Musterdepots im Vergleich: Börsenhandel ohne echtes Geld üben

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2026

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22 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

Investment Akademie: Live-Online-Seminar zum Vermögensaufbau am 20. September 2026
Investment Akademie: Live-Online-Seminar zum Vermögensaufbau am 20. September 2026

Ein Musterdepot kostet nichts, tut nicht weh und verspricht genau das, was jeder Börseneinsteiger sucht: üben ohne Verlustrisiko. Genau deshalb steht auf fast jeder Ratgeberseite dieselbe Empfehlungsliste. Nur ist ein guter Teil dieser Liste inzwischen veraltet. Zwei der Anbieter, die im deutschen Netz bis heute als Tipp herumgereicht werden, führen überhaupt kein Musterdepot mehr. Eine Alternative mit festem Zeitrahmen und echtem Wettbewerb ist das Börsenspiel Trading Masters.

Für diesen Artikel habe ich deshalb jeden genannten Anbieter einzeln nachgeprüft, statt die alte Liste weiterzuschreiben. Das Ergebnis: Das Musterdepot von Börse ARD wurde mit der Abschaltung des Portals eingestellt, beim S Broker ist vom klassischen Übungsdepot nur noch ein CFD-Demokonto übrig. Übrig bleiben weniger Anbieter als gedacht, dafür belastbare. Auch ViTrade stellt ein zeitlich befristetes Demokonto bereit.

Du erfährst hier, was ein Musterdepot wirklich leistet, wo der Unterschied zum Demokonto liegt, welche Anbieter es 2026 noch gibt und welche Fehler beim Üben den Lerneffekt komplett zerstören. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Musterdepots: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Definition: Ein Musterdepot ist ein virtuelles Wertpapierdepot. Du kaufst und verkaufst darin Aktien, ETFs und Fonds zu echten Börsenkursen, aber mit fiktivem Geld.
  • Kosten: Bei allen hier geprüften Anbietern kostenlos. Bezahlt wird höchstens für Zusatzdienste wie Echtzeitkurse, und auch das längst nicht überall.
  • Größtes Angebot: onvista erlaubt aktuell bis zu 15 Musterdepots gleichzeitig, inklusive Echtzeitkursen und Kursalarmen, ohne Depot beim Anbieter.
  • Nicht mehr verfügbar: Das ARD-Musterdepot wurde mit dem Umzug der Börsenredaktion zu tagesschau.de abgeschaltet. Der S Broker bietet heute nur noch ein CFD-Demokonto.
  • Abgrenzung: Ein Musterdepot übt Wertpapierhandel ohne Hebel. Wer Trading mit Hebel testen will, braucht ein Demokonto beim Broker, das ist etwas anderes.
  • Größter Fehler: Mit Summen üben, die man real nie einsetzen würde. Dann misst das Depot Glück, nicht die eigene Strategie.

Was ist ein Musterdepot?

Ein Musterdepot ist ein virtuelles Wertpapierdepot. Es bildet Kauf und Verkauf von Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen mit echten Börsenkursen ab, verrechnet aber ausschließlich fiktives Guthaben. Gewinne und Verluste sind damit rechnerisch real, finanziell folgenlos. Was ein echter Verkauf gebracht hätte, zeigt dagegen erst der Blick auf den Geldkurs.

Der Begriff Musterportfolio meint dasselbe. Beide Bezeichnungen stammen aus einer Zeit, in der Banken ihren Kunden Beispieldepots vorrechneten. Heute ist damit fast immer das Übungsdepot gemeint, das man sich selbst anlegt. Nicht fiktiv sind dabei die Kurse: Sie kommen aus denselben Datenquellen wie im echten Handel, bei manchen Anbietern allerdings mit Verzögerung. Eine Ausnahme bilden die Musterportfolios auf wikifolio: Dort wird aus einem virtuellen Depot ein handelbares Zertifikat, in das andere Anleger mit echtem Geld investieren können.

Der Nutzen liegt weniger im Nachbilden von Gewinnen als im Kennenlernen der Mechanik. Wie wirkt sich eine Dividende auf Kurs und Depotstand aus? Wie viel frisst eine Ordergebühr bei einer kleinen Position? Was passiert, wenn ein Limit nicht ausgeführt wird? Diese Fragen beantwortet ein Musterdepot ohne Lehrgeld, und sie sind schwerer zu beantworten als die Frage, welche Aktie steigt.

Musterdepot oder Demokonto: wo der Unterschied liegt

Die beiden Begriffe werden ständig durcheinandergeworfen, und das führt zu falschen Erwartungen. Ein Musterdepot bildet das Wertpapiergeschäft ab: Du kaufst Stücke, hältst sie, verkaufst sie wieder. Es gibt keinen Hebel, keine Nachschusspflicht und keine Margin.

Ein Demokonto ist dagegen ein Übungskonto beim Broker, meist für CFDs, Forex oder Futures. Dort läuft alles gehebelt, das virtuelle Kapital kann rechnerisch komplett verschwinden, und genau das ist der Lerneffekt. Wer das Handeln mit Hebel testen will, ist bei einem Trading Demokonto richtig, für den Hebelhandel speziell beim CFD Demokonto.

Die praktische Konsequenz ist einfach: Wer sein erstes Depot vorbereiten will, nimmt ein Musterdepot. Wer kurzfristiges Trading ausprobieren will, nimmt ein Demokonto. Ein Musterdepot mit Tagesverzögerung ist für Daytrading nutzlos, weil die Ausführung nie zum Kurs passt. Umgekehrt lehrt ein CFD-Demokonto nichts über Dividenden und Depotführung.

Wofür sich ein Musterdepot wirklich eignet

Für Einsteiger ist der Wert offensichtlich: Sie lernen die Oberfläche, die Ordertypen und die Kostenlogik kennen, bevor echtes Geld im Spiel ist. Wer zum ersten Mal eine Limit-Order setzt, versteht in fünf Minuten mehr als aus drei Ratgeberartikeln. Wie sich das im Chart darstellt, zeigt der Überblick zu Börsencharts. Wo das Musterdepot im gesamten Lernweg steht und welche Schritte davor und danach sinnvoll sind, zeigt unser Leitfaden zum Traden lernen in sieben Schritten.

Für Fortgeschrittene liegt der Nutzen woanders. Ein Musterdepot eignet sich als Parallelversuch: Man führt das echte Depot weiter und testet daneben eine abweichende Gewichtung, eine zusätzliche Anlageklasse oder eine Auswahlregel. Mehrere Depots nebeneinander machen den Vergleich sauber, weil jede Variante ihre eigene Wertentwicklung ausweist. Kandidaten dafür findest du über einen Aktienscreener.

Der dritte Anwendungsfall wird oft übersehen: das Nachbauen fremder Depots. Viele Redaktionen und Börsendienste führen öffentliche Musterdepots, deren Käufe und Verkäufe nachvollziehbar sind. Wer sie im eigenen Depot mitführt, sieht nach ein paar Monaten, ob die Strategie zu einem passt. Das ist die stille Variante von Social Trading, nur ohne Kapitaleinsatz.

Musterdepots für erfahrene Trader?

Die ehrliche Antwort lautet: begrenzt. Wer seit Jahren handelt, lernt aus einem Musterdepot nichts mehr über Mechanik. Was bleibt, ist der Test neuer Anlageklassen. Wer bisher nur Aktien gehandelt hat und sich Optionsscheine oder Knock-out-Zertifikate ansehen will, kann die Preisbildung dieser Papiere im Musterdepot beobachten, ohne sie sofort zu kaufen.

Die Grenze kennt jeder, der lange genug dabei ist: Im Musterdepot fehlt der Druck. Ich handle seit 1978 an den Märkten, und der Unterschied zwischen einer simulierten und einer echten Position ist kein Detail, sondern der Kern der Sache. Eine Strategie, die im Musterdepot funktioniert, ist damit noch nicht bewiesen, sie ist nur nicht widerlegt. Wer das ernsthaft trennen will, braucht die Positionsgröße, die er real auch einginge, und ein sauber geführtes Watchlist-System daneben.

Wie viel kostet ein Musterdepot?

Musterdepots sind bei allen für diesen Artikel geprüften Anbietern kostenlos. Es fallen weder Einrichtungs- noch Führungsgebühren an, und ein echtes Depot beim jeweiligen Anbieter ist in der Regel nicht nötig.

Bezahlt wird höchstens für Zusatzfunktionen, und die Liste ist kürzer geworden. Klassischer Kostenpunkt waren lange die Echtzeitkurse. Bei onvista sind sie inzwischen im kostenlosen Zugang enthalten, bei comdirect bleiben sie den Kunden der Bank vorbehalten. Wer kein Kunde ist, bekommt dort verzögerte Kurse.

Innerhalb des Musterdepots werden fiktive Ordergebühren abgerechnet, und das ist ausdrücklich ein Vorteil. Sie zeigen, was eine kleine Position bei einer Mindestprovision tatsächlich kostet, nämlich einen Prozentsatz, der jede Rendite auffrisst. Wer diese Rechnung im Musterdepot einmal gesehen hat, sucht sich anschließend gezielter ein passendes Aktiendepot aus.

Ein versteckter Preis existiert trotzdem: die Daten. Ein Musterdepot ist für Banken und Portale ein Kontaktpunkt, und die Registrierung ist der Gegenwert. Wer das nicht möchte, kann die Wertentwicklung eines Depots auch lokal nachhalten, etwa mit Portfolio Performance. Das ersetzt allerdings nicht das Üben von Orders.

Funktionen von Musterdepots

In Bedienung und Aufbau unterscheidet sich ein Musterdepot kaum vom echten Depot. Das ist kein Zufall, sondern Absicht: Die Anbieter programmieren ihre Oberfläche einmal und stellen sie in beiden Varianten bereit. Wer den Umstieg plant, kennt danach also die richtige Maske.

Zum Grundumfang gehören überall Kauf und Verkauf von Wertpapieren, eine Übersicht der Positionen mit Einstandskurs und aktuellem Wert, die Entwicklung des Gesamtdepots und eine Watchlist für beobachtete Titel. Charts, Unternehmenskennzahlen und Nachrichten zu den gehaltenen Werten sind ebenfalls Standard.

Die Unterschiede stecken in vier Punkten, und an denen entscheidet sich die Wahl: Kommen die Kurse in Echtzeit oder verzögert? Wie viele Depots darfst du parallel führen? Gibt es Kursalarme und eine App? Und welche Wertpapierarten sind handelbar, also nur Aktien und Fonds oder auch Zertifikate und Optionsscheine?

Ein Punkt fehlt bei praktisch allen: Kryptowährungen. Wer ein Krypto-Musterdepot sucht, findet es nicht bei den klassischen Wertpapieranbietern, sondern bei den Kryptobörsen selbst, die eigene Testumgebungen betreiben. Für gehebelte Krypto-Positionen gilt dasselbe wie für CFDs: Das gehört in ein Demokonto, nicht in ein Musterdepot.

Welches Musterdepot soll man wählen?

Die Antwort hängt am Zweck, nicht am Anbieternamen. Ein Einsteiger, der den ersten Aktienkauf verstehen will, braucht keine Echtzeitkurse und keine Optionsscheine. Ein Anleger, der zwei Strategien gegeneinander laufen lassen will, braucht dagegen mehrere Depots, und die Zahl schwankt stark.

FunktionFür EinsteigerFür erfahrene Anleger
Aktienhandel, Kurse und Chartsnötignötig
Fiktive Ordergebühren und Dividendennötignötig
Mehrere Depots parallelverzichtbarnötig
Zertifikate, Optionsscheine, Anleihenverzichtbarnötig
Kursalarme und Appverzichtbarnötig
Echtzeitkurseverzichtbarnötig
Welche Funktionen ein Musterdepot je nach Erfahrungsstand mitbringen sollte

Die Tabelle erklärt auch, warum es kein pauschal bestes Musterdepot gibt. Für einen Einsteiger sind fünf der sechs Zeilen irrelevant, und dann entscheidet schlicht, welche Oberfläche verständlicher ist. Wer bereits weiß, dass er Optionen handeln oder CFDs traden will, sortiert dagegen sofort die Hälfte der Anbieter aus.

Das beste Musterdepot finden

Ein Testsieger im klassischen Sinn existiert nicht, weil die Anbieter dasselbe Grundprodukt liefern und sich nur in Randfunktionen unterscheiden. Sinnvoller ist eine Ausschlussliste: Streiche alles, was du nicht handeln willst, streiche Anbieter mit Depotpflicht, und was übrig bleibt, probierst du eine Woche aus.

Ein zweites Kriterium wird unterschätzt: die Dauerhaftigkeit. Ein Musterdepot entfaltet seinen Nutzen erst über Monate, weil du erst dann siehst, wie sich eine Position durch eine Korrektur trägt. Anbieter, die ihr Angebot einstellen, nehmen dir diesen Verlauf ersatzlos weg. Genau das ist bei zwei der einst meistempfohlenen Adressen passiert.

Wer öffentlich geführte Profi-Depots sucht statt eines eigenen, findet sie bei Börsendiensten und Redaktionen. Was dort geliefert wird, zeigen unsere Berichte zu Beating Beta, Lars Erichsen und Der Aktionär. Solche Depots sind Beobachtungsobjekte, kein Ersatz fürs eigene Üben.

Der große Musterdepot-Vergleich

Für diesen Vergleich habe ich die Angebote aufgerufen, die in den einschlägigen Empfehlungslisten stehen, und jeweils die Seite des Anbieters selbst als Quelle genommen. Zwei der fünf klassischen Adressen haben den Test nicht überstanden. Die Reihenfolge ist eine Einschätzung, kein allgemeingültiges Ranking.

AnbieterZugang zum MusterdepotEchtzeitkurse
onvistakostenloses my-onvista-Konto, bis zu 15 Depotsinklusive
comdirectkostenlose Registrierung, kein Depot nötignur für Kunden
Sparkasseüber das eigene Institut, Konditionen regionalje nach Institut
S Brokerkein Wertpapier-Musterdepot mehr, nur CFD-Demoverzögert
Börse ARDAngebot abgeschaltetentfällt
Musterdepots im Vergleich, Stand August 2026, Quelle jeweils die Anbieterseite

onvista Musterdepot

onvista Musterdepot Logo des Anbieters

onvista bietet nach eigenen Angaben das umfangreichste kostenlose Musterdepot im deutschsprachigen Raum, und der Eindruck deckt sich mit der Funktionsliste. Registrierung und Nutzung eines my-onvista-Kontos sind kostenlos, einschließlich des Anlegens von aktuell bis zu 15 Musterdepots. Ein Depot beim Anbieter ist nicht nötig.

Der entscheidende Punkt gegenüber der Konkurrenz sind die Echtzeitkurse, die im kostenlosen Zugang enthalten sind. Dazu kommen Kursalarme mit eigenen Schwellen, Nachrichten und Kennzahlen zu den gehaltenen Werten sowie eine Watchlist. Die App meldet automatisch, wenn ein Kurs um mehr als fünf Prozent springt oder eine wichtige Nachricht erscheint (Quelle: onvista).

Eine Besonderheit sind die Experten-Musterdepots: onvista lässt Börsenprofis öffentlich sichtbare Depots führen, darunter Martin Goersch. Man kann dort mitlesen, ohne selbst zu handeln, und sieht Käufe und Verkäufe im Zusammenhang. Nachteil des Angebots: Wer nur schnell etwas ausprobieren will, muss trotzdem erst ein Konto anlegen.

Comdirect Musterdepot

comdirect Musterdepot Logo der Bank

comdirect ist eine Direktbank und kein reiner Broker, für das Musterdepot spielt das keine Rolle. Das Depot ist kostenlos, mehrere Depots lassen sich parallel anlegen, und es gibt keine zeitliche Begrenzung. Zugang bekommt man über die kostenlose Registrierung bei „Meine comdirect“, ein Konto oder Depot bei der Bank ist dafür ausdrücklich nicht erforderlich (Quelle: comdirect Magazin).

Die Watchlist ist die Stärke des Angebots. Beobachtete Titel liegen direkt neben den gehaltenen, sodass sich Kaufkandidaten über Wochen verfolgen lassen, ohne sie erst zu suchen. Kauflimits sind möglich, und das Musterdepot ist auch in der App der Bank erreichbar. Kunden können zusätzlich ihr echtes Depot spiegeln.

Der Haken steht bei den Kursen: Echtzeitkurse im Musterdepot bekommt nur, wer sich als Kunde einloggt. Wer die Bank lediglich zum Üben nutzt, arbeitet mit verzögerten Kursen. Für langfristige Anlagesimulation ist das folgenlos, für kurzfristige Tests unbrauchbar. Was die Bank sonst bietet, steht in unserem Bericht zur comdirect Bank.

S-Broker Musterdepot

S Broker Logo, Musterdepot nicht mehr im Angebot

Der S Broker, der Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe, führte jahrelang ein eigenes Wertpapier-Musterdepot mit Watchlist und Limit-Benachrichtigung. Auf der heutigen Website ist davon nichts mehr zu finden: Weder Produktübersicht noch Supportbereich noch Sitemap nennen ein Musterdepot. Empfehlungen, die es weiterhin aufführen, geben einen alten Stand wieder.

Übrig ist ein CFD-Demokonto über die Plattform MeinSparkassenBroker, ausgestattet mit 50.000 Euro virtuellem Vermögen und unbegrenzt nutzbar. Das ist ein Demokonto im oben beschriebenen Sinn und kein Ersatz für ein Wertpapier-Übungsdepot (Quelle: S Broker).

Wer aus dem Sparkassen-Umfeld kommt und trotzdem ein klassisches Musterdepot möchte, findet es eine Ebene höher: Über sparkasse.de und das jeweilige Institut lassen sich virtuell Aktien, Anleihen und Fonds kaufen und verkaufen, samt Limitorders und echten Börsenkursen. Die Konditionen legt allerdings jedes Institut selbst fest, eine einheitliche Aussage gibt es dazu nicht (Quelle: Sparkasse).

Musterdepot von Börse ARD

Logo von Börse ARD, dessen Musterdepot eingestellt wurde

Das Musterdepot von boerse.ARD.de gehörte zu den meistempfohlenen Adressen überhaupt: kostenlos, werbefrei, ohne Verkaufsinteresse. Es existiert nicht mehr. Die ARD hat ihr Börsenportal aufgelöst und die Berichterstattung zu tagesschau.de verlagert. Das virtuelle Depot und die Watchlist wurden dabei abgeschaltet, weil sie nur von vergleichsweise wenigen Menschen genutzt wurden (Quelle: DWDL).

Die Domain antwortet heute nicht mehr. Auch die zugehörige App wurde eingestellt. Wer nach „ARD Musterdepot“ sucht, landet deshalb bei Ratgeberseiten, die das Angebot weiterhin im Präsens beschreiben, teilweise mit Jahreszahl 2026 im Titel. Das ist keine Kleinigkeit: Man kann sich dort nicht registrieren, und die Zeit ist verloren.

Als Ersatz kommt am ehesten onvista in Frage, weil es dieselbe Kombination aus kostenlosem Zugang und redaktionellem Umfeld bietet. Wer den öffentlich-rechtlichen Charakter schätzte, findet die Kursdaten heute in modernisierter Form auf tagesschau.de, allerdings ohne Depotfunktion. Andere kostenlose Portalangebote beschreiben unsere Berichte zu boerse.de und finanztreff.de.

CFD Musterdepot von Plus500

Plus500 Logo, Demokonto für CFD-Handel

Plus500 ist ein CFD-Broker und gehört damit streng genommen nicht in diese Liste, wird aber regelmäßig als Musterdepot gehandelt. Der Anbieter stellt ein kostenloses Demokonto bereit, das zeitlich unbegrenzt nutzbar ist und die reale Handelsoberfläche abbildet.

Der Unterschied zum Musterdepot ist grundsätzlich: Gehandelt werden Differenzkontrakte, also gehebelte Derivate, keine Wertpapiere. Es gibt keine Dividenden, keine Stücke im Depot und keine Ordergebühren im klassischen Sinn, dafür Spreads und Finanzierungskosten. Wer das üben will, ist richtig, wer den Aktienkauf lernen will, nicht.

Einzelheiten zum Anbieter stehen in unserem Bericht zu Plus500, die Alternativen im CFD-Broker-Vergleich und beim Broker Admiral Markets. Grundsätzlich gilt für alle diese Konten: Ein Demokonto ohne Hebelwirkung im Kopf ist ein Spielautomat, kein Lernwerkzeug.

Weitere Anbieter mit Musterdepot

Neben den fünf klassischen Adressen führen zahlreiche Finanzportale eigene Musterdepots und Watchlisten. Bei finanzen.net gehört das Musterdepot zum kostenlosen Nutzerkonto, der direkte Aufruf leitet auf die Registrierung. Kostenlose Musterdepots samt Watchlisten gibt es außerdem nach einer Gratis-Registrierung bei boerse.de und bei Börse Online.

Für ETF-Anleger gibt es eine eigene Kategorie. Fertige Musterportfolios zum Nachbauen, darunter die ARERO-Weltstrategie und das Weltportfolio nach Gerd Kommer, findest du beim ETF-Portal justETF. Wer das eigene Depot auswerten statt simulieren will, greift zu einem Portfolio-Tracker wie extraETF.

Auch viele Börsenbriefe führen eigene Musterdepots, etwa die Briefe des Bernecker-Verlags. Ein Beispiel für algorithmisch gepflegte Depots mit monatlichem Rebalancing sind die ProPicks-Musterdepots von InvestingPro. Reine Finanzportale mit Watchlist-Funktion beschreiben unsere Einschätzungen zu Investing.com, MarketScreener und Sharedeals.

Bei der Nachvollziehbarkeit gibt es dabei große Unterschiede. Das offengelegte Musterdepot des Heibel-Tickers etwa veröffentlicht für jedes Jahr seit 2014 eine Transaktionsliste mit Kurs, Stückzahl und Ergebnis je Position.

Eine verwandte, aber andere Möglichkeit ist das Nachbilden echter Trades per Copy Trading, etwa über börsengehandelte wikifolio-Zertifikate. Dort fließt allerdings echtes Geld, das ist kein Üben mehr. Wer es spielerisch mag, findet in Börsenspielen die dritte Variante, mit Wettbewerbscharakter und festem Zeitrahmen. Wie das größte davon funktioniert und was seine Gebührenregel für die Spielweise bedeutet, steht in unserem Praxischeck zum Planspiel Börse.

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Vorteile und Nachteile eines Musterdepots

Ein Musterdepot ist ein Werkzeug mit klarer Grenze. Es bildet die Mechanik des Wertpapierhandels vollständig ab und den entscheidenden Teil überhaupt nicht, nämlich den Umgang mit eigenem Geld. Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was du erwarten darfst und was nicht.

Vorteile eines Musterdepots

  • Kein Verlustrisiko: Fehlkäufe kosten nichts. Gerade die ersten Wochen an der Börse sind lehrreich und teuer zugleich, und dieser Teil entfällt.
  • Echte Kurse: Gehandelt wird zu den tatsächlichen Börsenkursen, teils in Echtzeit. Die Wertentwicklung ist damit rechnerisch belastbar.
  • Kostenlogik sichtbar: Fiktive Ordergebühren und Dividenden zeigen, was kleine Positionen wirklich kosten und was Ausschüttungen bringen.
  • Strategien parallel testen: Mehrere Depots nebeneinander machen den Vergleich sauber, weil jede Variante ihre eigene Kurve ausweist.
  • Kein Depotzwang: Bei den meisten Anbietern reicht eine kostenlose Registrierung, ein echtes Depot ist nicht nötig.
  • Vorbereitung auf den Umstieg: Die Oberfläche entspricht dem echten Depot. Der spätere Wechsel kostet damit keine Eingewöhnung mehr.

Nachteile eines Musterdepots

  • Kein psychologischer Druck: Ohne eigenes Geld fehlt die Verlustangst. Genau sie entscheidet später über die Hälfte aller Fehler.
  • Unrealistische Beträge: Viele Depots starten mit hohem Spielkapital. Wer damit handelt, misst Glück statt Strategie.
  • Verzögerte Kurse: Wo keine Echtzeitdaten enthalten sind, passt die Ausführung nicht zum Kurs. Für kurzfristige Tests ist das Depot dann wertlos.
  • Keine echte Ausführung: Teilausführungen, Spreads und dünne Orderbücher werden nicht abgebildet. Bei markt­engen Werten weicht das spürbar ab.
  • Angebot kann verschwinden: Zwei der einst bekanntesten Musterdepots wurden ersatzlos eingestellt. Der aufgebaute Verlauf ist dann weg.
  • Registrierung nötig: Ohne Anmeldung geht bei keinem der geprüften Anbieter etwas. Der Gegenwert sind deine Kontaktdaten.

Wie funktioniert die Einrichtung eines Musterdepots

Die Einrichtung dauert bei allen geprüften Anbietern wenige Minuten und setzt nicht voraus, dass du Kunde der Bank oder des Brokers bist. In vier Schritten bist du handlungsfähig.

  • Anbieter auswählen: Entscheide vorher, welche Wertpapierarten du testen willst und ob du Echtzeitkurse brauchst. Diese beiden Fragen sortieren die Liste schneller als jeder Testbericht.
  • Registrieren: In der Regel genügen Name und E-Mail-Adresse. Das Konto ist kostenlos, eine Bestätigung per Mail schaltet es frei.
  • Depot anlegen und benennen: Vergib einen sprechenden Namen, etwa nach der getesteten Strategie. Wer mehrere Depots führt, findet sonst nach vier Wochen keinen Zusammenhang mehr.
  • Startkapital anpassen: Setze das virtuelle Guthaben auf die Summe, die du real einsetzen würdest. Dieser eine Schritt entscheidet über den Lerneffekt des ganzen Depots.

Die erste Aktie im Musterdepot kaufen

Der erste Kauf ist der Moment, in dem die Theorie aufhört. Du suchst den Wert über Name oder WKN, wählst einen Handelsplatz und entscheidest dich für eine Orderart. Eine Market-Order wird sofort zum nächsten Kurs ausgeführt, eine Limit-Order erst, wenn dein Wunschkurs erreicht ist.

Genau hier liegt der Lerneffekt: Setze bewusst einmal ein Limit unter dem aktuellen Kurs und lass es liegen. Entweder es wird ausgeführt, oder der Kurs läuft ohne dich davon. Beides ist eine Erfahrung, die man an der Börse sonst mit Geld bezahlt. Wer verstehen will, wie sich der Kaufzeitpunkt auf das Ergebnis auswirkt, findet dazu Beispiele im Leitfaden zum Aktienhandel.

Nach dem Kauf beobachtest du nicht den Kurs, sondern die Positionszeile: Einstand, aktueller Wert, Differenz in Euro und Prozent, dazu die abgebuchten Gebühren. Wer nach vier Wochen sieht, dass die Gebühr bei einer kleinen Position mehr ausmacht als die Kursbewegung, hat die wichtigste Lektion bereits gelernt. Eine Übersicht über Broker und Konditionen gibt der Vergleich der Online Broker.

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Gibt es ein Musterdepot als App?

Ja. onvista, comdirect und die Sparkassen-Institute binden ihr Musterdepot in die reguläre App ein, eine separate Musterdepot-App gibt es bei keinem der geprüften Anbieter.

Der praktische Unterschied ist größer, als er klingt. In der App siehst du dein Übungsdepot neben den übrigen Funktionen, also mit denselben Charts, Nachrichten und Watchlisten. Das ist genau die Situation, die später auch beim echten Depot eintritt, und sie ist Teil des Übens.

Der stärkste mobile Baustein sind Push-Benachrichtigungen. Die onvista-App meldet automatisch, wenn ein Kurs um mehr als fünf Prozent springt oder eine wichtige Nachricht zu einem beobachteten Wert erscheint. Wer das erste Mal erlebt, wie sich eine Meldung binnen Minuten im Kurs niederschlägt, versteht Handelssignale anders als aus dem Lehrbuch.

Eine Warnung gehört dazu: Die App macht das Musterdepot ständig verfügbar, und ständige Verfügbarkeit verführt zu mehr Trades. Wer im Übungsdepot dreimal täglich umschichtet, trainiert genau das Verhalten, das im echten Depot am meisten kostet. Die Push-Meldung ist eine Information, keine Handlungsaufforderung.

Anfängertipps für das Musterdepot

Ein Musterdepot erlaubt das Handeln ohne jede Vorbereitung, und genau daran scheitert der Lerneffekt bei den meisten. Die drei häufigsten Fehler kosten im echten Depot später Geld. Die folgenden Punkte stammen aus dem, was ich in Seminaren immer wieder korrigieren muss.

  • Realistische Positionsgrößen: Handle mit den Beträgen, die du auch real einsetzen würdest. Wer mit fünfstelligen Summen übt und später vierstellig anlegt, hat nichts Übertragbares gelernt.
  • Strategie vor dem ersten Kauf: Lege vorher fest, warum du kaufst und wann du verkaufst. Ein Depot ohne Regel misst am Ende nur, wie der Markt lief.
  • Streuen statt wetten: Zehn bis zwanzig Werte aus verschiedenen Branchen zeigen dir, wie Diversifikation wirkt. Wie unterschiedlich sich Branchen entwickeln, zeigt der Vergleich der Branchen-ETFs.
  • Nur Verstandenes handeln: Diese Regel gilt für fiktives Geld genauso. Wer Pennystocks oder einen Leerverkauf ausprobiert, sollte vorher wissen, wie das Instrument funktioniert.
  • Eigene Stärken nutzen: Branchen, die du beruflich kennst, kannst du besser einschätzen als jede Kennzahl. Nutze das im Übungsdepot, bevor du es real nutzt.
  • Lange genug laufen lassen: Drei Wochen sagen nichts. Erst über mehrere Monate zeigt sich, ob eine Auswahl trägt oder nur einen guten Markt erwischt hat.
  • Fehler dokumentieren: Schreibe zu jedem Kauf einen Satz, warum du ihn machst. Beim Rückblick ist das wertvoller als jede Performancekurve.

Wer diese Punkte einhält, nutzt das Musterdepot als Vergleich verschiedener Anlageklassen. Der Schritt vom Aktienhandel zu Währungen lässt sich im Übungsdepot allerdings nicht abbilden, dafür braucht es ein Demokonto beim Forex-Handel oder einen Broker für Aktien-CFDs.

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Risiken bei Musterdepots

Finanziell hat ein Musterdepot kein Risiko. Es gibt keine Nachschusspflicht, keine Verluste und keine Verpflichtung. Das eigentliche Risiko ist psychologisch und betrifft den Übergang zum echten Depot.

Solange kein eigenes Geld im Spiel ist, sinkt die Hemmschwelle. Größere Positionen, riskantere Titel, schnellere Wechsel: All das fühlt sich im Musterdepot folgenlos an, weil es folgenlos ist. Wer sich dieses Verhalten antrainiert und dann mit echtem Geld weitermacht, hat im Musterdepot das Gegenteil von dem gelernt, was es sollte.

Der zweite Effekt läuft andersherum. Eine Strategie, die im Übungsdepot zweistellig ins Minus läuft, verkraftet man achselzuckend. Passiert dasselbe real, ziehen viele Anleger aus Panik ihr Geld ab, oft am Tiefpunkt. Panik ist an der Börse ein schlechter Handelspartner, und ein Musterdepot bereitet nicht darauf vor.

Ein drittes Risiko betrifft nicht das eigene Depot, sondern fremde Musterdepots. Öffentlich gezeigte Depots von Influencern und Anbietern sind selten unabhängig überprüfbar. Zu den früheren Depot-Updates auf Aktien mit Kopf gab es wiederholt Zweifel an der Nachprüfbarkeit der Zahlen, und auch bei Anbietern wie aktienlust lohnt der genaue Blick auf die ausgewiesene Historie. Ein Depot, dessen Einstiegskurse nachträglich änderbar sind, beweist gar nichts.

Fazit zu den Musterdepots

Ein Musterdepot ist für Einsteiger das sinnvollste kostenlose Werkzeug, das der Markt hergibt. Es kostet nichts, verlangt keine Depoteröffnung und beantwortet die Fragen, an denen echte Anleger im ersten Jahr Geld verlieren: Wie funktionieren Orderarten, was kosten Gebühren, wie verhält sich ein Depot über Monate.

Die Auswahl ist allerdings kleiner geworden, als es die gängigen Empfehlungslisten nahelegen. Von den fünf klassischen Adressen sind zwei weggefallen: Das ARD-Musterdepot wurde mit dem Portal abgeschaltet, beim S Broker ist nur ein CFD-Demokonto übrig. Wer heute anfängt, hat mit onvista das umfangreichste Angebot und mit comdirect die zugänglichste Alternative.

Für erfahrene Anleger bleibt der Nutzen begrenzt und trotzdem real: als Parallelversuch neben dem echten Depot und als Vorschau auf Anlageklassen, die man noch nicht handelt. Was ein Musterdepot dagegen nie ersetzt, ist die Erfahrung mit eigenem Geld. Deshalb lautet die einzige Regel, die wirklich zählt: mit den Beträgen üben, die man auch real einsetzt. Alles andere ist ein Börsenspiel.

Häufige Fragen zu Musterdepots

Wo gibt es ein kostenloses Musterdepot?

Kostenlos sind alle hier geprüften Angebote. Am umfangreichsten ist onvista mit bis zu 15 Depots und Echtzeitkursen, comdirect erlaubt die Nutzung ohne Konto oder Depot bei der Bank. Bei den Sparkassen läuft der Zugang über das jeweilige Institut.

Gibt es das ARD-Musterdepot noch?

Nein. Das Börsenportal boerse.ARD.de wurde aufgelöst und die Berichterstattung zu tagesschau.de verlagert. Das virtuelle Depot und die Watchlist wurden dabei abgeschaltet, ebenso die zugehörige App. Ratgeberseiten, die es weiterhin empfehlen, geben einen veralteten Stand wieder.

Was ist der Unterschied zwischen Musterdepot und Demokonto?

Ein Musterdepot simuliert den Wertpapierhandel ohne Hebel, du kaufst Stücke und hältst sie. Ein Demokonto ist ein Übungskonto beim Broker, meist für CFDs oder Forex, und arbeitet mit Hebel. Für den Aktieneinstieg ist das Musterdepot richtig, für Trading das Demokonto.

Wie viele Musterdepots kann ich gleichzeitig führen?

Das hängt vom Anbieter ab. onvista nennt aktuell bis zu 15 Musterdepots je Konto, comdirect erlaubt mehrere ohne feste Obergrenze. Mehrere Depots sind sinnvoll, wenn du Strategien gegeneinander laufen lassen willst.

Brauche ich für ein Musterdepot ein echtes Depot?

In der Regel nicht. Bei comdirect ist der Zugang ausdrücklich unabhängig von Konto und Depot, bei onvista genügt ein kostenloses Nutzerkonto. Bei den Sparkassen kann das je nach Institut abweichen, dort entscheidet die Hausbank.

Kann ich das Musterdepot auch mobil nutzen?

Ja, allerdings nicht als eigene Anwendung. Die Anbieter binden das Musterdepot in ihre reguläre App ein, samt Watchlist und Push-Meldungen bei größeren Kursbewegungen. Eine separate Musterdepot-App gibt es bei keinem der geprüften Anbieter.

Kann ich mit einem Musterdepot echtes Geld verdienen?

Nein. Alle Geschäfte sind virtuell, es entstehen weder Gewinne noch Verluste. Der Ertrag eines Musterdepots ist Erfahrung, nicht Rendite.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading und handelt seit 1978 an den Finanzmärkten. Er arbeitet diskretionär nach Price Action, also ohne mechanisches Handelssystem, und ist in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten aktiv.

Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Für diesen Artikel hat er die Angebote von onvista, comdirect, S Broker, Sparkasse und Börse ARD einzeln gegen die Anbieterseiten geprüft und dabei zwei eingestellte Musterdepots gefunden, die im deutschen Netz weiter empfohlen werden. Aus über vier Jahrzehnten Seminarpraxis kennt er den Punkt, an dem ein Übungsdepot nichts mehr beibringt.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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