Wer nach Erfahrungen mit DER AKTIONÄR sucht, bekommt meist zwei Extreme: Werbeversprechen des Verlags oder pauschale Verrisse in Foren. Beides hilft dir wenig. Dieser Artikel ordnet das Börsenmagazin aus der Sicht eines aktiven Traders ein: Was bekommst du kostenlos, was kosten die Abos wirklich, und wo liegen die Grenzen der Empfehlungen?
Grundlage der Bewertung sind die aktuellen Preis- und Angebotsseiten des Verlags, die öffentlich einsehbaren Musterdepot-Kennzahlen, über 1.000 Trustpilot-Bewertungen und Stimmen aus Anleger-Communitys (Stand: Juli 2026). Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
DER AKTIONÄR: das Wichtigste in 30 Sekunden
Die wichtigsten Fakten zum Börsenmagazin im Schnellüberblick:
- Börsenmagazin seit 1996: DER AKTIONÄR erscheint wöchentlich digital und gedruckt. Herausgeber ist die Börsenmedien AG aus Kulmbach mit Verleger Bernd Förtsch.
- Kosten 2026: Das Digital-Jahresabo kostet 395 Euro, Print 420 Euro, die Kombi 472 Euro. Der Plus-Bereich kostet einzeln 9,95 Euro im Monat und ist für Magazin-Abonnenten inklusive.
- Musterdepots mit echtem Geld: Das Real-Depot läuft seit 2010 und liegt bei plus 276 Prozent seit Auflage. Es kostet separat 749 Euro im Jahr. Dazu kommen AKTIONÄR-Depot und TSI-Musterdepot.
- Gemischte Bewertungen: Auf Trustpilot stehen 4,3 von 5 Sternen bei über 1.000 Bewertungen. Kritik gibt es vor allem für reißerische Schlagzeilen und teure Zusatzdienste.
Was ist DER AKTIONÄR?
DER AKTIONÄR ist Deutschlands auflagenstärkstes wöchentliches Börsenmagazin. Es wird von der Börsenmedien AG in Kulmbach herausgegeben und liefert Analysen, Kaufempfehlungen und Musterdepots für Aktien, ETFs, Rohstoffe und Kryptowährungen.
Gegründet wurde das Magazin 1994 unter dem Namen „Bulle und Bär“. Seit 1996 erscheint es als DER AKTIONÄR. Aus dem Monatsheft von damals ist ein wöchentliches Magazin geworden, das du heute als Digitalausgabe, gedrucktes Heft oder Kombi-Abo beziehst. Dahinter steht die Börsenmedien AG, zu der auch Buchverlag, Börsendienste und ein eigener Videobereich gehören.
Das inhaltliche Spektrum reicht von Aktien über Fonds, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine bis zu Rohstoffen und Kryptowährungen. Damit ist DER AKTIONÄR ein klassisches Anlegermagazin mit Empfehlungscharakter: Die Redaktion analysiert nicht nur, sie spricht konkrete Kaufempfehlungen mit Kurszielen und Stopps aus. Das unterscheidet es von reinen Nachrichten-Portalen, wie du sie in unserem Überblick über Börsenportale findest.
Vorstandsvorsitzender und Verleger ist Bernd Förtsch. Er war 2006 auch Mitgründer des Online-Brokers flatex. Diese Verbindung solltest du kennen: Verlag und Brokergeschäft kommen aus demselben Haus, das AKTIONÄR-Depot wird bei flatex geführt. Ein Interessenkonflikt muss das nicht sein, Transparenz gehört für mich aber zu einer ehrlichen Einordnung dazu.
DER AKTIONÄR im Steckbrief
| Name | DER AKTIONÄR |
| Herausgeber | Börsenmedien AG, Am Eulenhof 14, 95326 Kulmbach |
| Gegründet | 1994 als „Bulle und Bär“, seit 1996 als DER AKTIONÄR |
| Vorstand | Bernd Förtsch |
| Erscheinungsweise | wöchentlich, digital und print |
| Kernangebote | Magazin, Plus-Bereich, Musterdepots, HEBELTRADER, Aktien-Reports |
| Kostenlos nutzbar | Marktüberblick, News, Videos, Podcast, Watchlist nach Registrierung |
| Trustpilot | 4,3 von 5 Sternen bei über 1.000 Bewertungen (Stand: Juli 2026) |
| Website | deraktionaer.de |
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Kostenlose Inhalte: Was bekommst du ohne Abo?
Ein großer Teil der Website ist ohne Bezahlung nutzbar. Für einen schnellen Marktcheck reicht das oft schon aus. Die kostenlosen Inhalte sind zugleich das Schaufenster, über das der Verlag seine Abos verkauft. Das merkst du an den vielen Kaufhinweisen zwischen den Artikeln.
Täglicher Marktüberblick und News
Unter dem Reiter Marktüberblick findest du die aktuellen Stände der großen Indizes wie DAX, MDAX, Dow Jones und Nasdaq 100, dazu die Tops und Flops des Tages. Ergänzt wird das durch laufend aktualisierte Finanznachrichten zu Unternehmen, Devisen, Rohstoffen und Krypto. Die Beiträge sind kurz, verständlich und für einen ersten Überblick brauchbar.

Videos und Money-Train-Podcast
Die frühere separate TV-Website hat der Verlag in die Hauptseite integriert: Videos findest du heute direkt im Bereich deraktionaer.de/videos. Dort sprechen die Börsenexperten der Redaktion mehrmals täglich über Marktlage, Einzelwerte und Anlageideen, unter der Woche auch live.
Dazu kommt der wöchentliche Podcast „Money Train: Der Aktienexpress“ mit Folgen zwischen 15 und 25 Minuten. Wichtig für die Einordnung: Die besprochenen Inhalte sind keine Anlageberatung, der Verlag schließt eine Haftung für Verluste ausdrücklich aus.
Kosten 2026: Was kosten Abo und Plus-Bereich?
Beim Preis hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Halbjahres- und Probeabos zu Kampfpreisen gibt es nicht mehr, stattdessen läuft der Einstieg über ein Monatsabo mit vier Ausgaben. Die aktuellen Preise (Stand: Juli 2026, Quelle: Abo-Shop der Börsenmedien AG):
| Abo-Variante | Laufzeit | Preis |
|---|---|---|
| Digital-Jahresabo | 52 Ausgaben | 395 € |
| Print-Jahresabo | 52 Ausgaben | 420 € |
| Kombi-Jahresabo (Digital + Print) | 52 Ausgaben | 472 € |
| Digital-Monatsabo | 4 Ausgaben | 33 € |
| Print-Monatsabo | 4 Ausgaben | 35 € |
| Kombi-Monatsabo | 4 Ausgaben | 39 € |
Das Monatsabo verlängert sich automatisch um jeweils vier Ausgaben, wenn du nicht kündigst. Die Kündigungsfrist liegt bei vier Wochen vor Laufzeitende. Studierende erhalten gegen Nachweis 20 Prozent Rabatt auf das Jahresabo. Die Abos laufen über den Shop der Börsenmedien AG.
DER AKTIONÄR Plus
DER AKTIONÄR Plus ist der kostenpflichtige Premium-Bereich der Website. Er kostet einzeln 9,95 Euro im Monat und enthält tägliches Research, exklusive Empfehlungen und Einschätzungen der Redaktion.
Für Magazin-Abonnenten ist der Plus-Bereich im Abo enthalten. Als einzelnes Produkt lohnt er sich vor allem, wenn du die Empfehlungen der Redaktion verfolgen willst, ohne das komplette Heft zu lesen. Rechne aber ehrlich: Wer Magazin und Plus ohnehin zusammen nutzt, fährt mit dem Jahresabo günstiger als mit Einzelbausteinen.
Musterdepots: Real-Depot, AKTIONÄR-Depot und TSI-Musterdepot
Ein Musterdepot ist ein öffentlich geführtes Wertpapierdepot, mit dem eine Redaktion ihre Empfehlungen nachvollziehbar dokumentiert. Leser können die Käufe und Verkäufe verfolgen und auf eigenes Risiko nachbilden.
Die Musterdepots sind das bekannteste Aushängeschild von DER AKTIONÄR und einer der häufigsten Gründe für ein Abo. Aktuell führt die Redaktion drei Depots: das Real-Depot, das AKTIONÄR-Depot und das TSI-Musterdepot. Ältere Aktionsdepots wie das Hebel-Depot oder das Schlag-den-Buffett-Depot sind eingestellt. Einen Überblick über das Konzept und Alternativen findest du in unserem Artikel zu Musterdepots.

Das Real-Depot
Das Real-Depot ist ein Echtgeld-Depot von DER AKTIONÄR. Es startete am 5. Mai 2010 mit 20.000 Euro und wird von der Redaktion mit kurz- bis mittelfristigen Aktien- und Hebel-Positionen geführt.
Die aktuellen Depot-Zahlen (Stand: 31. Juli 2026, Quelle: deraktionaer.de): Der Depotwert liegt bei rund 75.200 Euro, das entspricht plus 276 Prozent seit Auflage. Seit Jahresbeginn 2026 stehen plus 9 Prozent zu Buche, aktuell laufen 17 Positionen. Das Depot setzt auf spekulatives, kurz- bis mittelfristiges Investieren in Aktien, teils mit Hebelprodukten, also Papieren, die Kursbewegungen verstärkt abbilden.
Zwei Dinge solltest du vor dem Abschluss wissen. Erstens der Preis: Das Real-Depot kostet 749 Euro im Jahr, ein Probemonat 78 Euro. Zweitens die Einordnung der Performance: Plus 276 Prozent über 16 Jahre entsprechen im Schnitt rund 8,5 Prozent pro Jahr. Das ist solide, aber kein Wundermittel, und frühere Hochstände lagen deutlich über dem heutigen Depotwert. Abonnenten erhalten alle Transaktionen per SMS und E-Mail sowie Einblick in das komplette Depot.
AKTIONÄR-Depot und TSI-Musterdepot
Das AKTIONÄR-Depot ist das zweite Echtgeld-Depot, aufgelegt am 25. März 2020 und geführt beim Broker flatex. Es richtet sich an konservativere Anleger genauso wie an spekulative und mischt Aktien, ETFs, Fonds und Derivate. Die Transaktionen bekommst du als Magazin-Abonnent per E-Mail oder Push-Nachricht über die App mitgeteilt.
Das TSI-Musterdepot beruht auf dem TSI-Indikator, einer Weiterentwicklung des Relative-Stärke-Ansatzes. Es nimmt systematisch die trendstärksten Aktien aus dem HDAX auf und sortiert die schwächsten aus.
Der TSI-Ansatz ist damit das einzige regelbasierte Depot im Angebot: Gekauft wird nach Trendstärke, nicht nach Redaktionsmeinung. Für dich heißt das weniger Story, mehr Systematik. Auch hier gilt: Die Depots dokumentieren Entscheidungen, sie ersetzen keine eigene Risikoprüfung.
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HEBELTRADER: der tägliche Trading-Report
Der HEBELTRADER ist ein börsentäglicher PDF-Report von DER AKTIONÄR. Jede Ausgabe stellt genau ein Hebel-Derivat des Tages vor und kostet 9,90 Euro.
Der HEBELTRADER ist das jüngste Kernprodukt des Verlags und taucht in vielen Suchanfragen auf. Das Konzept: Die Redaktion kombiniert Charttechnik, Fundamentaldaten und die aktuelle Nachrichtenlage zu einer einzigen tagesgültigen Trading-Idee, geliefert als fünfseitiges PDF per E-Mail. Dazu gibt es Informationen zum Basiswert, zur Vergleichsgruppe und eine Einschätzung der Marktlage.

Aus Trader-Sicht ist hier Kostendisziplin gefragt. Wer jeden Handelstag eine Ausgabe für 9,90 Euro kauft, zahlt im Monat rund 200 Euro, mehr als für die meisten Börsendienste. Und ein täglich wechselnder Hebel-Trade ohne eigenes Risikomanagement ist für Einsteiger ungeeignet: Hebelprodukte können schnell hohe Verluste erzeugen, bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Der Report liefert Ideen, das Risikomanagement bleibt komplett bei dir.
Empfehlungsliste und Aktien-Reports
Die Empfehlungsliste von DER AKTIONÄR ist die laufend gepflegte Übersicht aller aktiven Kaufempfehlungen der Redaktion, jeweils mit Einstiegskurs, Kursziel und Stoppkurs.
Die Empfehlungsliste erscheint in den wöchentlichen Ausgaben und im Plus-Bereich. Sie ist der Kern des Magazins: Hier siehst du gebündelt, welche Aktien die Redaktion aktuell zum Kauf stellt und wo sie Kursziele und Stopps setzt. Ohne Abo bekommst du die Liste nicht, einzelne Empfehlungen sickern aber über Website-Artikel und Videos durch.
Daneben verkauft der Verlag themenbezogene Aktien-Reports, mehrseitige PDF-Dossiers zu Trendthemen wie KI, Rüstung oder Rohstoffen. Die Preise liegen je nach Umfang meist zwischen 40 und 100 Euro (Stand: Juli 2026). Die Reports greifen fast immer aktuelle Hype-Themen auf. Rechne damit, dass die Story im Vordergrund steht: Als Ideenquelle brauchbar, als alleinige Kaufgrundlage zu dünn.
Wenn dich das Format Börsenbrief grundsätzlich interessiert, findest du in unserem Überblick über Börsenbriefe die Einordnung, wie solche Dienste arbeiten und woran du seriöse Anbieter erkennst. Ein traditionsreiches Gegenbeispiel mit anderem Stil sind die Bernecker Börsenbriefe, die seit Jahrzehnten nüchterner auftreten als die Kulmbacher.
Eine schlankere Alternative zu den umfangreichen Börsendiensten von DER AKTIONÄR ist die Plattform Beating Beta, die sich auf tägliche Briefings, Research und transparente Musterdepots konzentriert.
13 Trading-Indikatoren, die du kennen musst

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Für unterwegs bietet der Verlag eine kostenlose mobile App für iOS und Android. Neben News und Kursen kannst du dort Watchlisten führen, Charts abrufen, den Podcast hören und als Abonnent die Push-Mitteilungen zu den Musterdepots empfangen. Im Vergleich mit anderen Trading-Apps ist sie ein solider Nachrichten-Begleiter, aber kein Analyse-Werkzeug.

Richtig groß ist der Verlag auf YouTube: Der Kanal DER AKTIONÄR TV zählt rund 675.000 Abonnenten und über 32.000 Videos (Stand: Juli 2026). Damit gehört er zu den reichweitenstärksten deutschen Finanzkanälen. Dazu kommen Auftritte auf Instagram, Facebook und X (früher Twitter). Die Videos sind kostenlos und für die tägliche Marktlage durchaus brauchbar, auch ohne Abo.
Wie seriös ist DER AKTIONÄR? Bewertungen und Kritik
Seriosität hat zwei Ebenen: Ist der Anbieter ein echtes, reguliertes Unternehmen? Und taugen die Empfehlungen? Die erste Frage ist schnell beantwortet: Die Börsenmedien AG ist ein etablierter Verlag mit über 30 Jahren Geschichte, geprüftem Impressum und realen Redaktionen. Ein unseriöser Anbieter im Sinne von Betrug ist DER AKTIONÄR nicht.
Auf Trustpilot steht das Magazin bei 4,3 von 5 Sternen aus über 1.000 Bewertungen (Stand: Juli 2026). Das ist deutlich besser als noch vor einigen Jahren. Ein Kunde aus Österreich schreibt etwa: „DA ist absolut informativ und wie ich denke und hoffe immer an vorderster Front dabei.“ Solche Stimmen loben vor allem die Aktualität und die verständliche Aufbereitung.
Die Kritik entzündet sich an anderer Stelle. In Anleger-Communitys wie Reddit wird dem Magazin regelmäßig vorgeworfen, Nebenwerte mit reißerischen Schlagzeilen zu pushen („Verzehnfacher“) und über aggressive Werbung vor allem die eigenen Abos und Reports zu verkaufen. Diese Vorwürfe sind Meinungen einzelner Nutzer, sie decken sich aber mit dem, was du beim Lesen selbst merkst: Der Ton ist verkäuferisch, und spekulative Empfehlungen gehen nicht immer auf.
Vor diesem Hintergrund die Stärken und Schwächen im Überblick:
Das spricht für DER AKTIONÄR:
- Breites Gratis-Angebot: Marktüberblick, News, Videos und Podcast kosten nichts und reichen für die tägliche Orientierung.
- Transparente Musterdepots: Echtgeld-Depots mit nachvollziehbarer Historie seit 2010 sind mehr, als viele Konkurrenten bieten.
- Hohe Aktualität: Große Redaktion, mehrmals täglich neue Inhalte, starke Video-Präsenz.
- Etablierter Verlag: Über 30 Jahre am Markt, geprüftes Impressum, reale Ansprechpartner.
Das spricht gegen DER AKTIONÄR:
- Verkäuferischer Ton: Reißerische Schlagzeilen und ständige Kaufhinweise erschweren die nüchterne Einordnung.
- Hohe Folgekosten: Wer Magazin, Real-Depot und Reports kombiniert, kommt schnell auf weit über 1.000 Euro im Jahr.
- Spekulative Schlagseite: Gerade bei kleinen Nebenwerten gehen Empfehlungen häufig nicht auf, das Risiko trägst du.
- Interessenverflechtung: Verlag und Broker-Umfeld kommen aus demselben Haus, das solltest du bei Produktempfehlungen im Hinterkopf behalten.
Wo DER AKTIONÄR im Marktumfeld steht und welche Briefe im Ranking vorn liegen, klärt unser Vergleich der deutschen Börsenbriefe.
Fazit: Gute Basis-Infos, teure Zusatzdienste
Mein Fazit nach der Durchsicht fällt zweigeteilt aus. Die kostenlosen Inhalte von DER AKTIONÄR sind stark: aktueller Marktüberblick, verständliche News, ein reichweitenstarker YouTube-Kanal. Wer sich täglich kurz orientieren will, bekommt hier viel für null Euro.
Bei den Bezahlprodukten rate ich zu spitzem Bleistift. Das Magazin-Abo für 395 bis 472 Euro ist fair kalkuliert, wenn du es wirklich liest und den Plus-Bereich mitnutzt. Real-Depot für 749 Euro und täglicher HEBELTRADER lohnen sich dagegen nur, wenn du die Empfehlungen diszipliniert und mit eigenem Risikomanagement umsetzt. Rund 8,5 Prozent Jahresrendite im Real-Depot seit 2010 sind ordentlich, rechtfertigen aber keine Erwartung auf schnelle Gewinne.
Am wichtigsten ist mir nach fast fünf Jahrzehnten an den Märkten dieser Punkt: Ein Magazin liefert dir Ideen, keine Entscheidungen. Wer jede Schlagzeile kauft, handelt das Depot des Verlags, nicht das eigene. Nutze DER AKTIONÄR als Ideenquelle, prüfe jede Empfehlung gegen deine eigene Strategie, und lass dich vom Marketing nicht zu Käufen drängen, die du ohne die Schlagzeile nie gemacht hättest.
Häufige Fragen zu DER AKTIONÄR
Wie seriös ist DER AKTIONÄR?
DER AKTIONÄR ist das Magazin eines etablierten Verlags, der Börsenmedien AG aus Kulmbach, und im rechtlichen Sinne seriös. Auf Trustpilot stehen 4,3 von 5 Sternen bei über 1.000 Bewertungen. Kritik gibt es für reißerische Schlagzeilen und den starken Verkaufsfokus, vor allem bei spekulativen Nebenwerten.
Was kostet ein Abo von DER AKTIONÄR?
Das Digital-Jahresabo kostet 395 Euro, Print 420 Euro und die Kombi 472 Euro (Stand: Juli 2026). Zum Testen gibt es ein Monatsabo mit vier Ausgaben ab 33 Euro. Der Premium-Bereich DER AKTIONÄR Plus kostet einzeln 9,95 Euro im Monat und ist im Magazin-Abo enthalten.
Wer steht hinter DER AKTIONÄR?
Herausgeber ist die Börsenmedien AG mit Sitz in Kulmbach. Vorstandsvorsitzender und Verleger ist Bernd Förtsch, der 2006 auch den Online-Broker flatex mitgründete. Zum Verlag gehören außerdem Buchverlag, Börsendienste und der YouTube-Kanal DER AKTIONÄR TV.
Was ist der HEBELTRADER von DER AKTIONÄR?
Der HEBELTRADER ist ein börsentäglicher PDF-Report mit genau einer Hebel-Trading-Idee pro Tag. Jede Ausgabe umfasst fünf Seiten und kostet 9,90 Euro. Wegen der hohen laufenden Kosten und der Hebelrisiken eignet er sich nur für erfahrene, disziplinierte Trader.
Was ist die Empfehlungsliste von DER AKTIONÄR?
Die Empfehlungsliste bündelt alle aktiven Kaufempfehlungen der Redaktion mit Einstiegskurs, Kursziel und Stoppkurs. Sie erscheint wöchentlich im Magazin und im Plus-Bereich und ist nur mit Abo vollständig einsehbar.
Wurde die Zeitschrift DER AKTIONÄR eingestellt?
Nein. DER AKTIONÄR erscheint weiterhin jede Woche, sowohl als Digitalausgabe als auch gedruckt. Eingestellt wurden lediglich einzelne Zusatzangebote wie ältere Aktionsdepots und der frühere Bereich Premium Invest.
Kann ich DER AKTIONÄR kostenlos nutzen?
Ja, ein großer Teil der Website ist kostenlos: Marktüberblick, News, Videos und der Podcast Money Train. Nach einer Gratis-Registrierung kannst du zusätzlich eine persönliche Watchlist führen. Kostenpflichtig sind Magazin, Plus-Bereich, Musterdepot-Zugänge und Reports.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und diskretionärer Price-Action-Trader seit 1978. Er handelt Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte und arbeitet ohne technische Indikatoren, allein auf Basis von Kursverlauf und Marktstruktur.
Ende der Achtzigerjahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre vertrat er Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen 10 Bücher. Bis 2010 gab er eigene Gruppenseminare, von 2000 bis 2010 zusätzlich private Einzelschulungen.
Die deutsche Börsenmedien-Szene kennt Karsten seit den Achtzigerjahren aus eigener Anschauung: als Leser, als Übersetzer und Verleger von Finanzliteratur und als Herausgeber eigener Marktanalysen. Anlegermagazine und Börsendienste bewertet er nüchtern aus der Trader-Perspektive: Was taugt die Analyse, und was bleibt davon nach Kosten und Risiko übrig?
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.




