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Babypips im Test 2026: Gratis-Lektionen, Premium-Kosten und die deutsche Fassung

Zuletzt aktualisiert: 24. August 2026

|

18 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Wer im deutschsprachigen Raum nach einem Einstieg in den Devisenhandel fragt, bekommt fast immer denselben Tipp: geh zu Babypips. Diese Empfehlung stammt aus einer Zeit, in der die komplette School of Pipsology ohne Konto und ohne Zahlung offen stand. Genau das stimmt heute nicht mehr.

Ich habe die Plattform am 23. August 2026 komplett durchgesehen und alle Angaben an der Quelle geprüft. Dieser Artikel beantwortet vier Fragen: was noch gratis ist, was hinter der Bezahlschranke liegt, was ein Abo kostet und wie brauchbar die deutsche Fassung wirklich ist. Die letzte Frage ist für dich als DACH-Trader die wichtigste, und sie wird in keinem anderen deutschsprachigen Test beantwortet.

Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Babypips: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Englischsprachige Forex-Lernplattform aus Richmond, Virginia, online seit 2005. Betreiber ist ein Redaktionsteam, keine Bank und kein Broker.
  • Die School of Pipsology umfasst 456 Lektionen in 11 Kursen. Davon sind 169 gratis. Die übrigen rund 287 Lektionen liegen seit dem Umbau hinter Babypips Premium.
  • Premium kostet 17 US-Dollar pro Monat im Jahresabo (204 US-Dollar im Jahr) oder 29 US-Dollar bei monatlicher Zahlung. Einen kostenlosen Testzeitraum nennt der Anbieter nicht.
  • Eine deutsche Fassung existiert, sie ist aber maschinell übersetzt. Menü, Kursnavigation und Hinweistexte bleiben englisch, im Fließtext stehen echte Übersetzungsfehler.
  • Auf Trustpilot steht Babypips bei 4,8 von 5 aus 445 Bewertungen (Stand 23.08.2026). Das eigene Forum kommt über alle Kategorien auf rund 78 neue Themen im Monat.

Was ist Babypips?

Babypips ist eine englischsprachige Bildungswebsite für den Devisenhandel, die Anfängern das nötige Grundwissen in einem aufeinander aufbauenden Online-Kurs vermittelt.

Der Kurs heißt School of Pipsology und ist das Herzstück der Seite. Alles andere, von den Rechnern bis zum Forum, ist um diesen Kurs herum gewachsen.

Die Seite ging 2005 an den Start, das belegen sowohl die eigene Über-uns-Seite als auch die Registrierung der Domain vom 5. August 2005. Auf der Werbeseite für das Bezahlangebot steht dagegen seit 2006, also eine Jahreszahl mehr. Für die Einordnung ist das nebensächlich, es zeigt aber, wie sorgfältig man die eigenen Angaben des Anbieters gegenprüfen sollte.

Hinter Babypips steht kein Forex Broker und keine Bank, sondern eine Redaktion mit Sitz in Richmond im US-Bundesstaat Virginia. Das ist ein echter Vorteil: Die Lerninhalte müssen kein Handelskonto verkaufen. Finanziert wird die Seite über Werbung, über Partnerprogramme und seit dem Umbau über die Abogebühren.

Genau dieser Finanzierungsmix ist auch die erste Grenze. Auf der Kursseite stehen unter der Überschrift Trusted Partners vier bezahlte Anzeigen, darunter zwei Prop-Trading-Firmen und ein Journaling-Tool, jeweils mit Rabattcode. Wer die Lektionen liest, liest die Anzeigen mit. Das ist zulässig und wird auch als Partnerschaft gekennzeichnet, es bleibt aber Werbung mitten im Unterricht.

Was Babypips heute anbietet

Der Bereich hat sich seit der letzten Fassung dieses Artikels deutlich verändert. Zwei Rubriken sind komplett neu, eine dritte ist die Bezahlschranke selbst. So sieht das Menü heute aus:

  • Learn Forex: die School of Pipsology mit 11 Kursen, dazu Quizze und ein Forex-Glossar.
  • Learn Crypto: eine eigene School of Crypto mit Guides, Glossar und Quizzen. Diese Rubrik gab es 2021 noch nicht.
  • Analysis: tägliche Marktanalysen, überwiegend als Premium gekennzeichnet. Ebenfalls neu.
  • News und Trading: freie Artikel zu Marktlage, technischer Analyse, Psychologie und Handelssystemen.
  • Calendar und Tools: ein Wirtschaftskalender und sieben Rechner, alle ohne Konto nutzbar.
  • MarketMilk: ein eigenes Visualisierungswerkzeug für Währungsstärke, Volatilität und Korrelationen.
  • Forums: das Diskussionsforum, technisch auf einer eigenen Subdomain.

Was hier nicht steht, ist genauso wichtig: Babypips ist keine Handelsplattform. Du kannst dort weder ein Konto eröffnen noch eine Order aufgeben. Wer nach dem Lernen üben will, braucht ein Trading Demokonto bei einem Broker.

School of Pipsology: 11 Kurse, 456 Lektionen, 169 davon gratis

Die School of Pipsology ist der Onlinekurs von Babypips, der den Devisenhandel in elf aufeinander aufbauenden Kursen vom Anfängerniveau bis zum Abschluss erklärt.

Die Kurse tragen Schulnamen, von der Vorschule bis zur Abschlussfeier. Das klingt albern und funktioniert didaktisch trotzdem gut, weil jeder sofort weiß, wo er gerade steht.

Der entscheidende Unterschied zu früher liegt in der Mitte des Kurses. Die Seite weist selbst 456 Lektionen aus, davon 169 kostenlose. Ab Kurs 6 von 11 steht auf jeder Kurskarte ein violettes Premium-Etikett, jede einzelne Lektion trägt ein Schloss, und der Startknopf heißt nicht mehr Start Course, sondern Get Premium to Start Course.

Babypips School of Pipsology mit Premium-Sperre ab Kurs 6 von 11
Ab Kurs 6 von 11 verlangt die School of Pipsology ein Premium-Abo. Alle vier Lektionen der High School tragen ein Schloss (Abbildung: babypips.com, 23.08.2026).

Damit verschiebt sich, was der Gratiskurs überhaupt abdeckt. Frei bleibt die gesamte Grundlagenausbildung und die klassische Chartlehre. Kostenpflichtig ist alles, was danach kommt: Price Action, Fundamentaldaten, Risikomanagement und der eigene Handelsplan.

KursInhaltZugang
PreschoolWas ist Forex, Margingratis
KindergartenBroker, Analysen, Charttypengratis
ElementarySupport, Widerstand, Kerzengratis
Middle SchoolOszillatoren, Muster, Pivotsgratis
Summer SchoolHeikin Ashi, Elliott, Divergenzgratis
High SchoolPrice Action, AusbrüchePremium
FreshmanNotenbanken, Daten, SentimentPremium
SophomoreDollar-Index, IntermarketPremium
JuniorHandelsplan, System, JournalPremium
SeniorRisiko, Stops, GrößePremium
GraduationProp-Firmen, Betrug, FehlerPremium
Die elf Kurse in ihrer Reihenfolge. Die Kurse 7 bis 10 laufen bei Babypips unter Undergraduate. Stand: 23.08.2026.

Zwei Details fallen erst beim Durchklicken auf. Der Lernfortschritt wird nur mit Konto gespeichert. Ohne Anmeldung liest du die Lektionen zwar vollständig, verlierst aber jede Markierung, sobald du den Browser schließt. Und im Gratisbereich sitzen Quiz-Sperren: Du musst die Testfragen bestehen, um weiterzukommen. Das Jahresabo wirbt ausdrücklich damit, genau diese Sperren zu überspringen.

Aus Ausbildersicht ist der Gratisteil trotzdem stark. Wer die ersten fünf Kurse ernsthaft durcharbeitet, kennt danach die Sprache des Marktes. Er weiß, was ein Hebel anrichtet, wie ein Spread entsteht und wie sich Unterstützung und Widerstand lesen lassen. Das ist mehr, als die meisten deutschsprachigen Gratisangebote liefern.

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Was Babypips Premium kostet

Babypips Premium ist das kostenpflichtige Abo, das die sechs fortgeschrittenen Kurse der School of Pipsology, die tägliche Marktanalyse und den unbegrenzten Zugriff auf MarketMilk freischaltet.

Abgerechnet wird in US-Dollar, wahlweise jährlich oder monatlich. Beide Tarife enthalten denselben Inhalt, der Unterschied liegt im Preis und in einer Zusatzfunktion.

TarifAbrechnungPreis pro Monat
Jahresabo204 US-Dollar im Jahr17 US-Dollar
Monatsabomonatlich kündbar29 US-Dollar
Listenpreise ohne Aktionsrabatt, erhoben am 23.08.2026 auf der Premium-Seite von Babypips.

Im Abo enthalten sind nach Anbieterangabe neun fortgeschrittene Module mit über 280 Lektionen, tägliche Marktkommentare, Modulquizze, der volle Zugriff auf MarketMilk und eine werbefreie Ansicht der gesamten Seite. Das Jahresabo hebt zusätzlich die Quiz-Sperren auf.

Drei Punkte gehören ehrlich dazu. Erstens nennt Babypips auf der Premium-Seite keinen kostenlosen Testzeitraum und keine Geld-zurück-Garantie, sondern nur die Möglichkeit zu kündigen. Zweitens läuft die Abrechnung in Dollar, du trägst also das Wechselkursrisiko und je nach Karte eine Fremdwährungsgebühr. Drittens sind die Premium-Inhalte ausschließlich auf Englisch verfügbar: Die Kursseite der High School trägt weder einen Sprachumschalter noch eine einzige Sprachalternative im Quelltext, und die deutsche Adresse derselben Seite antwortet mit 404.

Für wen rechnet sich das? 204 US-Dollar im Jahr sind ungefähr der Preis eines guten Fachbuchs plus eines halben Wochenendseminars. Wenn du die fünf Gratiskurse durch hast, täglich Englisch liest und ein strukturiertes Programm für Risikomanagement und Handelsplan suchst, ist das Geld gut angelegt. Wenn du noch in Kurs 2 steckst, ist es verfrüht.

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Babypips auf Deutsch: was die Übersetzung wirklich taugt

Das ist die Frage, die deutschsprachige Leser tatsächlich stellen, und die Antwort lautet: Ja, es gibt Babypips auf Deutsch, aber nicht so, wie du es dir vorstellst. Die Gratis-Lektionen liegen in 17 Sprachen vor, Deutsch ist eine davon. Übersetzt wurde maschinell, und das steht sogar auf jeder Seite.

Der Hinweis dazu ist selbst ein gutes Beispiel für das Problem. Über dem deutschen Text steht der Satz This article has been translated from English to German. Auf Englisch. Rechts daneben läuft die komplette Kursnavigation weiter auf Englisch, ebenso das Hauptmenü.

Babypips auf Deutsch mit englischem Hinweis auf die maschinelle Übersetzung
Der Hinweis auf die Übersetzung steht auf Englisch, die Kursliste rechts ebenfalls. Sichtbar auch die fehlenden Leerzeichen vor den Anführungszeichen (Abbildung: babypips.com, 23.08.2026).

Die Qualität schwankt stark. Ich habe zwei Lektionen aus der Vorschule Satz für Satz gelesen. In beiden stecken dieselben drei Fehlermuster. Sie sind kein Ausreißer, sondern Systematik der Maschine.

  • Falsch übersetzte Fachbegriffe: Aus der Pipette, also einem Zehntel Pip, wird im Text ein PIPPEL. Ein Anfänger, der diesen Begriff googelt, findet nichts.
  • Fehlende Leerzeichen: Sätze wie von den Begriffen”Pips”,”Punkte” oder von1,30542 stehen so im Text. Das passiert überall dort, wo im englischen Original eine Auszeichnung im Satz saß.
  • Wechselnde Anrede: Innerhalb desselben Abschnitts steht erst Nimm dir Zeit, zwei Sätze später Denkt nicht einmal daran und bevor ihr euch auskennt. Du, ihr und Sie wechseln ohne Muster.

Dazu kommt eine strukturelle Lücke: Es gibt kein deutsches Kursverzeichnis. Die Adresse der Kursübersicht antwortet auf Deutsch mit einer Fehlerseite. Du landest also immer zuerst auf Englisch und musst in jeder einzelnen Lektion neu auf Deutsch umschalten. Und die sechs Premium-Kurse sind von der Übersetzung gar nicht erfasst.

Mein Urteil dazu ist zweigeteilt. Für das reine Verstehen reicht die Übersetzung. Die Rechenbeispiele stimmen, die Zahlen sind korrekt, die Logik kommt an. Als Fachvokabular taugt sie nicht: Wer Trading-Begriffe auf Deutsch lernen will, sollte sie hier nicht mitnehmen, sondern in einer deutschsprachigen Quelle nachschlagen. Unser Grundlagenartikel zum Forex Trading deckt dieselben Themen in geprüftem Deutsch ab.

Rechner und Werkzeuge von Babypips

Der Werkzeugkasten ist der Teil der Seite, den auch Fortgeschrittene nutzen. Alle Rechner laufen ohne Konto und ohne Bezahlung im Browser. Sieben Stück sind es aktuell, dazu zwei Übersichten:

  • Position Size Calculator: rechnet aus Kontogröße, Risiko in Prozent und Stop-Abstand die passende Lotgröße. Der wichtigste Rechner der ganzen Seite.
  • Pip Value Calculator: ermittelt, was ein Pip im gewählten Paar und in deiner Kontowährung wert ist.
  • Pivot Point Calculator: liefert Unterstützungen und Widerstände für Tag, Woche und Monat.
  • Back to Breakeven Calculator: zeigt, welchen Gewinn du nach einem Verlust brauchst, um wieder auf null zu kommen.
  • Currency Correlation Calculator: misst, wie gleichläufig zwei Währungspaare laufen. Wichtig gegen versteckte Klumpenrisiken.
  • Currency Converter und Forex Market Hours: Umrechner und eine Übersicht der Handelszeiten der vier großen Sitzungen.
  • Regulatory Organizations: eine Liste der Aufsichtsbehörden nach Ländern, brauchbar für die Prüfung eines Brokers.

Ein Positionsgrößenrechner ermittelt aus Kontogröße, gewünschtem Risiko und Stop-Abstand, wie groß eine einzelne Position ausfallen darf.

Das ist das einzige Werkzeug auf dieser Liste, das ein Anfänger vor dem ersten echten Trade gesehen haben muss. Wer die Positionsgröße nicht rechnet, überlässt die wichtigste Entscheidung des Handels dem Zufall.

Der praktische Haken für dich: Die Rechner sind auf Englisch und rechnen in Dollar-Logik. Wer lieber auf Deutsch arbeitet, findet dieselbe Funktion in unserem Pip-Rechner mit Formel und Tabelle. Die Handelszeiten in mitteleuropäischer Zeit stehen in unserer Übersicht der Forex Handelszeiten.

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Wirtschaftskalender und MarketMilk

Ein Wirtschaftskalender listet die anstehenden Konjunkturtermine mit Uhrzeit, Vorwert und Prognose, damit Trader wissen, wann ein Kurs durch Nachrichten bewegt werden kann.

Babypips führt einen solchen Kalender frei zugänglich, filterbar nach Währung und nach erwarteter Wirkung. Ein Konto braucht es dafür nicht.

Die Vorschau reicht rund drei Handelstage. Das ist knapp, wenn du die Woche im Voraus planst. Und es gilt, was für jeden Kalender gilt: Die Prognosespalte ist eine Erwartung, keine Tatsache. Bewegt wird der Markt von der Abweichung zwischen Prognose und Veröffentlichung, nicht von der Zahl selbst.

MarketMilk ist das hauseigene Visualisierungswerkzeug von Babypips, das die relative Stärke der acht Hauptwährungen aus 28 Währungspaaren berechnet und grafisch darstellt.

Es zeigt auf einen Blick, welche Währung gerade stark und welche schwach ist. Dazu kommen eine Heatmap, ein Volatilitätsmesser, eine Gewinner-und-Verlierer-Liste und seit dem Ausbau auch eine Krypto-Ansicht.

Babypips MarketMilk Currency Strength Meter mit den acht Hauptwährungen
MarketMilk misst die Stärke der acht Hauptwährungen aus 28 Währungspaaren. Die Basisansicht ist gratis, Premium hebt das Nutzungslimit auf (Abbildung: marketmilk.babypips.com, 23.08.2026).

Für einen Blick am Morgen ist das brauchbar, als Signalgeber taugt es nicht. Ein Stärkeindikator sagt dir, was war, nicht was kommt. Wer daraus Einstiege ableitet, handelt der Bewegung hinterher. Einen deutschsprachigen Kalender mit längerer Vorschau findest du in unserer Übersicht Wirtschaftskalender live.

Das Babypips-Forum: wie aktiv ist die Community?

Der Bestandstext dieses Artikels hat das Babypips-Forum jahrelang als lebendige Gemeinschaft beschrieben. Diese Beschreibung hält der Messung nicht stand. Das Forum weist die Zahl neuer Themen je Kategorie selbst aus, und die Zahlen sind ernüchternd.

Babypips Forum mit neuen Themen pro Monat je Kategorie
Das Forum weist die neuen Themen pro Monat selbst aus: sieben in der Anfängerrubrik, 59 in der allgemeinen Diskussion (Abbildung: forums.babypips.com, 23.08.2026).

Die Anfängerrubrik kommt auf sieben neue Themen im Monat. Das ist ungefähr eines alle vier Tage, in dem Bereich, der für die Zielgruppe der Seite gedacht ist. Der Rest verteilt sich so: 59 in der allgemeinen Handelsdiskussion, fünf in der Gemeinschaftsrubrik, drei bei den Handelssystemen und je eines bei Brokern, Werkzeugen, Krypto und den übrigen Märkten.

Über alle zehn Kategorien sind das rund 78 neue Themen im Monat. Zum Vergleich: Der Anbieter nennt 1,3 Millionen registrierte Lernende. Die große Mehrheit liest also die Kurse und schreibt nie etwas.

Für dich heißt das zweierlei. Eine gestellte Frage wird beantwortet, das Forum ist nicht tot, und die Antwortqualität ist ordentlich. Eine schnelle Antwort mitten in der Handelssitzung solltest du aber nicht erwarten, und alles läuft auf Englisch. Deutschsprachige Alternativen haben wir in unserer Übersicht der Börsenforen für Trader zusammengestellt.

Was Nutzer über Babypips sagen

Die öffentliche Bewertungslage ist eindeutig positiv. Auf Trustpilot steht Babypips bei 4,8 von 5 Punkten aus 445 Bewertungen. 93 Prozent davon vergeben die Höchstnote, zwei Prozent die schlechteste. In den letzten zwölf Monaten kamen 100 Bewertungen dazu.

Diese Zahl muss man ins Verhältnis setzen. 445 Bewertungen bei 1,3 Millionen registrierten Lernenden sind rund 0,03 Prozent. Eine solche Stichprobe ist stark selbstselektiv: Bewertet wird von denen, die begeistert sind oder sich geärgert haben. Als Beleg für Qualität taugt sie nur begrenzt.

Aufschlussreicher ist etwas anderes. An drei Stellen bewirbt Babypips sich selbst noch mit dem alten Versprechen. Die eigene Über-uns-Seite nennt die School of Pipsology weiterhin our free online course, das Trustpilot-Profil spricht von FREE und 500+ lessons, und im Bestandsbild dieses Artikels stand jahrelang ein fremdes Zitat mit den Worten Babypips.com is free!!. Auf der Kursseite selbst sind sechs von elf Kursen kostenpflichtig.

Das ist kein Betrugsvorwurf. Wer mit einem Gratisangebot bekannt geworden ist, pflegt seine alten Seiten selten nach. Für dich als Leser bleibt trotzdem die praktische Konsequenz: Verlasse dich nicht auf die Selbstbeschreibung, sondern sieh auf der Kursseite nach, welche Lektion ein Schloss trägt.

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Vorteile und Nachteile von Babypips

Nach der Prüfung aller Bereiche lässt sich das Angebot klar einordnen. Die Stärken liegen im Aufbau und in der Unabhängigkeit, die Schwächen in der Sprache und in der neuen Bezahlschranke.

Vorteile von Babypips

  • Didaktisch sauber aufgebaut: Die elf Kurse bauen aufeinander auf, jede Lektion endet mit einem Quiz. Das ist ein echter Lehrplan und keine lose Artikelsammlung.
  • Kein Broker im Hintergrund: Die Inhalte müssen kein Handelskonto verkaufen. Das merkt man an den Warnungen vor Hebel und vor unrealistischen Renditeversprechen.
  • 169 Lektionen weiterhin kostenlos: Die komplette Grundlagenausbildung inklusive Chartlehre kostet nichts und braucht kein Konto.
  • Starker Werkzeugkasten: Sieben Rechner, ein Wirtschaftskalender und MarketMilk laufen ohne Anmeldung und ohne Zahlung.
  • Ehrlicher Grundton: Die Seite verspricht keine schnellen Gewinne und benennt Betrugsmaschen der Branche in einem eigenen Kurs.

Nachteile von Babypips

  • Die Hälfte des Lehrplans kostet: Ab Kurs 6 ist Schluss, betroffen sind ausgerechnet Risikomanagement, Handelsplan und Price Action.
  • Die deutsche Fassung ist maschinell: Falsch übersetzte Fachbegriffe, fehlende Leerzeichen und wechselnde Anrede. Für Vokabellernen unbrauchbar.
  • Kein deutsches Kursverzeichnis: Die Übersichtsseite existiert auf Deutsch nicht, du musst in jeder Lektion einzeln umschalten.
  • Werbung mitten im Unterricht: Auf der Kursseite stehen bezahlte Anzeigen von Prop-Firmen und Brokern, jeweils mit Rabattcode.
  • Kein Testzeitraum: Für Premium nennt der Anbieter weder eine kostenlose Probephase noch eine Geld-zurück-Garantie.

Für wen Babypips passt und für wen nicht

Babypips ist kein Angebot für jeden Einsteiger. Es hat eine klare Eintrittshürde, und die heißt Englisch. Die folgende Einordnung hilft dir bei der Entscheidung, bevor du Zeit investierst.

Klar geeignet bist du, wenn du englische Fachtexte flüssig liest und wirklich bei null anfängst. Dann bekommst du in der School of Pipsology einen strukturierten Lehrplan, der dich in wenigen Wochen bis zur soliden Chartlehre trägt, ohne dass dir jemand ein Konto verkaufen will.

Bedingt geeignet bist du, wenn dein Englisch für Fachtexte nicht reicht. Dann nutze die Rechner und den Kalender, die brauchen kaum Sprache, und lerne die Theorie auf Deutsch. Die maschinelle Übersetzung hilft beim groben Verständnis, verdirbt aber das Fachvokabular.

Nicht geeignet ist Babypips, wenn du bereits handelst und nach einer Strategie suchst. Der Gratisteil bringt dir dann nichts Neues, und für den Premium-Teil zahlst du für Themen, die du dir auch selbst erarbeiten kannst. Ebenfalls falsch bist du hier, wenn du Betreuung willst: Es gibt keinen Trainer, keine Sprechstunde und keine Rückmeldung zu deinen Trades. Wer das sucht, sieht sich besser bei den Daytrading Ausbildungen in Deutschland um.

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Fazit: gute Schule, aber nicht mehr die gratis Schule von früher

Babypips bleibt einer der besten kostenlosen Einstiege in den Devisenhandel, den es im Netz gibt. Der Aufbau ist durchdacht, der Ton ist ehrlich, und hinter der Seite steht kein Broker, der ein Konto verkaufen will. Diese Kombination ist selten, und sie ist der Grund, warum die Empfehlung sich so lange gehalten hat.

Die Empfehlung braucht heute aber eine Fußnote. Von 456 Lektionen sind 169 frei. Kostenpflichtig ist ausgerechnet der Teil, der aus einem informierten Leser einen Trader macht: Risikomanagement, Positionsgröße, Handelsplan und Journal. Wer diese vier Themen überspringt, weil sie hinter der Bezahlschranke liegen, hat am Ende Wissen ohne Handwerk. In über vier Jahrzehnten am Markt habe ich niemanden erlebt, der ohne diese vier Bausteine dauerhaft bestanden hat.

Mein Rat ist deshalb pragmatisch. Arbeite die fünf freien Kurse durch, nutze die Rechner weiter, und hol dir die fehlenden vier Themen dort, wo du sie in deiner Sprache bekommst. Ob du danach für Premium zahlst, ist eine Frage deines Englisch und deines Ernstes. Fang aber nicht mit dem Abo an, sondern erst dann, wenn du den Gratisteil wirklich hinter dir hast.

Häufige Fragen zu Babypips

Was ist Babypips und für wen ist es gedacht?

Babypips ist eine englischsprachige Bildungswebsite für den Devisenhandel, die seit 2005 online ist. Kern ist die School of Pipsology, ein Onlinekurs mit 456 Lektionen in elf Stufen. Gedacht ist das Angebot für Anfänger ohne Vorwissen, die englische Fachtexte lesen können.

Ist Babypips noch kostenlos?

Nur zum Teil. Von den 456 Lektionen sind 169 gratis, das entspricht den ersten fünf der elf Kurse. Ab Kurs 6 verlangt Babypips ein Premium-Abo. Wirtschaftskalender, Rechner und die Basisansicht von MarketMilk bleiben frei zugänglich.

Gibt es Babypips auf Deutsch?

Ja, die Gratis-Lektionen liegen in 17 Sprachen vor, darunter Deutsch. Die Übersetzung ist allerdings maschinell und wird auf jeder Seite als solche gekennzeichnet. Menü und Kursnavigation bleiben englisch, eine deutsche Kursübersicht gibt es nicht, und die Premium-Kurse sind gar nicht übersetzt.

Was kostet Babypips Premium?

Im Jahresabo 17 US-Dollar pro Monat, also 204 US-Dollar im Jahr. Bei monatlicher Zahlung sind es 29 US-Dollar im Monat. Einen kostenlosen Testzeitraum nennt der Anbieter nicht, das Abo lässt sich aber jederzeit kündigen. Stand: 23.08.2026.

Wie viele Lektionen hat die School of Pipsology?

456 Lektionen, verteilt auf elf Kurse von der Preschool bis zur Graduation. Babypips weist diese Zahl auf der Kursseite selbst aus. Ältere Angaben von rund 350 Lektionen stammen aus der Zeit vor dem Ausbau und sind überholt.

Kann man bei Babypips traden?

Nein, Babypips ist keine Handelsplattform. Es gibt weder ein Handelskonto noch eine Orderfunktion. Zum Üben brauchst du ein Demokonto bei einem Broker, die Rechner und der Kalender von Babypips lassen sich parallel dazu nutzen.

Wie gut ist das Babypips-Forum?

Es ist aktiv, aber deutlich ruhiger als sein Ruf. Über alle zehn Kategorien entstehen rund 78 neue Themen im Monat, in der Anfängerrubrik sind es sieben. Fragen werden beantwortet, allerdings ausschließlich auf Englisch und selten sofort.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading. Er handelt seit 1978 diskretionär nach Price Action und arbeitet vor allem in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten. Lernplattformen und Ausbildungsangebote beurteilt er als Praktiker von außen, nicht als deren Betreiber.

Seine Arbeit hat die deutschsprachige Trading-Literatur mitgeprägt. Ende der 1980er übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte sowie verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Für die Beurteilung einer Forex-Schule zählt weniger der Umfang als die Reihenfolge der Themen. Wer seit Jahrzehnten selbst Anfänger ausbildet, erkennt schnell, ob ein Lehrplan Risikomanagement früh genug behandelt oder ans Ende schiebt. Genau diese Frage entscheidet bei Babypips darüber, wie weit der kostenlose Teil trägt.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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