Euro-Dollar Chartanalyse – EUR/USD – Forex (Juni 2022)

EUR/USD Chartanalyse: Ruhe vor dem nächsten Schub

Trend des Tageschart: Abwärts

Euro/US-Dollar Chartanalyse: Kurze Rückschau und Einordnung

Anfang 2021 hat der EUR/USD das Jahreshoch bei 1,2349 erreicht. Der weitere Verlauf war geprägt von tieferen Hochs, durch die eine Abwärtstrendstruktur etabliert wurde. Zum Jahreswechsel 2021/2022 ist eine Schiebephase um die Marke von 1,1300 entstanden, woraus der Kurs im Januar ausbrechen wollte. Im Hoch bei 1,1482 ist dieses Vorhaben jedoch gescheitert und das Währungspaar ist bis zur 1,11 zurückgekommen.

Der zweite Anlauf an das Januarhoch wurde ebenfalls zurückgewiesen, worauf der Kurs eine Unterstützung nach der anderen abgegeben hat. Mitte Mai wurde bei 1,0348 ein neues Tief erreicht, was einen ersten Test der 2017er Tiefmarke darstellt. Nachdem diese Zone erneut auf Unterstützung getestet wurde, konnte sich der Kurs in den Bereich der 1,05 erholen. Hier haben sich im Verlauf der vergangenen Woche keine weiteren Impulse ergeben.

EUR/USD Chartanalyse - Kurs drückt weiter Richtung 2017er Tief
EUR/USD Chartanalyse: Kurs drückt weiter Richtung 2017er Tief (Chart: TradingView)

Wie geht es weiter mit der Kursentwicklung von EUR/USD?

Mit fallenden Hochs und neuen Tiefs bleibt die Abwärtstrendstruktur aktiv. Das Tief aus 2020 wurde als Unterstützung wieder abgegeben und der Widerstand im Bereich der Abwärtstrendlinie begleitet den wachsenden Druck auf das Tief aus 2017, dessen Unterstützung mit dem jüngsten Test weiter erodiert wurde.

Erst Kurse über 1,08 würden Hoffnung auf Bodenbildung oder eine Trendumkehr entstehen lassen. Bis dahin sind weiter fallende Kurse wahrscheinlich und die Parität stellt für das Jahr 2022 ein realistisches Ziel dar.

Chartanalyse von Christian Möhrer: Der abgebildete Tageschart des Währungspaares Euro/Dollar (EUR/USD Forex) zeigt die Kursbewegung seit Mai 2021. Jeder Kursstab stellt die Entwicklung für einen Tag dar.

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Update: Neues zum EUR/USD und den Major-Paaren im Juni 2022 (Video)

Häufige Fragen zur EUR/USD Chartanalyse

Für die EUR/USD Chartanalyse beschränken wir uns auf bewährte Instrumente. In der Regel kommen diese gleitenden Durchschnitte (Simple Moving Average = SMA) zur Anwendung:

– blaue Linie = gleitender Durchschnitt (SMA) aus 20 Perioden
– grüne Linie = gleitender Durchschnitt (SMA) aus 50 Perioden
– orange Linie = gleitender Durchschnitt (SMA) aus 200 Perioden

Nahe Unterstützungen und Widerstände sowie kurz- und längerfristige Abwärts- und Aufwärtstrendlinien kommen bei der EURUSD Analyse ebenfalls zum Einsatz:

– schwarz gestrichelte Linie = Unterstützungen und Widerstände aus vorherigen Hochs und Tiefs
– grüne Gerade = Langfristige Aufwärtstrendlinie oder Unterstützung (Serie von Tiefpunkten)
– rote Gerade = Langfristige Abwärtstrendlinie oder Widerstand (Serie von Hochpunkten)
– graue Gerade = kurzfristige Trendlinie (temporäre Verwendung)

Überwiegend kommt bei der EUR/USD Chartanalyse der technische Ansatz zur Anwendung. Hilfreich ist es, in größeren Zeiteinheiten die Unterstützungen und Widerstände zu bestimmen.

Wenn an diesen Punkten mehrere Faktoren zusammenkommen, beispielsweise ein Monats- oder Jahreshoch, kann diese Marke eine starke Signalwirkung für die Marktteilnehmer haben.
Darüber hinaus zeigen die klassischen gleitenden Durchschnitte (20, 50 und 200 Perioden) häufig erstaunlich genaue Ziele von Kursbewegungen auf. Auch deren Kreuzungspunkte können signifikante Marken bilden.

Trendlinien ergeben sich, wenn mindestens drei Hoch- oder Tiefpunkte des bisherigen Kursverlaufs mit einer Geraden verbunden werden können. Je länger eine solche Linie läuft und je mehr Punkte sie verbindet, desto stärker ist ihre Wirkung. Eine Projektion dieser Linien in die Zukunft kann mögliche Kursziele darstellen.

12 Gedanken zu „Euro-Dollar Chartanalyse – EUR/USD – Forex (Juni 2022)“

  1. Oh Shit ;-)
    Im eifer des Gefechts habe ich meinen Namen vergessen. ;-)
    In diesem Sinne BWG und 🍀🙏.

  2. Aus meiner Sicht ist die Europäische Krisenbewältigung von Corona besser, als die der USA. Daher sollte nach mehrfach erfolgter Akkumulation an der Untergrenze von ca. 1.07779 kurz- bis mittelfristig ein Ausbruch nach Oben erfolgen.
    In diesem Sinne BWG und 🍀🙏.

  3. Vielen Dank für das nette Feedback. Ich wünsche dir auch alles Gute für 2020!

  4. Vielen Dank für die ausführlichen Analysen und alles Gute für das Neue Jahr!

  5. Vorab wünsche ich allen Lesern einen schönen 2. Adventssonntag.
    Nachdem die Bären den Aufwärtstrend des EURos im 1. Quartal beendeten, wechselten die BigBoys ihrer Gelder und Gewinne um, und gingen in den Abverkauf über.
    Dieser Abverkauf des EURos befindet sich nun augenscheinlich in einer 4. Redistributionsphase – dem ist meiner Meinung aber nach nicht so.
    Da die bevorstehende Rezession in der Eurozone schon vom Markt gespielt wurde und dieser der Wirtschaft immer um 12 bis 18 Monate vorauseilt, akkumuliert man hier aus meiner Sicht. Voraussetzung für die Annahme der Akkumulation in Vorbereitung auf die sich erhohlende Wirtschaft in der Eurozone ist allerdings hohes Volumen beim letzten Tief.
    Da mir das Volumen nicht vorliegt und ich heute früh auch zu faul und müde um danach zu schauen, belasse ich es hiermit mit meinem Löwensenf Extrascharf. ;-)
    In diesem Sinne BWG und GlückAuf

  6. Hallo William,

    ja, an der Einschätzung hat sich nichts geändert. Könnte allerdings Ende 22 oder auch 23 werden…da müssen wir wir uns überraschen lassen.

  7. Hallo Karsten,
    siehst Du immer noch den EUR / USD Langfristig fallen auf 0,83 Cent bis 2022?!

    LG
    William

  8. Vielen Dank für den netten Kommentar. Darüber freuen wir uns sehr. Beste Grüße

  9. Einfach nur Dankeschön für die Berichte und Analysen.
    Sie helfen mir und lese diese gerne.

    Mit freundlichen Grüßen

    Patrick Blume

  10. Dann gebe ich hiermit mal meinen Senf dazu ;-): Nach Powells Rede und dem letzten Zinsentscheid zufolge ist die US-Wirtschaft schwächer und somit der EUR stärker einzustufen. Würde mich nicht wundern, wenn EURUSD wieder steigt. In diesem Sinne BWG und 🍀🙏.

  11. Saisonal bedingt und auf Grund der starken US-Amerikanischen und gleichzeitig wiedererstarkten Europäischen Wirtschaft, neutralisieren sich aus meiner Sicht beide Währungen und es ist aus meiner Sicht ein Seitwärtsmarkt zu erwarten. In diesem Sinne BWG und 🍀🙏.

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