DAX-Chartanalyse: Bullish Crossover

DAX Chartanalyse: Rückblick und kurze Einordnung

Nach dem letzten lokalen Hoch im Januar konnte der Kursbereich über 16.000 Zählern nicht mehr verteidigt werden. Die Unterstützungszone um 15.000 Punkte wurde nach mehrfachen Tests verloren. Aus den tieferen Hochs hat sich eine Abwärtstrendstruktur gebildet, die auch von den gleitenden Durchschnitten begleitet wird.

Dax Chartanalyse im Tageschart bei 13.804 Punkten - Bullish Crossover
DAX-Chartanalyse: Widerstand am Hoch aus 2020 (Chart: TradingView)

Im März wurde bei 12.425 Punkten ein lokales Tief markiert, die daraufhin gestartete Erholung am Januartief zurückgewiesen und in der Folge am Vorjahrestief abgefangen. Nachdem der Kurs im Juni noch ein Zwischenhoch bei 14.709 erreichen konnte, hat er in eine starke Abwärtsbewegung gedreht und das Vorjahrestief erneut unterschritten.

Die Verluste im Monat Juli haben bei 12.367 Zählern ein neues 52-Wochentief erreicht. An diesem Level hat der DAX vorerst Unterstützung gefunden und eine Gegenbewegung gestartet. Hierbei konnte das Vorjahrestief wieder zurückgewonnen werden. Zum Ende der vergangenen Woche hat der Kurs bei 13.882 ein Zwischenhoch markiert, wobei der Widerstand am Jahreshoch aus 2020 angetestet wurde.

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DAX-Chartanalyse: So geht es weiter mit der Kursbewegung

Das Vorjahrestief wurde zurückgewonnen, aktuell kann das Hoch aus 2020 seine Wirkung als Widerstand in dieser Lage noch ausspielen. Der Kurs befindet sich weiterhin in einem neutralen Bereich (graue Zone), was auf ein Fortschreiten der Konsolidierung hindeutet.

Ein Impuls über das Hoch aus 2020 scheint mit Unterstützung des „Bullish Crossover“ der gleitenden Durchschnitte aus 20 und 50 Tagen nun wahrscheinlich. Dies würde den bei 14.506 laufenden SMA200 als Ziel aktivieren, der zusammen mit dem Januartief den nächsten Widerstandsbereich darstellt.

Bei Rückkehr in die rote Zone hingegen dürfte ein nächster Test der Unterstützung um 12.400 Punkte erfolgen – ein Bruch dieser Marke würde weitere 1000 Punkte in Richtung des 2017er Tiefs auf der Verlustseite freigeben.

DAX-Chartanalyse von Christian Möhrer: Der abgebildete Tageschart des DAX-Future zeigt den Kursverlauf seit September 2021. Jede Kurskerze spiegelt die Entwicklung am betreffenden Tag wider.

Video: DAX Chartanalyse

DAX Chartanalyse Video

Häufige Fragen zur DAX Chartanalyse

Bei der DAX Chartanalyse verwenden wir bewährte Instrumente. In der Regel kommen die gleitenden Durchschnitte (Simple Moving Average = SMA) wie hier beschrieben zum Einsatz:

– blaue Linie = gleitender Durchschnitt (SMA) aus 20 Perioden
– grüne Linie = gleitender Durchschnitt (SMA) aus 50 Perioden
– orange Linie = gleitender Durchschnitt (SMA) aus 200 Perioden

Nahe Unterstützungen und Widerstände sowie kurz- und längerfristige Abwärts- und Aufwärtstrendlinien kommen bei der DAX Analyse ebenfalls zum Einsatz:

– schwarz gestrichelte Linie = Unterstützungen und Widerstände aus vorherigen Hochs und Tiefs
– grüne Gerade = Langfristige Aufwärtstrendlinie oder Unterstützung (Serie von Tiefpunkten)
– rote Gerade = Langfristige Abwärtstrendlinie oder Widerstand (Serie von Hochpunkten)
– graue Gerade = kurzfristige Trendlinie (temporäre Verwendung)

Überwiegend Erstellen wir die DAX Chartanalyse unter Anwendung eines technischen Ansatzes. Hilfreich ist es, in größeren Zeiteinheiten die Unterstützungen und Widerstände zu bestimmen.

Wenn an diesen Punkten mehrere Faktoren zusammenkommen, beispielsweise ein Monats- oder Jahreshoch, kann diese Marke eine starke Signalwirkung für die Marktteilnehmer haben.
Darüber hinaus zeigen die klassischen gleitenden Durchschnitte (20, 50 und 200 Perioden) häufig erstaunlich genaue Ziele von Kursbewegungen auf. Auch deren Kreuzungspunkte können signifikante Marken bilden.

Trendlinien ergeben sich, wenn mindestens drei Hoch- oder Tiefpunkte des bisherigen Kursverlaufs mit einer Geraden verbunden werden können. Je länger eine solche Linie läuft und je mehr Punkte sie verbindet, desto stärker ist ihre Wirkung. Eine Projektion dieser Linien in die Zukunft kann mögliche Kursziele darstellen.

14 Gedanken zu „DAX-Chartanalyse: Bullish Crossover“

  1. Hi Karsten, deine Marken kann ich nachvollziehen – nur die 11.807 sind für mich ein Rätsel. Ist das eine Marke aus einer kleineren Zeiteinheit? Gruß Boris

  2. Hallo Karsten,
    sehe ich auch so. Saisonal sind wir jetzt im „Sommerloch“, welchen zum Jahresende der Abzug ausländischer Gelder aus steuerlichen Gründen folgt. Beide Punkte harmonieren mit Deiner Wahrscheinlichkeit von ca. 65% und sprechen somit für einen fallenden DAX.
    In diesem Sinne BWG und 🍀🙏.

    P.s.: Apple hat bereits Intel gekauft und die Produktion in die USA zurückverlagert. Ausländische Investoren gehen auf Nummer sicher und in ihre Heimatländer zurück.

  3. Hallo Zusammen.
    Angesichts des guten Sommers könnte der DAX wieder drehen. Jedoch sehe ich das Mittel- bis Langfristig eher kritisch. Man bedenke die kürzlichen Verluste von Mercedes und den Stellenabbau bei der Deutschen Bank. Beides schlechte Vorboten, hinzu kommt, dass ausländische Investoren aus steuerlichen Gründen am Ende des Jahres ihre Gelder abziehen. Aus meiner Sicht also eher ein fallender DAX, wobei ein letztes kurzfristiges Aufbäumen der Bullen möglich ist. In diesem Sinne BWG und 🍀🙏.

  4. Hallo Daniel,
    ein einzelnes Chartmuster wie das Bearish Engulfing hat keinen prognostischen Wert, insbesondere dann nicht, wenn es in einer Seitwärtsbewegung entsteht, wie es am 14. Februar der Fall war.

    Das Bearish Engulfing könnte am Ende eines Aufwärtstrends interessant sein, was aber hier nicht der Fall ist.

    Dazu kommt die wichtige 11.000 Punkte Marke, die am Donnerstag und Freitag als Unterstützung gehalten hat. Am Ende mussten die Bären in die Defensive gehen und die Bullen übernahmen das Zepter.

    Ich hoffe, diese Erklärung hilft dir weiter.

    LG Karsten

  5. Guten Abend, die MOB wurde bei Ihnen gerissen. Kommt jetzt nicht mehr die 5?

    Düsseldorf 08.02.19 Mallock

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