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Börsenbrief – per Infopost zum erfolgreichen Trading? (2022)

Wer sich näher mit dem Handel von Aktien und weiteren Assets beschäftigt und im Bereich des Tradings aktiv ist, der wird früher oder später auch auf Börsenbriefe stoßen.

Diese Börsenbriefe, seltener auch Aktienbriefe genannt, sind eine Möglichkeit von erfolgreichen Tradern und vielen Finanzportalen Aktienempfehlungen und Tipps zu verteilen. In der Regel ist ein solcher Börsenbrief aber kostenpflichtig und dient den Verkäufern als Einnahmequelle. Teils in Verruf geraten und teils sehr hochgelobt gibt es solche und solche Börsenbriefe. Unterschiede in der Performance sind dabei leicht möglich. Was nun aber ein Börsenbrief eigentlich ist, welche es gibt und ob sich das Abo eines Börsenbriefs lohnt, wollen wir in diesem Artikel näher anschauen.

Welche Inhalte bieten Börsenbriefe?

Grundsätzlich werden Börsenbriefe in der Regel von Analysten oder Finanzredakteuren veröffentlicht. In den letzten beiden Jahren kamen aber auch mehr und mehr „private“ Trader dazu, welche einen eigenen kleinen Börsenbrief verbreiten. Diese sind meistens auch auf den typischen Social Media Plattformen zu finden. Die wirklich bekannten Social Media Trader wie Aktien mit Kopf oder AlleAktien versenden allerdings keinen Börsenbrief. Bei AlleAktien findet man einen Newsletter, beim Aktienfinder gibt es stetig Infos per Facebook, aber auch keinen Börsenbrief.

In einem typischen Börsenbrief werden alle Themen und Infos rund um die Börsenmärkte der Welt behandelt. Manche Börsenbriefe zielen spezifisch auf eine Region ab, andere sind sehr international. Ebenso kann man Börsenbriefe finden, die sich mit dem Handel mit Aktien, Optionen, Währungen, ETFs oder auch mit Krypto-Trading auseinandersetzen. Mal mit allen Anlageklassen und auch hier mal wieder sehr spezifisch. Neben diesen regionalen Unterschieden und den verschiedenen Anlageprodukten können Börsenbriefe auch branchenspezifisch ausgearbeitet sein. Im Prinzip gibt es zu fast jeder Branche in fast jeder Region mit fast jedem Anlageprodukt einen eigenen Börsenbrief. Hier sind der Verbreitung durch die oben genannten Personen kaum Grenzen gesetzt.

Oft sind diese Briefe aber etwas gebündelt und beschäftigen sich dann sehr spezifisch mit einer Region und einem Anlageprodukt. Denn damit lässt sich eine sinnvollere Expertise schaffen und auch verkaufen. Einen Rundumschlag über alle Länder und Branchen hinweg ist kaum zielführend.

Wie ist ein Börsenbrief aufgebaut?

Ähnlich wie beim Inhalt gibt es nicht den einen Aufbau oder den einen stereotypischen Börsenbrief. Die bekannteren Börsenbriefe wie Börse am Sonntag sind aber auch für neuere Briefe maßgebend. Während die Börsenbriefe früher wirklich als Brief verschickt wurden, daher auch der Name, oder in Zeitschriften veröffentlicht wurden, geht es heutzutage wesentlich digitaler zu. Alle Börsenbriefe werden in der Regel per E-Mail verschickt oder über einen entsprechenden Portal-Zugang ermöglicht. Die großen Finanzportale bieten hier einfach einen Mitgliederbereich, bei dem man sich einloggen und dann den Börsenbrief in PDF-Form herunterladen oder direkt lesen kann. Damit handelt es sich heute eher um Börsenmails statt um Briefe. Der Name bleibt aber wegen des Erkennungsmerkmals vorhanden.

Da die Form der Börsenbriefe schon so sehr variieren und auch die vermittelten Nachrichten sehr unterschiedlich sind, muss man im Prinzip zwei Arten der Briefe unterscheiden.

Grundlagen-Börsenbriefe

Die Grundlagen-Börsenbriefe setzen sich in der Regel mit sehr allgemeinen und grundlegenden Themen rund um Aktien und Co. auseinander. Dabei ist das Ziel die Abonennten des Börsenbriefs vor allem mit einem Überblick über die aktuellen Ereignisse an den Märkten zu informieren. Dabei werden dann auch die wichtigsten und spannendsten Unternehmen unter die Lupe genommen. Das Problem besteht allerdings darin, dass manches Trendunternehmen beim erscheinen des Börsenbriefs schon gar keine Rolle spielt.

In den Grundlagen-Börsenbriefen finden sich häufig aber noch mehr Informationen als nur die spezifische Analyse von Unternehmen und Märkten. Stattdessen gibt es geballtes Börsenwissen und Informationsartikel. Manchmal eher im Stile eines Tutorials, manchmal eher als ein Lexikonartikel. Damit sollen die Abonennten auch hinzulernen können.



Handlungsempfehlende Börsenbriefe

Eine andere Kategorie stellen die handlungsempfehlenden Börsenbriefe dar. In diesen werden zwar auch immer wieder die Märkte und einzelne Unternehmen sehr allgemein beleuchtet, allerdings gibt es anders als bei den Grundlagen-Börsenbriefen sehr konkrete Handlungsempfehlungen. Normalerweise werden in dieser Art von Börsenbrief sehr direkt die Käufe und Verkäufe von verschiedenen Wertpapieren behandelt.

Häufig steht hinter solchen handlungsempfehlenden Börsenbriefen auch ein Musterdepot oder sogar ein echtes Depot, indem der Börsenbriefherausgeber alle Transaktionen wie empfohlen durchführt. Damit wird natürlich auch Offenheit und Transparenz geschaffen. Bei solchen Beispieldepots kann man als Abonennt des Börsenbriefs auch über die entsprechende Diversifikation lernen. Umso erfolgreicher man mit den Empfehlungen handeln kann, umso besser müsste das Depot sein. Damit gibt es auch gleich einen entsprechenden Qualitätsnachweis des Herausgebers.

Einige Börsenbriefe bieten auch weitere Services wie einen Push-Benachrichtigungsservice an. Dies geschieht heute über WhatsApp oder Telegram, teils auch über kurze Mails oder Ticker im Portal. Damit kann man einen Handel nahezu live mitverfolgen. Der Abonennt eines Börsenbriefs kann und muss natürlich immer selbst entscheiden, welchen Empfehlungen er folgt oder nicht. Letztlich sind die Börsenbriefe aber durchaus eine Anregung ähnlich zum Social Trading mit seinen Copy Trading und Mirror Trading Möglichkeiten.

Wie oft erscheinen Börsenbriefe?

Wie beim Aufbau und Inhalt können die Börsenbriefe auch in ihrem Erscheinungsturnus nicht als einheitlich betrachtet werden. Während ein früherer Börsenbrief klassisch wöchentlich bis monatlich erschien, ist heutzutage alles möglich. Je nach dem, ob sich der Börsenbrief mit aktuellen Handelsempfehlungen und Geschehnissen auseinandersetzt oder es um eher langfristiges Anlegen geht, unterscheiden sich auch die Veröffentlichungstermine. So kann ein Brief heutzutage auch täglich verschickt werden.

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Wie lang ist ein Börsenbrief?

Börsenbriefe unterliegen keiner vorgegebenen Länge. Betrachtet man die Landschaft der Börsenbriefe nämlich sehr weit, kann nahezu jeder Trader einen eigenen Börsenbrief veröffentlichen. Ob man diesen dann abonniert, bleibt natürlich fraglich. Je nach dem, was von den einzelnen Briefen behandelt wird und wie oft diese erscheinen, kann ein solcher Börsenbrief mit einer Seite auskommen – manchmal sind noch Charts und Tabellen dabei und es werden eher fünf Seiten. Die monatlich erscheinenden Börsenbriefe haben teils auch 20 – 50 Seiten zu bieten. Damit haben die kurzen Börsenbriefe die Möglichkeit sehr schnell und variabel zu informieren, während die seltener erscheinenden, aber langen Börsenbriefe einen tieferen Einblick in die Tradingwelt bieten.

Warum sollte man einen Börsenbrief und keine Börsenzeitung beziehen?

Die Grundlagen-Börsenbriefe tendieren ja schon stark in die Richtung einer rein informativen Zeitschrift oder Börsenzeitung wie das €uro-Magazin. Dort werden auch interessante Unternehmen besprochen und die Märkte näher analysiert. Deshalb stellt sich die Frage, ob man überhaupt noch Börsenbriefe benötigt. Dies lässt sich nur bedingt mit Ja oder Nein beantworten, weil es immer auf den einzelnen Nutzen ankommt. Die Grundlagen-Börsenbriefe gehen nämlich durchaus über die gängigen Finanzzeitungen hinaus. Dort werden neben Infoartikeln nämlich auch spezielle Analysen und Handelsmöglichkeiten diskutiert. Deshalb ist ein Börsenbrief durchaus immer noch spezifischer als eine Zeitschrift.

Betrachtet man die handlungsempfehlenden Börsenbriefe näher, dann wird schnell klar, dass hier kaum eine Zeitschrift so up to date sein kann, um alle Trends aufzunehmen. Deshalb unterscheidet sich dieser Typ eines Börsenbriefs auf jeden Fall von gängigen Finanzzeitungen.

Wie lässt sich der Erfolg eines Börsenbriefs überprüfen?

Wer neu in die Welt und den Handel mit Aktien einsteigt oder auch als erfahrener Trader die Möglichkeiten eines Börsenbriefs nutzen will, der will natürlich wissen, wie gut der jeweilige Brief in den letzten Jahren abgeschlossen hat. Denn über die Performance der Vergangenheit könnte ja allgemein sehr viel erzählt werden, was nicht stimmt. Deshalb ist es auch nicht immer so einfach nachzuverfolgen, wie gut die Handlungsempfehlungen wirklich funktioniert haben. Umso transparenter ein Anbieter agiert, desto besser kann man auch die vergangene Performance online nachvollziehen. Aber nicht immer spricht die beste Performance der Vergangenheit auch für den besten Börsenbrief. Einerseits kann es hier Glückstreffer oder einen guten Markttrend gegeben haben, andererseits will man vielleicht auch einen stärker informativen Brief erhalten.

Die wirklich großen Anbieter von Börsenbriefen geben den Abonennten meist auch die Möglichkeit sich in Online-Foren, Social Media Gruppen oder per Support auszutauschen und Fragen zu stellen. Dieser Service unterstreicht natürlich die Qualität eines Anbieters, da nichts komplett unreflektiert hingenommen werden muss.

Was kostet ein Börsenbrief?

Börsenbriefe sind in der Regel kostenpflichtig und meistens gibt es hierfür ein Abomodell. Je nach Variante sind diese monatlich, halbjährlich oder jährlich abzuschließen. Beim Börsenkiosk können mittlerweile auch einzelne Ausgaben verschiedener Börsenbriefe gekauft werden.

Die Kosten von Börsenbriefen können sich sehr stark unterscheiden und reichen schnell von fünf Euro bis zu 100 Euro im Monat. Dies liegt dann an den verschiedenen Herausgebern und der Qualität, die sie versprechen. Aber der teuerste Börsenbrief ist auch hier nicht unbedingt der beste. Ebenso sollten sich Anleger Gedanken darüber machen, ob und inwiefern ihnen ein Börsenbrief nützt und wie viel dieser ihnen Wert ist.

Seriöse Börsenbriefherausgeber liefern in der Regel auch ein kostenloses Probeabo, bei welchem man sich entsprechend ein Bild des Briefs machen kann und sehen kann, ob man diesen überhaupt gut oder gar nützlich findet.

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Kostenlose Börsenbriefe als Alternative?

Neben den bezahlpflichtigen Börsenbriefen gibt es auch verschiedene kostenlose Börsenbriefe. Diese sind meist aber sehr allgemein gehalten oder bahnen eine Handlungsempfehlung nur an. Konkrete Handlungsempfehlungen für Käufe und Verkäufe wird man bei diesen Varianten kaum finden. Selten weisen die kostenlosen Versionen dann auch nur auf vertieftere bezahlpflichtige Reports hin.

Da sich solche Börsenbriefe aber auch finanzieren müssen, gibt es die Möglichkeit von Werbeanzeigen in den einzelnen Ausgaben. Dies wird immer als Beeinflussung angeprangert, da dann eventuell falsche Handelsempfehlungen gegeben werden, wenn käufliche Werbefläche dahintersteht. In einigen Fallanalysen konnte hier aber nahezu nie eine Verbindung zwischen einem kostenlosen Börsenbrief und dem Aufruf zum (schlechten/falschen) Kauf wegen der Werbung gefunden werden. Deshalb kann man auch bei den Ausgaben mit Werbung davon ausgehen, dass hier nichts geschönt oder gar gefälscht wurde. Die kostenlosen Versionen können aber ansonsten oft nicht mit der bezahlpflichtigen Konkurrenz Schritt halten.

Kritik an Börsenbriefen

Wer nach dem Begriff Börsenbrief googelt, wird auch schnell einige Einträge über die Kritik an diesen Briefen finden. Diese Kritik kommt nahezu konsequent auf und zielt schnell auf die Allgemeinheit des Börsenbriefs ab, meint aber oft einzelne Herausgeber. Damit gerät aber die gesamte Sparte in Verruf, was dann auch nicht der Realität entspricht.

Natürlich versuchen einige Anbieter gewisse Betrügereien mit Börsenbriefen oder erhoffen sich echte Marktmanipulationen. Das ist aber eine absolute Ausnahmeerscheinung und so nicht die Regel. Die schwarzen Schafe werden auch schnell aus dem Verkehr gezogen, meistens regelt der Markt schon an sich, wer kein seriöser Anbieter ist. Deshalb sollte man bei der Auswahl eines Börsenbriefs aber auch immer darauf achten, wie lang dieser schon am Markt ist.

Bewertungsportal von Börsenbriefen

Wer sich über einen bestimmten Börsenbrief informieren möchte oder allgemein auf der Suche nach einem passenden Produkt ist, der findet in manchem Börsenportal einige Bewertungen und Übersichten. Das beste Portal hierfür ist lettertest.de. Dort werden konsequent Börsenbriefe getestet und bewertet. So findet man auf einen schnellen Blick eine Bewertung von null bis fünf Sternen und die Kosten des Briefs. Durch diese Bewertungen kann man auch einige Nischenbriefe aus der eigenen Auswahl streichen.

Bekannte und neuere Börsenbriefe

Börsenbriefe gibt es wie erwähnt sehr viele und es ist nicht immer klar, welche nun die besten, bekanntesten oder empfehlenswertesten sind. Wir haben hier nachfolgend aber eine Auflistung über die bekannteren Briefe, bei denen vor allem ATLAS Research als Herausgeber überwiegt. Historische Auflistungen über Performances vergangener Börsenbriefe lassen sich beispielsweise bei Wikipedia finden.

  • BÖRSE am Sonntag Weimer Media Group GmbH
  • Boerse-Daily.de FSG Financial Services Group
  • Boersenmillionaer.de Premium-Börsenbrief Boris Schulze
  • boersianer.info – Hankes Börsenbrief Ulrich W. Hanke
  • Böhms DAX-Strategie ATLAS Research
  • Bullenbrief Jürgen Schwenk
  • Cleverselect Investments M.G. Börsen-Service
  • dasHebeldepot Boris Schulze
  • DaxVestor ATLAS Research
  • DaxWaver Charttechnische Analysen DaxWaver
  • Der Goldreport Der Goldreport Ltd
  • Die Rendite-Spezialisten ATLAS Research
  • Heibel-Ticker Stephan Heibe
  • INLINE REPORT smart fintech solutions GmbH
  • TradingBrothers
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Fazit

Ob man einen Börsenbrief für erfolgreiches Investing braucht oder nicht muss eindeutig jeder Trader selbst entscheiden. Für erfahrene Trader mit genügend Zeit ist ein Börsenbrief vermutlich nicht notwendig, da diese Analysen und Trends selbst durchführen und erkennen können. Wer weniger Erfahrung hat, Markttechnik nicht gerade als Stärke sieht oder zu wenig Zeit für die entsprechende Recherche und Auseinandersetzung mit den Märkten hat, der findet bei dem ein oder anderen Börsenbrief sicherlich entsprechende Hilfe. Natürlich muss man sich auch Gedanken darüber machen, ob man die notwendige Rendite erzielt, damit sich die Investition in ein Börsenbrief-Abo überhaupt lohnt.

Allgemein kann man aber sagen, dass Börsenbriefe oft besser sind als ihr Ruf und durchaus eine sinnvolle Hilfe oder Ergänzung zum eigenen Trading darstellen können. Die vielen negativen Berichterstattungen sind oft Einzelfälle und rücken eine ganze Sparte zu Unrecht in eine zwielichtige Ecke. Generell empfiehlt es sich aber ein Abo vorher kostenlos oder wenigstens kostenvergünstigt zu testen und zu schauen, wie und ob die Briefe hilfreich sind.

Die Grundlagen-Börsenbriefe sehe ich persönlich allerdings als kaum noch notwendig an, da es so viele Portale gibt, auf denen man sich rundum informieren kann. Egal ob die neuesten Nachrichten bei Finanznachrichten oder aber allgemeine Portale wie Boerse.de oder Boerse-Online. Die handlungsempfehlenden Börsenbriefe können aber sehr sinnvoll sein und die eigene Strategie zusätzlich stützen. Ein Push-Nachrichtenservice ist eine schöne Möglichkeit für all diejenigen, die auch kurzfristig investieren. Generell sollte man aber auch hier mit Vorsicht agieren und nicht jede Empfehlung unreflektiert nachtraden. Denn manchmal passt sie vielleicht nicht zur eigenen Strategie oder Tradingverhalten.

Eine andere Möglichkeit durch die Expertise von anderen zu profitieren sind die Signaldienste, welche sich auch bei uns finden. Diese beschäftigen sich sehr spezifisch mit einzelnen Anlageprodukten und Strategien und können auch als sinnvolle Ergänzung genutzt werden.

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