boerse.de Erfahrungen 2026: Kosten, Fonds-Performance und wie seriös Europas ältestes Finanzportal wirklich ist

Zuletzt aktualisiert: 02. August 2026

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22 Min

Christian Möhrer

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Christian Möhrer

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Kaum ein deutsches Finanzportal ist so alt wie dieses: boerse.de ging 1994 online, als Aktienkurse noch per Telefon beim Bankberater abgefragt wurden. Wer heute nach Kursen, Kennzahlen oder einem Börsenlexikon sucht, landet früher oder später dort. Was viele erst auf den zweiten Blick merken: Das Portal ist längst nicht mehr nur ein Informationsangebot, sondern das Schaufenster einer Unternehmensgruppe, die eigene Börsenbriefe, Fonds, Zertifikate und eine Vermögensverwaltung verkauft.

Genau das macht die Bewertung interessant. Der kostenlose Teil und der kostenpflichtige Teil sind zwei sehr unterschiedliche Angebote. Für diesen Test habe ich die Preise und Konditionen direkt bei den Vertriebsgesellschaften abgefragt, die Wertentwicklung der hauseigenen Fonds bei einem unabhängigen Fondsdatenanbieter geprüft und die Kundenbewertungen auf Trustpilot durchgesehen. Alle Zahlen in diesem Artikel tragen ein Datum und eine Quelle.

Du erfährst hier, was boerse.de kostenlos wirklich leistet, was die Bezahlprodukte kosten, wie die eigenen Fonds gegen ihren Vergleichssektor abschneiden und woran du bei den beworbenen Renditen genau hinsehen solltest. Vorweg das Ergebnis: Portal und Produkte verdienen zwei verschiedene Urteile. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

boerse.de: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Kostenloser Teil ist stark: Kurse, News, Kennzahlen und ein umfangreiches Börsenlexikon gibt es ohne Anmeldung. Der Registrierungsbereich fügt Watchlisten und Musterdepots hinzu.
  • Bezahlprodukte sind teuer: Der boerse.de-Aktienbrief kostet im Jahresabo 587,60 €, Trendbrief und boerse.de-Signale liegen bei 19,60 € pro Woche, also gut 1.019 € im Jahr.
  • Beworbene Renditen sind Rückrechnungen: Die +28,1 % pro Jahr bei den Signalen stammen laut Anbieter aus einer Simulation ab 1999, nicht aus einem realen Depot.
  • Die eigenen Fonds hinken hinterher: Der boerse.de-Aktienfonds liegt über fünf Jahre bei +12,61 %, sein Vergleichssektor bei +35,47 % (laut fondsweb, Stand 30.07.2026).
  • Bewertungen sind schwach: Auf Trustpilot steht boerse.de bei 2,1 von 5 Sternen aus 13 Bewertungen, die Kritik trifft fast ausschließlich die Bezahlprodukte.

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Was ist boerse.de?

boerse.de ist ein 1994 gestartetes deutsches Finanzportal der boerse.de Finanzportal GmbH aus Rosenheim, das kostenlose Kurse, News und Börsenwissen mit kostenpflichtigen Börsenbriefen, eigenen Fonds und einer Vermögensverwaltung kombiniert.

Das Portal wirbt mit dem Zusatz „Europas erstes Finanzportal”. Belegen lässt sich der Startzeitpunkt 1994, damit ist boerse.de eines der ältesten deutschsprachigen Angebote seiner Art und 32 Jahre am Markt. Die dahinterstehende Verlagsgruppe ist noch älter: Der TM Börsenverlag firmiert nach eigener Darstellung seit 1987. Wer die Startseite aufruft, sieht sofort, worauf das Haus hinauswill: über der Nachrichtenspalte laufen die Kurse der eigenen Fonds und Indizes.

boerse.de Startseite mit Kursleiste der hauseigenen Fonds und Indizes, Stand August 2026
Direkt über den Nachrichten laufen die eigenen Produkte: Aktienfonds, Weltfonds, Technologiefonds, Dividendenfonds, boerse.de-Gold und die BCDI-Indizes.

Wer es kompakt braucht: Die folgenden Eckdaten fassen Betreiber, Historie und Preisrahmen zusammen. Sie stammen aus dem Impressum, den Produktseiten und dem Trustpilot-Profil.

MerkmalAngabe
Betreiberboerse.de Finanzportal GmbH, Rosenheim
GeschäftsführerThomas Müller
HandelsregisterHRB 30534, Amtsgericht Traunstein
MuttergesellschaftTM Börsenverlag AG
Portal online seit1994
Kostenlos nutzbarKurse, News, Analysen, Börsenlexikon, Watchlisten, Musterdepots
KostenpflichtigAktienbrief, Trendbrief, boerse.de-Signale, Fonds, Zertifikate, Vermögensverwaltung
Mindestanlage Vermögensverwaltungab 10.000 € (Protect-Megatrend-Portfolio), ab 100.000 € (myChampions100)
Trustpilot2,1 von 5 bei 13 Bewertungen (Stand 01.08.2026)

Wer steckt hinter boerse.de?

Hinter dem Portal steht keine Redaktion allein, sondern eine Unternehmensgruppe mit klarer Arbeitsteilung. Das zu kennen ist der Schlüssel, um die Inhalte richtig einzuordnen. Geschäftsführer der boerse.de Finanzportal GmbH ist Thomas Müller, eingetragen beim Amtsgericht Traunstein unter HRB 30534, Sitz ist Rosenheim.

Um das Portal herum gruppieren sich mehrere Schwestergesellschaften. Jede von ihnen verkauft etwas anderes, und das erklärt einen guten Teil dessen, was du auf den Produktseiten siehst:

  • TM Börsenverlag AG: die Muttergesellschaft, über sie laufen die Börsenbriefe und der Abo-Vertrieb.
  • boerse.de Finanzportal GmbH: betreibt das eigentliche Portal mit Kursen, News und Wissen.
  • boerse.de Vermögensverwaltung GmbH: verantwortet myChampions100, das Depotmanagement und das Fondsmanagement.
  • boerse.de Institut GmbH: stellt die Methodik dar, unter anderem den BOTSI-Advisor.
  • boerse.de Gold GmbH und boerse.de Shop GmbH: vertreiben Edelmetall und Börsenartikel über eigene Domains.

Beim Klick auf ein Produkt wechselst du deshalb regelmäßig die Domain. Der Aktienbrief liegt auf boerse-aktienbrief.de, die Fonds auf boerse-fonds.de, die Börsendienste auf boersenverlag.de. Für den Leser wirkt das wie ein Portal, rechtlich sind es verschiedene Gesellschaften.

Was boerse.de kostenlos bietet

Der kostenlose Teil ist der Grund, warum das Portal seit Jahrzehnten Besucher hat. Du bekommst Realtime-nahe Kurse zu Aktien, Fonds, ETFs, Devisen und Rohstoffen, dazu Fundamentaldaten, Analystenmeinungen und einen laufenden Nachrichtenticker. Für eine schnelle Erstrecherche zu einem Wert reicht das in den meisten Fällen aus.

Zwei Bereiche finde ich besonders brauchbar. Das Börsenlexikon erklärt Grundbegriffe verständlich und ohne Verkaufsdruck, und die Suchhits der Woche zeigen, welche Aktien gerade viele Nutzer aufrufen. Das ist ein simpler, aber ehrlicher Aufmerksamkeits-Indikator. Wer sich in Chartanalyse einarbeitet, findet außerdem Einführungstexte zu den gängigen Verfahren.

Nach kostenloser Registrierung kommen Watchlisten, personalisierbare Charts und mehrere Musterdepots dazu. Damit kannst du eine Strategie durchspielen, bevor echtes Geld fließt. Dazu gibt es Serviceseiten zu Börsenzeiten und Börsenfeiertagen sowie einen Finanzrechner für Sparpläne und Inflation.

Die Grenze des kostenlosen Angebots liegt in der Übersicht, nicht im Umfang. Startseite und Unterseiten sind dicht bepackt, Werbeflächen für die eigenen Produkte sitzen zwischen den Inhalten. Für Einsteiger, die noch nicht wissen, worauf sie achten müssen, ist das eher Reizüberflutung als Orientierung. Wer nur Kurse und News will, ist bei schlankeren Finanzportalen schneller am Ziel.

Die kostenpflichtigen Produkte von boerse.de

Ab hier wird aus dem Informationsangebot ein Verkaufsangebot. Der rote Faden durch alle Produkte ist die Champions-Methode, ein regelbasierter Auswahlansatz, der Aktien nach langfristiger Anlagequalität bewertet. Verpackt wird sie in fünf Formen: Brief, Signal, Fonds, Zertifikat und Vermögensverwaltung.

boerse.de-Aktienbrief

Der boerse.de-Aktienbrief ist ein alle 14 Tage erscheinender Börsenbrief des TM Börsenverlags, der Kauf- und Verkaufsempfehlungen aus den 100 Champions-Aktien des hauseigenen boerse.de-Champions-Index ableitet.

Der boerse.de-Champions-Index BCI ist ein hauseigener Index, der seit 2002 täglich veröffentlicht wird und die 100 nach der Champions-Methode ausgewählten Aktien gleichgewichtet abbildet.

Der Brief ist das älteste Bezahlprodukt des Hauses und der Anker für alles Weitere. Grundlage ist der BCI, der seit 2002 täglich veröffentlicht wird. Im 3-Monats-Abo zahlst du 30,10 € je Ausgabe, in Summe 210,70 €. Im Jahresabo sinkt der Preis auf 22,60 € je Ausgabe, macht 587,60 € im Jahr. Ein Gratis-PDF einer Ausgabe gibt es ohne Verpflichtung, gekündigt wird beim Quartalsabo mit zwei Wochen, beim Jahresabo mit vier Wochen Frist.

Interessant ist die vom Anbieter selbst genannte Kennzahl: Der BCI wird mit einer Rendite von 7,4 % pro Jahr angegeben, gerechnet vom 31. Januar 2000 bis zum 31. Juli 2026 und für die ersten beiden Jahre zurückgerechnet. Merk dir diese Zahl, sie wird beim Vergleich mit den Signalen gleich wichtig. Die Konditionen stehen vollständig auf der Produktseite des Aktienbriefs.

Trendbrief und boerse.de-Signale

Beide Dienste sind kurzfristiger angelegt als der Aktienbrief und laufen über boersenverlag.de. Der Trendbrief erscheint donnerstags, die boerse.de-Signale Aktien Welt samstags. Zusätzlich melden sich beide immer dann, wenn das Risikomanagement Handlungsbedarf sieht. Inhaltlich bekommst du konkrete Kauf- und Verkaufsempfehlungen, beim Trendbrief dazu passende Derivate-Alternativen.

Die Preisliste ist bei beiden Diensten identisch. Im 3-Monats-Abo zahlst du 26,10 € pro Woche, in Summe 339,30 €. Im Jahresabo sind es 19,60 € pro Woche oder 1.019,20 € im Jahr. Wer beide Dienste abonniert, liegt bei über 2.000 € jährlich.

Ein Detail, das ältere Testberichte noch anders darstellen: Eine 14-tägige Testphase gibt es nicht mehr. Der Gratis-Zugang endet laut Anbieterseite bereits am Folgetag automatisch. Wer den Signalen eins zu eins folgt, betreibt faktisch eine Form von Copy Trading mit allen Nachteilen, die dazugehören: Du übernimmst Entscheidungen, deren Begründung du nicht selbst geprüft hast.

Für wen das nichts ist: Wer tagsüber nicht handeln kann oder eine eigene Einstiegslogik entwickeln will, zahlt hier für Empfehlungen, die er ohnehin nicht umsetzt. Unsere eigenen Trading-Signale tragen dieselbe Einschränkung. Das ist kein Argument gegen boerse.de, sondern gegen den blinden Kauf eines Signaldienstes.

BOTSI-Advisor

Der BOTSI-Advisor ist ein regelbasierter Anlageroboter von boerse.de, dessen Kürzel für Best-of-Trends-System-Investment steht und der die Aktienquote von Fonds und Börsendiensten nach Trendfolge-Regeln steuert.

Anders als die meisten Robo-Advisor, also automatisierte Anlagehelfer, die passiv in ETFs investieren, verfolgt BOTSI einen aktiven Trendfolge-Ansatz mit täglicher Risikoüberwachung. Der Advisor steuert unter anderem die Aktienquote des Weltfonds zwischen 50 und 100 Prozent und liefert die Signale für die Börsendienste. Auf boerse.de läuft dazu ein permanenter Nachrichtenstrom mit Hoch- und Abstufungen einzelner Aktien.

Im Bestand dieses Artikels stand der Advisor jahrelang als „sehr neu am Markt”. Das stimmt längst nicht mehr. BOTSI trägt heute die Fonds, die Signale und die Vermögensverwaltung. Was weiterhin fehlt, ist eine unabhängig testierte Realdepot-Historie des Advisors selbst. Bewerten lässt sich deshalb nur, was er in den Produkten bewirkt hat, und dazu gibt es Zahlen.

Die boerse.de-Fonds

Aus zwei Fonds sind fünf Produktlinien geworden: Aktienfonds, Weltfonds, Technologiefonds, Dividendenfonds und boerse.de-Gold. Jeden gibt es thesaurierend und ausschüttend, gekauft wird über die Börse Stuttgart ohne Ausgabeaufschlag. Der Aktienfonds investiert laut Anbieter gleichgewichtet in 40 Top-Champions, der Technologiefonds in 34 und der Dividendenfonds in 27 Titel.

Der Anspruch ist hoch. Der Anbieter wirbt damit, dass der BCI den MSCI World historisch um 3,1 Prozentpunkte pro Jahr geschlagen habe. Die entscheidende Frage ist, was davon in den realen Fonds angekommen ist. Die folgenden Zahlen stammen nicht vom Anbieter, sondern vom unabhängigen Fondsdatendienst fondsweb, berechnet nach BVI-Methode in Euro zum Stand 30.07.2026.

Zeitraumboerse.de-AktienfondsVergleichssektor
laufendes Jahr+0,30 %+8,31 %
1 Jahr−3,31 %+13,13 %
3 Jahre+2,37 %+36,29 %
5 Jahre+12,61 %+35,47 %

boerse.de-Aktienfonds Wertentwicklung im Vergleich zum Fondssektor bei fondsweb, Stand 30. Juli 2026
Unabhängig gerechnet nach BVI-Methode: Der Fonds bleibt in jedem gezeigten Zeitraum hinter seinem Vergleichssektor zurück.

In Jahresrenditen umgerechnet heißt das: Der Aktienfonds kam über fünf Jahre auf 2,40 % pro Jahr, sein Sektor auf 6,26 %. Über drei Jahre stehen 0,78 % gegen 10,87 % pro Jahr. Der Weltfonds schneidet etwas besser ab, bleibt aber ebenfalls zurück: 2,22 % gegen 3,73 % pro Jahr über fünf Jahre, bei einem maximalen Rückgang von 20,57 %.

Eine Performance Fee ist eine erfolgsabhängige Gebühr, die ein Anbieter zusätzlich zur laufenden Verwaltungsgebühr auf den Wertzuwachs erhebt, meist nur oberhalb des bisherigen Höchststands nach dem High-Water-Mark-Prinzip.

Ein wesentlicher Teil der Erklärung steht in den Kosten. Für den Aktienfonds weist fondsweb 2,10 % laufende Kosten pro Jahr aus, für den Weltfonds 2,40 %. Dazu kommt bei beiden eine Performance Fee von 10 % nach dem High-Water-Mark-Prinzip. Ein Fonds, der jährlich rund zwei Prozentpunkte an Kosten abgibt, muss den Markt dauerhaft schlagen, nur um gleichzuziehen.

Der ausschüttende Weltfonds zahlt monatlich 0,25 % des Anteilwerts aus, das entspricht rund 3 % im Jahr. Für Anleger im Ruhestand klingt das nach planbarem Einkommen. Der Haken steckt in der Mechanik: Eine Ausschüttung ist keine Rendite, sie wird dem Fondsvermögen entnommen und senkt den Anteilwert entsprechend.

myChampions100 und die Vermögensverwaltung

myChampions100 ist die Vermögensverwaltung der boerse.de Vermögensverwaltung GmbH, die ab 100.000 Euro Mindestanlage in 100 Champions-Aktien investiert und seit April 2022 handelbar ist.

Dieser Bereich steht heute im Zentrum des Angebots. Statt eines Fondsanteils bekommst du ein Einzeldepot bei der Baader Bank mit Direktinvestments in die 100 Champions-Aktien, quartalsweise angepasst. Damit hältst du die Aktien selbst, nicht einen Anteil an einem Sondervermögen. Sparpläne sind ab 500 € monatlich möglich, eine Mindestbindung gibt es nicht, gewählt wird zwischen vier Risikoklassen und den Varianten GOLD, BITCOIN und GOLD-BITCOIN.

myChampions100 Eckdaten mit Mindestanlage, Verwaltungshonorar und Performance Fee, Stand August 2026
Die Kostenstaffel steht offen auf der Anbieterseite, inklusive der erfolgsbezogenen Gebühr von 10 Prozent je Quartal.

Bei den Kosten ist boerse.de transparent, und das rechne ich dem Haus an. Die Staffel steht vollständig auf der eigenen Seite, inklusive Mehrwertsteuerhinweis. Ab 100.000 € fallen 1,6 % Verwaltungshonorar pro Jahr an, ab 500.000 € sind es 1,2 %, ab 1 Mio. € noch 1,0 %, jeweils zuzüglich 0,25 % für die Baader Bank und 19 % Mehrwertsteuer. Dazu kommen 10 % erfolgsbezogene Gebühr je Quartal.

Für kleinere Depots gibt es das Protect-Megatrend-Portfolio ab 10.000 €, nach oben schließen myChampionsPREMIUM und das Depotmanagement ab 500.000 € sowie ein Wealth Management ab 1 Mio. € an. Wer über diese Größenordnung nachdenkt, sollte die Konditionen mit einem klassischen Aktiendepot plus Indexfonds gegenrechnen. Rund zwei Prozent laufende Kosten sind eine hohe Hürde für jede Strategie.

BCDI-Zertifikate und boerse.de-Gold

Ein BCDI-Zertifikat ist ein Indexzertifikat auf den boerse.de-Champions-Defensiv-Index, der die zehn nach Anlagequalität besten Champions einer Region gleichgewichtet enthält.

Angeboten werden der BCDI für Europa, der BCDI USA und der BCDI Deutschland, handelbar über Banken, Sparkassen und Online-Broker. Halbjährlich wird die Zusammensetzung überprüft. Gewichtet wird nicht nach Marktkapitalisierung, sondern nach der hauseigenen Qualitätsbewertung, was dem Ansatz des Value Investing nahekommt.

Ein Punkt, den Anleger oft übersehen: Ein Zertifikat ist rechtlich eine Schuldverschreibung des Emittenten, kein Sondervermögen. Geht der Emittent pleite, ist das Geld im Zweifel weg. Bei einem Fonds ist das anders. Dazu kommt seit einigen Jahren boerse.de-Gold unter der WKN TMG0LD als physisch besichertes Edelmetallprodukt.

Was kostet boerse.de?

Die Preise verteilen sich über mehrere Domains, deshalb hier die Übersicht an einer Stelle. Alle Angaben stammen von den jeweiligen Anbieterseiten, Stand 01.08.2026. Die Jahreswerte sind, wo nötig, auf zwölf Monate hochgerechnet.

ProduktAbrechnungKosten pro Jahr
Portal, Watchlisten, Musterdepotskostenlos0 €
boerse.de-Aktienbrief, Jahresabo22,60 € je Ausgabe587,60 €
boerse.de-Aktienbrief, 3 Monate30,10 € je Ausgabe842,80 € hochgerechnet
Trendbrief, Jahresabo19,60 € pro Woche1.019,20 €
boerse.de-Signale, Jahresabo19,60 € pro Woche1.019,20 €
boerse.de-Aktienfondslaufende Kosten2,10 % plus 10 % Erfolgsgebühr
boerse.de-Weltfondslaufende Kosten2,40 % plus 10 % Erfolgsgebühr
myChampions100 ab 100.000 €Verwaltung plus Depotbank1,85 % zzgl. MwSt., plus 10 % Erfolgsgebühr

Der Sprung vom kostenlosen zum kostenpflichtigen Angebot ist steil. Wer Aktienbrief und einen der Wochendienste kombiniert, zahlt über 1.600 € im Jahr, bevor der erste Euro investiert ist. Bei einem Depot von 20.000 € entspricht das rund 8 % Vorabkosten pro Jahr. Diese Rechnung solltest du machen, bevor du ein Abo abschließt.

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Rückrechnung statt Realdepot: was hinter den Renditeversprechen steckt

Eine Rückrechnung ist eine nachträgliche Simulation einer Anlagestrategie auf historischen Kursdaten, die zeigt, wie sich die Regeln in der Vergangenheit geschlagen hätten, und die kein real erzieltes Anlegerergebnis ist.

Das ist der Punkt, an dem sich für mich Werbung und Realität am deutlichsten trennen. Die boerse.de-Signale werben mit +28,1 % pro Jahr, der Trendbrief mit +24,3 % pro Jahr. Beide Zahlen stammen aus einer Simulation, die am 31. Dezember 1999 beginnt, gerechnet mit 0,1 % Transaktionskosten, ohne Dividenden und ohne Steuern. Das steht so auf den Anbieterseiten, es ist also kein Vorwurf, sondern ein Hinweis aufs Kleingedruckte.

Warum das zählt: Eine Rückrechnung kennt die Zukunft, die sie durchrechnet. Regeln entstehen an historischen Daten und schneiden dort naturgemäß gut ab. Aussagekräftig ist erst die Zeit nach der Veröffentlichung der Regeln. Genau dafür gibt es bei boerse.de einen Prüfstein, und zwar die eigenen Fonds, die seit Jahren real handeln.

Drei Zahlen nebeneinander, alle aus dem Haus boerse.de selbst, machen den Abstand sichtbar. Zwei stammen aus der Werbung, eine aus einem Realdepot:

  • Beworbene Simulation der Signale: +28,1 % pro Jahr seit 1999, laut Anbieter.
  • Beworbene Rendite des BCI: +7,4 % pro Jahr seit Januar 2000, laut Anbieter.
  • Real erzielte Fondsrendite: +2,40 % pro Jahr über fünf Jahre beim Aktienfonds, laut fondsweb zum 30.07.2026.

Zwischen der beworbenen Simulation und dem realen Fondsergebnis liegen rund 25 Prozentpunkte pro Jahr. Selbst gegenüber der hauseigenen Index-Rendite bleibt eine deutliche Lücke. Erklären lässt sich das durch Kosten, Handelsspesen, Steuern und den Abstand zwischen einem Modell und einem echten Depot. Das sind genau die Faktoren, die eine Rückrechnung ausklammert.

Mein Rat nach 48 Jahren am Markt ist simpel. Frage bei jeder beworbenen Rendite nach dem Startdatum, nach dem Veröffentlichungsdatum der Regeln und danach, ob echtes Geld im Spiel war. Passen diese drei Angaben nicht zusammen, ist die Zahl kein Leistungsnachweis, sondern eine Illustration.

Ist boerse.de seriös?

boerse.de ist ein seriös betriebenes, im Handelsregister eingetragenes Unternehmen mit vollständigem Impressum, dessen Vermögensverwaltung als Finanzdienstleister der deutschen Aufsicht untersteht. Seriosität bedeutet in diesem Fall nicht, dass die Produkte für jeden Anleger geeignet sind.

Formal ist wenig zu beanstanden. Es gibt ein vollständiges Impressum mit Handelsregisternummer und Geschäftsführer, eine Umsatzsteuer-ID, eine Adresse in Rosenheim und eine über Jahrzehnte gewachsene Firmenhistorie. Die boerse.de Vermögensverwaltung GmbH betreibt Finanzportfolioverwaltung und lässt sich in der Unternehmensdatenbank der BaFin nachschlagen. Die Fonds laufen über die Monega Kapitalanlagegesellschaft als Sondervermögen. Von einem unseriösen Anbieter unterscheidet boerse.de vor allem eines: Alles Wesentliche steht offen auf der Website.

Der kritische Punkt liegt woanders, und er wird im Portal nirgends benannt. boerse.de ist zugleich Informationsanbieter und Produktverkäufer. Dieselbe Redaktion, die über Aktien berichtet, gehört zu einer Gruppe, die Börsenbriefe, Fonds, Zertifikate und Vermögensverwaltung verkauft. Wenn auf der Startseite die eigenen Fonds über den Nachrichten laufen, ist das kein Zufall.

Das ist kein Betrugsvorwurf, sondern ein Interessenkonflikt, wie ihn jeder Verlag mit eigenen Finanzprodukten hat. Entscheidend ist der Umgang damit. Bei einer Aussage wie „boerse.de ist unabhängig und neutral”, die in älteren Testberichten und auch in der früheren Fassung dieses Artikels stand, lohnt die Rückfrage, worauf sich die Unabhängigkeit bezieht: auf die Kursdaten sicher, auf die Produktempfehlungen naturgemäß nicht.

Praktisch heißt das für dich: Nutze die Daten und das Wissen des Portals ohne Bedenken. Jede Empfehlung behandelst du als das, was sie ist, nämlich Marketing für ein Produkt des Hauses. Dieselbe Regel gilt bei jedem anderen Börsenbrief mit angeschlossenem Verlag.

boerse.de Erfahrungen: das sagen Nutzer

Öffentliche Kundenstimmen zu boerse.de sind überschaubar, aber eindeutig verteilt. Auf Trustpilot kommt das Unternehmen auf 2,1 von 5 Sternen aus 13 Bewertungen und damit auf die Stufe „Mangelhaft” (Stand 01.08.2026). Das Profil ist seit Dezember 2025 vom Unternehmen beansprucht. Trustpilot vermerkt zwei Hinweise: Es gibt keine aktuellen Aufzeichnungen über Bewertungseinladungen, und negative Bewertungen wurden nicht beantwortet.

Von den zwölf auf der ersten Seite sichtbaren Bewertungen tragen acht nur einen Stern. Die Verteilung und die dazugehörigen Themen sehen so aus:

BewertungThemaAnzahl
5 Sternekostenloses Portal, Daten und Auswertungen2
3 SterneSignale kommen zu spät1
2 SterneNachkauf-Empfehlungen im Minus1
1 SternFondsperformance, Vermögensverwaltung, Vertrieb8

Das Muster ist auffällig sauber: Gelobt wird der kostenlose Teil, kritisiert wird das, was Geld kostet. Auf der Positivseite steht durchweg das Portal selbst. Eine Nutzerin schreibt im April 2025: „Wir nutzen börse.de schon seit ca. 15 Jahren und waren/sind immer sehr zufrieden mit den Informationen, insbesondere den Auswertungen zu Aktien.”

Auf der Gegenseite dominiert ein Thema. Ein Kunde schreibt im April 2026: „Die Fondsperformance ist einfach nur schlecht. In Zeiten wo alle Börsen oben stehen schaffen die es deutlich im Minus zu stehen.” Im Januar 2026 berichtet ein Anleger von einem Rückstand von über 7 % gegenüber dem MSCI zwischen April und Dezember 2025. Ein Abonnent der Signale schreibt: „Die Kaufempfehlungen kommen viel zu spät”. Diese Schilderungen decken sich mit den unabhängigen Fondszahlen weiter oben, und das macht sie belastbarer als eine einzelne Stimme.

Auch außerhalb von Trustpilot wird diskutiert. In einem Reddit-Thread im Forum r/Aktien wägen Anleger ab, ob 100 handverlesene Einzelaktien einen breiten Indexfonds schlagen können, und kommen mehrheitlich zu einem skeptischen Ergebnis. Zwei Einordnungen sind mir dabei wichtig. Erstens ist die Bewertungsbasis mit 13 Stimmen dünn, ein statistisches Urteil lässt sich daraus nicht ableiten. Zweitens gehört die häufig zitierte kununu-Note von 4,1 bei 71 Bewertungen zum Arbeitgeber boerse.de Group und sagt nichts über die Produkte aus.

Vorteile und Nachteile von boerse.de

Nach der Datenlage zerfällt das Angebot in zwei Hälften, und die Bewertung fällt in beiden unterschiedlich aus. Die folgenden Punkte fassen zusammen, was im Test überzeugt hat und was nicht. Sie beziehen sich auf den Stand 01.08.2026.

Das spricht für boerse.de:

  • Umfangreiches kostenloses Angebot: Kurse, Kennzahlen, News und Analysen zu praktisch jedem gängigen Wertpapier, ohne Anmeldung nutzbar.
  • Starkes Börsenlexikon: Grundbegriffe werden verständlich erklärt, für Einsteiger eine echte Hilfe.
  • Kostentransparenz bei der Vermögensverwaltung: Die volle Gebührenstaffel inklusive Erfolgsgebühr und Mehrwertsteuer steht offen auf der Anbieterseite.
  • Nachvollziehbarer Regelansatz: Die Champions-Methode und der BCI sind dokumentiert und werden seit 2002 täglich veröffentlicht.
  • Solide Unternehmensbasis: Vollständiges Impressum, Handelsregistereintrag, regulierte Vermögensverwaltung, Fonds als Sondervermögen.
  • Kein Ausgabeaufschlag: Fonds und Vermögensverwaltung kommen ohne Agio aus.

Das spricht gegen boerse.de:

  • Schwache Fondsergebnisse: Aktienfonds und Weltfonds bleiben laut fondsweb über ein, drei und fünf Jahre hinter ihrem Vergleichssektor zurück.
  • Hohe laufende Kosten: 2,10 % beim Aktienfonds und 2,40 % beim Weltfonds, jeweils zuzüglich 10 % Erfolgsgebühr.
  • Renditewerbung aus Rückrechnungen: Die auffälligsten Prozentzahlen stammen aus Simulationen ab 1999, nicht aus realen Depots.
  • Teure Abos: Über 1.000 € im Jahr je Wochendienst, dazu knapp 590 € für den Aktienbrief.
  • Unübersichtliche Oberfläche: Startseite und Unterseiten sind überladen, eigene Werbung sitzt mitten im Inhalt.
  • Interessenkonflikt bleibt unbenannt: Redaktion und Produktvertrieb gehören zur selben Gruppe, das wird nirgends offengelegt.
  • Schwache öffentliche Bewertungen: 2,1 von 5 auf Trustpilot, negative Stimmen bleiben unbeantwortet.

Für wen boerse.de passt und für wen nicht

Als kostenlose Rechercheseite kann ich boerse.de ohne Einschränkung empfehlen. Wenn du eine Aktie schnell nachschlagen, Kennzahlen vergleichen oder einen Begriff nachlesen willst, bist du dort gut aufgehoben. Die kostenlose Registrierung lohnt sich für Watchlisten und Musterdepots, mit denen du eine Idee gefahrlos durchspielen kannst.

Bei den Bezahlprodukten wird es differenzierter. Der Aktienbrief kann für langfristig orientierte Anleger interessant sein, die einen strukturierten Aktienüberblick schätzen und den Preis in Relation zu einem sechsstelligen Depot setzen. Bei einem Depot unter 50.000 € frisst das Abo einen erheblichen Teil der erwartbaren Rendite.

Für aktive Trader sehe ich wenig Anschluss. Die Champions-Methode ist auf Halten über Jahre ausgelegt, nicht auf Einstiegszeitpunkte und Stop-Loss-Marken. Wer kurzfristig handelt, braucht Chartarbeit und ein eigenes Regelwerk, keinen alle 14 Tage erscheinenden Brief.

Klar abraten würde ich in drei Fällen. Wenn du eine Empfehlung ungeprüft nachkaufen willst, ist jeder Signaldienst das falsche Werkzeug, weil du das Risiko nicht einschätzen kannst. Wenn du eine kostengünstige, breit gestreute Altersvorsorge suchst, sind rund zwei Prozent laufende Kosten schwer zu rechtfertigen. Und wenn dich eine beworbene Zahl von über 25 % pro Jahr überzeugt hat, lies bitte den Abschnitt zur Rückrechnung noch einmal.

Alternativen zu boerse.de

Für die reine Kurs- und Nachrichtenrecherche gibt es schlankere Angebote, wobei eines davon inzwischen ausfällt. finanztreff.de war lange die ruhigere Alternative, beschränkt sich seit dem Umbau im Juli 2026 aber auf Portfolios und Watchlists. Börse Online setzt stärker auf redaktionelle Einordnung als auf Datenbanktiefe. Wer nur Kurse nachschlagen will, kommt dort schneller ans Ziel. Den Gesamtüberblick über die deutschsprachigen Anbieter findest du in unserer Übersicht der Börsenportale.

Wer speziell einen Börsenbrief sucht, sollte vor dem Abschluss vergleichen. Die Bernecker Börsenbriefe sind der bekannteste Klassiker im deutschsprachigen Raum, und im Börsenbrief-Vergleich haben wir die Prüfkriterien aufgeschrieben, die einen guten Brief von einem teuren Newsletter unterscheiden. Zwei Fragen entscheiden fast immer: Wird die Trefferquote offengelegt, und wird ein Ausstieg genannt?

Für den Vermögensaufbau selbst ist die naheliegendste Alternative unspektakulär. Ein breit streuender Indexfonds über ein günstiges Depot kostet einen Bruchteil der hier genannten Gebühren. Diese Rechnung muss jedes aktive Produkt erst einmal schlagen, und genau daran ist der hauseigene Aktienfonds in den vergangenen fünf Jahren gescheitert.

Fazit: gutes Portal, teure Produkte

Nach der Prüfung fällt mein Urteil zweigeteilt aus, und zwar deutlicher, als ich es vor der Recherche erwartet hätte. Der kostenlose Teil von boerse.de ist sein Geld wert, weil er nichts kostet. Datenumfang, Börsenlexikon und Musterdepots halten mit deutlich jüngeren Portalen mit, die Oberfläche ist der einzige echte Schwachpunkt.

Bei den Bezahlprodukten sieht es anders aus. Die beworbenen Renditen stammen aus Rückrechnungen ab 1999, die realen hauseigenen Fonds bleiben über ein, drei und fünf Jahre hinter ihrem Vergleichssektor zurück, und die laufenden Kosten von 2,10 % bis 2,40 % plus Erfolgsgebühr machen ein Aufholen unwahrscheinlich. Die Trustpilot-Kritik ist kein Zufall, sie deckt sich mit den Zahlen.

Anzuerkennen bleibt, dass boerse.de seine Kosten offenlegt, statt sie zu verstecken. Genau das hat diese Prüfung überhaupt erst möglich gemacht, und es unterscheidet das Haus von vielen Anbietern in diesem Markt. Was fehlt, ist der ehrliche Hinweis darauf, dass Redaktion und Produktvertrieb zur selben Gruppe gehören.

Mein Rat: Nutze boerse.de als Nachschlagewerk, so lange du willst, und behandle jedes Angebot des Hauses wie das Angebot eines Verkäufers. Das ist keine Abwertung, sondern die normale Haltung, die ich nach 48 Jahren an den Märkten gegenüber jedem Anbieter einnehme, meine eigenen Produkte eingeschlossen.

Häufige Fragen zu börse.de

Ist boerse.de seriös?

Ja, boerse.de ist ein seriös betriebenes Unternehmen mit vollständigem Impressum, Handelsregistereintrag und einer Vermögensverwaltung, die der deutschen Finanzaufsicht untersteht. Beachten solltest du, dass das Portal zugleich eigene Börsenbriefe, Fonds und eine Vermögensverwaltung verkauft. Empfehlungen sind deshalb nie neutral.

Wer steckt hinter boerse.de?

Betreiber ist die boerse.de Finanzportal GmbH mit Sitz in Rosenheim, Geschäftsführer ist Thomas Müller, eingetragen unter HRB 30534 beim Amtsgericht Traunstein. Muttergesellschaft ist die TM Börsenverlag AG, dazu kommen Schwestergesellschaften für Vermögensverwaltung, Gold und den Shop.

Was kostet der boerse.de-Aktienbrief?

Im Jahresabo kostet der boerse.de-Aktienbrief 587,60 Euro, das entspricht 22,60 Euro je Ausgabe bei 14-tägigem Erscheinen. Im 3-Monats-Abo zahlst du 30,10 Euro je Ausgabe, in Summe 210,70 Euro (Stand 01.08.2026). Eine kostenlose Ausgabe gibt es als PDF.

Was ist der BOTSI-Advisor?

Der BOTSI-Advisor ist der Anlageroboter von boerse.de, das Kürzel steht für Best-of-Trends-System-Investment. Er arbeitet mit Trendfolge-Regeln und täglicher Risikoüberwachung und steuert unter anderem die Aktienquote des Weltfonds zwischen 50 und 100 Prozent sowie die Signale der Börsendienste.

Was kostet myChampions100?

myChampions100 startet bei 100.000 Euro Mindestanlage. Das Verwaltungshonorar beträgt 1,6 Prozent pro Jahr, ab 500.000 Euro 1,2 Prozent und ab 1 Million Euro 1,0 Prozent, jeweils zuzüglich 0,25 Prozent für die Baader Bank und 19 Prozent Mehrwertsteuer. Dazu kommen 10 Prozent Erfolgsgebühr je Quartal.

Wie haben sich die boerse.de-Fonds entwickelt?

Der boerse.de-Aktienfonds liegt über fünf Jahre bei 12,61 Prozent, sein Vergleichssektor bei 35,47 Prozent (laut fondsweb, Stand 30.07.2026). Über ein Jahr steht ein Minus von 3,31 Prozent gegen ein Plus von 13,13 Prozent im Sektor. Der Weltfonds schneidet etwas besser ab, bleibt aber ebenfalls zurück.

Was sagen Trustpilot-Bewertungen über boerse.de?

Auf Trustpilot kommt boerse.de auf 2,1 von 5 Sternen aus 13 Bewertungen (Stand 01.08.2026). Das Lob betrifft fast ausschließlich das kostenlose Portal, die Kritik richtet sich gegen Fondsperformance, Vermögensverwaltung und die Signale. Die Bewertungsbasis ist mit 13 Stimmen allerdings dünn.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und diskretionärer Price-Action-Trader seit 1978. Er handelt Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte und arbeitet ohne technische Indikatoren, allein auf Basis von Kursverlauf und Marktstruktur.

Ende der Achtzigerjahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre vertrat er Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen 10 Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Die deutsche Börsenbrief-Szene kennt Karsten seit den Achtzigerjahren aus eigener Anschauung: als Leser, als Übersetzer und Verleger von Finanzliteratur und als Herausgeber eigener Marktanalysen. Börsendienste bewertet er nüchtern aus der Trader-Perspektive: Was taugt die Analyse, und was bleibt davon nach Kosten und Risiko übrig?

*Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.*

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