Eine Market Order ist der einzige Auftrag, bei dem du den Preis nicht kennst, bevor du ihn bezahlst. Du bestimmst nur, was und wie viel. Den Kurs bestimmt der Markt, und zwar erst in dem Moment, in dem die Order auf ein Gegenangebot trifft. Bei einer liquiden Aktie sind das Cent. Bei einem Nebenwert oder in den ersten Minuten nach der Eröffnung können es mehrere Prozent sein.
Ich handle seit 1978 und sehe diesen Auftrag bis heute am häufigsten falsch eingesetzt. Dieser Artikel zeigt, wie die Market Order funktioniert, was die deutschen Begriffe billigst und bestens damit zu tun haben, wann ein Limit die bessere Wahl ist und was bei Trade Republic und Scalable Capital davon abweicht. Alle Angaben wurden am 11. September 2026 an den Quellen der Anbieter geprüft. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Market Order: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Sofortige Ausführung, aber kein garantierter Preis. Die Market Order wird zum nächsten handelbaren Kurs abgerechnet. Was du im Chart siehst, ist der letzte abgeschlossene Handel und damit Vergangenheit.
- Deutsche Broker nennen sie billigst und bestens. „Billigst“ ist die unlimitierte Kauforder, „bestens“ die unlimitierte Verkaufsorder. Gemeint ist derselbe Auftrag.
- Der Ordertyp selbst kostet nichts. Bei Trade Republic ist die Orderprovision laut Preisübersicht kostenfrei, es fällt eine Abwicklungskostenpauschale von 1,00 Euro an. Teuer wird die Market Order nicht über die Gebühr, sondern über Spread und Slippage.
- Scalable Capital bietet sie beim Kauf gar nicht an. Eine Kauforder ohne Limit wird dort automatisch in eine Limit Order umgewandelt, mit einem Puffer von maximal 4 Prozent über dem Briefkurs.
- Sparpläne laufen immer unlimitiert. Ein Sparplan investiert einen festen Betrag zu einem festen Termin und kauft dafür notfalls Bruchstücke. Ein Limit würde bedeuten, dass die Rate ausfällt.
Was ist eine Market Order?
Eine Market Order ist ein Kauf- oder Verkaufsauftrag ohne Preisvorgabe, der zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt wird.
Du gibst nur Wertpapier und Stückzahl an, nicht den Preis. Der Auftrag sucht sich das beste Gegenangebot, das gerade vorliegt. Beim Kauf ist das der Briefkurs, also das niedrigste Verkaufsangebot im Buch. Beim Verkauf ist es der Geldkurs, das höchste Kaufgebot. Deshalb steht bei einer Market Order immer die Ausführung im Vordergrund, nie der Preis.
Die gesetzliche Grundlage dafür heißt bestmögliche Ausführung. Paragraf 82 des Wertpapierhandelsgesetzes verpflichtet Broker, Aufträge im bestmöglichen Interesse des Kunden auszuführen. Das heißt aber nicht, dass du den besten Kurs des Tages bekommst. Es heißt nur, dass der Broker nach seinen eigenen, veröffentlichten Grundsätzen den geeigneten Handelsplatz wählt.
Eine Market Order steht nie im Orderbuch. Sie nimmt Liquidität heraus, statt sie bereitzustellen. Sichtbar sind im Buch nur die limitierten Aufträge. Was dort tatsächlich liegt und wie tief der Markt ist, zeigt der Beitrag zu Orderbuch, DOM und Markttiefe.
Billigst, bestens und unlimitiert: dieselbe Order, drei Namen
Deutsche Broker führen die Market Order oft unter ihrem alten Börsennamen. Im Ordertyp-Menü steht dann nicht „Market“, sondern „Billigst“ oder „Bestens“. Beides bezeichnet denselben unlimitierten Auftrag, nur für unterschiedliche Richtungen.
| Begriff | Richtung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Billigst | Kauf | kaufen ohne Höchstpreis |
| Bestens | Verkauf | verkaufen ohne Mindestpreis |
| Unlimitiert | beides | Sammelbegriff der Banken |
| Market | beides | englisch, bei Neobrokern |
Die Begriffe stammen aus der alten deutschen Börsensprache. Das Wort Order stand dort schlicht für Auftrag, wie die Wertpapierorder zeigt. Überlebt haben davon Begriffe wie Orderbuch und Orderzusatz.
Die Begriffe sind irreführend, und zwar seit jeher. „Billigst“ heißt nicht billig. Es heißt ohne Limit. Wer das verwechselt, hält eine Order für einen Schnäppchenauftrag, die in Wahrheit jeden Kurs akzeptiert. Der Screenshot weiter unten aus dem Ordertyp-Menü eines Brokers zeigt, wie die Auswahl in der Praxis aussieht.
Market Order oder Limit Order: wann welche passt
Die Wahl zwischen beiden ist eine Wahl zwischen zwei Risiken. Die Market Order nimmt das Preisrisiko in Kauf und schließt das Ausführungsrisiko aus. Die Limit Order macht es umgekehrt: Sie garantiert den Preis und riskiert dafür, dass du gar nicht zum Zug kommst. Ein dritter Weg existiert nicht.
| Merkmal | Market | Limit |
|---|---|---|
| Ausführung | fast sicher | nur bei Zielkurs |
| Preis | offen | festgelegt |
| Teilausführung | selten | häufiger |
| Im Orderbuch | nein | ja |
| Passt bei | liquiden Werten | dünnen Büchern |
Meine Regel nach Jahrzehnten am Markt ist simpel. Ich nutze die Market Order, wenn ich raus muss und nicht, wenn ich rein will. Beim Ausstieg zählt, dass die Position geschlossen wird. Beim Einstieg habe ich fast immer Zeit, und Zeit ist genau das, was ein Limit kostet.
Wann die Market Order die richtige Wahl ist
- Liquide Standardwerte: Bei DAX-Titeln oder großen ETFs liegt der Spread oft im Cent-Bereich. Das Preisrisiko ist dann kleiner als der Aufwand, ein Limit nachzuziehen.
- Positionen schließen: Wer eine Verlustposition beenden will, braucht Sicherheit über die Ausführung, nicht über den Kurs.
- Als Auslöser einer Stop-Order: Jede klassische Stop-Loss-Order wird beim Erreichen der Marke automatisch zur Market Order. Das ist ihr Sinn.
- Innerhalb der Kernhandelszeit: Zwischen 9 und 17 Uhr sind die Bücher am tiefsten und die Kursabstände am kleinsten.
Wann du besser limitierst
- Nebenwerte und exotische Papiere: Bei dünnen Büchern kann die Order mehrere Kursstufen abräumen, bis sie voll ist.
- Direkt zur Eröffnung oder kurz vor Schluss: Dort sind die Spreads am weitesten und die Auktionskurse springen.
- Hebelprodukte: Bei Turbozertifikaten und Optionsscheinen vervielfacht der Hebel jeden Ausführungsnachteil.
- Rund um Termine: Zahlen, Notenbanksitzungen und Ad-hoc-Meldungen reißen Lücken in den Kurs. Genau dann trifft dich Slippage am härtesten.
- Bei ETFs abseits der Handelszeit des Basismarktes: Warum ein Limit dort fast immer die bessere Wahl ist, steht im Beitrag zum ETF-Handel.
Was kostet eine Market Order?
Der Ordertyp selbst kostet bei keinem Broker einen Aufpreis, die Kosten entstehen über Ordergebühr, Spread und Slippage.
Die Gebühr hängt am Broker und am Handelsplatz, nicht am Ordertyp. Trade Republic weist in seiner Preisübersicht die Orderprovision als kostenfrei aus und berechnet eine Abwicklungskostenpauschale von 1,00 Euro. Wählst du dort die Ausführung zum Direktpreis an der Börse, sind es 2,00 Euro je Trade. Ob der Auftrag eine Market Order oder eine Limit Order ist, ändert an dieser Pauschale nichts.
Der eigentliche Preis steht nicht auf der Rechnung. Er steckt im Spread, also der Spanne zwischen Geld- und Briefkurs, und in der Slippage, also der Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Ausführungskurs. Bei einem Spread von zehn Cent auf eine 40-Euro-Aktie zahlst du rund 0,25 Prozent allein für den Ein- und Ausstieg. Das ist mehr als jede Orderpauschale im Neobroker-Bereich.
Genau deshalb ist die Frage nach dem billigsten Broker beim Ordertyp die falsche. Wer eine Market Order in ein dünnes Buch legt, kann an einem einzigen Trade mehr verlieren als an einem Jahr Ordergebühren. Wie sich die Gebühren zwischen den Anbietern unterscheiden, zeigt unser Broker-Vergleich.
Market Order bei Trade Republic und Scalable Capital
Die beiden größten deutschen Neobroker behandeln die Market Order unterschiedlich. Bei dem einen ist sie ein vollwertiger Ordertyp an 30 Börsenplätzen, bei dem anderen gibt es sie beim Kauf faktisch nicht. Wer das nicht weiß, wundert sich über die Ausführung.
Trade Republic: Market, Limit und Stop an 30 Börsenplätzen
Trade Republic hat sein Handelsmodell deutlich ausgebaut. Auf der Seite zum Handel nennt der Anbieter heute 30 Börsenplätze zur Auswahl, darunter Xetra, Euronext und Nasdaq, dazu Market, Limit und Stop Orders direkt an der Börse und ein Live-Orderbuch. Standard ist der hauseigene Bestpreis-Algorithmus, bei dem die Order gegen Trade Republic selbst ausgeführt wird. Wo das Modell an Grenzen stößt, steht in unserer Übersicht zu den Nachteilen von Trade Republic.

Der Screenshot ist ein Zeitdokument und erklärt die Market Order nebenbei. Die App weist die Summe als geschätzte Gesamtsumme aus, nicht als Preis. Genau das ist der Kern des Auftrags. Bemerkenswert ist die Zeile darunter: Damals wies der Kunde den Broker an, die Order „soweit möglich bei Lang & Schwarz Exchange zu platzieren“. Ein einziger Handelsplatz, wo es heute dreißig sind.
Warum Sparpläne ohne Limit laufen
Das ist die Frage, die uns am häufigsten erreicht. Ein Sparplan investiert einen festen Betrag zu einem festen Termin. Damit der Betrag vollständig angelegt wird, kaufen die Broker Bruchstücke. Scalable Capital beschreibt das in seinem Hilfebereich so, dass bei einer Rate von 50 Euro auf einen ETF zu 100 Euro eben 0,5 Anteile gekauft werden.
Ein Limit würde diesen Mechanismus zerstören. Es würde bedeuten, dass die Rate in manchen Monaten gar nicht investiert wird, nämlich immer dann, wenn der Kurs über der Grenze liegt. Der Sparplan wäre dann kein Sparplan mehr, sondern ein Kaufversuch. Deshalb läuft die Ausführung unlimitiert, also als Market Order, und deshalb findest du in keiner Sparplan-Maske ein Limit-Feld.
Für dich als Anleger ist das kein Nachteil. Der Durchschnittskosteneffekt eines Sparplans beruht gerade darauf, dass zu jedem Kurs gekauft wird. Wer den Ausführungskurs optimieren will, braucht keinen Sparplan, sondern eine Einzelorder mit Limit.
Scalable Capital: beim Kauf gibt es keine echte Market Order
Hier liegt der größte Unterschied zwischen den Anbietern. Scalable Capital schreibt in seinem Hilfebereich, die Markt-Order werde ausschließlich bei Verkäufen angeboten. Bei einer Kauforder ohne Limit setzt der Broker automatisch ein Sicherheits-Limit von maximal 4 Prozent über dem letzten Briefkurs. Aus deiner Market Order wird also technisch eine Limit Order.

Der Puffer ist seither enger geworden, und das ist eine Korrektur in eigener Sache. Unser Artikel nannte bis heute 5 Prozent. Diese Zahl war zum Zeitpunkt des Screenshots richtig und steht dort noch schwarz auf weiß. Der Hilfebereich des Anbieters weist inzwischen 4 Prozent aus. Wir lassen das alte Bild bewusst stehen, weil es die Veränderung belegt.
In der Praxis heißt das zweierlei. Springt der Kurs zwischen Orderaufgabe und Ausführung um mehr als vier Prozent nach oben, wird deine Kauforder nicht ausgeführt. Das schützt vor bösen Überraschungen und kostet dich im Gegenzug die Sicherheit, dass du überhaupt zum Zug kommst. Wer ohne diesen Deckel kaufen will, muss selbst ein höheres Limit setzen. Mehr zum Anbieter steht im Testbericht zu Scalable Capital.
Erfahrungen und Beispiele zur Market Order
Die unangenehmste Erfahrung mit einer Market Order macht man beim Tippen. Zwischen dem Moment, in dem du den Kurs abliest, und dem Moment, in dem die Order das Buch erreicht, vergehen Sekunden. In ruhigen Phasen passiert nichts. Nach einer Meldung kann der Kurs in dieser Zeitspanne mehrere Kursstufen weiterlaufen, und ausgeführt wird dort, wo er dann steht.
Die zweite Erfahrung betrifft dünne Bücher. Reicht das Angebot auf der ersten Kursstufe nicht für deine Stückzahl, arbeitet sich die Order nach oben durch. Das Ergebnis ist ein Mischkurs, der schlechter ist als der Kurs, den du gesehen hast. Je größer die Order im Verhältnis zum Buch, desto deutlicher der Effekt.

Diese Abbildung aus der Ordermaske der Consorsbank zeigt den Zusammenhang besser als jede Erklärung. Neben dem Kurs steht „Ask 112,56 EUR, bis 550 Stück“. Der Briefkurs gilt also nur für diese Menge. Wer 600 Stück per Market Order kauft, bekommt die ersten 550 zu diesem Kurs und den Rest teurer. Genau diese Angabe fehlt in den meisten Ordermasken, und genau deshalb überrascht das Ergebnis so viele.

An diesem Menü lässt sich die deutsche Begriffswelt ablesen. Zur Auswahl stehen Billigst, Limit, Stop Buy und Stop Buy Limit. Eine Position namens „Market“ gibt es nicht. Wer in einer solchen Maske nach dem englischen Begriff sucht, findet ihn nicht und hält den Ordertyp fälschlich für nicht verfügbar.
Alternativen zur Market Order
Wer den Preis kontrollieren will, hat vier praktikable Alternativen. Alle vier verschieben das Risiko von der Preisseite auf die Ausführungsseite. Einen Auftrag, der beides garantiert, gibt es an keiner Börse.
- Limit Order: wird nur zum gesetzten Kurs oder besser ausgeführt. Der direkte Gegenentwurf zur Market Order.
- Stop Buy Order: wird erst ab einer Auslösemarke aktiv und ist ab diesem Moment eine Market Order. Typisch für Ausbrüche.
- Stop Buy Limit Order: wird ab der Marke aktiv, aber nur bis zu einem zweiten, limitierten Kurs ausgeführt.
- Stop-Loss-Limit Order: begrenzt den Verlust und behält zugleich die Preiskontrolle, riskiert dafür aber, im schnellen Markt gar nicht auszulösen.
Eine zweite Absicherung liegt im Handelsplatz selbst. Stehen sich im zentralen Xetra-Orderbuch nur Market Orders gegenüber, führt das System sie zum Referenzpreis aus, also zum zuletzt gehandelten Kurs. Bei einem Market Maker im Direkthandel gibt es diese Bremse nicht. Welche Ordertypen es insgesamt gibt, zeigt der Überblick zu den Orderarten.
Eine Market Order lässt sich außerdem zeitlich entschärfen. Wer sie nicht in der ersten Viertelstunde nach Handelsbeginn und nicht in den letzten Minuten vor Schluss aufgibt, umgeht die beiden Phasen mit den weitesten Spannen. Das kostet nichts und wirkt oft stärker als jede Ordertyp-Feinheit. Mehr zum systematischen Umgang mit solchen Risiken steht im Beitrag zum Risikomanagement.
Fazit: Die Market Order ist ein Ausstiegswerkzeug
Die Market Order ist der schnellste Auftrag an der Börse und der ungenaueste. Sie garantiert, dass gehandelt wird, und sie garantiert nichts über den Preis. In einem liquiden Standardwert ist dieser Unterschied nebensächlich. In einem Nebenwert, in einem Hebelprodukt oder kurz nach einer Meldung entscheidet er über das Ergebnis.
Meine Empfehlung nach Jahrzehnten am Markt. Nutze sie beim Ausstieg, wo die Ausführung zählt, und limitiere beim Einstieg, wo du Zeit hast. Prüfe vor dem Absenden zwei Dinge: die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs und die Stückzahl, für die der angezeigte Kurs überhaupt gilt. Beides steht in jeder ordentlichen Ordermaske, und beides wird fast nie gelesen.
Und prüfe, was dein Broker daraus macht. Die Market Order ist kein einheitlicher Auftrag. Bei dem einen Anbieter geht sie unlimitiert an dreißig Börsenplätze, bei dem anderen wird sie beim Kauf still in eine Limit Order umgewandelt. Wer das weiß, wundert sich weder über eine überraschende Ausführung noch über eine, die ausbleibt.
Häufige Fragen zur Market Order
Was bedeutet Market Order auf Deutsch?
Die wörtliche Übersetzung lautet Marktauftrag, gebräuchlich ist sie im deutschen Wertpapierhandel aber nicht. Banken und Börsen sprechen stattdessen von einer unlimitierten Order und nutzen im Formular die Begriffe „billigst“ für den Kauf und „bestens“ für den Verkauf.
Wird eine Market Order immer sofort ausgeführt?
Fast immer, aber nicht garantiert. Voraussetzung ist, dass überhaupt ein Gegenangebot vorliegt und der Handel läuft. Außerhalb der Handelszeiten wird die Order angenommen und erst bei Eröffnung ausgeführt. Ist der Handel in einem Papier ausgesetzt, passiert gar nichts.
Kostet eine Limit Order mehr als eine Market Order?
Bei den großen Neobrokern nicht. Trade Republic weist die Orderprovision als kostenfrei aus und berechnet eine Abwicklungskostenpauschale von 1,00 Euro, unabhängig vom Ordertyp. Bei der Ausführung zum Direktpreis an der Börse sind es 2,00 Euro. Manche Filialbanken berechnen für Orderzusätze ein zusätzliches Entgelt, das steht im jeweiligen Preisverzeichnis.
Warum wird mein Sparplan als Market Order ausgeführt?
Weil ein Sparplan einen festen Betrag zu einem festen Termin investiert und dafür notfalls Bruchstücke kauft. Mit einem Limit würde die Rate in manchen Monaten ausfallen. Genau das soll ein Sparplan verhindern, deshalb gibt es in der Sparplan-Maske kein Limit-Feld.
Was ist eine Stop Market Order?
Eine ruhende Order mit Auslösemarke. Sie liegt untätig im System, bis der Kurs die festgelegte Marke erreicht. In diesem Moment wird sie zu einer normalen Market Order und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Genau deshalb kann der Ausführungskurs vom Stoppkurs abweichen.
Kann ich eine Market Order außerhalb der Handelszeiten aufgeben?
Aufgeben ja, ausgeführt wird sie aber erst mit Handelsbeginn. Das ist der riskanteste Zeitpunkt für einen unlimitierten Auftrag, weil die Eröffnungsauktion weit vom Schlusskurs des Vortages abweichen kann. Über Nacht gehört deshalb eher ein Limit ins Buch.
Was ist der Unterschied zwischen billigst und bestens?
Nur die Richtung. Billigst ist die unlimitierte Kauforder, bestens die unlimitierte Verkaufsorder. Beide akzeptieren jeden Kurs. „Billigst“ bedeutet ausdrücklich nicht, dass günstig gekauft wird.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und handelt seit 1978 als diskretionärer Price-Action-Trader. Seine Märkte sind Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte. Ordertypen sind für ihn kein theoretisches Thema, sondern täglich benutztes Handwerkszeug.
Seine Erfahrung reicht weit in die Geschichte der technischen Analyse. Kagels übersetzte Ende der 1980er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und vertrat den US-Trader Joe Ross über 17 Jahre in Deutschland, wo er alle zehn Ross-Bücher übersetzte und verlegte.
Die Beispiele in diesem Artikel stammen aus der Ausbildungspraxis. Der Unterschied zwischen billigst und billig, die Stückzahl hinter dem Briefkurs und die Frage nach dem Sparplan gehören zu den Punkten, die in Schulungen regelmäßig zuerst kommen.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.










