Wikifolio – was steckt hinter dieser Social Trading Plattform?

Wikifolio – Was steckt dahinter?

Bei der Onlineplattform wikifolio.com handelt es sich um eine sogenannte Social-Trading-Plattform.

Das Ziel der Plattform besteht darin, fortgeschrittenen Trader, Anlegern und Investoren zu ermöglichen, ihre Ideen und Strategien in den wikifolios anzuwenden und zu veröffentlichen.

Logo von Wikifolio

Außerdem soll Anfängern im Finanzbereich die Chance geboten werden, vom Wissen der professionellen wikifolio-Trader zu profitieren.

Für Anleger bei wikifolio werden auch sämtliche Handels- und Tradingideen von professionellen Vermögensverwaltern sowie die Investitionen etablierter Finanzmedien einsehbar, da diese auf der Social-Trading-Plattform in sogenannten “wikifolios” publiziert und dadurch transparent für alle werden.

Dabei muss ein wikifolio bestimmte Anforderungen erfüllen, um als Bezugsportfolio im wikifolio-Index veröffentlicht werden zu können.

Das Prinzip von Wikifolio

In diesem Kontext werden von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft sogenannte „Endlos-Indexzertifikate“ vergeben, welche im Anschluss daran an der Stuttgarter Börse gehandelt werden.

Diese Zertifikate können bei vielen Banken und Internet-Brokern oder aber unmittelbar bei Lang & Schwarz erworben bzw. verkauft werden.

Zudem werden die wikifolio-Zertifikate abgesichert. Dies bedeutet, dass eventuell auftretende Ausfälle und Emittentenrisiken, welche bei einer Investition in Zertifikate nicht ausgeschlossen werden können, in weiten Teilen abgesichert werden.

Nachdem sich ein Anleger dazu entschieden hat, in ein entsprechendes Zertifikat zu investieren, nimmt er daraufhin an der zukünftigen Entwicklung des wikifolios teil.

Die Trader und Anleger haben bei wikifolio das gleiche Ziel vor Augen: Sie erzielen lediglich dann Gewinne, wenn das entsprechende wikifolio-Zertifikat auch eine Rendite erzielt.

Während der Anleger dann in der Folge direkt von der Entwicklung des wikifolio-Zertifikats profitiert, ist die Entlohnung der Trader davon abhängig, wie hoch die Investitionen in die Zertifikate waren und wie gut die Performance des ausgewählten wikifolios ist.

Dabei wird allen Website-Besuchern auf wikifolio.com stets volle Transparenz gewährt, was die Aktionen der Trader in den wikifolios betrifft.

Es werden reale Daten der Märkte sowie signifikante Kennzahlen und sämtliche Trades in Echtzeit übermittelt.

In einem dafür vorgesehenen Kommentarbereich können die jeweiligen Trader dann in der Folge ausführen und für die Anleger deutlich machen, weshalb sie bestimmte Aktionen für entsprechende wikifolios durchgeführt haben.

Auf diesem Weg wird sichergestellt, dass Interessenten und potentielle Investoren zu jedem Zeitpunkt von dem hohen Qualitätsanspruch bei wikifolio.com profitieren und gleichzeitig von der Expertise der professionellen Trader lernen können.

Wikifolio.com

Die Vision

“Jeder, der sein Geld in Wertpapiere anlegen will, soll direkten Zugang zu den besten Handelsideen haben, mit völlig transparenten und fairen Angeboten. Und jeder, der eine Handelsidee hat, soll sie kostenlos und unkompliziert präsentieren – und damit auch noch Geld verdienen können.”

So lautet die Vision, welche direkt auf der Website von wikifolio in dieser Form vorzufinden ist.

Die ideale Vorstellung für die Zukunft von wikifolio.com sieht also so aus, dass es allen Menschen möglich gemacht wird, ihre finanziellen Mittel gewinnbringend anzulegen, indem diese Einsicht in alle erfolgreiche Handelsideen auf den Märkten erhalten.

Dabei soll es keinerlei Abhängigkeit mehr von diversen Finanzberatern mehr geben, welche in vielen Fällen lediglich auf Provisionen und nicht auf den Erfolg ihrer Klienten aus sind.

Stattdessen soll jeder Investor nützliche Instrumente und Werkzeuge mit an die Hand bekommen, damit es möglich ist, eigene fundierte Entscheidungen rund um das Thema “Investieren” zu treffen.

Die Vision spricht von einer optimalen Umgebung, in welcher alle Menschen die Entwicklung ihrer investierten Summen in völliger Transparenz beobachten und logisch nachvollziehen können.

Die Firmenhistorie

Die Idee von wikifolio entstand dabei durch ein persönliches Erlebnis des Gründers Andreas Kern im Jahr 2008: Nachdem die Hausbank Kern ein bestimmtes Finanzprodukt empfahl, beschloss der studierte Mathematiker zunächst, das Produkt auf seine Effizienz zu prüfen und rechnete sich daher potenzielle Gewinne über einen längeren Zeitraum aus.

Allerdings wurde dem zukünftigen CEO von wikifolio schnell klar, dass es sich hierbei um kein gewinnbringendes Produkt handelte, sondern ganz im Gegenteil – um eines, welches lediglich Gebühren mit sich bringt.

Im Zuge dessen machte sich Andreas Kern viele Gedanken dazu, wie ein modernes Finanzprodukt in Zeiten von Sozialen Netzwerken idealerweise aussehen könnte.

Die grundlegende Idee bestand also darin, ein Finanzprodukt zu erschaffen, welches sich durch Mitbestimmung, Vielfalt und Transparenz von anderen Produkten abhebt.

Daraufhin hielt Kern seine Ideen für eine Social-Trading-Plattform schriftlich fest, sorgte für die Gründung seiner GmbH und patentierte den Namen wikifolio.com.

Nachdem das frisch gegründete Unternehmen im Jahr 2008 aufgrund der Lehmann-Wirtschaftskrise noch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, wendete sich das Blatt schließlich zwei Jahre später.

Kern fand immer mehr Zuspruch bei der Partnersuche und gewann 2011 den Handelsblatt Konzern als neuen Gesellschafter, wodurch der erste Finanzinvestor und Medienpartner gefunden war.

Im darauffolgenden Jahr wurde Lang & Schwarz als Emissionspartner mit an Bord geholt, wodurch es nun problemlos möglich war, bei jeder Bank wikifolio-Zertifikate zu handeln.

Nachdem in der folgenden Zeit zahlreiche weitere starke Partner hinzukamen, wurde das Unternehmen dann schließlich in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Und seit 2015 gelten wikifolio-Zertifikate als die “meistgehandelten Produkte nach Kundenorders im Segment  Index- und Partizipationszertifikate der EUWAX”, welche darüber hinaus auch bereits mit zahlreichen Auszeichnungen von diversen unabhängigen Institutionen belohnt wurden.

Der CEO

Bereits vor wikifolio war Andreas Kern über zehn Jahre in der Finanzbranche tätig.

Kern schaffte es zum Geschäftsführer der paybox Austria GmbH, welche er schließlich in die Gewinnzone manövrierte.

Zudem war er ein Mitbegründer der payolution GmbH, die im späteren Verlauf mit Erfolg weiterverkauft wurde.

Des Weiteren ist Kern ein studierter Mathematiker und Computerwissenschaftler mit einem Master of Science für Innovationsmanagement an der Johannes Kepler Business School Linz.

Was bietet wikifolio?

Wikifolios sind wie wir bereits wissen eigenhändig erstellte Handelsideen in Form von virtuellen Musterdepots.

Im Prinzip kann jeder Nutzer nach der Registrierung bei wikifolio.com seine eigenen Ideen in einem entsprechenden wikifolio online stellen und auf der Internetplattform publik machen.

Alle wikifolios werden dabei über deren gesamten Lebenszyklus hinweg von einem wikifolio-Trader betreut.

Das Interessante an der Sache ist, dass den wikifolio-Tradern für die Realisierung deutscher Handelsideen ein 250.000 Werte umfassendes Anlageinstrumentarium aus verschiedenen Aktien, ETPs, Fonds, Zertifikaten und Hebelprodukten bereit steht.

Bei den wikifolios in englischer Sprache sind es immerhin ca. 6.000 Aktien, Fonds und ETPs, mit welchen gearbeitet werden kann.

Das enorm weitreichende Spektrum dieser handelbaren Werte überträgt sich auch in den auf wikifolio.com durchgeführten Handelsideen, welche von langfrisitgen Depots bis hin zu sehr kurzfristigen Day-Trading-Strategien reicht.

Dabei ist es vor allem die Transparenz, was wikifolios von der Vielzahl herkömmlicher Finanzprodukte unterscheidet.

Da sämtliche Nutzer die Aktivitäten der Trader mitverfolgen können, sind reale Marktdaten und Kennzahlen in Echtzeit sichtbar.

Arten von wikifolios

Nun wird bei wikifolios differenziert, von wem diese verwaltet werden bzw. ob sich diese mit einem bestimmten Thema befassen.

Dementsprechend können bei der Suche nach wikifolios diverse Filterkriterien mit einfließen.

Im Folgenden soll eine kurze Übersicht mit an die Hand gegeben werden, welche Arten von wikifolios angeboten werden.

wikifolios

Die meisten Handelsideen, welche auf wikifolio.com generiert und betreut werden, sind auf private Trader zurückzuführen.

Prinzipiell ist es allen volljährigen Interessierten gestattet, wikifolio-Trader zu werden.

Dafür ist es lediglich notwendig, die eigenen Handelsideen in einem entsprechenden Portfolio zu veröffentlichen und potentielle Investoren von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen.

Selbstredend sind hierbei grundlegende Kenntnisse im Aktienbereich und ein Feingefühl für ökonomische Zusammenhänge vorteilhaft.

Aus diesem Grund finden sich zahlreiche erfolgreiche wikifolio-Trader in einem Beruf, welcher viel mit wirtschaftlichen Themen und Aktien zu tun hat.

wikifolios von Mitgliedern einer Selbstregulierungsorganisation

Darüber hinaus werden auch wikifolios angeboten, welche von Mitgliedern einer Selbstregulierungsorganisation (SRO) betreut werden. Diese sind gekennzeichnet mit “SRO”.

Es handelt sich dabei um unabhängige Schweizer Vermögensverwalter, welche dem Geldwäschegesetz in der Schweiz unterliegen.

Vermögensverwalter-wikifolios

Zudem bieten auch professionelle Vermögensexperten ihr Know-How in Deutschland und Österreich in Form von wikifolios öffentlich einsehbar an.

Vermögensverwalter mit einer entsprechenden Lizenzierung können ihre Handelsideen mit einer eigenen entsprechenden Kennzeichnung auf wikifolio.com umsetzen.

Medien-wikifolios

Auch verschiedene Medienunternehmen verwalten eigene Musterdepots bei wikifolio.com.

Themen-wikifolios

Auf der anderen Seite gibt es bestimmte Themen-wikifolios, welche lediglich Werte als Gegenstand haben, die mit einer speziellen Branche bzw. einem spezifischen Anlagethema in Verbindung stehen.

Experten von spezifischen Themen in den Bereichen Finanz und Börse können auf wikifolio.com Portfolios zu den entsprechenden Themen eröffnen.

Dachwikifolios

Als Dachwikifolio wird ein wikifolio bezeichnet, in dessen Mittelpunkt die Umsetzung einer Handelsidee steht, welche sich ausschließlich aus wikifolio-Zertifikaten zusammensetzt.

Als wikifolio-Trader kann man sich bei der Einrichtung eines neuen wikifolios zwischen einem normalen wikifolio und einem Dachwikifolio entscheiden.

Zum aktuellen Zeitpunkt der Betrachtung können Dachwikifolios nur in deutscher Sprache geführt werden, weil noch keine wikifolio-Zertifikate in englischer Sprache existieren.

Ein möglicher Vorteil von Dachwikifolios besteht darin, dass dessen Investment einer breiteren Streuung unterliegt, was daran liegt, dass diese auf mehrere Einzel-wikifolio-Zertifikate aufgesplittet werden können.

Anders als bei den klassischen wikifolios wird bei einem Dachwikifolio zum einen keine Performancegebühr abgezogen und zum anderen fällt auch die Zertifikategebühr weg.

Bei wikifolio.com werden also keine doppelten Gebühren gefordert.

Die Vergütung eines Dachwikifolio-Traders erfolgt in Form einer Erlösbeteiligung.

Die Beteiligung liegt bei bis zu zehn Prozent der anfallenden Performancegebühr der im Dachwikifolio beinhalteten wikifolio-Zertifikate und wird von wikifolio.com getragen.

Was ist Social Trading?

Die verschiedenen Optionen für Anleger und Trader auf Social-Media-Plattformen sind grundsätzlich breit gestreut und unterscheiden sich daher je nach anbietender Website.

Während es bei manchen Plattformen möglich ist, Strategien von Tradern zu betrachten und Kommentare abzugeben, können diese bei anderen Websites komplett kopiert (“Copy Trading”) werden.

Was wikifolio von anderen Social-Trading-Plattformen unterscheidet ist folgendes: wikifolio.com ist die einzige Plattform, auf welcher es möglich ist, “der Wertentwicklung von Handelsideen durch eigens emittierte Finanzprodukte zu folgen”.

Ganz allgemein betrachtet soll Social Trading dabei helfen, Investitionsanlagen transparenter und für andere Anleger logisch nachvollziehbar zu machen.

Die im deutschsprachigen Raum populärsten Social-Trading-Plattformen sind wikifolio.com, ayondo und eToro. Bei den beiden letztgenannten eröffnet man ein eigenes Konto, um dann die Strategien von Tradern kopieren zu können.

So funktionierts

Doch wie genau sieht der Investitionsprozess nun aus? Wie kann man von wikifolios profitieren?

Zunächst ist es so, dass nicht direkt in die auf wikifolio.com gelisteten Musterdepots investiert werden kann.

Stattdessen dient ein wikifolio – sofern es gewisse Anforderungen erfüllt – als fiktives Referenzportfolio für ein an der Börse gelistetes Endlos-Indexzertifikat.

Diese Zertifikate können bei fast allen Banken und Online Brokern über die Börse Stuttgart, die BX Swiss oder direkt bei Lang & Schwarz erworben bzw. weiterverkauft werden.

Da die Wertentwicklung der wikifolios auf der Wertentwicklung der im wikifolio enthaltenen Wertpapiere beruht (wovon die Zertifikat- und Perfomancegebühr noch abgezogen werden), ist das jeweilige wikifolio-Zertifikat mit dem zugehörigen wikifolio gleichzusetzen.

Im Folgenden soll kurz aufgezeigt werden, wie das ganze in der Praxis aussieht.

Die passenden wikifolios finden

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Wikifolios um Musterdepots, welche von Privatanlegern sowie Finanzexperten auf wikifolio.com aufgesetzt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Im ersten Schritt geht es also darum, im Portfolio der Website die entsprechenden wikifolios zu durchstöbern und die jeweiligen Favoriten ausfindig zu machen.

Außerdem ist es möglich und von Vorteil, auch mehr über die wikifolio-Trader, welche dahinter stehen, in Erfahrung zu bringen und kennenzulernen.

Investieren in die besten Zertifikate

Nachdem Sie die optimalen Zertifikate für sich gefunden haben, können Sie die Investition einleiten.

Wie zuvor beschrieben existiert für jedes investierbare wikifolio ein entsprechendes Zertifikat mit einer eigenen ISIN (“Internationale Wertpapierkennnummer”).

Es ist dabei ohne Probleme möglich, über das eigene bestehende Depot zu investieren.

Ein Pluspunkt besteht zudem darin, dass eventuell auftretende Ausfälle, welche sich aufgrund des aus einer Investition in Zertifikate ergebendes Emittentenrisikos ergeben, in weiten Teilen abgesichert werden.

Entwicklungen in Echtzeit verfolgen

Anschließend ist es möglich, jegliche Entwicklungen jederzeit in Echtzeit zu verfolgen.

Sämtliche Entwicklung von signifikanten Kennzahlen sowie alle durchgeführten Transaktionen und getätigten Kommentare sind im wikifolio zu jedem Zeitpunkt transparent und einsehbar.

Die Werkzeuge des wikifolio Portals sowie die persönlichen Benachrichtigungen dienen als Unterstützung, damit es leicht fällt, den Überblick zu behalten.

Wie kann in ein wikifolio-Zertifikat investiert werden?

Grundsätzlich können wikifolio-Zertifikate bei sämtlichen Banken erworben werden.

Die Transaktion an sich erfolgt dabei identisch wie der Erwerb einer Aktie.

Es kann dabei zwischen der Stuttgarter Börse, dem außerbörslichen Handel mit Lang & Schwarz oder der BX Swiss (für einen Handel in Schweizer Franken) gewählt werden.

Sowohl im Börsenhandel als auch im außerbörslichen Handel besteht neben der Market-Order zudem die Option eines Limit- und Stop-Orders auf ein wikifolio-Zertifikat.

Die wikifolio-Zertifikat-Mindestinvestition liegt dabei bei einem Stück.

Der aktuelle Kurswert eines wikifolio-Zertifikats findet sich dabei in der Detailansicht jedes einzelnen wikifolios.

Neben den herkömmlichen Gebühren für Transaktionen der jeweiligen Bank werden darüber hinaus keine weitere Gebühren von wikifolio.com erhoben.

Wie hoch sind die Gebühren bei einer Investition in ein wikifolio-Zertifikat?

Die Verwendung von wikifolio.com ist für Anleger und Trader zunächst mit keinen Kosten bzw. Gebühren verbunden.

Auch der Handel innerhalb der wikifolios ist kostenlos.

Gebühren fallen nur dann an, wenn in ein wikifolio-Zertifikat investiert wird. Diese Gebühren sind dann jedoch bereits im Kurs des Zertifikats berücksichtigt.

Im Prinzip bestehen die Gebühren aus zwei Elementen:

  • die Zertifikatsgebühr
  • die Performancegebühr

Damit die Kosten in einem überschaubaren und transparenten Bereich bleiben, fallen keine Ausgabenaufschläge bzw. sonstige versteckte Gebühren an.

Die Zertifikatsgebühr für die wikifolios liegt zum aktuellen Zeitpunkt bei bis zu 0,95 Prozent jährlich und wird jeden Tag anteilsmäßig verrechnet.

Bei der wikifolio-Performancegebühr sieht es so aus, dass diese durch den Trader zuerst vorgeschlagen und anschließend mit wikifolio.com und Lang & Schwarz festgesetzt wird.

Klassischerweise liegt diese bei den meisten wikifolios in einem Bereich zwischen 5 und 30 Prozent des erreichten Erfolges.

Außerdem fällt diese lediglich bei der Erzielung einer “neuen High Watermark” (neuer Höchststand des Jahres) im wikifolio an.

Die Gebühr wird daraufhin zwischen wikifolio.com und dem jeweiligen Trader verteilt, wobei der Trader je nach vorherige Festlegung bis zu 50% der Gebühr als Vergütung erhalten kann.

Dieser Anteil ist sozusagen die Gewinnprämie für den Trader. Die vollständig berechnete Performancegebühr kann jeden Tag in der wikifolio-Einzelansicht eingesehen werden.

Bei Dachwikifolios fällt keine weitere Gebühr an, weil diese schon im Kurs der im Dachwikifolio beinhalteten wikifolio-Zertifikate beachtet werden.

Abgesehen von den Zertifikate- und Performancegebühren fallen beim Erwerb bzw. beim Verkauf der jeweiligen wikifolio-Zertifikate üblicherweise Transaktionsgebühren an, welche über die Depotbank erhoben werden.

Sind Investitionen in wikifolio-Zertifikate sicher?

Mit dem Kauf eines wikifolio-Zertifikats erwerben Anleger dadurch ein angebotenes Produkt der Lang & Schwarz AG.

Das Unternehmen geht im Zuge dieses Verkaufs zunächst eine Risikoposition ein. Um den eigenen Forderungen im Bereich des Risikomanagements gerecht zu werden, wird die Risikoposition von der Lang & Schwarz AG dementsprechend abgesichert (hedged).

Um die aus den verkauften wikifolio-Zertifikaten resultierende Verpflichtung absichern zu können, kommt es zur Verpfändung aller Wertpapiere und Geldkonten durch die Lang & Schwarz AG, welche zur Verpflichtungserfüllung von diesen gehalten werden.

Die Führung der Geldkonten erfolgt dabei bei unterschiedlichen Banken und teilweise ausschließlich zum Zweck der Besicherung.

Ein Treuhänder wird damit beauftragt, die Sicherheiten für die Anleger zu kontrollieren und den Besicherungsgrad zu errechnen.

Ausfälle, die aufgrund anderweitiger Risiken ausgelöst werden (zum Beispiel Währungsrisiken oder Kursrisiken) werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Interessant ist auch die Tatsache, dass bei einer Investition in wikifolio-Zertifikate keine Nachschusspflicht vorliegt.

Das Risiko eines Verlustes ist hierbei auf die Investition in das wikifolio-Zertifikat und  damit einhergehenden Gebühren zum Zertifikaterwerb begrenzt.

Welches wikifolio ist das richtige?

Wenn man sich dazu entscheidet, eine Investition in ein oder mehrere wikifolios vorzunehmen, geht es dann im nächsten Schritt darum, das individuell beste wikifolio ausfindig zu machen.

Dabei dient die auf wikifolio.com implementierte Suchfunktion als unterstützendes Werkzeug, um das geeignete wikifolio für das eigene Depot zu finden.

Mit zahlreichen Filteroptionen, spezifischen Auszeichnungen und mit Hilfe der “Top-wikifolio-Rangliste” ist es möglich, die passenden wikifolios mit den gewünschten Eigenschaften für sich herauszufiltern.

Beim Auswählen von wikifolios ist es essentiell darauf zu achten, inwiefern die wikifolio-Zertifikate in den entsprechenden Anlagemix passen.

Damit ist gemeint, wo sich die Schwerpunkte der wikifolios befinden und an welchen Stellen eine Ergänzung ratsam ist.

Grundsätzlich empfehlen Finanzexperten eine Diversifikation, also eine breite Verteilung des investierten Kapitals auf viele verschiedene Anlageoptionen.

Wie es bei den meisten Anlageoptionen üblich ist, werden auch bei wikifolio.com eine Vielzahl von Diagrammen und essentieller Kennzahlen für Interessierte bereitgestellt, um sich detaillierte Informationen über die jeweiligen wikifolios ansehen und die zur Verfügung stehenden Optionen bewerten zu können.

Prinzipiell können die wikifolios zu jedem beliebigen Zeitpunkt von den Nutzern eingesehen werden. Hier können auch die Beschreibungen der Handelsidee seitens des Traders angesehen werden sowie ein Musterdepot und alle virtuellen Käufe bzw. Verkäufe seit der Eröffnung des wikifolios.

Eine integrierte Kommentarfunktion ermöglicht es Tradern zudem, den Anlegern mitzuteilen, weshalb diese einen bestimmten Wert zu einer bestimmten Zeit erworben bzw. weiterveräußert haben.

Dabei werden von wikifolio.com allerdings keinerlei Empfehlungen bzw. beratende Leistungen abgegeben.

Es empfiehlt sich jedoch in vielen Fällen darauf aufzupassen, ob ein Trader sein wikifolio aktiv betreut, ob dieser rasch auf Veränderungen der Märkte reagiert und ob sich andere wikifolios dieses Traders in letzter Zeit positiv entwickelt haben.

Trading mit wikifolio

Trader auf wikifolio.com zu werden ist im Prinzip unkompliziert. Jeder kann sich auf der Website anmelden und anschließend eigene wikifolios verwalten.

Falls man ein wikifolio für die Öffentlichkeit zugänglich machen will, muss dieses jedoch einige Kriterien erfüllen. Hierzu zählt beispielsweise eine ausformulierte Handelsidee und zumindest ein abgeschlossener Trade.

Was sind die Voraussetzungen?

Eine essentielle Voraussetzung, um Trader auf wikifolio.com werden zu können, ist eine sichergestellte Kommunikation zu interessierten Anlegern.

Damit den Tradern zum Beispiel Nachrichten zu getätigten Orders oder Transaktionen gesendet werden können, ist eine verifizierte E-Mail-Adresse erforderlich.

Für den Status “Investierbar” für ein wikifolio muss zuvor eine Legitimation auf der Website stattfinden. Diese erfolgt durch das Prüfen einer Ausweiskopie, Adresse und einer Telefonnummer. Nachdem die Prüfung positiv verlief, wird der Klarname des Traders in dessen Profil für alle sichtbar.

Auch das wikifolio selbst muss einigen Anforderungen gerecht werden. Hierzu zählt zum Beispiel: “mindestens zehn Vormerkungen mit mindestens EUR bzw. CHF 2.500 unverbindlich zugesagtem Investitionsvolumen und 21 Tage Track-Record”. Dazu kommt noch, dass die Ausformulierung einer Handelsidee stets von einem wikifolio Mitarbeiter geprüft wird.

Des Weiteren besteht noch die Möglichkeit, Real-Money-Trader zu werden. Dafür ist eine eigene Investition des Traders von mindestens 5.000 Euro bzw. Schweizer Franken in das entsprechende Zertifikat notwendig.

Mittels eines zugehörigen Depotauszugs oder eines Screeenshots muss diese Investition alle viertel Jahre nachgewiesen werden.

Ein Nachweis ist dann gültig, wenn er sowohl den Namen des Traders, als auch das aktuelle Datum sowie die ISIN des wikifolio-Zertifikats und die Investitionssumme beinhaltet.

So verdient man als wikifolio-Trader Geld

Wird der Status “Investierbar” im wikifolio angezeigt, ist die Basis gelegt, um anschließend Geld verdienen zu können.

Erreicht der Trader in der Folge eine positive Performance innerhalb seines wikifolios, dann erhält dieser hierfür eine dementsprechende Erfolgsprämie.

Diese errechnet sich wie wir bereits wissen nach dem “Prinzip des High Watermarks”, welche jeweils den aktuellen täglichen Höchststand eines wikifolios in einem Kalenderjahr beschreibt.

Der Anteil der Erfolgsprämie ist zudem auch abhängig von der Höhe des investierten Kapitals im wikifolio-Zertifikat.

Wenn keine Gewinne in einem wikifolio eingefahren wurden, dann fällt auch keine Performancegebühr und somit auch keine Prämie an.

Da Dachwikifolios im Gegensatz zu den herkömmlichen wikifolios keine Performancegebühr einfordern, erhält ein Dachwikifolio-Trader eine Erlösbeteiligung, welche bis zu 10 Prozent betragen kann.

Haben Trader eine Prämie von 100 Euro bzw. Schweizer Franken gesammelt, kann eine direkte Auszahlung von diesem beantragt werden.

Kritik und mögliche Risiken

Wie es beim Handel mit Zertifikaten üblich ist, gilt hierbei in der Regel bei den meisten Online Brokern das Emittentenrisiko. Bei wikifolio.com ist das hingegen nicht der Fall, da sich Lang & Schwarz gegen einen eventuellen Ausfall als Emittent abgesichert haben. Zu diese Zweck wird von der Firma ein Treuhändler in Auftrag gegeben, welcher den Bestand der Sicherheiten regelmäßig überprüft und für die Ermittlung des Sicherheitsgrades zuständig ist. Wenn ein Sicherungsfall dann eintreten sollte, wird vom Treuhändler sowohl die Verwertung der Sicherheiten als auch die Auszahlung der erlösten Gelder an die Gläubiger übernommen.
Aus diesem Grund ist das Risiko an dieser Stelle sehr gering zu werten.

Anders sieht es dagegen in einem anderem Bereich aus. In der wikifolio-Rangliste können laut Verbraucherschützer Niels Nauhauser Risiken entdeckt werden: Denn Nutzer werden dazu angeregt, in andere wikifolios umzusteigen, sobald sie merken, dass ihr wikifolio in der Rangliste nicht an der Spitze angesiedelt ist. Darüber hinaus seien oben in dieser Rangliste auch viele sehr spekulative wikifolios vorzufinden.

Des Weiteren kritisiert Nauhauser auch die Annahme, dass die Performancegebühr automatisch zu einer besseren Performance bei Tradern führt: „Den Markttrend kann man nicht mit Leistung schlagen, nur mit Glück.”