Der Nasdaq 100 hat ein neues Allzeithoch erreicht. Am 22. September stieg er bis 30.770,63 Punkte, den Rest der Woche verbrachte er knapp darunter und schloss am Montag, dem 28. September, bei 30.277 Punkten. Im Stundenchart ist er dafür aus einem Dreieck ausgebrochen und hat eine offene Kurslücke hinterlassen.
In dieser Nasdaq 100 Prognose analysiere ich den Index im Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreschart. Du bekommst die Unterstützungen und Widerstände, die ich selbst eingezeichnet habe, und meine Einschätzung dazu. Das ist keine Anlageberatung: Handle immer mit einer Positionsgröße, die zu deinem Risikomanagement passt. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Nasdaq 100 Prognose aktuell in 30 Sekunden
- Kursstand: 30.277 Punkte zum Handelsschluss am 28.09.2026, ein Minus von 1,1 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss.
- Allzeithoch: neuer Rekord am 22. September bei 30.771 Punkten, höchster Schlusskurs 30.732.
- Kurzfristige Prognose: Der Ausbruch aus dem Dreieck ist bestätigt. Ich rechne mit Kursen über 31.000 Punkten.
- Wichtigste Unterstützungen: das Augusthoch bei 30.196, die runde Marke 30.000, die beiden offenen Kurslücken und das Septembertief bei 28.753.
- Mittelfristige Ziele: Fibonacci-Ausweitungen im Wochenchart bei 32.978 und 34.348 Punkten.
- Chartbild: Island Reversal im Stundenchart, Aufwärtstrend in Tages-, Wochen- und Monatschart intakt, im Monatschart stützt die Diagonale aus den Hochs von 2021 und 2025. Negativ würde es erst unter der langfristigen Aufwärtstrendlinie.
- Langfristprognose 2030 bis 2050: Mein Trendkanal ergibt für 2030 rund 34.000 bis 75.000 Punkte und für 2050 rund eine bis gut zwei Millionen. Das sind bedingte Chartprojektionen, keine gesicherten Kursziele.
Nasdaq Prognose heute und morgen
Stundenchart: Ausbruch aus dem Dreieck und Island Reversal

Zuletzt aktualisiert: 29.09.2026
Im Stundenchart ist der Nasdaq 100 aus einem Dreieck nach oben ausgebrochen. Die beiden Begrenzungen siehst du im Bild: die Aufwärtstrendlinie vom Märztief 2026 und die Abwärtstrendlinie vom Junihoch. Am 21. September ist der Kurs nach oben herausgesprungen, einen Tag später stand mit 30.770,63 Punkten ein neues Allzeithoch.
Zwischen zwei Kurslücken liegt eine Insel. Am 17. und 18. August riss der Markt eine Lücke nach unten, am 21. September eine nach oben. Die Kerzen dazwischen stehen im Chart wie eine Insel, deshalb heißt dieses Muster Island Reversal. Es gilt als Umkehrsignal, weil derselbe Kursbereich erst im Sprung verlassen und dann im Sprung wieder übersprungen wurde.
Die Aufwärtslücke vom 21. September ist noch offen. Zwischen dem Freitagshoch bei 29.648 und dem Montagstief bei 29.933 Punkten wurde nicht gehandelt. Eine zweite offene Lücke liegt darunter, sie stammt vom 17. September und reicht von 29.236 bis 29.306 Punkten. Solange beide Zonen nicht geschlossen sind, können sie später als Unterstützung dienen.
Wie sich der breite Markt schlägt, gehört zum Bild dazu. Den Gesamtmarkt findest du in der S&P 500 Prognose, die industrielle Gegenprobe liefert der Dow Jones Ausblick.
Tageschart: das große Dreieck seit dem Märztief 2026

Auch im Tageschart steckt der Kurs in einem Dreieck, nur in einem viel größeren. Die Abwärtstrendlinie läuft vom Junihoch nach unten, die Aufwärtstrendlinie vom Märztief 2026 bei 22.841 Punkten nach oben. Am 21. September ist der Index oben herausgesprungen, einen Tag später stand das neue Allzeithoch bei 30.770,63 Punkten. Am Montag, dem 28. September, schloss er bei 30.277 Punkten.
Zwischen rund 30.762 und 30.771 Punkten liegt noch die Zone der bisherigen Rekordhochs. Der Schluss vom 28. September bei 30.277 Punkten liegt darunter, der Index muss diese Zone also erst zurückerobern. Mein Ziel von Kursen über 31.000 Punkten bleibt meine Einschätzung. Erst oberhalb des Allzeithochs fehlen frühere Rekordmarken als waagerechte Orientierung.
Unter dem Markt liegen drei waagerechte Unterstützungen. Die erste ist das Augusthoch bei 30.196 Punkten, das nach dem Ausbruch vom Widerstand zur Unterstützung geworden ist. Darunter folgen die Hochs vom 19. August und 8. September bei rund 29.656 und schließlich das Septembertief bei 28.753 Punkten.
Dazu kommt die runde Marke bei 30.000 Punkten. Runde Zahlen wirken in beide Richtungen: Von unten kommend bremsen sie, von oben kommend fangen sie den Kurs oft ab. Nach dem Ausbruch liegt die 30.000 jetzt unter dem Markt und gehört damit auf die Liste der Haltemarken.
Zwei Aufwärtslücken sind noch offen. Die erste entstand am 17. September zwischen 29.236 und 29.306 Punkten, die zweite am 21. September zwischen 29.648 und 29.933 Punkten. Beide liegen unter dem Kurs, beide wurden bisher nicht geschlossen, und beide können später als Unterstützung dienen. Die Insel wird von der Abwärtslücke vom 17./18. August und der Aufwärtslücke vom 21. September eingerahmt; die kleinere Lücke vom 17. September liegt innerhalb dieser Formation und hebt die Trennung nicht auf.
Für mich ist der Ausbruch aus dem Dreieck bestätigt. Ein dauerhafter Anstieg über die Rekordzone von 30.762 bis 30.771 Punkten ist mit dem Schluss vom 28. September dagegen noch nicht bestätigt. Ich rechne mit Kursen über 31.000 Punkten; die nächsten rechnerischen Ziele darüber liefert die Fibonacci-Ausweitung im Wochenchart mit 32.978 und 34.348 Punkten.
Nasdaq 100 nächste Woche: die Marken aus meinem Tageschart
Widerstand: 30.771 | 31.000 | obere Kanallinie
Unterstützung: 30.196 | 30.000 | Kurslücke 29.933 bis 29.648 | 29.656 | Kurslücke 29.306 bis 29.236 | 28.753
Kurze Rückschau: Im März markierte der Nasdaq 100 sein Jahrestief bei 22.841 Punkten und lief von dort in gut zwei Monaten bis zum Allzeithoch am 3. Juni. Danach pendelte er drei Monate seitwärts, das tiefste Tief dieser Phase lag am 29. Juli bei 27.176 Punkten. Am 16. September testete er bei 28.753 Punkten seine Aufwärtstrendlinie, am 21. September sprang er mit einer Kurslücke heraus und markierte einen Tag später den neuen Rekord.
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Nasdaq 100 Index: Live-Kurse und Chart
Der Livechart zeigt den US-100-Cash-CFD von Capital.com. Meine Analyse und die genannten Kursmarken beziehen sich auf den Nasdaq-100-Kursindex NDX, Kurse und Handelszeiten können deshalb abweichen.
Börsentermine in den nächsten Tagen:
Quelle: investing.com
Nasdaq 100 Kursprognose: Chartanalyse des Wochencharts

Im Wochenchart ist das Dreieck nach oben aufgelöst. Die Abwärtstrendlinie vom Junihoch und die Aufwärtstrendlinie vom Märztief 2026 liefen immer enger zusammen, am 21. September hat der Kurs die obere Begrenzung verlassen. Das Chartbild bleibt damit positiv, weiter steigende Kurse sind durchaus möglich.
Das Junihoch bleibt die wichtigste Marke im Chart. Es liegt bei 30.762 Punkten, der neue Rekord vom 22. September nur neun Punkte darüber. Beides ist praktisch dieselbe Zone. Der Schluss vom 28. September bei 30.277 Punkten liegt darunter, der Index muss die Zone also erst zurückerobern. Hält er sich darüber, bleibt der Ausbruch gültig, ein klarer Rückfall darunter würde ihn in Frage stellen.
Für die nächsten Ziele habe ich eine Fibonacci-Ausweitung eingezeichnet. Sie nutzt die Preisspanne zwischen dem Junihoch bei 30.762 Punkten und dem Julitief bei 27.176 Punkten, rund 3.586 Punkte. Das Junihoch lag zeitlich vor dem Julitief; für die Rechnung steht das Julitief bei 0 Prozent und das Junihoch bei 100 Prozent, von dort wird die Spanne nach oben verlängert.
Daraus ergeben sich zwei Zielzonen, im Chart farbig hinterlegt. Die 161,8-Prozent-Ausweitung liegt bei 32.978 Punkten, die 200-Prozent-Ausweitung bei 34.348 Punkten. Das sind mögliche Ziele, keine Zusagen, und sie gelten nur, solange der Ausbruch trägt.
Ein Risiko bleibt die letzte offene Kurslücke. Ein Pullback bis in diese Zone zwischen 29.648 und 29.933 Punkten kann jederzeit vorher stattfinden, ohne dass am Aufwärtstrend etwas kaputtgeht. Erst wenn die langfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten wird, dreht das Chartbild auf negativ.
Widerstand: 30.771 | 32.978 | 34.348
Unterstützung: 30.196 | 29.656 | 28.753
Nasdaq 100 im Monatschart: der übergeordnete Aufwärtstrend

Der Monatschart zeigt die langfristige Richtung, und die zeigt nach oben. Seit dem Tief vom 7. April 2025 bei 16.542 Punkten hat der Nasdaq 100 rund 85 Prozent zugelegt. Die Septemberkerze steht auf dem höchsten Monatsniveau der ganzen Bewegung, das Bild ist langfristig klar bullisch.
Dieser Monatschart ist linear skaliert. Gleiche Abstände auf der senkrechten Achse stehen für gleiche Punktabstände: Von 28.000 auf 30.000 ist es genauso weit wie von 14.000 auf 16.000. Die beiden Jahrescharts weiter unten sind dagegen logarithmisch skaliert, dort erscheinen gleiche prozentuale Veränderungen gleich groß.
Die Konsolidierung seit dem Juni-Rekord ist beendet. Drei Monate lang lief der Index seitwärts, eine Konsolidierung ist nichts anderes als eine Verschnaufpause im Trend. Mit dem Ausbruch vom Montag ist diese Pause aufgelöst, und zwar nach oben.
Im Monatschart trägt eine langfristige Diagonale den Kurs von unten. Die hellblaue Linie im Chart verbindet das Hoch von 2021 mit dem Hoch von 2025. Früher war sie eine Begrenzung nach oben, seit dem Ausbruch liegt sie unter dem Markt und wirkt als Unterstützung. Das ist ein bekanntes Muster: Eine gebrochene Widerstandslinie wird zur Haltelinie.
Meine übergeordnete Einschätzung bleibt bullisch. Maßgeblich sind hier der Kursverlauf und die eingezeichnete langfristige Diagonale. Gleitende Durchschnitte sind in dieser Abbildung nicht eingeblendet.
Widerstand: 30.771 | 32.978 | 34.348
Unterstützung: 30.196 | 29.656 | 28.753 | langfristige Diagonale aus den Hochs 2021 und 2025
Nasdaq 100 Langfristprognose: 2030, 2040 und 2050

Der Jahreschart zeigt die Entwicklung seit den 1990er-Jahren. Jede Kerze steht für ein Jahr, die Skala ist logarithmisch. Gut zu sehen sind die beiden großen Einbrüche: das Platzen der Dotcom-Blase ab 2000 und die Finanzkrise 2008. Nach beiden hat der Index neue Rekorde erreicht.
Eine Diagonale könnte den Weg nach oben irgendwann begrenzen. Die hellblaue Linie im Chart verbindet das Hoch von 2007 mit dem Hoch von 2021 und läuft weit oberhalb des heutigen Kurses. Das ist kein Kursziel und keine Marke für die nächsten Monate, sondern eine mögliche Widerstandslinie für die kommenden Jahre.
Mein Trendkanal bis 2050

Im Jahreschart läuft der Nasdaq 100 seit der Finanzkrise in einem steigenden Trendkanal. Der Kanal beginnt an den Tiefs von 2008 und 2009. Im November 2008 fiel der Index bis auf 1.019 Punkte, am 22. September 2026 erreichte er sein Allzeithoch bei 30.771 Punkten. Das ist rund das Dreißigfache. Auch der Einbruch von 2022 mit dem Tief bei 10.441 Punkten hat diesen Kanal nicht verlassen.
Auch dieser Chart ist logarithmisch skaliert. Anders ließe sich ein Index, der von rund 1.000 auf über 30.000 Punkte gestiegen ist, kaum sinnvoll zeigen. Auf einer linearen Skala würde der Anstieg bis etwa 2010 fast flach wirken, obwohl der Index auch damals kräftig schwankte. Die logarithmische Skala zeigt dagegen gleiche prozentuale Schritte gleich groß, wie beim Jahreschart weiter oben erklärt.
Setzt sich dieser Wachstumspfad fort, rechne ich für 2050 mit rund einer Million Punkten. Dafür habe ich den Trendkanal bis über das Jahr 2050 hinaus verlängert, die orangen senkrechten Linien markieren die Jahre 2030, 2040 und 2050. Die Unterkante des Kanals liegt 2050 bei rund einer Million Punkten. Diese Verlängerung beschreibt ein Szenario, keine Mindestentwicklung. Von 30.608,13 Punkten am 25. September 2026 bis Ende 2050 wären dafür etwa 15,5 Prozent Kurszuwachs pro Jahr nötig.
In den letzten 20 Jahren stieg der Nasdaq 100 um rund 14,6 Prozent pro Jahr. Von Ende 2005 bis Ende 2025 kletterte der reine Kursindex ohne Dividenden von 1.645,20 auf 25.249,85 Punkte, das ist der durchschnittliche jährliche Zuwachs mit Zinseszins. Drei Kalenderjahre endeten im Minus: 2008 mit 41,9 Prozent, 2018 mit 1,0 Prozent und 2022 mit 33,0 Prozent. Diese Bilanz begrenzt weder künftige Verluste noch zwischenzeitliche Rückgänge. Die folgenden Rechenbeispiele starten bei 30.608,13 Punkten am 25. September 2026 und unterstellen bis zum jeweiligen Jahresende durchgehend 14,6 Prozent pro Jahr. Das ist eine Rechenannahme, keine erwartete Rendite.
Nasdaq 100 Prognose 2030
An der Jahresmarkierung 2030 reicht mein verlängerter Trendkanal von rund 34.000 bis 75.000 Punkten. Die Werte sind aus dem Chart abgelesen und gerundet. Das getrennte Rechenbeispiel mit jährlich 14,6 Prozent ergibt bis Ende 2030 rund 55.000 Punkte, etwas über der Mitte des Kanals. Ein Einbruch kann den Index aber auch unter die untere Kanalgrenze führen, die Spanne ist kein verlässlicher Korridor für die künftige Entwicklung.
Nasdaq 100 Prognose 2040
Im Jahr 2040 liegt der Trendkanal zwischen rund 180.000 und 400.000 Punkten. Das Rechenbeispiel mit jährlich 14,6 Prozent ergibt bis Ende 2040 rund 214.000 Punkte und landet damit in der unteren Hälfte des Kanals. Auch diese Spanne setzt voraus, dass der Wachstumspfad anhält. Über 14 Jahre wirkt der Zinseszinseffekt stark: Jedes Jahr wächst der Index auf einer höheren Basis weiter. Das ist die Fortsetzung des bisherigen Tempos, keine Garantie.
Nasdaq 100 Prognose 2050
An der Jahresmarkierung 2050 reicht mein verlängerter Trendkanal von rund einer Million bis gut zwei Millionen Punkten. Diese Spanne setzt voraus, dass der eingezeichnete Wachstumspfad über Jahrzehnte anhält. Das getrennte Rechenbeispiel mit jährlich 14,6 Prozent ergibt bis Ende 2050 rund 836.000 Punkte. Schon kleine Änderungen der Wachstumsrate führen über diesen Zeitraum zu großen Unterschieden. Der Index kann den Kanal verlassen und über viele Jahre deutlich unter diesen Werten bleiben. Das Apriltief 2025 bei 16.542 Punkten ist eine historische Orientierungsmarke im Monatschart, keine Grenze, bis zu der das Verlustrisiko gering wäre.
Bull- und Bear-Szenario für den Nasdaq 100
Die aktuelle Chartlage lässt zwei klar abgegrenzte Szenarien ableiten, die sich an konkreten Kursmarken orientieren.
Bullisches Szenario
Solange der Nasdaq 100 über der Kurslücke vom Montag bleibt, rechne ich mit steigenden Kursen. Das alte Allzeithoch ist bereits gefallen, der neue Rekord steht bei 30.771 Punkten. Darüber läuft der Index in unbekanntem Gebiet, und ich rechne mit Kursen über 31.000 Punkten. Die nächsten rechnerischen Ziele liefert die Fibonacci-Ausweitung im Wochenchart mit 32.978 und 34.348 Punkten.
Bearisches Szenario
Ein Pullback in die offene Kurslücke zwischen 29.648 und 29.933 Punkten ist jederzeit möglich, ohne dass der Aufwärtstrend bricht. Erst ein Rückfall unter das Junihoch und weiter unter das Septembertief bei 28.753 Punkten würde die bullische Einschätzung schwächen. Solange das Augusttief bei 28.197 Punkten hält, ist das hier beschriebene Szenario einer tieferen Korrektur aber noch nicht bestätigt.
Auf negativ dreht das Chartbild erst unter der langfristigen Aufwärtstrendlinie. Sie läuft vom Märztief 2026 bei 22.841 Punkten nach oben, und darunter wäre aus dem Ausbruch ein Fehlausbruch geworden. Die nächste Marke wäre dann das Augusttief bei 28.197 Punkten. Tiefer folgen der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 27.354 Punkten, gerechnet zum Schlusskurs vom 25. September 2026, und das Julitief bei 27.176 Punkten. Auslöser könnten weitere Zinserhöhungen der Fed, schwache Zahlen der großen Tech-Konzerne oder neue Handelskonflikte sein.
Was ist der Nasdaq 100?
Der Nasdaq 100 ist ein Aktienindex, der 100 der größten an der Nasdaq notierten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors umfasst, die die Zulassungs- und Auswahlregeln des Index erfüllen, gewichtet nach einer modifizierten Marktkapitalisierung.
Der NDX, so das offizielle Börsenkürzel, wurde am 31. Januar 1985 aufgelegt und gilt als wichtigster Gradmesser für den US-Technologiesektor. Anders als der breiter gefasste Nasdaq Composite schließt der Nasdaq 100 Finanzunternehmen bewusst aus und konzentriert sich auf Technologie-, Kommunikations- und Biotechnologiewerte. Die Aufnahmeregeln und die aktuelle Zusammensetzung veröffentlicht Nasdaq auf der offiziellen Indexseite des Nasdaq-100.
Die Indexzusammensetzung wird jährlich überprüft, die Gewichtung quartalsweise angepasst. Als Näherung für die Gewichtung dienen hier die Fondspositionen des iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (DE) vom 17. September 2026: Die fünf Unternehmen NVIDIA, Apple, Alphabet, Microsoft und Micron kamen darin zusammen auf 33,32 Prozent des Fondsvermögens, bei Alphabet sind beide Aktiengattungen zusammengezählt. ETF- und Indexgewichte können voneinander abweichen. Damit bestimmen wenige Market Movers maßgeblich die Richtung des gesamten Index, was bei der Interpretation der Chartanalyse berücksichtigt werden muss.
Die Nasdaq 100 Prognose ist eine technische Einschätzung der zukünftigen Kursentwicklung des US-Technologieindex NDX auf Basis von Chartanalyse, gleitenden Durchschnitten und Unterstützungs-/Widerstandszonen.
Einflussfaktoren auf den Nasdaq 100
Die Kursentwicklung des Nasdaq 100 wird von mehreren Faktoren beeinflusst, die über die reine Chartanalyse hinausgehen. Für Trader ist es wichtig, diese Treiber zu kennen, da sie häufig die Auslöser für Bewegungen an den identifizierten Unterstützungs- und Widerstandszonen sind.
Rund um den großen Verfallstag können sich kurzfristige Kursbewegungen verstärken. Am großen Verfallstag (Hexensabbat) laufen Futures und Optionen gleichzeitig aus, und institutionelle Anleger passen ihre Index-Positionen an. Höhere Schwankungen sind dadurch aber nicht garantiert. Der letzte fand am 18. September 2026 statt, der nächste folgt am 18. Dezember 2026.
Zinspolitik der Federal Reserve
Die Fed hat am 16. September 2026 den Leitzins erhöht. Sie hob ihn um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 % an, die erste Erhöhung seit Juli 2023. Höhere Zinsen belasten vor allem Wachstumsaktien, weil künftige Gewinne dann stärker abgezinst werden. Der Nasdaq 100 schloss an diesem Tag trotzdem praktisch unverändert und drehte im Tagesverlauf genau an seiner Aufwärtstrendlinie. Wie es mit den Zinsen weitergeht, verfolgen wir im Artikel zum Fed-Zinsentscheid.
Künstliche Intelligenz und Tech-Earnings
Der KI-Boom ist seit 2023 ein wesentlicher Kurstreiber im Nasdaq 100. Unternehmen wie NVIDIA, Microsoft und Alphabet profitieren überproportional von der steigenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Die Quartalszahlen dieser Schwergewichte bewegen den gesamten Index. Enttäuschende Earnings einzelner Market Movers können kurzfristig Korrekturen von mehreren Prozent auslösen.
Anthropic bereitet einen möglichen Börsengang vor. Am 1. Juni 2026 hat das Unternehmen vertraulich einen Registrierungsentwurf bei der SEC eingereicht, ohne Zahl der angebotenen Aktien und ohne Angebotspreis. Wie wir das einordnen, solange es weder Kurs noch offiziellen Termin gibt, steht in der Anthropic Aktie Prognose.
Der Ausbau der KI-Rechenzentren treibt auch Industriemetalle. Neben Tech-Aktien profitiert vor allem die Nachfrage nach Kupfer. In unserer Kupfer Prognose beleuchten wir diesen wachsenden Nachfragefaktor.
Geopolitik und Handelspolitik
Zollstreitigkeiten, Exportbeschränkungen für Halbleiter und geopolitische Spannungen beeinflussen die Lieferketten der im Nasdaq 100 vertretenen Technologieunternehmen direkt. Trader sollten die Wirtschaftstermine eng im Blick behalten, vor allem Zollankündigungen und Handelsabkommen. In unserer Börsenzeiten-Übersicht findest du die relevanten Handelszeiten der US-Börsen.
Die wichtigsten Nasdaq-100-Aktien (Market Movers)
Fünf Unternehmen bringen es zusammen auf rund ein Drittel des Fondsvermögens. Die folgenden Prozentwerte sind Portfoliogewichte des iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (DE) vom 17. September 2026. Die fünf größten Unternehmen im Fonds kommen zusammen auf 33,32 Prozent, Alphabet ist mit zwei Aktiengattungen vertreten:
- NVIDIA (NVDA), 8,46 %: Anbieter von Grafikprozessoren und KI-Chips, größte Position im genannten ETF
- Apple (AAPL), 7,89 %: einer der größten Konzerne der Welt nach Börsenwert, mit breiter Produktpalette
- Alphabet (GOOGL und GOOG), 6,22 %: Google-Suche und das KI-Modell Gemini, mit zwei Aktiengattungen im Index
- Microsoft (MSFT), 5,90 %: Cloud- und KI-Geschäft über Azure und Copilot
- Micron Technology (MU), 4,85 %: Speicherchips, unter anderem für KI-Rechenzentren
Amazon folgt erst auf Platz sechs. Der Konzern kommt auf 4,31 %, dahinter AMD mit 3,91 %. Die Quartalszahlen dieser Schwergewichte bewegen den Gesamtindex oft um mehrere Hundert Punkte, deshalb gehören ihre Termine in jeden Blick auf die Nasdaq-100-Chartanalyse.
Neu im Index ist SpaceX. SpaceX an der Nasdaq ist seit dem 12. Juni 2026 notiert und wurde mit Wirkung zum 7. Juli 2026 in den Nasdaq 100 aufgenommen. Im genannten iShares-ETF lag sein Portfoliogewicht am 17. September bei 1,31 %.
In den Nasdaq 100 investieren: ETF, CFD oder Future
Für Trader und Anleger gibt es drei gängige Wege, an der Kursentwicklung des Nasdaq 100 zu partizipieren:
Nasdaq 100 ETFs
Exchange Traded Funds bilden den Index passiv ab und eignen sich für mittel- bis langfristige Positionen. Zu den bekanntesten in Deutschland handelbaren Nasdaq-100-ETFs gehören der iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (DE) (WKN: A0F5UF) und der Amundi Core Nasdaq-100 Swap UCITS ETF Acc (WKN: LYX00F). Die Gesamtkostenquoten (TER) liegen laut Anbieter bei 0,30 % beziehungsweise 0,22 % pro Jahr.
CFD-Trading
Über Contracts for Difference lässt sich der Nasdaq 100 mit Hebel handeln, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse. CFDs eignen sich für kurzfristiges Trading auf Basis der in dieser Prognose identifizierten Unterstützungs- und Widerstandszonen. Der Hebel vergrößert Gewinne und Verluste gleichermaßen. Die EU-Wertpapieraufsicht ESMA hat ihn deshalb 2018 für Privatanleger bei großen Indizes wie dem Nasdaq 100 auf 20:1 begrenzt (ESMA-Beschluss). In Deutschland gilt diese Grenze seit 2019 dauerhaft über eine Allgemeinverfügung der BaFin.
Futures (Micro E-Mini)
Der Micro E-Mini Nasdaq-100 Future (MNQ) ist die börsengehandelte Alternative zum CFD. Er läuft über die Terminbörse CME mit transparenter Preisfindung, jeder Indexpunkt ist dort 2 US-Dollar wert.
Methodik unserer Nasdaq-Prognose
Grundlage der Nasdaq 100 Prognose ist die technische Analyse im Top-Down-Ansatz. Ich analysiere den NDX-Chart von den höheren Zeiteinheiten (Jahres-, Monats- und Wochenchart) hinunter bis in den Tageschart. So finde ich die Kursbereiche, an denen Angebot oder Nachfrage in den Markt kommen könnte.
Folgende Instrumente kommen dabei zum Einsatz:
- Hochs und Tiefs: Tages-, Monats- und Jahreshochs und -tiefs als waagerechte Unterstützungen und Widerstände
- Trendlinien und Trendkanäle: steigende und fallende Linien an den Hochs und Tiefs, im Wochenchart auch das Dreieck
- Gaps: offene Kurslücken, die der Markt später häufig wieder anläuft
- 200-Tage-Durchschnitt: eigenständig aus den letzten 200 Tagesschlusskursen gerechnet, das Stichtagsdatum steht beim jeweiligen Wert
- Logarithmische Skala: in den beiden Jahrescharts, damit gleiche Prozentbewegungen gleich groß erscheinen; Stunden-, Tages-, Wochen- und Monatschart sind linear skaliert
Die Prognose wird regelmäßig aktualisiert und berücksichtigt die anstehenden Wirtschaftstermine, an denen mit erhöhter Volatilität zu rechnen ist. Alle genannten Kursziele stellen Wahrscheinlichkeitsszenarien dar, keine Garantien.
Weitere Prognosen unseres Teams findest du in der Kursprognosen-Übersicht für DAX, S&P 500, Gold und weitere Märkte.
Fazit: Nasdaq 100 Prognose bleibt bullisch
Der Nasdaq 100 hat in dieser Woche ein neues Rekordhoch erreicht. Am 22. September stieg er bis 30.770,63 Punkte, am Montag schloss er bei 30.277 und damit unter der Rekordzone. Solange die offene Kurslücke zwischen 29.648 und 29.933 Punkten und das Septembertief bei 28.753 halten, gehe ich von weiter steigenden Kursen aus.
Über der Rekordzone steht keine alte Marke mehr. Für mich ist der Ausbruch aus dem Dreieck bestätigt, und ich rechne mit Kursen über 31.000 Punkten. Die Fibonacci-Ausweitung im Wochenchart zeigt darüber auf 32.978 und 34.348 Punkte. Als diskretionärer Price-Action-Trader achte ich dabei vor allem darauf, wie der Kurs das Rekordniveau verteidigt: hält er sich darüber, läuft er weiter, ein Rückfall führt zurück an die Kurslücke.
Nutze die Marken als Orientierung, nicht als Garantie. Setze deinen Stopp so, dass er zu deinem Risikomanagement passt, und richte die Positionsgröße danach aus. Ich aktualisiere diese Prognose regelmäßig mit neuen Charts.
Häufige Fragen zur Nasdaq 100 Kursprognose
Was ist die aktuelle Nasdaq 100 Prognose?
Die aktuelle Nasdaq 100 Prognose ist bullisch. Der Index hat am 22. September 2026 mit 30.770,63 Punkten ein neues Allzeithoch markiert und schloss am 28. September bei 30.277 Punkten. Ich rechne mit Kursen über 31.000 Punkten, darüber liegen die Fibonacci-Ziele bei 32.978 und 34.348 Punkten. Unterstützung bieten das Augusthoch bei 30.196 Punkten, die runde Marke bei 30.000, die beiden offenen Kurslücken und das Septembertief bei 28.753 Punkten.
Wird der Nasdaq 100 im Jahr 2026 steigen?
Die Charttechnik spricht für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Der Index hat das Dreieck verlassen und mit 30.770,63 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Fibonacci-Ausweitung im Wochenchart nennt als nächste Ziele 32.978 und 34.348 Punkte. Negativ würde das Bild erst unter der langfristigen Aufwärtstrendlinie.
Warum steigt der Nasdaq 100 gerade?
Charttechnisch ist der Index am 21. September mit einer Kurslücke aus einem Dreieck ausgebrochen und hat einen Tag später ein neues Allzeithoch markiert. Zusammen mit der Abwärtslücke vom August entstand dabei ein Island Reversal. Inhaltlich treiben die Investitionen der großen Tech-Konzerne rund um künstliche Intelligenz. Bremsen kann die Zinspolitik der Fed, die den Leitzins am 16. September auf 3,75 bis 4,00 % erhöht hat.
Welche Faktoren beeinflussen den Nasdaq 100?
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind die Zinspolitik der Federal Reserve, die Quartalsergebnisse der großen Tech-Unternehmen (insbesondere NVIDIA, Apple, Microsoft), der KI-Boom sowie geopolitische Handelsstreitigkeiten und Exportbeschränkungen.
Was ist der Unterschied zwischen NASDAQ und NASDAQ-100?
Nasdaq bezeichnet die Börse, der Nasdaq 100 einen ihrer Aktienindizes. Der Nasdaq Composite umfasst die nach seinen Regeln zulässigen Aktien zahlreicher Nasdaq-Unternehmen, einschließlich Finanzunternehmen. Der Nasdaq 100 konzentriert sich auf 100 der größten zulässigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors. Auswahlregeln und Gewichtungsgrenzen sorgen dafür, dass er keine täglich neu sortierte Liste der 100 größten Aktien ist.
Wie kann man in den Nasdaq 100 investieren?
Anleger können über ETFs wie den iShares Nasdaq 100 UCITS ETF langfristig investieren. Für aktives Trading eignen sich CFDs mit Hebel oder Micro E-Mini Futures (MNQ) über die CME. Jeder Weg hat unterschiedliche Kosten- und Risikostrukturen.
Wie hoch kann der Nasdaq 100 bis 2030 steigen?
Mein verlängerter Jahreschart zeigt für 2030 eine Spanne von rund 34.000 bis 75.000 Punkten. Sie setzt voraus, dass der eingezeichnete Wachstumspfad anhält. Ein separates Rechenbeispiel mit einer Jahresrendite von 14,6 % ergibt ausgehend von 30.608,13 Punkten am 25. September 2026 bis Ende 2030 rund 55.000 Punkte. Beide Betrachtungen sind bedingte Szenarien, die tatsächlichen Kurse können auch deutlich unter der Kanalspanne liegen.
Welche Aktien sind im Nasdaq 100 am stärksten gewichtet?
Eine Orientierung geben die Fondspositionen des iShares NASDAQ-100 UCITS ETF (DE) vom 17. September 2026: NVIDIA 8,46 %, Apple 7,89 %, Alphabet 6,22 % mit beiden Aktiengattungen, Microsoft 5,90 % und Micron 4,85 %. Zusammen sind das 33,32 % des Fondsvermögens. Diese ETF-Gewichte können von den offiziellen Indexgewichten abweichen.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv an den Finanzmärkten und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader, der seine Entscheidungen aus dem Kursverlauf ableitet statt aus automatisierten Systemen.
Sein Schwerpunkt liegt auf Devisen, Indizes und Rohstoffen. Aus der eigenen Handelspraxis sind die Kagels Trading Methode und ein Signaldienst entstanden. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Aktienindizes wie der Nasdaq 100 gehören zu den Märkten, die er selbst handelt. Die Marken in dieser Prognose stammen aus seinen eigenen Charts: Unterstützungen und Widerstände aus tatsächlichen Hochs und Tiefs, dazu die Trendlinien und Gaps, an denen sich der Kurs orientiert. Eingeordnet wird nach dem Kursverlauf, nicht nach automatisierten Signalen.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.









