NinjaTrader ist heute zwei Dinge auf einmal: eine kostenlose Chartsoftware für Futures-Trader und ein Broker, der seit Mai 2025 zur Krypto-Börse Kraken gehört. Viele Testberichte behandeln nur die Software und übersehen, dass sich mit der Übernahme auch für deutsche Trader einiges geändert hat. Im Europäischen Wirtschaftsraum betreut dich eine zyprische Kraken-Gesellschaft, eingezahlt wird in Euro per SEPA, und der Free-Plan erlaubt inzwischen sogar den Live-Handel.
Ich handle seit 1980 diskretionär nach Price Action, und NinjaTrader nutze ich nicht selbst. Dieser Bericht beruht deshalb nicht auf eigener Praxis, sondern auf Quellen. Ich schaue nüchtern darauf, was die Plattform kostet, wo die Nebenkosten versteckt sind und für wen sich ein bezahlter Plan rechnet. Grundlage sind die Preis- und Rechtsseiten des Herstellers, die CFTC-Offenlegung des US-Brokers und die Bewertungen auf Trustpilot, Stand Oktober 2026. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
NinjaTrader: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Was es ist: eine Handelsplattform für Futures, die Chartsoftware und Brokerkonto aus einer Hand anbietet. Analyse, Backtesting und Simulation sind kostenlos, Geld verdient NinjaTrader an der Kommission je Kontrakt
- Wer dahintersteht: seit Mai 2025 Kraken. Deutsche Kunden betreut die Kraken-Tochter Payward Europe Digital Solutions (CY) Limited unter Aufsicht der zyprischen CySEC
- Kosten: Free-Plan ohne Monatsgebühr mit Live-Handel ($1,29 je Standard- und $0,39 je Micro-Kontrakt und Seite), Monthly $99 im Monat, Lifetime $1.499 einmalig. Dazu kommen Clearing- und Routinggebühren sowie $35 im Free-Plan für Monate mit Login in die Handelssoftware, aber ohne Live-Trade
- Margins: laut Margin-Tabelle ab $50 intraday für Micro-Kontrakte und $500 für E-Minis, kein Mindestbetrag zur Kontoeröffnung
- Grenzen: Desktop-Software nur für Windows, nur Futures, Trustpilot zuletzt 3,8 statt 4,1 Sternen
Was ist NinjaTrader?
NinjaTrader ist eine Handelsplattform für Futures, die Chartsoftware und Brokerkonto aus einer Hand anbietet: Analyse, Backtesting und Simulation sind kostenlos, Geld verdient das Unternehmen an der Kommission je gehandeltem Kontrakt.
Gegründet wurde NinjaTrader 2003 in den USA. Laut Kraken nutzten im März 2025 fast zwei Millionen Trader die Plattform, auf der deutschen Herstellerseite ist von über 2,5 Millionen Konten weltweit die Rede. Das Flaggschiff ist die Desktop-Software, die auf der Herstellerseite NinjaTrader Desktop heißt und im Hilfebereich und Forum weiter als NinjaTrader 8 geführt wird. Als Orderflow-Erweiterung lässt sich Jigsaw als Orderflow-Erweiterung direkt damit verbinden.
Die Kursdaten kommen nicht zwingend vom Broker selbst. Einer der wichtigsten Anbieter dahinter ist Rithmic. Was der Rithmic-Datenfeed kostet und welche Broker ihn ausstellen, zeigt unser Überblick. Einen zweiten großen Datenanbieter stellen wir im Test zu Infront vor.
NinjaScript ist die Programmiersprache von NinjaTrader: Sie basiert auf C# und dient dazu, eigene Indikatoren, Handelsstrategien und Zusatzwerkzeuge für die Desktop-Software zu schreiben.
Mit NinjaScript baust du eigene Indikatoren und Handelssysteme. Wer nicht programmieren will, nutzt den Strategy Builder, der laut NinjaScript-Dokumentation Regeln per Menü zusammensetzt und daraus NinjaScript-Code erzeugt. Eine vergleichbare Rolle spielt die Sprache AFL bei AmiBroker aus Polen.
Wer NinjaScript beherrscht, hat beim Plattformwechsel einen Vorteil. Die Skriptsprache des AgenaTrader leitet sich ebenfalls von C# ab und liegt laut Hersteller so nah an NinjaScript, dass sich vorhandener Code teilweise übernehmen lässt.
Wer steht hinter NinjaTrader?
NinjaTrader gehört seit Mai 2025 vollständig zu Kraken. Die Krypto-Börse hat die Übernahme am 20. März 2025 angekündigt, der Kaufpreis lag laut Kraken-Mitteilung bei rund $1,5 Milliarden. Abgeschlossen war der Kauf Anfang Mai 2025. Was Kraken selbst als Krypto-Börse taugt, steht in unseren Kraken Erfahrungen.
Die Eigentümerkette steht schwarz auf weiß in der Pflichtoffenlegung des US-Brokers. Laut dem Disclosure Document vom 6. Mai 2026 ist die NinjaTrader Clearing, LLC eine Tochter der NinjaTrader Group, LLC, und die gehört zu 100 Prozent der Payward, Inc., die als Kraken auftritt. Dieselbe Gesellschaft führt auch den Futures-Broker Tradovate, der damit ebenfalls zur Kraken-Gruppe zählt.
Für dich als Kunde heißt das vor allem eines: Die Plattform bleibt als eigene Marke bestehen, aber Kraken baut sie zur Multi-Asset-Plattform aus. In der US-Offenlegung tauchen bereits gehebelte Krypto-Spotgeschäfte und Ereignis-Kontrakte auf. Wer reine Futures sucht, sollte das Kleingedruckte zu den Konzernrisiken lesen, das der Broker selbst unter dem Stichwort Affiliate Risk aufführt.
Was wurde aus Infinity Futures?
Infinity Futures war ein Futures-Broker aus Chicago, der viele Jahre vor allem mit niedrigen Daytrade-Margins und der hauseigenen Plattform InfinityAT punktete. NinjaTrader hat den Broker im Januar 2021 zusammen mit dessen Mutterfirma TransAct Futures übernommen.
Die Marke Infinity Futures existiert heute nicht mehr. Die frühere Website infinityfutures.com leitet inzwischen direkt auf ninjatrader.com weiter. Ein neues Konto kannst du bei Infinity Futures also nicht mehr eröffnen. Wer das frühere Angebot sucht, niedrige Daytrade-Margins und eine eigene Plattform, landet heute beim Futures-Handel über NinjaTrader.
Ist NinjaTrader in Deutschland reguliert?
Ja, über eine EU-Gesellschaft in Zypern, aber nicht direkt durch die BaFin. Die deutsche Seite ninjatrader.com/eu/de-de betreibt die Payward Europe Digital Solutions (CY) Limited mit Sitz in Nikosia, früher I.F. Greenfields Wealth Ltd. Sie ist laut Impressum von der zyprischen Wertpapieraufsicht CySEC unter der Lizenznummer 342/17 zugelassen und bietet ihre Dienste über den EU-Pass nach MiFID II an.
Für dich sind zwei Gesellschaften im Spiel, und das sagt NinjaTrader selbst. Die Dienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum erbringt die zyprische Kraken-Tochter unter CySEC-Aufsicht. Brokerage und Clearing für US-Futures übernimmt laut FAQ der deutschen TradingView-Seite getrennt davon die NinjaTrader, LLC, die ausdrücklich nicht von der CySEC beaufsichtigt wird. Welche Gesellschaft bei Eurex-Kontrakten abwickelt, beantwortet die Herstellerseite nicht. Das klären die Kundendokumente bei der Kontoeröffnung, die du vor der ersten Einzahlung lesen solltest.
Die US-Gesellschaft ist bei der CFTC als Futures Commission Merchant registriert. Laut Offenlegung ist sie Mitglied der National Futures Association, ihre Registrierung kannst du in der NFA-Datenbank BASIC unter der NFA-ID 0309379 selbst nachschlagen. Kundengelder für US-Futures liegen laut Offenlegung bei US-Banken und den Carrying Brokern Dorman Trading und Advantage Futures.
Gehandelt werden ausschließlich börsennotierte Futures. Für deutsche Kunden nennt der Hersteller die Eurex mit DAX-Future, Mini- und Micro-DAX, Euro Stoxx 50 und Euro-Bund sowie die US-Börsen der CME Group. Wie der DAX-Future als Kontrakt funktioniert, haben wir separat erklärt. CFDs, Aktien oder echtes Forex gibt es bei NinjaTrader nicht. Währungen handelst du hier nur als Devisen-Futures wie den Euro-FX-Kontrakt.
Eingezahlt wird in Euro oder US-Dollar, per SEPA Instant oder Überweisung. Damit entfällt für die Einzahlung die Auslandsüberweisung. Beachte aber die Umrechnungsgebühr, wenn du Guthaben zwischen Euro und Dollar umtauschst. Die Höhe steht im Abschnitt zu den Kosten.
Kontoeröffnung, Download und Demo bei NinjaTrader
Die Kontoeröffnung läuft online und dauert nach Herstellerangabe nur wenige Minuten. Über den Button „Account eröffnen“ auf der offiziellen Webseite startest du die Anmeldung, bei unserer Sichtung im März 2025 wahlweise mit E-Mail-Adresse, Google- oder Apple-Konto. Anschließend landest du im Memberbereich, wo du zwischen Simulation und Live-Handel wählst.
Für die Simulation brauchst du kein Geld einzuzahlen. Der Simulator ist laut Hersteller dauerhaft kostenlos und läuft mit Marktdaten, damit du Strategien ohne finanzielles Risiko ausprobieren kannst. Wie sich solche Übungsumgebungen unterscheiden, zeigt unser Vergleich der Daytrading-Simulatoren.
Was ohne Einzahlung geht, beschreibt NinjaTrader nicht einheitlich. Die Preisseite nennt Echtzeitkurse, Order Flow+ und Market Replay als Vorteile, die du mit der ersten Einzahlung aktivierst. Charts, Simulation und die Anbindung von Werkzeugen wie TradingView stehen dort ohne Einzahlung bereit. Die Plattformseiten beschreiben dagegen eine Simulation mit Live-Daten ohne Einzahlung und Market Replay als Teil der kostenlosen Desktop-Software. Prüfe im Zweifel in der Software selbst, was dein Konto freigeschaltet hat. Einen Mindestbetrag für die Kontoeröffnung verlangt NinjaTrader nicht.
Nach der Anmeldung lädst du die Desktop-Software direkt im Dashboard herunter. Wer nur die Web-Plattform oder die App nutzt, braucht keinen Download.
Plattform-Optionen: Web, Desktop und Mobil
NinjaTrader gibt es in drei Varianten, die auf dasselbe Konto zugreifen. Die Desktop-Software ist das volle Werkzeug, die Web-Plattform läuft im Browser und die Mobile-App dient vor allem der Kontrolle unterwegs. Was du wo bekommst, unterscheidet sich deutlich.
- Desktop: die umfangreichste Variante mit Multi-Monitor-Unterstützung, SuperDOM, Chart Trader, technischen Indikatoren, Backtesting sowie eigenen Strategien und Algorithmen in NinjaScript. Laut Hersteller lassen sich Tausende Apps und Add-ons von Drittanbietern einbinden.
- Web: läuft ohne Installation in aktuellen Browsern unter Windows und macOS, mit Charts, Orderaufgabe und Kontoverwaltung. NinjaScript, ausführliches Backtesting und Drittanbieter-Werkzeuge bleiben laut Hersteller der Desktop-Version vorbehalten.
- Mobil: App für iOS und Android mit Echtzeitkursen, Charts, SuperDOM und Orderaufgabe inklusive Stop-, Bracket- und OCO-Orders, die unser Überblick zu den Ordertypen erklärt. Für tiefe Chart-Analysen ist der kleine Bildschirm aber nicht gedacht.
Läuft NinjaTrader auf dem Mac?
Die Desktop-Software läuft nur unter Windows. Eine Mac-Version bietet NinjaTrader nicht an, die Herstellerseite nennt für macOS ausdrücklich nur die Web-Plattform in aktuellen Browsern. Wer die Desktop-Software trotzdem auf dem Mac braucht, kann Windows in einer virtuellen Maschine wie Parallels betreiben. Eine offizielle Freigabe des Herstellers für diesen Weg haben wir nicht gefunden.
Für ernsthaftes Daytrading zählt die Hardware mehr als das Betriebssystem. Welche Ausstattung dein Rechner für NinjaTrader mitbringen sollte, zeigt unser Trading-PC-Ratgeber.
NinjaTrader mit TradingView nutzen
Du kannst dein NinjaTrader-Konto direkt in TradingView handeln. NinjaTrader ist dort als Broker-Partner eingebunden, die Verbindung ist laut Hersteller in wenigen Minuten eingerichtet. Über TradingView handelst du laut FAQ der Herstellerseite US-Futures, also etwa E-Minis, Öl, Gold und US-Anleihen. Du analysierst also in TradingView und schickst die Order an den NinjaTrader-Broker, ohne die Software zu wechseln. Für Price-Action-Trader, die ohnehin in TradingView zeichnen, ist das der bequemste Weg.
Mehrere Konten gleichzeitig steuert NinjaTrader nicht von Haus aus. Wer etwa bei Prop-Firmen mehrere NinjaTrader-Konten parallel bedienen will, braucht dafür einen Trade Copier wie Tradesyncer.
Funktionen von NinjaTrader
Die Stärke von NinjaTrader liegt in der Tiefe der Desktop-Software. Sie verbindet Charting, Orderflow-Analyse, Automatisierung und das Nachspielen vergangener Handelstage in einem Programm. Für aktive Futures-Trader ist diese Kombination der Hauptgrund, sich überhaupt mit NinjaTrader zu beschäftigen.
Charting- und Analyse-Tools
Das Charting bietet zahlreiche Indikatoren und Zeichenwerkzeuge, die du frei anpassen kannst. Dazu kommen Multi-Timeframe-Charts, verschiedene Charttypen von Candlestick über Linie bis zu Heikin-Ashi-Charts und der Chart Trader, mit dem du Orders direkt im Chart setzt und verschiebst.
Wer mehr braucht, erweitert das System mit Add-ons von Drittanbietern. Ein Beispiel ist die Markttechnik-Software aus unserem Bericht über Oliver Najjar. In unseren TwinPeaks Erfahrungen haben wir zudem eine Reihe von Zusatzindikatoren und ein Automations-Add-on geprüft, die speziell für NinjaTrader gebaut wurden. Gamma-Level aus Optionsdaten blendet etwa ein Indikator von MenthorQ ein, den wir im Erfahrungsbericht zu MenthorQ samt Kosten beschreiben.
Auch die Kursversorgung muss nicht vom Broker kommen. Lenz + Partner liefert einen eigenen NinjaTrader-Datenfeed mit deutschen und internationalen Börsenplätzen. Dessen Konditionen stehen im Test der Tai-Pan Börsensoftware.
Orderflow-Analyse und Markttiefe
Der SuperDOM ist das Orderbuch-Fenster von NinjaTrader: Er zeigt die Markttiefe mit Geboten und Angeboten je Preisstufe und erlaubt die Orderaufgabe per Klick direkt in dieser Leiter.
Für Orderflow-Trader ist der SuperDOM das zentrale Werkzeug, ergänzt durch Order Flow+. Der SuperDOM eignet sich laut Hersteller vor allem für Scalping und kurzfristige Strategien in liquiden Eurex- und CME-Kontrakten. Order Flow+ ergänzt laut Hersteller visuelle Auswertungen, die zeigen, wie Käufer und Verkäufer gerade agieren, etwa das Volumenprofil im Bild unten. Beides ist vor allem für Scalper und Daytrader gedacht.
Order Flow+ ist das Orderflow-Paket von NinjaTrader: Es ergänzt die Charts um visuelle Werkzeuge, mit denen du laut Hersteller prüfen kannst, ob Käufer oder Verkäufer eine Kursbewegung tragen.
Order Flow+ hängt laut Preisseite an der Einzahlung. Dort steht es unter den Vorteilen, die du mit einem finanzierten Live-Konto aktivierst. Im März 2025 war es noch als Bestandteil der Lifetime-Lizenz beworben. Wie sich spezialisierte Orderflow-Plattformen davon abheben, erklärt unser Grundlagenartikel zum Orderflow Trading.
Automatisierter Handel
NinjaTrader bietet zwei Wege zur Automatisierung, mit und ohne Programmierkenntnisse. Mit NinjaScript schreibst du eigene Indikatoren und Strategien, der Strategy Builder setzt einfache Regeln per Mausklick zusammen. Beides lässt sich vor dem Live-Einsatz mit historischen Daten testen. Mehr zum Prinzip steht in unserem Ratgeber zur Automatisierung von Handelsstrategien.
ATM-Strategien sind Vorlagen für das automatische Trade-Management in NinjaTrader: Sobald eine Position eröffnet ist, senden sie Stop-Loss, Kursziel und Trailing Stop nach festgelegten Regeln an den Markt.
Für das Risikomanagement im Handel selbst sind die ATM-Strategien gedacht. Du legst mehrere benannte Vorlagen an, etwa eine enge für Scalps und eine weitere für längere Trades, sodass deine Ausstiegsregeln mit dem Einstieg aktiv sind. Wer Strategien lieber mit einem eigenen Programm durchrechnet, findet in unserem Test der Backtesting-Software Forex Tester eine Alternative.
Market Replay
Market Replay ist die Wiedergabefunktion von NinjaTrader: Sie spielt historische Marktdaten Tick für Tick ab, sodass du vergangene Handelstage im Simulationskonto so handeln kannst, als liefen sie live.
Mit Market Replay übst du an echten Kursverläufen. Laut Desktop-Seite läuft die Wiedergabe mit bis zu 1.000-facher Geschwindigkeit. Du kannst pausieren, vorspulen und zurückspringen. Für das Training von Einstiegen ist das deutlich realistischer als ein reiner Backtest, weil du jede Entscheidung unter Zeitdruck triffst.
Ob Market Replay ohne Einzahlung läuft, beantworten die Herstellerseiten unterschiedlich. Die Desktop-Seite zählt es zur kostenlosen Simulation, die Preisseite zu den Vorteilen eines finanzierten Kontos. Wer nur testen will, ob NinjaTrader passt, kommt mit Simulation und Charts trotzdem weit.
Margin, Broker und Mindesteinlage bei NinjaTrader
NinjaTrader verlangt für die Kontoeröffnung keinen Mindestbetrag. Wie viel Geld du tatsächlich brauchst, bestimmt die Margin des Kontrakts, den du handeln willst. Hinter dem US-Konto stehen laut Offenlegung zwei Carrying Broker, darunter Dorman Trading. Welche Rolle ein solches Clearing-Haus spielt, zeigt der Test zu Dorman Trading.
Margin-Anforderungen
Die Intraday-Margins von NinjaTrader sind sehr niedrig. Laut Preisseite (Margin-Tabelle mit Stand 5. Juni 2026) gelten diese Sätze für den Handel innerhalb eines Tages:
- $50 je Kontrakt für Micro-Futures wie den Micro E-mini S&P 500, Micro Dow und Micro Russell 2000
- $500 je Kontrakt für die E-Minis auf S&P 500, Dow und Russell 2000 sowie für Devisen-Futures wie Euro FX
- $1.000 je Kontrakt für Rohöl und Erdgas, für Gold nennt die Margin-Tabelle $2.000. Die Werbeübersicht derselben Seite spricht bei Gold noch von $1.000
- 100 bis 2.000 Euro für die Eurex-Kontrakte: Micro-DAX 100 Euro, Mini-DAX 500 Euro, DAX-Future 2.000 Euro
Die niedrige Intraday-Margin gilt nur bis 15 Minuten vor Handelsschluss. Danach verlangt NinjaTrader die volle Initial Margin der Börse, beim E-mini S&P 500 laut Tabelle rund $28.600 statt $500. Vor wichtigen Wirtschaftsdaten, die im Dashboard angekündigt werden, gilt ab 15 Minuten vor der Veröffentlichung das Vierfache der Intraday-Margin, und zwar bis etwa fünf Minuten danach. Das betrifft laut Preisseite nur neue Positionen. Erfüllt dein Konto die Anforderung nicht, kann NinjaTrader die Position glattstellen und eine Gebühr berechnen.
Niedrige Margins bedeuten hohen Hebel, und der wirkt in beide Richtungen. Die Margin ist eine Sicherheitsleistung, kein Höchstverlust: Mit $50 Margin bewegst du beim Micro-Kontrakt ein Vielfaches davon im Markt, und dein Verlust kann die Margin übersteigen. Plane deshalb eine solide Risikomanagement-Strategie ein, bevor du die Margin ausreizt. Was beim Unterschreiten passiert, erklärt unser Beitrag zum Margin Call.
Broker-Integration
Am einfachsten handelst du über das hauseigene NinjaTrader-Konto. Es ist auf den Futures-Handel zugeschnitten, und nur dort greifen die Kommissionen der drei Pläne. Die Desktop-Software lässt sich zusätzlich mit Datenfeeds wie Rithmic oder CQG verbinden, die auch andere Futures-Broker anbieten. Prop-Firmen wie Apex Trader Funding setzen ebenfalls auf NinjaTrader als Plattform.
Wer neben Futures auch Aktien, ETFs oder Optionen handeln will, braucht einen zweiten Broker. Für diesen breiten Marktzugang ist etwa Interactive Brokers die bekannteste Wahl. Echten Devisenhandel, wie ihn Forex-Trader bei Spot-Brokern gewohnt sind, bietet NinjaTrader ebenfalls nicht an.
Mindesteinlage
Eine feste Mindesteinlage gibt es nicht, ein sinnvolles Startkapital aber schon. Wer nur genau die Margin auf dem Konto hat, hat keinen Puffer für Kursschwankungen. Laut Preisseite wird ein Konto zudem liquidiert, wenn der Saldo bei einem Kontrakt mit $25 Margin unter $50 fällt. Für ernsthaftes Trading mit Hebelprodukten solltest du deutlich mehr als die Margin auf dem Konto haben, damit normale Schwankungen dich nicht aus dem Trade werfen.
Kosten von NinjaTrader
NinjaTrader kostet nichts, solange du nur analysierst und simulierst. Geld verlangt der Broker erst im Live-Handel, und zwar über die Kommission je Kontrakt. Die drei Pläne unterscheiden sich nur darin, wie viel du vorab zahlst und wie niedrig die Kommission danach ist. Laut NinjaTrader-Preisseite gilt im Oktober 2026:
| Plan | Gebühr | Kommission je Seite (Micro / Standard) |
|---|---|---|
| Free | $0 | $0,39 / $1,29 |
| Monthly | $99 im Monat | $0,29 / $0,99 |
| Lifetime | $1.499 einmalig | $0,09 / $0,59 |
Die Kommission gilt je Kontrakt und je Seite, ein kompletter Trade kostet also das Doppelte. Ein Micro-Trade im Free-Plan schlägt mit $0,78 für Kauf und Verkauf zu Buche, ein Standard-Kontrakt mit $2,58. Dazu kommen Börsen-, Clearing- und NFA-Gebühren, die in diesen Sätzen nicht enthalten sind. Alle Pläne erlauben den Live-Handel, auch der kostenlose.
Ab wann lohnt sich ein bezahlter Plan?
Gegenüber dem Free-Plan erreicht der Monthly-Plan bei 165 Standard-Round-Turns im Monat Kostengleichheit. Gerechnet ist ein Round Turn mit einem Kontrakt, also Kauf und Verkauf: Der Monthly-Plan spart $0,30 je Seite, $0,60 je Round Turn, und $99 geteilt durch $0,60 ergibt 165. Erst darüber wird er günstiger, darunter bleibt der Free-Plan billiger. Bei Micro-Kontrakten liegt die Schwelle wegen der kleineren Ersparnis von $0,20 je Round Turn bei 495 Round Turns im Monat. Börsen- und Clearinggebühren sind in allen Plänen gleich und ändern an diesen Schwellen nichts.
Die Lifetime-Lizenz holt ihren Preis gegenüber dem Free-Plan nach etwa 1.071 Standard-Round-Turns herein. Die Ersparnis liegt bei $1,40 je Round Turn, $1.499 geteilt durch $1,40 ergibt 1.071. Bei fünf Round Turns am Tag sind das rund 214 Handelstage, bei 21 Handelstagen im Monat also gut zehn Monate. Wer über die Nutzungsdauer der Lizenz weniger Round Turns handelt, fährt mit dem Free-Plan günstiger. Für Gelegenheitstrader ist er deshalb die naheliegende Wahl.

Nebenkosten, die oft übersehen werden
Die Kommission ist nur ein Teil der Rechnung. Die Preisseite listet im Live-Handel zusätzlich diese Gebühren, dazu kommen Börsen- und NFA-Gebühren ohne Betragsangabe:
| Posten | Betrag laut Preisseite |
|---|---|
| Clearing-Gebühr | $0,19 je Kontrakt |
| Order-Routing über Rithmic | $0,25 je Kontrakt |
| CME-Daten Level I (Privatkunde) | $4 je Börse oder $12 im Monat für CME, CBOT, NYMEX und COMEX |
| CME-Markttiefe Level II (Privatkunde) | $16 je Börse oder $48 im Monat für alle vier |
| Inaktivität im Free-Plan | $35 in Monaten mit Login, aber ohne Live-Trade |
| Auszahlung per Überweisung | $30 bzw. 30 Einheiten der Währung |
| Umtausch Euro/Dollar | 1 % des Betrags, mindestens 10 Einheiten |
| Margin Call | $50 |
| Glattstellung wegen Margin | $25 beim ersten, $50 ab dem zweiten Verstoß |
| SuperDOM im statischen Modus | $0,10 je Kontrakt (Lizenz Trading Technologies) |
| Schließung mit unter 50 Einheiten Guthaben | Restguthaben dient als Gebühr für die Überweisung |
Am meisten überrascht die Inaktivitätsgebühr. Laut Preisseite zahlen Konten im Free-Plan $35, wenn sie sich in einem Monat in ihre Handelssoftware einloggen, aber im Live-Handel keinen Trade machen. Konten auf älteren Preisplänen vor dem 20. Juni 2025 zahlen $25. Was genau als Login zählt, erklärt die Preisseite nicht. Frag beim Support nach, bevor du die Software im Free-Plan nur zum Analysieren nutzt.
Bei den Marktdaten widersprechen sich die Herstellerseiten. Die TradingView-Seite verspricht Level-I-Daten mit finanziertem Konto ohne eigenes Abo, die Preisseite führt für dieselben CME-Daten Monatsgebühren auf. Was Eurex-Daten für den DAX-Future kosten, steht auf keiner der beiden Seiten. Die Preise eines alternativen Anbieters wie der dxFeed-Datenpakete haben wir im Detail geprüft. Läuft die Anbindung über Continuum, steckt dahinter der CQG Data Feed mit seinen Börsen- und Routing-Kosten.
Anzeige
Anzeige
Alternativen zu NinjaTrader
Welche Alternative passt, hängt davon ab, was du an NinjaTrader vermisst. Wer mehr Orderflow will, schaut sich spezialisierte Plattformen an, wer einfach nur gute Charts sucht, ist bei browserbasierten Lösungen besser aufgehoben. Vier Kandidaten decken die häufigsten Wünsche ab.
Bookmap
Bookmap ist auf die Visualisierung des Orderbuchs spezialisiert. Die Heatmap zeigt, wo Liquidität im Markt liegt und wie sie sich in Echtzeit verschiebt. Bookmap eignet sich vor allem für Trader, die Scalping und Orderflow in den Mittelpunkt stellen.
ATAS
ATAS ist eine reine Orderflow-Plattform mit Schwerpunkt auf Volumen und Footprint. ATAS bietet umfangreiche Markttiefen- und Tape-Werkzeuge für Futures- und Daytrader. Wer Wert auf Footprint-Charts und Time & Sales-Daten legt, findet hier eine Plattform, die ganz auf diese Werkzeuge ausgerichtet ist.
ProRealTime
ProRealTime spricht Trader an, die vor allem Charts analysieren und Systeme testen. ProRealTime läuft im Browser, bietet automatisierte Handelssysteme und eine große Indikatorauswahl. Besonders für Swing-Trader und längerfristige Analysen ist die Plattform gut geeignet.
TradingView
TradingView ist die bekannteste Chartplattform und kann NinjaTrader teilweise sogar ersetzen. Die Oberfläche ist intuitiver, eigene Skripte schreibst du in Pine Script, und über die Broker-Anbindung handelst du dein NinjaTrader-Konto direkt aus TradingView heraus. Ob dir die Orderflow-Werkzeuge von TradingView reichen oder du Order Flow+ und Market Replay von NinjaTrader brauchst, klärst du am besten in beiden Simulationen.
Weitere Plattformen für Futures-Trader findest du in unserem Vergleich. Wer zum Beispiel mit Sierra Chart oder Quantower liebäugelt, findet dort Kosten und Einsatzbereich im Überblick. Alle weiteren Anbieter stehen in unserem Vergleich der Trading Software.
Vorteile und Nachteile von NinjaTrader
NinjaTrader ist stark, wenn du aktiv Futures handelst, und schwach, wenn du alles aus einer Hand willst. Die folgende Übersicht fasst zusammen, was in den Abschnitten oben belegt ist.
Was für NinjaTrader spricht
- Analyse, Backtesting und Simulation sind dauerhaft kostenlos. Du kannst die Plattform ohne Einzahlung gründlich prüfen.
- Live-Handel ist schon im Free-Plan möglich. Eine Lizenz brauchst du dafür nicht mehr.
- Die Intraday-Margins sind sehr niedrig. Das senkt die Einstiegshürde für Micro-Futures deutlich.
- Die Desktop-Software ist tief ausbaubar. NinjaScript, Strategy Builder und Tausende Add-ons decken fast jeden Ansatz ab.
- Für Deutsche gibt es eine EU-regulierte Gesellschaft. Einzahlung in Euro per SEPA Instant, Eurex-Futures inklusive.
Was gegen NinjaTrader spricht
- Die Desktop-Software läuft nur unter Windows. Mac-Nutzer weichen auf Web-Version oder Virtualisierung aus.
- Im Free-Plan ist die Kommission am höchsten. Günstiger wird es nur gegen Plangebühr, und das lohnt sich erst bei vielen Trades.
- Nebenkosten summieren sich. Datenabos, Routing, Clearing und die Inaktivitätsgebühr stehen nicht in der Kommission.
- Die Herstellerangaben widersprechen sich. Datenkosten, Freischaltungen und Gold-Margin stehen auf verschiedenen Seiten unterschiedlich.
- Nur Futures, keine Aktien und kein Spot-Forex. Für einen breiten Marktzugang brauchst du einen zweiten Broker.
Für Aktien und Kryptowährungen gibt es passendere Adressen. Wer den Handel mit Aktien sucht oder Kryptowährungen direkt kaufen will, ist bei einem klassischen Broker oder einer Krypto-Börse besser aufgehoben als bei einer Futures-Plattform.
Erfahrungen mit NinjaTrader
Die Nutzerbewertungen sind gemischt und zuletzt schlechter geworden. Auf Trustpilot steht NinjaTrader im Oktober 2026 bei 3,8 von 5 Sternen aus 1.249 Bewertungen, davon 307 aus den letzten zwölf Monaten. Im März 2025 waren es noch 4,1 Sterne bei 862 Bewertungen. Das Profil gehört zu einem kostenpflichtigen Trustpilot-Abo, und NinjaTrader lädt seine Kunden aktiv zur Bewertung ein.
Auch die Antwortquote auf Kritik ist gesunken. Laut Profil beantwortet NinjaTrader heute 51 Prozent seiner negativen Bewertungen, im März 2025 waren es 68 Prozent. Die Antwort kommt meist innerhalb einer Woche.
Die Bewertungen sind stark gespalten. 70 Prozent vergeben fünf Sterne, 20 Prozent nur einen, dazwischen ist kaum etwas. Trustpilot weist zudem darauf hin, dass Profile und Bewertungen zusammengefasst wurden. Die deutschsprachigen Stimmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammen überwiegend aus den Jahren 2023 bis 2025 und damit zum Teil aus der Zeit vor der Kraken-Übernahme. Sie sind Einzelstimmen, keine Statistik.
Was Nutzer loben
Gelobt werden vor allem Stabilität, Datenfeed und ein kompetenter Support. Ein deutscher Kunde schreibt im November 2025, dass Auszahlungen, die er vor 20 Uhr deutscher Zeit anfordert, am nächsten Werktag auf seinem Girokonto sind und der englischsprachige Support binnen 24 Stunden antwortet. Ein anderer nutzt NinjaTrader nach eigener Aussage seit 15 Jahren und lobt den Datenfeed.
Zu den bekannten Nutzern der Plattform zählt auch ein deutscher Trading-Ausbilder. Birger Schäfermeier und seine Akademie tradAc arbeiten unter anderem mit dem NinjaTrader. Auf der Finanzmesse Finance26 in Frankfurt präsentiert sich NinjaTrader 2026 zudem mit eigenem Auftritt.
Kritik an NinjaTrader
Die Kritik kreist um drei Punkte: Einarbeitung, Support auf Englisch und Auszahlungen. Ein deutscher Nutzer beklagt im Februar 2025, dass es keinen deutschen Support gebe, Anfragen zwei Tage dauerten und Einsteiger Monate bräuchten, um das Programm zu beherrschen. Seine Auszahlung scheiterte am US-Verfahren ACH, das seine Bank nicht kannte. Für deutsche Kunden laufen Einzahlungen heute per SEPA, ob das auch Auszahlungen vereinfacht hat, lässt sich aus den Bewertungen noch nicht ablesen.
Ein zweites Muster betrifft die Rechenleistung. Ein langjähriger Nutzer warnt, dass viele Indikatoren, die bei jedem Tick neu rechnen, enorme Ressourcen brauchen, ein anderer klagt über hängende Profile. Mit einem schwachen Rechner wirst du mit der Desktop-Software nicht glücklich. Einzelne Bewertungen erheben schwere Vorwürfe zu einbehaltenen Auszahlungen. Belegen lassen sie sich von außen nicht, NinjaTrader hat darauf jeweils mit einem Hilfsangebot geantwortet.
Support bei NinjaTrader
Technischen Support gibt es rund um die Uhr an fünf Tagen in der Woche. Laut Preisseite bietet NinjaTrader einen 24/5-Support und zusätzlich einen Notfall-Handelsdesk, der 24 Stunden erreichbar ist, falls du eine Position nicht mehr selbst schließen kannst.
Für Selbsthilfe gibt es eine Wissensdatenbank und ein offizielles Forum. Im Forum antworten Mitarbeiter und Community auf technische Fragen. Den Live-Chat mit dem Support erreichst du laut Herstellerseite über das Dashboard.
Fazit: NinjaTrader lohnt sich für aktive Futures-Trader
NinjaTrader ist eine der stärksten Plattformen für Futures-Trader, die viel handeln und ihre Werkzeuge selbst bauen wollen. Charts, Simulation und Backtesting sind kostenlos, die Margins sehr niedrig, und mit NinjaScript ist fast jede Strategie umsetzbar.
Für deutsche Trader ist das Angebot mit der Kraken-Übernahme greifbarer geworden. Eine EU-regulierte Gesellschaft in Zypern, Einzahlung per SEPA und Eurex-Kontrakte wie der DAX-Future machen den Einstieg einfacher. Für US-Futures bleibt die amerikanische NinjaTrader, LLC im Spiel. Wer mit dem neuen Eigentümer und dessen Krypto-Ausrichtung fremdelt, sollte sich die Konzernstruktur vorher genau ansehen.
Die eigentliche Kostenfrage stellt sich erst im Live-Handel. Der Free-Plan ist für Gelegenheitstrader die richtige Wahl, ein bezahlter Plan rechnet sich nur bei vielen Trades im Monat. Rechne Datenabos, Routing und die Inaktivitätsgebühr ehrlich mit, bevor du dich entscheidest.
Wer nur Charts analysieren oder auch Aktien handeln will, ist anderswo besser aufgehoben. Für Mac-Nutzer und reine Chartanalysten sind TradingView oder ProRealTime die bequemere Wahl.
Mein Rat aus über 40 Jahren Trading: Nutze die kostenlose Simulation ein paar Wochen, bevor du Geld einzahlst, und lies vorher die Margin-Regeln zum Handelsschluss und vor Wirtschaftsdaten. Wer diese Regeln kennt, erlebt im Live-Handel weniger Überraschungen.
Häufige Fragen zu NinjaTrader
Ist NinjaTrader ein Broker?
Ja. NinjaTrader ist Software und Broker zugleich. In den USA ist die NinjaTrader Clearing, LLC bei der CFTC als Futures-Broker registriert. Im Europäischen Wirtschaftsraum erbringt die Payward Europe Digital Solutions (CY) Limited, eine CySEC-regulierte Kraken-Tochter, die Dienstleistungen, für US-Futures laufen Brokerage und Clearing laut Hersteller über die NinjaTrader, LLC. Die Desktop-Software lässt sich zusätzlich mit anderen Datenfeeds verbinden.
Ist NinjaTrader seriös?
NinjaTrader existiert seit 2003 und ist reguliert: in den USA bei CFTC und NFA, im EWR über die zyprische Aufsicht CySEC unter der Lizenz 342/17. Seit Mai 2025 gehört das Unternehmen vollständig zu Kraken. Auf Trustpilot liegt die Bewertung im Oktober 2026 bei 3,8 von 5 Sternen.
Was kostet NinjaTrader?
Die Software ist für Charts, Backtesting und Simulation kostenlos. Im Live-Handel zahlst du Kommission je Kontrakt und Seite: im Free-Plan $1,29 für Standard- und $0,39 für Micro-Kontrakte, im Monthly-Plan für $99 im Monat $0,99 und $0,29, mit der Lifetime-Lizenz für $1.499 einmalig $0,59 und $0,09. Hinzu kommen Börsen-, Clearing- und Routinggebühren sowie im Free-Plan $35 für Monate, in denen du dich in die Handelssoftware einloggst, aber keinen Live-Trade machst.
Kann ich NinjaTrader mit einem Mac nutzen?
Die Desktop-Software läuft nur unter Windows. Auf dem Mac nutzt du die Web-Plattform im Browser oder Windows in einer virtuellen Maschine wie Parallels, für die wir keine offizielle Herstellerfreigabe gefunden haben. Die App gibt es für iOS und Android.
Gehört NinjaTrader zu Kraken?
Ja. Kraken hat die Übernahme im März 2025 angekündigt und Anfang Mai 2025 abgeschlossen, der Kaufpreis lag laut Kraken bei rund $1,5 Milliarden. Laut CFTC-Offenlegung vom Mai 2026 gehört NinjaTrader über die NinjaTrader Group zu 100 Prozent der Payward, Inc., die als Kraken auftritt. Die Marke NinjaTrader besteht weiter.
Kann man bei NinjaTrader den DAX handeln?
Ja, als Future an der Eurex. Deutsche Kunden handeln laut Hersteller den DAX-Future sowie Mini- und Micro-DAX, außerdem Euro Stoxx 50 und Euro-Bund. CFDs auf den DAX bietet NinjaTrader nicht an.
Gibt es eine mobile Version von NinjaTrader?
Ja. Die NinjaTrader-App für iOS und Android bietet Echtzeitkurse, Charts, den SuperDOM und die Orderaufgabe inklusive Stop-, Bracket- und OCO-Orders. Für tiefe Analysen und eigene Strategien bleibt die Desktop-Software das bessere Werkzeug.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH sowie Betreiber von kagels-trading.de. Als diskretionärer Price-Action-Trader ist er seit 1980 an den Märkten aktiv und handelt Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte.
In den späten 1980er-Jahren übersetzte Karsten die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Joe Ross’ Repräsentant in Deutschland und übersetzte sowie veröffentlichte zehn Ross-Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Diesen Erfahrungsbericht schreibt er aus der Sicht eines erfahrenen Futures- und Index-Traders, der NinjaTrader nicht selbst nutzt. Bewertet werden deshalb Kosten, Regulierung und Konzernstruktur anhand der Primärquellen des Anbieters, nicht anhand von Werbeversprechen.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

























