Online Trading – so finden Sie den optimalen Einstieg (2020)

Online Trading: In unserer digitalen Zeit ist es längst nicht mehr üblich für Bankgeschäfte immer eine Bank aufsuchen zu müssen. Deshalb ist auch die Zeit vorbei, in der man seinen persönlichen Broker per Telefon, FAX, persönlichem Gespräch oder gar mit einem Brief beauftragen musste. Stattdessen geht dies heute alles unkomplizierter und günstiger, wenn man diese Aktiengeschäfte online erledigt. Dann spricht man vom Online Trading. Trading-Einsteiger und unerfahrene Trader kennen sich damit aber meist auch noch nicht wirklich aus. Deshalb widmen wir uns mit diesem Artikel dem Online Trading, entsprechenden Trading Strategien, Plattformen und Vorteilen wie auch Nachteilen des Online Tradings.

Was ist Online Trading?

Das Online Trading an sich hat viele verschiedene Definitionen. Denn man kann mal mehr und mal weniger Teile des Tradings online gestalten. Generell handelt es sich dabei aber um den Handel von Wertpapieren, Optionen etc. via Internet. Mithilfe eines Online-Brokers oder einer Bank (zum Beispiel Comdirect, OnVista, Flatex usw.) können Aktien und andere Anlageprodukte gekauft und verkauft werden. Dieser Handel funktioniert bequem von Zuhause aus und wird mit dem Computer oder Smartphone durchgeführt. Das Ziel unterscheidet sich aber nicht vom „normalen“ Anlegen über den direkten Kontakt mit einem Bänker – am Ende soll eine möglichst hohe Rendite erzielt werden und das eingesetzte Kapital vermehrt werden. Online Trading unterstützt dies durch zumeist geringere Kosten.

Warum Online Trading?

Online Trading

Wer gänzlich unerfahren ist und wenig Erfahrung im Bereich von Aktien und Börsen mitbringt, der verlässt sich häufig auf seinen Bankberater. Jede normale Bank, Volksbanken Raiffeisenbanken oder Sparkassen bieten den Kauf und Verkauf von Aktien oder Aktienfonds an. Dazu lässt man sich vor Ort oder telefonisch beraten und schon kann man mit Aktien handeln. Es ist aber nicht immer schlau, sich auf die Expertise des Bankberaters zu verlassen. Denn bei solchen Investments verdient vorwiegend die Bank durch Provisionen und Verwaltungskosten.

Das Online Trading wird stark von verschiedenen Finanz-Softwares und Algorithmen unterstützt und es gibt nicht immer einen direkten Kundeberater zu jedem Kunden. Dadurch wird am Personal eingespart und dieser Vorteil an die Online Trader weitergegeben. Die Transaktionskosten verschwinden bei den meisten Banken und Brokern zwar nicht komplett, aber es lässt sich eine Menge einsparen.

Wir können uns hierzu einen kleinen Vergleich zwischen einer lokalen Volksbank Raiffeisenbank oder Sparkassen auf der einen Seite und den Online Broker auf der anderen Seite anschauen:

Volksbanken, Raiffeisenbanken, SparkassenOnline Banken/ Online Broker
TransaktionskostenPro Kauf / Verkauf oft zwischen 20 – 50 Euro (je nach Anlagesumme)Pro Kauf / Verkauf zwischen 1 – 15 Euro (je nach Anlagesumme)
Handelsmöglichkeiteneingeschränkte Handelszeiten wegen der eingeschränkten (Un)Erreichbarkeit des Kundenberatersfast rund um die Uhr – Aufträge können dauerhaft gestellt werden und die Ausführung richtet sich nach den Börsenplätzen

Wer also Geld sparen möchte, mit dem man zum Beispiel manchmal bereits eine Aktie mehr erhalten könnte, der sollte sich eher mit dem Online Trading als mit dem Bankberater vor Ort auseinandersetzen.


Durchstarten mit dem Online Trading

Um erfolgreich durch Online Trading Gewinne zu erzielen, sollte man zunächst mit dem Trading via Internet beginnen. Dieses Online Trading kann man dann eher passiv oder auch aktiv und sehr intensiv betreiben. Das muss jeder selbst entscheiden und manchmal ist das auch typabhängig. Wer passiv bleiben will, kann beim Online Trading aber wunderbar über Sparpläne arbeiten, wer etwas aktiver sein will, hat nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Egal ob Aktien, Optionsscheine, CFDs, Derivate, Edelmetalle – man kann online nahezu alles handeln. Hierzu braucht man manchmal unter Umständen nur mehrere Anbieter, da nicht alle Banken und Broker die gleiche Fülle an Anlageklassen bieten.

Wichtig ist sich aber bewusst zu machen, dass Trading – egal ob digital oder analog – nicht einfach ist und auch nicht ohne theoretische und praktisches Wissen sinnvoll funktionieren kann. Auf die Erfahrung kommt es an und Wissen muss man sich aneignen. Dazu reicht es nicht, sich das derzeit angesagte Buch zum Thema Börse durchzulesen und ein paar Webseiten durchzuklicken. Stattdessen braucht es Recherche und das Testen verschiedener Strategien.

Börsenausbildungen

So wie man einen Beruf durch eine Ausbildung erlernt oder sich dafür mit einem Studium qualifiziert, so muss man auch das Traden lernen. Hierzu kann man verschiedene Wege gehen. Bücher lesen und Webseiten durchschauen ist sicherlich ein erster Weg. Danach sollten Börsenworkshops oder Ausbildungen folgen. So zum Beispiel über unsere Masterclass, bei der man das Handwerk des Tradings von A bis Z erlernt. Wer noch nicht genau weiß, wohin die Reise gehen soll, der kann auch die anderen Ausbildungen und Workshops begutachten und das jeweils passende auswählen. Diese sind hier zu finden.

Mancher Anfänger möchte sofort loslegen und das Anfangskapital für Aktienkäufe verwenden und nicht für eine solide und kostenpflichtige Börsenausbildung. Aber das ist oft schon ein entscheidender Fehler. Wer keine oder kaum Ahnung hat, kann durch schlechte Entscheidungen sehr schnell sehr viel Geld verlieren. Denn manchmal folgt man blind dem einen oder anderen Hype und probiert sich an Pennystocks oder mischt bei sogenannten Leerverkäufen mit. Dann kann das gesamte Kapital schnell weg sein. Um das zu vermeiden, sollte die erste Investition immer in sich selbst und ein entsprechendes fundiertes Wissen fließen. Davon hat man nachhaltig mehr. Eine gute Börsenausbildung wird sich meistens lohnen und mehr Geld einbringen.

Welche Ziele will ich verfolgen?

Schon vor dem Beginn mit dem Online Trading sollte man sich auch manches Ziel stecken. Das wichtigste dabei ist, sich ein realistisches Ziel vorzunehmen. Oft erlebt man unerfahrene Trader, die aus ihrem eingesetzten Kapital schnell das doppelte und dreifache machen wollen. Das wäre immer schön, ist aber so kaum zu bewältigen. Nur weil eine Tesla Aktie in kurzer Zeit um 300 Prozent steigt, kann das nicht für ein gesamtes Depot gelingen. Und sein Geld nur auf eine Karte zu setzen ist risikoreicher als ein Besuch in Las Vegas. Diversifikation und eine solide realistische Zielvorstellung helfen dabei, nach und nach die eigenen Ziele zu erfüllen und sich dann neue zu setzen.

Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.“

André Kostolany (Börsenweiser und Finanzexperte)

Kostolany trifft es damit auf den Punkt. Wer schnell reich werden will, wird auf die Nase fallen und manchmal wird man sich davon nicht mehr erholen können. Das Ziel darf also nicht komplett unrealistisch sein und sollte auch mit einem gewissen Zeithorizont festgelegt werden.

Heutzutage träumen viele davon mit 40 in Rente oder zumindest in Teilzeit zu gehen, da sie sich durch ihre Trading Erfolge genügend Geld zur Seite geschafft haben. Diese finanzielle Freiheit ist ein schöner Gedanke und sicherlich ein Ziel, dass man verfolgen kann. Aber vielleicht sollte man mit kleineren Zielen beginnen. Finanzielle Freiheit könnte zum Beispiel schon sein, wenn man durch Dividenden oder Aktiengewinne die monatlichen Nebenkosten zahlen kann oder einen Teil der Miete. Nach und nach kann man den Anspruch dann erhöhen. Eine solche Entwicklung aber von Beginn an als Ziel auszugeben kann fast nur schief gehen.

An der Börse geht es schließlich auch nicht immer nur nach oben, weswegen man nicht nur Gewinne einfahren wird. Verluste gehören dazu, weil es sich beim Online Trading und Trading allgemein auch annähernd um ein Nullsummenspiel handelt. Was man gewinnt, verliert ein anderer und umgekehrt. Um verschiedene Ziele austesten zu können, bieten sich Musterdepots sehr gut an.

Wie entstehen Aktienkurse?

Wer sich mit dem Online Trading befasst, muss sich fragen, wie Aktienkurse überhaupt zustande kommen. Denn es geht immer wieder rauf und runter und das bei weitem nicht linear. Manchmal stimmen die Unternehmenszahlen und hören sich sehr positiv an, die Folge sind aber dennoch Kursverluste. Das kann für Anfänger und weniger erfahrene Börsianer schnell sehr verwirrend werden.

Ein einfacher Blick auf diese Finanzmathematik kann dabei helfen, diese Bewegungen besser zu verstehen. Jedes Unternehmen hat einen gewissen Marktwert (ähnlich zu einem Fußballer und anderen Sportlern). Es gibt dann X Aktien des Unternehmens, die den Wert Y aufweisen. Multipliziert man nun X mit Y, dann erhält man die Marktkapitalisierung eines Unternehmens und somit dessen Wert. Diese Marktkapitalisierung trifft eine Aussage über das Eigenkapital des Unternehmens.

Gibt es beispielsweise 10 Million Aktien der ABC Trading AG, die je einen Aktienwert von 10 Euro aufweisen, so hat dieses Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 100 Millionen Euro. Umso besser man den zukünftigen Erfolg dieser Aktiengesellschaft einschätzt, desto stärker steigt die Nachfrage nach dessen Aktien. Wenn also genügend Anleger davon überzeugt sind, dass die ABC Trading AG in einem Jahr doppelt so viel wert sein könnte, dann kaufen deutlich mehr Anleger Aktien des Unternehmens. Angebot und Nachfrage regeln dann nicht nur auf dem Wochenmarkt und Flohmarkt den Preis, sondern auch auf dem Aktienmarkt.

Einflussfaktoren auf Aktienkurse

Die Nachfrage nach den Aktien hängt aber von verschiedenen Faktoren ab. Als ersten Faktor kann man das gesamtwirtschaftliche Umfeld betrachten. In Krisenzeiten kann dieses eher schlecht geprägt sein und man weiß nicht wirklich, ob ein Unternehmen in der schelchten Marktlage langfristig Gewinne erzielen wird. Meist sorgen Krisen für höhere Arbeitslosenzahlen und somit weniger Anleger und Nachfragern. Ist die Marktlage aber sehr gut, so wie zum Beispiel in den Jahren von 2010 – 2019, dann gibt es weniger Arbeitslose und die Konsumlaune ist meistens deutlich besser. Dann ist es für die meisten Unternehmen leichter, Gewinne zu erzielen.

Ein weiterer Faktor sind unternehmensbezogene Aspekte. Wie steht es zum Beispiel um die Konkurrenz in dem jeweiligen Marktsegment oder die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Ein Automobilkonzern, der sich der E-Mobilität verweigert, wird hier sicherlich schlechter eingeschätzt werden als Vorreiter wie Tesla.

2020 sehen wir aber deutlich, dass auch andere Ereignisse, die politisch bedingt sind (z.B. Kriege oder Handelskriege) oder Naturkatastrophen (wie große Erdbeben oder die vorhandene Corona Pandemie) einen Einfluss auf die Nachfrage haben können.

Online Trading Grundregeln

Eine erste Grundregel des Online Tradings ist es, sich wie oben beschrieben, realistische Ziele zu stecken. Des weiteren sollte man sich selbst fragen, wie gut kann man emotional mit einem Verlust von 20, 30 oder gar 50 Prozent und mehr umgehen. Denn wenn Emotionen eine Rolle spielen, werden Entscheidungen oftmals überhastet und ohne Verstand getroffen. Rational zu handeln ist für das Online Trading aber sehr wichtig.

Die Entscheidungen über Kauf und Verkauf von Aktien, CFDs oder Optionen sollte immer auf einer sinnvollen Analyse beruhen. Nur weil man ein Unternehmen oder dessen Produkte gut kennt, heißt das nicht, dass es sich um ein sinnvolles Investment handelt. Deshalb auch hier immer mit Rationalität und nicht Emotionalität arbeiten. Analysen sind nicht gerade einfach durchzuführen und für Anfänger stellt die Masse an Informationen oft ein Problem dar. Hier empfiehlt sich ein Tool wie der Aktienfinder oder der Qualitätsscore von AlleAktien.

Mitarbeiteraktien eines Unternehmens sind vielleicht eher davon ausgeklammert, wenn man diese zum Vorzugspreis erhält.

Alles Geld, das für den Aktienhandel eingesetzt wird, sollte nicht sofort wieder gebraucht werden. Am besten sollte man sogar im schlimmsten Fall einen Komplettverlust akzeptieren können. Online Trading sollte man deshalb nur mit dem Geld betreiben, dass man gerade und in naher Zukunft nicht für andere Dinge braucht. Deshalb ist es ratsam, sich immer ein entsprechendes Finanzpolster von zwei bis drei Netto-Monatsgehältern auf dem Konto anzusparen und dort zu lassen. Denn wenn plötzlich die Waschmaschine kaputt geht oder eine Reparatur des Autos ansteht, könnte es sehr schlecht sein, wenn man dafür Aktien verkaufen müsste. Wenn man nicht unter finanziellen Druck steht und deswegen die Aktien verkaufen muss, handelt man auch rationaler und ist in seinen Entscheidungen weniger emotional gebunden.

Grundregeln im Überblick

  • realistische Ziele stecken
  • rationale Entscheidungen treffen und nicht emotional oder nach Bauchgefühl investieren
  • fundierte Analysen vor einem Kauf vornehmen
  • nur mit Geld handeln, auf das man im schlimmsten Fall verzichten kann
  • für Notfälle ein FInanzpolster von mehreren Monatsgehältern auf dem Konto behalten
  • nicht jeden freien Euro investieren

Langfristig traden vs. kurzfristig traden

Wer Trading betreibt, egal in welcher Art und mit welcher Strategie, muss sich fragen, ob dies eher langfristig oder kurzfristig geschehen soll. Für ein langfristiges Trading muss man natürlich den entsprechenden Atem haben, während man beim kurzfristigen Trading sehr viel Aufmerksamkeit und Zeit braucht.

Langfristig und mit wenig Zeit traden

Wer sich nicht ständig mit Analysen, Unternehmenskennzahlen oder Marktentwicklungen auseinandersetzen will, der sollte eher langfristig traden. Das wichtigste Mittel ist dabei das konjunkturelle Umfeld des Unternehmens und seine Fundamentaldaten. Wer langfristig orientiert ist, muss deshalb vor allem mit der Fundamentaldatenanalyse arbeiten. Um auf alles vorbereitet zu sein, wäre es aber ebenso wichtig, die aktuellen konjunkturellen Trends oder ökonomische Entwicklungen im Auge zu behalten.

Meistens ist die langfristige Anlage für die Personen geeignet, die kaum oder wenig Zeit zur Verfügung haben. Dann kann man durch Einmalinvests oder Sparpläne die analysierten Unternehmen besparen. Wer kaum Zeit für die Analyse des Marktgeschehens hat, kann auch professionellen Tradern und Trading Signalen folgen. Eine weitere Möglichkeit wäre das Mirror oder Copy Trading, welches man beim Social Trading verfolgt. Typische Anbieter dabei wären eToro oder Wikifolio.

Kurz- bis mittelfristig traden

Wer mehr Zeit und Lust aufbringen kann oder möchte, der kann sich auch dem kurzfristigen traden widmen. Dieses wird manchmal auch zum mittelfristigen Trading, gerade wenn man dieses Trading nicht als Daytrading betreibt. Auf diese Weise können kürzere Trends mitgehandelt werden und die Gewinne erhöht werden. Dennoch bedarf dieses kurzfristige bzw. mittelfristige Trading deutlich mehr Aufmerksamkeit und Vorabanalyse als das langfristige Trading. Und es muss dabei nicht zu einem besseren Erfolg führen. Wer die Charttechnik beherrscht oder bereit ist diese zu lernen, der kann im kurzfristigen Trading sicherlich Erfolge erzielen.

Um diese Art des Tradings kennenzulernen, gibt es die Möglichkeit einfachere Chartmuster zu erlernen und von diesen ausgehend auch neue Muster zu erkennen. Drei einfache Chartmuster kann man zum Beispiel in einem kleinen und kostenlosen Webinar bei uns erlernen.

Heutzutage bieten einige Online Broker und Banken auch Apps an, die es ermöglichen von nahezu jedem Ort und zu jeder Zeit auf das eigenen Depot zuzugreifen. Damit kann man deutlich kurzfristiger handeln als noch vor wenigen Jahren. Manche Anbieter basieren rein auf diesem Prinzip und haben nur noch eine App Anbindung. So empfiehlt sich für Anfänger aufgrund der stetigen Erreichbarkeit per Smartphone und den geringen Transaktionskosten sicherlich ein Depot bei Trade Republic. Hier finden sich Neulinge gut zurecht und können einiges lernen. Die Anlageklassen sind allerdings eher beschränkt und die Spreads außerhalb der Handelszeiten sehr hoch. Da bieten dann andere Anbieter bessere Möglichkeiten.

Anlageklassen

Wer neu im Online Trading ist, verliert schnell den Überblick. Denn es gibt so viele Anlageklassen (auch Assetklassen genannt), dass man durchaus nicht mehr weiß, welche davon wohl die besten sind. Generell werden vor allem Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Devisen gehandelt.

Aktien

Der normale Aktienhandel ist für Anfänger beim Online Trading sicherlich der sinnvollste Weg. Hier kauft man sich Anteile an einem Unternehmen und erhält dann das Recht auf Dividenden (Gewinnausschüttungen) und die Teilnahme an der Hauptversammlung. Das Ziel beim Aktienhandel ist es, von steigenden Kursen zu profitieren oder eine entsprechende Rendite über die Dividenden zu erhalten. Beim Handel mit Aktien ist eine Diversifikation wichtig, da man nicht nur von einem oder wenigen Unternehmen abhängig sein sollte.

Aktienindizes

Um eine schnellere Diversifikation zu erlangen, bieten sich sogenannte Aktienindizes. Hier wird durch Aktienfonds oder auch ETFs (Exchange Traded Funds) ein gesamter Index wie der DAX oder Nasdaq abgebildet. Es gibt aber auch Branchen ETFs, die sich dann der Gesundheitsbranche oder der Technologiebranche widmen. Diese Anlageklasse eignet sich besonders gut für die langfristige Anlage. Typischerweise kann man auch Aktienindizes auf den DAX30, den Nasdaq, den Eurostoxx 50 bzw. 500 oder den FTSE 100 handeln. Bei den meisten Anbietern gibt es hier eine breite Produktvielfalt.

Optionen und Optionsscheine

Bei dieser Anlageklasse kann man mit einem sogenannten Hebel arbeiten, durch den man ein größeres Kapital bewegt als man eigentlich einsetzt. Das erhöht die Chancen aber auch die Risiken eines Totalverlusts. Diese Anlageklasse ist deshalb vor allem für Trader mit Erfahrung geeignet.

Hierbei handelt man letztlich die Möglichkeit darauf, Aktien zu kaufen bzw. zu verkaufen und dies erinnert im gesamten an einen Leerverkauf. Für eine genauere Erläuterung empfehlen wir unseren Artikel zum Thema Optionen handeln.

Anleihen

Anleihen sind in der Regel eine Schuldverschreibung, ausgegeben durch Staaten und Unternehmen. Der jeweilige Anleihenkäufer gibt dem Verkäufer sozusagen einen Kredit, dafür erhält der Käufer Zinszahlungen. Je nach Kreditwürdigkeit des Staates oder Unternehmens ist der Zins höher oder niedriger. Anleihen weisen derzeit aber selten wirklich gute Tradingmöglichkeiten für Anfänger auf.

Rohstoffe und Edelmetalle

Rohstoffe sind Güter des verarbeitenden Gewerbes. Hier bestimmen Fördermenge und Lagerhaltung bzw. Lagermenge das Angebot, die Nachfrage wird durch Industrieunternehmen bedient. Typische Rohstoffe sind zum Beispiel Öl und Lithium oder in gewisser Erweiterung mit Edelmetallen Gold und Silber. Die Rohstoffe und Edelmetalle können eine alternative Anlage sein, um beispielsweise Risiken durch Währungsschwankungen etc. abzusichern.

Devisen und Forex

Beim Devsenhandel oder dem Forex Handel (Foreign Exchange) geht es darum mit Fremdwährungen und deren Schwankungen zu handeln. Diese Anlageklasse ist besonders bei erfahrenen Tradern beliebt, da man Forex fast 24 Stunden täglich handeln kann.

Beim Devisenhandel kommt es eher selten zu sehr starken Schwankungen, weswegen hier meistens mit einem Hebel getradet wird. Deshalb ist diese Anlageklasse für Anfänger meist auch undurchsichtig und sollte erst mit entsprechender Erfahrung in den Anlagefokus rücken.

Kryptowährungen

Kryptowährungen liegen im Trend und der Bitcoin ist heutzutage nahezu allen ein Begriff. Natürlich gibt es aber noch einige weitere dieser Währungen. Der Handel kann aber ähnlich ablaufen wie beim Forex Handel. Allerdings sollte man sich vor dem Kauf einer Kryptowährung sehr gut darüber informieren, für was diese eigentlich gut ist, wie die Zukunftschancen aussehen und wie bzw. wo man diese kaufen und verkaufen kann. Auch hier ist eine entsprechende Informationsbeschaffung und Analyse sehr wichtig.


Orderarten im Online Trading

Online Trading bietet die Möglichkeit auf unzählige Orderarten zurückzugreifen, um immer die beste Strategie verfolgen zu können. Aber nicht jeder Anbieter stellt eine bunte Vielfalt an Orderarten bereit. Deshalb sollte man sich bei der Auswahl des entsprechenden Brokers darüber Gedanken machen, welche Orderarten man braucht und welche man ohnehin nicht nutzt.

Hier gibt es eine kurze Übersicht über die verschiedenen Orderarten:

Buy-Einstiege

  • die Buy Limit Order: ein Kauf unter dem aktuellen Aktienkurs bzw. Marktpreis
  • die Buy Market Order: sofortiger Kauf zum aktuellen Aktienkurs bzw. Marktpreis
  • die Buy Stop Order: ein Kauf über dem aktuellem Aktienkurs bzw. Marktpreis

Sell-Einstiege

  • Sell Limit Order: ein Verkauf findet nur statt, wenn der Aktienkurs einen bestimmten Wert erreicht
  • Sell Market Order: sofortiger Verkauf zum aktuellen Aktienkurs bzw. Marktpreis
  • Sell Stop Order: ein Verkauf findet statt, sobald der Aktienkurs einen bestimmten (unteren) Wert erreicht

Exit Orders

  • Stop Loss: ein Verkauf findet zu einem vorab festgelegten Kurs mit Verlusten statt
  • Take Profit: ein Verkauf findet zu einem vorab festgelegten Kurs mit Gewinn statt
  • Trailing Stop Order: der Stop-Loss wird anhand der Kursentwicklung prozenutal bemessen und immer wieder neu justiert

Trading Strategien

Beim Online Trading sollte man sich nicht von der Vielzahl der Anlageklassen und Orderarten überwältigen lassen. Wie bei allen Trading Strategien sollte man sich vorab Gedanken darüber machen, was das Ziel ist, ob man kurzfristig oder langfristig orientiert ist und mit welchen Anlageklassen man dieses Ziel erreichen möchte. Dann kann die Trading Strategie sehr unterschiedlich aussehen.

Auf die Trading Strategie sollte man dann den Anbieter anpassen, da beispielsweise nicht jeder Broker den Handel mit CFDs ermöglicht. Ein Anfänger im Bereich des (Online) Tradings sollte grundsätzlich darauf achten, dass er eine Strategie entwickelt, die er auch versteht und dies bei einem Broker verfolgen, der zu möglichst geringen Transaktionskosten eine breite Auswahl an Anlageklassen bietet. Wichtig ist auch, dass beispielsweise die Auswahl an Aktien und Aktienindizes bzw. ETFs möglichst groß ist, da Anfänger vor allem in diesen Klassen unterwegs sein werden.

Wer schon erfahrener ist, wird vermutlich vor allem bei Plattformen fündig werden, die im Bereich von CFDs agieren. Hier wären zum Beispiel der Meta Trader oder Plus500 eine Option.

Vorteile von Online Trading

Das Online Trading bietet viele Vorteile. Allen voran die Möglichkeit in Echtzeit zu handeln und dabei Transaktionskosten möglichst gering zu halten. Wer sich vorab genügend Wissen und Erfahrungen anhäuft, der kann sowohl kurzfristig wie auch langfristig eine gute Rendite einfahren. Je kürzer allerdings der Anlagezeitraum, desto schwieriger ist ein erfolgreiches handeln und desto mehr muss man sich damit auseinandersetzen.

Nachteile von Online Trading

Wie bereits oben beschrieben, handelt es sich beim Aktienhandel um ein Nullsummenspiel. Was man gewinnt, verliert ein anderer und umgekehrt. So kann man auch als sehr guter Online Trader Verluste einfahren und es geht nicht immer steil bergauf. Dies kann je nach Risiko oder durch ein Hebelprodukt zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Wenn man entsprechend viel Geld verliert, besteht auch die Gefahr, dass man dies stark mit eigenen Emotionen koppelt und dies Stress oder Schlaflosigkeit auslöst. Sogar eine Sucht ist nicht auszuschließen. Falls man erfolgreich ist, wird man schnell gierig und will immer mehr, falls man viel verliert, könnte der Wunsch entstehen, das verlorene Geld wieder zurückzuholen. Verluste wieder ertraden zu wollen führt meistens zu noch mehr Verlusten.

Vorteile und Nachteile im Überblick

Vorteile des Online TradingsNachteile des Online Tradings
geringe Transaktionskostengeringe Transaktionskosten regen zu Kurzschlussentscheidungen an
Handel in Echtzeit möglichgroße Auswahl kann überfordern
große Auswahl an Finanzinstrumentenstetige Handelsmöglichkeiten führen zu emotionalen Entscheidungen
per Smartphone, Computer und Tablet möglich
– eine Internetverbindung reicht
Tools und Software verwirren Anfänger
von überall auf der Welt möglichEmotionen stehen teils über rationalen Entscheidungen
viele Tools und Software für Online TradingAnalysen sollten dennoch vorgenommen werden
die meisten Tools können automatisch benutzt werden
heutzutage hat man sehr einfach Zugang zum
Online Trading, Plattformen, Social Media Austausch, Tools, Analysen etc.

Online Trading – wie und wo?

Das Online Trading funktioniert in der Regel bei allen bekannten Banken und Brokern. Kaum einer setzt heute noch auf den direkten Kundenkontakt und ermöglicht den Aktienhandel nur über das Telefon oder im direkten Vor-Ort-Gespräch mit dem Kundenberater. Deshalb ist das Online Trading bei sehr vielen Anbietern möglich.

Wichtig bei der Auswahl ist nur, dass die Kosten und Nutzen für Sie im Verhältnis stehen und Sie sich den passenden Anbieter für Ihre persönliche Strategie auswählen. Eine einfache Internetrecherche kann dann schon genügen, um einen Anbieter zu finden. Ansonsten bieten auch einige Webseiten einen Einblick in die gängigsten Plattformen und berichten von Erfahrungen. Bei uns wurden bereits nahezu alle Plattformen im Trader Blog vorgestellt und es kommen laufend neue Vorstellungen hinzu. Ein Blick dorthin empfiehlt sich also auf jeden Fall. Auch ein Blick zu Aktien mit Kopf oder Finanzfluss kann bei der Auswahl helfen.

Welche Online Trading Plattform ist die richtige?

Die richtige Trading Plattform ist immer die, welche Ihnen alles bietet, was Sie brauchen und dabei möglichst wenig Transaktionskosten verursacht. Wichtig dabei ist natürlich auch der schnelle und einfache Zugang zum Online Trading und zu den Aktienmärkten. Generell sollte eine gute Online Trading Plattform alle oder immerhin einen großen Teil der folgenden Voraussetzungen erfüllen.

  • einen Zugang zu verschiedenen Anlageklassen bieten
  • ein Setup-Management anbieten
  • Daten und Charts für entsprechende Chartanalysen bereitstellen
  • die Zuhilfenahme und Benutzung von Indikatoren gewährleisten
  • verschiedene Analyseinstrumenten anbieten
  • Zugang zu wichtigen Börsennews anbieten
  • eine Verfolgung bzw. Nachverfolgung von offenen sowie geschlossenen Trades ermöglichen
  • mehrere Konten und ein schnelles Wechseln der Konten anbieten
  • Musterdepots oder mehrere Profile zulassen, um verschiedene Strategien zu testen

Schritt für Schritt zum Online Trading

Zum Abschluss wollen wir noch vier kleine Schritte vorstellen, mit denen vor allem Anfänger im Bereich des Online Tradings Schritt für Schritt Fuß fassen sollten.

1. Schritt: Nie ohne einen Plan handeln

Als erstes sollte man einen Plan erstellen, anhand dessen das künftige Trading ablaufen soll. Dabei sollte man sich fragen, wann man traden will und wie viel Zeit man dafür aufbringen kann oder muss. Mit welchen Anlageklassen soll gehandelt werden und wie viel Geld wird pro Position oder Trade eingesetzt. Nur wer vorab weiß, was und wie man das erreichen will und sich dann daran hält, wird langfristig erfolgreich sein.

2. Schritt: Sich Risiken bewusst machen

Jede gute Online Trading Plattform bietet über Orderarten die Möglichkeit gewisse Risiken zu minimieren. Wenn man eine Trading Strategie entworfen hat, ist es umso wichtiger, sich die damit verbundenen Risiken bewusst zu machen und gegebenenfalls durch ein entsprechendes Risikomanagement abzusichern. Dies kann man mit Musterdepots sehr gut üben.

Wenn man sich von Beginn an über alle Risiken bewusst ist, dann geht man auch rational und nicht emotional an das Online Trading heran. Dies ist eine der wichtigsten Grundlagen. Deshalb sind auch Absicherungsmöglichkeiten wie ein Trailing Stop oder ein Stop Loss sehr wichtig. Ebenso sollte man nur das Geld handeln, auf das man im Ernstfall auch verzichten könnte.

3. Schritt: Den eigenen Trading Stil finden

Was beim einen sehr erfolgreich sein kann, muss nicht bei jedem anderen funktionieren. Es macht deshalb wenig Sinn sich von den Daytradern einiges abzugucken und sich wie einer verhalten zu wollen, wenn man jeden Tag nur zehn Minuten Zeit für das Online Trading aufbringen kann. Deshalb sollte man seinen eigenen Stil finden und sowohl die Plattform als auch die dortigen Einstellungsmöglichkeiten auf den eigenen Trading Stil und die eigene Trading Strategie abstimmen.

4. Schritt: Erfahrungen sammeln, lernen und weiterbilden

Sammeln Sie Erfahrungen, indem Sie Musterdepots mit verschiedenen Strategien betreiben und finden Sie auf diese Art heraus, welche Strategie die Ihre ist. Lernen Sie von erfahrenen Tradern und nehmen Sie mit, was Ihnen hilft. Vergessen Sie alles, was Ihnen bei Ihrer eigenen Strategie nichts hilft. Denn Sie kopieren keinen anderen Trader, Sie sind ein Trader. Bilden Sie sich stetig weiter und scheuen Sie nicht vor einer Börsenausbildung zurück. Dort sind Profis am Werk, die Ihnen in kurzer Zeit deutlich mehr beibringen können, als durch den Umgang mit Musterdepots oder das Lesen von Büchern und Forendiskussionen möglich ist.

Das Geld, das man zu Beginn in eine Börsenausbildung oder -weiterbildung investiert, ist kein verlorenes Kapital, sondern die sinnvollste Investition, die Sie zu Beginn des Online Tradings tätigen können. Schauen Sie also auf jeden Fall die Bildungsmöglichkeiten an und nehmen Sie die Angebote wahr.

Fazit zum Online Trading

Online Trading ist heute zur Normalität geworden und jeder findet sich dort in gewisser Weise für seine Ziele zurecht. Als Anfänger ist es aber wichtig, sich erst einmal Gedanken über die Ziele und die Strategie zu machen, sonst ist man von den vielen Möglichkeiten mit Anlageklassen und Orderarten schnell überfordert. Eine erste Investition sollte daher immer in Börsenwissen geschehen und nicht mit einem kopflosen Traden beginnen. Durch Musterdepots kann man sich zusätzliche Erfahrung anhäufen.

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