märkte. Ihr einziges Mittel dagegen ist ein solides Risikomanagement.

Money und Risiko- management

Das ist der wichtigste Teil im Trading! Er entscheidet über die Höhe Ihrer Verluste aber auch Ihrer Gewinne. Je länger Sie handeln, desto mehr werden Sie diesen Bereich des Tradings schätzen lernen. Dabei sollten Sie sich bei jeder Positionen folgendes überlegen:

  • Wie viel will ich für diesen Trade riskieren?
  • Wo liegen erreichbare Ziele?
  • Was ist ein plausibles Risiko? 
  • Was mache ich, wenn sich der Trade positiv entwickelt?

Psychologie

Die Technik hinter dem Handel an der Börse ist nicht schwer. Es gibt keinen heiligen Gral und es gibt nicht die eine Strategie. Sie brauchen Disziplin, Ausdauer und Ehrgeiz! Wenn Sie heute mit dem Trading beginnen, dann werden Sie in ein paar Jahren feststellen, dass es eigentlich nicht so schwer ist. Allerdings werden Sie auch feststellen, dass Sie sich nicht an Ihre eigenen Regeln gehalten haben.

  • Sie haben sich nicht an Ihre Setups gehalten.
  • Sie haben sich nicht an Ihr Money-Management gehalten.
  • Sie sind Trades aus dem Bauchgefühl heraus eingegangen.
  • Sie sind ein viel zu hohes Risiko eingegangen.

Ja, das gehört alles dazu! Allerdings werden Sie merken, dass die eigentliche Hürde im Trading nicht die eine perfekte Strategie ist. Es ist die Psychologie!  Arbeiten Sie an sich selbst und Ihren Setups. Die Märkte sind äußerst effektiv und verzeihen keinerlei Fehler. Nur dann, wenn Sie sich selbst im Griff haben, werden Sie Geld mit Trading verdienen.

Traden lernen: Der Trading Typus

Es spielt eine entscheidende Rolle, wie Sie die obigen Bereiche angehen. Aus Erfahrung können wir Ihnen sagen, dass es prinzipiell zwei unterschiedliche Trader Typen gibt. Dabei kommt es entscheidend darauf an, wie Sie mit Fehlern umgehen und ob Sie eine Erkenntnis aus diesen erreichen.

Der praktische Trader

Hier ist der Name Programm! Es wird einfach mal direkt gestartet, ein Konto eröffnet und Geld einbezahlt. Ohne großes Vorwissen geht es direkt los und die ersten Positionen werden gesetzt. 

Es sind diese Trader, die direkt zu Beginn lernen, dass die Märkte äußerst effektiv sind und brutal sein können. Sie verlieren meist ein paar mal Ihre relativ kleinen Einlagen und geben anschließend entweder auf oder beginnen von vorne.

  • Stärken

Praktische Trader sind meist autodidaktisch und lernen aus Ihren Fehlern. Sie können bereits auf Erfahrungen aufbauen und Ihre Erkenntnisse stützen. Praktiker halten sich nicht allzu lange mit Feinheiten auf und möchten stattdessen direkt starten. Einer seiner größten Stärken ist eine sehr steile Lernkurve und die Gabe sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

  • Schwächen

Sprüche wie “… Das ist alles Betrug und funktioniert eh nicht!“ stammen meist von solchen Trader-Typen. Eine logische Konsequenz! Sie haben sofort begonnen mit realem Kapital und ohne Vorwissen zu handeln. Ein Verlust war absolut vorprogrammiert. Viele geben nach den ersten Rückschlägen auf und stempeln den Handel an der Börse ab. Eine seiner großen Schwächen ist meist die fehlende Disziplin.

Der theoretische Trader

Eigentlich ist dieser Typus nun einfach erklärt, denn er ist quasi das glatte Gegenteil des Praktikers. Ein solcher Trader überlegt unzählige Male und plant alles bis ins Detail. Meist hält er sich über Jahre in Demokonten auf, aus Angst Fehler zu begehen. Auch wird der theoretische Trader meist wesentlich weniger Trades machen als der praktische Trader.

  • Stärken

Meist verlieren sie nur sehr wenig Kapital und planen äußerst penibel jedes Setup. Sie sind ein wandelndes Trader-Lexikon und können sich auf ein enormes Wissen verlassen. Die größte Stärke ist dabei ihre Disziplin und das strukturierte Denken.

  • Schwächen

Oft sehen solche Trader vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Die Masse an Wissen können sie nur schwer anwenden und denken jeden Trade hunderte mal “tot”. Sie werden oft von Ängsten und Unsicherheit begleitet.

Natürlich ist diese Einordnung eine Pauschalisierung. Allerdings trifft sie sehr oft zu und wir sind uns sicher, auch Sie können sich einem Typus zuordnen. Dabei gibt es natürlich Überschneidungen und das ist auch keinesfalls schlimm.

Mit dieser Aufzählung und Differenzierung wollen wir Ihnen Mut machen. Jeder Anfänger steht vor mehr oder weniger denselben Problemen. Es fällt kein Profi vom Himmel und man wird auch nicht nach zwei Monaten zum Profi. Allerdings sollten Sie anhand der obigen Beispiele sich selbst und Ihre Stärken aber noch wichtiger, Ihre Schwächen erkennen. Seien Sie sich derer bewusst und arbeiten Sie unbedingt an diesen.

Neigen Sie zum Zocken? Dann schieben Sie dem einen Riegel vor! 

Sie ärgern sich, weil Ihre Setups aufgehen, Sie aber nie eine Position eröffnen? Dann handeln Sie mit 0.01Lot und fangen an!


Traden lernen: Swing oder Daytrading?

Sie haben diese Begriffe schon mal gehört, wissen allerdings den Unterschied nicht so richtig? Das ist kein Problem! Swing bzw. Daytrading beschreibt Ihren Trading-Stil. Also wie Sie vorgehen und wie lange Sie eine Position z. B. offen halten.

Das Daytrading ist dank YouTube, Facebook und der vielen Werbungen der bekannteste Trading-Stil. Dabei werden mehrere Positionen an einem Tag eröffnet und auch wieder geschlossen. Wichtig ist dabei eine möglichst starke Bewegung in kurzer Zeit.

Im Swing Trading eröffnen Sie meist mehrere Positionen in der Woche und halten diese auch über Tage oder noch länger. Als Swing Trader legen Sie mehr Wert auf das tatsächliche Managen der einzelnen Positionen.

Sie sehen einen direkten Vergleich zwischen Daytrading und Swing Trading
Traden lernen: Daytrading oder Swing Trading?

Die kürzeste Trading-Methode nennt sich Scalping. Hier sind Sie nur wenige Sekunden oder Minuten eingekauft und nehmen kleinste Kursbewegungen mit hohen Einsätzen mit. Im absoluten Gegensatz dazu steht das Investment. Dabei kaufen Sie z. B. Aktien und halten diese über meist viele Jahre.  Swing und Daytrading unterscheidet sich natürlich nicht nur in der Haltedauer. Auch die Timeframes sind grundlegend unterschiedliche. 

Daytrading:  M30 – H4

Swing Trading: H4 – W1

Dies beeinflusst wiederum Ihr Setup, Ihre Ziele und ganz wichtig, Ihr Risikomanagement! Merksatz: Je höher/größer der Timeframe, desto kleiner Ihre Einsatzgröße!

Welcher Trading-Stil eignet sich für Anfänger?

Nutzen wir die Informationen, die wir bereits besprochen haben. Daytrading ist wesentlich schneller und auch quantitativer als das Swing-Trading. Sie müssten somit mehr Setups planen, mehr umsetzen und auch mehr überwachen. Von der psychologischen Belastung mal gänzlich abgesehen.

Somit ist unsere Empfehlung an alle Trading Anfänger ganz klar das Swing-Trading. Es lässt sich besser in Alltag und Ihr Berufsleben einbauen. Sie haben durch den hohen Timeframe zwar weniger Einstiegssignale, allerdings können Sie diese wesentlich genauer planen. 

Der Lerneffekt aus jedem Trade sollte somit höher sein und die Gefahr, der Gier und dem “Over-Trading” sollte somit geringer sein.

Indikatoren im Trading – Sinnvoll, oder nicht?

Früher oder später werden Ihnen die technischen Indikatoren über den Weg laufen. Es klingt verlockend bestimmte Prozesse automatisieren zu können oder sogar Einstiege ohne eigene Analyse zu erhalten. Doch die Realität sieht etwas anders aus: Technische Indikatoren sind vor allem für Trading Anfänger eher ungeeignet. 

Stellen Sie sich einen Indikator im Trading wie ein Navigationsgerät für Ihr Auto vor. Eine absolut praktische Sache, die Ihnen den Alltag enorm erleichtert. Doch stellen Sie sich nun vor, Sie können nicht Auto fahren. Kuppeln, Schalten, Blinken, usw. muss erst erlernt und intensiv eingeübt werden. Nur mit einem Navi kommen Sie nicht von A nach B! 

Auch ein Indikator wird Ihnen nicht das Fahren abnehmen, zumindest noch nicht.

Vorteile technischer Indikatoren

  • Automatische Überwachung von Kursen
  • Bestätigung Ihrer eigenen geplanten Setups

Nachteile technischer Indikatoren​

  • Sie funktionieren nur in den jeweiligen Bereichen, für die Sie erstellt wurden
  • Jeder Indikator hat seine eigenen Fehler
  • Trading allein mit Indikatoren ist sehr ineffektiv

Beispiel: Einer der bekanntesten technischen Indikatoren ist der gleitende Durchschnitt. Dabei werden die festgelegten Perioden aufaddiert und daraus ein Mittelwert gebildet. Anschließend erfolgt die Visualisierung auf dem Chart. Je nachdem wie viel Perioden Sie in die Berechnung eingeben, desto mehr weicht die Linie vom aktuell Kursverlauf ab. Sie könnten den gleitenden Durchschnitt mit einer Periode von 100 im Tageschart als einen Art “Trend Indikator” nutzen. 

Allerdings ist die Berechnung des Moving Averages nachfolgend! Das heißt die Abbildung wird erst dann visualisiert, wenn die aktuelle Kerze geschlossen wird. Sie laufen dem Kurs also immer hinterher und Einstiege werden Sie so nicht finden.

Die Trendanalyse – So gehen Sie richtig vor

Beginnen wir nun mit dem ersten Teil der Chart Technik und einem direkten praktischen Bereich. Wenn Sie traden lernen wollen, ist dies der erste große Schritt! Was ist eigentlich ein Trend im Trading? Prinzipiell können Kurse steigen und fallen. Die langfristige Bewegung eines Kursverlaufes in eine bestimmte Richtung wird nun als Trend definiert.

Welche Trends gibt es?

Der Long Trend: Die Kurse steigen! Sie sehen regelmäßig höhere Hochs und höhere Tiefs. 

Der Short Trend: Die Kurse fallen! Sie sehen regelmäßig tiefere Tiefs und tiefere Hochs. 

Der seitliche (Range) Trend: Hierbei bewegt sich der Kurs seitlich auf der X und Zeitachse entlang. Es gibt meist einen ständigen Wechsel der Kerzen zwischen steigend und fallend.

Ist das wichtig für Ihr Trading?

Ja, definitiv! Damit Sie Geld mit Trading verdienen können, ist eine möglichst starke Bewegung in Ihre gehandelte Richtung, elementar. Setzen Sie auf steigende Kurse, dann möchten Sie natürlich einen möglichst langen und starken Anstieg. Bei fallenden Kursen natürlich dasselbe nur in andere Richtung. Was Sie nicht möchten, sind Range Trends. Hier verläuft der Kurs seitlich und hat keine eindeutige Richtung. Es ist also nicht genügend Bewegung vorhanden um damit Gewinne erzielen zu können. Schlimmer noch, es fallen regelmäßig Swap-Gebühren an.

Eine weitere sehr wichtige Eigenschaften von Trends, die Sie sich merken sollten:

“Es ist wahrscheinlicher, dass ein Trend in seine angestrebte Richtung weiter läuft, anstatt komplett umzukehren.”

Für Sie und Ihr Trading bedeutet das, dass Sie immer versuchen sollten in Trendrichtung zu handeln. So einfach wie es sich anhört, ist es leider aber nicht!

Eine grundlegende Methode der Chart Technik ist das “rückwärts testen”. Dabei sehen Sie sich die Vergangenheit an und schließen daraus auf zukünftige Reaktionen. Ein vergleichbares Vorgehen gibt es speziell für die Trendanalyse: Sollten Sie z.B. im Tageschart also D1 handeln, dann beginnen Sie mit der Trendanalyse im übergeordneten Timeframe in diesem Fall ist das der Wochenchart also W1. Sehen Sie sich nun den Kursverlauf an und analysieren Sie den ggf. vorliegenden Trend. Anschließend schalten Sie auf in Ihren eigentlich bevorzugten Timeframe, also D1, herunter. Durch dieses Vorgehen erreichen Sie, dass Sie nicht aus Versehen auf eine Korrektur und somit gegen den eigentlichen Trend handeln.

Widerstand und Unterstützung – Support and Resistance

Das ist das beste und wichtigste Werkzeug der Chart Technik. Es gibt kein Setup bei dem wir nicht diese Technik nutzen! Damit Sie unseren Standpunkt besser nachvollziehen können, müssen wir etwas ausholen. Sie haben bereits gelernt, dass der Kurs einen Trend aufweisen kann. Also z. B. über einen längeren Zeitpunkt steigt oder fällt.

Doch was bedeutet dies? 

Eigentlich tragen Sie einen Preis auf einen zeitlichen Verlauf an, so wie Sie es vom X-Y Koordinatensystem aus der Schule kennen. Die x-Achse ist dabei die Zeitachse auf der Sie einen immer gleichen Schritt springen = Timeframe. Auf der y-Achse wiederum tragen Sie den tatsächlichen Wert des Produktes oder anders geschrieben, den Preis an.

Es entsteht somit ein diagonaler Verlauf, den wir allgemein als Kursverlauf bezeichnen. Dabei vergessen viele Trader eine entscheidende Grundlage: Es geht nur um den Preis!

Die einzige wichtige Komponente ist somit die y-Achse. Genau hier liegt die große Stärke der Widerstände: Stellen Sie es sich tatsächlich als eine Art Hindernis für den Preis eines beliebigen Produktes vor. Der Preis steigt und auf einem gewissen preislichen Niveau liegen viele Verkaufsorder, die den Kurs unterhalb dieses Verkaufspreises halten.

Stellen Sie sich eine beliebige Aktie vor der wir nun einen fiktiven Preis von 80 € Stückpreis geben. Der aktuelle Marktwert liegt weiterhin im normalen Mittelfeld also entfernt vom absoluten Hoch und Tief der Aktie. Die anstehenden Quartalszahlen sind etwas besser als erwartet und der Kurs beginnt zu steigen. Sie entscheiden sich ein paar Stück zu kaufen für sagen wir mal 83 €. Ihre Anteile entwickeln sich gut und Preis steigt weiter.

Nun passiert folgendes: Der Preis klettert kurz auf 102 € und beginnt dann stark zu fallen. Leider sehen Sie es zu spät und verkaufen panisch bei 86 € per Marktausführung. 

Doch warum? Auf dem Preis von circa 100 € lagen viele Verkaufsorder von großen Marktteilnehmern. Diese wurden gefüllt, als der Kurs diese erreicht hat und es folgte eine sofortige Reaktion  = Widerstand

Unterschiedliche Widerstände

Sie wissen nun prinzipiell was Widerstände im Allgemeinen sind. Hier gibt es allerdings noch eine kleine aber feine Unterscheidung, die Sie im späteren Verlauf dieses Ratgebers brauchen werden. Denken Sie sich kurz in unser Beispiel mit der Aktie zurück: Wir gingen davon aus, dass diese steigt und an einer preislichen Zone abprallt. Diese Überlegung gibt es nun aber auch bei fallenden Kursen. Dabei passiert prinzipiell das gleiche nur in anderer Betrachtungsweise.

Beispiel: Unsere Aktie, die Sie bei 83 € gekauft haben, beginnt nun aus unerklärlichen Gründen direkt zu fallen. Einen Stop Loss haben Sie nicht gesetzt und Sie hoffen nun, dass sich diese Short-Bewegung wieder korrigiert. Sie haben den Trade schon abgeschrieben, als Ihre Aktie die Zone rund um 59 € berührt. Es folgt nun endlich eine starke Long-Bewegung und Sie können Gott sei Dank, Ihren Trade mit minimalem Verlust schließen.

Was ist passiert? 
Der Kurs hat auch hier eine wichtige Zone berührt auf der viele Kauforder lagen. Diese wurden ausgeführt und der Preis sprang entsprechend long. Die Zone hat die Aktie also gebremst und unterstützt Sie wieder weiter zu steigen.

Aus Basis unserer zwei Beispielen unterscheiden wir ab sofort zwei unterschiedliche Zonen:

  • Hindern Sie den Kursverlauf = Widerstände (Resistance)
  • Unterstützen Sie den Kursverlauf = Unterstützung (Support)

Sie müssen nun etwas aufpassen, damit Sie die Begrifflichkeiten nicht durcheinander bringen. Prinzipiell ist der allgemeine Begriff für relevante preislichen Zonen auch weiterhin “Widerstände”. Wenn es Ihnen also erst mal nur darum geht, gewisse Zonen zu erkennen und diese zu analysieren dann bleiben Sie dabei. Wenn Sie diese Zonen allerdings in Bezug zum Trend des Kursverlaufes betrachten, dann benötigen Sie diese neue Differenzierung. Sehen Sie sich dazu unbedingt unser Webinar an, da es sehr wichtige Informationen beinhaltet.

Traden lernen: Das richtige Risiko pro Trade

Das Risikomanagement ist der wichtigste Bereich, wenn Sie traden lernen wollen.

Sämtliches Wissen, das Sie bisher erlangt haben, basiert auf der theoretischen Planung. Also ob Sie z.B. mit oder gegen Trend handeln wollen. Ob Ihr Setup qualitativ ist und ob der Widerstand hält? 

Damit Sie Ihren Trade umsetzen können, benötigen Sie nun zwei Bereiche in Ihrem Money Management. 

Risiko pro Trade?

Prinzipiell sollte das Risiko pro Trade niemals über 1-2 % Ihrem Trading Kapitals liegen. 

Beispiel:
Kapital auf Ihrem Trading Konto: 10.000 € 
Risiko bei 1 %: 100 € pro Trader 
Sollte der StopLoss erreicht werden, verlieren Sie somit maximal 1 % oder eben 100 € bezogen auf unser Beispiel. 

Ob Sie nun 0,5 % oder 2 % pro Trade eingehen, hängt entscheidend von der Qualität des Setups ab. Gehen Sie dabei folgende Liste durch:

  • Planen Sie das Setup gegen oder mit dem Trend
  • Ist der Kursverlauf als qualitativ einzuschätzen
  • Wie „sicher“ ist der Einstieg
  • Ist Ihre Gewinnzone erreichbar

Das Trade Management

Dies ist nun der entscheidende Schritt hin zur Eröffnung Ihres Trades! Bisher haben Sie Ihr Setup geplant, die anstehenden Nachrichten abgeschätzt und entschieden, wie viel Risiko Sie nun eingehen wollen.

Im nächsten Schritt planen Sie nun die Lage Ihres StopLoss und Ihre erste Gewinnzone. Dabei ist Ihre Variable die Einsatzgröße. Je größer der StopLoss entfernt ist, desto kleiner wird die eingesetzte Einsatzgröße. 

Beispiel:
StopLoss in 100 Pips Abstand: 0.10 Lot 
StopLoss in 200 Pips Abstand: 0.05 Lot 

Eine Verdopplung des StopLoss-Abstandes hat also eine Halbierung der Einsatzgröße zur Folge. 

Traden lernen: Die Trading Strategie – So wird’s gemacht

Die Trading-Strategie lässt sich als vorher festgelegter Ablauf, bei bestimmten Voraussetzungen definieren.  Dieser Ablauf gibt Ihnen vor, wie Sie sich in bestimmten Kurs Situationen verhalten sollen und ob Sie eine Position eröffnen oder nicht. Legen Sie Folgendes am besten schriftlich fest:

  • Welche Trading Einstiege gibt es?
  • Wann eröffne ich meinen Trade?
  • Wie eröffne ich die Position?
  • Welche Timeframes nutze ich für die Umsetzung?
  • Wie gehe ich mit dem offenen Trade um?

Woraus besteht eine Trading Strategie?

1. Das Setup

  • Liegt ein Trend vor oder bewegt sich der Kurs seitlich?
  • Lassen sich qualitative Widerstände erkennen?
  • Wann eröffnen Sie den Trade?
  • Wie eröffnen Sie den Trade? Per Limit oder sofort?

2. Das Money Management

  • Ist der Kursverlauf qualitativ, also hat er einen Trend?
  • Handeln Sie mit oder gegen den Trend?
  • Wie viel Risiko gehen Sie für diesen Trade ein?
  • Wie lange wollen Sie die Position offen halten?

3. Das Trade Management

4. Die Trading Psychologie

  • Wie verhalten Sie sich während der offenen Position?
  • Halten Sie sich an Ihre Regeln?
  • Vermeiden Sie „Verlust Framing“
  • Vermeiden Sie „Over Trading“

Wenn Trading zur Sucht wird – FOMO

Auch Trading kann durchaus süchtig machen. Die Angst etwas zu verpassen oder auch FOMO = fear of missing out genannt ist vor allem für Anfänger ein großes Problem. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Bewegungen kommen, sobald man sich von seinem Rechner weg bewegt. Trading hat zu Beginn einen ähnlichen Einfluss auf uns wie Glücksspiel. Es macht durchaus süchtig!
Seien Sie sich dieser Eigenschaft bitte stets bewusst. Als Trader sind Sie kein Zocker am Spielautomaten und hoffen auch nicht das endlich das richtige Licht blickt.
Schieben Sie sich von Anfang an einen Riegel vor und legen Sie sich strikte Regeln auf. Weiterhin empfehlen wir Ihnen erneut auf einen Timeframe höher, als H4 zu starten. Es nimmt dem Trading die Geschwindigkeit und Sie werden weniger kritische Fehler begehen.

Der Trading Plan – Mit Struktur zum Erfolg

Sie wissen nun alle wichtigen Grundlagen, die Sie benötigen und können nun effektiv das Traden lernen. Machen Sie sich einen Plan und halten Sie sich daran. Halten Sie folgende Bereiche für sich fest:

  • Wann und wie passt Trading in meinen Alltag?
  • Wie viel Kapital habe ich zur Verfügung? Bin ich davon abhängig?
  • Wie beginne ich mit der Analyse?
  • Welche Nachrichten sind wichtig?
  • Wie qualitativ ist das Setup?
  • Wie viel Risiko werde ich mit der Position eingehen?
  • Wie verhalte ich mich, wenn der Trade offen ist?
  • Was sind meine persönlichen Regeln?

Trading Ausbildung – Sofort mehr Erfolg

Erhalten Sie Unterstützung mit unseren Ausbildungsprogrammen. Wir bringen Ihr Trading innerhalb kürzester Zeit auf ein neues Level. Sie werden gewinnbringende Chancen erkennen und sicher umsetzen können.

Performance Trading Videokurs

  • Preiswerter Videokurs für Trading Anfänger
  • Über 50 Lektionen zu alles wichtigen Bereichen
  • 1000 Minuten Videomaterial
  • Zwei Trading Strategien enthalten
  • Lebenslanger Zugang ohne weitere Kosten


Erfahren Sie mehr über den Performance Trading Videokurs

Trading MasterClass

Die einzige Trading Ausbildung die Sie benötigen.
  • Intensive Trading Ausbildung für Anfänger und Fortgeschrittene
  • Umfangreicher Videobereich
  • 3 Monate Live Coaching
  • Exklusive Telegram Chat-Gruppe für Mitglieder
  • Persönlicher Ansprechpartner


Erfahren Sie mehr über unsere MasterClass

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top