JFD Bank: wirklich ‚just fair & direct‘? Ein Erfahrungsbericht…

Der Retail-Markt im CFD-Trading ist immer noch sehr groß und die Anzahl an CFD-Brokern entsprechend hoch. Nicht zuletzt aufgrund der jüngsten ESMA-Regulierungen müssen diese Broker daher um die Gunst der Kunden kämpfen.

Der Broker JFD Group

JFD Bank (vorher JFD Broker) nun bezeichnet sich selbst als „Game Changer“ und möchte „auch in Zukunft mit Innovationen und Vorbildfunktion“ vorangehen. Deswegen haben sie sich bislang sowohl als CFD- und Forex-Broker wie auch als Dienstleister im Aktienbereich hervor getan. Warum das so ist und wie viel dahinter steckt, können Sie in diesem Artikel lesen.

Wer ist überhaupt JFD Bank?

Ich gebe es gerne zu: ich kenne JFD schon seit einigen Jahren hautnah. Vorher und auch während dessen gab es reale Konten bei Brokern wie Consors, Comdirect, FXCM, Onvista und markets.com.

Dazu kamen einige Demo-Konten zum Beispiel bei Flatex, Admiral Markets, WHSelfInvest, DEGIRO sowie noch einige andere. Alle haben ihre kleinen Vor- und Nachteile, bilden jedoch mehr oder weniger einen Einheitsbrei. Nicht so JFD. Wenn wir zunächst einen Blick auf die Selbstdarstellung werfen, fällt hier schon auf, dass der Broker etwas aus dem üblichen Rahmen fällt.

JFD ist nämlich eigentlich eine große Unternehmensgruppe, die seit Neuestem „JFD Bank“ heißt und aus drei Teilen besteht. Zum einen aus der „JFD Group Ltd.“, die ihren Sitz in Zypern hat und von dort durch die „Cyprus Securities and Exchange Commission“ (CySEC) zugelassen und reguliert wird. Hierüber laufen innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums (EWR) die CFD-Geschäfte und darüber hinaus viele weitere Dienstleistungen.

Zum anderen gehört der Gruppe die „JFD Overseas Ltd.“ mit Sitz in Vanuatu an. Dort wird sie von der „Vanuatu Financial Services Commission“ (VFSC) reguliert und zugelassen für alle Kunden, die außerhalb des EWR liegen.

Schließlich gehört der Gruppe noch die „JFD Bank AG“ an, die ihren Sitz in München hat und folgerichtig durch die deutsche BaFin zugelassen und reguliert ist. Dieser JFD-Bank AG gebührt etwas mehr Aufmerksamkeit, da sie JFD als Broker fast ein Alleinstellungsmerkmal verpasst. Darauf komme ich aber weiter unten nochmals zu sprechen.

Erwähnenswert ist ebenfalls, dass JFD heute mit einer Reichweite von Europa bis Süd-Ost-Asien Kunden in über 130 Ländern hat und damit zu den 20 größten Online-Brokern weltweit gehört (Quelle: Finance Magnets- QIR1 2016). Zudem dürfen sie sich als ‚Designated Sponsor‘ bezeichnen, der im XETRA-Handelssystem aktiv ist. Daneben existieren diverse Börsenmitglieds-, Bank- und Liquiditätspartnerschaften mit der CBOE, der Deutschen und der Wiener Börse, der LMAX Exchange, sowie mit der BNP und der Wirecard Bank, um nur die wichtigsten zu nennen.

Gründung aus ideologischer Überzeugung

Das Akronym ‚JFD‘ soll den Leitsatz des Brokers widerspiegeln: ‚just fair & direct‘. 2011 wurde die heutige Gruppe von einer Handvoll professioneller Trader gegründet, die alles anders machen wollten. Im Mittelpunkt stand dabei wohl der oft beklagte Mangel an Transparenz im CFD-Trading. Die Gründer schrieben sich auf die Fahne, das Retail-Trading nicht nur höchstmöglich transparent, sondern eben auch fair zu gestalten.

Deswegen war JFD von Anfang an als DMA/STP-Konstrukt auf dem Markt. Als solches ist der Broker selbst kein Market Maker mit eigenem Dealing Desk, sondern fungiert als reiner Vermittlungs-Agent zwischen dem CFD-Trader und einem großen Interbanken-Pool, der zudem eine hohe Liquidität gewährleistet. JFD schließt damit konsequent jeden Interessenkonflikt, wie er beim Market Maker besteht, aus. Orders werden ohne Umweg über den Broker direkt an die besten Kursstellungen aus dem Liquiditätspool weiter geleitet. Die Einnahmen generieren sich dabei lediglich aus den Kommissionen.

JFD Post-Trade-Transparenz
Post-Trade-Transparenz bei JFD

Um dieses Prinzip zu untermauern, wirbt JFD mit einem so genannten „Post-Trade Execution Report“, den der Broker als einziger weltweit seinen Kunden zur Verfügung stellt. In diesem werden dem Trader auf Anfrage alle Informationen zu jedem seiner Trades aufgelistet. Diese beinhalten neben Server-Log-Dateien, Liquiditäts-Anbieter und Order-Matching bzw. Ausführung auch Angaben zu den exakten Zeiten (Latenzen), der Slippage und den Ausführungspreisen.

Nach Angaben von JFD soll eine Mehrheit der Forex und CFD-Onlinebroker nur behaupten, ihre Dienstleistung nach dem DMA/STP Agentur-Modell anzubieten, ohne es aber in Wahrheit zu sein. Um das zu hinterfragen, sei jeder Trader aufgefordert, diese Post-Trade-Transparenz von seinem Broker zu erbitten.  Wer hier nicht liefern könne, mit dem solle man auch nicht sein Geld und seine Zeit verschwenden. Ob dem so ist, kann ich nicht beurteilen und lasse das daher einfach mal so stehen. In jedem Fall stellt dies aber eine Herausforderung an die anderen DMA/STP-Broker dar, Flagge in Richtung Transparenz zu zeigen.

Der Interbankenpool soll mehr als 20 Liquiditäts-Provider umfassen. Dazu zählen sowohl Tier1-Banken (also Banken mit dem höchsten Kernkapital, die außerdem in den meisten Bankenprodukt-Kategorien führend sind. Dazu zählen heute im Wesentlichen J.P Morgan, GoldmanSachs und Citi-Bank), wie auch Nicht-Banken und MTFs (multilaterale Handelssysteme). Mit dem „Zugang zu nicht traditioneller Liquidität“ verfügt JFD als Prime-Broker sogar über einen Zugang zu „Dark Pools“.

Das reichhaltige Angebot überrascht mit ‚Game Changer‘-Produkt

Mittlerweile verfügt JFD über ein großes Angebots-Spektrum. Im Überblick ergeben sich für nahezu alle Trader Möglichkeiten, Geld zu investieren. Für das CFD-Trading sind folgende Assets verfügbar:

  • Forex – 64 Major-, Minor- und exotische Währungspaare
  • 2 Edelmetalle
  • 15 Indizes
  • 600 Aktien
  • 7 Rohstoffe
  • 2 Anleihen
  • 25 ETF- & ETN
  • 5 Krypto-Währungen

Seit Anfang 2019 ist es außerdem möglich, mehr als 600 Aktien aus Deutschland, den USA, Niederlande und Frankreich physisch zu handeln. Hier gibt es eine attraktive Besonderheit. Nach der jüngst abgeschlossenen Übernahme der deutschen Acon Bank hat JFD als erster Broker den komplett gebührenfreien Aktienhandel eingeführt. Ein echter Game-Changer! Es gibt keine sonstigen Haltekosten, Gebühren, Beschränkungen oder Voraussetzungen bezüglich der Positionsgröße oder der Anzahl der Trades – nichts. Klingt unglaublich, ist aber tatsächlich so.

Allein die Spreads fallen natürlich an. JFD bedient sich hierbei den Kursstellungen der CBOE (Chicago Board Options Exchange). Bid und Ask liegen zwar oftmals und insbesondere bei vielen liquiden Dax-Aktien nur 1 Cent auseinander. Der Spread ist aber nicht fest und kann zeitweise weiter auseinander klaffen, als das zum Beispiel über Tradegate oder anderswo der Fall ist. Ein um 2- oder manchmal bis zu 4 Cent ausgeweiteter Spread ist aber durchaus verkraftbar. Vor allem angesichts des Null-Gebühren-Modells und dem Umstand, dass die Aktien dauerhaft physisch mit allen Rechten inklusive des Dividenden-Bezuges (abzgl. Steuern) erworben werden!

Ein Depot-Übertrag ist derzeit zwar noch nicht möglich, dies soll aber demnächst ebenso der Fall sein. Der einzige relative Nachteil ist, dass sich physische Aktien genauso wie Aktien-CFDs nur innerhalb der Haupthandelszeit der jeweiligen Börse handeln lassen. Ein außerbörslicher Handel ist demnach nicht möglich.

Die Hebel der jeweiligen CFD-Produkte richten sich natürlich auch bei JFD nach den Regulierungen der ESMA in 2018:

  • Indizes & Edelmetalle: 1:20
  • Forex Major-Paare: 1:30
  • Forex Minor-Paare: 1:20
  • Aktien-CFD: 1:5
  • Krypto-Währungen: 1:2

Für Indizes, Währungspaare und Edelmetalle ist der Handel mit Micro-Lots möglich. Währungspaare können schon ab einer Kontraktgröße von 0,01, Indizes und Edelmetalle ab 0,10 gehandelt werden.

Laut Christian Kämmerer, dem „Head of German Speaking Markets“, könnte möglicherweise bald auch der Optionshandel zum Portfolio der JFD Group gehören.

Die Handelskosten – ist JFD noch günstig?

Viele Broker preisen ihre Kommissionen gerne in den Spread ein. JFD verwendet einen so genannten ‚Core Spread‘. Das macht durchaus viel Sinn und wirkt sich insbesondere auf die Effektivität von Stop Loss- sowie Take Profit-Orders aus. Dabei sind die Spreads in hohem Maße konkurrenzfähig. Im Dax beträgt der Core Spread 0,9 Punkte, im Dow Jones 1 Punkt (vorbörslich 2 Punkte).

JFD Brokers auf der Messe "World-of-Trading
JFD auf der Börsen- und Anleger-Messe „World of Trading“ 2017

Bei den FX-Paaren scheint JFD als Forex-Broker diesbezüglich unschlagbar. Hier beträgt der Spread im EUR/USD zwischen 0 und 4 Pips (5. Nachkomma-Stelle). Im USD/JPY liegt er bei ca. 3 Pips auf der dritten Stelle. Bei Gold liegt er durchschnittlich bei ca. 24 Cent. Das kann sich sehen lassen.

Natürlich werden zusätzlich Kommissionen fällig. Doch auch die schlagen keineswegs übermäßig stark zu Buche. In Indizes und Rohstoffen wird 1/5 der Lotgröße berechnet, was bei einem CFD-Kontrakt 0,20 Euro (Roundturn) entspricht. Auf den Spread gerechnet, kommen wir im Dax auf immer noch lediglich 1,1 Punkte.

In den FX-Paaren fallen je CFD-Kontrakt 5,50 Euro Kommission an (0,56 Euro bei 0,10er Micro-Lot). Auch das entspricht durchaus akzeptablen 5 bis 6 Pips. Gleiches gilt für die Edelmetalle.

Den kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings bei Aktien-CFDs. Hier berechnet der Broker bei europäischen Aktien 0,05% des Ordervolumens bzw. eine Mindestgebühr von 5,00 Euro je Halfturn. Bei US-Aktien fallen 2 Cent je Aktie plus Mindestgebühr von 5,00 USD an. Für Kauf und Verkauf fallen somit wenigstens satte 10,00 Euro bzw. US-Dollar an. Das entspricht zwar immer noch dem gängigen Preismodell auch anderer Broker. Es gibt aber solche wie zum Beispiel FXFlat, die deutlich weniger Kommissionen berechnen (0,09% des Ordervolumens bzw. 4 Cent je US-Aktie, jedoch keine Mindestgebühr).

Es wäre schön, wenn JFD sich entschließen könnte, die Preise auch in diesem attraktiven Bereich deutlich nach unten anzupassen und der Konkurrenz damit (fast) endgültig davon zu fahren. Erst recht, wenn man bedenkt, dass JFD nach Übernahme der Acon Bank alle Möglichkeiten dazu hat. Schließlich ist der physische Aktien-Handel völlig gebührenfrei. Da erscheinen 10,00 Euro Kommission für den Handel mit Aktien-CFDs wenigstens hinterfragungswürdig.

Im Übrigen werden im Fall von Aktien-CFDs, die als Long-Position gehalten werden, Dividenden größtenteils an den Trader weiter gegeben. Bei JFD liegt der Anteil der Auszahlung je nach Land bei 75-90% der Ausschüttung. Achtung: bei Short-Positionen werden die Dividenden folgerichtig vom Konto abgebucht!

Ein Blick auf die sonstigen CFD-Haltekosten offenbart nichts Spektakuläres. Hält man eine Position über Nacht, fällt der so genannte Swap an. Hier berechnet JFD durchgängig 3% ± 3-Monats-Libor. Das ist leicht über dem Marktdurchschnitt, der bei 2,5% liegt. Der Aufschlag von 0,5% dürfte jedoch kaum ins Gewicht fallen und sei dem Broker gegönnt.

Alles in allem und gemessen an den übrigen Leistungen wie der Post-Trade-Transparenz, dem gebührenfreien physischen Aktien-Handel sowie dem reichhaltigen CFD-Angebot, ist JFD keinesfalls zu teuer. Im Vergleich zu anderen Brokern mögen sie vielleicht auch 'nicht wesentlich‘ günstiger erscheinen. Allerdings ergibt sich schon allein durch die Aufteilung der Handelskosten in einen geringen Core-Spread und in relativ marktübliche Kommissionen ein maßgeblicher Benefit für das CFD-Trading.

Vielfältige Handels-Plattformen für jeden Geschmack

Bei den angebotenen Handelsplattformen ist JFD nicht knauserig. Die Möglichkeiten decken im Prinzip für nahezu jeden Trader alle Standards ab.

  • Desktop-Version Metatrader 4+
  • Desktop-Version Metatrader 5+
  • Webbrowser-Version Metatrader 4+ sowie 5+
  • Mobile Trading App für Metatrader 4+ sowie 5+
  • ‚Guidants‘ sowohl für Webbrowser wie auch als Mobile App

Es lohnt sich, bei der Auswahl einen Blick auf die Unterschiede zwischen dem MT4+ und dem MT5+ zu werfen. Meiner Meinung nach sollte man auf den mittlerweile antiquierten MT4 verzichten und sich immer für den MT5 entscheiden. Diesem wird unter anderem nachgesagt, schneller in der Orderausführung zu funktionieren.

Obwohl die Benutzeroberfläche bis auf einige Details fast gleich geblieben ist, bietet die 5er-Version nicht nur einige Verbesserungen in der grafischen Darstellung. Sie kommt außerdem mit zusätzlichen Indikatoren wie zum Beispiel den Elliott Wellen und ist interessant für Programmierer, die eigene Indikationen oder Strategien einpflegen wollen.

Das wesentliche Merkmal ist jedoch die deutlich größere Anzahl an handelbaren Basiswerten. Insbesondere der physische Handel mit Aktien macht dabei den Mengenunterschied aus. Wer diese handeln will, kommt um den MT5 ohnehin nicht herum. Nebenbei sei bemerkt, dass die Metaquote-Lizenz für den MT5 nochmal bis zu 50.000,00 USD kostet. Daher dürfte allein die Anbietung dieser Plattform ein Prädikatsmerkmal für jeden Broker sein.

Wer CFD-Trading unbedingt über Webbrowser oder auf dem Smartphone machen möchte, ist hier ebenfalls gut bedient. Ich bin kein Freund davon, wenngleich  ‚Guidants‘ eine große Ausnahme darstellt. Die Website zeichnet sich vor allem durch zahlreiche Social-Trading-Werkzeuge, ein sehr gutes News-Portal und viele Experten-Zugänge aus. Mit der Möglichkeit, sich über Guidants in das JFD-Konto einloggen und dort handeln zu können, wird das Trading mit den vorgenannten sowie noch vielen weiteren Features sinnvoll verknüpft und bietet damit einen sehr guten Mehrwert.

Selbst wenn noch andere Broker wie Consors, Vitrade oder WHSelfInvest Kooperationen mit Guidants haben, verwundert die starke Einbindung von JFD allerdings nicht. Schließlich ist Guidants eine 100%ige Tochter der BörseGo AG, deren Gründer & CEO Thomas Waibel gleichzeitig Aufsichtsrat bei JFD ist. Aber das kann am Ende nur von Vorteil sein.

Zahlreiche AddOns, die das CFD-Trading verbessern können

JFD-exklusive AddOns für MT4 und MT5
JFD-exklusive AddOns

Dem aufmerksamen Leser wird das „+“ hinter MT4 bzw. MT5 aufgefallen sein. Der Grund dafür sind zahlreiche AddOns für die jeweilige Plattform. Solche AddOns bieten fast alle Broker in irgendeiner Form an. Soweit ich das übersehen kann, dürfte JFD aber in der Tat das umfangreichste und smarteste Paket mitbringen.

Eins der wichtigsten ist sicher das Mini-Terminal ‚Markttiefe‘. Damit lassen sich Market-Orders mit nur einem Klick ausführen, was im herkömmlichen Metatrader nicht möglich ist. Zudem können in dem kleinen Zusatzfenster direkt Stop Loss und Take Profit für die Order voreingestellt werden.

Ebenso interessant ist die ‚Stealth Order‘, mit der Orders von der Plattform im Prinzip nur vorgemerkt werden. Erst wenn das Kurslevel erreicht wird, macht das AddOn daraus eine Market-Order.

Darüber hinaus gibt es noch den ‚Sentiment Trader‘, den ‚Correlation Trader‘, einen ‚Alarm Manager‘ sowie viele weitere nützliche Features. Markant sind aber nicht nur die kleinen Helfer, die im Navigator-Bereich des Metatrader unter „Experten“ auftauchen. Beachtung sollte man ebenso den AddOns im Bereich „Indikatoren“ schenken.

Dort findet sich zum Beispiel ein selbsterklärender ‚Candle Countdown‘, ein ‚Freehand Drawing‘, um in den Chart zu malen, eine ‚High-Low‘-Anzeige, Renko-Kerzen, und last but not least ein Pivot-Tool. JFD bietet diese Tools im Paket kostenlos an. Es kann über die Website heruntergeladen und per EXE-Datei installiert werden.

Der StereoTrader als professionalisierendes AddOn

Stereotrader bei JFD Brokers
Der Stereotrader im MT5

Wer sich die AddOns weitgehend sparen und alles auf einen Blick haben möchte, kann über ‚Mein JFD‘ den StereoTrader als besonderes Feature dazu buchen. Dieses hervorragende Tool setzt direkt auf den Metatrader auf und professionalisiert das CFD-Trading auf allerhöchster Ebene. Es ermöglicht neben der einfachen Ein-Klick-Orderaufgabe mit allen Voreinstellungen zu Stop Loss, Take Profit und Trailings ebenso strategische Orders, Grid-Orders, intelligente Orders und vieles mehr. Außerdem lassen sich hier zahlreiche weitere Einstellungen für das Trading einstellen, bis hin zum Farb-Layout des Chart-Bildes.

Besondere Merkmale sind die Möglichkeiten des automatisierten CFD-Tradings, des Backtestings und der einzigartigen Limit-Pullback-Order, die es sonst nirgends gibt. JFD bietet den Stereotrader derzeit für 29,90 Euro Lizenzgebühr je Monat an. Das Abo hat keine Laufzeit und kann monatlich gekündigt werden.

JFD und die Geschwindigkeit

Geschwindigkeit ist alles, haben uns schon die „Flash-Boys“ gelehrt. JFD wirbt daher mit der Nutzung von Fieberglasfaser-Verbindungen zum Niedrig-Latenz-Netzwerk der ‚Equinix Financial eXchange‘ in New York und London, das Ausführungen in „häufig kleiner als 100ms“ verspricht. Natürlich stehen Latenzzeiten immer auch in Abhängigkeit zu anderen Faktoren. Bei mir liegt die Latenzzeit zwischen 90 und 120ms, also an der Grenze des akzeptablen. Komfortabel ist das zwar nicht, allerdings kann ich mich bisher keineswegs über die Ausführungsqualität selbst in hoch volatilen Marktphasen beschweren. Orders werden hervorragend ausgeführt, oftmals sogar mit positiver Slippage. Requotes gibt es bei JFD nicht!

Wer (wesentlich) schnellere Verbindungen haben möchte, dem bietet JFD VPS-Server mit ultrakurzen Latenzzeiten von Drittanbietern an, die in Kooperation mit dem Broker stehen. JFD-Live-Kunden erhalten so zum Beispiel 50% Rabatt beim Anbieter „Fozzy“ oder 10% je Monat bei „MyTradeHost“.

Die Konto-Eröffnung und Kapitalisierung

Die Kontoeröffnung ist denkbar einfach. Geführt durch vier Eingabemasken gibt man die relevanten Daten zur Person sowie zu finanziellen Verhältnissen und zu den eigenen Erfahrungen ein. Abschließend lädt man zur Identifizierung eine Kopie des Personalausweises und eine „Utility-Bill“ (Strom-, Telefonrechnung o.ä.) hoch, die alternativ per Mail oder Fax gesendet werden können.

Wer die Option für den Handel mit US-Aktien wahrnehmen möchte, muss sich dafür das übliche W-8BEN-Formular herunterladen und ausfüllen.

Nach erfolgreicher Prüfung bei JFD erhält man am nächsten Werktag eine Mail mit den Login-Details sowohl für die ausgewählte Metatrader-Plattform wie auch für „Mein JFD“ auf der Broker-Website. Dort kann man seinen Account verwalten, eine Stereotrader-Lizenz buchen und einiges mehr. Die Mail enthält außerdem einen Link zur Auswahl der gewünschten Einzahlungsmethode.

Was die Einzahlungsoptionen angeht, hat JFD endlich aufgeholt. Mittlerweile ist sie nicht mehr nur per Banküberweisung möglich, sondern zusätzlich über „Sofort“, Skrill, Safecharge und Visa/Mastercard. Doch Vorsicht: außer der kostenfreien Banküberweisung oder über „Sofort“ sind Überweisungen per Online-Zahlungsanbieter immer mit Gebühren verbunden, die man sich vorher anschauen sollte. Außerdem wird der einmal eingezahlte Betrag aufgrund des Anti-Geldwäsche-Gesetzes nur auf dieses Konto auch wieder ausgezahlt.

Finanzielle Fallschirme bei JFD

Nachschusspflichten sind seit der Regulierung durch die BaFin in 2017 für private Trader in Deutschland ohnehin verboten. Seit Mitte 2018 gilt dies durch die ESMA-Regulierung auch für alle Broker innerhalb der EU, also auch Zypern. JFD hatte die Nachschusspflicht jedoch schon einige Zeit vorher abgeschafft.

Die Regeln zum Margin Close Out richten sich ebenfalls nach den ESMA-Vorgaben. So kommt der Margin Call, sobald die 100% der Margin angegriffen werden. Der Close Out, also das Schließen der Position mit dem höchsten Verlust oder ggf. aller Positionen erfolgt, wenn die Margin auf 50% absinkt.

Die Einlagensicherungsgrenze für in Deutschland oder Großbritannien separierte Kundengelder, die nicht in offenen Positionen stecken, liegt meines Wissens immer noch bei nur 20.000,00 Euro. Grundlage hierfür ist JFDs Mitgliedschaft im ICF, dem zypriotischen Anlegerentschädigungsfond.

Für Retail-Trader mag das weitgehend ausreichend sein. Aber gerade mit Blick auf den physischen Aktienhandel ist diese Grenze doch eher niedrig. Hier dürften die Volumina im Schnitt deutlich drüber liegen. JFDs freiwillige Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken wäre eine tolle Sache. Auf Anfrage teilte mir JFD jedoch mit, dass „weitere Account-Absicherungen derzeit geprüft werden“. Man darf also auf eine Ausweitung der Einlagensicherung hoffen.

Support und Weiterbildungen bei JFD

Hier hat der Broker definitiv eine Menge zu bieten. Der deutschsprachige Support ist 24/5 per Telefon und Chat erreichbar. Mail-Anfragen werden regelmäßig sehr schnell und pro-aktiv beantwortet. Eine meiner Anfragen wegen eines (bislang einzigen) Ausführungsproblems führte ohne Anforderung zu einer Gutschrift.

Um den Kunden beim CFD-Trading zu unterstützen, bietet JFD außerdem zahlreiche von Experten geführte Webinare, Seminare, Live-Streams und Live-Trading-Events an, die täglich genutzt werden können. Eine Übersicht dazu ist auf der JFD-Website abrufbar. Über den eigenen Youtube-Kanal stehen Aufzeichnungen von vergangenen Events sowie umfangreiche Schulungsmaterialien zur Verfügung. Außerdem ist JFD mittlerweile auf den meisten Messen präsent und ansprechbar.

Fazit meiner Erfahrung mit dem Broker JFD

Wer CFD-Trading erfolgreich betreiben will, braucht den Partner mit den besten Voraussetzungen. Die bringt JFD zweifelsfrei mit. Der Broker ist zwar keine eierlegende Wollmilchsau, weil es immer noch einige Sachen gibt, die aus Trader-Sicht durchaus besser sein könnten. Hier wären vor allem die Gebühren beim Handel mit Aktien-CFDs und die etwas knappe Einlagensicherung zu nennen.

Dem gegenüber stehen allerdings große Vorteile, welche JFD im Vergleich zu den allermeisten Mitbewerbern deutlich hervor heben:

  • 100%iges DMA-/STP-Agentur-Modell, keinerlei Interessenkonflikte
  • Post-Trade-Transparenz
  • Niedrige Core-Spreads bei sehr akzeptablen Kommissionen
  • Sehr großes Angebot an CFD-Produkten
  • Physischer Aktien-Handel
  • Viele Plattformen mit zahlreichen nützlichen AddOns
  • Positive Slippages und keine Requotes
  • Erstklassiger Support und viele Weiterbildungsmöglichkeiten durch Experten
  • Größe der JFD Group spiegelt die Kompetenz und Professionalität des Brokers

JFD ist daher einer der ganz wenigen Broker, bei denen ich mich aufgrund meiner Erfahrungen sicher aufgehoben fühle. Das Handeln macht durch das breite Angebot Spaß, die Kommunikation ist immer sehr unkompliziert, zielorientiert und persönlich. Jeder, der ernsthaft CFD-Trading betreiben und Aktien handeln will, kommt aus meiner Sicht nicht um diesen Broker herum. Das Motto „just fair & direct“ findet insofern auch seine Berechtigung. Deswegen eine klare Empfehlung für JFD an dieser Stelle.

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