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Erfahrungen
170+ Märkte weltweit Sehr niedrige Gebühren Aktien, ETFs, Optionen & Futures Professionelle Trader Workstation Kein deutscher Steuerabzug Komplexe Plattform

Interactive Brokers ist ein internationaler Profi-Broker, über den Anleger und Trader Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Forex, CFDs, Anleihen und Fonds an zahlreichen Märkten weltweit handeln können.


Der Broker eignet sich besonders für aktive Trader, Optionshändler und international ausgerichtete Anleger. Für reine ETF-Sparer oder absolute Anfänger ist Interactive Brokers dagegen weniger komfortabel. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

(Risikohinweis: Ihr Kapital kann gefährdet sein.)
Interactive Brokers Vorschau
8,9

Interactive Brokers ist ein internationaler Profi-Broker für aktive Trader, Optionen, Futures und globale Märkte …

Karsten Kagels von Karsten Kagels

Inhalt

Interactive Brokers: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Was Interactive Brokers ist: ein internationaler Profi-Broker mit Zugang zu 170 Märkten in 40 Ländern. Für Kunden in Deutschland führt die Interactive Brokers Ireland Limited das Depot.
  • Für wen er sich eignet: für aktive Trader, Options- und Futures-Händler sowie international ausgerichtete Anleger. Für reine ETF-Sparer und Einsteiger ist die Plattform unbequem.
  • Was der Handel kostet: Aktien in Deutschland ab 0,05 Prozent vom Ordervolumen, mindestens 1,25 Euro. Aus meinen eigenen Abrechnungen: 2,00 Euro je Kontrakt Euro-Bund, 1,66 US-Dollar je Kontrakt US-Staatsanleihe.
  • Was der Einstieg kostet: keine Mindesteinzahlung, keine Depotgebühr, keine Inaktivitätsgebühr.
  • Wie das Geld gesichert ist: getrennt verwahrte Kundengelder, irische Anlegerentschädigung von 90 Prozent bis 20.000 Euro, dazu SIPC-Schutz bis 500.000 US-Dollar für Positionen bei der US-Schwester.
  • Wo die Grenze liegt: Interactive Brokers führt keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Du erklärst Deine Erträge selbst.

Überblick: Ist Interactive Brokers der passende Broker für Dich?

Regulierung
Central Bank of Ireland
Vertragspartner: IBKR Ireland
Plattform
Web + App + TWS
Trader Workstation
Instrumente
Weltweit 170+ Märkte
Aktien, ETFs, Optionen, Futures
Kosten-Fokus
Ab 0,05 %
Aktien Deutschland, Tiered, mind. 1,25 €
Trading-Tools
Profi-Software
Scanner · Optionen · API
Order & Ausführung
100+ Orderarten
Market, Limit, Stop, OCO
Trader Workstation von Interactive Brokers: Ordermaske für die Apple-Aktie, 10-Minuten-Chart und Kontoübersicht
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Interactive Brokers
Profi-Broker · Datenübersicht
8,9
Bewertung
Kagels Bewertungssystem
Regulierung Interactive Brokers zählt zu den größten Brokern weltweit und wird von mehreren Finanzaufsichtsbehörden überwacht, darunter die SEC in den USA, die FCA in Großbritannien sowie weitere internationale Regulierungsbehörden.
Märkte Zugang zu 170 Märkten in 40 Ländern (Angabe von Interactive Brokers). Handel mit Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Forex, Anleihen, Fonds, CFDs und weiteren Anlageklassen.
Aktien ETFs Optionen Futures Forex Anleihen
Plattform Mehrere Handelsplattformen verfügbar, darunter die professionelle Trader Workstation (TWS), Client Portal im Browser sowie die mobilen Apps IBKR Mobile und GlobalTrader.
Trading-Tools
Trader Workstation Options-Tools Marktscanner API-Zugang Portfolio-Analyse Realtime-Daten
Kosten / Gebühren Sehr günstige Handelsgebühren mit volumenabhängiger Preisstruktur. Keine Depotgebühren und keine Inaktivitätsgebühren. Besonders attraktiv für aktive Trader.
Order & Ausführung Unterstützt zahlreiche professionelle Orderarten wie Limit, Stop, Stop-Limit, Trailing Stop, OCO sowie komplexe Options- und Futures-Strategien.
Demokonto Kostenloses Paper-Trading-Konto verfügbar. Damit können Strategien und Plattformfunktionen risikolos getestet werden.
Mindesteinzahlung Keine feste Mindesteinzahlung. Aufgrund der professionellen Ausrichtung eignet sich Interactive Brokers jedoch vor allem für aktive Anleger und Trader.
Fazit (Kurz) Interactive Brokers gehört zu den leistungsstärksten Brokern weltweit. Das riesige Handelsangebot, die professionellen Tools und die günstigen Gebühren machen den Broker besonders interessant für aktive Trader und internationale Anleger.
Broker-Check Kurzfazit in 1 Minute

Interactive Brokers Bewertung

Hier siehst Du unsere Bewertung von Interactive Brokers nach Kosten, Handelsangebot, Plattform und Kundenservice sowie unsere Einschätzung zur Sicherheit und Anfängerfreundlichkeit.

Plus
  • Sehr großes Handelsangebot mit Zugang zu globalen Märkten
  • Professionelle Handelsplattform mit vielen Ordertypen
  • Besonders stark für aktive Trader, Optionen und Futures
Minus
  • US-ETFs wie SPY oder QQQ sind für EU-Privatanleger gesperrt
  • Plattform für Einsteiger recht komplex
  • Steuerliche Behandlung muss selbst organisiert werden
8,9
Endergebnis: 8,9 von 10
Internationaler Profi-Broker für aktive Trader und globale Märkte.
Sicherheit: 9,5 Anfänger: 5,5
Kosten9,3
Angebot9,5
Plattform8,5
Service8,5
Werte sind Teilkategorien. Details stehen in der Tabelle.
Transparente Kriterien
Praxis-Check & Daten
Updatebar bei Änderungen
Depotgebühr (€/Jahr)
0 € 300
Ordergebühren (€/Trade)
3 € 200
Kleinstorder-Zuschlag (<500 €)
0 € 300
Sparplanausführung
Provisionsfrei 300
Inaktivitätsgebühr (€/Monat)
0 € 300
Kosten – Punkte
1400 / 1500 9,3 / 10
Aktien
20.000 300
ETFs
5.000 300
Derivate
50.000 300
Handelsplätze
170 300
Sparpläne
Aktien + UCITS-ETFs 220
Handelsangebot – Punkte
1420 / 1500 9,5 / 10
App & Web
Beides 300
Ordertypen
Limit + Stop + SL + OCO/TSL 300
Realtime-Handel
Echtzeit 220
Analyse/Extras
Profi-Tools 300
Benutzerfreundlichkeit
Einarbeitung nötig 150
Plattform – Punkte
1270 / 1500 8,5 / 10
Kontaktkanäle
4 Kanäle 300
Servicezeiten
Handelstage rund um die Uhr 300
Sprache
Deutsch 250
Helpcenter/FAQ
Ordentlich 220
Servicequalität
Gut 200
Kundenservice – Punkte
1270 / 1500 8,5 / 10
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(Risikohinweis: Ihr Kapital kann gefährdet sein.)

Einblick in Interactive Brokers

Interactive Broker Plattform
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Interactive Brokers Angebot

Alles was Du wissen musst auf einen Blick
Regulierung
SEC · FINRA · CFTC · FCA · Zentralbank von Irland
Plattformen
Trader Workstation · IBKR Desktop · GlobalTrader App · API
Kosten & Handel
Professioneller Broker mit sehr niedrigen Gebühren.
Aktienhandel
US ab 0,0035 USD/Aktie
Tiered, mindestens 0,35 USD pro Order. Fixed: 0,005 USD, mindestens 1,00 USD.
Optionen
ab 0,15 USD/Kontrakt
Einer der günstigsten Anbieter weltweit.
Depotführung
0 €
Keine Depot- oder Inaktivitätsgebühren.
Margin
Sehr günstig
Niedrige Finanzierungskosten für Margin-Trader.
Ordertypen
Limit / Stop / Stop-Limit
ja
100+ Spezialorders
ja
Handelsplätze
170 Märkte weltweit
ja
40 Länder
ja
Märkte & Instrumente
Eines der größten Handelsangebote weltweit.
Aktien
Börsen in Nordamerika, Europa und Asien
Global handelbar
ja
ETFs
Tausende ETFs weltweit
Internationale Auswahl
ja
Optionen
US- und internationale Optionsmärkte
Optionshandel
ja
Futures
CME, Eurex und weitere Terminbörsen
Professionell
ja
Forex
Über 100 Währungspaare
Direkthandel
ja
Anleihen
Staats- und Unternehmensanleihen
Global verfügbar
ja
Der größte Vorteil von Interactive Brokers ist der Zugang zu nahezu allen wichtigen Börsen und Anlageklassen weltweit.
Konto, Sicherheit & Payments
International regulierter Broker für professionelle Anleger.
Konto-Setup
Demokonto
ja
Kontotypen
Cash · Margin
Mindesteinzahlung
0 €
Depotgebühr
0 €
ETF-Sparplan
ab 10 €, ohne Provision
Sicherheit
Regulierung
Mehrfach reguliert
Unternehmensgründung
1978
Kundengelder
Getrennt verwahrt
Wertpapiere
Bezahlte getrennt verwahrt
Einordnung
Passt das zu dir?
Passt gut für
Aktive Trader
Options- und Futures-Händler
Internationale Anleger
Kommt drauf an
ETF-Anleger
Langfristige Investoren
Buy-and-Hold-Portfolios
Eher nicht ideal
Absolute Anfänger
Nutzer einfacher Neobroker
Anleger mit Fokus auf deutsche Steuerautomatik
Wichtigster Punkt bei Interactive Brokers: Kaum ein Broker bietet mehr Märkte, Instrumente und professionelle Funktionen, dafür ist die Plattform deutlich komplexer als klassische Neobroker.
(Risikohinweis: Ihr Kapital kann gefährdet sein.)
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Eine Besonderheit für EU-Kunden: US-ETFs wie SPY oder QQQ sind für Kleinanleger gesperrt. Warum die PRIIPs-Verordnung US-ETFs blockiert, erklärt unser Ratgeber im Detail.

Für Daytrader gilt eine Übergangsfrist. Die neuen FINRA-Regeln zum Intraday-Margin ersetzen seit dem 4. Juni 2026 die alten Day-Trading-Vorgaben samt der 25.000-Dollar-Grenze. Die Broker dürfen die Umstellung aber bis zum 20. Oktober 2027 einphasen, und die Regel bindet FINRA-Mitglieder, also die US-Gesellschaft. Was für Dein Konto gilt, steht in Deinen Kontobedingungen. Die Einzelheiten stehen in der FINRA-Mitteilung 26-10, den Hintergrund erklärt unser Ratgeber zur Abschaffung der PDT-Regel.

Meine Interactive Brokers Erfahrung

Karsten Kagels, Autor dieses Interactive-Brokers-Testberichts

Karsten Kagels

Aktualisiert:

06/10/2026

Interactive Brokers gehört zu den bekanntesten Brokern weltweit und richtet sich vor allem an aktive Anleger und Trader. Der Broker wurde bereits 1978 gegründet und ist an der NASDAQ börsennotiert und unterliegt verschiedenen internationalen Aufsichtsbehörden.

Einen ausführlichen Blick auf die Handelssoftware wirft unser Trader Workstation Test: Kosten, Download und Einrichtung im Detail.

Während viele deutsche Broker hauptsächlich auf Aktien und ETFs fokussiert sind, bietet Interactive Brokers Zugang zu einer enormen Anzahl von Börsen, Märkten und Finanzinstrumenten. In meinem Test zeigte sich schnell, dass der Broker besonders für erfahrene Anleger interessant ist.

Wichtig für die Steuer: Interactive Brokers ist eine ausländische Depotstelle und führt keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Das gilt zum Beispiel auch für Freedom24. Wie sich das im Alltag auswirkt, zeigt unser Erfahrungsbericht zu Freedom24.

Die Kontoeröffnung erfolgt vollständig online und ist grundsätzlich unkompliziert. Nach dem Login erhält man Zugriff auf verschiedene Plattformen. Neben der einfachen GlobalTrader-App stehen auch die leistungsstarke Trader Workstation (TWS), die Desktop-Anwendung und zahlreiche Weblösungen zur Verfügung.

Handelsangebot auf Profi-Niveau

Der größte Vorteil von Interactive Brokers ist das Handelsangebot. Anleger erhalten Zugang zu Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Forex, Anleihen, Fonds und vielen weiteren Anlageklassen. Zudem können Wertpapiere an Börsen in Nordamerika, Europa, Asien und Australien gehandelt werden. Neu ist seit 2026 ein eigener Bereich für Prognosemärkte, warum deutsche Privatkunden dort nicht handeln dürfen, erklärt unser Artikel zu IBKR Prediction Markets.

Besonders für Trader, die internationale Märkte nutzen möchten, gehört Interactive Brokers zu den besten Anbietern überhaupt. Während viele deutsche Broker nur wenige Handelsplätze anbieten, stehen bei IBKR nach Angaben des Brokers 170 Märkte in 40 Ländern zur Verfügung.

Im Bereich Plattform und Funktionen spielt Interactive Brokers seine Stärken aus. Die Trader Workstation bietet umfangreiche Charting-Funktionen, professionelle Ordertypen, Marktscanner, Risikoanalysen sowie zahlreiche Werkzeuge für Options- und Futures-Trader.

Gebühren und Kosten

Bei den Handelskosten zählt Interactive Brokers zu den günstigsten Brokern weltweit. Die Gebühren für Aktien, Optionen und Futures liegen oft deutlich unter denen vieler europäischer Wettbewerber.

Zudem verzichtet der Broker auf klassische Depotgebühren oder Inaktivitätsgebühren.

Vor allem bei größeren Handelsvolumina oder regelmäßigem Trading können die niedrigen Kosten einen spürbaren Unterschied machen. Deshalb nutzen viele professionelle Anleger und institutionelle Marktteilnehmer Interactive Brokers bereits seit Jahren.

Die Apps und Plattformen von Interactive Brokers

Es gibt nicht die eine Interactive-Brokers-App, sondern fünf Zugänge für unterschiedliche Ansprüche. Die Trader Workstation ist die Profi-Software für den Rechner, IBKR Desktop die neuere und schlankere Variante davon. Im Browser läuft das Client Portal. Mobil gibt es zwei Apps, und die unterscheiden sich deutlich voneinander.

IBKR Mobile ist die vollwertige App. Sie erreicht nach Angaben des Brokers dieselben 170 Märkte wie die Desktop-Software und bringt die gleichen Orderarten mit, samt algorithmischer Ausführung und Routing-Optionen. Marktscanner und Watchlists gleichen sich zwischen den Geräten ab. Wer unterwegs eine laufende Position anpassen muss, kann das hier genauso tun wie am Schreibtisch.

IBKR GlobalTrader ist die abgespeckte Einsteiger-App. Sie richtet sich an Anleger, die Aktien und Bruchstücke kaufen wollen, ohne sich durch Profi-Funktionen zu arbeiten. Für Futures, Optionen und komplexe Orderarten ist sie nicht gedacht.

Die Bewertungen im App Store sagen etwas Interessantes über diese Aufteilung. IBKR Mobile steht dort bei 4,52 von 5 Sternen aus 1.567 Bewertungen, IBKR GlobalTrader nur bei 3,78 aus 37 Bewertungen (deutscher App Store, Stand 24. September 2026). Die Profi-App wird also deutlich besser beurteilt als die vereinfachte. Das passt zu dem Bild, das sich durch den ganzen Test zieht: Interactive Brokers ist stark, wenn man Ansprüche hat, und weniger überzeugend, wenn man es bequem will.

Ich selbst arbeite mit der Trader Workstation. Für die Märkte, die ich handle, führt daran kein Weg vorbei: Die Futures-Chains, die Orderarten und die Risikoübersicht brauche ich am großen Bildschirm. Die App nutze ich zum Nachsehen, nicht zum Arbeiten. Wer den umgekehrten Weg geht und vor allem mobil handeln will, sollte sich vorher klarmachen, welche der beiden Apps zu seinem Vorhaben passt.

Was ich selbst bei Interactive Brokers handle

Ich handle hier jeden Tag, und zwar überwiegend Futures. Mein Schwerpunkt liegt auf Gold, Öl, Aktienindizes wie dem Nasdaq 100, Zinsmärkten wie dem Euro-Bund-Future und weiteren Rohstoffen. Konkret laufen das über die COMEX, die NYMEX, die CME, das CBOT und die EUREX. Im Devisenhandel nutze ich die Forex-CFDs, deren Auswahl bei Interactive Brokers hervorragend ist.

Das ist der eigentliche Unterschied zu einem deutschen Standardbroker. Ich kann den Euro-Bund-Future an der EUREX, die 10-jährige US-Staatsanleihe am CBOT und den Russell 2000 an der CME aus derselben Oberfläche handeln, im selben Konto und in der jeweiligen Währung. Wer Zinsmärkte diesseits und jenseits des Atlantiks gegeneinander handeln will, findet in Deutschland kaum eine vergleichbare Adresse.

Bei den Provisionen zahle ich Beträge, die sich nachrechnen lassen. Die folgende Übersicht stammt nicht aus einer Preisliste, sondern aus meinen eigenen Abrechnungen vom 22. bis 24. September 2026. Jeder Wert ergibt sich aus der berechneten Provision geteilt durch die Zahl der Kontrakte. Der Screenshot unter der Tabelle zeigt denselben Handelsverlauf im Original.

MarktBörseProvision je Kontrakt
Euro-Bund (GBL)EUREX2,00 €
Euro-Bobl (GBM)EUREX2,00 €
10-jährige T-Note (ZN)CBOT1,66 $
E-mini Dow (YM)CBOT2,24 $
E-mini S&P 500 (ES)CME2,24 $
E-mini Russell (RTY)CME2,24 $
Micro Nasdaq (MNQ)CME0,61 $
Gold (GC)COMEX2,51 $
Micro Gold (MGC)COMEX0,96 $
Palladium (PA)NYMEX2,51 $
Erdgas (NG)NYMEX2,46 $
Interactive Brokers Provisionen je Kontrakt im Handelsverlauf: Euro-Bund EUREX 2,00 Euro, T-Note CBOT 1,66 Dollar
Auszug aus meinem Handelsverlauf in der Trader Workstation. Die Spalte Provision zeigt den je Order berechneten Betrag, die Spalte daneben das realisierte Ergebnis. Zum Vergrößern anklicken.

Die Zahlen lassen sich vollständig nachprüfen. Der komplette Handelsverlauf dieser drei Tage steht als PDF mit allen 88 Ausführungen bereit. Lediglich die Kontonummer ist darin unkenntlich gemacht. Bei den Devisen-CFDs rechnet Interactive Brokers anders ab, nämlich nach Gegenwert: Eine Million AUD/CHF kostete 11,61 Schweizer Franken, 500.000 GBP/AUD kosteten 18,88 australische Dollar. Das entspricht jeweils rund 0,002 Prozent des gehandelten Volumens.

Für aktive Trader ist genau das der Unterschied. Wer mehrere Positionen am Tag dreht, zahlt bei vielen deutschen Anbietern ein Vielfaches davon. Am Monatsende ist das keine Nebensache mehr, sondern ein spürbarer Posten in der eigenen Rechnung.

Konto eröffnen bei Interactive Brokers: was Du vorher wissen solltest

Der Antrag läuft vollständig online, die eigentliche Entscheidung fällt aber vorher. Wer sich in Deutschland anmeldet, wird Kunde der Interactive Brokers Ireland Limited. Eine Mindesteinzahlung gibt es nicht, Du kannst also mit einem kleinen Betrag anfangen. Wichtiger als die Summe sind zwei Weichenstellungen im Antrag, die später Arbeit machen, wenn Du sie falsch setzt.

Die erste Weiche ist der Kontotyp. Beim Cash-Konto handelst Du ausschließlich mit vorhandenem Guthaben. Beim Margin-Konto kannst Du zusätzlich auf Kredit handeln, leerverkaufen und Futures nutzen. Für mein eigenes Handeln, also Futures auf Zinsen, Indizes und Rohstoffe, führt daran kein Weg vorbei. Beachte das Mindestalter: Für ein Cash-Konto musst Du 18 Jahre alt sein, für ein Margin-Konto 21 Jahre.

Die zweite Weiche ist die Kontostruktur. Interactive Brokers unterscheidet zwischen dem Einzelkonto mit einem Inhaber und dem Gemeinschaftskonto mit zwei Inhabern. Daneben gibt es Strukturen für Treuhand, Familien und Unternehmen. Wer als GmbH handeln will, wählt von vornherein den passenden Typ, statt später umzuziehen.

Und der Punkt, den viele erst nach der Eröffnung merken: Interactive Brokers führt keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Du bekommst Jahresreports und erklärst Deine Erträge selbst. Das ist kein Hinderungsgrund, aber es sollte eine bewusste Entscheidung sein und keine Überraschung im Frühjahr. Wer das nicht will, ist bei einem deutschen Broker besser aufgehoben, auch wenn er dort mehr zahlt.

Sicherheit und Anlegerschutz bei Interactive Brokers

Für deutsche Kunden ist die irische Gesellschaft der Vertragspartner. Wer hier ein Konto eröffnet, wird Kunde der Interactive Brokers Ireland Limited, beaufsichtigt von der Central Bank of Ireland. SEC, FINRA und FCA beaufsichtigen die Schwestergesellschaften in den USA und in Großbritannien. Für Deine Rechte zählt die Gesellschaft, bei der Dein Konto liegt.

Der irische Anlegerschutz ist keine Einlagensicherung. Privatkunden der irischen Gesellschaft fallen unter das Investor Compensation Scheme. Es ersetzt 90 Prozent des Verlusts, höchstens 20.000 Euro je Anleger, und greift nur, wenn das Unternehmen selbst ausfällt. Kursverluste werden nicht ersetzt. Professionelle Kunden und Institutionen sind ausgenommen. Verwaltet wird das Verfahren von der Investor Compensation Company DAC. Die Bedingungen nennt Interactive Brokers auf seiner Seite zum Anlegerschutz.

Ein Teil des Vermögens kann zusätzlich US-Schutz genießen. Die irische Gesellschaft verwahrt Positionen teilweise bei der US-Schwester Interactive Brokers LLC. Soweit Deine Wertpapiere dort liegen, greift der SIPC-Schutz bis 500.000 US-Dollar mit einem Bargeld-Unterlimit von 250.000 US-Dollar, ergänzt um eine Zusatzversicherung bei Lloyd’s über weitere 30 Millionen US-Dollar. Ob und in welchem Umfang das für Dein Konto gilt, hängt von der Verwahrung ab. Unabhängig davon trennt Interactive Brokers Kundengelder täglich vom eigenen Vermögen.

Interactive Brokers in Deutschland: Steuern und Sparpläne

Der wichtigste Unterschied betrifft die Steuer. Interactive Brokers ist eine ausländische Depotstelle und führt keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Du bekommst keine Steuerbescheinigung wie von einer deutschen Bank und musst Deine Erträge selbst in der Steuererklärung angeben. Der Broker stellt dafür detaillierte Jahresreports bereit. Wer das nicht selbst machen will, braucht einen Steuerberater oder einen deutschen Broker.

Sparpläne gibt es, sie sehen nur anders aus als gewohnt. Über die Funktion Recurring Investments lassen sich Aktien aus den USA, Kanada und Europa täglich, wöchentlich oder monatlich automatisch kaufen, auch in Bruchstücken. Für UCITS-ETFs bietet Interactive Brokers nach eigenen Angaben Sparpläne ab 10 Euro ohne Provision an. Die Einzelheiten stehen auf der Seite zu den Recurring Investments. Was fehlt, ist die gewohnte deutsche Sparplan-Liste mit Ausführung über einen einzelnen Handelsplatz.

Fazit zu Interactive Brokers: für wen er sich lohnt

Interactive Brokers ist kein typischer Einsteiger-Broker, sondern eine professionelle Handelsplattform für anspruchsvolle Anleger. Das enorme Handelsangebot, die sehr niedrigen Gebühren und die leistungsstarken Trading-Tools gehören zu den größten Stärken des Brokers. Wer denselben Depotzugang mit deutschsprachiger Betreuung sucht, findet ihn über den Introducing Broker CapTrader aus Düsseldorf: Das Depot führt auch dort Interactive Brokers Ireland.

Wer hauptsächlich ETFs besparen oder gelegentlich Aktien kaufen möchte, findet bei einfacheren Neobrokern oft einen leichteren Einstieg. Für aktive Trader, internationale Investoren sowie Options- und Futures-Händler zählt Interactive Brokers dagegen zu den besten Brokern weltweit.

So schneiden alle Online Broker in der Bestenliste ab:

Platz Broker Angebot Bewertung
1 XTB Logo XTB Depot
9,0
2 Interactive Brokers Logo Interactive Brokers
8,9
3 Scalable Capital Logo Scalable Capital
8,7
4 AGORA direct Logo AGORA direct
8,6
5 Smartbroker+ Logo Smartbroker+
8,3
6 Trade Republic Logo Trade Republic
8,2
7 eToro Logo eToro
8,0
8 flatex Logo flatex
7,8
9 Finanzen.net ZERO Logo Finanzen.net ZERO
7,4
10 justTRADE Logo justTRADE
7,4
Karsten Kagels

Karsten Kagels

Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Professioneller Trader und aktiver Anleger. Entwickler der Kagels Trading Methode.

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    Häufige Fragen zu Interactive Brokers

    Ist Interactive Brokers seriös und sicher?

    Ja, der Broker ist mehrfach reguliert und börsennotiert. Für Kunden in Deutschland ist die Interactive Brokers Ireland Limited zuständig, beaufsichtigt von der Central Bank of Ireland. Die Muttergesellschaft besteht seit 1978 und ist an der NASDAQ notiert. Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen verwahrt.

    Wie hoch sind die Gebühren bei Interactive Brokers?

    Das hängt vom Markt und vom Tarif ab. Deutsche Aktien kosten im Tiered-Modell 0,05 Prozent vom Ordervolumen, mindestens 1,25 Euro je Order. US-Aktien beginnen bei 0,0035 US-Dollar je Aktie mit einem Minimum von 0,35 US-Dollar. Bei Futures zahle ich je Kontrakt 2,00 Euro für den Euro-Bund und 1,66 US-Dollar für die 10-jährige US-Staatsanleihe. Depot- und Inaktivitätsgebühren fallen nicht an.

    Wie hoch ist die Mindesteinlage bei Interactive Brokers?

    Es gibt keine. Du kannst ein Konto ohne feste Mindesteinzahlung eröffnen und mit einem kleinen Betrag beginnen. Sinnvoll wird der Broker trotzdem erst, wenn Du regelmäßig handelst, denn seine Stärke liegt in den niedrigen Handelskosten und nicht im bequemen Einstieg.

    Muss ich bei Interactive Brokers Kapitalertragsteuer zahlen?

    Ja, aber Du musst sie selbst erklären. Interactive Brokers ist eine ausländische Depotstelle und führt keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Deine Steuerpflicht besteht trotzdem. Der Broker stellt Jahresreports bereit, aus denen Du die Angaben für die Anlage KAP übernimmst. Einen Freistellungsauftrag kannst Du dort nicht einrichten.

    Meldet Interactive Brokers Gewinne an das Finanzamt?

    Ein fehlender Steuerabzug bedeutet nicht, dass nichts gemeldet wird. Irland nimmt wie Deutschland am automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten teil. Kontodaten können darüber an die deutsche Finanzverwaltung gelangen. Wer seine Erträge nicht angibt, sollte sich also nicht auf Unsichtbarkeit verlassen.

    Gibt es bei Interactive Brokers Sparpläne?

    Ja, sie heißen nur anders. Über die Funktion Recurring Investments kaufst Du Aktien aus den USA, Kanada und Europa automatisch in festen Abständen, auch in Bruchstücken. Für UCITS-ETFs nennt Interactive Brokers Sparpläne ab 10 Euro ohne Provision. Was fehlt, ist die gewohnte deutsche Sparplan-Liste mit Ausführung über einen einzelnen Handelsplatz.

    Ist Interactive Brokers für Anfänger geeignet?

    Nur eingeschränkt. Handelsangebot und Kosten sind hervorragend, die Bedienung ist es nicht. Die Trader Workstation hat eine spürbare Einarbeitungszeit, und die Steuer musst Du selbst organisieren. Wer nur gelegentlich ETFs kauft, ist bei einem einfachen deutschen Anbieter schneller am Ziel.

    Über den Autor: Karsten Kagels

    Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading. Er handelt seit 1980 diskretionär nach Price Action und arbeitet vor allem in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten. Handelsplattformen und automatisierte Systeme beurteilt er als Praktiker von außen, nicht als Entwickler.

    Seine Arbeit hat die deutschsprachige Trading-Literatur mitgeprägt. Ende der 1980er übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte sowie verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

    Bei Interactive Brokers ist Karsten seit 1996 Kunde und handelt dort täglich. Die Provisionen in diesem Bericht stammen aus seinen eigenen Abrechnungen, nicht aus einer Preisliste. Sein Schwerpunkt liegt auf Futures an EUREX, CBOT, CME, COMEX und NYMEX, im Devisenhandel nutzt er die Forex-CFDs des Brokers. Ein Konto über drei Jahrzehnte zu führen ist ein Prüfstand, den keine Testtabelle ersetzt.

    Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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