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Aktienhandel erklärt für Einsteiger – der ultimative Guide (2022)

Inhaltsverzeichnis

Aktienhandel Übersicht

Überall wird vom Aktienhandel, manchmal auch Börsenhandel, gesprochen und die meisten erfahrenen Börsianer verstehen sofort was gemeint ist. Wer neu in der Welt der Aktien ist oder aber erst über den Kauf und Verkauf an der Börse nachdenkt, weiß vielleicht nicht immer gleich, was mit dem Begriff Aktienhandel gemeint ist. Um diese Begriffe herum gibt es natürlich auch noch weitere wichtige Dinge, die man beim Start mit dem Aktienhandel kennen sollte. Deshalb wollen wir den Handel mit Aktien und dessen Funktionsweise in diesem Artikel genauer unter die Lupe nehmen.

Aktienhandel lernen – alle Grundlagen für Anfänger

Nicht erst seit Corona wächst das Interesse an der Aktienwelt stetig und gerade jüngere Generationen interessieren sich dank Neobrokern wie Trade Republic oder Robin Hood verstärkt für die Aktienanlage. Gleichzeitig war das Informationsangebot noch nie so gut, wenn man mal an viele Kanäle wie den Aktienfinder oder Finanzfluss denkt.

Natürlich ist es aber nicht nur das Interesse jüngerer Menschen, denn für alle gilt, dass die Niedrigverzinsung der letzten Jahre bei allen anderen Anlageformen wie Anleihen, Festgeldkonten, Bausparverträgen oder Lebensversicherungen viele regelrecht zum Aktienkauf getrieben haben. Noch nie gab es so viele Anleger wie derzeit und die Tendenz ist weiterhin steigend.

Der Aktienhandel funktioniert aber nicht ohne jegliche Vorbereitung und wer bisher keinerlei Berührungspunkte damit hatte, muss sich mit den Grundlagen auseinandersetzen. Genau diese wollen wir dir hier näherbringen.

Information und Vorbereitung ist alles

Bevor man an der Börse durchstarten kann, müssen verschiedene grundlegende Informationen und Strukturen bekannt sein. Natürlich ist der Aktienhandel nicht nur Bänkern oder Wirtschaftswissenschaftlern vorbehalten und man muss bei weitem nicht studiert haben, um den Aktienmarkt zu verstehen. Doch ohne eine entsprechende Vorbereitung geht es eben auch nicht.

Das wichtigste ist, sich die Grundlagen des Aktienhandels zu erarbeiten. Dazu gehören das Kennenlernen wichtiger Kennzahlen, von Informationskanälen und natürlich auch die Idee einer eigenen Anlagestrategie.

Die wichtigsten Kennzahlen kennenlernen

Die 11 wichtigsten Kennzahlen bei Aktien

Natürlich gibt es ungemein viele Kennzahlen und Richtlinien, nach denen man ein Invest in Aktien beleuchten kann. Diese sind je nach Strategie schnell einmal unterschiedlich und deshalb ist es schwer die Kennzahlen zu nennen, die genau DEINE Strategie beleuchten. Informieren sollte man sich aber als Anfängerin oder Anfänger auf jeden Fall über die folgenden wichtigen Kennzahlen:

  1. Aktienanzahl
  2. derzeitige Marktkapitalisierung
  3. Aktien im Streubesitz
  4. Ergebnis pro Aktie
  5. KGV oder Kurs-Gewinn-Verhältnis
  6. aktuelles und vergangenes Gewinnwachstum
  7. Dividendenrendite und ihre historische Entwicklung
  8. KUV oder Kurs-Umsatz-Verhältnis
  9. Eigenkapitalquote
  10. Verschuldungsgrad
  11. Eigenkapitalrendite

Wie viel Geld sollte ich investieren?

Das ist eine ebenso zentrale Frage zu Beginn des Handels an den Börsen. Wichtig ist die Grundregel, dass immer nur das Geld investiert werden sollte, das man nicht benötigt und welches im Zweifelsfall auch weg sein könnte. Denn natürlich unterliegt der Aktienhandel einem höheren Risiko als ein Sparbuch und so kann man unter Umständen auch einen Totalverlust erfahren. Hat man aber genügend Zeit und muss das Geld nicht anrühren, kann man auch Schwächephasen und Korrekturen aussitzen. So steht man in der Regel nach zehn bis 15 Jahren meist besser da als am Anfang.

Welche Strategie ist die richtige für mich?

Diese Frage muss man sich zu Beginn ebenso stellen. Dabei spielen ganz unterschiedliche Faktoren eine zentrale Rolle. Hier kommt es darauf an, wie viel Zeit man investieren will, welche Vorkenntnisse möglicherweise vorhanden sind und ob man auch bereit ist höhere Risiken einzugehen oder dieses eher vermieden werden soll. Manche wollen eine finanzielle Freiheit durch Aktien erreichen, andere erfreuen sich an immer weiter wachsenden Dividenden, die später als Zusatzrente dienen sollen. Wieder andere Handeln vielfach am Tag, in der Woche oder im Monat, um kurzfristige Gewinne zu erzielen.

Egal welche Strategie es letztlich sein soll, man muss sich dieser vorher klar werden und am besten sollte man auch mit einem Demokonto oder bei einem Börsenspiel verschiedene Varianten ausprobieren. Denn dann muss man nicht mit seinem realen Geld verschiedene Testläufe absolvieren.

Einstieg in den Aktienhandel

Nachdem man sich verschiedene Grundlagen rund um den Aktienhandel angeeignet hat, zum Beispiel durch Finanzinfokanäle wie den Finanzfluss oder mithilfe von Literatur wie von Beate Sander oder Madame Moneypenny kann man sich allmählich näher um den Einstieg in den Handel bemühen.

Dennoch sollte man auf jeden Fall vor dem Einstieg schon Gedanken über die passende Strategie entwickelt haben. Ebenso macht es Sinn sich die möglichen Handelsinstrumente und auch die Orderarten entsprechend anzuschauen. Denn nur wer den Handel in seinen Grundlagen versteht, kann langfristig neues Wissen aufbauen und es für einen erfolgreichen Handel nutzen.

Welchen Broker soll man wählen?

Unter den verschiedenen Onlinebanken und Brokern gibt es mittlerweile seltener klare Unterschiede, wenn man von zwei wichtigen Kategorien absieht. Das wären einerseits die handelbaren Produkte und Börsenwerte, andererseits die Ordergebühren. Bei der Comdirect sind diese bedeutend höher als bei den Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital. Dafür kann man bei der ersten an mehr Handelsplätzen handeln und je nach Erfahrungen auch mit mehr Produkten und Orderarten agieren.

Die Gebührenstruktur spielt aber gerade für neue Anleger die wichtigste Rolle. Denn über diese lässt sich bereits ein Gewinn oder Verlust im Verglich mit anderen Brokern anstellen. Gerade am Anfang steht man oft vor einem großen Berg neuer Informationen und vor allem vor der Möglichkeit in so viele attraktive Unternehmen zu investieren. Da kann es auch vorkommen, dass die Investitionsbeträge entsprechend kleiner ausfallen. Deshalb sollte man einer kleinen Faustregel folgen die besagt „die Ordergebühren sollten maximal 1% der Investitionssumme ausmachen“.

Bei Trade Republic handelt man zum Beispiel für 1€ pro Order. Wertpapiersparpläne sind sogar kostenlos erhältlich. Also kann man hier mit kleineren Summen agieren als bei der Konkurrenz, wo die Gebühren pro Order schnell mal 10 bis 15€ betragen.

Trading App oder Desktopversion?

Ein weiteres Merkmal, worauf vor allem jüngere Anlegerinnen und Anleger mittlerweile verstärkt achten, ist die technische Komponente der Broker. So gibt es viele, denen eine Trading App bedeutend lieber ist, da sie ihr Smartphone stetig bei sich tragen und auch sonst eventuell kaum mal einen Computer benutzen. Andere wollen sich gerade von dem App-Gedanken lösen, um nicht stetig handeln zu können.

Damit wird hier mehr als eine Grundsatzfrage der modernen Anlage zur Frage gemacht. Für Anfänger ist es sicher sinnvoll, sich nicht von kurzfristigen Bewegungen am Markt schocken zu lassen. Außer die Strategie ist es, genau von solchen Situationen im Daytrading oder Swingtrading zu profitieren. Wer langfristig anlegen will, sollte sich stattdessen auch vom stetigen Blick ins Depot trennen. Dabei kann es helfen eben gerade keine App auf dem Smartphone zu haben.

Falls man das aber aufgrund der Einfachheit bevorzugt, muss man nicht automatisch zum Neobroker greifen. Auch die großen Bankinstitute haben mittlerweile Trading Apps mit umfassenden Funktionen im Angebot. Letztlich können wir hier weder zum einen raten, noch vom anderen abraten. Diese Entscheidung sollte man zweitranging fällen und sich bei der Brokerwahl eher auf die Frage nach den Handelsmöglichkeiten und den Ordergebühren fokussieren.

Mit welchen Transaktionskosten muss ich rechnen?

Die weiter oben angesprochenen Ordergebühren wirken sich natürlich auf die Handlungsfähigkeit aus. Gerade wenn man mit weniger Kapital beginnt, sollte man deshalb den benannten prozentualen Rat der Ordergebühren erfolgen. Denn diese Transaktionskosten können langfristig die Rendite schmälern. Oft genug hört man von Anfängern, die ihre ersten 100 Euro in Aktie X investieren, dabei aber 10 Euro Ordergebühren – also 10% der Summe – bezahlen. Damit muss die Aktie erst um 10% steigen, um eine positive Rendite zu erzielen. Verkauft man aber seine Anteile, so fallen in der Regel wieder die 10 Euro Ordergebühren an. Damit müsste man also für eine ausgeglichene Rendite bereits 20% Kurswachstum generieren. Und erst ab 20,x% hat man einen kleinen Gewinn zu verbuchen. Die Transaktionskosten sind also nicht zu vernachlässigen. Zumal die Ordergebühren auch noch höher liegen können.

Aus diesem Grund sollte man nicht mit zu kleinen Beträgen agieren bzw. die Transaktionskosten aufgrund der Brokerwahl niedriger halten. Einige formen deshalb Tranchen (ein Teilbetrag der Wertpapierinvestition) beim Investieren. So kann eine Tranche zum Beispiel 500€ groß sein. Für diesen Betrag wird eine Anzahl Aktien gekauft, fällt diese wird noch eine Tranche gekauft usw. Natürlich immer nur, wenn das zur Strategie passt und sich das Investment auch weiterhin nach der eigenen Analyse lohnt. Auch bei diesen Tranchen sollte man die Transaktionskosten auf dem Schirm behalten.

Wer lieber direkt alles investiert, sollte sich Investitionssummen von 1.000 Euro zurechtlegen, damit die Transaktionskosten bei allen Brokern kleingehalten werden können.

Wie viel Geld benötige ich, um anzufangen?

Diese Frage wird sehr häufig gestellt und bestimmt für viele auch darüber, ob ein Start in den Aktienmarkt überhaupt Sinn ergibt. Natürlich kann die Antwort einfach gestaltet werden und man sagt, umso mehr Kapital aufgewandt wird, desto besser. Das kann helfen, aber man sollte – wie bei den Tipps für den Einstieg schon eindeutig erklärt – immer nur investieren, auf was man verzichten kann.

Je nach Strategie sollte man das Startkapital auch unterschiedlich ausrichten. Im Daytrading spricht man öfter von Summen um die 10.000€, mal auch nur 5.000€, um vom Daytrading leben zu können.

Da Daytrading für Anfänger erst einmal ohnehin nicht empfehlenswert ist, schlagen wir eine andere Investitionssumme vor. Zunächst solltest du dir über eine Auflistung deiner Einnahmen und Ausgaben entsprechende Notizen machen. Hierfür kann ein Blatt Papier, eine Excel-Tabelle, eine Haushaltsbuch-App oder auch ein modernes Sankey (ein Form des Flussdiagramms, das bei Reddit in aller Munde ist), wie von Finanzfluss bereitgestellt, helfen. Dadurch kann man nachhaltig das eigene Budget planen und schauen, wie viel Geld für Investitionen übrig ist. Aber bitte denk immer auch an einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben im Leben.

Das Geld, das am Ende übrig bleibt und auf das man im Zweifelsfall verzichten kann, kann man dann für den Start ins Aktienleben investieren. Entweder als Sparplan oder man spart für Einmalinvestments. Auch das kann eine Frage der Strategie sein. Gerade am Anfang kann man aber über Sparpläne ein Gefühl für den Aktienmarkt erhalten und doch einiges lernen. Auch bei diesen sollte man immer die Transaktionskosten im Blick behalten.

Diversifikation als Sicherheit

Ein ganz wichtiger Tipp, den man immer beherzigen sollte, ganz unabhängig der gewählten Strategie, ist die Diversifikation. Wer alles auf nur eine Karte setzt, kann schnell sein gesamtes Investment verlieren. Selbstverständlich gibt es Erfolgsstorys, in denen mancher Trader alles auf einen Pennystock gesetzt hat und dieser durch die Decke geschossen ist. Dann ist der Trader nun reich und erfreut sich hoffentlich seines Lebens. Doch auf der anderen Seite der Medaille stehen die 99,9%, die ihr gesamtes Investment verloren haben.

Wer diversifiziert, also mehrere verschiedene Investitionen tätigt, vermeidet ein Klumpenrisiko und so können auch schlecht laufende Trades durch andere gute ausgeglichen werden. Mancher glaubt zwar, dass diese Risikostreuung ein echter Renditekiller ist, doch sichert nur diese das Kapital ab. Wenn wir alle gewusst hätten, was im Jahr 1999 aus Amazon oder ab den 2010er Jahren aus Tesla wird, hätten wir auch unser gesamtes Geld dort investiert. Aber oft genug sieht man auch wie das schief laufen kann und man dann bei Fällen wie Wirecard und Co. am Ende ohne alles dasteht.

Gerade zu Beginn ist Diversifikation aber durch kleinere Beträge beim Investieren gar nicht so einfach. Ein Weg können Sparpläne sein, die es ermöglichen mehrere Unternehmen gleichzeitig mit kleinen Summen zu besparen. Ein anderer Weg sind breit angelegte ETFs. Um ein Mindestmaß an Diversifikation aufzuweisen, sollte man aber auf jeden Fall auf Unternehmensanteile aus allen Branchen setzen. Wer all sein Geld nur in die Konsumgüterindustrie setzt, ist nicht ausreichend diversifiziert. Stattdessen sollte man hier weiter streuen.

Wer sich als Anfänger an eigene Regeln hält, kann langfristig profitieren

Ein weiteres wichtiges Merkmal der Geldanlage ist auch die Konsequenz diese durchzuziehen. Wer alle zwei Tage seine Strategie ändert, wird nie erfolgreich sein können. Deshalb gilt es die eigenen Regeln auch zu befolgen und nicht bei Misserfolg oder zu schnellem Erfolg über den Haufen zu werfen. Ist man länger mit im Spiel, so lernt man ja auch einiges und man kann Anpassungen vornehmen. Aber das sollte immer sinnvoll und überlegt geschehen.

Natürlich sind wir bei unserem eigenen Geld oft emotionaler unterwegs, da man es ja mühsam verdient und gespart hat. Doch sollte man für eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit der Börse immer rational sein und nicht unüberlegt handeln.

Schau dir dazu auch die anderen Tipps rund um den Einstieg, die Handelsinstrumente und Chancen sowie Risiken beim Aktienhandel an. Mit unseren Grundlageninfos bist du gut gerüstet für den Weg hin zum Aktienmarkt.

Wie funktioniert der Aktienhandel

Wie funktioniert der Aktienhandel?

Aktien sind generell Anteile am Eigenkapital eines Unternehmens, das im überwiegenden Fall börsennotiert ist. Allerdings können Aktiengesellschaften auch ohne Börsenlisting existieren. Spricht man vom Aktienhandel, meint man deshalb eher die börsennotierten Unternehmen, deren Aktien man Mithilfe eines Brokers erwerben kann.

Kauft man sich Aktien eines solchen Unternehmens, wird man Miteigentümer an diesem. Der Prozentsatz ist für den Privatanleger verschwindend gering, aber es ist ein gutes Gefühl, ein Stück des Unternehmens zu besitzen. Hast du bereits von Warren Buffet gehört? Dann kennst du ja schon einen Großinvestor, der zusammen mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway sehr große Anteile an Firmen besitzt. Letztlich ist der Weg zu den Aktien aber der gleiche wie bei deinem Investment.

Für Aktien werden dauerhaft Kurse ermittelt, um einen Wert pro Aktie für den Kauf und Verkauf zu bestimmen. Dabei ändert sich der Wert, wie oben beschrieben, je nach Angebot und Nachfrage. Umso mehr Gewinne ein Unternehmen erzielt oder man ihm dies immerhin zutraut, desto eher ist das Unternehmen für Anleger interessant. Wenn dann mehr Trader Aktien des Unternehmens erwerben wollen, steigt der Kurs. Wirtschaftet ein Unternehmen dagegen schlecht oder befindet es sich in einer Krise, interessieren sich weniger Anleger dafür und der Wert je Aktie sinkt.

Wer als Anleger Aktien eines bestimmten Unternehmens erwerben möchte, gibt eine Kauforder bei seinem Broker ab. Dies funktioniert heutzutage überwiegend digital und kann in Echtzeit erfolgen. Es gibt aber auch die Möglichkeit eine Limitorder zu setzen, damit man nur bei einem bestimmten unteren Kurs der Aktie kauft. Fällt der Kurs unter das Limit, wird die Order ausgeführt. Gleich verhält es sich beim Verkauf von Aktien mit Stopordern.

Bei speziellen Arten des Aktienhandels kann dieses System aber auch ein wenig anders aussehen. So verändert sich bspw. der Ablauf des Aktienhandels bei einem Leerverkauf. Was ein Leerverkauf ist, erfahren Sie im Artikel Leerverkäufe – an fallenden Kursen Geld verdienen.

Wie kaufe ich Aktien und welchen Broker benötige ich?

Aktien kauft man über eine Bank bzw. einen Online-Broker. Das kann natürlich die hauseigene Sparkasse sein oder aber eine Direktbank wie die Comdirect oder die ING. Mit Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital kann man sich eine günstigere Alternative direkt als Trading App auf das Smartphone holen. Die großen Broker bieten aber ebenso Apps an.

Kauft oder verkauft man eine Aktie fallen verschiedene Gebühren an. Diese sind Provisionen an den Broker und teils börsenplatzabhängige Entgelte. Das kann durchaus von einem Euro bis zu 50 Euro gehen, je nach dem wie hoch das Handelsvolumen ist und bei welchem Broker gehandelt wird. Der günstigere Preis der Neobroker wird durch weniger Verwaltung erzielt, doch ebenso gibt es hier andere Einschränkungen wie zum Beispiel weniger Handelsplätze.

Um den richtigen Broker zu finden, solltest du die Möglichkeiten von diesen mit deiner Strategie abgleichen und auch auf die Preis-Leistung achten. Bei uns findest du eine Vielzahl an Vorstellungen von Banken und Brokern, in denen wir diese genau beleuchten. Ein Blick dort hinein kann sich ist empfehlenswert.

Wie entstehen Börsenkurse?

Die Börsenkurse sind ähnlich einem typischen Markt wie dem Wochenmarkt oder einem Flohmarkt ganz normal auf Angebot und Nachfrage basierend. Umso höher die Nachfrage nach Aktien eines Unternehmens und geringer das Angebot, desto höher steigt der Preis. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Unternehmen hohe Gewinne erzielt und sich viele Anleger für einen Kauf interessieren. In diesem Fall steigt der Preis. Wirtschaftet ein Unternehmen schlechter als gedacht oder gibt es viele negative Schlagzeilen, kann es sein, dass viele ihre Anteile verkaufen wollen. Damit gibt es wenig Nachfrage und das Angebot erhöht sich. In der Folge sinkt der Preis und damit der Börsenkurs.

Warum sollte man in Aktien investieren?

Langfristig bildet der Aktienhandel die attraktivsten Renditen ab. Egal mit welchen Finanzprodukten man den Aktienmarkt vergleicht, dieser schneidet über eine lange Zeitperiode immer besser ab. Daran sehen wir aber auch, dass die Zeit einer der wichtigsten Faktoren ist. Kommen wir zum Beispiel auf Warren Buffet zurück. Dieser kaufte zum Beispiel Coca Cola bereits 1988 und auch sehr frühzeitig Apple Aktien. Die lange Zeitdauer ist neben seinem guten Aktienriecher sein größter Vorteil.

So kann die Zeit also auch dein größter Vorteil werden. Wenn du zum Beispiel Mitte Zwanzig bist, hast du noch 40 Jahre bis zu einer theoretischen Rente. Bis dahin ist also genügend Zeit um langfristig von steigenden Aktienkursen profitieren zu können.

Einzelaktien oder ETFs?

Diese Frage muss man sich als Börsenneuling sicherlich stellen und es hängt von verschiedenen Strategiemerkmalen ab, ob es sich eher lohnt in Einzelaktien oder in einen ETF (exchange traded fund) zu investieren.

Mit einem World- oder sogar All-World-ETF kann man von Beginn an sehr breit diversifizieren und hat somit eine Vielzahl von Unternehmen im Portfolio. Bei Einzelaktien benötigt man schon eine gute Mischung von um die zehn Aktien verschiedener Branchen, um das Klumpenrisiko zu minimieren, um also zu verhindern, dass eine schlecht laufende Branche das gesamte Depot in den Abgrund reißt. Am Anfang macht man mit einem ETF, zum Beispiel per Sparplan bespart, damit man monatlich einen Beitrag für die finanziellen Ziele leistet, sicherlich Sinn. Doch sollte man sich auch mit Einzelaktien auseinandersetzen und eine solche Investment-Strategie in Erwägung ziehen. Denn auch hier kann man viel lernen und eine Menge Spaß bringt es auch, wenn man ein Stück von einem Unternehmen besitzt.

Was ist der Aktienhandel?

Kurz gesagt ist der Aktienhandel mit einem Wochenmarkt oder einem Einkaufsladen vergleichbar. Es gibt jemanden, der einen Anteil an einem Unternehmen verkaufen möchte und dieser trifft am Aktienmarkt auf interessierte Kunden. Umso mehr Kunden sich für eine Aktie eines Unternehmens interessieren, umso höher ist der Preis – denn Angebot und Nachfrage entscheiden über diesen.

Der Aktienhandel selbst beschreibt den Kauf und Verkauf von Aktien. Erweitert man den Begriff und verwendet das Synonym Börsenhandel, dann ist hier noch deutlich klarer, dass es auch über den Handel mit Aktien hinausgehen kann. Neben Aktien können an der Börse auch Optionen, Optionsscheine, Derivate, Anleihen, ETFs, Fonds usw. gehandelt werden.

Anders als bei einem Wochenmarkt kauft man aber nicht direkt beim Unternehmen, sondern man benötigt den zwischengeschalteten Börsenmakler (hier wird auch oft Broker gesagt). Früher waren dies vor allem die Ansprechpartner bei der Filialbank, heutzutage funktioniert der Handel auch über Online-Banken und Online-Broker. Für den Aktienhandel ist ein Aktiendepot notwendig. Die Wahl des Anbieters für den Handel hat vor allem mit der persönlichen Präferenz, dem Angebot des Anbieters und den Preisen zu tun und sollte immer überlegt getroffen werden. Mithilfe des Aktiendepots kann man alle Börsenprodukte wie Aktien oder Anleihen kaufen und verkaufen.

Was ist eine Aktie?

Wer den Handel mit Aktien verstehen will, sollte natürlich auch wissen, was eine Aktie überhaupt ist. In der Schule lernte man so etwas früher eigentlich nicht und deshalb ist es für viele sehr schwer zu verstehen, was sich dahinter verbirgt. Allerdings ist es nach einer kleinen Erklärung denkbar einfach.

An sich ist eine Aktie ein Anteil an einem Unternehmen, das an der Börse gelistet ist. Dieses nennt man dann Aktiengesellschaft (AG). Das Kapital einer AG wird durch die Anzahl der Aktien geteilt, die vom Unternehmen ausgegeben und somit an der Börse handelbar sind. Hier gibt es meistens Millionen an Aktien. Wer eine Aktie besitzt, ist ein sogenannter Aktionär und damit Miteigentümer des Unternehmens. Deshalb darf man als Aktionär auch zur einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung und hier über mitunter wichtige Unternehmensfragen mitabstimmen.

Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung:

Die 123 Trading AG gibt 50.000 Aktien aus, welche von interessierten Investoren an der Börse erworben werden. Max Tradingmann erwirbt 1.000 Aktien der 123 Trading AG. Damit besitzt Max immerhin 2 Prozent des gesamten Unternehmens. Wenn die Geschäfte der 123 Trading AG gut laufen und immer mehr Menschen darin investieren wollen, steigt der Wert von Max‘ Anteilen und er könnte mit einem Verkauf einen gewissen Gewinn einfahren.

Die wichtigsten Handelsinstrumente – kurz erklärt

An der Börse gibt es viele verschiedene Arten zu investieren. Diese können als unterschiedliche Handelsinstrumente für sehr unterschiedliche Anlagestrategien gesehen werden. Beginnt man mit ganz neu mit dem Aktienhandel, sollte man die verschiedenen Handelsinstrumente einmal in einem Demokonto ausgiebig testen, damit man nicht das eigene Geld „verbrennt“, wenn etwas schiefläuft. Auch die Teilnahme an einem Börsenspiel ermöglicht es, ohne Risiko verschiedene neue Handelsinstrumente und Anlagestrategien zu testen.

Aktienhandelsinstrumente

Der Kauf und Verkauf von Aktien

Es klingt vielleicht etwas simpel, aber das einfachste Handelsinstrument an der Börse ist der Kauf und der Verkauf von Aktien. Hierzu benötigt man nicht viel Wissen oder Erfahrungen, sondern man kann mit einer Order entsprechend des Budgets Aktien kaufen und diese auch wieder verkaufen. Zu beachten ist dabei aber auch immer, wie es um das Unternehmen und dessen Entwicklung steht. Dazu können die Kennzahlen rund um Aktien, die wir hier beim Aktienhandel allgemein erwähnen, als wichtige Stütze dienen.

Auch über verschiedene Orderarten kann man hier einen Einfluss auf das Ergebnis nehmen. So kann man mit Limit- und Stop-Ordern arbeiten, um sich abzusichern. Das hilft zum Beispiel dabei nicht zu teuer einzukaufen oder zu „spät“ zu verkaufen. Orderarten gibt es aber jede Menge. In unserem Artikel zu Orderarten erfährst du, welche verschiedene Typen es alles gibt und wie man sie einsetzt.

Hebelzertifikate

Wenn man etwas risikoreicher investieren will, kann man das eigene Investment mit einem Hebelzertifikat pushen. Hierbei gibt es verschiedene Arten von Zertifikaten, die im Endeffekt mithilfe eines Hebels, also eines Multiplikators, den gleichen Kursverlauf nachvollziehen, den eine Aktie nimmt. Umso stärker der Hebel, desto höher die Rendite, wenn der Börsenkurs steigt. Aber Achtung: Natürlich wirkt sich das auch im Kursverfall multipliziert aus. Deshalb sind Hebelzertifikate mit einem deutlich höheren Risiko verbunden als der reine Kauf und Verkauf von Aktien.

Mit Hebelzertifikaten kann man darauf spekulieren, ob Börsenwerte steigen oder fallen, also Long oder Short gehen.

Faktorzertifikate

Unter einem Turbozertifikat bzw. Faktorzertifikat versteht man ein Hebelzertifikat, dass mit einem Faktor am Gewinn und Verlust eines Aktienkurses partizipiert. Der Hebeleffekt kann die Rendite schnell in die Höhe treiben, aber auch den Verlust deutlich ausweiten.

Ein Beispiel: Kauft man ein Faktorzertifikat mit dem Hebel 5 auf eine Apple Aktie, dann ist man mit dem Faktor 5 an den Kursbewegungen der Apple Aktie beteiligt. Steigt diese um 5 Prozent, steigt das Zertifikat um 25%. Fällt die Apple Aktie allerdings um 10%, ist das Zertifikat bei einem Verlust von 50% bemessen.

Es lassen sich also hohe Renditen erzielen, die aber auch schnell sehr negativ ausfallen können. Deshalb sollte man sich mit der Thematik näher befassen, bevor man blind investiert.

KO-Zertifikat

Ein KO-Zertifikat ist ein Knock-Out-Zertifikat – wie der Name schon sagt, kann es also zum Knock-Out wie beim Boxen kommen, was einem Totalverlust gleichkommt. Solche KO-Zertifikate haben eine Hebelwirkung und funktionieren in der Grundannahme ähnlich wie die Faktorzertifikate. Eine KO-Schwelle definiert die Grenze, bei der ein solcher Schein wertlos wird. Da man hier ebenfalls auf steigende und fallende Kurse spekulieren kann, ist die KO-Schwelle entweder eine Grenze nach oben oder nach unten.

Wird diese Schwelle erreicht, ist der Schein wertlos und man verliert das komplett eingesetzte Geld. Umso näher der Wert des Zertifikats an der KO-Schwelle ist, desto höher ist der Hebel. Im umgekehrten Fall ist der Hebel kleiner, wenn die KO-Schwelle weit entfernt ist. Solche Hebel gibt es von 1 aufwärts bis durchaus auch 300 oder mehr. Hier sind wir aber im absoluten Hochrisikobereich unterwegs.

Auch hierzu machen wir ein kleines Beispiel:

Die Apple Aktie notiert bei 140 Euro und man investiert in ein KO-Zertifikat mit einer KO-Schwelle von 110 Euro. Dabei setzt man also auf einen steigenden Kurs von Apple. Steigt dieser Kurs, profitiert man gehebelt von dem prozentualen Anstieg. Fällt der Kurs aber unter die Marke von 110 Euro ist dieses Zertifikat wertlos und man erfährt einen Totalverlust.

Optionsscheine

Optionsscheine werden ähnlich die die Hebelzertifikate als Spekulation auf steigende oder fallende Kurse eingesetzt. Bei diesen spricht man von sogenannten Call-Optionen, wenn man auf steigende Kurse setzt und Put-Optionen, wenn man auf fallende Kurse setzt. Solche Optionsscheine sind ebenfalls mit einer Hebelwirkung verbunden. Deren Ausmaß richtet sich nach verschiedenen Kenngrößen wie der Laufzeit des Optionsscheins, diese sind in der Regel auf ein fixes Datum ausgelegt, oder der allgemeinen Marktvolatilität. Umso näher das Laufzeitende eines Optionsscheins rückt, umso stärker die Hebelauswirkungen.

Man kann Optionsscheine, die man auch als Warrants bezeichnet, als Absicherung des eigenen Aktienportfolios verwenden oder als eine spekulative Möglichkeit höhere Gewinne zu erzielen. Seit den Wallstreetbets, Reddit und vielen Geschichten rund um die Gamestop Aktie sind solche Optionsscheine bedeutend bekannter geworden.

Das Risiko beim Handeln mit diesen ist aber natürlich auch größer als beim einfachen Aktienhandel.

Weitere Handelsinstrumente für fortgeschrittene Trader

Wer schon über das Anfängerlevel hinausgekommen ist und nach weiteren Handelsinstrumenten sucht, wird hier noch einige andere finden. Da für Anfängerinnen und Anfänger aber bereits Hebelzertifikate mit einem bedeutend höheren Risiko verbunden sind, wollen wir diese weiteren hier nur kurz erwähnen. Natürlich finden sich zu diesen viele weitere Artikel auf unserem Blog.

Ein Handel ist auch möglich mit:

Als Börsenneuling sollte man sich die verschiedenen Handelsinstrumente auf jeden Fall anschauen und sich über deren Wirkung, Ablauf, Risiken und Chancen breit informieren. Allerdings empfiehlt es sich zuerst mit dem ganz normalen Kauf und Verkauf von Aktien oder ETFs zu beginnen und sich dann nach und nach neues Wissen anzuhäufen. Ansonsten kann ein Handel mit Hebelzertifikaten oder CFDs zum Totalverlust führen, was man als Anfängerin oder Anfänger und auch als Profi natürlich vermeiden will.

Solche risikoreicheren Handelsinstrumente sollte man einerseits vor der realen Anwendung verstehen und andererseits immer mithilfe eines Demokontos ausgiebig testen. Erst dann kann man echtes Geld einsetzen. Und dabei bleibt die Grundregel des Aktienhandels erhalten, dass man immer nur das Geld investieren sollte, das im Zweifelsfall auch weg sein kann. Alles andere Ersparte, zum Beispiel für den Kauf einer Immobilie oder eines Autos, sollte man hierzu niemals anrühren. Das Risiko ist ansonsten zu groß.

Wo werden meine Aktien aufbewahrt?

Um überhaupt am Börsenhandel teilzunehmen, ist ein Aktiendepot notwendig. Dieses kann bei vielen verschiedenen Anbietern eröffnet werden. Wer ein Aktiendepot besitzt, hat die Möglichkeit Aktien und andere Wertpapiere über Einmalinvests oder Sparpläne zu kaufen und diese auch wieder zu verkaufen. Wird eine Kauforder ausgelöst, werden die Aktien dem Wertpapierdepot gutgeschrieben und gleichzeitig wird das Geld für den Kauf vom hinterlegten Verrechnungskonto abgezogen. Im Aktiendepot kann man so viele Aktien aufbewahren wie man möchte und diese sind dort auch zeitlich unbegrenzt lagerbar. Aktiendepots oder einzelne Aktien sind auch vererbbar.

Wenn man eine Aktie aus dem Depot verkaufen möchte, erstellt man eine Verkaufsorder – entweder kann dann sofort verkauft werden oder erst wenn ein bestimmter Preis nach oben oder unten erreicht ist. Wird das entsprechende Wertpapier dann verkauft, erfolgt die Streichung aus dem Aktiendepot und man erhält die Verkaufssumme auf das Verrechnungskonto.

Wichtig ist aber, dass bei nahezu allen Online-Banken und Brokern Ordergebühren für den Kauf und Verkauf von Aktien anfallen. Diese Transaktionskosten muss man in seiner Rechnung immer berücksichtigen. Gleichzeitig fallen je nach Höhe von Gewinnen auch Steuern an.

Wie (ver)kauft man selbst Aktien?

Früher war der Kauf und Verkauf vor allem durch eine Mitteilung an den zuständigen Bankberater möglich. In unserer heutigen Zeit kann man diesen aber umgehen und selbst innerhalb kurzer Zeit den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren abwickeln. Deshalb ist der Aktienhandel deutlich dynamischer und schneller geworden. Wer eine Aktie kaufen will, setzt einfach eine Kauforder bei seinem Broker oder der Online-Bank und je nach Art der Kauforder ist das Geschäft in Sekunden getätigt. Beim Verkauf verhält es sich ebenso.

Wichtig ist allerdings, dass nicht jeder Anbieter den gleichen Leistungsumfang beim Aktienhandel bietet. So gibt es bei manchem Anbieter gar keine Möglichkeit, Anteile vom gewünschten Unternehmen zu kaufen. Aus diesem Grund lohnt sich immer wieder ein Anbietervergleich hinsichtlich der angebotenen Produktpalette. Hat ein anderer Broker oder eine Online-Bank das passendere Angebot muss man aber nicht gleich komplett das Depot wechseln, sondern kann einfach ein neues Depot beim anderen Anbieter eröffnen. Dies ist ohne Begrenzung möglich. Allerdings solle man immer einen Blick auf die Kosten werfen. Gerade wenn man mehrere Depots gleichzeitig hat, sollte man den Überblick über die Kosten behalten. Sind diese zu hoch, kostet das Rendite und das soll ja das eigentliche Ziel sein.

Die wichtigsten Orderarten für Einsteiger

Beim Handel mit Aktien und Wertpapieren gibt es verschiedene Orderarten und -typen, die dabei helfen, die eigene Strategie zu verfeinern und umzusetzen. Einsteiger und alle, die noch neu an der Börse sind, sollten auf wenige von diesen zurückgreifen. Das schafft den Vorteil, dass man diese leichter umsetzen kann und viele andere zu komplex für den Einstieg sind.

Wer sich für alle Orderarten interessiert, findet diese inklusive aller Erklärungen in unserem großen Artikel rund um die Orderarten.

Orderarten Aktienhandel

Was ist eine Order?

Eine Order kann eine Kauf- oder Verkaufsorder sein, also ein Auftrag zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien. Diese Orders werden im Orderbuch gespeichert und je nach Auftrag und Art umgesetzt. Ohne das Aufgaben einer Order kommt es nicht zu Käufen oder Verkäufen im Aktiendepot.

Damit diese nicht einfach so geschehen können oder ausversehen durch einen falschen Klick ausgelöst werden, müssen alle Kauf- und Verkaufsorders mit einem PIN, einer TAN oder einem Passwort freigegeben werden.

Welche Orderarten gibt es beim Aktienhandel?

Wenn man die wichtigsten Orderarten kennt und sogar noch verschiedene Orderzusätze, kann man seine eigene Anlage verbessern und die Anlagestrategie entsprechend umsetzen. Für Anfängerinnen und Anfänger spielen dabei wenige eine wesentliche Rolle. Sie einzusetzen kann aber echtes Geld sparen.

Die Market Order bzw. Marktorder

Die Market Order (im Deutschen Marktorder) ist die gängigste Order, welche bei den Brokern in der Regel „voreingestellt“ ist. Dabei wird die Kauforder direkt zum aktuell verfügbaren Kurs ausgeführt. Damit diese direkt ausgeführt werden kann, hat diese Marktorder die höchste Priorität innerhalb der Brokersoftware. Das kann ein Vorteil sein. Ein anderer Vorteil ist, dass die Order in der Regel in jedem Fall ausgeführt wird.

Ein Nachteil kann aber der Slippage Effekt sein. Das bedeutet, dass der Markt gerade in volatilen Zeiten oder bei volatilen Titeln größere Kurssprünge macht. Dadurch kann es passieren, dass Kauf- und Verkaufskurse nicht unerheblich voneinander abweichen. Mit der Market Order wird der Kauf bzw. Verkauf direkt ausgeführt und man weiß erst um den Kauf- bzw. Verkaufspreis Bescheid, wenn diese Transaktion vollzogen ist. Hierbei kann es zu entgangener Rendite kommen.

Limit Order

Bei einer Limit Order wird dieser Auftrag nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgeführt. Eine Limit Order kann sowohl als Buy wie auch als Sell Order funktionieren.

Die Buy-Limit-Order

Bei der Buy-Limit-Order legt man den höchsten Kurs fest, zu dem man eine Aktie zu kaufen bereit ist. Fällt der Kurs unterhalb dieses Limits, wird die Order ausgeführt und die gewünschte Anzahl an Aktien gekauft. Bleibt der Aktienkurs über diesem Kauflimit, passiert nichts.

Beispiel: Man setzt eine Buy-Limit-Order bei 100 Euro fest und der Kurs der gewünschten Aktie liegt aktuell bei 110 Euro. Fällt dieser auf oder unter die 100 Euro wird die Kauforder ausgeführt. Bleibt dieser auch bei einem leichten Fall bei über 100 Euro, ruht die Kauforder bis diese gelöscht wird oder durch einen Fall unter 100 Euro ausgeführt wird.

Sell-Limit-Order

Die Sell-Limit-Order ist der Buy-Limit-Order sehr ähnlich, wird aber für den Verkauf eingesetzt. Damit kann man also festlegen, zu welchem Mindestkurs eine Aktie verkauft werden soll. Wird das Limit erreicht oder überschritten, wird die Order sofort ausgeführt. Bleibt der Kurs unterhalb des Limits, passiert nichts.

Beispiel: Man setzt eine Sell-Limit-Order bei 110 Euro fest und der Kurs der gewünschten Aktie liegt aktuell bei 100 Euro. Steigt dieser auf 110 Euro oder mehr wird die Verkaufsorder ausgeführt. Bleibt der Kurs unterhalb der Marke von 110 Euro passiert nichts.

Stop-Order

Mit einer Stop-Order kann man einen Verkaufsauftrag ausführen. Dies passiert immer dann, wenn sich der Aktienkurs negativ entwickelt und man Verluste vermeiden bzw. begrenzen will oder einen noch vorhandenen Gewinn absichern möchte. Die Stop-Order wird unterhalb des aktuellen Marktpreises festgelegt. Erreicht die Aktie dann den Kurs der Stop-Order wird sie zu einer Marktorder und sofort ausgeführt.

Mit dieser Hilfe kann man wie beschrieben bereits erzielte Gewinne sichern und Verluste vermeiden. Je nach Strategie kann es ratsam sein solche Stop-Orders zu nutzen. Allerdings kann es auch passieren, dass der Kurs nur kurz unterhalb der Stop-Marke liegt und man dann ausgestoppt wird. Steigt der Kurs danach wieder an, könnte man sich ärgern.

Wie weit der Stop-Kurs vom aktuellen Marktpreis entfernt sein sollte, muss man ebenso anhand der eigenen Strategie ermitteln.

Mit diesen wenigen Ordertypen kommen Neobroker wie Trade Republic aus und so sind diese für den beginnenden Aktienhandel auch sinnvoll einsetzbar. Wie immer kann man solche Ordertypen an die Strategie angleichen und diese auch als Szenarien mithilfe eines Demokontos üben. Dann werden die praktischen Umsetzungen etwas klarer.

Umso länger man dabei ist, desto stärker wird man auch die anderen Ordertypen berücksichtigen, sofern diese beim jeweiligen Broker verfügbar sind.

Welche Kosten gibt es beim Aktienhandel?

Die Kosten beim Aktienhandel können sehr unterschiedlich ausfallen und sind immer vom jeweiligen Anbieter abhängig. Deshalb sollte man sich beim erstmaligen Eröffnen eines Aktiendepots für den Börsenhandel auf jeden Fall vorher über die verschiedenen Online-Banken und Broker informieren und auf die Kosten achten.

Einige Anbieter verlangen keine Gebühr für das Aktiendepot an sich. Manchmal ist dazu noch ein Girokonto bei der Direktbank notwendig oder man muss eine bestimmte Anzahl an Trades pro Monat oder Quartal durchführen. Viel größere Beachtung sollte man deshalb auch den Ordergebühren schenken. Diese können sich nämlich massiv unterscheiden. So sind es bei der Comdirect Bank zum Beispiel 4,90 Euro pro Kauf/Verkauf in den ersten 12 Monaten, danach dann schon 9,90. Beim Broker FlatEx sind es hingegen immer 7 Euro und bei Trade Republic nur 1 Euro.

Ein Vergleich lohnt sich also. Dennoch sollte man auf jeden Fall immer nach Preis und Leistung vergleichen. In unserem Artikel über Aktiendepots haben wir einige Anbieter miteinander verglichen und empfehlen deshalb auch dort einen Blick hineinzuwerfen.

Die wichtigsten Grundregeln beim Aktienhandel

Wer seinen Aktienhandel erfolgreich gestalten will, der sollte auf jeden Fall auf einige Grundregeln achten. Denn sonst kann der Wunsch nach Rendite schnell zum Albtraum werden. Einige Deutsche geben in Umfragen immer wieder an, dass sie sich beim Aktienhandel bereits die Finger verbrannt haben und deshalb kein Interesse mehr daran haben. Das muss aber nicht zwangsläufig sein, wenn man auf diese Regeln achtet. Zwar ist ein stetiger Gewinn damit noch nicht garantiert, aber die Wahrscheinlichkeit darauf steigt.

Man investiert nur Geld, auf das man verzichten kann

Rendite kommt von Risiko und so ist die Börsenwelt durchaus auch mit Risiken verbunden. Selbst das erfolgreichste Unternehmen kann durch externe Effekte wie Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen oder Krieg belastet sein und an Wert verlieren. Dann ist das so sicher geglaubte Geld eventuell weniger oder im schlimmsten Fall quasi nichts mehr wert. Benötigt man dieses Geld aber wieder, kann dies zu größeren Problemen führen.

Deshalb sollte man immer nur das Geld investieren, was man nicht unbedingt zum Leben braucht und das man im schlimmsten Fall auch verzichten kann. Wir empfehlen deshalb wie die meisten Börsenprofis auf jeden Fall 2 – 3 Monatsgehälter als Reserve auf dem Tagesgeldkonto zu lagern.

Wer größere Ausgaben plant, sollte ebenfalls nicht alles Geld in den Aktienhandel stecken. Denn sonst ist das Haus, die Wohnung oder das neue Auto schnell wieder nur ein Wunschtraum.

Man kauft nur, was man auch versteht

Im Bereich der Börse und des Börsenhandels gibt es sehr viele unterschiedliche Produkte, in die man investieren kann. Es müssen nicht nur Aktien sein, sondern vielleicht auch Optionen und Optionsscheine, Forex, Anleihen oder Rohstoffe. Die Liste ist auf jeden Fall lang. Ebenso versteht man nicht jeden Trend oder jedes Unternehmensmodell. Deshalb macht es nicht immer Sinn jedem Trend hinterherzulaufen, Pennystocks zu kaufen oder stark gehebelte Optionen zu handeln.

Kurzum: Man sollte wirklich nur die Produkte traden, die man auch versteht. Gleiches gilt für das Geschäftsmodell hinter Unternehmen.

Diversifikation, Diversifikation, Diversifikation

Viel mehr gibt es kaum zu sagen. Man sollte nie sein Geld nur auf wenige oder gar ein Unternehmen aufteilen. Stattdessen ist es ratsam das Risiko zu streuen und die betitelte Diversifikation zu beachten. So kann man beim Aktienhandel sehr gut Unternehmensanteile aus verschiedenen Branchen und Regionen kaufen. Wer schon länger dabei ist und über Erfahrung verfügt, kann auch gut Devisen oder Rohstoffe beimischen, um die Diversifikation noch weiter zu erhöhen. Für unerfahrenere Trader gilt in diesen Bereichen Regel Nummer 2.

Hin und Her macht Taschen leer

Statt sein Geld immer nur hin und her zu schieben, bei kurzfristigen Gewinnen zu verkaufen und dann wieder zu kaufen usw. sollte man darauf achten, dass man nicht immer zu viel Hin und Her betreibt. Es macht auch wenig Sinn immer den günstigsten Anbieter zu wählen und wenn der sein Angebot ändert sofort zum nächsten Broker zu ziehen. Hier ist eine gewisse Langfristigkeit gerade für Anfänger von Vorteil. Denn zu viel Hin und Her sorgt für eine kleinere Rendite da Orderprovisionen oder Steuern anfallen.

Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen

Zu jeder Anlagestrategie gehört auch das Risikomanagement. Deshalb sollte man sich bereits vor dem Aktienhandel Gedanken über die Strategie und den entsprechenden Umgang mit Gewinnen und Verlusten machen. Man sollte deshalb wirklich darauf achten, dass man nicht jeden Gewinn sofort mitnimmt und sich hinterher über verpasste weiterhin gestiegene Gewinne ärgert. Genauso sollte man aber auch nicht jeden Verlust endlos aussitzen und auf einen Turn-Around hoffen, sondern ab und an die Gewinne begrenzen. Je nach eigener Strategie kann dies aber sehr unterschiedlich definiert werden.

Realistisch bleiben

Das schnelle Geld durch den Börsenhandel ist sicherlich der Wunsch von allen. Doch in der Regel bleibt dies eher ein Wunschtraum, da die Realität anders aussieht. Natürlich kann man hier und da mal einen echten Glücksgriff tätigen und plötzlich 400 bis 500 Prozent mit einer Aktie machen. Bei gehebelten Produkten wie Optionen oder Futures sogar noch viel mehr. Und das alles in so kurzer Zeit. Doch ist das nicht gerade der Normalfall und deshalb sollte man immer realistisch bleiben.

Es ist eben nicht realistisch, wenn man sich pro Jahr ein Renditeziel von mehreren hundert Prozent setzt. Stattdessen sollte man lieber mit weniger zufrieden sein und immer versuchen besser zu sein als der Markt. Wer das schafft, hat durchaus schon einen beachtlichen Erfolg hingelegt. Und 6 bis 8 Prozent sind schon ein X-Faches von derzeitigen Zinsen auf Tagesgelder oder Sparbücher.

Empfehlungen für einen erfolgreichen Aktienhandel

Neben den Grundregeln kann man mit verschiedenen anderen Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten einen erfolgreicheren Aktienhandel betreiben. Auf ein paar wollen wir hier ganz knapp verweisen.

Weiterbilden

Beim Aktienhandel gilt wie im Berufsleben ein lebenslanges Lernen. Man kann sich immer weiterbilden und neue Dinge erlernen. Deshalb empfehlen wir für Trader jeglicher Erfahrungsstufe eine stetige Weiterbildung. Bei uns finden sich verschiedene Lernangebote unter der Kategorie Traden lernen.

Signale und Expertise anderer nutzen

Ein vernünftiger Aktienhandel benötigt mitunter viel Zeit. Unternehmen zu analysieren oder Trading Signale richtig zu deuten, kann nicht von jedem mit einem begrenzten Zeitfenster geleistet werden. Deshalb sollte man durchaus auf Signaldienste zurückgreifen. Denn hier verbergen sich Profis dahinter, die mit deutlich mehr Zeit und Expertise arbeiten und von deren Wissen man enorm profitieren kann.

Profi-Services sinnvoll einsetzen

Neben den Signalen gibt es noch andere Tools und Software, die man einsetzen kann, um den eigenen Aktienhandeln noch erfolgreicher zu gestalten. Hier gibt es einige Angebote und ein Blick in den Aktienfinder oder auf den Qualitätsscore von AlleAktien kann sich lohnen.

Strategien testen und üben

Grundsätzlich sollte man neue Ideen und Strategien immer erst testen, bevor man sein echtes Kapital dafür einsetzt. Hier empfehlen sich besonders die Varianten eines Musterdepots oder die Teilnahme an einem Börsenspiel.

Musterdepots

Durch Musterdepots kann man sehr einfach und gleichzeitig sehr realitätsnah neue Strategien testen oder das gelernte Wissen der Weiterbildung austesten. Was genau ein Musterdepot ist und welche hier empfehlenswert sind, kann man im Artikel Musterdepots – Börsenhandel ohne echtes Geld sehr gut nachvollziehen.

Börsenspiele

Eine weitere Übungsmöglichkeit mit virtuellem Geld bieten Börsenspiele. Dabei kann man nicht nur neues Wissen ohne reale Verlust (leider auch ohne echte Gewinne) austesten und noch Preise gewinnen. Der Wettbewerbscharakter der meisten Börsenspiele hilft durchaus auch dabei am Ball zu bleiben. Börsenspiele besprechen wir in den Artikeln Planspiel Börse – spielerisch zum Börsenerfolg? sowie Börsenspiele im Überblick – was wird geboten? genauer. Interessant könnte auch das Börsenspiel der Trading Masters sein.

Aktienhandel – für wen eignet sich der Handel mit Aktien?

Grundsätzlich steht der Aktienhandel in Deutschland allen Personen ab 18 Jahren offen, die entsprechend ein Aktiendepot bei einer Bank oder einem Broker besitzen. Ob sich der Handel mit Aktien allein deswegen eignet, sei mal dahingestellt. Aber es gibt viele gute Gründe, die für einen Einstieg in den Handel mit Aktien sprechen.

Denn hierbei kann man die langfristige Vermögensbildung auch in Niedrigzinsphasen besser vorantreiben und man erhöht mit Aktienanlagen die Renditechancen im Vergleich zu anderen Anlageklassen entsprechend. Natürlich ist ein Investment in Aktien aber auch mit gewissen Risiken verbunden, die je nach Strategie und Handelsinstrument sogar sehr hoch sein können. Hier muss man für sich abwägen, ob man bereit ist Risiken einzugehen.

Wer allerdings einen langen Zeithorizont vor sich hat und auch kurzzeitige bis mittelfristige Verluste aushalten kann, findet sich in der Börsenwelt vermutlich zurecht und hat gute Chancen darauf, dass sich das Geld vermehrt.

In welchem Alter sollte man in Aktien investieren?

An sich kennt die Aktienwelt keine Altersgrenzen, die eine Anlage bestimmen. Abgesehen natürlich von den gesetzlichen Bestimmungen, die eine Volljährigkeit und volle Geschäftsfähigkeit voraussetzen. Aber ob man nun mit 18 Jahren oder mit 88 Jahren investiert, ist nirgends geregelt. Natürlich bieten sich verschiedene Altersgruppen stärker für die Anlage an. Denn der 88 Jährige wird in der Regel nicht mehr auf so einen langen Zeithorizont blicken können wie die 18 Jährige. Und damit steigt das Risiko. Kommt es dann zu kurzzeitigen Verlusten, Korrekturen oder Ähnlichem kann einiges an Geld weg sein. Die Zeit kann dies wieder ausgleichen, aber diese ist eben nicht grenzenlos vorhanden.

Will man ein Depot aber ohnehin vererben, ist der Zeitaspekt auch in hohem Alter kein schlagkräftiges Argument mehr. Deshalb sind es nicht per se junge Menschen, die die idealen Händler an den Börsen sind. Schließlich können in der Altersgruppe ab 20 bis 40 auch ganz andere Herausforderungen anstehen. Wer zum Beispiel eine Familie gründen will oder den Kauf einer Immobilie plant, sollte sein Kapital sinnhaft kalkulieren und nur mit frei verfügbarem Geld investieren. Hier darf auch in Nullzinsphasen nicht das Kapital für ein Haus oder eine Wohnung eingebracht werden. Ansonsten muss man bei Korrekturen und Wertverlust mit finanziellen und vermeintlich auch privaten Konsequenzen rechnen.

Andere legen bereits im Namen ihres Kindes Geld ab der Geburt oder im Kindesalter an. Damit ist der Zeithorizont optimal lang gewählt und es kann eine wirklich gute Entwicklung zustande kommen. Allerdings sollte hier gleichzeitig in die finanzielle Bildung der Kinder investiert werden. Denn läuft ein Depot auf den Namen des Kindes, darf es ab dem 18. Geburtstag frei darüber verfügen. Und vielleicht hat der Sprössling ganz andere finanzielle Ideen als sich die Eltern oder Großeltern gedacht haben.

Wir können also sehen, dass es rund um das Alter sehr variabel sein kann. Kurzum, es gibt einfach nicht DAS Alter, in dem man in Aktien investieren kann. Es kann immer Sinn machen mit dem Kapital, das frei zur Verfügung steht, an der Börse zu handeln.

Handeln mit klarer Strategie

Wer an den Aktienmärkten handeln will, sollte vorher eine Strategie aufstellen. Denn ansonsten springt man oft hin und her und eine echte Vermögensbildung kann nicht gelingen. Wichtig ist allein schon zu wissen, welches Ziel man verfolgt. Eine langfristige Geldanlage erfordert eine ganz andere Strategie als kurzfristige Gewinne einzufahren. Kurz- und auch mittelfristig kann man mit dem Daytrading oder auch Swingtrading agieren, wer aber zum Beispiel für einen früheren Rentenbeginn anspart oder um im Rentenalter die Versorgungslücke auszugleichen, sollte die langfristige Alternative wählen.

Wie beim Alter gilt also auch hier, dass der Aktienhandel so variabel ist, dass er sich für viele verschiedene Strategien eignet. Man muss sich nur die passende zurechtlegen.

Ist der Aktienhandel zu komplex oder für jeden möglich?

Die Komplexität beim Handel mit Aktien kann sich je nach Handelsinstrument stark unterscheiden. Doch handelt es sich nicht um eine Wissenschaft, für die man ein Studienfach namens „Aktienhandel“ studiert haben muss. Stattdessen erleichtern die Broker und Online-Banken den Handel mit Aktien in der heutigen Zeit enorm. Denn damit hat man vieles selbst in der Hand. Wer sich dann auch noch selbstständig informiert kann sich jede Menge Wissen über den Handel mit Aktien aneignen.

Kanäle hierfür gibt es auf jeden Fall genügend. Beliebt sind in der generellen finanziellen Bildung zum Beispiel die Blogbeiträge und Youtube-Videos vom Finanzfluss oder für die Auswahl von Aktien der Aktienfinder. Neben diesen gibt es viele weitere Infokanäle, die wir regelmäßig in unserem Blog vorstellen.

Letztlich ist der Aktienhandel nicht komplizierter als die Nutzung des Onlinebankings, da hier vieles ähnlich abläuft. Um eine Order auszuführen, braucht es wie bei einer Überweisung eine TAN, das Depot wird mithilfe einer PIN oder bei Apps auch mit dem Fingerabdruck freigegeben und der technische Support läuft auch online ab. Lediglich bei der Eröffnung eines Depots ist wie bei einem Bankkonto ein Post Ident Verfahren notwendig.

Aktienhandel und Steuern

Manche trauen sich nicht an den Handel mit Aktien heran, weil sie ein zu komplexes Steuermodell fürchten. Dabei ist diese Sorge für den Privatanleger recht unbegründet. Denn die Broker führen die pauschale Besteuerung von Aktiengewinnen ganz eigenständig ab und man muss hier nicht mithilfe der Steuererklärung komplizierte Auflistungen machen oder ähnliches.

Realisierte Verluste werden natürlich nicht versteuert, können sich aber auf künftige Gewinne auswirken. Hier kann man mithilfe einer Steuererklärung einen Verlustvortrag eröffnen, meist funktioniert diese Berechnung aber auch durch den Broker ganz automatisch.

Aktien und Steuern
Aktien und Steuern

Mit welchen Steuern muss man rechnen?

Wichtig ist zu allererst, dass nur erzielte Gewinne versteuert werden. Hier verwechseln gerade Neulinge öfter Zahlen und berechnen zu hohe Steuern. Das eingesetzte Kapital unterliegt aber natürlich keiner Besteuerung.

Allgemein werden seit 2009 alle Kursgewinne und Dividendenzahlungen pauschal besteuert. Darauf fallen dann 25% Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag (da dieser auf Kapitalanlagen nicht abgeschafft wurde) und plus eventueller Kirchensteuer. Diese betrifft natürlich nur diejenigen, die in einer Kirche Mitglied sind, die ein Kirchensteuerabgabe notwendig macht.

Als Rechenbeispiel kann man sich das so vorstellen:

Man investiert 1.000 Euro in Apple Aktien. Diese sind nach 5 Jahren schon 1.500 Euro wert. Der Gewinn wird realisiert und man verkauft die Aktien. Dann ergibt sich ein Gewinn von 500 Euro.

Auf diesen Gewinn von 500 Euro fallen an:

  • 25% Abgeltungssteuer = 122,55 €
  • Solidaritätszuschlag = 6,74 €
  • (Kirchensteuer = 9,80 €)

Somit  bleiben von den 500 Euro Gewinn 360,91 € übrig, sofern auch Kirchensteuer bezahlt werden muss.

Freibeträge nutzen

Im oben genannten Beispiel ist es aber auch möglich überhaupt keine Steuern zu bezahlen. Denn jeder deutsche Staatsbürger hat einen Freibetrag auf Kapitalerträge von 801 € im Jahr. Hierzu muss man einen Freistellungsauftrag bei der Bank oder dem Broker stellen, damit bis zu diesem Betrag keine Steuern anfallen.

Hat man den Freistellungsauftrag vergessen, können zu viel gezahlte Steuern mit der Steuererklärung zurückgeholt werden.

Mehr über Trading und Steuern erfahren

Wie viel Geld benötige ich für den Aktienhandel?

Die Frage nach der Kapitalhöhe für den Aktienhandel wird sehr häufig gestellt und letztlich ist die Antwort dabei gleich wie bei allen anderen Fragen und Gedanken rund um die Eignung des Aktienhandels. Denn es gibt bei den meisten Brokern keine Mindesteinlage.

Steht mehr Kapital zur Verfügung kann dies natürlich bei der Diversifizierung, also dem Anlagen in verschiedene Werte und Branchen, um Klumpenrisiken zu vermeiden, nützen. Doch kann man mit weniger Kapital auch in einen Word- oder All-World-ETF investieren.

Bei einigen Brokern sind Sparpläne bereits ab 25 Euro möglich, womit man auch mit einem kleineren Budget eine stetige und langfristige Anlage schaffen kann.

Chancen und Risiken – der Aktienhandel und seine Möglichkeiten für Anfänger

Wer neu an der Börse ist oder sich überlegt mit dem Investieren zu beginnen, wird sich vorab auch fragen, wie die Chancen stehen und welche Risiken man eingehen muss. Letztlich sagt man sich immer „Rendite kommt von Risiko“, umso höher also das Risiko, desto höher auch die Renditechancen. Das ist vereinfacht gesagt, spiegelt aber die Realität soweit gut wider.

Einige scheuen den Kauf von Aktien aufgrund der Risiken. Diese sind oftmals aber eher auf Unwissenheit und Hörensagen basierend als auch echter eigener Erfahrung. Denn wer verschiedene Grundregeln beachtet wird im Aktienhandel die größten Renditen erwirtschaften, wenn man hier den Vergleich zu anderen Anlageprodukten wie Bausparverträgen, Festgeldkonten oder Lebensversicherungen zieht.

Die Chancen und Risiken beim Aktienhandel auf einen Blick

ChancenRisiken
Höhere Renditen: Wer langfristig investiert, kann historisch gesehen mit Aktien die höchsten Renditen einfahren. Hier kann keine andere Anlageklasse mithalten. Allerdings setzt dies einen ausreichend langen Anlagehorizont voraus.Wertverluste: Wer in Aktien investiert, muss damit rechnen, dass diese nicht stetig nur im Wert steigen. Ebenso ist es möglich, dass diese immer fallen. Vielleicht sogar den Einkaufspreis nie wieder erreichen. Diese potentiellen Wertverluste können auf dem Unternehmen und schlechtem Wirtschaften selbst oder auch auf externe Situationen wie Pandemien, Naturkatastrophen, ein Handelsembargo etc. basieren.   Mit ausreichender Diversifikation und Zeit kann dieses Risiko aber minimiert werden. Dann können andere Branchen und Unternehmen die Verluste ausgleichen.
Profit durch Dividenden: Neben reinen Kursgewinnen kann man vor allem auch laufend durch Dividenden einen Return seines Investments erreichen. Das klappt natürlich nur bei Unternehmen, die eine Dividende ausschütten. Mithilfe dieser Gewinnbeteiligung kann man also Gewinne erzielen, ohne dass die Aktien verkauft werden müssen.Hin und Her macht Taschen leer: Manche verrennen sich in ihrer Strategie und wechseln diese zu Beginn sehr oft. Dieses Hin und Her wird aber aufgrund hoher Transaktionskosten und falscher Entscheidungen eher Geld kosten als es zu vermehren.
Potenzielle Highflyer als Rendite-Booster: Ist man bereit ein gewisses Risiko einzugehen, kann man mit verschiedenen Investments ein Vielfaches seines Ausgangswerts erwirtschaften. Dazu muss man mithilfe von Analyse allerdings solche künftig profitablen Märkte und Unternehmen finden und auch bereit sein Risiken einzugehen.   Aber sind wir ehrlich – wer würde nicht gern in der Zeit zurückreisen und von Anfang an bei Apple, Amazon oder Microsoft dabei sein wollen?Gier: Wer einmal im Spiel mit den Börsen unterwegs ist, wird schnell Blut lecken. Eventuell kommt die erste Dividende oder der Kurswert erhöht sich ordentlich. Am Anfang empfindet man 10% als viel, irgendwann sollen es 100% sein. Hier muss man seine eigene Gier bremsen. Denn es ist nicht automatisch gegeben, dass sich jedes Unternehmen prächtig entwickelt und es nach ein paar Jahren immer mindestens das Doppelte wert ist. Mit einer soliden Strategie kann man dieser Gier entgegenwirken.
Chancen durch Diversifikation: Wer sein Portfolio auf unterschiedlichen Unternehmen und Branchen aufbaut, kann durch eine entsprechende Diversifikation auch Schwächen ausgleichen und die Chancen steigender Kurse deshalb besser nutzen als wenn man allein auf eine Branche wettet und diese Wette nach hinten losgeht.Branchenwetten: Man sollte sein Geld nicht nur auf ein Pferd setzen. Deshalb sollten Branchenwetten vermieden werden, um das Risiko nicht unnötig herauszufordern. Das kann natürlich auch gut gehen, aber ein breiter diversifiziertes Depot lässt langfristig besser schlafen.

Wie können Risiken minimiert werden?

Innerhalb der genannten Risiken wurde ja bereits aufgezeigt, wie diese minimiert werden können. Gleichzeitig ist es bei jeder Strategieentscheidung wichtig, diese auch mit einem Demokonto und virtuellem Geld auszutesten. Denn dann kann man die Tücken kennenlernen und verliert nicht das eigene und reale Geld.

Gleichzeitig gilt an der Börse nahezu stärker als überall anders, dass Wissen ein großer Hebel ist. Wer sich mit den Produkten wie Hebelzertifikaten oder Optionsscheinen nicht auskennt, sollte nicht mit diesen handeln. Man kann das alles lernen, doch benötigt das Zeit und Interesse. Einen Hebel von 50 ins Spiel zu bringen, um dann von der 50-fachen Wertentwicklung des Aktienkurses zu profitieren kann super sein und auch funktionieren. Aber hier ist man im absoluten Hochrisikobereich unterwegs und Hebel sollten gerade bei Anfängern gemieden werden.

Verluste lassen sich zudem durch verschiedene Ordertypen wie eine Stop-Order oder ein Trailing-Stop-Los, bei dem im prozentualen Abstand zum aktuellen Kurs ausgestoppt wird, begrenzen. Die Gewinne können streng nach dem alten Motto „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“ dann dennoch weitersprudeln, solange es zumindest gut läuft.

Der Anlagezeitraum als großer Hebel

Umso kurzfristiger man anlegt, desto höher ist das Risiko. Deshalb sollten Anfänger sich ihren Anlagezeitraum klar definieren und nicht zu kurz wählen. Kurzfristig kann man mitunter zwar höhere Renditen erzielen, doch kann das auch ein erhebliches Risiko bis hin zum Totalverlust bedeuten. Deshalb sollte der Anlagezeitraum bei einer nachhaltigen Strategie auf zehn Jahre und mehr ausgedehnt werden.

Nur Geld investieren, auf das man verzichten kann

Genau das sollte immer der Grundsatz sein. Um die Risiken zu minimieren, sollte man auf jeden Fall nur frei verfügbares Kapitel investieren. Wer zum Beispiel auf ein Eigenheim spart oder ein Auto kaufen will, sollte dieses Geld auf keinen Fall mit in das Investment einbringen. Denn das kann trotz guter Chancen auf langfristigen Wertzuwachs im Zweifel genau im falschen Moment nur noch die Hälfte oder noch weniger wert sein. Das ist sowohl psychisch als auch physisch eine Herausforderung, der man sich nicht stellen sollte.

Alles was frei verfügbar ist, kann hingegen auf einmal oder auch nach und nach durch Sparpläne eingebracht werden und man kann mit dem Wissen, dass man dieses Geld in nächster Zukunft nicht braucht auch kleinere und größere Korrekturen aushalten.

Nicht kurzfristig in Panik verfallen

Was schnell und stark steigt, kann ebenso schnell fallen. Falls das passiert, sollte man nicht in Panik verfallen und plötzliche Notverkäufe tätigen oder Ähnliches. Denn Panik ist kein guter Anlageberater. Deshalb gilt auch hier die Nerven zu bewahren. Dann kann der lange Anlagezeitraum auch wieder einen Ausgleich liefern.          

Keine Kredite für den Aktienhandel

Man sollte das Risiko vermeiden und auf jeden Fall nicht mit geliehenem Geld handeln. Das kann so richtig danebengehen und dann hat man statt einem hübschen Aktienportfolio die Privatinsolvenz an der Tür klopfen. Deshalb sollten Anfänger immer nur mit eigenem, und wie oben beschriebenem, Kapital handeln.

Strategien beim Aktienhandel – Tipps für Einsteiger

Beim Aktienhandel muss man sich auf eine Strategie festlegen und diese bestmöglich auch sinnvoll und langfristig verfolgen. Wechselt man diese mehrfach innerhalb kurzer Zeit, kommt es häufig zu hohen Transaktionskosten und durchaus auch zu negativer Rendite. Da das Ziel ein ganz anderes sein sollte, ist die Entscheidung für die Strategie eine Kernfrage für alle Anleger. Gerade wenn man aber neu an der Börsenwelt teilnimmt, stellt sich die Frage nach der passenden Strategie vermehrt. Für Anfänger haben wir deshalb verschiedene Möglichkeiten einer Strategie zusammengetragen, die wir etwas näher bringen wollen.

Für Fortgeschrittene Trader sind unsere Angebote rund um das Erlernen des Optionshandels und auch die Kursprognosen sicherlich sehr interessant. Ein Blick in unseren Traders Club lohnt sich ebenso.

Trendfolgestrategie

Eine Möglichkeit, um gerade in der Anfangsphase einer Aktien- und Börsenlaufbahn zu lernen, kann die Trendfolgestrategie sein. Diese ist eine technische Strategie, die auf der technischen Marktanalyse basiert. Dabei sind sowohl die Umsatzentwicklung als auch der Gewinn eines Unternehmens und dessen künftigen Gewinnaussichten irrelevant. Stattdessen wird mithilfe der technischen Marktanalyse davon ausgegangen, dass sich diese Informationen bereits im Kurs widerspiegeln.

Um die Trendfolgestrategie umzusetzen, werden Aktien ausgesucht, die über eine aktive und ausgeprägte Trendbewegung verfügen. Diesem Trend kann man dann mit entsprechenden Käufen, zum Beispiel auch mit Hebelzertifikaten, folgen. Die Trendfolgestrategie ist dabei eine zeitlich eher kurzfristig angelegte Strategie.

Value Investing

Beim Value Investing handelt es sich schon eher um eine mittelfristige bis langfristige Strategie, die auf der Fundamentalanalyse eines Unternehmens aufbaut. Mit Warren Buffet und Benjamin Graham, welcher in den 1970ern als Begründung dieser Strategie galt, gibt es zwei bekannte Investoren, die diesen Ansatz erfolgreich leben und lebten.

Die Idee beim Value Investing ist es, Unternehmen zu finden, die fundamental unterbewertet sind und dann in diese zu investieren. Teilweise handelt es sich dabei um Unternehmen, die aufgrund von externen Effekten kurzzeitig sinken, da die Umstände es nicht anders zulassen, die aber einen hohen Wert haben, der in Zukunft wieder erreicht werden kann. Ebenso können hier Unternehmen herangezogen werden, die knapp an vor der Gewinnzone stehen oder sogar erste Gewinne erwirtschaften.

Das Value Investing setzt vertiefte Kenntnisse der Fundamentalanalyse voraus, weshalb dieses durchaus auch Einarbeitungszeit benötigt. Wer sich hier aber richtig informiert und lernt, kann diesen Ansatz ein Leben lang verfolgen. Andernfalls kann man mithilfe verschiedener Webdienste, Börsennachrichten oder auch durch Börsenbriefe das notwendige Wissen um solche Unternehmen erlangen. Das setzt allerdings voraus, dass solche Anbieter seriös sind und ihre Dienste zur Verfügung stellen. Für Anfänger kann sich ein solcher Dienst aber schon deshalb lohnen, weil man darüber selbst viele neue Analysekompetenzen lernt.

Dividendenstrategie

Wer finanzielle Freiheit erreichen will und dem sogenannten FIRE (Financial Independence Retire Early) Prinzip folgen will, der wird schon einmal über die Dividendenstrategie gestoßen sein. Mithilfe von steigenden Dividendenrenditen versuchen viele einen monatlichen Geldfluss zu erreichen, der dabei hilft früher in Rente zu gehen, Arbeitszeit im Job zu reduzieren oder eine eventuelle Versorgungslücke im Rentenalter abzufedern.

Das Ziel dabei ist langfristig in Unternehmen investieren, die eine Dividende ausschütten und mithilfe der Wiederanlage von diesen noch mehr Aktienanteile zu kaufen. Oft wird die Dividendenstrategie mithilfe eines Sparplans umgesetzt. Um die Dividendenstrategie erfolgreich umzusetzen, sollte man in Blue Chips, also große Unternehmen, setzen. Diese können aus Bereichen wie dem Banken- und Versicherungssektor, der Telekommunikation oder auch Versorgern entstammen. Wichtig ist bei der Umsetzung sowohl die aktuelle Dividende als auch die anzunehmende künftige Dividendensteigerung. Der eigentliche Wert der Aktie sollte natürlich mindestens gleichbleiben und darf gern steigen. Ein Verkauf ist aber eigentlich nicht vorgesehen, da man ja die Dividende kassieren möchte.

Aber Vorsicht ist auch hier geboten: Allein eine hohe Dividende führt auch noch nicht weiter. Sollte ein Unternehmen dauerhaft über zehn Prozent Dividende ausschütten, aber der Kurswert halbiert sich regelmäßig ist das auch noch kein gesundes Investment. Deshalb muss man auch für eine erfolgreiche Umsetzung der Dividendenstrategie auf verschiedene Kennzahlen blicken und eine breite Analyse vornehmen.

Rechenbeispiel zur Dividendenstrategie

Um diese Strategie an einem Beispiel aufzuzeigen, nehmen wir mal an, dass die frei erfundene Dividend-Aktie einen derzeitigen Kurs von 100 Euro aufweist. Im Jahr 2022 können sich Anleger zudem über eine Dividende von 3,5% erfreuen.

Als Anleger erhält man somit 3,50 € pro Aktie. Martin besitzt 100 Anteile der Dividend-Aktie. Damit erhält er eine Dividende vor Steuern von 350 €. Sicherlich kann man noch nicht davon leben, aber es ist ein Ansatz.

Im Laufe der Jahre steigert die Dividend-Aktie ihre Dividende immer weiter, ebenso steigt der Kurs. Im Jahr 2030 liegt dieser bei 250 Euro und die Dividendenausschüttung beträgt mittlerweile 4,5% auf diesen Kurs. Dadurch erhält Martin je Anteil 11,25 €. Insgesamt also 1125 €.

Auf seinen ursprünglichen Einsatz von 10.000 € handelt es sich sogar um eine Dividende von 11,25%. Damit konnte Martin seine Dividendengewinne stetig steigern und kann sich mit diesem und ähnlichen Investments seiner finanziellen Freiheit widmen.

Selbstverständlich ist das Rechenbeispiel frei erfunden und sehr positiv dargestellt. Genau so kann es aber eben laufen. Natürlich kann das auch schief gehen. Letztlich gibt es unzählige Strategien, doch können diese drei vorgestellten als Einstiegsstrategien dienen, die man dann nach eigenen Interessen und Ideen sowie den Zielen individuell erweitern und verändern kann.

Gern laden wir aber natürlich jeden dazu ein unsere Handelsstrategien näher kennenzulernen.

Strategie-Empfehlung: Drei einfache Chartmuster für lebenslangen Börsenerfolg

Zusammenfassung

Der Aktienhandel ist vielfältig und deshalb kann dieser von jedem betrieben werden, der die Volljährigkeit erreicht hat. Es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich des Alters nach oben hin und in der Regel auch keinerlei Kapitalgrenzen oder Mindestsummen. Gleichzeitig ist der Aktienhandel keine Wissenschaft und jeder, der sich dafür interessiert, kann sich mithilfe von Infodiensten informieren.

Wer sich informiert und eine sinnvolle Anlagestrategie zurechtlegt, kann nachhaltig vom Aktienhandel profitieren. Dabei spielen einige Faktoren eine wichtige Rolle, wobei Zeit ein wichtiger Hebel sein kann. Wenn man es dann richtig anstellt, sind die Chancen bedeutend stärker als die möglichen Risiken. Und dann wird auch ein erfolgreicher Aktienhandel möglich.

Die Besteuerung erfolgt automatisch und man muss kein Experte für Steuererklärungen oder Ähnliches sein. Das erleichtert den Aktienhandel ungemein.

Wichtig ist aber sich eine eigene Strategie und ein Investmentziel zurechtzulegen und dieses auch wirklich zu befolgen. Häufige Strategiewechsel wirken sich für gewöhnlich negativ aus und sorgen für eine schlechte Rendite.

Abschließend kann man sagen, dass das Wort Aktienhandel sehr leicht und schnell erklärt ist. Doch es reicht bei weitem nicht aus zu wissen, dass es sich ganz einfach um den Kauf und Verkauf von Unternehmensanteilen und ähnlichen Produkten handelt. Stattdessen benötigt man einiges weiteres Wissen, um einen erfolgreichen Aktienhandel zu betreiben. Deshalb sollte man auf jeden Fall unsere sechs Grundregeln des Aktienhandels beachten und anwenden. Ebenso kann und sollte man sich immer weiterbilden und die Expertise von Profis nutzen. Dadurch kann man nachhaltig zum echten Börsenerfolg gelangen und das sollte das Ziel des Börsenhandels sein.

Wer neu im Aktienhandel ist, sollte auf jeden Fall die Möglichkeit eines Musterdepots oder eines Börsenspiels nutzen, um mehr eigene Erfahrungen zu machen.

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