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Bärenmarkt: Woran du eine Baisse erkennst und wie lange sie dauert

Zuletzt aktualisiert: 14. September 2026

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23 Min

Christian Möhrer

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Christian Möhrer

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Ein Bärenmarkt ist die Phase, in der an der Börse alles gleichzeitig schiefzugehen scheint. Die Kurse fallen über Monate, jede Erholung bricht wieder ein, und die Nachrichten liefern täglich neue Gründe zum Verkaufen. Genau in dieser Stimmung treffen Anleger die teuersten Entscheidungen ihres Anlegerlebens. Meist ist es der Verkauf zum falschen Zeitpunkt.

Dieser Artikel beantwortet die Fragen, die in so einer Phase wirklich zählen. Du erfährst, ab wann ein Rückgang offiziell ein Bärenmarkt ist, wie lange er im Schnitt dauert und wie lange die Erholung danach braucht. Für die Zahlen habe ich die Kursgeschichte des S&P 500 seit 1928, des DAX seit 1988 und von Bitcoin seit 2014 selbst ausgewertet, statt sie abzuschreiben. Dazu findest du die Strategien, mit denen sich in fallenden Märkten arbeiten lässt, und die Fallen, die dabei am häufigsten zuschnappen. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Der Bärenmarkt: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Definition: Ein Bärenmarkt ist eine Phase, in der die Kurse um mindestens 20 Prozent unter ihr letztes Hoch fallen.
  • Dauer: Von 27 Bärenmärkten im S&P 500 seit 1928 dauerte der mittlere rund 8 Monate, der Durchschnitt liegt bei 9,4 Monaten.
  • Verlust: Der typische Bärenmarkt kostete rund 33 Prozent, der schwerste seit 1928 kostete 62 Prozent.
  • Erholung: Vom Tief zurück auf das alte Hoch dauerte es im Mittel rund 1,8 Jahre.
  • Aktueller Stand: Aktien sind seit dem 12. Oktober 2022 im Bullenmarkt. Bitcoin hatte seit Januar 2025 dagegen drei Bärenmärkte.

Was ist ein Bärenmarkt?

Ein Bärenmarkt ist eine anhaltende Abwärtsphase an den Finanzmärkten, in der die Kurse um mindestens 20 Prozent unter ihrem letzten Höchststand liegen.

Die 20-Prozent-Marke ist eine Konvention, kein Gesetz. Gemessen wird sie auf Schlusskursbasis, also am Kurs zum Handelsende. Viele Quellen verlangen zusätzlich, dass der Rückgang mindestens zwei Monate anhält, um kurze Panikverkäufe auszuschließen. Wie angespannt die Lage ist, lässt sich am VIX-Index ablesen: An Tagen mit einem Verlust von mehr als zwei Prozent im S&P 500 stieg er in 97,5 Prozent der Fälle.

Im Deutschen heißt dieselbe Phase auch Baisse. Das Wort kommt aus dem Französischen von *baisser* und bedeutet fallen. Im Englischen heißt sie Bear Market. Wer eine dieser Vokabeln liest, kann sie gedanklich austauschen.

Das Gegenstück ist der Bullenmarkt, auch Hausse genannt. Dort steigen die Kurse um mindestens 20 Prozent über ihr letztes Tief. Beide Phasen zusammen bilden einen Börsenzyklus, der sich seit Jahrzehnten wiederholt, aber nie im selben Takt.

Wichtig ist die Blickrichtung: Ein Bärenmarkt wird rückwärts festgestellt, nicht vorhergesagt. Erst wenn die 20 Prozent erreicht sind, steht fest, dass einer läuft. Zu diesem Zeitpunkt ist ein großer Teil des Rückgangs bereits hinter dir, nicht vor dir. Das ist der Grund, warum die offizielle Bestätigung als Verkaufssignal fast immer zu spät kommt.

Für die Abwärtsbewegung gibt es ein bekanntes Denkbild aus der Börsenliteratur. Kostolanys Börsenzyklus beschreibt auch die Baisse in drei Abschnitten und erklärt, warum am Tiefpunkt kaum noch jemand verkauft: Die Papiere liegen dann bei den Hartgesottenen, und es ist niemand mehr da, der verkaufen müsste.

Warum heißt es Bärenmarkt?

Der Name beschreibt die Angriffsbewegung des Tieres. Ein Bär schlägt mit der Tatze von oben nach unten. Das steht für fallende Kurse. Der Bulle stößt mit den Hörnern von unten nach oben und steht für steigende. Mehr Symbolik steckt nicht dahinter, und genau deshalb ist das Bild so langlebig.

Der Sprachgebrauch ist älter als das Bild. An der Londoner Börse des 18. Jahrhunderts spottete man über Händler, die das Bärenfell verkauften, bevor der Bär erlegt war. Gemeint waren Leerverkäufer, die Papiere veräußerten, die sie gar nicht besaßen. Aus diesem Fellhändler wurde der Bär, der Bulle kam als Gegenfigur dazu.

Aus dem Tier leiten sich Wörter ab, die dir ständig begegnen. Bärisch heißt: auf fallende Kurse ausgerichtet. Ein bärisches Signal ist ein Hinweis im Chart, der für einen Rückgang spricht. Wer als Bär positioniert ist, verdient an sinkenden Kursen. Im Französischen heißt der Verkäufer Baissier.

Woran du einen Bärenmarkt erkennst

Das erste Merkmal ist die Zahl, alles andere ist Begleitmusik. Ein Bärenmarkt liegt vor, wenn ein Index wie der DAX, der Dow Jones oder der S&P 500 20 Prozent unter seinem letzten Hoch schließt.

  • Kursrückgang von mindestens 20 Prozent gegenüber dem letzten Hoch
  • Über mehrere Wochen bis Monate, üblich sind mindestens zwei Monate
  • Breit abgebildet in einem Leitindex, nicht nur in einer Einzelaktie

Zweitens dreht die Stimmung, und zwar messbar. Anleger meiden Risiko, verkaufen Aktien und schichten in sichere Häfen wie Staatsanleihen oder Gold um. Fachleute nennen das Risk-off. Die Handelsvolumen steigen dabei oft, weil viele gleichzeitig aussteigen wollen.

Drittens folgt der Rückgang meist auf steigende Zinsen oder eine Rezession. Von den Bärenmärkten seit 1947 fiel etwa jeder zweite mit einer Rezession zusammen. Bei den Abschwüngen 1973, 1981, 1990, 2000 und 2007 ging jeweils ein Anstieg der Zinssätze voraus.

Ein Bärenmarkt ist nicht auf Aktien beschränkt. Er kann genauso im Rentenmarkt, bei Rohstoffen oder bei Kryptowährungen auftreten. Gerade dort löst die 20-Prozent-Regel deutlich häufiger aus, wie der Abschnitt zu Bitcoin weiter unten zeigt.

Und die wichtigste Einschränkung: Der Beginn lässt sich erst im Nachhinein datieren. Kurstiefs und Krisen gibt es an der Börse ständig, und auch in einer Hausse fallen die Kurse zwischendurch. Ob aus einer Korrektur ein Bärenmarkt wird, weiß man erst, wenn die 20 Prozent gerissen sind. Wer früher erkennen will, ob ein Trend brüchig wird, schaut auf die Marktbreite. Der Hindenburg Omen Indikator misst genau diese Zerrissenheit.

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Läuft gerade ein Bärenmarkt?

Bei Aktien nicht. Der letzte Bärenmarkt im S&P 500 endete am 12. Oktober 2022. Er hatte am 3. Januar 2022 bei 4.796,56 Punkten begonnen und endete bei 3.577,03 Punkten. Das sind 25,4 Prozent Verlust in gut neun Monaten.

Seither läuft ein Bullenmarkt. Am 31. August 2026 schloss der S&P 500 bei 7.686,14 Punkten und damit rund 115 Prozent über dem Tief von 2022. Sein Allzeithoch erreichte er am 13. August 2026 bei 7.798,99 Punkten.

Beinahe wäre der Bullenmarkt im Frühjahr 2025 gerissen. Zwischen dem 19. Februar und dem 8. April 2025 fiel der Index um 18,9 Prozent und blieb damit gut einen Prozentpunkt unter der Schwelle. Das war eine Korrektur, kein Bärenmarkt, auch wenn es sich für Anleger nicht so angefühlt hat.

Bärenmärkte im S&P 500 seit 1970 mit rot markierten Verlustphasen
Alle Bärenmärkte im S&P 500 seit 1970 | Eigene Berechnung, Datenstand 01.09.2026

Die Grafik zeigt zugleich, warum Bärenmärkte gefühlt größer sind, als sie sind. Die roten Flächen nehmen deutlich weniger Platz ein als die Phasen dazwischen. Über lange Zeiträume steigt der Markt häufiger und länger, als er fällt. Die Abschwünge sind dafür steiler, und genau das prägt die Erinnerung.

Bei Kryptowährungen sieht die Lage anders aus. Bitcoin steckte von Oktober 2025 bis Juni 2026 in einer schweren Abwärtsphase und hat sie erst seit Ende Juni 2026 hinter sich gelassen. Der eigene Abschnitt dazu steht weiter unten.

Wie lange dauert ein Bärenmarkt?

Für diese Frage habe ich die Schlusskurse des S&P 500 seit 1928 durchgerechnet. Als Bärenmarkt zählt jede Phase, in der der Index vom Schlusshoch um mindestens 20 Prozent bis zu seinem nächsten Schlusstief fiel. Dabei kommen 27 Bärenmärkte heraus.

Der mittlere Bärenmarkt dauerte rund 8 Monate, der Durchschnitt liegt bei 9,4 Monaten. Die Spanne ist groß: Der kürzeste war nach gut einem Monat vorbei, der längste zog sich über fast drei Jahre. Der Median von 8 Monaten beschreibt den typischen Fall besser als der Mittelwert.

Beim Verlust liegt der typische Bärenmarkt bei rund 33 Prozent. Der Durchschnitt beträgt 35,1 Prozent, der schwerste Fall seit 1928 kostete 61,8 Prozent. Wer mit dem Mittelwert plant, plant an den Extremen vorbei.

KennzahlBärenmarktBullenmarkt
Anzahl seit 19282727
Dauer im Median8 Monate1,7 Jahre
Veränderung im Median−32,9 %+80 %
Extremwert−61,8 %+582 %

Der Vergleich ist die eigentliche Botschaft. Bullenmärkte dauern im Median rund zweieinhalb Mal so lang wie Bärenmärkte, und ihre Gewinne übertreffen die Verluste deutlich. Das ist kein Versprechen für die Zukunft, aber es erklärt, warum langfristig investierte Anleger Abschwünge aussitzen konnten.

Genauso wichtig wie die Dauer ist die Erholung. Vom Tief zurück auf das alte Hoch brauchte der S&P 500 im Median rund 1,8 Jahre. Der Mittelwert liegt mit gut vier Jahren deutlich höher, weil die Erholung nach 1929 fast 25 Jahre dauerte. Dieser eine Fall verzerrt jede Durchschnittsangabe, und er wird in Ratgebern regelmäßig unterschlagen.

Für den DAX fällt die Rechnung ähnlich aus. Seit 1988 zähle ich 15 Bärenmärkte mit einem Median von rund vier Monaten und einem typischen Verlust von 32,6 Prozent. Der DAX ist damit schneller unten und schneller wieder oben als der S&P 500.

Bärenmarkt bei Kryptowährungen

Bei Kryptowährungen bedeutet Bärenmarkt etwas anderes als bei Aktien. Die 20-Prozent-Regel ist dieselbe, aber sie löst viel häufiger aus, weil die Kurse stärker schwanken. Wer die Begriffe aus dem Aktienmarkt eins zu eins überträgt, unterschätzt das Risiko erheblich.

Bärenmarkt bei Kryptowährungen: Bitcoin und S&P 500 seit Januar 2025 im Vergleich
Drei Bärenmärkte bei Bitcoin, keiner bei Aktien | Eigene Berechnung, Datenstand 01.09.2026

Bitcoin durchlief seit Januar 2025 drei Bärenmärkte, der S&P 500 in derselben Zeit keinen einzigen. Der erste kostete 28,1 Prozent (Januar bis April 2025), der zweite 49,7 Prozent (Oktober 2025 bis Februar 2026), der dritte 28,7 Prozent (Mai bis Juni 2026).

Der schwerste davon erklärt einen Ausschlag in den Suchanfragen. Im November 2025 fiel Bitcoin innerhalb eines Monats von rund $110.000 auf etwa $90.000. In genau diesem Monat vervierfachte sich die Zahl der Suchen nach dem Begriff Bärenmarkt. Das Wort war also im Umlauf, während Aktien unbeirrt im Aufwärtstrend liefen.

Seit dem 30. Juni 2026 läuft Bitcoin wieder aufwärts. Vom Tief bei rund $58.600 hat der Kurs über 30 Prozent zugelegt. Nach derselben Regel, die den Bärenmarkt definiert, ist damit ein neuer Aufwärtszyklus bestätigt. Ob er trägt, entscheidet sich erst später.

Die praktische Lehre daraus ist unbequem. Ein Portfolio aus Aktien und Kryptowährungen kann gleichzeitig in zwei entgegengesetzten Marktphasen stecken. Die Frage „haben wir gerade einen Bärenmarkt“ lässt sich deshalb nur je Anlageklasse beantworten, nicht pauschal.

Wie ein Bärenmarkt abläuft

Die Finanzmärkte bewegen sich in Zyklen, und ein Bärenmarkt ist eine Station darin. Zuerst läuft eine Hausse, getragen von guten Nachrichten und steigenden Erwartungen. Irgendwann kippt der Trend. Eine zweite Verkaufswelle drückt die Kurse dann unter den fairen Wert und schafft damit die Grundlage für den nächsten Aufschwung.

Zum Ablauf gibt es zwei verbreitete Modelle. Das erste beschreibt den Markt über die Elliott-Wellen, das zweite teilt den Bärenmarkt in sieben Phasen. Beide sind Deutungsraster, keine Prognosewerkzeuge.

Der Bärenmarkt nach der Elliott-Wellen-Theorie

Die Elliott-Wellen-Theorie teilt jede Marktbewegung in Impulse und Korrekturen. Ein vollständiger Zyklus besteht aus fünf Impulswellen in Trendrichtung und drei Korrekturwellen dagegen. Die Impulswellen 1, 3 und 5 tragen den Trend, die Wellen 2 und 4 laufen ihm entgegen.

Die Korrektur nach dem Impuls wird mit den Buchstaben A, B und C bezeichnet. In einem Bärenmarkt ist genau diese Dreierbewegung die Abwärtsphase. Für die Form der Korrekturen unterscheidet die Theorie drei Grundtypen: Flat, Zigzag und Triangle.

Bärenmarkt nach der Elliott-Wellen-Theorie in drei großen Wellen
Schematische Darstellung eines Bärenmarktes auf Grundlage der Elliott-Wellen

Der praktische Haken ist die Eindeutigkeit. Welche Welle gerade läuft, lässt sich sauber erst nach ihrem Ende bestimmen. Wer die Zählung live auf den Chart legt, kommt je nach Zeitebene zu verschiedenen Ergebnissen. Als Erklärung im Rückblick ist das Modell stark, als Einstiegssignal schwach.

Die sieben Phasen eines Bärenmarktes

Das zweite Modell beschreibt den Bärenmarkt über die Stimmung der Anleger. Es lässt sich gut am Platzen der Dotcom-Blase ab März 2000 nachvollziehen, die sich über zweieinhalb Jahre hinzog.

  • Ende des Aufschwungs: Die Bewertungen sind überzogen, der Anstieg kommt abrupt zum Halten.
  • Erste Korrektur: Die Kurse fallen deutlich, die Lage wird von vielen noch beschönigt.
  • Zu früher Optimismus: Anleger setzen auf die Notenbanken und erwarten, dass eine Zinssenkung genügt.
  • Ernüchterung: Ein äußeres Ereignis macht das Ausmaß sichtbar, im Beispiel der 11. September 2001.
  • Zweiter Fehlstart: Viele halten das Schlimmste für überstanden. Es folgen kurze Bärenmarktrallys.
  • Liquidation: Wer zu früh gekauft und sein Risiko überschritten hat, muss verkaufen.
  • Kapitulation: Die Stimmung ist am Tiefpunkt, und genau dort dreht der Markt.

Die letzte Phase ist die lehrreichste. Der Wendepunkt fällt mit dem Moment zusammen, in dem niemand mehr kaufen will. Wer auf gute Nachrichten wartet, bevor er einsteigt, verpasst ihn zuverlässig.

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Was ist eine Bärenmarktrally?

Eine Bärenmarktrally ist ein vorübergehender Kursanstieg innerhalb eines Abwärtstrends, der das Ausgangsniveau des Rückgangs nicht überschreitet.

Der letzte Halbsatz ist das entscheidende Merkmal. Steigt der Kurs über den Punkt, an dem der Rückgang begann, war es keine Rally im Bärenmarkt, sondern das Ende des Bärenmarktes. Üblicherweise spricht man ab einem Anstieg von 5 bis 10 Prozent von einer Bärenmarktrally.

Der umgangssprachliche Name dafür ist Dead-Cat-Bounce. Das Bild ist unschön, trifft die Sache aber: Auch ein totes Tier springt noch einmal, wenn es hoch genug fällt. Gemeint ist eine Erholung ohne fundamentale Grundlage.

Für Trader ist eine Bärenmarktrally eine Chance, für Anleger eine Falle. Wer kurzfristig handelt und mit klarem Ausstieg arbeitet, kann die Bewegung mitnehmen. Wer sie für die Trendwende hält und langfristig einsteigt, kauft mitten in den weiterlaufenden Abschwung hinein.

Wie eine Bärenmarktrally entsteht

Ausgelöst wird sie meist von Schnäppchenjägern. Spekulanten halten den Abwärtstrend für beendet und kaufen, um einen schnellen Gewinn mitzunehmen. Fachleute nennen das Bottom Fishing. Die Nachfrage treibt den Kurs kurzfristig, ohne dass sich an der Lage etwas geändert hätte.

Dazu kommen technische Gründe. Wer auf fallende Kurse gesetzt hat, muss seine Positionen irgendwann schließen und dafür zurückkaufen. Diese Käufe verstärken den Anstieg, obwohl sie keine positive Erwartung ausdrücken.

Genau deshalb ist die Erholung so überzeugend und so trügerisch. Sie sieht aus wie der Beginn einer Hausse, speist sich aber aus Positionsschließungen und Spekulation. Sobald diese Käufe erschöpft sind, setzt oft eine zweite Verkaufswelle ein.

Was ist eine Bärenfalle?

Eine Bärenfalle ist ein Kursausbruch nach unten, der sofort wieder scheitert und die Verkäufer mit Verlusten zurücklässt.

Der Ablauf spiegelt die Bullenfalle. Ein Kurs unterschreitet eine wichtige Marke, Anleger deuten das als Verkaufssignal und steigen aus oder gehen short. Kurz darauf dreht der Kurs und steigt über die Marke zurück. Wer verkauft hat, muss teurer zurückkaufen.

Davon zu unterscheiden ist der Panikverkauf. Beides kostet Geld, aber aus verschiedenen Gründen: Die Bärenfalle ist ein falsches technisches Signal, der Panikverkauf eine emotionale Entscheidung nach hohen Buchverlusten. Wer beides zusammenwirft, sucht die Lösung an der falschen Stelle.

Gegen die Bärenfalle hilft eine Bestätigung, gegen die Panik ein Plan. Im ersten Fall wartest du ab, ob der Bruch halten kann, statt sofort zu handeln. Im zweiten legst du dein Risiko fest, bevor die Kurse fallen.

Warren Buffett hat die zweite Lehre 2008 mitten in der Finanzkrise formuliert, in einem Beitrag für die New York Times mit dem Titel „Buy American. I Am“:

Wer Geld zum Investieren hat, für den ist der beste Zeitpunkt der, an dem alle anderen glauben, die Welt gehe unter. Wer kein Bargeld braucht, um Rechnungen zu bezahlen, sollte seine Aktien nicht verkaufen.

Warren Buffett, New York Times, Oktober 2008 (sinngemäße Übersetzung)
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Bärenmarkt, Korrektur oder Crash?

Die drei Begriffe werden ständig vermischt, meinen aber Verschiedenes. Der Unterschied liegt in Tiefe und Geschwindigkeit des Rückgangs, nicht in der Dramatik der Schlagzeilen.

BegriffMerkmalUmfang
KursrückgangNormale Schwankung im Trendbis 10 %
KorrekturAnpassung nach unten, Trend intakt10 bis 20 %
BärenmarktAbwärtstrend über Wochen bis Monateab 20 %
CrashEinbruch in wenigen Tagenüber 20 % in Tagen

Eine Korrektur ist im Kern etwas Gesundes. Sie passt einen Kurs an, der von der Realität abgelaufen war, und verringert damit das Risiko der Anlage. Die häufigste Ursache sind Nachrichten, die eine Bewertung neu einordnen.

Ein Crash ist das Gegenteil. Er kommt plötzlich, seine Ursachen sind zunächst unklar, und das Risiko-Ertrags-Verhältnis verbessert sich nicht automatisch, weil auch die Unternehmen selbst getroffen sind. Es kann Monate dauern, bis das Ausmaß sichtbar wird.

Ein Crash und ein Bärenmarkt schließen sich nicht aus. Der Einbruch im März 2020 war beides: ein Crash über 33 Tage und formal ein Bärenmarkt mit 33,9 Prozent Verlust. Umgekehrt beginnt nicht jeder Bärenmarkt mit einem Crash, der von 2022 zog sich über neun Monate hin.

Nicht jede Krise erreicht überhaupt die Börse. Klimakrise, Nahostkonflikt und Flüchtlingsbewegungen haben die Kurse bisher kaum bewegt. Die Krisen mit Börsenwirkung waren fast immer wirtschaftlicher Natur: Ölkrise, Dotcom-Krise, Immobilienkrise, Schuldenkrise.

Die großen Bärenmärkte der Geschichte

Seit 1947 zähle ich 14 Bärenmärkte im S&P 500, seit 1970 sind es neun. Ihre Dauer reicht von gut einem Monat bis zu fast drei Jahren. Etwa die Hälfte fiel mit einer Rezession zusammen, die übrigen traten in wirtschaftlich stabilen Phasen auf.

BärenmarktZeitraumVerlust
Weltwirtschaftskrise09/1929 bis 06/1932−86,2 %
Ölkrise01/1973 bis 10/1974−48,2 %
Schwarzer Montag08/1987 bis 12/1987−33,5 %
Dotcom-Blase03/2000 bis 09/2001−36,8 %
Finanzkrise10/2007 bis 03/2009−56,8 %
Corona-Crash02/2020 bis 03/2020−33,9 %
Zinswende01/2022 bis 10/2022−25,4 %

Der Börsenkrach von 1929

Der Crash von 1929 ist bis heute der schwerste Bärenmarkt der Börsengeschichte. Vom Hoch im September 1929 bis zum Tief im Juni 1932 verlor der S&P 500 86,2 Prozent. Die verbreitete Angabe von „fast 80 Prozent“ untertreibt den Rückgang deutlich.

Vorangegangen war eine Spekulationsblase auf Kredit. Aktien wurden mit geliehenem Geld gekauft, die Bewertungen liefen den Gewinnen davon. Fehlende staatliche Eingriffe und eine straffe Geldpolitik verlängerten die anschließende Weltwirtschaftskrise.

Der Fall hat auch einen Gewinner hervorgebracht. Jesse Livermore ging vor dem Einbruch massiv short und verdiente nach zeitgenössischen Schätzungen rund 100 Millionen Dollar. Fünf Jahre später meldete er trotzdem Privatkonkurs an, was über Bärenmärkte mehr aussagt als jede Statistik.

Die Dotcom-Blase ab 2000

Am 10. März 2000 erreichte der Nasdaq Composite seinen Höchststand von 5.048,62 Punkten. Bis zum 9. Oktober 2002 fiel er auf 1.114,11 Punkte, ein Rückgang von 77,9 Prozent. Auch etablierte Technologiewerte verloren dabei über 80 Prozent.

Der Auslöser war ein Bewertungsmodell ohne Gewinne. Investoren finanzierten Internetfirmen, von denen viele keinen Plan hatten, Geld zu verdienen. Unternehmen wie Amazon, Alphabet und Microsoft überlebten, die Mehrzahl nicht.

Der verbreitetste Irrtum über Blasen steckt in diesem Fall. Man hält sie für erkennbar, während sie entstehen. Tatsächlich lässt sich eine Spekulationsblase fast immer erst im Rückblick eindeutig benennen.

Die Finanzkrise 2007 bis 2009

Zwischen Oktober 2007 und März 2009 verlor der S&P 500 56,8 Prozent. Bis zum Zwischentief im November 2008 waren es 51,9 Prozent, der eigentliche Boden folgte erst im März 2009. Ausgelöst hatte den Abschwung eine Krise bei Subprime-Hypotheken, also Immobilienkrediten an Schuldner mit schwacher Bonität.

Die Reaktion der Notenbanken war beispiellos. Massive Liquiditätshilfen drückten die Zinssätze auf Rekordtiefs. Die EZB hielt den Leitzins über Jahre bei null, Banken zahlten zeitweise Strafzinsen auf Einlagen.

Der Corona-Crash 2020

Der Bärenmarkt von 2020 war der schnellste der Geschichte. Vom Hoch am 19. Februar bis zum Tief am 23. März vergingen 33 Tage für einen Rückgang von 33,9 Prozent. Auslöser war die COVID-19-Pandemie, verstärkt durch einen gleichzeitigen Einbruch der Ölmärkte.

Genauso schnell war er vorbei. Bereits im August 2020 stand der S&P 500 wieder auf einem neuen Allzeithoch. Der Fall zeigt, dass Tempo und Tiefe eines Bärenmarktes nichts über die Dauer der Erholung aussagen.

Die Zinswende 2022

Der bislang letzte Bärenmarkt lief vom 3. Januar bis zum 12. Oktober 2022. Der S&P 500 verlor 25,4 Prozent in gut neun Monaten. Auslöser war die schnellste Zinserhöhungsserie seit Jahrzehnten, mit der die Notenbanken auf die hohe Inflation reagierten.

Anders als 2008 oder 2020 gab es keinen einzelnen Schockmoment. Die Kurse fielen über Monate in Stufen, unterbrochen von mehreren Bärenmarktrallys, die jeweils für die Wende gehalten wurden. Genau dieses Muster macht solche Phasen für Anleger so zermürbend.

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Welche Strategien im Bärenmarkt funktionieren

Vorweg die wichtigste Einschränkung: Einen Bärenmarkt vorherzusagen gelingt zuverlässig niemandem. Dieses Market Timing kostet auf Dauer mehr, als es einbringt. Die folgenden Ansätze setzen deshalb nicht auf Vorhersage, sondern auf Reaktion.

Leerverkäufe

Beim Leerverkauf verkaufst du ein Wertpapier, das du nicht besitzt. Du leihst es dir, verkaufst es zum aktuellen Kurs und kaufst es später billiger zurück. Die Differenz ist dein Gewinn. Fällt der Kurs nicht, sondern steigt, ist der Verlust theoretisch unbegrenzt. Das ist die riskanteste Position in dieser Liste.

Absicherung des Depots

Beim Hedging sicherst du ein bestehendes Portfolio ab, statt es zu verkaufen. Üblich ist ein Leerverkauf auf einen Index, dessen Gewinne die Verluste im Depot ausgleichen. Der Vorteil: Du bleibst investiert und musst nicht den richtigen Wiedereinstieg treffen. Der Preis dafür sind die Kosten der Absicherung, die in ruhigen Phasen Rendite kosten.

Put-Optionen

Eine Put-Option gibt dir das Recht, ein Wertpapier zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Fällt der Kurs unter diesen Preis, steigt der Wert deiner Option. Anders als beim Leerverkauf ist dein Verlust auf den Kaufpreis der Option begrenzt, und genau das macht sie zur konservativeren Absicherung.

Fokus auf etablierte Unternehmen

In Abschwüngen halten sich Unternehmen mit stabilen Erträgen besser. Wer nach diesem Prinzip auswählt, betreibt Value Investing: Über die Fundamentalanalyse wird geschätzt, was ein Unternehmen wert ist, und gekauft wird unterhalb dieses Wertes. Stabile Dividenden und positiver Cashflow sind dabei die üblichen Kriterien.

Umschichten nach Sektoren

Nicht alle Branchen fallen gleich stark. Defensive Sektoren wie Basiskonsum, Gesundheit und Versorger halten sich in Abschwüngen erfahrungsgemäß besser als zyklische wie Technologie oder Automobil. Über Branchen-ETFs lässt sich das gezielt abbilden, ohne Einzelaktien auszuwählen. Ob das in den letzten drei US-Rezessionen wirklich so war, haben wir im Artikel zur Sektorrotation im Konjunkturzyklus nachgerechnet.

Inverse ETFs

Ein inverser ETF steigt, wenn sein Basiswert fällt. Er bildet die Wertentwicklung spiegelbildlich ab und wird deshalb auch Short-ETF genannt. Der Haken steckt in der täglichen Neuberechnung: Über längere Zeiträume weicht die Wertentwicklung von der einfachen Umkehrung ab. Für kurze Absicherungen geeignet, als Dauerposition nicht.

Gold als sicherer Hafen

Gold gilt als Zufluchtsort, wenn Aktien fallen. Es zahlt keine Zinsen und keine Dividende, profitiert aber davon, dass Anleger in Krisen Sicherheit über Rendite stellen. Verlass ist darauf nicht: In der Finanzkrise 2008 fiel Gold zeitweise mit, weil Anleger verkauften, um anderswo Nachschusspflichten zu bedienen.

Wie du im Bärenmarkt Geld verdienst

Es gibt zwei grundverschiedene Wege, und sie passen zu verschiedenen Menschen. Der eine setzt auf fallende Kurse, der andere kauft in den Rückgang hinein. Wer beides mischt, ohne es zu trennen, verliert meist auf beiden Seiten.

Der aktive Weg heißt: von der Abwärtsbewegung profitieren. Dafür stehen Leerverkäufe, Put-Optionen und inverse ETFs zur Verfügung. Das setzt einen klaren Ausstiegsplan voraus, denn Abwärtsbewegungen sind schneller und ruckartiger als Aufwärtsbewegungen. Bärenmarktrallys können eine Short-Position innerhalb von Tagen ins Minus drehen.

Der passive Weg heißt: günstiger einkaufen. Ein Bärenmarkt senkt die Preise für Unternehmen, deren Geschäft unverändert läuft. Wer regelmäßig investiert, kauft in dieser Phase automatisch mehr Anteile für dasselbe Geld. Der Median von 1,8 Jahren bis zur vollen Erholung ist dabei die realistische Erwartung, nicht wenige Wochen.

Was ich selbst mache, ist weder das eine noch das andere. Ich handle nach Price Action und frage nicht, ob der Markt fällt oder steigt, sondern wo die Marken liegen, an denen sich das entscheidet. In einem Bärenmarkt sind das die Zwischenhochs: Solange sie halten, bleibt der Abwärtstrend intakt.

Der teuerste Fehler ist in beiden Wegen derselbe. Er besteht darin, mitten im Abschwung die Strategie zu wechseln. Wer als langfristiger Anleger anfängt zu traden, weil die Kurse fallen, trifft die schwierigsten Entscheidungen im ungünstigsten Moment.

Chancen und Risiken im Bärenmarkt

Ein Bärenmarkt ist die unangenehmste Phase an der Börse, und trotzdem nicht nur ein Verlustereignis. Die folgenden Punkte fassen zusammen, was für dich arbeiten kann und was dich Geld kostet.

Chancen im Bärenmarkt

  • Qualitätsunternehmen sind günstiger zu haben, ohne dass sich ihr Geschäft verändert hat
  • Wer regelmäßig investiert, bekommt für dasselbe Geld mehr Anteile
  • Historisch dauerte die Erholung vom Tief auf das alte Hoch im Median rund 1,8 Jahre
  • Absicherung und Leerverkäufe machen fallende Kurse für aktive Trader handelbar
  • Die Phase zeigt dir ehrlich, wie viel Risiko du tatsächlich aushältst

Risiken im Bärenmarkt

  • Der Beginn lässt sich erst im Nachhinein datieren, das Signal kommt also immer zu spät
  • Bärenmarktrallys sehen wie die Wende aus und kosten Geld auf beiden Seiten
  • Leerverkäufe haben ein theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko
  • Nach 1929 dauerte die Erholung fast 25 Jahre, der Median verschweigt solche Ausreißer
  • Der Panikverkauf am Tief macht den Buchverlust zu einem echten

Fazit: Ein Bärenmarkt ist eine Zählregel, kein Weltuntergang

Ein Bärenmarkt ist nichts anderes als ein nachträglich festgestellter Rückgang von mindestens 20 Prozent. Er sagt dir, was war, nicht was kommt. Wer das akzeptiert, verwendet den Begriff richtig: als Einordnung, nicht als Handlungsaufforderung.

Die Zahlen aus meiner Auswertung sprechen gegen Panik. Von 27 Bärenmärkten seit 1928 dauerte der typische rund 8 Monate und kostete etwa 33 Prozent. Bullenmärkte dauern im Median zweieinhalb Mal so lang. Das ist keine Garantie, aber es ordnet die Größenordnung ein.

Praktisch heißt das: Entscheide vorher, nicht mittendrin. Lege fest, wie viel Rückgang du aushältst und was du dann tust, bevor die Kurse fallen. Wer diese Entscheidung erst im Abschwung trifft, trifft sie unter dem größtmöglichen Druck und meist falsch.

Häufige Fragen zum Bärenmarkt

Was bedeutet Bärenmarkt?

Ein Bärenmarkt ist eine Phase, in der die Kurse um mindestens 20 Prozent unter ihr letztes Hoch fallen und der Abwärtstrend anhält. Gemessen wird auf Schlusskursbasis, meist über mindestens zwei Monate. Andere Namen dafür sind Baisse und Bear Market.

Haben wir 2026 einen Bärenmarkt?

Bei Aktien nicht. Der letzte Bärenmarkt im S&P 500 endete am 12. Oktober 2022, seither läuft ein Bullenmarkt. Bei Bitcoin sah es anders aus: Dort gab es seit Januar 2025 drei Bärenmärkte, der letzte endete am 30. Juni 2026.

Wie lange dauert eine Baisse im Durchschnitt?

Von 27 Bärenmärkten im S&P 500 seit 1928 dauerte der mittlere rund 8 Monate. Der Durchschnitt liegt bei 9,4 Monaten, die Spanne reicht von gut einem Monat bis zu fast drei Jahren. Die Erholung vom Tief auf das alte Hoch brauchte im Median rund 1,8 Jahre.

Wann war der letzte Bärenmarkt?

Vom 3. Januar bis zum 12. Oktober 2022. Der S&P 500 fiel dabei von 4.796,56 auf 3.577,03 Punkte, also um 25,4 Prozent. Auslöser war die schnellste Zinserhöhungsserie seit Jahrzehnten.

Was ist der Unterschied zwischen Bärenmarkt und Bullenmarkt?

Im Bärenmarkt fallen die Kurse um mindestens 20 Prozent unter ihr letztes Hoch, im Bullenmarkt steigen sie um mindestens 20 Prozent über ihr letztes Tief. Bullenmärkte dauern dabei im Median zweieinhalb Mal so lang. Die französischen Begriffe sind Baisse und Hausse.

Woran erkenne ich eine Bärenmarktrally?

Daran, dass der Anstieg das Niveau nicht erreicht, bei dem der Rückgang begann. Üblich sind 5 bis 10 Prozent. Übersteigt der Kurs den Ausgangspunkt, war es keine Rally im Bärenmarkt, sondern dessen Ende.

Wie sollte ich mich als Anleger in einem Bärenmarkt verhalten?

Am wichtigsten ist, die Strategie nicht mitten im Abschwung zu wechseln. Langfristige Anleger profitieren davon, regelmäßig weiterzukaufen, weil sie mehr Anteile für dasselbe Geld bekommen. Wer aktiv handelt, braucht einen festgelegten Ausstiegspunkt, bevor er eine Position eingeht.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading und handelt seit 1978 an den Finanzmärkten. Er arbeitet diskretionär nach Price Action, also ohne mechanisches Handelssystem, und ist in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten aktiv.

Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Für diesen Artikel hat er die Bärenmärkte im S&P 500 seit 1928, im DAX seit 1988 und bei Bitcoin seit 2014 selbst aus den Schlusskursen berechnet, samt der Dauer bis zur vollständigen Erholung. Als Price-Action-Trader arbeitet er in fallenden Märkten nicht mit Konjunkturprognosen, sondern mit Kursmarken, und hat seit 1978 jeden größeren Bärenmarkt am eigenen Konto erlebt.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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