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Wealth-Lab Erfahrungen: WealthLab 9, Kosten und Broker im Test 2026

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

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14 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Eine Handelsstrategie, die auf dem Papier funktioniert, muss im Markt noch lange nicht funktionieren. Wer das herausfinden will, ohne echtes Geld zu riskieren, braucht eine Software, die Strategien gegen historische Kursdaten rechnet. Genau dafür ist Wealth-Lab gebaut.

Der Anbieter hat seine Software in den vergangenen Monaten spürbar verändert. Seit Juni 2026 gibt es eine neue Hauptversion, die Preise sind gestiegen, und es ist ein Lizenzmodell dazugekommen, das es vorher nicht gab. In diesem Bericht steht, was die Software heute kostet, was sie leistet, welche Broker sie anbindet und wo ihre Grenzen liegen. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Wealth-Lab: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Backtesting steht im Mittelpunkt. Wealth-Lab ist eine Analysesoftware für Windows, mit der Du Handelsstrategien entwickelst, gegen historische Kursdaten testest und anschließend automatisiert handeln lassen kannst.
  • Der Anbieter heißt heute Quantacula. Die Software gehört der Quantacula, LLC mit Sitz in Sarasota, Florida. Fidelity Investments hat sie von 2004 bis 2021 als Wealth-Lab Pro angeboten, dieses Angebot ist eingestellt.
  • Es gibt zwei aktuelle Versionen. Seit Juni 2026 gibt es WealthLab 9 mit einem KI-Strategiebaukasten. Version 8 wird parallel weiter gepflegt, beide erhalten laufend neue Builds.
  • Die Preise sind 2026 gestiegen. Der Einstieg kostet $49,95 im Monat oder $399,95 im Jahr. Der Premium-Jahresplan mit allen hauseigenen Erweiterungen liegt bei $499,95, eine Lifetime-Lizenz bei $1.595.
  • Ohne Windows geht es nicht. Vorausgesetzt werden Windows, mindestens 16 GB Arbeitsspeicher und ein 64-Bit-Prozessor. Auf dem Mac läuft die Software nur über einen Windows-Emulator wie Parallels.
  • Automatisiertes Handeln ist möglich. Neun Broker und Krypto-Börsen sind angebunden, darunter Interactive Brokers, Binance und Kraken. Für Trader aus dem deutschsprachigen Raum ist Interactive Brokers der praktikabelste Weg.
  • Deutsche Werte sind abgedeckt. Der hauseigene Datenbestand deckt neben den US-Indizes auch DAX und MDAX ab, dazu liefert Lenz + Partner einen eigenen Datenfeed.

Was ist Wealth-Lab?

Wealth-Lab ist eine Analysesoftware für Windows, mit der Trader Handelsstrategien programmieren oder visuell zusammenklicken, gegen historische Kursdaten eines ganzen Wertpapierkorbs testen und anschließend über angebundene Broker automatisiert ausführen lassen. Eine Analyse-Software ohne diese Broker-Anbindung ist MetaStock Daily Charts, die Orders nicht selbst weiterleitet.

Der Unterschied zu einfachen Backtestern liegt im Portfolio. Die meisten Testprogramme rechnen eine Strategie gegen ein einzelnes Wertpapier. Wealth-Lab rechnet sie gegen ein komplettes Depot, also gegen viele Werte gleichzeitig, mit Positionsgrößen, Kapitalgrenzen und Umschichtungen. Für Rotationsstrategien, bei denen regelmäßig die stärksten Werte eines Index gekauft werden, ist das die Voraussetzung. Denselben Portfolio-Ansatz verfolgt AmiBroker, das ebenfalls unter Windows läuft und als dauerhafte Lizenz statt im Abo verkauft wird.

Ein zweiter Punkt ist die Zusammensetzung der Indizes. Wer einen Index von heute rückwärts testet, testet nur die Firmen, die überlebt haben. Wealth-Lab bildet die tatsächlichen Indexänderungen nach, also auch die Werte, die zwischenzeitlich herausgeflogen sind. Der Anbieter nennt das die Vermeidung des Survivorship Bias. Ohne diese Korrektur fallen Backtest-Ergebnisse systematisch zu gut aus.

Von Fidelity zu Quantacula: die Geschichte hinter der Software

Wealth-Lab kam im Jahr 2000 auf den Markt. Entwickelt wurde sie von Dion Kurczek, Brett Corrigan und Aristotle Varner. Vier Jahre später kaufte der US-Broker Fidelity Investments die Software und stellte sie seinen Kunden als Wealth-Lab Pro zur Verfügung.

Im August 2021 stellte Fidelity Wealth-Lab Pro ein. Das ist der Punkt, an dem viele ältere Ratgeber stehen geblieben sind. Das ursprüngliche Entwicklerteam hatte bereits im März 2021 Version 7 veröffentlicht, diesmal unabhängig von Fidelity und weltweit erhältlich. Heute steht im Impressum die Quantacula, LLC. Die frühere Marke Quantacula leitet inzwischen auf wealth-lab.com weiter.

Für Dich als Leser ist die Unterscheidung wichtig. Wer heute nach Wealth-Lab Pro sucht, findet ein Produkt, das es seit fünf Jahren nicht mehr gibt. Die heutige Fassung ist eine eigenständige Software, die man direkt beim Hersteller abonniert. Ein Fidelity-Konto ist dafür weder nötig noch hilfreich.

Wealth-Lab Startseite mit WealthLab 9 und KI-Strategieerstellung
Der Anbieter stellt seit Juni 2026 die Version 9 und ihre KI-Anbindung in den Mittelpunkt

Wealth-Lab: Adresse und Kontakt

Bevor es um Funktionen geht, hier die Unternehmensdaten. Sie finden sich in den Nutzungsbedingungen des Anbieters und lauten:

Quantacula LLC
6211 Sawyer Loop Rd Unit 201
Sarasota, FL 34238, USA
E-Mail: info@wealth-lab.com

Ein Hinweis dazu gehört dazu. Es gibt keine deutsche Niederlassung, keinen deutschsprachigen Support und kein Impressum nach deutschem Recht. Verträge werden mit einem US-Unternehmen geschlossen. Das ist bei Trading-Software aus den USA der Normalfall und kein Warnzeichen, es bedeutet aber, dass im Streitfall US-Recht gilt.

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WealthLab 9 oder Wealth-Lab 8: welche Version brauchst Du?

Der Anbieter pflegt zwei Hauptversionen gleichzeitig. Das ist die wichtigste Neuerung der vergangenen Monate und der Grund, warum ältere Testberichte an dieser Stelle in die Irre führen. WealthLab 9 erschien im Juni 2026 und wird seit August in regelmäßigen Builds ausgeliefert. Am 1. September 2026 stand Build 6 zum Download bereit.

Version 8 ist damit nicht abgekündigt. Sie wird weiterhin gepflegt, der Stand Ende August 2026 war Build 172. Wer die Software produktiv einsetzt, muss also nicht wechseln, nur weil eine neue Nummer da ist. Beide Fassungen stehen auf derselben Downloadseite und sind mit demselben Abonnement nutzbar.

VersionStartNeuerung
WealthLab 906.2026KI-Baukasten
WealthLab 82022ausgereift
Version 703.2021nur Erweiterungen
Beide Hauptversionen werden parallel weiterentwickelt, Stand September 2026. Version 9 setzt das .NET-Framework 10 voraus, Version 8 die Fassung 8.

Was die KI-Funktion in Version 9 wirklich macht

Version 9 bringt einen KI-Strategiebaukasten mit. Der Anbieter bewirbt sie damit, dass sich Strategieideen in normaler Sprache beschreiben lassen und die Software daraus einen lauffähigen Entwurf baut. Technisch läuft das über eine Programmierschnittstelle, an die sich externe KI-Assistenten anbinden lassen.

Was das im Alltag bedeutet, sollte man nüchtern sehen. Die Änderungsprotokolle der Builds 4 bis 6 drehen sich fast ausschließlich um diese Schnittstelle: Kommissionen und Slippage lassen sich per Anfrage setzen, Strategieordner werden automatisch angelegt, die Datenmenge der Antworten wurde reduziert. Das ist Werkzeugarbeit, kein fertiger Assistent, der auf Knopfdruck profitable Strategien liefert.

Der entscheidende Satz dazu ist unbequem. Eine KI kann Code schreiben und Parameter vorschlagen. Ob die dabei entstehende Strategie im Markt trägt, entscheidet weiterhin der Backtest samt Prüfung auf einem Zeitraum, den die Optimierung nicht gesehen hat. Genau dafür ist die Software gebaut, und genau diese Arbeit nimmt sie niemandem ab.

Welche Funktionen bietet Wealth-Lab?

Analysesoftware gibt es reichlich, die Unterschiede stecken im Detail. Im Folgenden gehe ich die Bereiche durch, die im täglichen Einsatz den Unterschied machen: Charting, Datenversorgung, der visuelle Strategiebaukasten, das Portfolio-Backtesting, die Anbindung an Broker und die Auswertung.

Fortschrittliches Charting

Sechs Charttypen stehen zur Auswahl. Neben dem Kerzenchart stehen unter anderem Heikin Ashi und Candle Volume zur Verfügung, dazu alle üblichen Zeiteinheiten. Für die Analyse sind Zeichenwerkzeuge, Fibonacci-Werkzeuge und Trendlinien an Bord.

Praktisch im Alltag sind die Indikator-Sets. Damit rufst Du Deine bevorzugten Indikatoren als Paket auf einen neuen Chart, statt sie jedes Mal einzeln zu setzen. Wer viele Werte durchsieht, spart damit spürbar Zeit.

Wealth-Lab Charting mit sechs auswählbaren Charttypen
Sechs Charttypen stehen zur Auswahl, hier in der Ansicht von Version 8

Relevante Marktdaten für Deine Analysen

Ohne saubere Kursdaten ist jeder Backtest wertlos. Dutzende Anbieter lassen sich anbinden, dazu kommt der hauseigene Bestand Wealth-Data. Er deckt die großen US-Indizes ab, für den deutschsprachigen Raum aber auch DAX und MDAX.

Der Datenbestand ist auf Backtesting zugeschnitten. Kapitalmaßnahmen, Aktiensplits und Dividenden sind eingearbeitet, und die Indexlisten bilden ihre historische Zusammensetzung ab. Für den DAX und die Xetra-Werte stehen dynamische Datensätze bereit, deren Mitglieder sich über die Zeit ändern.

Deutsche Kursdaten kommen wahlweise von Lenz + Partner. Der Anbieter liefert einen eigenen Datenfeed als kostenlose Erweiterung. Die Konditionen dieses Datenpakets stehen im Test der Tai-Pan Börsensoftware.

Wealth-Lab Datenimport mit Fundamentaldaten und Nachrichten
Fundamentaldaten, Nachrichten und Bewertungen lassen sich in die Analyse einbinden

Strategien per Drag-and-Drop bauen

Programmierkenntnisse sind keine Voraussetzung. Über die sogenannten Building Blocks klickst Du Bedingungen und Regeln zusammen, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Syntaxfehler sind auf diesem Weg ausgeschlossen, weil es keine Syntax gibt.

Der Übergang zum Code ist bewusst offen gehalten. Eine visuell gebaute Strategie lässt sich in C#-Quelltext exportieren und dort weiterentwickeln. Wer klein anfängt, muss also nicht bei null beginnen, wenn die Anforderungen wachsen.

Wealth-Lab Strategie per Drag-and-Drop zusammensetzen
Bedingungen und Regeln lassen sich ohne Programmierung zusammenziehen

Portfolio-Backtesting

Das ist die Kernfunktion, für die Wealth-Lab gekauft wird. Statt einer einzelnen Aktie rechnet die Software ein ganzes Depot durch, inklusive Positionsgrößen, Kommissionen, Slippage und Kapitalgrenzen. Über sogenannte MetaStrategies laufen mehrere Handelsansätze parallel und unabhängig voneinander.

Eingebaut ist außerdem eine Walk-Forward-Prüfung. Dabei wird die Strategie auf einem Zeitraum optimiert und anschließend auf einem Zeitraum geprüft, den die Optimierung nicht gesehen hat. Das ist der einzige ernsthafte Schutz gegen Überanpassung, also gegen Regeln, die nur die Vergangenheit erklären.

Ein Backtest in Wealth-Lab, aufgezeichnet in Version 8

Automatisiertes Trading

Aus einer geprüften Strategie wird auf Wunsch ein automatisiertes System. Der Order Manager übernimmt dabei die Verwaltung und Überwachung der Positionen, die Signale gehen über die angebundenen Broker in den Markt. Welche Anbieter das sind und worauf Trader aus Deutschland, Österreich und der Schweiz achten müssen, steht weiter unten in einem eigenen Abschnitt.

Wealth-Lab automatisiertes Trading mit Preis-Triggern
Preis-Trigger und Orderverwaltung für den automatisierten Handel

Auswertung und Performance-Berichte

Ein Backtest ist nur so gut wie seine Auswertung. Neben den üblichen Kennzahlen liefert die Software Trade-für-Trade-Listen, Korrelationsanalysen zwischen Positionen und dreidimensionale Optimierungslandschaften.

Eine Ergänzung aus dem September 2026 ist erwähnenswert. Seit Build 6 lassen sich Backtest-Ergebnisse zusätzlich gegen eine Vergleichsgröße stellen. Das beantwortet die Frage, die bei jeder Auswertung zuerst gestellt gehört: Wäre schlichtes Kaufen und Halten nicht besser gewesen?

Wealth-Lab Performance-Bericht mit Kennzahlen und Trade-Liste
Die Auswertung listet jeden einzelnen Trade und lässt sich frei filtern

Systemvoraussetzungen: Wealth-Lab läuft nur unter Windows

Diesen Punkt solltest Du vor allem anderen prüfen. Wealth-Lab ist eine Windows-Software. Es gibt keine Webversion, keine App und keine native Mac-Fassung. Wer an einem Mac arbeitet, braucht einen Windows-Emulator wie Parallels oder VMware Fusion, was zusätzliche Lizenzkosten und Einrichtungsaufwand bedeutet.

Auch der Arbeitsspeicher ist eine echte Hürde. Der Hersteller nennt 16 GB Arbeitsspeicher als Minimum und empfiehlt 32 GB oder mehr. Für ein Backtesting-Programm ist das nachvollziehbar, weil ganze Indexhistorien im Speicher gehalten werden. Auf einem älteren Bürorechner mit 8 GB wird die Arbeit zäh.

AnforderungMinimumHinweis
BetriebssystemWindowsWin 11 empfohlen
Arbeitsspeicher16 GB32 GB empfohlen
Prozessor64 BitPflicht
Macnur emuliertParallels oder VMware
Systemvoraussetzungen laut Downloadseite des Herstellers, Stand September 2026

Ein technisches Detail am Rande. Version 9 setzt das .NET-Framework 10 voraus, Version 8 die Fassung 8. Beide werden vom Standard-Installationspaket mitgebracht. Nur wenn das Framework bereits vorhanden ist, lohnt der kleinere Download.

Vorteile und Nachteile von Wealth-Lab

Keine Software passt zu jedem Trader. Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was mir beim Durchgehen von Funktionsumfang, Preismodell und Herstellerangaben aufgefallen ist.

Dafür lohnt sich Wealth-Lab

  • Echtes Portfolio-Backtesting. Ganze Depots statt einzelner Werte, mit Positionsgrößen, Kapitalgrenzen und Umschichtungen. Für Rotationsstrategien gibt es wenige vergleichbare Programme.
  • Historisch korrekte Indexzusammensetzung. Die Indexlisten bilden ihre frühere Zusammensetzung ab, ausgeschiedene Werte eingeschlossen. Das verhindert systematisch zu gute Ergebnisse.
  • Kein Zwang zum Programmieren. Über die Building Blocks entstehen Strategien per Mausklick, mit der Option, später in C# weiterzuarbeiten.
  • Neun angebundene Broker und Börsen. Interactive Brokers, TradeStation, Schwab, Tradier, Alpaca, Collective2 sowie Binance, KuCoin und Kraken.
  • Deutsche Werte sind dabei. Neben den US-Indizes deckt Wealth-Data auch DAX und MDAX ab, dazu gibt es einen kostenlosen Datenfeed von Lenz + Partner.
  • Sichtbare Weiterentwicklung. Beide Hauptversionen erhalten regelmäßig Builds, die Änderungsprotokolle sind öffentlich und taggenau nachlesbar.

Das solltest Du vorher wissen

  • Windows ist Pflicht. Keine Webversion, keine App, auf dem Mac nur über einen Emulator mit zusätzlicher Lizenz.
  • Hohe Hardwareanforderung. 16 GB Arbeitsspeicher als Minimum schließen ältere Rechner praktisch aus.
  • Kein Geld zurück. Bei Kündigung eines Monats- oder Jahresabos gibt es laut Anbieter keine Rückerstattung, auch keine anteilige.
  • Alles auf Englisch. Website, Software, Handbuch und Forum sind ausschließlich auf Englisch, ein deutschsprachiger Support existiert nicht.
  • Broker-Auswahl für DACH begrenzt. Für Aktien und Optionen sind mehrere US-Broker angebunden, für Trader aus dem deutschsprachigen Raum bleibt praktisch nur Interactive Brokers.
  • Der Baukasten hat eine Grenze. Eigene Indikatoren und komplexere Logik brauchen C#-Kenntnisse, und mehrere Erweiterungen kosten zusätzlich.
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Was kostet Wealth-Lab?

An dieser Stelle haben sich die Zahlen 2026 deutlich verändert. Der Anbieter hat die Preise angehoben und zusätzlich ein Modell eingeführt, das es vorher nicht gab. Alle Angaben sind Nettopreise in US-Dollar und stammen von der Preisseite des Herstellers, abgerufen am 1. September 2026.

ModellPreisAbrechnung
Monatsplan$49,95je Monat
Jahresplan$399,95je Jahr
Premium-Jahresplan$499,95je Jahr
Lifetime-Lizenz$1.595einmalig
Wartungsjahr$149,95einmalig
Preisübersicht laut Herstellerseite, Stand 1. September 2026
Wealth-Lab Kosten 2026 mit fünf Preisplänen
Die fünf Preismodelle im September 2026, darunter die neue Lifetime-Lizenz

Die Ersparnis beim Jahresplan lässt sich nachrechnen. Zum Monatspreis von $49,95 kostet ein Jahr rechnerisch $599,40, der Jahresplan liegt bei $399,95. Die Ersparnis beträgt also rund ein Drittel, sofern Du die Software wirklich durchgehend nutzt.

Neu ist die Lifetime-Lizenz. Sie kostet $1.595 einmalig, enthält den Leistungsumfang des Premium-Plans und zwei Jahre Aktualisierungen. Danach kostet jedes weitere Wartungsjahr $149,95. Gegenüber dem Premium-Abo rechnet sich das ab etwa drei bis vier Jahren, wer die Software länger einsetzt, fährt damit günstiger.

Einen Punkt solltest Du vor dem Kauf lesen. Der Hersteller schreibt ausdrücklich, dass bei einer Kündigung keine Rückerstattung erfolgt, weder anteilig noch für den Rest der Laufzeit. Der Zugang läuft bis zum Ende des bezahlten Zeitraums weiter, das Geld bleibt beim Anbieter. Wer ein Jahresabo im zweiten Monat kündigt, hat trotzdem das volle Jahr bezahlt.

Die Erweiterungen kosten zusätzlich. Die Spanne reicht von kostenlos bis $299,95, die meisten liegen zwischen $19,95 und $99,95. Im Premium-Jahresplan sind die Erweiterungen des Herstellers enthalten, die von Drittanbietern nicht.

Vor dem Kauf lässt sich die Software ausprobieren. Der Anbieter wirbt mit einem kostenlosen Testzugang, der ohne Kreditkarte auskommt. Eine Testdauer nennt er auf den öffentlichen Seiten nicht. Für die einzelnen Erweiterungen sind dagegen 14 Tage ausgewiesen.

Wie stark sich die Software verändert hat, zeigt der direkte Vergleich. Die folgende Übersicht stellt vier Angaben aus dem älteren Testbericht dem Stand gegenüber, den ich am 1. September 2026 an den Quellen des Herstellers geprüft habe.

Wealth-Lab Änderungen 2026: Version, Preise, Broker und Systemvoraussetzungen im Vergleich
Vier Angaben aus dem alten Testbericht, gegen die Herstellerquellen geprüft am 1. September 2026

Programmierung, Backtesting und fertige Strategien

Programmierkenntnisse sind keine Voraussetzung

Hier hält sich eine überholte Angabe hartnäckig. Ältere Beschreibungen nennen an dieser Stelle WealthScript, eine hauseigene Sprache aus den frühen Versionen. Sie spielt seit Version 7 keine Rolle mehr: Die aktuellen Fassungen setzen durchgängig auf C#.

Für den Einstieg brauchst Du davon nichts. Über die Building Blocks lassen sich vollständige Strategien zusammenklicken. Programmierkenntnisse erweitern die Möglichkeiten, sind aber keine Voraussetzung.

So läuft ein Backtest in Wealth-Lab ab

Der Weg führt über den Strategy Builder. Dort wählst Du Bausteine aus, verbindest sie zu Ein- und Ausstiegsregeln und startest anschließend den Test gegen einen Wertpapierkorb Deiner Wahl.

Wichtiger als der Startknopf sind die Einstellungen davor. Einstellbar sind Kommissionen, Slippage, Zinsen auf Barbestände, Margin-Kosten und die Frage, ob nur volle Stückzahlen gehandelt werden. Diese Kostenannahmen entscheiden darüber, ob ein Backtest etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Der Hersteller zeigt den Strategy Builder in einem eigenen Video

Öffentliche Wealth-Lab Handelsstrategien

Du musst nicht bei null anfangen. Auf der Website steht eine Sammlung öffentlicher Strategien bereit, teils vom Hersteller, teils von anderen Nutzern. Über den Info-Knopf siehst Du die Eigenschaften, mit einem Klick auf Open landet die Strategie im Strategy Builder.

Eine Einschränkung ist wichtig. Eine fremde Strategie ist ein Ausgangspunkt, keine Empfehlung. Bevor Du sie einsetzt, gehört sie auf Deinen eigenen Wertpapierkorb, Deinen Zeitraum und Deine Kostenannahmen gerechnet. Wie sich ein Backtest sinnvoll aufsetzen lässt, steht ausführlich in unserem Beitrag zum Backtesting von Handelsstrategien.

Für einen einzelnen Wert ist der Aufwand oft geringer. Wer keine Portfolio-Auswertung braucht, kommt über das Backtesting mit TradingView schneller zu einem Ergebnis.

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Welche Broker unterstützt Wealth-Lab?

An diesem Punkt sind viele Bestandsangaben veraltet. Aktuell sind es neun, aufgeteilt nach Anlageklassen. Für Aktien, Optionen, Futures und Devisen stehen Interactive Brokers, TradeStation und Collective2 bereit. Auf Aktien und Optionen beschränkt sind Schwab, Tradier und Alpaca. Für Kryptowährungen sind Binance, KuCoin und Kraken angebunden.

TD Ameritrade gehört nicht mehr dazu. Er wurde von Charles Schwab übernommen, die Kundenkonten sind 2024 migriert worden. Wer eine ältere Liste liest, findet ihn womöglich noch, in der aktuellen Broker-Übersicht taucht er nicht mehr auf.

BrokerHandelbarDACH
Interactive
Brokers
Aktien bis Forexja
TradeStationAktien bis Forexbedingt
SchwabAktien, Optionennein
TradierAktien, Optionennein
AlpacaAktien, Optionennein
Binance,
Kraken
Kryptoja
Angebundene Broker laut Hersteller-FAQ, Stand September 2026. Schwab, Tradier und Alpaca nehmen im Regelfall keine Kunden aus dem deutschsprachigen Raum an.

Was Trader aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beachten müssen

Die Zahl neun relativiert sich, sobald Du Deinen Wohnsitz einrechnest. Schwab, Tradier und Alpaca nehmen im Regelfall keine Kunden aus dem deutschsprachigen Raum an. Übrig bleiben für den Aktienhandel praktisch Interactive Brokers und, mit Einschränkungen, TradeStation.

Bei Kryptowährungen sieht es besser aus. Über die Binance– und Kraken-Anbindungen ist der automatisierte Handel auch aus dem deutschsprachigen Raum möglich. Wie sich automatisierte Systeme grundsätzlich aufsetzen lassen, steht in unserem Beitrag zum Auto-Trading.

Eine verbreitete Behauptung gehört korrigiert. In älteren Beschreibungen liest man gelegentlich, außerhalb der USA sei automatisiertes Handeln mit Wealth-Lab gar nicht möglich. Das trifft so nicht zu: Mit einem Konto bei Interactive Brokers oder einer der angebundenen Krypto-Börsen funktioniert es. Richtig ist nur, dass die Auswahl kleiner ist als für US-Kunden.

Erweiterungen, Community und Blog

Die Wealth-Lab Erweiterungen

Der Funktionsumfang lässt sich über Erweiterungen deutlich ausbauen. Sie bringen Broker-Anbindungen, Datenfeeds, zusätzliche Indikatoren und Optimierungsverfahren. Ein Teil stammt vom Hersteller, ein größerer Teil von Drittanbietern, vor allem vom Entwickler finantic.

Kostenlos sind sie überwiegend nicht. Die Preisspanne steht weiter oben im Kostenabschnitt. Die Erweiterungen des Herstellers sind im Premium-Plan enthalten, die von Drittanbietern nicht. Kostenlos sind unter anderem der Datenfeed von Lenz + Partner und die Anbindung an Norgate Data.

Vor dem Kauf gibt es eine Probezeit. Jede Erweiterung lässt sich 14 Tage lang testen, bevor Du sie kaufst. Auf der Übersichtsseite steht außerdem je Erweiterung, welcher Build für Version 8 und für Version 9 vorliegt, was vor einem Versionswechsel die entscheidende Information ist.

Wealth-Lab Erweiterungen mit Preisen und Builds für Version 8 und 9
Jede Erweiterung nennt ihren Preis und die verfügbaren Builds für beide Versionen

Die Wealth-Lab Community

Auf der Website läuft ein aktives Forum. Es umfasst rund 370 Seiten mit Diskussionen, und die Aktivität ist real: Am 1. September 2026 standen mehrere Beiträge desselben Tages ganz oben, unter anderem zu den finantic-Erweiterungen für Version 9 und zur neuen Programmierschnittstelle. Eine Registrierung ist kostenlos und ohne Abonnement möglich.

Eine deutschsprachige Nutzergruppe gab es ebenfalls. Zwischen 2023 und Juli 2025 gab es die Unabhängige Wealth-Lab User Group Deutschland, kurz UWUD, mit monatlichen Online-Treffen zu Optimierungsverfahren, Monte-Carlo-Analysen und Indikatoren. Die Gruppe kam zuletzt auf acht bis elf Teilnehmer je Treffen. Seit Juli 2025 sind im Forum keine weiteren Termine dokumentiert, die Gruppe ist offenbar eingeschlafen.

Wealth-Lab Community-Forum mit aktuellen Diskussionen
Das Forum ist der zentrale Anlaufpunkt für Fragen und Strategie-Austausch

Der Wealth-Lab Blog

Der Blog ist der schwächste Teil des Angebots. Er wird nur sporadisch gepflegt und enthält eine überschaubare Zahl von Beiträgen, etwa zum automatisierten Handel mit Interactive Brokers. Als laufende Informationsquelle taugt er nicht, dafür ist das Änderungsprotokoll der Software die bessere Adresse: Es dokumentiert jeden Build mit Datum.

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Support und Erfahrungen mit Wealth-Lab

Support über Forum und E-Mail

Es gibt zwei Wege. Über den Knopf „Ask a question“ stellst Du Deine Frage im Forum, wo in der Regel andere Nutzer und der Hersteller selbst antworten. Alternativ erreichst Du den Support unter support@wealth-lab.com.

Was es nicht gibt, gehört genauso dazu. Es gibt keine Telefonnummer, keinen Chat und keinen deutschsprachigen Ansprechpartner. Wer Wert auf Support in der Muttersprache legt, ist bei diesem Anbieter falsch.

Erfahrungen anderer Nutzer

Belastbare Bewertungen sind bei dieser Software dünn gesät. Der ausführlichste englischsprachige Testbericht stammt von daytradereview.com und vergibt 4,1 von 5 Punkten. Er ist allerdings vom Dezember 2021 und beschreibt damit Version 7, also einen Stand vor zwei Hauptversionen.

Eine breite Bewertungsbasis existiert nicht. Es gibt kein Trustpilot-Profil mit nennenswerter Bewertungszahl, keine Einträge in den großen deutschen Vergleichsportalen und keine belastbare Stichprobe. Das ist bei einer Spezialsoftware für eine kleine Zielgruppe erwartbar, es heißt aber: Wer sich auf Sternebewertungen verlassen will, findet hier keine Grundlage.

Aus dem Funktionsumfang lässt sich trotzdem etwas ableiten. Die Stärke liegt eindeutig bei Tradern, die mehrere Strategien kombinieren oder Rotationsstrategien handeln, also regelmäßig die stärksten Werte eines Index umschichten. Dafür gibt es wenige Alternativen. Wer dagegen einen einzelnen Chart handelt und diskretionär entscheidet, braucht diese Software nicht.

Im deutschsprachigen Raum baut eine ganze Ausbildung darauf auf. Der Wiener Trading-Ausbilder Thomas Vittner setzt Wealth-Lab als Pflichtwerkzeug in seinen Kursen ein und lässt Teilnehmer damit eigene Rotations- und Mean-Reversion-Systeme testen. Wer sehen will, wie weit sich die Software in einer strukturierten Ausbildung nutzen lässt, findet dort ein konkretes Beispiel.

Fazit: Für wen sich Wealth-Lab lohnt

Wealth-Lab macht das, wofür es gebaut ist, gründlich. Portfolio-Backtesting mit historisch korrekten Indexlisten, Walk-Forward-Prüfung und einer Auswertung, die jeden Trade nachvollziehbar macht. Wer Rotationsstrategien entwickelt oder mehrere Ansätze parallel prüfen will, findet hier ein Werkzeug, das diese Aufgabe ernst nimmt.

Die Hürden sind aber real und sollten vor dem Kauf feststehen. Windows ist Pflicht, 16 GB Arbeitsspeicher sind das Minimum, alles läuft auf Englisch, und bei einer Kündigung gibt es kein Geld zurück. Wer aus dem deutschsprachigen Raum automatisiert handeln will, braucht in der Praxis ein Konto bei Interactive Brokers oder handelt Kryptowährungen.

Die Preisfrage hängt an der geplanten Nutzungsdauer. Zwischen dem Monatsabo und der einmaligen Lifetime-Lizenz liegt eine große Spanne. Wer die Software über Jahre einsetzt, fährt mit der Lifetime-Lizenz günstiger; wer nur ausprobieren will, beginnt mit dem Testzugang und dem Monatsplan, weil ein gekündigtes Jahresabo nicht erstattet wird.

Ein letzter Gedanke zur KI-Funktion. Die Version 9 mit ihrer KI-Anbindung ist die sichtbarste Neuerung, ändert aber nichts an der eigentlichen Arbeit. Eine Strategie, die eine KI vorschlägt, ist so lange wertlos, bis sie auf Daten geprüft wurde, die weder Du noch die KI beim Bauen gesehen habt. Wealth-Lab ist gut darin, genau diese Prüfung zu ermöglichen. Es nimmt einem die Entscheidung darüber nicht ab.

Häufige Fragen zu Wealth-Lab

Wem gehört Wealth-Lab heute?

Die Software gehört der Quantacula, LLC mit Sitz in Sarasota, Florida. Fidelity Investments hatte sie 2004 übernommen und bis August 2021 als Wealth-Lab Pro angeboten. Das ursprüngliche Entwicklerteam um Dion Kurczek brachte im März 2021 eine unabhängige Fassung heraus, aus der die heutige Version hervorgegangen ist.

Gibt es Wealth-Lab Pro noch?

Nein. Fidelity hat Wealth-Lab Pro im August 2021 eingestellt. Ein Fidelity-Konto bringt für die heutige Software keinen Vorteil mehr. Wer Wealth-Lab nutzen möchte, schließt ein Abonnement direkt beim Hersteller ab oder kauft eine Lifetime-Lizenz.

Läuft Wealth-Lab auf dem Mac?

Nicht direkt. Wealth-Lab ist eine reine Windows-Anwendung. Auf einem Mac läuft sie nur über einen Windows-Emulator wie Parallels oder VMware Fusion. Der Hersteller nennt außerdem 16 GB Arbeitsspeicher als Minimum und empfiehlt 32 GB.

Welche Programmiersprache nutzt Wealth-Lab?

Die aktuellen Versionen setzen auf C#. Die frühere hauseigene Sprache WealthScript spielt seit Version 7 keine Rolle mehr. Für den Einstieg brauchst Du keine Programmierkenntnisse, weil sich Strategien über die Building Blocks zusammenklicken lassen. Eigene Indikatoren erfordern dagegen C#.

Können deutsche Trader über Wealth-Lab automatisiert handeln?

Ja, allerdings mit eingeschränkter Auswahl. Von den neun angebundenen Anbietern nehmen Schwab, Tradier und Alpaca im Regelfall keine Kunden aus dem deutschsprachigen Raum an. Für Aktien bleibt praktisch Interactive Brokers, für Kryptowährungen stehen Binance, KuCoin und Kraken zur Verfügung.

Sind deutsche Aktien in den Kursdaten enthalten?

Ja. Der hauseigene Datenbestand Wealth-Data deckt neben den großen US-Indizes auch DAX und MDAX ab, für DAX und Xetra gibt es dynamische Datensätze mit historisch korrekter Zusammensetzung. Zusätzlich liefert Lenz + Partner einen eigenen Datenfeed als kostenlose Erweiterung.

Bekomme ich mein Geld zurück, wenn ich kündige?

Nein. Der Anbieter schreibt in seinen Rückerstattungsregeln ausdrücklich, dass weder bei Monats- noch bei Jahresabonnements eine Erstattung erfolgt, auch keine anteilige. Der Zugang bleibt bis zum Ende des bezahlten Zeitraums bestehen. Wer die Software erst testen möchte, nutzt deshalb besser den kostenlosen Testzugang oder den Monatsplan.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.

Trading-Software beurteilt Karsten nach Praxistauglichkeit, nicht nach Funktionsliste. Als diskretionärer Trader interessiert ihn, ob ein Werkzeug im laufenden Markt hilft oder nur beeindruckende Backtests produziert. Für diese Überarbeitung wurden Versionsstand, Preismodell, Systemvoraussetzungen und Broker-Anbindung am 1. September 2026 an den Quellen des Herstellers geprüft.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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