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10 Arten von Börsencharts für das Trading (2026)

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026

|

20 Min

Autor

Galen Woods

Karsten Kagels

Überprüft von

Karsten Kagels

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Fast jeder Chart im Netz teilt den Markt nach der Uhr ein: fünf Minuten, eine Stunde, ein Tag. Das ist Gewohnheit, keine Notwendigkeit. Ein Kursstab kann genauso gut nach gehandeltem Volumen, nach Anzahl der Transaktionen oder nach zurückgelegter Kursstrecke schließen.

Dieser Artikel stellt zehn Chartarten nebeneinander, von Linien-, Bar- und Candlestick-Charts über Volumen- und Tickcharts bis zu Point & Figure, Renko, Kagi und Three-Line Break. Jeweils mit Aufbau, Beispiel und den Grenzen der Chartart. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Börsencharts: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Börsencharts, oft auch Trading Charts genannt, sind grafische Darstellungen von Preisbewegungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Sie sind für Anleger und Trader ein wichtiges Instrument zur Analyse und Entscheidungsfindung. Es gibt verschiedene Arten von Börsencharts, darunter Liniencharts, Balkencharts, Candlestick-Charts und Point-and-Figure-Charts. Jeder Charttyp bietet unterschiedliche Informationen und wird für verschiedene Analysezwecke verwendet.
  • Liniencharts: Einfachste Darstellung, nur Schlusskurse verbunden
  • Bar Charts: Zeigen Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurse (OHLC)
  • Candlestick-Charts: Wie Bar Charts, aber visuell anschaulicher, beliebt bei Tradern
  • Volumencharts: Kombinieren Preisbewegung mit Handelsvolumen
  • Tickcharts: Jede Kerze basiert auf einer festen Anzahl von Trades, nicht Zeit
  • Range-Bar-Charts: Neue Kerze entsteht, wenn eine bestimmte Preisspanne überschritten wird
  • Point & Figure Charts: Zeigen nur Richtungswechsel bei signifikanter Kursbewegung
  • Renko Charts: Blöcke erscheinen nur bei bestimmten Kursveränderungen, ideal für Trendanalyse
  • Kagi-Charts: Linien, die Richtung bei Trendänderung und Preisniveau wechseln
  • Three-Line Break Charts: Neue Linie erst bei Überschreiten des Hochs/Tiefs der letzten drei Linien
  • Börsencharts sind ein Werkzeug, das zur Entwicklung von Handelsstrategien und zum Risikomanagement verwendet werden kann. Börsencharts sind nicht nur für Aktien relevant, sondern auch für andere Finanzinstrumente wie Währungen, Rohstoffe, Indizes und Kryptowährungen.
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Börsencharts: Tradest du mit dem 5-Minuten-Chart? Oder mit dem Tageschart? Aber warum sind wir denn  überhaupt von Zeitrahmen abhängig?

Gib es andere Möglichkeiten, um Kursdaten zu veranschaulichen? Bieten sie nützliche Perspektiven?

Es folgen 10 unterschiedliche Arten von Börsencharts, um deine Neugier zu befriedigen.

Grafik mit dem Titel ‚10 Arten von Börsencharts‘. Sie zeigt zehn verschiedene Charttypen oder  Kursdarstellung: Line Charts, Bar Charts, Candlestick-Charts, Volumencharts, Tickcharts, Range-Bar-Charts, Point & Figure Charts, Renko Charts, Kagi-Charts und Three-Line Break Charts. Jeder Charttyp ist mit einem kleinen Beispielbild und einer Beschriftung versehen.
10 Arten von Börsencharts

(Vorsicht: Diese Börsencharts könnten deine Sichtweise vom Trading umkrempeln.)

Zum einfachen Vergleich benutzen wir jeweils die gleichen beiden Handelssitzungen als Beispiele für jeden Charttyp. Ein Chart zeigt einen deutlichen Trend, während der andere eine Handelsspanne oder Konsolidierung (Range) aufweist.

Auf jedem Charttyp bilden sich wiederkehrende Muster. Einen Überblick über die gängigsten Chartmuster und ihre Bedeutung findest du hier.

Lesetipp: Was sind Trading Charts?

Börsencharts mit Zeit als Grundlage

Die folgenden drei Börsencharts werden im Allgemeinen mit einer Zeitachse als Basis dargestellt. Das bedeutet, dass jede Angabe auf dem Chart aufgrund eines festgelegten Zeitrahmens zustande kommt. Wenn der Beobachtungszeitraum beispielsweise einen Tag umfasst, so wird jede Datenangabe den Kursbereich eines jeden Handelstages darstellen. Der folgende Chart zeigt den 5-Minuten-Zeitrahmen.

Die Analyse von Börsencharts gab es schon, bevor die Technologie in der Lage war, Echtzeitdaten (Ticks) ohne Unterbrechung zu senden. Charts mit fortlaufenden Daten zu erstellen, war also seinerzeit nicht möglich. Daher sind inzwischen auf Zeit basierende Charts zum Standard in der technischen Analyse geworden.

Welche Chartarten zur Verfügung stehen, hängt stark vom Anbieter ab: Profi-Systeme wie das Bloomberg Terminal decken Darstellungsformen ab, die in kostenlosen Werkzeugen fehlen.

Aber die drei folgenden Chartarten werden nicht immer auf der Grundlage von Zeit dargestellt. Man kann sie auch auf der Basis von Ticks oder von Volumen darstellen, wie wir im zweiten Abschnitt erörtern werden.

Liniencharts

Das Erstellen eines Liniencharts

Einen Linienchart zu erstellen, ist ganz einfach:

  1. Notiere den jeweiligen Schlusskurs von jedem Zeitabschnitt.
  2. Verbinde die entsprechenden Angaben miteinander.
Börsenchart Liniendiagramm mit der Beschriftung ‚Line Chart (Trend)‘, das den Kursverlauf des E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 4. November 2014 zeigt. Der Chart zeigt einen klaren Abwärtstrend mit mehreren Zwischenkorrekturen.
Linienchart (Trend), E-Mini Future S&P 500 mit 5-Minuten

Trading mit einem Linienchart

Ein Linienchart bietet nicht viele Einzelheiten, da er lediglich aus den Schlusskursen jeder Zeiteinheit besteht.

Allerdings sind Liniencharts reiner als andere Chartarten. Daher sind sie für folgendes besonders gut geeignet:

  1. Beobachtung langfristiger Trends
  2. Ermitteln von Chartmustern wie Head & Shoulders (Kopf-Schulter-Formation) und Triangles (Dreiecke)
Börsenchart: 5-Minuten Chart des E-Mini S&P 500 Index-Future. Liniendiagramm mit der Beschriftung ‚Line Chart (Range)‘, das die Kursbewegung des E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 24. April 2014 zeigt. Das Diagramm enthält eine Dreieck-Chartformation (Triangle Chart Pattern) mit einer Konsolidierung und zwei blaue Linien, die den Bereich der Preisspanne markieren.
Dreieck Chartformation (Triangle), Linienchart (Konsolidierung)

Bar Charts (Balkenchart, Stabchart)

Erstellen eines Balkencharts

Um einen Balkenchart zu erstellen, benötigen wir die folgenden Kursdaten jedes Zeitabschnitts:

  • Eröffnungskurs
  • Höchstkurs
  • Tiefstkurs
  • Schlusskurs

Mit diesen Informationen können wir einen Kursbalken/Kursstab von jeder Zeitperiode erstellen. Diese vier Kursdaten erklären, warum diese von manchen Tradern OHLC-Barcharts (Open, High, Low, Close = Eröffnung, Höchstkurs, Tiefstkurs, Schlusskurs) genannt werden.

Börsencharts Balkendiagramm mit der Beschriftung ‚Bar Chart (Trend)‘, das den Kursverlauf des E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 4. November 2014 zeigt. Das Diagramm hebt zwei spezielle Chartmuster hervor: einen bärischen Umkehrstab (Bearish Reversal Bar) und einen Innenstab (Inside Bar). Eine Legende erklärt die Bestandteile eines Bars: Open, High, Low und Close.
Bar Chart (Trend), Bärischer Umkehrstab, Innenstab

Trading mit einem Balkenchart (Barchart, Stabchart)

Ein Balkenchart oder Barchart beinhaltet wichtige Einzelheiten, die für die zeitliche Abstimmung (Timing) unserer Trades genutzt werden können.

Ausgestattet mit einem Balkenchart können wir die Beziehung zwischen den Hochs, Tiefs, Schlusskursen und Eröffnungen von verschiedenen Bars oder Balken (Stäben) analysieren, um die Gesamtheit von aus Kursstäben bestehenden Chartmustern zu erfassen.

Betrachte die Beispiele. Barcharts oder Stabcharts sind raffinierte Timing-Instrumente, die uns Trade-Einstiege mit begrenztem Risiko bieten.

Börsencharts  Bar Chart mit der Beschriftung ‚Bar Chart (Range)‘, der den Kursverlauf des E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 24. April 2014 zeigt. Im Chart sind zwei wichtige Chartmuster hervorgehoben: ein bärischer Umkehrstab (Bearish Reversal Bar) und ein Bereich mit gleichen Hochs, der als Widerstand (Matching Highs – Resistance) dient.
Bar Chart (Konsolidierung), Bärischer Umkehrstab, Gleiche Hochs (Widerstand)
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Candlestick-Charts (Kerzencharts)

Erstellen eines Candlestick-Charts

Ein Candlestick beinhaltet die gleichen Kursdaten wie ein Kursstab. Außer dem Bereich zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs sind beide gleich. Die Kursspanne zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs jedes Candlesticks stellt den Kerzenkörper als sein entscheidendes Merkmal dar. Wie eine einzelne Kerze aufgebaut ist und welche vier Kurse in ihr stecken, zeigt unser Leitfaden zum Candlestick Chart lesen.

Welche Signale sich daraus ableiten lassen, zeigt unsere Übersicht der Kerzenmuster von Hammer bis Doji.

Börsencharts Candlestick-Chart mit der Beschriftung ‚Candlestick Chart (Trend)‘, der den E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 4. November 2014 zeigt. Der Chart veranschaulicht zwei markante Kerzenformationen: einen bärischen Marubozu und einen Inside Bar / Harami. Eine eingeblendete Grafik erklärt die Bestandteile einer Kerze: Open, Close, Body, Upper Wick und Lower Wick.
Candlestick Chart (Trend), Bärischer Marubozu, Innenstab/Harami

Trading eines Candlestick-Charts

Es ist nicht verwunderlich, dass Candlestick-Charts für die meisten Trader die bevorzugte Wahl darstellen. Außer den zahlreichen Candlestick-Chartmustern, die das Rüstzeug des Traders bereichern, vermindert ein Candlestick-Chart nicht unsere Fähigkeit, Kursformationen und -strukturen zu erkennen, so dass uns optimale Informationen aus beiden Bereichen zur Verfügung stehen.

Die Beziehung zwischen den Kerzenkörpern ist von entscheidender Bedeutung für Candlestick-Chartmuster. Candlestick-Charts machen es leicht, Kurslücken zwischen den Kerzenkörpern zu erkennen. (Ein Candlestick mit einem Kerzenkörper, der den vorherigen Candlestick nicht umschließt oder überdeckt, nennt man „Star“)

Ein geringer Nachteil von Candlestick-Charts ist der, dass Candlesticks mehr Raum beanspruchen als OHLC-Kursstäbe. Mit den meisten Chart-Softwareprogrammen kannst du bei einem Candlestick-Chart weniger darstellen als es für einen Barchart oder Balkenchart der Fall ist.

Börsencharts 5-Minuten-Chart des E-Mini S&P Futures. Candlestick-Chart mit der Beschriftung ‚Candlestick Chart (Range)‘, der den E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 24. April 2014 zeigt. Im Chart werden zwei Besonderheiten hervorgehoben: Doji-Kerzen (Dojis), die auf Unsicherheit oder mögliche Trendumkehr hinweisen, sowie sichtbare Gaps (Lücken) zwischen den Kerzenkörpern
Candlestick-Chart (Konsolidierung), Dojis, Leicht zu erkennende Gaps (Lücken) zwischen den Kerzenkörpern

Börsencharts mit einem Aktivitätsniveau als Grundlage

Es gibt Zeiten ohne Aktivität des Marktes. Dies kann für die auf Zeit beruhenden Börsencharts ein Problem bedeuten. Indem die Zeit vergeht, fährt auch der Chart fort, weiterhin neue Kursstäbe oder Candlesticks zu erzeugen, und zwar unabhängig vom Aktivitätsniveau des Marktes. In solchen Fällen vermittelt der Markt fälschlicherweise den Eindruck von Aktivität.

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, verwenden einige Trader das Aktivitätsniveau des Marktes (das durch das Volumen oder durch Ticks erfasst wird) anstelle der Zeit als Grundlage, um Kursdaten zu generieren.

Es gibt jedoch einen wichtigen Vorbehalt in Bezug auf Charts, die auf Aktivität basieren. Du kannst Tick- oder Volumencharts nicht von unterschiedlichen Datenanbietern beziehen, da diese nicht vollkommen zusammenpassen. Das liegt am Filtern der Marktdaten durch deinen Datenanbieter und eventuell an deiner Internetverbindung und der Computerleistung. Ob diese Probleme aber die Vorteile zunichtemachen, die mit dem Einsatz von Tick- und Volumencharts verbunden sind, hängt von deinem Tradingstil und deiner Einschätzung ab.

Pass vor allem auf, wenn du die Absicht hast, Volumen- oder Tickcharts zu verwenden, um Trading im Forex-Kassamarkt (Spotmarkt) zu betreiben. Da es im Forex-Kassamarkt keinen zentralen Markt gibt, sind die Volumen- und Tickdaten auf deinen Liquiditätspool begrenzt, der in einigen Fällen lediglich auf die Kunden deines Brokers beschränkt ist. Folglich könnten die Volumen- oder Tickdaten für das von dir gehandelte Instrument nicht repräsentativ für den gesamten Markt sein.

Volumencharts

Erstellen eines Volumencharts

Das Volumen (Umsatz) ist die Anzahl von gehandelten Kontrakten oder Aktien. Das Volumen ist der direkteste Weg, um die genaue Ausprägung der Marktaktivität zu messen.

Anstatt die OHLC-Daten mit festgelegten Zeitperioden zu verwenden, entnehmen wir die OHLC-Daten von einem Volumenblock. Daher entspricht jeder Kursstab (Candlestick) auf den Volumencharts einem festgelegten Volumen. Zum Beispiel wird ein 233er Volumenchart das OHLC von einem 233er Volumenblock von jedem Kursstab darstellen.

Du kannst Volumencharts in der Art von Balkencharts (Barcharts) oder von Candlestick-Charts darstellen.

Bist du dir nicht sicher, welche Einstellung du für deinen Volumenchart benutzen sollst?

Ein einfacher Ausgangspunkt wäre, das durchschnittliche Volumen deines üblichen Trading-Zeitrahmens zugrundezulegen. Beispielsweise kämen wir aufgrund der Beispiele zu 28000-Volumencharts, indem wir das langfristige Durchschnittsvolumen von 5-Minuten-Kursstäben des ES messen.

Börsencharts Volumenchart mit der Beschriftung ‚Volume Chart (Trend)‘, der den Kursverlauf des E-Mini Future S&P 500 am 4. November 2014 zeigt, basierend auf 28.000 gehandelten Einheiten pro Kerze. Der Chart enthält eine geglättete Linie zur Visualisierung des Trends sowie Markierungen für einen bärischen Umkehrstab (Bearish Reversal Bar) und einen bullischen Marubozu. Hinweistext erklärt, dass Volumencharts im Vergleich zu Zeitcharts meist glatter wirken.
Volumencharts sehen normalerweise glatter aus als Zeitcharts. Bärischer Umkehrstab. Bullischer Marubozu

Trading mit einem Volumenchart

Da ein Volumenchart an Tempo verliert, wenn sich die Marktaktivität verringert, zeigt er weniger seitwärts verlaufende Kursbewegungen. Daher zeigen sich häufig sanftere Kurswellen, die günstig für das Trading sind. Dies ist der Hauptvorteil eines Volumencharts.

Allgemein kannst du dich bei Volumencharts dennoch auf Chartmuster von Barcharts (Balkencharts) und Candlesticks verlassen.

Allerdings hat der Einsatz eines Volumencharts wesentliche Auswirkungen auf die herkömmliche Volumenanalyse. Ein Trader, der Volumencharts verwendet, kann nicht mehr:

  • nach Volumenmustern suchen, die Chartmuster unterstützen
  • das Volumen zur Bestätigung verwenden, ob ein Ausbruch zuverlässig ist
  • Volumen-Indikatoren verwenden
  • die Volumen-Spread-Analyse benutzen

Wenn du die Grundkonzepte der obigen Techniken verstehst, kannst du diese auch beim Trading mit Volumencharts anwenden. Um beispielsweise Ausbrüche mit hohem Volumen zu finden, such nach Kursschüben mit aufeinanderfolgenden Kursstäben, die sich in die gleiche Richtung bewegen. Da jeder Kursstab ein bestimmtes Volumen darstellt, haben wir es bei den aufeinanderfolgenden Kursstäben mit einem Swing mit hohem Volumen zu tun.

Natürlich ist eine grundlegende Volumenüberlagerung nutzlos. Erwäg stattdessen die Verwendung einer Zeitüberlagerung, die die benötigte Zeit angibt, um jeden Volumen-Kursstab (Bar) zu vollenden.

Börsencharts E-Mini S&P 500 Future 28000 Volume Chart. Das Bild zeigt einen Volume Chart (Range) mit der Bemerkung, dass das Volumenpanel nutzlos sei, da jeder Balken das gleiche Volumen zeigt. Der Hinweis fordert auf, diesen Chart mit einem klassischen Candlestick (Range) Chart zu vergleichen, der dieselbe Price Action darstellt.
Vergleich diesen Volume Chart mit dem “Candlestick (Konsolidierung)” Chart weiter oben. Beide Charts zeigen beide die gleiche Price Action. Was ist der Unterschied?

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Tickcharts

Erstellen eines Tickcharts

In diesem Zusammenhang bezieht sich ein Tickchart auf eine Transaktion. Wie das gehandelte Volumen misst die Anzahl der Transaktionen auch das Aktivitätsniveau des Marktes. (Verwechsle das nicht mit dem NYSE -$Tick.)

Das Volumen jeder Transaktion unterscheidet sich jedoch. Daher reproduziert ein Tickchart nicht einen Volumenchart.

Jeder Kursstab/Candlestick auf einem Tickchart repräsentiert das OHLC einer bestimmten Anzahl von Ticks.

Die Tick-Einstellung (Setting) hängt von der Volatilität des Marktes ab. Wenn du anfängst, miss die durchschnittliche Kursspanne deines üblichen Trading-Zeitrahmens. Dann passt du das Tick-Setting an, um einen Chart mit ähnlicher Volatilität zu erhalten. Fibonacci-Zahlen wie 144-Tick und 233-Tick sind auch eine beliebte Wahl für Tickcharts.

Börsencharts E-Mini S&P 500 Future Chart mit 5000 Ticks (Börsencharts). Tick-Chart mit der Beschriftung ‚Tick Chart (Trend)‘, basierend auf 5000 Ticks des E-Mini Future S&P 500 am 4. November 2014. Der Chart zeigt mehrere rote Pfeile, die auf erfolgreiche bärische 2-Kerzen-Umkehrmuster (Two-Bar Reversals) hinweisen. Ein einziger Pfeil ist markiert als das einzige fehlgeschlagene bärische Reversal. Ein eingeblendeter Hinweis betont, dass Tickcharts in trendstarken Märkten zuverlässige Signale liefern.
Tickchart (Trend), Tickcharts bieten zuverlässige Signale in tendierenden Märkten, Das einzige bärische 2-Kerzen-Reversal, das versagte.

Trading mit einem Tickchart

Wie für Volumen Charts sind kurzfristige Kursmuster auch für Tickcharts wirkungsvoll. Das obige Beispiel zeigt, dass Tickcharts in tendierenden Märkten gut funktionieren. Versteh das aber nicht so, dass Tickcharts so etwas wie der Heilige Gral wären. Viele Tradingmethoden funktionieren wunderbar in Trendmärkten.

Obwohl die Volumenanalyse mit Tickcharts möglich ist, wirst du weniger Schwankung im Volumen jedes Tick-Kursstabes finden, da sowohl Ticks als auch das Volumen die Aktivität des Marktes messen.

Börsencharts E-mini S&P 500 Index Future mit 5000 Tick Chart. Tick-Chart mit der Beschriftung ‚Tick Chart (Range)‘, basierend auf 5000 Ticks des E-Mini Future S&P 500 vom 24. April 2014. Der Chart zeigt eine Seitwärtsbewegung mit roten und grünen Candlesticks. Unten befindet sich ein Volumenbalkendiagramm, das zeigt, dass sich das Volumen im Vergleich zu Zeitcharts nicht stark verändert. Ein eingeblendeter Hinweistext bestätigt: ‚Volume does not vary that much compared to time charts.
Tickchart (Konsolidierung), Das Volumen verändert sich nicht viel im Vergleich zu Zeitcharts

Einfache Börsencharts

Die nächsten fünf Charts sind einfache Kurscharts (Preischarts). Sie haben eine einfache Eigenschaft gemeinsam: Sie bewegen sich nur dann, wenn sich der Kurs (oder Preis) bewegt. Wenn du ein Purist der Price Action bist, wirst du Freude daran haben, die folgenden Chartarten zu untersuchen.

Aber unter den folgenden fünf Chartarten ist der Range-Bar-Chart der einzige, der ohne Berücksichtigung der Zeit dargestellt wird.

Die anderen vier Chartarten (Point & Figure, Renko, Kagi, Three-Line Break) sind so aufgebaut, dass sie einen auf der Zeit basierenden Chart benutzen, der die Häufigkeit der Chart-Aktualisierung bestimmt. Das ist auch kein Wunder, weil diese Chartarten seinerzeit von Tradern entwickelt wurden, als noch keine Charts mit Echtzeitdaten zur Verfügung standen. In den folgenden Beispielen haben wir einen 5-Minuten-Barchart als den zugrundeliegenden und auf Zeit basierenden Chart verwendet.

Infolgedessen stellt nur der Range-Bar-Chart die exakte Price Action dar. Die anderen vier Kurscharts filtern sozusagen den „Lärm“ heraus, indem sie verschiedene Techniken verwenden und nicht die exakten Marktpreise zeigen.

Range-Bar-Charts

Erstellen eines Rang-Bar-Charts

Bestimm zuerst die Range, d. h. die Kursspanne. In einem Range-Bar-Chart wird jeder Kursstab enden, sobald die Range oder Kursspanne zwischen seinem Hoch und Tief der gewählten Kursspanne entspricht.

Daher wird jeder Kursstab die gleiche Kursspanne (Range) haben. Außerdem wird jeder Kursstab entweder an seinem Hoch oder seinem Tief schließen.

Börsencharts E-mini S&P 500 Range Chart. Range-Chart mit der Beschriftung ‚Range Chart (Trend)‘, basierend auf dem E-Mini S&P 500 vom 4. November 2014 mit 8-Tick-Range. Der Chart zeigt eine klare Abwärtsbewegung mit hervorgehobenen Candlestick-Formationen: mehrere Marubozus, ein Pin Bar und ein Bearish Engulfing Pattern.
E-Mini S&P 500 Range Chart

Trading mit dem Range-Bar-Chart

Aufgrund des erzwungenen Abbruchs durch die festgelegte Kursspanne des Kursstabes verschwinden viele Chartmuster vom Range-Chart, die es beim Bar Chart oder Candlestick Chart gibt. Zum Beispiel werden Harami-Chartmuster und Inside Bars nie auf dem Range-Bar-Chart in Erscheinung treten. Selbstverständlich werden Muster wie das ID/NR4 und NR7 ebenfalls unsichtbar.

Dennoch wirst du Chartmuster in Range-Charts finden, wobei die wichtigsten folgende sind:

Ein interessanter Ansatz ist, wenn man einen Range-Chart mit der Volumen-Analyse kombiniert. Da jeder Kursstab die gleiche Kursspanne aufweist, kannst du problemlos die Kursstäbe herausfinden, die ein hohes Volumen anziehen. Diese Kursstäbe sind potenzielle Widerstands- oder Unterstützungsbereiche. Betrachte das folgende Beispiel.

Börsencharts E-mini S&P 500 Index-Future Range Chart. Range-Chart mit der Beschriftung ‚Range Chart (Trend)‘, basierend auf dem E-Mini S&P 500 vom 4. November 2014 mit 8-Tick-Range. Der Chart zeigt eine klare Abwärtsbewegung mit hervorgehobenen Candlestick-Formationen: mehrere Marubozus, ein Pin Bar und ein Bearish Engulfing Pattern.
Range Chart (Konsolidierung), Kerze mit hohem Umsatz | Ausbrüche aus dieser Konsolidierung misslangen. | Achte darauf, wie die hochvolumige Range die Session definierte. |

Point & Figure Charts (P&F)

Erstellen eines Point & Figure Chart

Der erste Input eines Point & Figure Charts ist die Boxgröße. Nehmen wir zum Beispiel 4 Ticks.

  • Bei steigenden Kursen tragen wir jeweils ein „X“ übereinander ein. Jedes „X“ entspricht 4 Ticks.
  • Wenn die Kurse fallen, tragen wir jeweils ein „O“ untereinander ein. Jede „O“ entspricht 4 Ticks.
  • Immer dann, wenn der Markt die Richtung ändert, zeichnen wir eine neue Säule. Daher wird es nie „X“ und „O“ in der gleichen Säule geben.

Wie können wir wissen, ob ein Markt gedreht hat?

Diese Frage bringt uns zum zweiten Input des Point & Figure Chart. Wir müssen uns für die sogenannte Umkehrgröße entscheiden. Die gebräuchliche Umkehrgröße beträgt 3. Das bedeutet, dass eine steigende Säule „X“ endet und eine fallende Säule „O“ beginnt, wenn der Markt 12 Ticks fällt (3 Boxen mal 4 Tick  Boxgröße).

Unsere Beispiele beruhen auf einem Schlusskurs von 5-Minuten-Bars. Das heißt, dass wir den Chart aktualisieren, indem wir den Schlusskurs von 5-Minuten-Bars benutzen. (Die Hoch-/Tiefkurse jedes Kursstabes zu verwenden, ist ebenfalls eine Möglichkeit.)

Börsencharts Point & Figure Chart mit der Beschriftung ‚Point & Figure Chart (Trend)‘, der den Kursverlauf des E-Mini Future S&P 500 am 4. November 2014 zeigt. Rote Kreise stehen für je 4 Ticks Kursrückgang, grüne Kreuze für je 4 Ticks Kursanstieg. Eine neue Spalte beginnt erst, wenn sich der Kurs um 12 Ticks (drei Boxen) in die entgegengesetzte Richtung bewegt.
P&F Chart (Trend), Jeder Kreis ist ein 4-Tick Rückgang. | Jedes Kreuz ist ein 4-Tick Anstieg. | Der Kurs muss sich in die entgegengesetzte Richtung um 12 Ticks (3 Boxen) bewegen, bevor eine neue Säule beginnen kann.

Trading mit einem Point & Figure Chart

Unsere Beispiele zeigen Intraday-Charts zum einfachen Vergleich mit anderen Chartarten. Tatsache ist jedoch, dass Point & Figure Charts üblicherweise mit Tagescharts und größeren Zeitrahmen verwendet werden.

Es gibt Chartmuster, die spezifisch sind für Point & Figure Charts. Obwohl es sich um einfache Ausbruch-Chartmuster handelt, brauchst du einiges an Erfahrung, bevor du diese ausfindig machen kannst. Die gute Nachricht ist, dass die Chartmuster von Point & Figure Charts klarere Definitionen haben, als es bei Barcharts (Balkencharts) der Fall ist. Zudem bieten Point & Figure Charts einzigartige Methoden, um Gewinnziele zu ermitteln.

Trading mit Point & Figure Charts ist eine tiefgründige Angelegenheit.

Beschäftige dich mit folgenden beiden Büchern, wenn du mehr darüber erfahren willst:

Diese maßgebenden Bücher ermöglichen auch Einblicke und zeigen, wie man die Boxgröße festlegt.

Börsencharts Point & Figure Chart mit der Beschriftung ‚Point & Figure Chart (Range)‘, basierend auf dem E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 24. April 2014. Der Chart zeigt grüne Kreuze für Kursanstiege und rote Kreise für Kursrückgänge. Zwei klassische Chartmuster sind hervorgehoben: ein Dreifachtop mit Hinweis ‚buy if price breaks above it‘ und ein Doppelboden-Ausbruch (double bottom break-out).
P&F Chart (Konsolidierung), Dreifachtop Chartmuster: Kaufen, falls der nach oben ausbricht. | Doppelboden-Ausbruch

Renko Charts

Erstellen eines Renko-Charts

Renko kommt aus dem Japanischen und heißt „Ziegel“. Zuerst müssen wir die „Ziegel“-Größe festlegen. Der Renko Börsenchart ist zeitunabhängig, wobei lediglich die Schlusskurse in die Berechnung eingehen. Von entscheidender Bedeutung ist die Einstellung der festgelegten Renkogröße.

Wenn der aktuelle Schlusskurs um die Renkogröße höher als der vorherige Schlusskurs liegt, so entsteht ein neuer Ziegel, der in diesem Fall nach oben ausgerichtet ist und dem Chart hinzugefügt wird. Liegt der aktuelle Schlusskurs hingegen niedriger als der vorherige Schlusskurs, und zwar um die besagte Renkogröße niedriger, so wird dem Chart ein neuer, nach unten gerichteter Ziegel hinzugefügt. Kein neuer Ziegel entsteht jedoch während einer Seitwärtsbewegung des Marktes. (Wie beim P&F Chart können wir uns nur auf die Schlusskurse oder die Hoch/Tief Kurse des vorliegenden Charts konzentrieren.)

Der Renko-Chart stellt also nicht die tatsächliche Price Action dar. Er filtert Seitwärtsbewegungen bzw. Zickzackbewegungen aus, die kleiner sind als die Ziegel- bzw. Renkogröße.

Börsencharts E-Mini S&P 500 Index Future Renko-Chart. „Renko-Chart mit der Beschriftung ‚Renko Chart (Trend)‘, der den E-Mini Future S&P 500 am 4. November 2014 mit 8-Tick-Ziegelgröße zeigt. Der Chart zeigt rote Ziegel für fallende Kurse und grüne Ziegel für steigende Kurse. Beschriftungen heben hervor: ‚Letting profits run‘ und ‚Cover shorts‘. Ein Hinweis erklärt, dass der Kurs den vorherigen Ziegel um mindestens eine Ziegelgröße überschreiten muss, damit ein neuer grüner Ziegel gezeichnet wird.
Renko Chart (Trend), Gewinne laufen lassen, Shortposition eindecken, Der Kurs muss diesen Kursstab um wenigstens die Ziegelgröße überschreiten damit eine neuer grüner Ziegel angezeigt wird.

Trading mit einem Renko-Chart

Ein Renko-Chart läßt keinen Raum für die Chartmuster-Analyse eines Kursstabes oder Candlesticks. Die Stärke des Renko-Charts liegt in den Trends, die er ohne „lärmende“ Kursbewegungen, die die Ziegel- oder Renkogröße unterschreiten, darstellt.

Deshalb können wir Renko-Charts für die folgenden beiden Aufgaben verwenden:

  • Das Verfolgen von Trends in einem höheren Zeitrahmen mit einer großen Ziegel- oder Renkogröße. Anschließend können wir Trades eingehen, die mit der Richtung des Renko-Charts übereinstimmen, wobei wir einen kleineren Zeitrahmen benutzen.
  • Der Renko-Chart leitet uns, wenn es darum geht, Gewinne laufen zu lassen, wie es im obigen Beispiel gezeigt wurde.
Trading Chart: Renko-Chart mit der Beschriftung ‚Renko Chart (Range)‘, der den E-Mini Future S&P 500 mit 8-Tick-Ziegelgröße in einer konsolidierenden Seitwärtsbewegung zeigt. Der Chart enthält abwechselnd grüne und rote große Ziegel mit wenig Aussagekraft. Zwei Hinweise sind eingeblendet: ‚Not helpful in a ranging session‘ und ‚A smaller brick size might be more appropriate for this session‘.
Nicht hilfreich in einer konsolidierenden Seitwärtsbewegung, Eine kleinere Ziegelgröße könnte für diese Handelssitzung angemessener sein.

Kagi-Charts

Erstellen eines Kagi-Charts

Der engste westliche Verwandte des japanischen Kagi-Charts ist der Point & Figure Börsenchart, den wir oben bereits vorgestellt haben.

Ein Kagi-Chart benötigt jedoch keine Boxgröße. Alles, was er braucht, ist eine Umkehrgröße, die als absolute Kursspanne oder prozentuale Veränderungsrate dargestellt werden kann. Sobald die Kurse um die besagte Umkehrgröße in die entgegengesetzte Richtung laufen, wird im Chart eine Richtungsänderung sichtbar. Der Unterschied ist an den Linien erkennbar: Eine Reihe von dicken Linien (Yang-Linien) weist auf die Dominanz der Käufer und eine Reihe von dünnen Linien (Yin-Linien) auf die Vorherrschaft der Verkäufer hin. Wenn beide Linienarten dauernd wechseln, handelt es sich um einen Seitwärtsmarkt.

Steigen die Kurse beispielsweise über das vorangegangene Swing-Hoch, wird die Linie dicker (Yang-Linie). Fallen die Kurse unter das vorangegangene Swing-Tief, wird die Linie dünner (Yin-Linie).

Kagi-Chart mit der Beschriftung ‚Kagi Chart (Trend)‘, der den E-Mini Future S&P 500 am 4. November 2014 zeigt. Der Chart besteht aus roten und grünen Linien mit unterschiedlichen Strichstärken. Dünne Linien zeigen fallende Kurse unter das vorherige Swing-Tief an, dicke Linien signalisieren Kursanstiege über das vorherige Swing-Hoch. Eine Umkehr wird nur eingezeichnet, wenn sich der Kurs mindestens um die definierte Umkehrgröße bewegt.
Kagi Chart (Trend), Der Kurs fiel unter das vorherige Swingtief: dünne Linie. | Der Kurs muss sich wenigstens mit der Umkehrgröße nach unten bewegen, damit die nächste vertikale Linie gezeichnet wird. | Der Kurs stieg über das vorherige Swing-Hoch: dicke Linie.

Trading mit einem Kagi-Chart

Mit den Yin- und Yang-Linien hebt ein Kagi-Chart den Ausbruch aus Swing-Hochs und Swing-Tiefs hervor. Demzufolge ist es unklug, sich in einem Seitwärtsmarkt, in dem die meisten Ausbrüche fehlschlagen, auf den Kagi-Chart zu verlassen. (Beachte das folgende Beispiel.)

Aber der Kagi-Chart ist besonders nützlich beim Verfolgen der Marktstruktur von Swing-Hochs und Swing-Tiefs. Somit ist der Kagi-Chart effizient beim Ermitteln von Widerstands- und Unterstützungsbereichen sowie beim Verfolgen von Markttendenzen.

Trading Chart: „Kagi-Chart mit der Beschriftung ‚Kagi Chart (Range)‘, der den E-Mini Future S&P 500 am 24. April 2014 zeigt. Grüne und rote Linien mit variierender Dicke symbolisieren Kursbewegungen. Zwei Signale sind hervorgehoben: das ‚Yang line signal‘ (grüne, dicke Linie) sowie das ‚Yin line signal‘, das laut Hinweistext zu wenig Gewinn führte. Der Chart stellt eine konsolidierende Seitwärtsphase dar.
Kagi Chart (Konsolidierung), Yang Linie Signal, Yin Linie Signal führte nicht zu viel Gewinn
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Three-Line Break Charts

Erstellen eines Three-Line Break Charts

Der Three-Line Break Chart wird aus Linien gebildet. Diese Linien basieren auf den Schlusskursen des zugrundeliegenden Zeit-Charts. (Im ersten Beispiel ist der zugrundeliegende Chart ein 5-Minuten-Chart.)

Eine neue Linie in die gleiche Richtung entsteht, wenn der zugrundeliegende zeitabhängige Chart jenseits der vorhergehenden Linie in der gleichen Richtung schließt.

Eine neue Linie in die entgegengesetzte Richtung entsteht, wenn der zugrundeliegende zeitabhängige Chart jenseits letzten drei Linien in der entgegengesetzten Richtung schließt. Daher stammt auch die Bezeichnung dieser Chartart.

Börsencharts/Trading Chart: Three-Line Break Chart mit der Beschriftung ‚Three-Line Break Chart (Trend)‘, der den E-Mini Future S&P 500 im 5-Minuten-Intervall vom 4. November 2014 zeigt. Der Chart visualisiert eine Serie roter Blöcke als Zeichen für einen Abwärtstrend. Eine grüne Linie markiert einen Ausbruch, bei dem der Kurs über die letzten drei Linien schließt. Hinweistext hebt hervor, dass dieses Chartmuster das Potenzial bietet, den gesamten Trendtag zu erfassen.
Three Line Break Chart (Trend), Der 5-Minuten-Chart schließt über den letzten drei Linien, Der Three Line Break Chart bot das Potential, den gesamten Trend des Tages mitzunehmen.

Trading mit einem Three-Line Break Chart

Standard-Trendlinien sowie die Analyse von Widerstand/Unterstützung werden gut (oder sogar besser) funktionieren auf Three-Line Break Börsencharts. Die Kursspanne, die also aus den letzten drei Linien besteht, ist von entscheidender Bedeutung.

Während Bar- und Candlestick-Chartmuster nicht anwendbar sind, bieten Three-Line Break Charts einzigartige Tradingsignale, die durch drei Linien gebildet werden: schwarze Schuhe (black shoes), Anzüge (suits) und Hälse (necks). Ein weißer Anzug (white suit) bedeutet Kauf, und ein schwarzer Anzug (black suit) bedeutet Verkauf.

Schau dir den folgenden Chart an für weitere Beispiele. (Wir mussten die zugrundeliegende Zeitbasis auf 1-Minute verändern, damit die Tradingsignale in Erscheinung treten.)

Three-Line Break Chart mit der Beschriftung ‚Three-Line Break Chart (Range)‘, der den E-Mini Future S&P 500 am 24. April 2014 zeigt. Der Chart besteht aus roten und grünen vertikalen Blöcken. Markierungen wie ‚Buy here‘ und ‚Sell here‘ zeigen mögliche Handelsentscheidungen an. Zusätzliche Bezeichnungen wie ‚Neck‘, ‚White Suit‘, ‚Black Shoe‘ und ‚Black Suit‘ dienen als visuelle Metaphern für bestimmte Chartmuster oder -signale.
Three Line Break Chart (Konsolidierung), Hier kaufen, Hals, Weißer Anzug, Schwarze Schuhe | Hals, Schwarze Schuhe, Schwarzer Anzug, Hier verkaufen

Um noch mehr über Renko-Charts, Kagi-Charts und Three-Line Break Charts zu erfahren, solltest du dich mit dem Buch von Steve Nison Beyond Candlesticks: New Japanese Charting Techniques Revealed beschäftigen. Es erklärt im Detail, wie man jede dieser Chartarten konstruiert und bringt praktische Beispiele.

Der Kagi-Chart ist die dritte Darstellung ohne Zeitachse neben Renko und Point and Figure. Wie er aufgebaut wird, welche Rolle Schultern und Taillen spielen und warum die Dicke der Linie das eigentliche Signal ist, steht im Leitfaden zu Kagi Charts.

Fazit: Neue Chartarten ergänzen deine Analyse, sie ersetzen sie nicht

Geh klug mit neuen Börsencharts um

Neue Chartarten anzuwenden, hat weitreichende Auswirkungen auf dein Trading. Achte darauf, dass du verstehst, welche Folgen es hat, sie in deine Marktanalyse einzubeziehen.

Denk daran, dass ein Großteil der technischen Analyse in Anbetracht von zeitabhängigen Charts entworfen wurde, das war so und ist immer noch so. Das bedeutet, dass deren Wirksamkeit aufgrund alternativer Charts untergraben werden könnte. Natürlich wirst du auch angenehm überrascht sein, wenn du diese neuen Chartarten ausprobierst.

Wenn du anfängst, neue Chartarten zu untersuchen, wäre ein vernünftiger Weg der, dass du diese als Ergänzung zu deinen bisherigen Charts betrachtest. Außerdem versetzt du dich dadurch in die Lage, deren Wirksamkeit zu vergleichen.

Neue Börsencharts auszuprobieren, ist bestimmt interessant. Zunächst mag es sogar den Anschein haben, dass es sich jeweils um einen vielversprechenden Kandidaten für den Heiligen Gral handelt. Aber schließlich wirst du erkennen, dass jede Chartart auch ihre Nachteile hat.

Prüf die Einrichtung alternativer Chartarten in deiner Chart-Plattform

Obwohl die meisten Chart-Plattformen zeitabhängige Börsencharts anbieten, mag die Verfügbarkeit anderer Chartarten mitunter abweichen. Außerdem könnte die Einrichtung dieser alternativen Chartarten aufgrund ihrer Exotik nicht immer möglich sein.

Beispielsweise weist der Range-Bar-Chart bei NinjaTrader eine Kurslücke zwischen den Kursstäben auf, während das bei QuoteTracker nicht der Fall ist.

Lies in deinen Unterlagen für deine Chart-Software nach. Stell sicher, dass du verstehst, wie deine Chart-Plattform die Charts erstellt, und mach dich auch mit den Formeln, die den Börsencharts zugrunde liegen, vertraut.

Viel Spaß!

Bonus Candlestick Chart-Art: Heikin-Ashi

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlicht: 10 Types of Price Charts for Trading

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels und Gaby Boutaud

Häufige Fragen über Börsencharts

Was ist ein Börsenchart?

Ein Börsenchart ist eine grafische Darstellung der Preisbewegungen von Finanzinstrumenten wie Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffen über einen bestimmten Zeitraum.

Welche Arten von Börsencharts gibt es?

Die gängigsten Arten von Börsencharts sind Liniencharts, Balkencharts, Candlestick-Charts und Point-and-Figure-Charts.

Was ist ein Linienchart?

Ein Linienchart ist die einfachste Form eines Börsencharts und zeigt die Schlusskurse eines Finanzinstruments über einen bestimmten Zeitraum hinweg durch eine Linie.

Was ist ein Balkenchart?

Ein Balkenchart stellt die Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurse eines bestimmten Zeitraums durch vertikale Balken dar.

Was ist ein Candlestick-Chart?

Ein Candlestick-Chart zeigt die Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurse durch „Kerzen“. Dabei repräsentiert der Körper der Kerze die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs, während die „Dochte“ die Hoch- und Tiefkurse anzeigen.

Was bedeutet der Begriff „Zeitrahmen“ in Bezug auf Börsencharts?

Der Zeitrahmen bezieht sich auf die Dauer, die jeder Punkt oder jede „Kerze“ im Chart repräsentiert, zum Beispiel eine Minute, eine Stunde, ein Tag oder eine Woche.

Wie kann man Börsencharts für die Entscheidungsfindung nutzen?

Börsencharts können verwendet werden, um Trends und Muster zu identifizieren, welche Aufschluss über mögliche zukünftige Preisbewegungen geben können. Dies kann helfen, Entscheidungen über den Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten zu treffen.

Gibt es Software oder Tools zum Analysieren von Börsencharts?

Ja, es gibt eine Vielzahl von Softwarelösungen und Tools, die für die Analyse von Börsencharts verwendet werden können. Beliebte Optionen sind TradingView, MetaTrader, Bloomberg Terminal und viele Broker bieten auch eigene Charting-Tools an.

Können Börsencharts auch für Kryptowährungen verwendet werden?

Ja, Börsencharts können auch für Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum verwendet werden. Die Analysemethoden sind oft ähnlich wie bei traditionellen Finanzinstrumenten, obwohl Kryptowährungsmärkte volatiler sein können.

Über den Autor: Galen Woods

Galen Woods ist Price-Action-Daytrader und Betreiber von Trading Setups Review. Sein Schwerpunkt liegt auf Kursstab-Analyse und dem Handel ohne Indikatoren, sein Wissen gibt er im Kurs „Day Trading With Price Action” weiter.

Auf kagels-trading.de erscheinen seit Jahren über 100 seiner Beiträge in deutscher Übersetzung. Sie decken Setups, Chartformationen und Handelstechniken ab, die er an eigenen Marktbeispielen entwickelt hat.

Für dieses Thema ist er einschlägig, weil er alternative Chartarten nicht als Spielerei behandelt, sondern jede an derselben Frage misst: Was macht sie mit der Price Action? Deshalb steht neben jedem Chart hier auch, wo er die technische Analyse aushebelt.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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