Das beste Trading Webinar kostet nichts. HSBC sendet jeden Dienstag um 18:30 Uhr, XTB von Montag bis Freitag um 8:00 Uhr, IG montags und dienstags, TraderFox mehrmals im Monat. Alle vier verlangen weder Konto noch Gebühr. Wer für ein Webinar bezahlt, sollte deshalb genau wissen, wofür.
Dieser Ratgeber nennt die Termine und die Grenzen. Du erfährst, welche Anbieter wann kostenlos senden, was ein bezahltes Webinar zusätzlich leisten muss und woran du ein Verkaufswebinar erkennst, bevor du zwei Stunden investierst. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Trading Webinare: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Die meisten guten Webinare sind gratis: Broker, Emittenten und Börsenportale senden regelmäßig ohne Gebühr, weil sie an etwas anderem verdienen. HSBC sendet dienstags 18:30 Uhr, XTB werktags um 8:00 Uhr.
- Ein Webinar ist live, ein Videokurs ist eine Konserve. Anbieter mischen beide Begriffe. Nur beim Webinar kannst du im Moment der Analyse nachfragen.
- Bezahlt lohnt nur mit Gegenleistung: ein fester Lehrplan, eine kleine Gruppe oder Nachbetreuung. Für reine Marktkommentare zahlt niemand etwas, weil es sie kostenlos gibt.
- Das Warnsignal ist der fehlende Preis. Ein kostenloses Webinar, das auf ein Angebot ohne veröffentlichten Preis hinausläuft, ist ein Verkaufstermin und keine Schulung.
- Aufzeichnungen ersetzen die Teilnahme fast immer. HSBC, TraderFox und XTB stellen ihre Sendungen anschließend frei zur Verfügung. Wer den Termin verpasst, verpasst nur die Fragerunde.
Was sind Trading Webinare
Ein Trading Webinar ist eine Online-Schulung, die in Echtzeit über das Internet läuft und bei der die Teilnehmer dem Referenten während der Sendung Fragen stellen können.
Der Unterschied zum Videokurs steckt im Wort „live“. Ein Webinar hat einen festen Sendetermin und einen Menschen, der auf Zuruf reagiert. Ein Videokurs ist aufgezeichnet und jederzeit abrufbar, dafür antwortet dort niemand. Beide Formate werden im Marketing als Webinar bezeichnet, was die Auswahl erschwert. Wie sich beide gegen Seminar, Coaching und mehrmonatiges Programm einordnen, zeigt der Vergleich der fünf Schulungsformate. Wie schnell aus einem Webinar-Angebot ein reiner Videokurs werden kann, zeigt der Fall Tradeciety.
Die Länge liegt fast immer zwischen 30 und 120 Minuten. Kurzformate von 30 bis 45 Minuten behandeln ein einzelnes Thema, längere Sendungen kombinieren Marktanalyse mit Live-Handel. Wer zum ersten Mal teilnimmt, fährt mit einem Kurzformat besser.
Ein Webinar ist kein Ersatz für eine Ausbildung, sondern eine Ergänzung. Es liefert einen Blickwinkel und eine Stunde Aufmerksamkeit, keinen Lehrplan. Wer systematisch lernen will, braucht ein Format mit Aufbau und Wiederholung.
Lesetipp: Traden lernen: die besten Wege und ein Schritt-für-Schritt-Plan für Anfänger
Unterschied Trading-Webinare und Trading-Seminare
Der Unterschied liegt im Ort: Ein Trading Webinar läuft live über das Internet und lässt sich von überall verfolgen, ein Trading Seminar ist eine Präsenzveranstaltung mit fester Anschrift.
Trading-Seminare
Beim Seminar sitzt du im Raum. Als Räume dienen meist Schulungsräume, Konferenzzentren oder Hotels. Der Vorteil ist die Reaktion des Referenten auf die Gruppe, der Preis dafür sind Anfahrt, Übernachtung und ein starrer Termin. Wo diese Veranstaltungen stattfinden und was sie kosten, steht im Beitrag zu Trading Seminaren und ihren Terminen.
Trading-Webinare
Beim Webinar entfällt die Reise, und mit ihr ein Teil der Verbindlichkeit. Du kannst von überall teilnehmen, aber auch nebenbei E-Mails lesen. Wer sich schwer konzentriert, holt aus einem Präsenztag mehr heraus als aus fünf Webinaren.
Webinare sind oft Teil größerer Programme. Einen Überblick über strukturierte Angebote mit festem Lehrplan findest du im Vergleich der Trading Kurse.
Kostenlose Trading Webinare: wer wann sendet
Die regelmäßigsten Webinare im deutschsprachigen Raum kosten nichts. Sie kommen von Brokern, Zertifikate-Emittenten und Börsenportalen, die an Depots, Produkten oder Werbung verdienen und die Sendung als Kundengewinnung betreiben. Das ist kein Vorwurf, sondern die Erklärung dafür, warum sie gratis sind.
Werktags um 08:30 Uhr sendet Mike Seidls Investorschule auf YouTube. Montags um 14:30 Uhr kommt der US Opening Call dazu, beide Formate sind kostenlos.
Ein Beispiel für diese Gruppe ist die BORN Akademie bei BNP Paribas. Sie läuft mittwochs um 18:30 Uhr, behandelt Charttechnik am laufenden Chart und kostet nichts, weil der Emittent sie als Werbung für seine Produkte finanziert.
| Anbieter | Wann | Format |
|---|---|---|
| HSBC Zertifikate | dienstags 18:30 bis 19:15 Uhr | 45 Minuten über Zoom, ohne Anmeldung, Aufzeichnungen in der Videobibliothek |
| XTB | Montag bis Donnerstag 8:00 Uhr | „Guten Morgen BÖRSE“ mit Altan Cantürk, Tagesausblick zu Aktien, Indizes und Devisen |
| XTB | mittwochs 15:00 Uhr | „Markttechnik live“ mit Jochen Schmidt zu DAX, Dow Jones, Rohstoffen und Bitcoin |
| XTB | jeden zweiten Dienstag 18:30 Uhr | Live-Trading mit Rüdiger Born |
| IG | montags und dienstags | Wochenvorschau und Trading Masterclass mit Henke und Bouhmidi, Anmeldung über GoToWebinar |
| TraderFox | mehrmals im Monat, wechselnde Zeiten | Einzelthemen wie CANSLIM, Optionsscheine oder Dividendenstrategien, Aufzeichnungslink nach der Anmeldung |
| WH SelfInvest | monatlich wechselnd | Chartanalyse, Strategien und Marktkommentare, Programm wird monatlich neu veröffentlicht |
HSBC ist der niedrigschwelligste Einstieg. Es gibt keine Registrierung: Man klickt fünf Minuten vor Beginn auf „Teilnehmen“ und ist dabei. Die Themen drehen sich um Optionsscheine, Zertifikate und Hebelprodukte, im September 2026 etwa Express- und Faktor-Zertifikate.
XTB hat den dichtesten Sendeplan. Wer eine tägliche Routine sucht, findet sie dort: vier Morgensendungen pro Woche plus zwei Themenformate. Für den Devisenhandel ist das derzeit das umfangreichste kostenlose Angebot auf Deutsch.
TraderFox eignet sich für einzelne Fachthemen. Die Sendungen behandeln jeweils ein abgegrenztes Thema und sind für Nutzer kostenlos, die sich registrieren. Daneben gibt es kostenpflichtige Premium-Webinare für zahlende Kunden, was der Anbieter offen ausweist.
Der Haken liegt nicht im Preis, sondern in der Auswahl. Ein Broker zeigt die Instrumente, die er anbietet, ein Emittent die Produkte, die er begibt. Das ist legitim und muss beim Zuhören mitgedacht werden. Wer breiter vergleichen will, besucht Sendungen mehrerer Anbieter.
Inhalte von Trading Webinaren
Die Inhalte unterscheiden sich stärker als bei Seminaren, weil die Formate kürzer sind. Ein 45-Minuten-Webinar kann kein Curriculum abdecken. Vier Typen haben sich herausgebildet, und sie richten sich an verschiedene Leute.
Der Marktausblick ist der häufigste Typ. Ein Referent geht Indizes, Devisen und Rohstoffe durch und zeigt, worauf er in den nächsten Tagen achtet. Das ist für Einsteiger wenig geeignet, weil Vorwissen vorausgesetzt wird, und für Fortgeschrittene der schnellste Weg zu einer zweiten Meinung.
Der Grundlagen-Typ erklärt ein einzelnes Werkzeug. Chartmuster, Ordertypen, Indikatoren wie gleitende Durchschnitte oder der RSI. Hier lernt man tatsächlich etwas, sofern man dasselbe Thema anschließend selbst am Chart nacharbeitet.
Das Live-Trading-Webinar zeigt Handel in Echtzeit. Es ist das ehrlichste Format, weil der Referent seine Fehler nicht herausschneiden kann. Achte darauf, ob mit echtem Geld oder auf einem Demokonto gehandelt wird, das macht einen Unterschied im Verhalten.
Der vierte Typ ist das Produktwebinar. Es erklärt ein Instrument, das der Anbieter verkauft, etwa Optionsscheine oder Zertifikate. Der Lernwert ist real, die Auswahl aber naturgemäß einseitig. Ein Blick ins Risikomanagement gehört danach dazu, denn dieser Teil fehlt in Produktwebinaren fast immer.
Lesetipp: Trading Coaching: was steckt dahinter?
Trading Webinar Kosten
Für ein einzelnes Webinar zahlt im deutschsprachigen Raum kaum jemand. Bezahlt wird in aller Regel ein Paket, in dem Webinare nur ein Bestandteil sind, und dann geht es um vierstellige Beträge.
TradingFreaks ist dafür das bekannteste Beispiel. Das Top Trader Programm ist ein sechswöchiges Onlineprogramm statt einer Webinarreihe. Einen Paketpreis veröffentlicht der Anbieter nicht, er nennt selbst einen vier- bis fünfstelligen Betrag und bietet eine Finanzierung ab 133 Euro im Monat an. Details stehen im TradingFreaks-Bericht.
Bei TradeNeon liegt der Fall ähnlich. Die Plattform bündelt Webinare in zwölfmonatigen Ausbildungen zu Swing- und Daytrading, der Preis fällt erst im Strategiegespräch. Wie belastbar die Bewertungen des Anbieters sind, steht im TradeNeon Testbericht.
Michael Voigt kündigt auf seiner Seite eine Webinar-Serie an, nennt aber weder Termine noch einen Preis. Wer dort teilnehmen möchte, muss nachfragen. Sein Standardwerk zur Markttechnik ist der berechenbarere Weg zum selben Stoff.
Die ehrliche Rechnung lautet: Ein bezahltes Webinar muss etwas können, was die kostenlosen nicht können. Das sind im Wesentlichen drei Dinge: ein Lehrplan mit Aufbau, eine Gruppe klein genug für echte Rückfragen, und eine Nachbetreuung, die über den Sendetermin hinausgeht. Fehlen alle drei, zahlst du für Marktkommentare, die es kostenlos gibt.
Vorteile von Trading Webinaren
Die Stärken des Formats liegen im Zugang, nicht in der Tiefe. Vier Punkte machen Webinare zum sinnvollsten Einstieg, wenn man noch nichts ausgeben will.
Was für ein Trading Webinar spricht
- Kostenlos und ohne Verpflichtung: Bei HSBC genügt ein Klick fünf Minuten vor Sendebeginn, ohne Registrierung und ohne Konto.
- Keine Reisezeit: Ein Termin um 8:00 Uhr oder um 18:30 Uhr lässt sich neben einem Beruf wahrnehmen, ein Präsenzseminar nicht.
- Fragen in Echtzeit: Anders als bei einer Aufzeichnung kannst du im Moment der Analyse nachhaken. Das ist der einzige Vorteil, den das Format exklusiv hat.
- Aufzeichnung als Sicherheitsnetz: HSBC, TraderFox und XTB stellen ihre Sendungen anschließend bereit. Ein verpasster Termin kostet dich nur die Fragerunde.
Nachteile von Trading Webinaren
Die Schwächen folgen aus derselben Niederschwelligkeit. Was nichts kostet und nichts verlangt, wird auch entsprechend ernst genommen.
Was gegen ein Trading Webinar spricht
- Die Aufmerksamkeit ist geteilt: Zu Hause laufen Telefon, Mail und Haushalt weiter. Ohne den festen Rahmen eines Präsenztermins bleibt weniger hängen.
- Die Qualität schwankt ohne jede Kontrolle: Es gibt keine Zulassung und keine Aufsicht. Jeder darf senden, und manche senden vor allem Werbung.
- Praxis fehlt fast immer: Ohne eigene Handelsplattform daneben bleibt es beim Zusehen. Der Transfer in eigene Entscheidungen findet nicht statt.
- Die Auswahl ist interessengeleitet: Ein Broker zeigt seine Instrumente, ein Emittent seine Produkte. Beides ist zulässig und trotzdem eine Vorauswahl.
- Versteckte Kosten am Ende: Manche Sendung ist nur der Einstieg in ein kostenpflichtiges Programm, dessen Preis erst im Gespräch fällt.
Woran du ein Verkaufswebinar erkennst
Ein Verkaufswebinar erkennst du daran, dass es auf ein Angebot hinausläuft, dessen Preis nicht öffentlich steht, und dass der Lehrteil nur der Aufwärmung dient.
Der erste Prüfpunkt ist die Anmeldemaske. Werden Telefonnummer und Handelserfahrung abgefragt, ist die Sendung Teil eines Vertriebsprozesses. Für ein Webinar genügen Name und E-Mail-Adresse.
Der zweite Prüfpunkt ist der Zeitplan der Sendung. Kommt nach 40 Minuten Aufwärmung eine halbe Stunde Angebot mit einem Rabatt, der nur heute gilt, war es kein Bildungsformat. Ein Preisnachlass mit Ablaufdatum ist ein Verkaufsinstrument, kein Entgegenkommen.
Der dritte Prüfpunkt sind Zahlen zur Rendite. Wer eine Trefferquote oder ein Monatseinkommen in Aussicht stellt, verspricht etwas, das niemand halten kann. Wie weit das gehen kann, zeigt unsere Prüfung der Wealth Academy von Ulrich Müller.
Der vierte Prüfpunkt ist die Vertriebsstruktur dahinter. Wird im Webinar weniger über den Handel gesprochen als über das Werben neuer Teilnehmer, ist es Network Marketing. Wie das aussieht, haben wir bei JIFU im Test und bei der IM Academy aufgeschlüsselt, deren Education Days vor allem der Rekrutierung dienten.
Der fünfte Prüfpunkt ist die Frage nach der Aufzeichnung. Seriöse Anbieter stellen sie bereit. Wer sie verweigert, weil man „live dabei sein muss“, arbeitet mit Verknappung statt mit Inhalten.
Auch Börsendienste senden regelmäßig kostenlos: Die Brüder Elsner kündigen ihre Webinar-Termine von 60 bis 120 Minuten auf der eigenen Website an.
Anbieter von Trading Webinaren
Der Markt zerfällt in vier Gruppen, und der Unterschied zwischen ihnen ist wichtiger als der Name des Referenten. Wer weiß, wovon ein Anbieter lebt, kann seine Sendung richtig einordnen.
Broker und Emittenten
Diese Gruppe sendet am regelmäßigsten und kostenlos. Dazu gehören HSBC, XTB, IG, CMC Markets und WH SelfInvest. Sie verdienen an Depots, Spreads und Produkten, nicht an der Schulung. Die Sendungen sind handwerklich meist ordentlich, die Instrumentenauswahl folgt aber dem eigenen Angebot.
Börsenportale und Analysehäuser
Portale wie TraderFox und wallstreet-online führen eigene Webinarkalender. Sie finanzieren sich über Werbung und Abonnements, ihre Gratis-Sendungen sind der Einstieg in ein Bezahlangebot. TraderFox trennt beides offen und weist Premium-Webinare als solche aus.
Ausbilder und Akademien
Hier sind Webinare fast immer Teil eines Pakets. Dazu zählen TradersClub24, Jens Rabe mit Schwerpunkt Optionen, André Stagge mit Portfoliomanagement, Birger Schäfermeier und DeltaValue. Einzelne Sendungen sind oft gratis, das eigentliche Programm kostet. Reicht dir das nicht, lohnt der Blick auf eine vollständige Trading-Ausbildung.
Auch aus dem eigenen Haus ist jemand in diese Gruppe gewechselt. Philipp Greineder war viele Jahre Webinar-Ausbilder bei Kagels Trading und bildet heute auf seiner eigenen Plattform chart.tech aus, mit wöchentlichen Live-Sessions innerhalb eines mehrmonatigen Programms. Wir nennen ihn hier, weil die Verbindung offengelegt gehört: Sein Angebot steht heute im Wettbewerb zu unserem.
Vertriebsstrukturen
Die vierte Gruppe verkauft nicht Wissen, sondern Teilnahme. MLM-Plattformen wie Be-Infinity bieten ebenfalls Live-Sessions an, vertreiben ihre Kurse aber über ein Network-Marketing-System. Wer dort teilnimmt, sollte wissen, dass die Weiterempfehlung Teil des Geschäftsmodells ist.
Nicht in diese Aufzählung gehören Udemy, Coursera und ähnliche Plattformen. Wie gut die sechs deutschsprachigen Udemy-Trading-Kurse wirklich sind, steht in unserem Faktencheck. Sie verkaufen aufgezeichnete Videokurse, keine Live-Webinare. Der Unterschied ist genau der, um den es in diesem Artikel geht.
Fazit: Fang mit den kostenlosen an
Der Webinarmarkt ist der einzige Teil der Trading-Ausbildung, in dem das beste Angebot nichts kostet. Vier Anbieter senden regelmäßig, ohne Gebühr und ohne Konto, und ihre Referenten sind in der Sache oft besser als das, was in vierstelligen Programmen geboten wird.
Meine Empfehlung nach über vierzig Jahren an den Märkten ist deshalb unspektakulär. Besuche vier Wochen lang kostenlose Sendungen verschiedener Anbieter. Danach weißt du, welcher Handelsstil dich interessiert und welcher Referent dir liegt. Erst dann ist die Frage nach einem bezahlten Programm überhaupt sinnvoll zu stellen.
Und wenn du zahlst, dann für das, was ein Webinar allein nicht leisten kann: einen Lehrplan mit Aufbau, eine kleine Gruppe und eine Betreuung, die nach der Sendung weiterläuft. Alles andere bekommst du dienstags um 18:30 Uhr geschenkt.
Häufige Fragen zu Trading Webinaren
Sind Trading Webinare kostenlos?
Die meisten regelmäßigen Sendungen ja. HSBC sendet dienstags von 18:30 bis 19:15 Uhr ohne Anmeldung, XTB von Montag bis Freitag um 8:00 Uhr, dazu IG, TraderFox und WH SelfInvest. Kostenpflichtig sind fast immer nur Pakete, in denen Webinare ein Bestandteil neben anderen sind.
Wie finde ich ein gutes Trading Webinar?
Über den Anbieter, nicht über den Titel. Broker und Emittenten senden regelmäßig und kostenlos, Ausbilder bündeln Webinare in Programmen. Prüfe vor der Anmeldung, ob es eine Aufzeichnung gibt und ob am Ende ein Angebot ohne veröffentlichten Preis steht.
Was kostet ein Trading Webinar?
Einzelne Webinare werden im deutschsprachigen Raum kaum verkauft. Bezahlt wird das Paket drumherum: Bei TradingFreaks nennt der Anbieter selbst einen vier- bis fünfstelligen Betrag und bietet eine Finanzierung ab 133 Euro im Monat.
Wie lange dauert ein Trading Webinar?
Meist zwischen 30 und 120 Minuten. Kurzformate wie das von HSBC dauern 45 Minuten und behandeln ein Thema, längere Sendungen kombinieren Marktanalyse mit Live-Handel.
Brauche ich ein Konto beim Anbieter?
Bei HSBC nein, dort genügt der Klick auf „Teilnehmen“. XTB, IG und TraderFox verlangen eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse, aber kein Handelskonto. Wird dagegen deine Telefonnummer abgefragt, ist die Sendung Teil eines Vertriebsprozesses.
Gibt es Aufzeichnungen der Webinare?
Ja, bei den großen Anbietern. HSBC führt eine Videobibliothek, TraderFox verschickt nach der Anmeldung einen Aufzeichnungslink, XTB stellt Sendungen auf YouTube bereit. Wer den Termin verpasst, verpasst nur die Fragerunde.
Lohnt sich ein kostenpflichtiges Webinar?
Nur mit Gegenleistung. Ein bezahltes Format muss einen Lehrplan mit Aufbau, eine kleine Gruppe oder eine Nachbetreuung bieten. Für reine Marktkommentare lohnt es nicht, weil es diese mehrfach täglich kostenlos gibt.
Über den Autor: Karsten Kagels
Inhaltlich geprüft von: Christian Möhrer (Technischer Analyst und Chart-Experte)
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und seit 1980 aktiver Trader an Forex-, Aktienindex-, Rohstoff- und Zinsmärkten. Als diskretionärer Price-Action-Trader handelt er ausschließlich auf Basis von Kursverläufen und Marktstruktur, ohne Indikatoren.
Karsten Kagels übersetzte in den späten 1980er Jahren die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche und war über 17 Jahre der offizielle Repräsentant von Joe Ross in Deutschland. Sein Wissen gibt er seit 1998 weiter, mit eigenen Gruppenseminaren, Webinaren und Einzelschulungen bis heute.
Den Webinarmarkt beurteilt Karsten Kagels aus der Sicht eines Anbieters, der selbst über Jahre live gesendet hat und deshalb weiß, was in einer Stunde vermittelbar ist und was nicht. → Alle Artikel von Karsten Kagels















