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AgenaTrader Software im Test: Erfahrungen, Kosten und Versionen 2026

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

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23 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Wer heute nach dem AgenaTrader sucht, findet im Netz überwiegend Texte, die eine Produktwelt beschreiben, die es so nicht mehr gibt. Die Rede ist von einer Basis-Version und einer teureren Andromeda-Version, beide als Einmalkauf, dazu ein Dutzend Add-Ons zum Festpreis. Der Hersteller hat diese Struktur inzwischen abgeräumt. Übrig geblieben sind zwei Lizenzstufen, und eine davon kostet nichts.

Dieser Test schaut deshalb zuerst auf das, was sich geändert hat, und danach auf die Funktionen. Grundlage sind der Preisstand im offiziellen Shop, die technische Dokumentation des Herstellers, das Impressum der AgenaTrader GmbH sowie die Seiten der Partnerbroker. Alle Preise habe ich am 22. August 2026 direkt im Shop geprüft, nicht aus älteren Quellen übernommen.

Ein Hinweis vorweg: Ich handele diskretionär nach Price Action und bin kein Systemtrader. Der AgenaTrader ist im Kern eine Halbautomatik-Plattform. Ich bewerte sie deshalb von außen, aus der Sicht eines Traders, der Charts liest und Orders selbst setzt. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

AgenaTrader: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Zwei Versionen statt vier: Es gibt nur noch Andromeda SIM und Andromeda. Die frühere Basis-Version für 890 Euro ist aus dem Programm verschwunden.
  • Die Vollversion ist gratis, solange du simuliert handelst: Andromeda SIM kostet 0 Euro und hat den vollen Funktionsumfang, erlaubt aber nur Demokonten und AgenaBroker-Konten.
  • Live-Handel mit fremden Brokern kostet Miete: Andromeda Multibroker liegt bei 99 Euro im Monat, 269 Euro im Quartal oder 1.790 Euro einmalig.
  • Über zwei Partnerbroker gibt es die Lizenz umsonst: AgenaBroker und CapTrader stellen die SingleBroker-Lizenz bei kapitalisiertem Konto kostenfrei. Die früher genannten Partner FXFlat, FXCM und XTB tun das nicht mehr.
  • Windows-Pflicht: Der Hersteller nennt Windows 10 und 11. Auf dem Mac läuft die Software laut Dokumentation nur in einer virtuellen Maschine.

Was ist der AgenaTrader?

Der AgenaTrader ist eine Windows-Handelsplattform der österreichischen AgenaTrader GmbH, die Charting, Marktscanner, Order-Verwaltung und halbautomatisches Trade-Management in einer Oberfläche zusammenfasst und sich über Technologieanbieter wie Interactive Brokers oder Rithmic an verschiedene Broker anbinden lässt.

Hinter der Software steht keine deutsche Firma, sondern die AgenaTrader GmbH mit Sitz in Wien. Das Impressum nennt den Kärntnerring 5-7 in 1010 Wien, als Geschäftsführer Manuel Sonnleithner und als Registergericht das Handelsgericht Wien. Das ist für die Praxis relevant: Bei Vertragsfragen gilt österreichisches Recht, nicht deutsches.

Die Plattform verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Chartsoftware. Der AgenaTrader will den kompletten Weg vom Signal bis zum verwalteten Trade abbilden, nicht nur den Chart zeichnen. Du definierst per Klick ein Setup aus Einstieg, Stop und Ziel, die Software erkennt das Signal im Scanner und übernimmt anschließend das Nachziehen der Stops. Der Hersteller nennt diesen Teil AgenaTrader++. Einen ähnlichen Anspruch verfolgt Investox, das ebenfalls aus dem deutschsprachigen Raum kommt.

AnbieterAgenaTrader GmbH
SitzKärntnerring 5-7, 1010 Wien, Österreich
GeschäftsführerManuel Sonnleithner
FirmenbuchFN 222844 m, Handelsgericht Wien
VersionenAndromeda SIM (kostenlos), Andromeda (Mietlizenz)
BetriebssystemWindows 10 und 11, Mac nur per virtueller Maschine
ProgrammierspracheAgenaScript auf Basis von C#
Broker-AnbindungInteractive Brokers, Rithmic, Gain Futures, MetaTrader 5, AMP, Dukascopy, FXCM
DatenfeedsBarChart, IQFeed, AgenaTick (Lenz+Partner)
Eigener BrokerAgenaBroker, vertraglich gebundener Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG
SupportTicketsystem in der Plattform, Discord-Community, Online-Dokumentation

AgenaTrader Workspace mit Scanner-Liste, Multi-Timeframe-Charts und Order-Manager in einer Oberfläche
Ein Arbeitsplatz im AgenaTrader: links die Scanner-Liste, in der Mitte dasselbe Instrument in mehreren Zeiteinheiten, unten Order-Manager und Alarme (Abbildung des Herstellers).

Der offizielle Einstieg läuft über agenatrader.com, die Preise stehen im separaten Shop. Wer die Software nur testen will, braucht kein Angebot anzufordern: Die Vollversion für Demokonten ist ein regulärer Download.

Was sich seit dem letzten Test geändert hat

Der AgenaTrader ist eine der Plattformen, bei denen ein Zahlen-Update am eigentlichen Punkt vorbeigehen würde. Nicht die Preise sind gestiegen oder gefallen, sondern das Geschäftsmodell ist ein anderes. Aus dem Lizenzverkauf ist ein Mietmodell mit Broker-Anbindung geworden.

Die folgende Tabelle stellt den alten Stand dem heutigen gegenüber. Links steht, was jahrelang in Testberichten zu lesen war, rechts der geprüfte Stand vom August 2026.

BereichFrüherHeute
VersionenBasis und AndromedaAndromeda SIM und Andromeda
EinstiegEinmalkaufkostenlose Vollversion
VollversionEinmalkaufMiete, monatlich kündbar
Add-OnsEinmalkaufmeist Monats- oder Quartalsabo
Gratis-LizenzenCapTrader, FXFlat, FXCM, XTBAgenaBroker, CapTrader
TradersYardSocial TradingProp-Firma mit Challenges
Eigener BrokerkeinerAgenaBroker seit 2023

Zwei Punkte daraus verdienen eigene Abschnitte, weil sie die Einordnung der ganzen Plattform verschieben: der eigene Broker und die Verwandlung von TradersYard. Beide finden sich weiter unten.

AgenaTrader Andromeda: Versionen und Kosten 2026

Die Preisfrage ist beim AgenaTrader die am häufigsten gestellte und zugleich die am schlechtesten beantwortete. Der Hersteller listet die Preise nicht auf der Produktseite, sondern in einem separaten Shop unter shop.agenatrader.com. Wer nur die Hauptseite liest, findet keine einzige Zahl.

Die offizielle Dokumentation ist an dieser Stelle eindeutig. Sie nennt zwei Lizenzversionen, und beide tragen den Namen Andromeda. Die frühere Vierteilung in Mercury, Neptune, Andromeda und Galaxy ist Geschichte, ebenso die Basis-Version. In einem älteren Doku-Kapitel taucht der Begriff „Basic” noch auf, was einen Pflegerückstand in der Dokumentation zeigt und kein aktuelles Produkt.

Andromeda SIM: die kostenlose Vollversion

Andromeda SIM ist die kostenlose Standardlizenz des AgenaTrader, die den vollen Funktionsumfang der Plattform bietet, aber ausschließlich den Handel auf Demokonten und auf Konten von AgenaBroker erlaubt.

Das ist die wichtigste Neuerung und in dieser Klarheit selten bei kostenpflichtiger Software. Du bekommst nicht eine abgespeckte Testversion, sondern die komplette Plattform. Scanner, Risiko- und Moneymanagement, Signal Builder, Backtesting: alles vorhanden. Die Grenze liegt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Frage, wo das Geld liegt.

Für die Praxis heißt das: Wer eine Strategie entwickeln, testen und über Monate beobachten will, zahlt dafür nichts. Erst wenn du mit einem eigenen Broker live gehen willst, beginnt die Miete. Ehrlich benannt gehört dazu die Kehrseite: Ein Simulationskonto beantwortet die entscheidende Frage nicht, nämlich wie sich deine Orders bei echter Slippage und echtem Spread verhalten.

Andromeda: die Mietlizenz für den Live-Handel

Sobald ein fremder Broker ins Spiel kommt, wird die Lizenz kostenpflichtig. Der Shop führt drei Abrechnungsvarianten für die Multibroker-Lizenz, die alle unterstützten Broker gleichzeitig freischaltet.

LizenzAbrechnungPreis
Andromeda SIMeinmalig0 €
Andromeda SingleBrokermonatlich49 €
Andromeda Multibrokermonatlich99 €
Andromeda Multibrokerquartalsweise269 €
Andromeda Multibrokereinmalig (Lifetime)1.790 €

AgenaTrader Kosten im offiziellen Shop mit Andromeda Multibroker monatlich, quartalsweise und als Lifetime-Lizenz
Die aktuellen AgenaTrader Preise stehen ausschließlich im Shop des Herstellers, nicht auf der Produktseite (Stand: 22. August 2026).

Rechne die Varianten einmal gegeneinander, bevor du dich festlegst. Die Quartalszahlung spart gegenüber der Monatsmiete rund ein Zehntel, die Lifetime-Lizenz rentiert sich nach gut 18 Monaten durchgehender Nutzung. Wer nur saisonal handelt oder in Phasen pausiert, fährt mit der Monatsmiete besser, weil sie kündbar ist.

Die SingleBroker-Variante bindet dich an einen einzigen Broker. Der Shop führt sie für CapTrader, Tickmill, XTB und FXFlat. Bei FXFlat ist dabei Vorsicht angebracht, dazu weiter unten mehr.

SingleBroker kostenlos über einen Partnerbroker

Es gibt einen Weg, die Lizenz für den Live-Handel ohne Miete zu bekommen. Zwei Broker stellen die SingleBroker-Lizenz kostenfrei zur Verfügung, sobald das Konto kapitalisiert ist: der hauseigene AgenaBroker und CapTrader.

Das ist bemerkenswert, weil viele Testberichte hier vier Broker nennen. Auf der aktuellen Partnerseite des Herstellers stehen nur noch diese beiden. FXFlat, FXCM und XTB sind aus der Gratis-Liste verschwunden, obwohl XTB und FXFlat weiterhin als kostenpflichtige SingleBroker-Option für 49 Euro im Monat angeboten werden.

Wirtschaftlich ist der Partnerweg für aktive Trader die naheliegende Wahl. Die Lizenzkosten wandern damit in den Spread und die Kommission, statt separat abgerechnet zu werden. Der Preis dafür ist die Brokerbindung: Wer den Broker wechselt, verliert die Lizenz.

Was die Add-Ons kosten

Bei den Zusatzmodulen hat der Hersteller genauso umgestellt. Früher kostete ein Add-On zwischen 90 und 1.790 Euro einmalig, heute laufen die meisten als Abo. Der Shop führt derzeit rund zwei Dutzend Module.

Add-OnAbrechnungPreis
Advanced Volume Analysismonatlich19 €
Commitment of Traders Analysismonatlich19 €
DowTheory Analysismonatlich19 €
Correlation Matrixmonatlich39 €
Seasonality Analysismonatlich35 €
Ruhnau Turningpointsmonatlich89 €
Rimes RangeBar Sniperquartalsweise199 €
Goersch Trend Setupseinmalig499 €
MTOn Live Signaleinmalig1.590 €

AgenaTrader Correlation Matrix mit farbcodierten Korrelationswerten für Währungspaare
Die Correlation Matrix ist eines der Module, die es früher nicht gab: Grün steht für Gleichlauf, Rot für gegenläufige Paare (Abbildung des Herstellers).

Das Bild dahinter ist unübersichtlicher, als die Tabelle vermuten lässt. Die Hausmodule des Herstellers laufen im Abo, die Module externer Entwickler meist als Einmalkauf. Dazu kommt eine dritte Ebene: Komplettpakete unter dem Namen „AgenaTrader +”, die Plattform und Add-On bündeln und zwischen 1.680 und 2.390 Euro kosten. Nicht jedes Fremdmodul, das für den AgenaTrader beworben wird, ist dort auch erhältlich: Das Markttechnik-Addon MT ON LIVE SIGNAL stand im September 2026 nicht im verlinkten Partnershop, wie unser Test von Markttechniktrading.de zeigt.

Sieben Module aus älteren Testberichten findest du im Shop überhaupt nicht mehr. Verschwunden sind unter anderem die Elliott-Wellen-Werkzeuge von Rüdiger Born, das LocationPoint-Paket, beide Markttechnik-Module und die Candlestick-Erkennung nach Steve Nison. Wer wegen eines dieser Module über den AgenaTrader nachdenkt, sollte vorher beim Support nachfragen.

Funktionen im Detail

Charting und technische Analyse

Beim Charting deckt die Plattform den üblichen Umfang ab und geht an zwei Stellen darüber hinaus. Der Multi-Time-Frame lädt ein Instrument in bis zu vier Zeiteinheiten gleichzeitig, was beim Abgleich von Tages- und Intraday-Struktur Zeit spart. Dazu kommen über 150 Indikatoren und ein umfangreicher Satz Zeichenobjekte, deren Eigenschaften sich als Template speichern lassen.

AgenaTrader Chart Gallery zeigt eine komplette Instrumentenliste als Chartraster
Die Chart Gallery legt eine ganze Instrumentenliste als Raster nebeneinander, hier die Werte des Nasdaq 100 (Abbildung des Herstellers).

Praktisch finde ich die dynamischen Indikatoren. Sie erscheinen nur dann im Chart, wenn du sie brauchst, und verschwinden danach wieder. Wer mit vielen Instrumenten arbeitet, spart sich damit das ständige Aufräumen der Charts. Der Nutzen hängt allerdings davon ab, wie diszipliniert du deine Workspaces einrichtest.

Neu hinzugekommen ist die Chart Gallery, die ganze Instrumentenlisten als Chartraster darstellt. Der Hersteller wirbt damit, dass sich so hunderte Charts im Blick behalten lassen. Für Swingtrader mit breiter Watchlist ist das der eigentliche Zeitgewinn, für Daytrader auf zwei oder drei Instrumenten dagegen überflüssig.

Order-Verwaltung und Chart-Trading

Die Order-Seite ist die traditionelle Stärke der Software. Du handelst direkt aus dem Chart, wahlweise über den QuickTrader oder über das DOM, also die Orderbuchtiefe mit den offenen Kauf- und Verkaufsaufträgen. Komplexe Orderkonstrukte lassen sich als Vorlage speichern und wiederverwenden, darunter OCO, IfDone und ORO. Wie du das DOM im laufenden Handel auswertest, steht im Beitrag zum Orderbuch Trading.

AgenaTrader Chart-Trading mit Ordermenü für Market, Limit und Stop direkt im Chart
Orders entstehen im Chart selbst. Neben den Standardorders stehen die AT++-Varianten bereit, die das Trade-Management anschließend übernehmen (Abbildung des Herstellers).

An einer Stelle ist die Dokumentation angenehm ehrlich, und dieser Punkt gehört in jeden Test: Der AgenaTrader führt Orders nicht selbst aus. Die Software meldet nur zurück, was der Broker ausgeführt hat. Weichen die Kurse deines Datenfeeds von den Quotes des Brokers ab, passen Ein- und Ausstiegspreise nicht zum Chart. Der Hersteller empfiehlt deshalb, die Plattform des Brokers parallel laufen zu lassen.

Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein struktureller Nachteil aller Multibroker-Plattformen. Wer den Datenfeed eines Drittanbieters nutzt, handelt faktisch auf zwei Kursquellen. Für Scalping auf engen Spreads ist diese Konstruktion problematisch, für Swingtrading auf Tagesbasis spielt sie kaum eine Rolle. Welche Börsen ein solcher Drittanbieter in Echtzeit liefert, haben wir am Beispiel der Infront Marktdaten nachgezählt.

Scanner, Notifier und Trading Journal

Der Realtime-Scanner durchsucht hunderte Werte parallel und markiert das Instrument, sobald ein Signal auftritt. Ein Klick auf das Signal legt die zugehörige Strategie samt Risikomanagement direkt in den Chart. Ergänzend gibt es einen End-of-Day-Screener für über 7.000 US-Aktien, der auch Fundamentaldaten einbezieht.

Der Echtzeit-Scanner prüft laufende Kurse und meldet Signale während der Handelszeit, der End-of-Day-Screener wertet abgeschlossene Tageskerzen aus und liefert eine Vorauswahl für den nächsten Handelstag.

Der Unterschied ist im Alltag entscheidend: Der eine gehört zum Daytrading, der andere zur Abendvorbereitung. Zwei Werkzeuge sind seit den älteren Testberichten dazugekommen. Der Notifier schickt dir Benachrichtigungen, wenn eine konfigurierte Bedingung eintritt, sodass die Software nicht dauerhaft beobachtet werden muss. Das Trading Journal Pro protokolliert jeden Trade automatisch samt Risikokennzahlen. Wer sein Trading Journal bisher per Tabelle führt, spart sich damit die Handarbeit.

AgenaTrader++: halbautomatisches Trade-Management

AgenaTrader++ ist die Halbautomatik der Plattform, die ein per Klick definiertes Setup aus Einstieg, Stop und Ziel überwacht, die Positionsgröße aus dem hinterlegten Risiko berechnet und Stops nach festen Regeln nachzieht.

Hier liegt der eigentliche Verkaufsgrund der Software, und hier trennt sich auch die Zielgruppe. Du gibst die Trade-Verwaltung an ein Regelwerk ab, statt jeden Stop selbst zu setzen. Der Signal Builder erlaubt dabei die Kombination von Bedingungen per Drag-and-Drop, ohne dass du programmieren musst. Auch UND-, ODER- und XOR-Verknüpfungen entstehen per Klick.

AgenaTrader Signal Builder mit MACD-Bedingung ohne Programmierung
Im Signal Builder entsteht eine Einstiegsbedingung per Klick, hier ein MACD-Kreuzen nach oben. Links der Baum aller verfügbaren Bausteine (Abbildung des Herstellers).

Für mich als diskretionären Trader ist das der Punkt, an dem ich innehalte. Ein Regelwerk kann den Stop nachziehen, aber es sieht nicht, dass die Kerze gerade in eine Liquiditätszone läuft. Wer nach Price Action handelt, gibt hier einen Teil der Entscheidung ab, für den er eigentlich am Chart sitzt. Für regelbasierte Trader ist genau das der Vorteil, weil es emotionale Eingriffe ausschließt.

Das integrierte Risikomanagement rechnet die Positionsgröße laufend gegen das eingesetzte Kapital. Diese Funktion halte ich für den unterschätzten Teil des Pakets, weil sie den häufigsten Anfängerfehler technisch verhindert: die zu große Position nach einer Verlustserie.

AgenaScript, C# und Visual Studio

Wer eigene Indikatoren oder vollautomatische Strategien bauen will, nutzt AgenaScript. Die Sprache leitet sich von C# ab, die Plattform selbst ist in C# .NET mit Plug-in-Architektur geschrieben. Über eine Schnittstelle lässt sich Visual Studio anbinden, samt Debugging und Code-Vervollständigung.

Ein Detail aus der Dokumentation ist für Umsteiger wichtig und steht in kaum einem Test: AgenaScript ähnelt der NinjaTrader-Sprache NinjaScript so weit, dass sich Code bis zu einem gewissen Grad importieren lässt. Wer aus der NinjaTrader-Welt kommt und dort eigene Indikatoren gebaut hat, startet also nicht bei null. Die Einschränkung „bis zu einem gewissen Grad” stammt vom Hersteller selbst und sollte ernst genommen werden.

Das eingebaute Backtesting wurde laut Anbieter zusammen mit der RWTH Aachen entwickelt. Diese Angabe stammt aus dem Marketingmaterial und lässt sich von außen nicht überprüfen. Wie belastbar ein Backtest ist, entscheidet ohnehin die Datenqualität und nicht der Entwickler, wie jeder weiß, der einmal Backtesting auf lückenhaften Tickdaten betrieben hat.

Broker und Datenfeeds: was heute noch angebunden ist

Hier ist die Liste in älteren Testberichten am weitesten von der Realität entfernt. Dort stehen bis zu 16 Broker, darunter Namen, die es unter dieser Marke nicht mehr gibt. Die aktuelle Dokumentation führt drei direkt angebundene Broker und vier Technologieanbieter.

ZugangAnbieter
Direkt angebundenAMP, Dukascopy, FXCM
TechnologieanbieterInteractive Brokers, Rithmic, Gain Futures, MetaTrader 5
DatenfeedsBarChart, IQFeed, AgenaTick (Lenz+Partner)

Der Weg über die Technologieanbieter ist dabei der wichtigere. Unterstützt der AgenaTrader eine Infrastruktur, kannst du jeden Broker nutzen, der darauf aufsetzt. Über Interactive Brokers laufen damit auch dessen Whitelabel-Partner, also unter anderem CapTrader und AgenaBroker. Die Anbindung an MetaTrader 5 ist neu hinzugekommen und öffnet die Plattform für Forex-Broker.

Nicht mehr in der Dokumentation stehen dagegen CQG, Ally Invest, Foremost Trading, Stage Five, RJO’Brien, Trade Futures 4 Less und Hantec Markets. Auch Optimus Futures taucht nicht mehr als eigener Eintrag auf, ist über Rithmic aber weiterhin erreichbar. Aus einer langen Namensliste ist eine kurze Infrastrukturliste geworden, was die Sache für den Leser eher einfacher macht.

Ein Sonderfall ist FXFlat. Der Shop bietet die SingleBroker-Lizenz für diesen Broker weiterhin an, doch die Marke existiert so nicht mehr: Die Domain fxflat.com leitet heute per 301-Weiterleitung auf trading212.com weiter. Trading 212 hatte die FXFlat Bank GmbH im August 2024 übernommen. Die MetaTrader-Konten gingen ein Jahr später an CMC Markets, die TWS-Konten an WH Selfinvest. Wer diese Lizenzvariante kaufen will, sollte vorher klären, worauf sie sich heute bezieht.

Bei den Datenfeeds bleibt es bei drei Optionen. AgenaTick stammt von Lenz+Partner, dem Anbieter hinter Tai-Pan, und ist sowohl als Echtzeit- als auch als End-of-Day-Feed verfügbar. Die Feed-Kosten stehen im Shop nicht als Zahl, sie werden erst im Bestellprozess sichtbar.

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AgenaBroker: der eigene Broker der AgenaTrader GmbH

Die größte Veränderung fehlt in den meisten Testberichten komplett. Der Softwarehersteller ist seit 2023 selbst als Broker unterwegs, unter der Marke AgenaBroker und auf Basis der Technologie von Interactive Brokers.

Wer dort ein Konto eröffnet oder überträgt und es kapitalisiert, bekommt die AgenaTrader-Vollversion kostenfrei dazu. Der Anbieter beziffert das mitgelieferte Add-On-Paket mit einem Wert von 7.280 Euro und nennt darin unter anderem DowTheory, Saisonalitätsanalyse, CoT-Report, CorrelationMatrix und Trading Journal Pro. Diese Wertangabe ist eine Herstellerangabe und entspricht dem Listenpreis, nicht einem Marktwert.

Rechtlich ist die Konstruktion genau anzusehen, und das ist der Punkt, an dem viele Leser hängenbleiben. Der Softwarehersteller ist nämlich kein Wertpapierinstitut mit eigener BaFin-Erlaubnis.

Die AgenaTrader GmbH betreibt die Depotvermittlung als vertraglich gebundener Vermittler nach § 3 Abs. 2 des Wertpapierinstitutsgesetzes und arbeitet unter der Haftung der Innovative Investment Solutions GmbH aus Darmstadt, die über die erforderliche BaFin-Erlaubnis verfügt.

Die BaFin-Vermittlernummer lautet 80180688. Wichtig ist die Abgrenzung: Dieses Haftungsdach gilt ausschließlich für den Brokerbereich, nicht für die Softwareseite. Das Impressum von agenatrader.com stellt ausdrücklich klar, dass die dortigen Angebote nicht unter diese Haftung fallen. Wer also Software kauft, hat einen anderen rechtlichen Rahmen als wer ein Depot eröffnet.

Für die Einordnung des ganzen Tests heißt das: Der Hersteller hat ein wirtschaftliches Interesse daran, dass du über seinen eigenen Broker handelst. Die kostenlose Vollversion für AgenaBroker-Konten ist aus dieser Perspektive kein Geschenk, sondern ein Akquiseinstrument. Das macht es nicht schlecht, du solltest es beim Rechnen nur mitdenken.

TradersYard ist heute eine Prop-Firma

Kaum ein Punkt zeigt das Alter der kursierenden Testberichte so deutlich wie dieser. Dort steht, TradersYard sei das soziale Tradernetzwerk des AgenaTrader, mit Gruppen, Leaderboards sowie Voice-, Webcam- und Screensharing. Das war einmal richtig.

Genutzt haben das Netzwerk damals auch Trading-Schulen. Markus Gabel betrieb dort 2022 eine eigene Gruppe, den DowHow Live Trading Room. Heute verlinkt er TradersYard nur noch als Partner. Wie sich sein heutiges Angebot DowHow Trading verändert hat, steht in unserem Testbericht.

TradersYard ist heute eine Prop-Firma, die Handels-Challenges mit simuliertem Kapital anbietet und Trader nach bestandener Prüfung an den Gewinnen des Demokontos beteiligt.

TradersYard tritt heute als Prop-Firma mit Handels-Challenges und simuliertem Kapital auf
Aus dem Social-Trading-Netzwerk des AgenaTrader ist eine Prop-Firma geworden (Stand: 22. August 2026).

Die Seite wirbt mit 1-Step- und 2-Step-Challenges, Instant Funding, bis zu 300.000 Dollar simuliertem Kapital und einem Gewinnanteil von bis zu 100 Prozent. Mit der Software hat das inhaltlich nichts mehr zu tun.

Auffällig ist, dass TradersYard inzwischen eine eigene Handelsoberfläche mitbringt, samt Web-Terminal und Apps für iOS und Android. Die Challenges laufen also nicht über den AgenaTrader, sondern über eine getrennte Plattform. Auf der Startseite von agenatrader.com bebildert der Hersteller die Kachel „Platform Features” trotzdem mit einem Screenshot dieser TradersYard-Oberfläche.

Einen Rest der alten Verbindung gibt es noch: Der AgenaTrader-Shop nutzt TradersYard weiterhin als Login-System. Wer dort ein Produkt kauft, meldet sich mit dem TradersYard-Konto an. Die inhaltliche Verzahnung mit der Software ist damit aber auf die Kontoverwaltung geschrumpft.

Ein Detail aus dem Kleingedruckten der Seite gehört dazu, weil es die Erwartung geradezieht. Alle Konten sind laut Anbieter Demokonten mit virtuellem Kapital, der Handel findet in einer simulierten Umgebung statt. Das ist bei Prop Trading branchenüblich, überrascht aber jeden, der die Challenge für ein echtes Handelskonto hält.

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Systemanforderungen: Windows-Pflicht und die Mac-Frage

„Agenatrader mac” gehört zu den häufigsten Suchanfragen rund um die Software, und die Antwort ist unbequem. Der AgenaTrader läuft nativ nur unter Windows. Die aktuelle Dokumentation nennt Windows 10 und 11 als unterstützte Systeme und ergänzt für Apple-Rechner ausdrücklich den Zusatz, dass der Betrieb nur über eine virtuelle Maschine möglich ist.

KomponenteMinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 10 oder 11 (64 Bit)Windows 10 oder 11 (64 Bit)
ProzessorDual Core ab 2 GHzQuad Core ab 3 GHz
Arbeitsspeicher8 GB16 GB und mehr
FestplatteSATA, bis 10 GB freiSSD, bis 10 GB frei
Internet16 Mbit/s32 Mbit/s und mehr
.NET FrameworkVersion 4.7.2aktuelle Version

Windows 7, 8 und 8.1 hat der Hersteller aus der Liste gestrichen, weil Microsoft den Support eingestellt hat. Die im Downloadbereich der Website hinterlegte Anforderungstabelle nennt diese Systeme allerdings weiterhin, ein Widerspruch zur gepflegten Dokumentation. Das ist ein Beispiel für den Pflegezustand der Herstellerseiten, der im Test mehrfach auffällt.

Eine Einschränkung gilt dabei nur für die Software selbst. Die Challenges von TradersYard laufen über eine eigene Weboberfläche mit Apps für iOS und Android und brauchen deshalb kein Windows. Wer den AgenaTrader nutzen will, kommt daran aber nicht vorbei.

Aus der Dokumentation stammt noch ein praktischer Hinweis: Der Ruhezustand des Rechners soll deaktiviert werden. Wer eine Halbautomatik Stops nachziehen lässt, will nicht, dass Windows den Rechner mitten in der Sitzung schlafen legt.

Vor- und Nachteile des AgenaTrader

Nach der Prüfung von Shop, Dokumentation und Partnerseiten ergibt sich ein klares Bild mit deutlichen Stärken und ebenso deutlichen Einschränkungen. Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was für und was gegen die Plattform spricht.

Vorteile des AgenaTrader

  • Vollversion kostenlos testbar: Andromeda SIM bietet den kompletten Funktionsumfang ohne Zeitlimit, solange du auf Demokonten handelst. Das ist bei Software dieser Klasse ungewöhnlich.
  • Starke Halbautomatik: AgenaTrader++ verbindet Setup-Erkennung, Positionsgrößenrechnung und automatisches Stop-Management in einem Regelwerk, ohne dass du programmieren musst.
  • Kein Broker-Zwang: Über die Technologieanbieter lässt sich die Plattform an Interactive Brokers, Rithmic, Gain Futures und MetaTrader 5 anbinden, statt an einen einzigen Broker gekoppelt zu sein.
  • Lizenz über zwei Partner gratis: Bei AgenaBroker und CapTrader entfallen die Lizenzkosten bei kapitalisiertem Konto vollständig.
  • Umstieg von NinjaTrader erleichtert: AgenaScript ist C#-basiert und laut Hersteller so nah an NinjaScript, dass sich vorhandener Code teilweise übernehmen lässt.

Nachteile des AgenaTrader

  • Windows-Pflicht: Auf dem Mac läuft die Software nur in einer virtuellen Maschine, eine native Version gibt es nicht.
  • Preise nur im Shop auffindbar: Weder Produktseite noch Dokumentation nennen konkrete Zahlen. Wer die Kosten sucht, muss sich durch den Shop klicken.
  • Keine eigene Orderausführung: Die Software meldet nur zurück, was der Broker ausgeführt hat. Bei abweichendem Datenfeed passen Ein- und Ausstiegspreise nicht zum Chart.
  • Herstellerseiten sind ungepflegt: Im Shop steht ein Rabattcode von 2023, die Systemanforderungen im Downloadbereich widersprechen der Dokumentation, und ein Doku-Kapitel nennt eine seit Jahren abgeschaffte Version.
  • Sieben Add-Ons ersatzlos verschwunden: Module wie LocationPoint, die Markttechnik-Pakete und die Elliott-Wellen-Werkzeuge sind aus dem Shop verschwunden, ohne dass der Hersteller das kommuniziert.
  • Support ist bewusst eng gefasst: Der Hersteller schreibt selbst, dass der technische Support keine Schulung und keine Hilfe zur Bedienung leistet.

Für wen sich der AgenaTrader lohnt

Die Plattform passt nicht zu jedem Handelsstil, und das lässt sich nach dem Test recht scharf abgrenzen. Der AgenaTrader zielt auf Trader, die nach festen Regeln arbeiten und die Ausführung abgeben wollen. Wer ein Setup definieren, es von einem Scanner suchen lassen und das Trade-Management an ein Regelwerk übergeben will, findet hier eines der ausgereiftesten Werkzeuge im deutschsprachigen Raum.

Für Daytrader auf wenigen Instrumenten ist der Aufwand dagegen schwer zu rechtfertigen. Wer drei Charts beobachtet und Orders selbst setzt, nutzt einen Bruchteil der Funktionen. Hier reicht die Plattform des Brokers oder eine schlankere Chartsoftware, zumal die Doppelung aus Datenfeed und Broker-Quotes beim Scalping eher stört.

Mac-Nutzer stehen vor einer Grundsatzentscheidung. Eine virtuelle Maschine kostet Leistung und Nerven. In dieser Situation ist ein Blick auf andere Plattformen sinnvoller als der Kampf mit einer Windows-Emulation, etwa auf die TradingView-Alternativen oder auf Sierra Chart. Eine Alternative mit eigener Apple-Silicon-Version ist MotiveWave.

Wer eine belastbare Entscheidung will, geht den günstigsten Weg zuerst: Andromeda SIM herunterladen, zwei oder drei Wochen auf dem Demokonto arbeiten und danach entscheiden. Das kostet nichts außer Zeit und beantwortet mehr Fragen als jeder Testbericht, meiner eingeschlossen.

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Fazit: solide Plattform, mangelhaft gepflegtes Umfeld

Die Software selbst hat mich in diesem Test überzeugt, das Drumherum nicht. Funktional gehört der AgenaTrader zu den vollständigsten Handelsplattformen im deutschsprachigen Markt, und das kostenlose Andromeda SIM nimmt der Kaufentscheidung jedes Risiko. Diese Kombination aus vollem Funktionsumfang ohne Zeitlimit und klarer Grenze beim Live-Handel finde ich fair.

Weniger überzeugt hat mich, wie der Hersteller seine eigenen Informationen pflegt. Ein Rabattcode aus dem Jahr 2023 auf der Shopseite, widersprüchliche Systemanforderungen an zwei Stellen, ein Doku-Kapitel, das eine abgeschaffte Version erklärt, und sieben stillschweigend entfernte Add-Ons: Das ist bei einer Software, die Trade-Management übernehmen soll, kein gutes Signal. Vertrauen entsteht bei Handelssoftware auch über Sorgfalt in Nebensachen.

Meine Einordnung als diskretionärer Trader bleibt zwiegespalten. Für regelbasierte Trader ist AgenaTrader++ ein starkes Werkzeug, das echte Disziplin erzwingt. Für alle, die am Chart Entscheidungen treffen, ist der überwiegende Teil der Plattform ungenutzter Ballast. Wer zur ersten Gruppe gehört, sollte den kostenlosen Einstieg nutzen. Wer zur zweiten gehört, spart sich die Einarbeitung.

Häufige Fragen zum AgenaTrader

Was kostet der AgenaTrader 2026?

Andromeda SIM kostet nichts und bietet den vollen Funktionsumfang für Demokonten. Für den Live-Handel mit fremden Brokern verlangt der Hersteller 99 € im Monat, 269 € im Quartal oder 1.790 € einmalig. Die SingleBroker-Variante für einen einzelnen Broker liegt bei 49 € im Monat (Stand August 2026).

Gibt es den AgenaTrader kostenlos?

Ja, Andromeda SIM ist dauerhaft kostenlos und funktional nicht beschränkt. Der Handel ist dabei auf Demokonten und auf Konten von AgenaBroker begrenzt. Zusätzlich stellen AgenaBroker und CapTrader die Lizenz für den Live-Handel kostenfrei zur Verfügung, sobald das Konto kapitalisiert ist.

Läuft der AgenaTrader auf dem Mac?

Nicht nativ. Der Hersteller nennt Windows 10 und 11 als unterstützte Systeme und weist darauf hin, dass der Betrieb auf Apple-Rechnern nur über eine virtuelle Maschine möglich ist. Eine eigene Mac-Version gibt es nicht.

Gibt es die AgenaTrader Basis-Version noch?

Nein, die offizielle Dokumentation kennt nur noch Andromeda SIM und Andromeda. Die früher für 890 € angebotene Basis-Version steht nicht mehr im Shop, ebenso wenig die alten Stufen Mercury, Neptune und Galaxy.

Welche Broker unterstützt der AgenaTrader?

Direkt angebunden sind AMP, Dukascopy und FXCM. Über die Technologieanbieter Interactive Brokers, Rithmic, Gain Futures und MetaTrader 5 lassen sich zusätzlich alle Broker nutzen, die auf diesen Infrastrukturen aufsetzen, darunter CapTrader und AgenaBroker.

Was ist der Unterschied zwischen einem Echtzeit-Scanner und einem End-of-Day-Screener?

Der Echtzeit-Scanner prüft laufende Kurse während der Handelszeit und markiert ein Instrument, sobald ein Signal auftritt. Der End-of-Day-Screener wertet abgeschlossene Tageskerzen von über 7.000 US-Aktien samt Fundamentaldaten aus und liefert eine Vorauswahl für den nächsten Handelstag.

Was ist aus TradersYard geworden?

Aus dem früheren Social-Trading-Netzwerk ist eine Prop-Firma geworden. Sie bietet Handels-Challenges mit simuliertem Kapital an. Mit der Software verbindet TradersYard heute vor allem noch, dass der AgenaTrader-Shop es als Login-System nutzt.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading. Er handelt seit 1980 an den Finanzmärkten, diskretionär nach Price Action, und arbeitet vor allem in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten. Systematische Handelsansätze beurteilt er als Praktiker von außen, nicht als deren Anwender.

Seine Arbeit hat die deutschsprachige Trading-Literatur mitgeprägt. Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte sowie verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Für diesen Test bringt er die Perspektive mit, die bei Handelssoftware zählt. Er kennt den Unterschied zwischen einem Funktionsversprechen und dem, was im Handelsalltag übrig bleibt. Die Prüfung der Preise, der Broker-Anbindungen und der rechtlichen Konstruktion hinter AgenaBroker erfolgte anhand der Primärquellen des Anbieters im August 2026.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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