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StereoTrader im Praxistest: Erfahrungen, Kosten und Broker 2026

Zuletzt aktualisiert: 04. September 2026

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25 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

KI für Trader Hauptkurs
KI für Trader - Hauptkurs

Der MetaTrader ist die meistgenutzte Handelsplattform der Welt und für aktives Daytrading trotzdem zäh. Teilverkäufe, mehrere Positionen gleichzeitig schließen, ein Stop, der sich selbst nachzieht: alles Dinge, die der Standard nicht kann. Der StereoTrader setzt sich als Aufsatz auf den MT4 oder MT5 und liefert genau diese Funktionen nach.

Ich arbeite seit 2019 mit der Software. Dieser Bericht ist deshalb kein Feature-Abschrieb von der Herstellerseite, sondern eine Einordnung aus der täglichen Anwendung. Für die Fassung 2026 habe ich zusätzlich jeden Partner-Broker einzeln nachgeprüft, und dabei kam einiges ans Licht: FXFlat gibt es nicht mehr, JFD hat das CFD-Geschäft für Privatkunden im April 2026 beendet. Beide stehen in fast jedem deutschen Ratgeber noch als Bezugsquelle.

Du erfährst hier, was die Classic Edition und die Silber-Edition kosten, bei welchen Brokern die Lizenz gratis dazukommt und welche Bedingungen daran hängen, was die Limit-Pullback-Order praktisch bringt und wo die Software an ihre Grenzen kommt. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

StereoTrader: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Was es ist: Eine Handelsoberfläche, die sich als Expert Advisor in den MetaTrader 4 oder 5 setzt. Der MetaTrader liefert Kurse und Broker-Anbindung, das Trading selbst übernimmt der StereoTrader. Aktuelle Fassung ist Version 2.9.
  • Preis: Die Classic Edition kostet 29,90 Euro im Monat, 299 Euro im Jahr oder 999 Euro einmalig. Die abgespeckte Silber-Edition liegt bei 9,90 Euro monatlich.
  • Kostenlos möglich: Mehrere Partner-Broker übernehmen die Lizenzgebühr für aktive Kunden. Die Hürde reicht von 100 Euro Kontokapital bei Tickmill bis 4.000 Euro bei Admirals.
  • Veraltete Empfehlungen: FXFlat wurde von Trading 212 übernommen, die MetaTrader-Kunden gingen an CMC Markets. JFD stellte das CFD-Geschäft für Privatkunden im April 2026 ein. Beide fallen als Bezugsweg aus.
  • Kernfunktion: Die Limit-Pullback-Order zieht eine Limit-Order mit dem Kurs mit, statt sie sofort ausführen zu lassen. Über den Tag summiert das eine spürbar bessere Ausführung.
  • Grenze: Die Software läuft nur unter Windows und braucht einen dauerhaft laufenden Rechner. Eine App für Smartphone oder Tablet gibt es nicht.

Was ist der StereoTrader?

Der StereoTrader ist eine Handelsoberfläche für MetaTrader 4 und MetaTrader 5. Sie wird als Expert Advisor in ein Chartfenster gezogen und ersetzt dort die Orderfunktionen der Plattform durch eigene Panels, Ordertypen und Automatiken für CFDs, Forex und Futures.

Der Unterschied zu einem Indikator ist grundlegend. Ein Indikator zeichnet Linien, der StereoTrader übernimmt die Ausführung. Nach der Installation bleibt der MetaTrader die Basis: Er liefert Kursdaten und die Verbindung zum Broker. Alles, was danach kommt, also Orderaufgabe, Positionsverwaltung, Stops, Statistik, läuft über die Oberfläche der Erweiterung. Über 35 Handelsaktionen sind dort mit einem einzigen Klick erreichbar.

Entwickelt hat die Software Dirk Hilger, Trader und Programmierer. Der Start war im Juni 2016, damals in Zusammenarbeit mit Thorsten Helbig. Hilger ist bis heute Entwickler und das Gesicht der Plattform. Er ist aber nicht der Anbieter.

StereoTrader Entwickler Dirk Hilger bei einem Vortrag auf der World of Trading
Entwickler Dirk Hilger auf der World of Trading

Hinter dem Produkt steht die LEVEREDGE Ltd. mit Sitz in Larnaca auf Zypern, Handelsregisternummer HE396927, Geschäftsführer ist Marcel Mussler. Das steht so im Impressum der Anbieterseite und ist für die Frage wichtig, mit wem du einen Vertrag schließt. Vertragspartner beim Lizenzkauf ist zusätzlich Digistore24 als Abwickler, nicht der Entwickler persönlich.

Ein zweiter Punkt zur Einordnung: Die offizielle Domain ist heute stereotrader.eu. Die früher genannte Adresse stereotrader.de leitet inzwischen auf stereotrader.biz weiter, dahinter liegt dieselbe Seite. Wer alte Anleitungen liest, landet also nicht im Leeren, sollte den Wechsel aber kennen.

StereoTrader Classic mit allen Funktionen ansehenVier Handelsmodi, alle Ordertypen und die Entwickler-Schnittstelle in einer Lizenz.

Was kostet der StereoTrader?

Es gibt zwei Editionen, und der Unterschied ist größer, als die Preise vermuten lassen. Die folgenden Zahlen stammen von der Kaufseite des Anbieters und den Bestellformularen bei Digistore24, geprüft am 26. August 2026. Alle Angaben verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.

AbrechnungClassic EditionSilber-Edition
Monatlich29,90 Euro9,90 Euro
Jahreslizenz299 Euro99 Euro
Einmalig, unbefristet999 Euro333 Euro
Lizenzpreise des StereoTraders, Stand August 2026, Quelle Anbieterseite

Bei der monatlichen Classic-Lizenz lohnt ein Blick ins Kleingedruckte: Das Bestellformular weist die erste Zahlung mit 29,90 Euro aus, danach läuft die Abrechnung quartalsweise mit 89,70 Euro. Gekündigt werden kann jeweils zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums, im Zweifel also mit bis zu drei Monaten Vorlauf. Die Silber-Edition rechnet dagegen echt monatlich ab und ist monatlich kündbar.

Was der Silber-Edition fehlt

Die günstige Fassung ist keine Classic mit Zeitlimit, sondern ein deutlich kleinerer Funktionsumfang. Sie bringt zwei der vier Handelsmodi mit, nämlich Stereo-Future und Single Hedge, dazu die erweiterten Ordertypen, die Trailing-Varianten und das History Trading. Nicht enthalten sind die isolierten Strategien, die Vollautomatisierung über die API, das Volume-Mapping und das erweiterte Charting.

Praktisch heißt das: Wer die Software zum Kennenlernen oder für einfaches Positionsmanagement will, fährt mit Silber gut. Wer mehrere Strategien parallel auf demselben Instrument laufen lassen oder automatisieren will, braucht Classic. Der Preisunterschied von 20 Euro im Monat entscheidet diese Frage nicht, der Funktionsumfang schon.

Die Silber-Edition prüfenZwei Handelsmodi und History Trading, monatlich kündbar. Ohne isolierte Strategien und Automation.

Was die Add-ons zusätzlich kosten

Die Zusatzmodule stammen überwiegend von fremden Anbietern und werden separat berechnet. Sie sind im Installations-Manager der Plattform bereits enthalten, ein zusätzlicher Download entfällt. Freigeschaltet wird nach dem Kauf.

Add-onVonPreis
VPOK BandprofilOrkan Kuyas45 Euro im Monat
MT ON Live-SignalOliver Najjar74 Euro im Monat
S.P.O.R.T. (Bot)Oliver Schwab79 Euro im Monat oder 699 Euro einmalig
Trader’s Club mit LiveChartDirk Hilgerab 35 Euro im Monat
XFrameHeiko Behrendtkostenlos
Kostenpflichtige Add-ons für den StereoTrader, Stand August 2026

Wer alles zusammenrechnet, landet schnell bei einem dreistelligen Monatsbetrag. Das ist der Punkt, an dem die Software teuer wird: nicht die Lizenz, sondern die Module. Für den Einstieg braucht keines davon dabei zu sein.

Bei welchen Brokern der StereoTrader kostenlos ist

Die Lizenz lässt sich umgehen. Mehrere Partner-Broker übernehmen die Gebühr für aktive Kunden und stellen die Freischaltung selbst aus. Die Bedingung ist überall dieselbe Idee, nur mit sehr unterschiedlichen Beträgen: ein kapitalisiertes Live-Konto beim jeweiligen Haus.

BrokerBedingung für die Gratis-LizenzAufsicht
TickmillKonto mit mindestens 100 Euro füllenCySEC (Zypern)
DarwinexKonto mit über 500 Euro füllenFCA (UK)
GBE brokersMindesteinlage 1.000 EuroCySEC / BaFin
AdmiralsKontogröße ab 4.000 EuroFCA (UK)
CMC Marketsaktives Konto, Antrag beim BetreuerFCA und BaFin
ActivTradesAntrag als bestehender KundeCySEC und BaFin
AMP FuturesFutures-Konto, nur noch über die US-GesellschaftNFA / CFTC (USA)
Partner-Broker mit kostenloser StereoTrader-Lizenz, Stand August 2026, Quelle jeweils die Broker-Seite

Der Sprung von 100 Euro bei Tickmill auf 4.000 Euro bei Admirals ist der größte Einzelunterschied in dieser Tabelle. Er relativiert sich aber: Tickmill kündigt die Lizenz wieder, wenn das Konto 30 Tage oder länger inaktiv bleibt. Die Gratis-Variante setzt also voraus, dass du tatsächlich handelst. Für jemanden, der zwei Trades im Monat macht, ist die gekaufte Lizenz der ehrlichere Weg.

Eine Einschränkung gehört zu AMP Futures: Der europäische Ableger AMP Global Ltd hat seine CySEC-Lizenz im September 2024 zurückgegeben und alle Kundenbeziehungen in Europa beendet. Genau über diese Gesellschaft lief bis dahin der Weg zu MetaTrader 5 und StereoTrader. Ein Konto läuft heute direkt bei der US-Gesellschaft in Chicago, in US-Dollar und ohne europäische Aufsicht.

FXFlat und JFD fallen weg

Zwei Namen, die in fast jedem deutschen StereoTrader-Ratgeber stehen, führen ins Leere. FXFlat gibt es nicht mehr. Die FXFlat Bank GmbH wurde von Trading 212 übernommen, das Unternehmen firmiert heute als Trading 212 EU GmbH in Ratingen. Die MetaTrader-Kunden gingen dabei nicht mit: Sie wurden im August 2025 an CMC Markets übergeben.

Genau daraus ist der neue Bezugsweg entstanden. CMC Markets führt den StereoTrader seit August 2025 als eigene Plattformseite und stellt ihn aktiven MT4- und MT5-Kunden kostenlos zur Verfügung. Für deutsche Trader ist das der einzige Partner unter BaFin-Aufsicht.

JFD ist der zweite Ausfall. Der Broker hat das CFD-Angebot für Privatkunden im April 2026 eingestellt, die Bestandskunden wurden zu GBE brokers übertragen. Die JFD Bank AG arbeitet heute ausschließlich im B2B-Geschäft, also mit Firmenkunden und Haftungsdach-Partnern. Ein Privatanleger kann dort kein CFD-Konto mehr eröffnen.

Kurios daran: Die Testen-Seite des Anbieters führt beide Broker weiterhin mit Logo und Demokonto-Link. Wer sich darauf verlässt, klickt auf ein Angebot, das es nicht mehr gibt. Für den Demo-Zugang bleiben Tickmill, Darwinex, TegasFX und Admirals.

StereoTrader Lizenz kostenlos: Bedingungen der Partner-Broker und Preise der Editionen im Vergleich
Beide Wege im Vergleich: Antippen öffnet die Grafik in voller Größe

Installation und Einrichtung

Der Weg ist kurz. Von der Startseite des Anbieters lädst du einen Installations-Manager herunter, eine kleine Datei von rund 75 Kilobyte. Ein Doppelklick startet die geführte Installation, der Manager findet den MetaTrader-Ordner selbst und legt die Software dort ab. Über denselben Manager laufen später auch alle Updates und die Freischaltung der Add-ons.

Danach steht der StereoTrader im Navigator-Bereich des MetaTraders unter Experten. Du ziehst den Eintrag auf das gewünschte Chartfenster, bestätigst die Abfrage mit OK, und die Oberfläche liegt im Chart. Unter Indikatoren findest du zusätzlich einige mitgelieferte Werkzeuge. Wichtig ist eine Kleinigkeit im MetaTrader selbst: Der Ein-Klick-Handel muss aktiviert sein, sonst laufen die Market-Orders ins Leere.

StereoTrader Haupt-Panel im MetaTrader mit Pool, Orderbereich und Farbbalken
Das Haupt-Panel des StereoTraders, eigener Screenshot

Eine Systemvoraussetzung solltest du vorher kennen: Der StereoTrader ist für Windows gebaut. Auf einem Mac läuft er nur über eine Windows-Umgebung, also Boot Camp, eine virtuelle Maschine oder einen Windows-VPS. Das bestätigt auch CMC Markets in der eigenen Anleitung. Eine Version für Smartphone oder Tablet gibt es nicht, und der Hersteller plant nach aktuellem Stand auch keine.

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Das Haupt-Panel und das Setup-Panel

Sichtbar sind zuerst das Haupt-Panel und zwei senkrechte Farbbalken am linken Chartrand. Über die Balken legst du Limit- und Stop-Orders per Drag and Drop direkt im Chart an. Market-Orders in Long- oder Short-Richtung gehen mit einem Klick in die jeweilige Kursanzeige oben. Das ist der Kern des Zeitgewinns: kein Ordertitel, kein Bestätigungsdialog, keine Maskenwechsel.

Im Abschnitt Pool hinterlegst du Grundeinstellungen, die für alle folgenden Orders gelten. Die Schalter SL, TP, TRL und BET entscheiden, welche dieser Vorgaben aktiv sind. TRL steuert den Trailing Stop, also ab welchem Kursabstand der Stop automatisch nachgezogen wird. BET legt fest, ab wann die Position auf Break-even abgesichert wird, wobei der Stop dann um den unter Break Even Plus eingestellten Betrag über den Einstieg rutscht.

Darunter liegen die Schalter, die dem MetaTrader am deutlichsten fehlen: Reset, Flat, die eingefärbten X für Long und Short sowie RV zum Drehen einer Position. Damit schließt oder drehst du mehrere Positionen gleichzeitig, statt sie einzeln abzuarbeiten. Eine Funktion nutze ich davon täglich: Ein Klick auf Flat mit gehaltener Steuerungstaste schließt die halbe Position, mit Shift ein Drittel. Für Teilverkäufe ist das der schnellste Weg, den ich kenne.

StereoTrader Flat-Button für Teilverkäufe mit Strg- und Shift-Taste
Teilverkäufe über den Flat-Button, eigener Screenshot

Das Setup-Panel öffnest du mit einem Klick auf das Logo links oben im Chart. Die meisten Grundeinstellungen kannst du unverändert lassen, drei Reiter lohnen den Blick. Unter Basis steht die Versionsnummer, dort startest du auch den Installations-Manager für ein Update. Unter Strategie vergibst du einen Namen für den aktiven Chart und speicherst ihn. Damit lassen sich für dasselbe Instrument in derselben Zeiteinheit mehrere getrennte Strategien führen, etwa eine für Scalping und eine für längere Haltephasen.

StereoTrader Setup-Panel mit den Grundeinstellungen unter dem Reiter Basis
Grundeinstellungen im Setup-Panel, eigener Screenshot

Der dritte Reiter Trading entscheidet über das Positionsmanagement. Vier Modi stehen zur Wahl: Stereo-Future als Voreinstellung verrechnet alles zu einer Position, wie im Future-Handel üblich. Stereo Hedge erlaubt Long- und Short-Positionen gleichzeitig im selben Chart. Single Hedge entspricht dem MT4-Standard, Single Net der Einzelverrechnung. Wer den Unterschied nicht kennt, bleibt beim Stereo-Future-Modus: Er zeigt nur einen Mischkurs mit einem Stop und einem Ziel und ist damit die übersichtlichste Variante.

Unter Layout liegen Chart-Themen und Panel-Designs. Das klingt nach Kosmetik, ist bei stundenlanger Bildschirmarbeit aber keine. Die Kombination aus beidem ergibt genug Varianten, um eine Darstellung zu finden, die auch nach sechs Stunden noch lesbar ist.

StereoTrader Chart-Themen und Panel-Designs im Layout-Reiter
Chart-Themen und Panel-Designs zur Auswahl, eigener Screenshot

Ein Ärgernis der Oberfläche gehört dazu: Bei kleinem Chartfenster sind nicht alle Reiter erreichbar, weil das Panel keine Scroll-Funktion hat. Wer den Reiter Chart sehen will, muss zuerst den Pool zuklappen. Auf einem einzelnen Notebook-Bildschirm merkt man das ständig, auf einem zweiten Monitor nie.

Die wichtigsten Funktionen im Praxistest

Der Funktionsumfang ist groß genug, dass ihn kaum ein Anwender ausschöpft. Vier Bereiche haben sich bei mir als die tatsächlich genutzten herausgestellt, und die schaue ich mir hier einzeln an. Alles Weitere, vom Estimator bis zum historischen Trading, steht im Handbuch des Anbieters.

Intelligente Orders: Stop und Ziel vor dem Broker verbergen

Setzt du im MetaTrader einen Stop Loss und einen Take Profit, liegen beide Marken beim Broker. Der Schalter MIT im Setup-Panel dreht das um. MIT steht für Market if touched: Der StereoTrader behält die Marke bei sich und schickt erst dann eine Market-Order an den Server, wenn der Kurs sie erreicht.

Der Haken ist offensichtlich und wird von Anwendern regelmäßig übersehen: Die Software muss dafür durchgehend laufen. Wer eine Position über Nacht hält und den Rechner ausschaltet, hat weder Stop noch Ziel im Markt. Für Positionen über mehrere Tage gehören diese Schalter deshalb aus, bevor die Order gesetzt wird. Nach Angaben des Entwicklers funktioniert der Mechanismus auch bei Latenzen über 100 Millisekunden, das ändert am Grundproblem aber nichts.

Im Reiter Order bearbeiten liegen die übrigen Ordertypen. CS löscht gleichgerichtete Orders bei Ausführung, CO alle Gegenorders, RV schließt nach Eröffnung alle Gegenpositionen, NT verrechnet sie in Höhe der Positionsgröße. NT arbeitet nur im Hedge-Modus, im Stereo-Future-Modus ist es abgeschaltet, weil die Verrechnung dort ohnehin automatisch läuft. Zusätzlich lässt sich eine offene Order nachziehen wie ein Stop: Der Wert PHL 1 im Feld Order-Trail schiebt eine Buy-Stop-Order im eingestellten Abstand über der letzten Kerze mit nach unten, solange der Kurs fällt.

Die strategische Order und ihr Averaging-Risiko

Die strategische Order liegt zwischen manuellem und automatisiertem Handel. Du wählst im gleichnamigen Reiter eine Strategie, entscheidest dich für Long oder Short, und der StereoTrader legt daraufhin fünf Limit-Orders und eine Stop-Order an. Stop Loss und Trailing Stop setzt die Software passend zur gewählten Strategie. Ich arbeite meist mit der volatilitätsabhängigen Variante 5x ATR/3, weil sie die Abstände an die Schwankungsbreite der jeweiligen Zeiteinheit anpasst.

Das Prinzip dahinter: Die vorgegebene Positionsgröße wird aufgeteilt, aus fünf Kontrakten werden fünfmal ein Kontrakt. Diese Teilorders greifen in der Korrektur eines Trends, daraus ergibt sich ein Mischkurs. Der Halten-Schalter startet die Order nach Abschluss der letzten Kerze automatisch neu, damit lässt sich ein Trend über Stunden begleiten.

Hier ist ein ehrlicher Warnhinweis fällig. Wer in eine Korrektur hinein nachkauft, verbilligt den Einstieg und vergrößert gleichzeitig die Position gegen den laufenden Kurs. Bricht der Trend, trifft der Stop eine größere Position als geplant. Viele kleine Gewinne können so von einem größeren Verlust eingesammelt werden. Die Auswahlliste enthält übrigens auch die Martingale-Strategie, bei der sich die Größe nach jedem Verlust verdoppelt. Davon rate ich ab, unabhängig von der Software.

Grid-Orders für Seitwärtsphasen

Die Grid-Order sieht der strategischen Order ähnlich und ist etwas anderes. Mit gedrückter Steuerungstaste klickst du in den Long- oder Short-Balken und bekommst ein Paket einzeln löschbarer Orders gestaffelt in den Markt. Eine Strategie steuert dabei nichts, Stop und Ziel kommen unverändert aus den Vorgaben im Haupt-Panel. Du könntest jede dieser Orders auch von Hand setzen, die Grid-Funktion beschleunigt nur die Eingabe.

Der Nutzen liegt in Seitwärtsphasen. Wenn niemand weiß, wo genau der Kurs dreht, baust du innerhalb einer Spanne eine Position auf, statt auf den einen richtigen Punkt zu warten. Im Reiter Terminal lassen sich Orderabstände und eine Progression der Ordergrößen einstellen. Von der Progression halte ich Abstand: Sie ist derselbe Mechanismus wie beim Nachkaufen, nur beschleunigt.

Auto-Exit, Automation und History Trading

Im Reiter Auto Exit legst du fest, wann die Software alles glattstellt. Auslöser können ein prozentualer Gewinn oder Verlust im Trade sein, ein Eigenkapitalwert oder eine Uhrzeit. Für Daytrader, die keine Position über den Handelsschluss halten wollen, ist das die einzige Einstellung, die man wirklich braucht.

Das vollständig automatisierte Trading nutze ich selbst nicht, weil ich die Kontrolle über das Geschehen behalten will. Möglich ist es: Über die Slots im Haupt-Panel lassen sich Filter und Strategien hinterlegen, die Software eröffnet dann selbstständig Positionen, sobald die Signale auslösen. Grundlage ist das Framework StereoMQL, mit dem sich Bots und Indikatoren gleichzeitig für MT4 und MT5 schreiben lassen, ohne den Code zu ändern. Für das Verteilen von Orders auf weitere Konten kommt zusätzlich Forex Copier als Trade Copier in Frage.

Beim History Trading handelst du in einem vergangenen Zeitraum, als wäre er live. Für das Backtesting eigener Regeln und vor allem zum Kennenlernen der Oberfläche ist das der schnellste Weg. Man muss nicht auf Kursbewegungen warten, um zu lernen, wo die Schalter liegen.

Ein Wort zur Werbung des Anbieters: Auf der Feature-Seite steht beim algobasierten Cluster-Trading eine Risikominderung bis zu 50 Prozent und eine Trefferquote von 90 Prozent. Beides ist eine Herstellerangabe ohne veröffentlichte Auswertung. Solche Zahlen hängen an Instrument, Zeiteinheit und Einstellungen und lassen sich nicht als Eigenschaft der Software lesen.

Die Limit-Pullback-Order: das Alleinstellungsmerkmal

Die Limit-Pullback-Order ist eine Limit-Order, die nicht sofort ausgeführt wird, wenn der Kurs sie erreicht. Sie wandert stattdessen mit dem Kurs weiter und wird erst aktiv, wenn er um einen vorher festgelegten Betrag zurückläuft.

Das klingt technisch, löst aber ein sehr konkretes Alltagsproblem. Ein Beispiel im DAX: Du setzt eine Short-Limit-Order bei 24.000 Punkten mit zehn Punkten Stop, weil du dort eine Abweisung erwartest. Der Kurs erreicht die Marke, die Position wird eröffnet, und dann schiebt sich der Kurs noch bis 24.020. Du bist ausgestoppt, obwohl die Idee stimmte.

Die Limit-Pullback-Order zieht das Limit stattdessen mit nach oben. Steht im Setup unter Terminal beim Punkt Limit Pullback der Standardwert 1, wird die Position erst bei 24.019 eröffnet, der Stop liegt dann bei 24.029. Aus einem Trade, der ausgestoppt wurde, wird einer mit 19 Punkten besserem Einstieg. Das Beispiel ist bewusst grob gerechnet, das Prinzip trägt aber über den Tag.

Die Funktion arbeitet in beide Richtungen. Ersetzt du den Take Profit durch eine Limit-Order, verbessert sich mit demselben Mechanismus der Ausstieg. Die Slippage, also die Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Ausführungskurs, dreht damit über den Tag summiert häufig ins Positive.

Sie ist kein Selbstläufer. Läuft der Kurs nach dem Erreichen der Marke sofort zurück, wirst du einen Punkt schlechter ausgeführt als mit einer normalen Limit-Order. Und wenn der Rücklauf gar nicht kommt, bleibt die Order offen und der Trade findet nicht statt. Der Vorteil ist statistisch, nicht garantiert. Wer bei jedem einzelnen Trade dabei sein muss, sollte den Wert klein halten oder die Funktion abschalten.

Bemerkenswert ist, dass CMC Markets die Funktion inzwischen unter eigenem Namen bewirbt und als Limit Pull und Limit Push beschreibt. Push bewegt die Order dabei vom Markt weg, wenn du auf einen besseren Einstieg wartest. Damit ist die Kernidee dieser Ordertypen bei einem BaFin-beaufsichtigten Broker angekommen, und nicht mehr nur bei einer Nischensoftware.

Add-ons und Zusatz-Terminals

Zwei Erweiterungen sind bereits in der Lizenz enthalten, die übrigen kosten extra. Bei den kostenpflichtigen lohnt der Blick auf den Urheber, denn dahinter stehen bekannte Namen aus der deutschen Trading-Szene, nicht der Hersteller selbst.

Scalping-Terminal und Trade-Session-Panel

Das Scalping-Terminal ist das Haupt-Panel auf Diät. Ein Klick auf den kleinen Pfeil links oben minimiert die Oberfläche zu einer schmalen Leiste am oberen Chartrand. Übrig bleiben Positionsgröße, Market-Order-Bereich, Schnellschluss-Schalter und ein Reverse-Button. Für den Sekundenhandel ist das die bessere Ansicht, weil der Chart wieder ganz sichtbar wird.

StereoTrader Scalping-Terminal als schmale Leiste am oberen Chartrand
Das Scalping-Terminal im minimierten Zustand, eigener Screenshot

Das Trade-Session-Panel klappst du über den Pfeil am rechten Rand des Haupt-Panels aus. Es zeigt den laufenden Trade und die Auswertung für Tag, Woche, Monat und Jahr: Anzahl der Trades, Ergebnis, Trefferquote und die aufgelaufene Slippage. Drei Schalter am unteren Rand setzen die Daten zurück, blenden die Trades im Chart ein oder exportieren alles als CSV-Datei. Wer ein Handelsjournal führt, spart sich damit das Abtippen.

StereoTrader Trade-Session-Panel mit Statistik zu Trades, Ergebnis und Slippage
Das Trade-Session-Panel mit der Auswertung, eigener Screenshot aus einer früheren Handelssession

XFrame: zwei Zeiteinheiten in einem Chart

XFrame stammt von Heiko Behrendt und kostet nichts. Nach der Installation liegt es im Navigator unter Indikatoren. Es legt die Kerzen einer zweiten Zeiteinheit über den laufenden Chart, die Deckkraft stellst du im Modul am unteren Rand ein. Bei mir liegen unter dem 5-Minuten-Chart immer die Stundenkerzen. Das erspart den Blick auf ein zweites Fenster, wenn man wissen will, wo die übergeordnete Struktur steht.

StereoTrader XFrame Add-on mit zwei Zeiteinheiten in einem Chartfenster
XFrame blendet die höhere Zeiteinheit in den Chart ein, eigener Screenshot

Die kostenpflichtigen Module

Das VPOK-Bandprofil kommt von Orkan Kuyas. Es rechnet das echte Volumen der Futures-Kontrakte in Echtzeit auf den CFD-Chart um und schließt damit eine bekannte Lücke: CFDs haben kein eigenes Volumen, die Zahlen des MetaTraders sind Tick-Zähler und keine gehandelten Stücke. Angezeigt werden Value Area, Point of Control und der volumengewichtete Durchschnittskurs.

Das MT ON Live-Signal stammt von Oliver Najjar und arbeitet nach der Dow-Theorie. Es markiert Signaltrend, Haupttrend und die 1-2-3-Punkte im Chart und liefert einen trendbasierten Trailing Stop. S.P.O.R.T. von Oliver Schwab ist dagegen ein vollautomatischer Bot und steht für Simplified Predefined Open Range Trading, also eine Ausbruchsstrategie aus der Eröffnungsspanne. PRIAX von Dirk Hilger analysiert Außenstäbe zur Erkennung von Trendfortsetzungen und gehört zum LiveChart-Paket.

Für alle gilt derselbe nüchterne Satz: Ein Add-on ersetzt keine Handelsentscheidung. Wer die zugrunde liegende Methode nicht kennt, kauft ein Signal, das er nicht einordnen kann. Mike Seidl und weitere Partner betreiben eigene Ausbildungsangebote rund um die Plattform, das ist der Weg, auf dem sich die Module erschließen.

Die S.P.O.R.T.-Strategie im Detail ansehenAutomatisierter Open-Range-Breakout von Oliver Schwab, als Monatsabo oder als Einmalkauf.

Vorteile und Nachteile des StereoTraders

Nach sieben Jahren Anwendung fällt die Bilanz eindeutig aus, sie ist aber nicht durchgehend positiv. Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was mir im täglichen Betrieb aufgefallen ist, und nicht, was auf der Herstellerseite steht.

Vorteile des StereoTraders

  • Geschwindigkeit: Über 35 Handelsaktionen mit einem Klick, dazu Teilverkäufe über eine gehaltene Taste. Im Sekundenhandel ist der Unterschied zum nackten MetaTrader deutlich.
  • Limit-Pullback-Order: Der Ordertyp existiert in dieser Form sonst kaum und verbessert Ein- wie Ausstiege über den Tag summiert messbar.
  • Bei aktivem Handel kostenlos: Mehrere Broker übernehmen die Lizenz, der günstigste schon bei einem dreistelligen Kontoguthaben. Die Software kostet dann nichts.
  • Isolierte Strategien: Mehrere Ansätze laufen auf demselben Instrument parallel, mit getrennten Orders und getrennter Statistik. Das kann der MetaTrader nicht.
  • Eigene Auswertung: Das Trade-Session-Panel zählt Trades, Ergebnis und Slippage mit und exportiert alles als CSV. Ein separates Journal-Tool wird dadurch oft überflüssig.
  • Volume-Mapping: Orderbuch und Volumenprofil des zugehörigen Futures werden auf den CFD-Chart umgerechnet. CFDs haben sonst keine belastbaren Volumendaten.

Nachteile des StereoTraders

  • Nur Windows: Auf einem Mac läuft die Software ausschließlich über Boot Camp, eine virtuelle Maschine oder einen Windows-VPS. Eine App für Smartphone oder Tablet gibt es nicht.
  • Dauerbetrieb nötig: MIT-Orders, Trailing Stops und die strategische Order arbeiten nur, solange das Programm läuft. Wer den Rechner abschaltet, hält eine Position ohne Absicherung.
  • Quartalsabrechnung bei Classic: Die monatliche Lizenz wird nach dem ersten Monat quartalsweise abgerechnet und ist nur zum Ende des Abrechnungszeitraums kündbar.
  • Einarbeitungszeit: Die Fülle an Reitern, Kürzeln und Schaltern überfordert am Anfang. Ohne Handbuch oder Video-Tutorials kommt niemand in ein paar Stunden zurecht.
  • Werbeversprechen ohne Beleg: Angaben wie 90 Prozent Trefferquote beim Cluster-Trading stehen auf der Anbieterseite ohne veröffentlichte Auswertung.
  • Veraltete Anbieterangaben: Die Testen-Seite führt weiterhin FXFlat und JFD, obwohl beide für Privatkunden nicht mehr erreichbar sind. Auch der Digistore-Eintrag nennt noch Version 2.5.

Support, Community und Updates

Hier hat sich seit der ersten Fassung dieses Berichts am meisten verändert, und die meisten Ratgeber haben es nicht mitbekommen. Jahrelang war die Facebook-Gruppe Traders Club StereoTrader die zentrale Anlaufstelle mit täglichem Live-Trading. Diesen Kanal hat Dirk Hilger Mitte 2024 eingestellt, ebenso die täglichen Verlinkungen im eigenen Blog. Das schreibt er selbst auf seiner Website.

Stattdessen läuft der Austausch heute über zwei Wege. Auf YouTube streamt Hilger seine Marktsicht und Live-Trades, der Kanal StereoTrading zählt 3.140 Abonnenten und 708 Videos, Stand August 2026. Dazu kommt ein Discord-Server, den er Mitte 2024 von Andreas Bernstein übernommen hat. Dort gibt es einen eigenen Kanal rund um die Software, in dem sich Anwender gegenseitig helfen.

Der technische Support läuft getrennt davon. Beim Kauf über Digistore24 ist der Hersteller zuständig, Anfragen gehen über das Kontaktformular der Anbieterseite. Wer die Lizenz über einen Partner-Broker bezieht, bekommt den Support von diesem Broker. Admirals nennt dafür deutschsprachige Erreichbarkeit an Börsentagen, Tickmill eine eigene Support-Adresse. Das ist ein echtes Argument für den Broker-Weg, gerade in der Einarbeitungsphase.

Updates kommen über den Installations-Manager. Liegt eine neue Fassung vor, meldet das Programm es selbst. Aktuell ist Version 2.9 mit Verbesserungen für den Futures-Handel, neuen Ordertypen und dem automatisierten Cluster-Trading. Die Entwicklung läuft also weiter, auch wenn die Marketingseiten des Anbieters an manchen Stellen älter sind als die Software.

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Fazit: für wen sich der StereoTrader lohnt

Der StereoTrader löst ein reales Problem. Der MetaTrader ist als Plattform für Analyse und automatisierten Handel gebaut, nicht für schnelles manuelles Trading. Genau diese Lücke füllt die Erweiterung, und sie tut es gründlicher als jedes andere Werkzeug, das ich für den MetaTrader kenne. Ich arbeite seit 2019 damit und würde nicht zurückwechseln wollen.

Das heißt nicht, dass er für jeden passt. Wer zwei oder drei Swing-Trades im Monat macht und Positionen über Tage hält, gewinnt durch die Software praktisch nichts und büßt beim Dauerbetrieb sogar etwas ein. Wer auf einem Mac oder mobil handeln will, kommt gar nicht erst zum Zug. Und wer noch dabei ist, eine Strategie zu finden, sollte diese Arbeit erledigen, bevor er eine Oberfläche mit vier Handelsmodi und fünfzehn Ordertypen dazustellt.

Passend ist die Software für Daytrader und Scalper, die mehrere Stunden am Bildschirm sitzen, im Intraday-Bereich mit CFDs, Forex oder Futures arbeiten und ihre Ausführung als Kostenfaktor begreifen. Für diese Gruppe amortisiert sich die Lizenzgebühr schnell, und über einen der Partner-Broker entfällt sie ohnehin.

Mein Rat für den Einstieg: erst ein Demokonto bei einem Partner-Broker eröffnen und die Oberfläche im History Trading kennenlernen, ohne auf Kurse zu warten. Danach entscheiden, ob Silber reicht oder Classic nötig ist. Der Weg über den Broker ist dabei fast immer der günstigere, solange du regelmäßig handelst. Weitere Werkzeuge für die Chartarbeit findest du in unserem Überblick zur Trading Software.

Lizenz und Demo-Zugang beim Anbieter prüfenAlle drei Laufzeiten der Classic Edition auf der Kaufseite, dazu der Test über ein autorisiertes Demokonto.

Häufige Fragen zum StereoTrader

Was kostet der StereoTrader?

Die Classic Edition kostet 29,90 Euro im Monat, 299 Euro im Jahr oder 999 Euro einmalig. Die kleinere Silber-Edition liegt bei 9,90 Euro monatlich, 99 Euro im Jahr oder 333 Euro einmalig. Bei der monatlichen Classic-Lizenz rechnet Digistore24 nach dem ersten Monat quartalsweise mit 89,70 Euro ab.

Wo kann ich den StereoTrader herunterladen?

Der Download läuft über den Installations-Manager auf stereotrader.eu. Die Datei ist rund 75 Kilobyte groß, findet den MetaTrader-Ordner selbst und installiert die Software dort hinein. Derselbe Manager liefert später auch Updates und schaltet gekaufte Add-ons frei.

Bei welchen Brokern gibt es den StereoTrader kostenlos?

Die Lizenz übernehmen unter anderem Tickmill ab 100 Euro Kontokapital, Darwinex ab 500 Euro, GBE brokers ab 1.000 Euro und Admirals ab 4.000 Euro. CMC Markets stellt die Software allen aktiven MT4- und MT5-Kunden zur Verfügung, die Freischaltung läuft dort über den Kundenbetreuer.

Gibt es den StereoTrader noch bei FXFlat oder JFD?

Nein. Die FXFlat Bank wurde von Trading 212 übernommen, ihre MetaTrader-Kunden gingen im August 2025 an CMC Markets. JFD hat das CFD-Geschäft für Privatkunden im April 2026 eingestellt und die Kunden zu GBE brokers übertragen. Beide Broker führt die Anbieterseite zwar noch auf, erreichbar sind sie für Privatkunden nicht mehr.

Was unterscheidet die Silber-Edition von der Classic Edition?

Die Silber-Edition bringt zwei der vier Handelsmodi mit, nämlich Stereo-Future und Single Hedge, dazu die erweiterten Ordertypen, die Trailing-Varianten und das History Trading. Es fehlen die isolierten Strategien, die Vollautomatisierung über die API, das Volume-Mapping und das erweiterte Charting.

Läuft der StereoTrader auf einem Mac oder als App?

Die Software ist für Windows gebaut. Auf einem Mac funktioniert sie nur über Boot Camp, eine virtuelle Maschine oder einen Windows-VPS. Eine mobile App für Smartphone oder Tablet gibt es nicht, und der Hersteller kündigt auch keine an.

Wie kann ich den StereoTrader testen?

Zum unbegrenzten Testen brauchst du ein Demokonto bei einem autorisierten Partner-Broker, aktuell Tickmill, Darwinex, TegasFX oder Admirals. Ohne diese Lizenz arbeitet die Software an fremden Demokonten nicht. Wer sie an einem beliebigen Broker testen will, braucht eine gekaufte Lizenz.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading und handelt seit 1978 an den Finanzmärkten. Er arbeitet diskretionär nach Price Action, also ohne mechanisches Handelssystem, und ist in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten aktiv.

Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Den StereoTrader nutzt er seit 2019 im eigenen Handel. Für diese Fassung hat er zusätzlich die Kaufseite des Anbieters, die Bestellformulare bei Digistore24 und die Konditionen von sieben Partner-Brokern einzeln geprüft und dabei zwei Broker gefunden, die im deutschen Netz weiter als Bezugsquelle empfohlen werden, obwohl sie für Privatkunden nicht mehr erreichbar sind.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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