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Madame Moneypenny: Kritik, Kosten und Erfahrungen mit Natascha Wegelin

Zuletzt aktualisiert: 03. September 2026

|

16 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

KI für Trader Hauptkurs
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Madame Moneypenny ist die größte Finanzmarke für Frauen im deutschsprachigen Raum und zugleich eine der meistdiskutierten. Hinter dem Namen steht Natascha Wegelin, die 2015 einen Blog startete und daraus ein Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitenden gemacht hat. Wer heute nach der Marke sucht, sucht meistens keine Vorstellung. Gesucht wird nach Kosten, nach Kritik und nach der Frage, ob sich ein vierstelliges Coaching lohnt.

Genau diese drei Fragen beantwortet dieser Beitrag mit belegten Zahlen. Wir haben die Programme und ihre Preise auf der Anbieterseite geprüft, die Bewertungen auf Trustpilot ausgezählt und nachgesehen, was Finanzaufsicht, Verbraucherschützer und Fachpresse tatsächlich geschrieben haben. Bewertet wird das Angebot, nicht die Person. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Madame Moneypenny: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Wer dahintersteckt: Natascha Wegelin, geboren 1985 im Ruhrgebiet, heute 41 Jahre alt. Sie führt die Madame Moneypenny GmbH mit Sitz in Berlin.
  • Gegründet: 2015 als Blog, seit 2017 mit kostenpflichtigen Angeboten. Das Unternehmen besteht damit seit rund elf Jahren.
  • Was es kostet: Nur Finance First hat einen offenen Preis, aktuell 999 Euro als Einmalzahlung. Für Money Mentoring und Advanced Assets nennt der Anbieter online keinen Preis, beide werden über ein Erstgespräch verkauft.
  • Die Kernkritik: Fachpresse und Verbraucherschützer bemängeln vor allem den Preis im Verhältnis zum Inhalt und den Schwerpunkt auf Motivation statt auf Finanzwissen.
  • Kundenurteil: 4,6 von 5 Sternen bei 589 Trustpilot-Bewertungen, davon 83 Prozent Bestnote und rund 6 Prozent bei einem oder zwei Sternen.
  • Wichtig zur Einordnung: Das Angebot ist ein Mentoring, keine Anlageberatung. Es steht nicht unter Aufsicht der BaFin, und das Unternehmen ist nicht als Fernlehrinstitut zugelassen.
  • Für wen geeignet: Für Einsteigerinnen, die einen strukturierten Anstoß suchen. Wer bereits ein Depot führt und Kennzahlen liest, findet hier wenig Neues.

Was ist Madame Moneypenny?

Madame Moneypenny ist eine deutsche Finanzbildungsmarke für Frauen, die Natascha Wegelin 2015 gegründet hat und die heute kostenpflichtige Online-Programme, Bücher, einen Podcast und einen Blog rund um Vermögensaufbau und Altersvorsorge anbietet.

Der Schwerpunkt liegt auf Bildung und Verhalten, nicht auf Kaufempfehlungen. Es werden keine einzelnen Aktien empfohlen und keine bestehenden Verträge geprüft. Das Unternehmen beschreibt sein Angebot ausdrücklich als Mentoring und grenzt es damit von einer Finanzberatung ab.

Dieser Unterschied hat rechtliche Folgen. Eine Anlageberatung ist erlaubnispflichtig und wird beaufsichtigt, ein Mentoring nicht. Wer also eine Empfehlung zu seiner konkreten Rentenversicherung sucht, ist hier an der falschen Adresse. Das sagt der Anbieter auch selbst. Wie der Weg zur finanziellen Freiheit rechnerisch aussieht, haben wir getrennt aufbereitet.

Wer steckt hinter Madame Moneypenny?

Hinter dem Pseudonym steht Natascha Wegelin. Sie wurde 1985 im Ruhrgebiet geboren und ist damit 41 Jahre alt. Nach einem BWL-Studium arbeitete sie unter anderem bei Google und Parship, bevor sie sich selbstständig machte. Heute lebt sie in Berlin und führt die Madame Moneypenny GmbH als Geschäftsführerin.

Natascha Wegelin, Gründerin von Madame Moneypenny
Natascha Wegelin

Den Anstoß gab eine eigene Fehlentscheidung. Wegelin hatte eine private Rentenversicherung abgeschlossen, die sie im Nachhinein als teuer und wenig ertragreich beschreibt. Aus dieser Erfahrung heraus arbeitete sie sich in die Geldanlage ein und startete 2015 ihren Blog.

Die Entwicklung lässt sich an den Meilensteinen des Unternehmens ablesen. 2018 erschien ihr erstes Verlagsbuch und erreichte den SPIEGEL-Bestsellerstatus, im selben Jahr startete der Podcast. 2019 folgte das Money Mentoring, 2024 das Programm Finance First, 2025 Advanced Assets.

Bei den Reichweitenzahlen lohnt ein genauer Blick. Der Anbieter spricht von über 500.000 Followern über alle Kanäle zusammen und von 12.000 Kundinnen für das Jahr 2025. Auf Instagram, dem größten Einzelkanal, sind es rund 315.000 Abonnentinnen. Die Fachpresse nannte 2024 noch 265.000, der Kanal wächst also weiter.

Zur wirtschaftlichen Größe gibt es eine belastbare Zahl. Das Fintech-Magazin Finance Forward berichtete im Oktober 2024 von einem Jahresgewinn von knapp zwei Millionen Euro für das Jahr 2022. Der Beitrag erschien auch bei Capital.

Was kostet Madame Moneypenny?

Der Anbieter führt derzeit drei kostenpflichtige Programme, und nur eines nennt online einen Preis. Das ist für die Einordnung der wichtigste Punkt, denn genau hier setzt der größte Teil der öffentlichen Kritik an.

Finance First: 999 Euro als Einstiegsprogramm

Finance First ist das günstigste Programm und das einzige mit offenem Preis. Der Anbieter beschreibt es als sechsmonatiges Online-Programm und empfiehlt ein bis zwei Stunden pro Woche. Im laufenden Aktionsangebot sind neun Monate Begleitung ausgewiesen. Der Preis liegt bei 999 Euro als Einmalzahlung.

Wer in Raten zahlt, zahlt mehr. Drei Raten zu 341 Euro ergeben 1.023 Euro, sechs Raten zu 185 Euro ergeben 1.110 Euro. Der Aufschlag beträgt damit bis zu 111 Euro. Es gibt eine 14-Tage-Geld-zurück-Garantie.

Madame Moneypenny Preise: Finance First für 999 Euro Einmalzahlung
Preisangabe für Finance First auf der Anbieterseite, Stand 2. September 2026. Die Ratenzahlung kostet mehr als die Einmalzahlung.

Daneben steht ein Streichpreis von 3.238 Euro. Diese Zahl ist eine Eigenangabe des Anbieters ohne nachprüfbaren Vergleichsmaßstab. Sie beschreibt keinen Preis, der zuvor verlangt wurde, sondern einen behaupteten Gegenwert. Wir behandeln sie deshalb als Werbeaussage und nicht als Preisangabe.

Money Mentoring und Advanced Assets: Preis nur im Gespräch

Bei den beiden größeren Programmen nennt der Anbieter online keinen Preis. Auf der Seite zum Money Mentoring heißt es, die genauen Informationen zu Preis, Zahlungsoptionen und Ratenzahlung erhalte man im Gespräch mit dem Team. Vorgeschaltet ist ein kostenloses Erstgespräch. Bei Advanced Assets, dem Programm für Fortgeschrittene, läuft es genauso.

Aus der Fachpresse gibt es dazu eine Größenordnung. Finance Forward beschrieb das Money Mentoring 2024 als achtwöchiges Programm zu einem mittleren vierstelligen Betrag. In einer dort zitierten Trustpilot-Bewertung ist von 5.000 Euro die Rede. Der Anbieter bestätigt keine Zahl, deshalb bleibt es bei dieser Einordnung.

Ein Kostenpunkt wird leicht übersehen. Wer nach Finance First innerhalb von drei Monaten zusätzlich das Money Mentoring bucht, bekommt 499 Euro angerechnet. Das ist ein Rabatt, es zeigt aber zugleich, dass die Programme aufeinander aufbauen und nacheinander gekauft werden sollen.

Madame Moneypenny Kosten: Preise der drei Programme im Überblick
Nur Finance First nennt online einen Preis. Das Rechenbeispiel der BaFin zeigt, wie lange ein Coaching braucht, bis es sich gerechnet hat.

Stand der Preisangaben ist der 2. September 2026, Quelle sind die Programmseiten des Anbieters. Zum Vergleich lohnt der Blick auf ähnliche Angebote: Wie ein vergleichbar aufgebautes Coaching bepreist ist, zeigt unser Check zur Greator Finanzakademie.

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Kritik an Madame Moneypenny

Die Kritik kommt aus drei Richtungen und ist gut dokumentiert. Sie betrifft den Preis, den Inhalt und die Frage, was ein Coaching überhaupt leisten kann. Wir geben sie mit Quelle wieder, ohne sie uns zu eigen zu machen.

Der Vorwurf: viel Motivation, wenig neues Wissen

Der häufigste Einwand lautet, das Programm vermittle vor allem Motivation. Finance Forward zitierte im Oktober 2024 eine Absolventin auf Trustpilot mit dem Satz, der Videokurs sei in Ordnung gewesen, um den Hintern hochzubekommen, neue Informationen seien es aber nicht gewesen. Auf Reddit beschrieb eine Nutzerin die Gründerin als Motivationscoach und nicht als Finanzcoach.

Wegelin selbst beschreibt den Schwerpunkt ähnlich. In einem Podcast-Auftritt sagte sie, das größte Problem sei das Mindset: Viele Frauen wüssten bereits viel über Geldanlage, investierten aber trotzdem nicht. Eine Woche des achtwöchigen Programms drehe sich ausschließlich um Glaubenssatzarbeit.

Der Vorwurf: der Preis steht nicht im Verhältnis

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat sich deutlich geäußert. Werner Bareis sagte gegenüber Finance Forward, Finanzen und Altersvorsorge seien keine Raketenwissenschaft. Solche Grundwissen-Coachings könnten gar nicht so viel Mehrwert bieten, dass sie einen vierstelligen Betrag wert seien. Viele Teilnehmende landeten zudem in einer Spirale aus kostenpflichtigen Folgeangeboten.

Die BaFin hat vorgerechnet, was ein Coaching an Rendite kostet. Ihr Beispiel: Für ein Programm zu 2.700 Euro müsste man zusätzlich 10.000 Euro anlegen, die knapp fünf Prozent Rendite pro Jahr bringen. Erst nach fünf Jahren wären die Kosten wieder eingespielt.

Bemerkenswert ist, dass die Gründerin diesen Punkt teilweise selbst benennt. Im selben Podcast sagte sie, es gebe so viele Informationen da draußen kostenlos, etwa auf YouTube oder in Podcasts, und der Zugang koste heute kein Geld. Diese Aussage steht neben einem Geschäftsmodell, das genau für diesen Zugang vierstellige Beträge verlangt.

Was das Unternehmen dazu sagt

Madame Moneypenny hat auf die Vorwürfe geantwortet. Eine Mitarbeiterin erklärte gegenüber Finance Forward, man biete ein Mentoring-Programm und keine Finanzberatung an. Ziel sei, Frauen zu befähigen, selbst fundierte Entscheidungen zu treffen. Vor der Teilnahme fänden zwei kostenlose Gespräche statt, in denen geklärt werde, ob das Programm passe.

Der Anbieter betreibt zu dem Thema eine eigene Seite. Unter dem Stichwort Kritik sammelt er auf seiner Website positive Teilnehmerstimmen. Diese Seite steht in den Suchergebnissen zur Kritik-Suche weit oben. Wer sich ein Bild macht, sollte wissen, dass es sich um eine Darstellung des Anbieters handelt und nicht um eine unabhängige Auswertung.

Ist Madame Moneypenny seriös?

Die Frage lässt sich nicht mit ja oder nein beantworten, aber mit vier nachprüfbaren Punkten. Wir haben Impressum, Aufsichtsstatus, Zulassung und Bewertungslage geprüft.

Das Unternehmen ist ordentlich eingetragen. Es firmiert als Madame Moneypenny GmbH, Greifswalder Straße 226 in 10405 Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer 205211. Vertreten wird sie von Natascha Wegelin. Es gibt eine ladungsfähige Anschrift und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Eine Finanzaufsicht gibt es dagegen nicht. Das Impressum nennt weder eine Aufsichtsbehörde noch ein Berufsrecht. Bei einem Bildungsanbieter ist das der Normalfall und kein Vorwurf. Für den Leser heißt es aber: Bei Beschwerden ist die BaFin nicht zuständig. Das Unternehmen erklärt im Impressum außerdem, es sei nicht bereit oder verpflichtet, an einer Verbraucherschlichtung teilzunehmen.

Als Fernlehrgang ist kein Programm zugelassen. Wir haben die Anbieterliste der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht geprüft, die 805 zugelassene Institute führt. Madame Moneypenny steht dort nicht.

Dieser Punkt hat seit 2025 an Gewicht gewonnen. Der Bundesgerichtshof entschied am 12. Juni 2025 (Aktenzeichen III ZR 109/24), dass ein Online-Mentoring ohne ZFU-Zulassung nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz nichtig sein kann. Ob das Gesetz greift, hängt an der Betreuungsintensität und wird im Einzelfall entschieden. Wir bewerten das nicht juristisch und wissen nicht, wie ein Gericht dieses konkrete Programm einordnen würde. Wer einen vierstelligen Vertrag unterschreibt, sollte den Punkt aber kennen.

Belastbar ist am Ende die Bewertungslage, und die ist gut. Was 589 Kundinnen geschrieben haben und wie sich die Sterne verteilen, steht im nächsten Abschnitt.

Erfahrungen und Bewertungen

Auf Trustpilot steht Madame Moneypenny bei 4,6 von 5 Sternen aus 589 Bewertungen. 83 Prozent vergeben fünf Sterne, 11 Prozent vier Sterne, je 2 Prozent drei, zwei und einen Stern. Damit liegen rund 6 Prozent im negativen Bereich.

BewertungAnteilEinordnung
5 Sterne83 %Bestnote
4 Sterne11 %zufrieden
3 Sterne2 %geteilt
1 bis 2 Sterne4 %unzufrieden

Zwei Angaben gehören zur Einordnung dazu. Das Unternehmen hat sein Profil im September 2022 beansprucht und nutzt ein kostenpflichtiges Trustpilot-Abonnement. Es bittet Kunden aktiv um Bewertungen und hat nach Angaben der Plattform 100 Prozent der negativen Bewertungen beantwortet. Die jüngsten Stimmen stammen aus dem August 2026, der Bestand ist also aktuell.

Ein hoher Sternewert misst hier Zufriedenheit mit dem Kurs, nicht Anlageerfolg. Bewertet werden Struktur, Verständlichkeit und Betreuung. Ob eine Teilnehmerin danach besser anlegt als vorher, lässt sich daraus nicht ablesen. Diese Verwechslung ist bei Bildungsanbietern verbreitet und sollte nicht passieren.

Die negativen Stimmen drehen sich fast alle um dasselbe Thema. In den von Finance Forward zitierten Bewertungen ging es um das Verhältnis von Preis und Inhalt, um als amateurhaft empfundene Videos und darum, dass eine individuelle Vertragsprüfung nicht enthalten ist. Für eine persönliche Beratung fielen laut einer Bewerterin zusätzliche Kosten an, die im Programmpreis nicht enthalten sind.

Wer sich selbst ein Bild machen will, sollte beide Seiten lesen. Die Bewertungen auf Trustpilot zeigen den zufriedenen Teil, der Beitrag von Finance Forward den kritischen. Wie wir Anbieter dieser Art generell einordnen, zeigt unsere Übersicht zu bekannten Finanzexperten.

Bücher von Madame Moneypenny

Es gibt drei Werke, und ihre Reihenfolge wird oft verwechselt. Wir nennen sie deshalb mit Jahr und Form, denn nur zwei davon sind Verlagsbücher.

Bali statt Bochum (2017)

Bali statt Bochum war das erste Werk und ist ein E-Book. Es erschien 2017 im Eigenverlag und umfasst rund 141 Seiten. Es ist kein Verlagsbuch und steht heute nicht mehr im Programm des Anbieters. Wer danach sucht, sollte wissen, dass es sich um ein digitales Frühwerk handelt und nicht um das aktuelle Buch.

Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können (2018)

Buch von Madame Moneypenny für Frauen zum Thema Finanzen
Das erste Verlagsbuch von 2018

Das erste Verlagsbuch erschien 2018 und wurde SPIEGEL-Bestseller. Es behandelt Versicherungen, Geld in der Partnerschaft, die Folgen von Teilzeitarbeit und den Einstieg in die Geldanlage. Nach jedem Kapitel stehen kleine Aufgaben. Für Einsteigerinnen ist es der zugänglichste Teil des Angebots und mit Abstand der günstigste.

Die Krise liebt Frauen wie dich (2025)

Das aktuelle Buch erschien 2025 und erreichte ebenfalls den SPIEGEL-Bestsellerstatus. Der Untertitel lautet: Wie du finanziell resilient wirst und wächst, egal, was kommt. Wegelin verbindet darin Finanzen mit Resilienz und beschreibt acht Faktoren, die den Vermögensaufbau tragen sollen. Es ist das inhaltlich jüngste Werk und der beste Einstieg, wenn man ihre aktuelle Position kennenlernen will.

Günstiger als jedes Programm ist der Buchweg allemal. Wer sich breiter einlesen will, findet in unserer Sammlung der besten Trading-Bücher weitere Titel, und der Check zu Bodo Schäfer zeigt, wie ein vergleichbarer Anbieter seine Bücher als Einstieg nutzt.

Podcast, Blog und kostenlose Angebote

Der größte Teil des Angebots kostet nichts. Das ist bei der Kostenfrage der wichtigste Punkt, denn wer nur die Programme betrachtet, übersieht den kostenlosen Teil vollständig.

Der Podcast läuft seit 2018 und ist das Herzstück. Er erscheint regelmäßig und behandelt allgemeine Finanzthemen statt einzelner Aktien. Wer Unternehmensanalysen sucht, ist woanders besser aufgehoben. Für 2019 gibt der Anbieter bereits mehr als eine Million Downloads an.

Daneben gibt es einen Blog und mehrere kostenlose Materialien. Dazu zählen ein Hörbuch, ein Haushaltsbuch und Vorlagen, die der Anbieter als Null-Euro-Angebote führt. Sie dienen erkennbar auch dazu, Interessentinnen in die kostenpflichtigen Programme zu führen. Das ist übliche Praxis und wird offen so dargestellt.

Die früheren Angebote gibt es in dieser Form nicht mehr. Der Moneycall über WhatsApp-Sprachnachrichten, der wöchentliche SMS-Service und die reine Facebook-Gruppe waren Bestandteile der Anfangsjahre. Heute laufen die Programme über eine eigene Plattform, und die Community ist an sie gekoppelt. Meet-Ups und der Madame Moneypenny Day finden weiterhin statt.

Für wen sich Madame Moneypenny lohnt

Kein Anbieter ist nur gut oder nur schlecht, und bei Madame Moneypenny liegen Stärken und Schwächen klar erkennbar nebeneinander. Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was sich aus Anbieterseiten, Impressum, Fachpresse und Bewertungen belegen lässt.

Was für Madame Moneypenny spricht

  • Sehr gute Bewertungslage: 4,6 von 5 bei 589 Bewertungen, die jüngsten aus August 2026, gelobt werden Struktur und Verständlichkeit.
  • Großer kostenloser Bereich: Podcast, Blog, Hörbuch und Vorlagen kosten nichts und reichen für den Einstieg weit.
  • Zwei SPIEGEL-Bestseller: Die Bücher von 2018 und 2025 sind der günstigste Weg zu denselben Grundlagen.
  • Vollständige Rechtsangaben: Eingetragene GmbH mit ladungsfähiger Anschrift in Berlin und Umsatzsteuer-ID.
  • Offener Preis beim Einstiegsprogramm: Finance First ist ausgewiesen, mit 14 Tagen Geld-zurück-Garantie.
  • Klare Zielgruppe: Die Ansprache erreicht Frauen, die klassische Finanzangebote bisher kaum abgeholt haben.

Was Interessentinnen vorher wissen sollten

  • Kein Preis für die Hauptprogramme: Money Mentoring und Advanced Assets werden nur über ein Erstgespräch verkauft.
  • Vierstellige Größenordnung: Die Fachpresse ordnet das Money Mentoring bei einem mittleren vierstelligen Betrag ein, der Anbieter bestätigt keine Zahl.
  • Keine Aufsicht, keine Beratung: Es gibt keine BaFin-Aufsicht, keine Anlageberatung und keine Prüfung eigener Verträge.
  • Keine ZFU-Zulassung: Als Fernlehrgang ist kein Programm zugelassen, was seit dem BGH-Urteil von 2025 an Bedeutung gewonnen hat.
  • Keine Verbraucherschlichtung: Das Unternehmen erklärt im Impressum, daran nicht teilzunehmen.
  • Ratenzahlung ist teurer: Bei Finance First liegt der Gesamtbetrag über dem der Einmalzahlung, die Aufschläge stehen im Kostenkapitel.
  • Wenig für Fortgeschrittene: Wer bereits ein Depot führt, findet im Einstiegsbereich kaum Neues.
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Fazit: solide Bildungsmarke mit einer offenen Preisfrage

Madame Moneypenny hat erreicht, was der deutschen Finanzbranche lange nicht gelungen ist. Die Marke spricht Frauen an, die sich von Banken und Vergleichsportalen nicht abgeholt fühlen, und sie tut das seit elf Jahren konsequent. Die Bewertungslage ist gut, das Unternehmen ist ordentlich aufgestellt, und ein großer Teil der Inhalte kostet nichts.

Der Kritikpunkt, der bleibt, ist die Preistransparenz. Bei zwei von drei Programmen erfährt man den Preis erst im Gespräch. Das ist zulässig, erschwert aber genau den Vergleich, zu dem der Anbieter seine Kundinnen sonst ermutigt. Wer sich interessiert, sollte den Preis vor dem Erstgespräch erfragen und ihn gegen die BaFin-Rechnung halten: Ein vierstelliger Betrag muss über Jahre wieder eingespielt werden.

Unsere Einordnung fällt deshalb zweigeteilt aus. Für den Einstieg reichen Podcast, Blog und die Bücher, und das kostet fast nichts. Wer den Anstoß durch eine begleitete Gruppe braucht und den Preis bewusst als Ausgabe für Verbindlichkeit versteht, kann bei den Programmen richtig sein. Wer dagegen bereits Kennzahlen liest, findet hier keine neuen Werkzeuge. Wie sich das Thema Trading für Frauen in Zahlen darstellt und wer den Aktienhandel von Grund auf lernen will, haben wir getrennt aufbereitet.

Häufige Fragen zu Madame Moneypenny

Was kostet das Money Mentoring von Madame Moneypenny?

Der Anbieter nennt online keinen Preis und verweist auf ein kostenloses Erstgespräch. Finance Forward ordnete das achtwöchige Programm 2024 bei einem mittleren vierstelligen Betrag ein, in einer dort zitierten Bewertung ist von 5.000 Euro die Rede. Offen ausgewiesen ist nur der Preis von Finance First mit 999 Euro als Einmalzahlung.

Ist Madame Moneypenny von der BaFin zugelassen?

Nein. Das Angebot ist ein Mentoring und keine Anlageberatung, deshalb besteht keine Erlaubnispflicht und keine Aufsicht durch die BaFin. Das Impressum nennt weder eine Aufsichtsbehörde noch ein Berufsrecht.

Welche Kritik gibt es an Madame Moneypenny?

Die Kritik betrifft vor allem den Preis im Verhältnis zum Inhalt und den Schwerpunkt auf Motivation statt auf Finanzwissen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hält solche Grundwissen-Coachings für keinen vierstelligen Betrag wert und warnt vor kostenpflichtigen Folgeangeboten.

Wie alt ist Natascha Wegelin?

Natascha Wegelin wurde 1985 im Ruhrgebiet geboren und ist damit 41 Jahre alt. Sie lebt in Berlin und führt die Madame Moneypenny GmbH als Geschäftsführerin.

Seit wann gibt es Madame Moneypenny?

Natascha Wegelin startete den Blog 2015. Die ersten kostenpflichtigen Angebote kamen 2017 dazu, das Money Mentoring 2019. Das Unternehmen besteht damit seit rund elf Jahren.

Welche Bücher hat Madame Moneypenny geschrieben?

Es gibt drei Werke: das E-Book Bali statt Bochum von 2017, den SPIEGEL-Bestseller Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können von 2018 und Die Krise liebt Frauen wie dich von 2025, ebenfalls ein SPIEGEL-Bestseller.

Gibt es kostenlose Angebote von Madame Moneypenny?

Ja. Podcast, Blog, ein Hörbuch, ein Haushaltsbuch und mehrere Vorlagen kosten nichts. Sie dienen zugleich als Einstieg in die kostenpflichtigen Programme.

Über den Autor

Dieser Beitrag stammt von Karsten Kagels, Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Als diskretionärer Price-Action-Trader ist er seit 1978 an den internationalen Finanzmärkten aktiv, mit Schwerpunkt auf Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten.

In den späten 1980er-Jahren übersetzte Karsten die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche und trug damit dazu bei, die Elliott-Wellen-Analyse im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Über 17 Jahre war er der Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte zehn von dessen Trading-Büchern.

Für diesen Beitrag hat er Impressum, Programmseiten und Preise des Anbieters selbst aufgerufen, die Bewertungen ausgezählt und die Angaben der Fachpresse gegen die Primärquellen gehalten. Geprüft wurde der Beitrag von Christian Möhrer, technischer Analyst und Options-Trader im Team von Kagels Trading.

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