Thomas Vittner verkauft keine Trading-Signale, sondern eine Methode. Der Wiener entwickelt seit über zwanzig Jahren regelbasierte Aktienstrategien und bringt Privatanlegern bei, wie sie ihre eigenen Regeln am historischen Kursverlauf prüfen. Das nennt sich Backtesting, also der Test einer Handelsidee an vergangenen Kursdaten. Wer bei ihm bucht, bekommt keine fertigen Einstiege, sondern Arbeit.
Für diesen Bericht haben wir das komplette Angebot an der Quelle geprüft. Dazu gehören der Shop mit allen Preisen, das österreichische Impressum, die Bewertungen bei ProvenExpert und die sechs Fachbücher bei der Deutschen Nationalbibliothek. Ein Ergebnis vorweg: Vittner hat sein Programm seit 2025 komplett umgebaut, und die Software-Kosten stehen auf keiner Preisseite. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Thomas Vittner: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Person: Thomas Vittner ist Trader, Fachbuchautor und Universitätsdozent aus Wien. Er gründete 2016 nach eigener Angabe den ersten Aktien-Robo-Advisor und verkaufte das Geschäft 2019.
- Angebot: Zwei Stränge, Billions für kurzfristiges Trading und AktienStart für langfristiges Anlegen, dazu Screener, Musterdepots und Coachings.
- Kosten: Einstieg ab 19,00 €, die Jahresmitgliedschaft kostet 347 € im ersten Jahr und danach 97 € pro Jahr. Die Masterclass Level 2 bis 5 kostet 4.280,00 €.
- Versteckte Kosten: Die vorausgesetzte Software Wealth Lab kostet zusätzlich $399 und steht auf keiner Preisseite.
- Bewertungen: 4,98 von 5 bei ProvenExpert, allerdings sind nur 10 der 52 Bewertungen öffentlich einsehbar und die jüngste stammt vom Mai 2025.
- Grenzen: Wer fertige Signale sucht, ist hier falsch. Die Methode verlangt Einarbeitung in eine englischsprachige Backtesting-Software.
Wer ist Thomas Vittner?
Thomas Vittner ist ein österreichischer Trader, Fachbuchautor und Trading-Ausbilder, der Privatanlegern regelbasierte Aktienstrategien und deren Prüfung per Backtesting beibringt.
Sein Geschäft läuft über die moomoc GmbH in Wien. Vittner ist dort alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer. Bei ProvenExpert beschreibt er sich als Bestsellerautor und Universitätsdozent, seit 25 Jahren im Börsenhandel. Vorträge hielt er nach eigenen Angaben unter anderem an den Universitäten Augsburg, München, Hamburg und Halle sowie an der Donau-Universität Krems.
Sein Thema ist die Zahl, nicht die Meinung. Vittner arbeitet mit Backtesting und quantitativer Analyse, also der Auswertung großer Kursdatenmengen nach festen Kriterien. Marktkommentare und Prognosen sucht man bei ihm vergeblich. Das grenzt ihn von vielen Trading-Experten ab, die vor allem über die aktuelle Lage sprechen.

Vom Versicherungsmanager zum Robo-Advisor-Gründer
Vittner kommt nicht aus der Finanzbranche, sondern aus der Versicherungswirtschaft. Nach eigener Darstellung begann er 2001 privat mit Aktien, hielt 2007 sein erstes Seminar an der Wiener Börse und machte sich 2009 als Trader selbstständig. Ab 2012 kam die Vermögensverwaltung dazu.
Der wichtigste Punkt seines Lebenslaufs steht bisher in keinem Erfahrungsbericht. 2016 gründete Vittner nach eigener Angabe den weltweit ersten Aktien-Robo-Advisor, also einen digitalen Vermögensverwalter, der Aktienportfolios automatisch zusammenstellt. 2019 verkaufte er dieses Geschäft und kehrte zu Trading und Ausbildung zurück. Belegt ist die Angabe nur durch ihn selbst, ein unabhängiger Nachweis fehlt.
Kontakt und Unternehmensinformationen
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Firma | moomoc GmbH |
| Anschrift | Bandgasse 33–41/19, 1070 Wien, Österreich |
| Firmenbuchnummer | FN 460596y, Handelsgericht Wien |
| UID-Nummer | ATU 71475414 |
| Geschäftsführung | Thomas Vittner, 100 % der Anteile |
| Gewerbe | Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik |
| Aufsichtsbehörde | Magistratisches Bezirksamt für den 7. Bezirk, Wien |
| Kontakt | office@thomasvittner.com |
Thomas Vittner Trading-Ansatz
Der Kern ist eine einfache Frage: Hat diese Idee in der Vergangenheit funktioniert? Statt auf Einschätzungen zu setzen, prüft Vittner Handelsregeln an historischen Kursdaten. Was den Test nicht besteht, wird nicht gehandelt. Daraus entsteht ein Handelsplan mit festen Ein- und Ausstiegsregeln. Welche Anbieter ihre Einsteigerkurse kostenlos bereitstellen, haben wir im Überblick zu kostenlosen Trading Schulungen zusammengestellt.
Sein bekanntestes Regelwerk heißt Billions. Es kombiniert mehrere Strategietypen: Mean Reversion, also das Ausnutzen übertriebener Kursbewegungen, die zum Mittelwert zurückkehren, dazu Momentum, Breakouts und Rotationssysteme. Gehandelt werden vor allem US-Aktien auf Tagesbasis, kein Intraday-Handel.
Der Zeitaufwand ist der stärkste Verkaufspunkt und zugleich der am häufigsten missverstandene. Der Anbieter nennt für die Umsetzung des fertigen Regelwerks 15 Minuten pro Woche. Das gilt für das Abarbeiten der Scans, nicht für die Entwicklung. Bis eine eigene Strategie steht, vergehen Wochen. Das Level-1-Programm allein umfasst 34 Lektionen mit rund 15 Stunden Material.
Ohne Software geht nichts. Vittner arbeitet mit Wealth Lab, einer englischsprachigen Backtesting-Plattform. Wer die Programme bucht, muss sich in dieses Werkzeug einarbeiten. Für Anleger, die nur eine Aktienliste wollen, ist der Ansatz deutlich zu aufwendig.
Was kostet die Ausbildung bei Thomas Vittner?
Vittner nennt auf seinen Kursseiten keine Preise, im Shop stehen sie vollständig. Wir haben alle relevanten Produktseiten einzeln abgerufen. Die Spanne reicht von 19,00 € für das Einsteigerseminar bis 4.280,00 € für die große Masterclass. Alle Angaben stammen vom 26. August 2026. Damit ist Vittner offener als viele Mitbewerber: Carsten Umland mit seinem Mentoring nennt für sein Mentoring gar keine Zahl.

Das Preismodell der Mitgliedschaften hat einen Haken, den man leicht überliest. Sowohl das Billions Trading College als auch die AktienStart Academy kosten 97 € pro Jahr plus eine einmalige Gebühr von 250 €. Im ersten Jahr zahlt man also 347 €, danach 97 € jährlich. Alternativ gibt es einen Fixpreis von 497 € für 18 Monate ohne Verlängerung.
Wealth Lab: die Zusatzkosten, die auf keiner Preisseite stehen
Der größte Kostenpunkt taucht in keiner Produktbeschreibung auf. Die Kurse setzen Wealth Lab voraus. Die Vollversion kostet laut Anbieterangabe $399, Kursteilnehmer bekommen 10 % Rabatt. Wer eine Jahresmitgliedschaft für 347 € bucht, landet im ersten Jahr also bei rund 700 €.
Das ist kein Vorwurf, aber eine Information, die vor der Buchung gehört. Softwarekosten sind bei systematischem Handeln normal. Kritisch ist, dass sie erst auftauchen, wenn man den Kurs bereits bezahlt hat. Vor der Buchung lohnt die Frage an den Support, welche Wealth-Lab-Lizenz für das gebuchte Level wirklich nötig ist.
Trading-Ausbildungen im Überblick
Das Angebot ist seit 2025 komplett umgebaut worden. Formate wie das Summer Boot Camp oder SmartInvestor Live, die in älteren Erfahrungsberichten stehen, führt die Website nicht mehr als aktuelle Programme. Heute gibt es zwei Stränge und eine Reihe von Zusatzprodukten. Das Level-1-Programm gehört zu den besten Trading Kursen für Anfänger und Fortgeschrittene in unserem Vergleich.
Billions: der Strang für kurzfristiges Trading
Billions ist das Einstiegsprogramm für aktives Handeln. Level 1 umfasst 34 Lektionen mit rund 15 Stunden Material, dazu interaktive Tests, eine Telegram-Community und monatliche Live-Webinare. Vermittelt werden Mean-Reversion-, Momentum-, Breakout- und Rotationsstrategien für US-Aktien. Darüber liegen die Level 2 bis 5, die als Masterclass-Paket verkauft werden.
Für wen es nichts ist: Wer Positionsgrößen und Risikoregeln noch nie selbst gerechnet hat, wird im Level 1 überfordert. Das Programm setzt Grundwissen und Bereitschaft zur Softwarearbeit voraus.
AktienStart Academy: der Strang für langfristiges Anlegen
AktienStart zielt auf mittel- und langfristige Anleger. Der Preis ist identisch mit Billions: 347 € im ersten Jahr, danach 97 € pro Jahr. Inhaltlich geht es um Aktienauswahl nach Kennzahlen statt um kurzfristige Signale. Wer nur lesen und keine Software bedienen will, ist mit den Fachbüchern unten besser bedient.
Screener, Musterdepots und Coachings
Rund um die Kurse verkauft Vittner Werkzeuge und Betreuung. Der Quant Matrix Rechner kostet 97 € pro Jahr, die KI-gestützten Varianten Quant Matrix AI liegen bei 497 € (S&P 500) beziehungsweise 797 € (Bundle) im Jahr. Ein Einzelcoaching beginnt bei 129 €, das Premium-Coaching über 90 Minuten kostet 297 €.
Persönliche Betreuung gibt es, aber nur digital und gegen Aufpreis. Die Coachings laufen per Zoom. Im Kurspreis sind sie nicht enthalten. Wer eine feste Bezugsperson über Monate erwartet, sollte den Umfang vorher schriftlich klären.
Ist Thomas Vittner seriös?
Die Frage lässt sich an harten Punkten prüfen, und die fallen überwiegend positiv aus. Vittner tritt mit vollständigem Impressum, Firmenbuchnummer und Klarnamen auf. Es gibt keine Renditeversprechen auf der Website, keine Erfolgsgarantien und keine Drucksprache. Die Backtest-Ergebnisse sind auf seiner eigenen Seite ausdrücklich als Hypothese gekennzeichnet.
Ein Punkt gehört trotzdem benannt: Vittner unterliegt keiner Finanzaufsicht. Das Impressum nennt als Berufsrecht Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik. Zuständig ist das Magistratische Bezirksamt für den 7. Bezirk, nicht die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA. Er ist also Bildungsanbieter, kein Wertpapierdienstleister.
Für den Kunden hat das eine praktische Folge. Wer Anlageberatung erwartet, bekommt sie hier nicht und kann sich im Streitfall auch nicht an die FMA wenden. Das ist bei Trading-Ausbildern der Normalfall und kein Mangel, sondern eine Einordnung, die vor der Buchung klar sein sollte.
Verwechslungsgefahr besteht beim Namen selbst. Der Markenname taucht in mehreren Zusammenhängen auf. Für diesen Bericht haben wir geprüft, dass die moomoc GmbH die einzige Gesellschaft hinter dem Angebot ist. Eine zweite Firma oder eine Tochtergesellschaft mit eigener Lizenz gibt es nicht.
Die Performance von Thomas Vittner
Einen geprüften Echtgeld-Trackrecord gibt es nicht, und das sagt Vittner selbst. Auf der Billions-Seite stehen Equity-Kurven für die Strategien mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass es sich um einen Backtest handelt, also um eine Hypothese. Wörtlich heißt es dort, die dargestellten Kennzahlen seien eine Hypothese.
Diese Ehrlichkeit ist mehr wert als jede Renditezahl. Ein Backtest zeigt, wie eine Regel in der Vergangenheit gelaufen wäre. Er zeigt nicht, wie sie in Zukunft läuft. Slippage, Gebühren und Steuern fehlen in vielen Auswertungen, und wer eine Strategie zu lange optimiert, baut sie versehentlich auf Zufall. Vittner behandelt genau dieses Problem in einem eigenen Masterclass-Modul.
Ältere Zahlen zum Billions-Projekt lassen sich heute nicht mehr belegen. In früheren Fassungen dieses Artikels stand eine Rendite von über 60 % über 13 Monate. Diese Angabe findet sich auf der aktuellen Anbieterseite nicht mehr, und eine unabhängige Quelle dafür existiert nicht. Wir haben sie deshalb entfernt. Dasselbe gilt für eine früher genannte Zielspanne von 10 bis 20 % Jahresrendite.
Was Interessenten stattdessen prüfen sollten: Fragen nach dem maximalen Rückgang einer Strategie, nach dem Testzeitraum und danach, ob Kosten eingerechnet sind. Wer diese drei Zahlen nennt, arbeitet sauber. Wie das zusammenhängt, erklärt unser Text zum Risikomanagement im Trading.
Bücher von Thomas Vittner
Sechs Fachbücher hat Vittner veröffentlicht, das älteste ist von 2009. Die Bücher sind der günstigste Weg, seinen Ansatz kennenzulernen, bevor man einen Kurs bucht. Der Verlag ist überwiegend der FinanzBuch Verlag, zwei Titel erschienen im Selbstverlag. Das Alter ist dabei ein echtes Argument: Die mentalen und methodischen Grundlagen veralten kaum, die genannten Softwareversionen dagegen schon.
| Titel | Jahr | Seiten | Preis |
|---|---|---|---|
| Das Trader Coaching | 2009 | 250 | 29,90 € |
| Die Tradingakademie | 2010 | 450 | 39,95 € |
| Börsenerfolg beginnt im Kopf | 2012 | 336 | 29,90 € |
| Das Tradingtagebuch | 2014 | 304 | 29,99 € |
| The Trading Diary (englisch) | 2014 | 336 | 17,90 € |
| Die Essays zum Tradingtagebuch, Teil 1 | 2014 | 60 | 9,90 € |
Der beste Einstieg ist nicht das dickste Buch. Das Tradingtagebuch dokumentiert echte Trades samt Fehlern und ist damit näher an der Praxis als die Lehrbücher. Die Tradingakademie ist mit 450 Seiten das Arbeitsbuch für alle, die ein System bauen wollen. Börsenerfolg beginnt im Kopf entstand mit dem Mentalcoach Andreas Fritsch und behandelt die Psychologie.
Für wen die Bücher nichts sind: Wer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit fertigen Parametern erwartet, wird enttäuscht. Die Bücher erklären Denkweisen, keine Kaufsignale. Ein Vergleich mit anderen Titeln steht in unserer Übersicht der besten Trading-Bücher.
Vittner ist auf fünf Plattformen vertreten, aktiv ist er auf keiner davon besonders. Die Website verlinkt Facebook, YouTube, LinkedIn, X und Threads, dazu kommt ein Instagram-Profil. Der YouTube-Kanal ist der einzige Kanal mit nennenswertem Umfang.
- YouTube: 894 Abonnenten und 267 Videos bei rund 69.000 Aufrufen insgesamt, seit Dezember 2013 (Stand: 26. August 2026).
- Facebook: rund 486 Follower auf der Seite thomasvittner.com, überwiegend Hinweise auf Webinare.
- Instagram: knapp 70 Follower, praktisch inaktiv.
- Podcast: Der Vittner Report erscheint über die Website, nicht über die sozialen Kanäle.
Die Reichweite ist für einen Ausbilder dieser Größe erstaunlich klein. Rund 69.000 Videoaufrufe in zwölf Jahren sind wenig. Wer sich vor einer Buchung ein Bild machen will, findet auf YouTube trotzdem genug Material: Backtests, Strategievergleiche und Aufzeichnungen. Der Kanal ersetzt keine Community, aber er zeigt die Arbeitsweise.
Präsenztermine gibt es entgegen der weit verbreiteten Annahme sehr wohl. Für 2026 weist die Terminseite unter anderem die Invest in Stuttgart im April, ein Live-Training in Zürich im März und die World of Trading im September aus. Dazu kommt ein Seminar bei der VTAD, der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands. Die Ausbildungsprogramme selbst laufen jedoch digital.
Erfahrungen und Kritik
Die öffentliche Datenlage ist gut, aber dünner als sie aussieht. Bei ProvenExpert steht Vittner bei 4,98 von 5. Diese Note stützt sich auf 52 Bewertungen, von denen aber nur 10 öffentlich einsehbar sind, also 19 %.

Zwei Dinge fallen bei den einsehbaren Bewertungen auf. Erstens tragen alle zehn die volle Punktzahl, es gibt keine einzige Bewertung mit vier Sternen oder weniger. Zweitens ist die jüngste vom Mai 2025 und damit über ein Jahr alt. Wer nach aktuellen Rückmeldungen zum umgebauten Programm sucht, findet dort keine.
Inhaltlich loben die Bewertungen immer dasselbe. Genannt werden ein ruhiger, sachlicher Unterrichtsstil, nachvollziehbare Erklärungen und die Möglichkeit, eigene Strategien zu bauen statt fertige Signale zu kopieren. Auf Trustpilot und in den einschlägigen Foren ist Vittner dagegen kaum präsent.
Die Kritik dreht sich fast immer um denselben Punkt: die Software. Wealth Lab ist englischsprachig und verlangt Einarbeitung. Wer damit nicht klarkommt, kann die Kursinhalte nicht umsetzen. Dazu kommt der rein digitale Rahmen der Programme. Beides ist kein verstecktes Problem, sondern eine Frage der eigenen Bereitschaft.
Vorteile und Nachteile der Ausbildung bei Thomas Vittner
Das Angebot passt sehr gut zu einer bestimmten Sorte Anleger und gar nicht zu einer anderen. Die folgenden Punkte stammen aus dem Abgleich von Anbieterangaben, Shop-Preisen und öffentlichen Bewertungen.
Vorteile der Ausbildung bei Thomas Vittner
- Keine Renditeversprechen: Backtests sind auf der Anbieterseite ausdrücklich als Hypothese gekennzeichnet.
- Nachvollziehbare Methode: Teilnehmer bekommen Regelwerke und Testbedingungen, keine Blackbox.
- Niedriger Einstiegspreis: Das Einsteigerseminar kostet 19,00 €, die Mitgliedschaft 347 € im ersten Jahr.
- Belegte Fachautorität: Sechs Fachbücher seit 2009, Universitätsvorträge und ein VTAD-Seminar.
- Geringer laufender Zeitaufwand: Das fertige Regelwerk verlangt laut Anbieter 15 Minuten pro Woche.
- Vollständiges Impressum: Firmenbuchnummer, Anschrift und Geschäftsführung sind offen einsehbar.
Nachteile der Ausbildung bei Thomas Vittner
- Versteckte Softwarekosten: Wealth Lab kostet zusätzlich $399 und steht auf keiner Preisseite.
- Hohe Einstiegshürde: Die Backtesting-Software ist englischsprachig und verlangt Einarbeitung.
- Dünne Bewertungslage: Nur 10 von 52 ProvenExpert-Bewertungen sind öffentlich, die jüngste ist von Mai 2025.
- Kein geprüfter Echtgeld-Trackrecord: Öffentlich sind nur Backtests, keine testierten Depotauszüge.
- Keine Finanzaufsicht: Gewerberechtlich ist Vittner IT-Dienstleister, nicht FMA-beaufsichtigt.
- Coachings kosten extra: Persönliche Betreuung ist in den Kurspreisen nicht enthalten.
Fazit: für wen sich Thomas Vittner lohnt
Thomas Vittner verkauft Methode statt Meinung, und das macht ihn im deutschsprachigen Ausbildungsmarkt zur Ausnahme. Es gibt keine Erfolgsgarantien, keine Drucksprache und keine erfundenen Renditen. Die Backtests sind als das gekennzeichnet, was sie sind. Wer Transparenz als Kriterium anlegt, kommt hier zu einem guten Ergebnis.
Der ehrlichste Satz über dieses Angebot lautet: Es ist Arbeit. Man bekommt kein Depot, das sich von selbst füllt, sondern ein Handwerk plus eine Software, die man lernen muss. Wer bereit ist, Wochen in Wealth Lab zu investieren, bekommt dafür überdurchschnittlich viel Substanz für 347 € im ersten Jahr.
Nicht geeignet ist das Angebot für drei Gruppen. Wer fertige Signale sucht, wer keine englischsprachige Software bedienen will und wer schnelle Ergebnisse erwartet, wird hier nicht glücklich. Für diese Fälle passt ein Trading-Coaching mit engerer Begleitung deutlich besser.
Zwei Punkte sollte man vor der Buchung klären. Erstens, welche Wealth-Lab-Lizenz für das gewünschte Level wirklich nötig ist. Zweitens, ob das Programm nach dem Umbau von 2025 noch das enthält, was ältere Berichte beschreiben. Beides beantwortet eine kurze Mail an den Support, und die Antwort sagt viel über den Anbieter aus.
Häufige Fragen zu Thomas Vittner
Was kosten die Kurse von Thomas Vittner?
Das Einsteigerseminar Trading Insider kostet 19,00 €. Die Jahresmitgliedschaft im Billions Trading College oder in der AktienStart Academy kostet 347 € im ersten Jahr und danach 97 € pro Jahr. Die Masterclass Level 2 bis 5 liegt bei 4.280,00 €. Dazu kommt die Software Wealth Lab mit $399 (Stand: 26. August 2026).
Wie seriös ist das Angebot von Thomas Vittner?
Vittner tritt mit vollständigem Impressum, Firmenbuchnummer und Klarnamen auf, verspricht keine Renditen und kennzeichnet seine Backtests als Hypothese. Er unterliegt allerdings keiner Finanzaufsicht: Gewerberechtlich ist die moomoc GmbH IT-Dienstleisterin, zuständig ist das Magistratische Bezirksamt für den 7. Bezirk in Wien, nicht die FMA.
Welche Software brauche ich für die Kurse?
Die Programme setzen Wealth Lab voraus, eine englischsprachige Backtesting-Plattform. Die Vollversion kostet laut Anbieter $399, Kursteilnehmer erhalten 10 % Rabatt. Ohne dieses Werkzeug lassen sich die Kursinhalte nicht umsetzen.
Wie hoch ist der zeitliche Aufwand?
Für die laufende Umsetzung eines fertigen Regelwerks nennt der Anbieter 15 Minuten pro Woche. Die Entwicklung der Strategie dauert deutlich länger: Allein das Level-1-Programm umfasst 34 Lektionen mit rund 15 Stunden Material.
Gibt es persönliche Betreuung oder läuft alles digital?
Die Ausbildungsprogramme laufen digital über Videolektionen, Live-Webinare und Telegram-Gruppen. Einzelcoachings per Zoom gibt es zusätzlich ab 129 €, sie sind im Kurspreis nicht enthalten. Präsenztermine hält Vittner auf Messen und bei Partnern wie der VTAD.
Welches Buch von Thomas Vittner sollte ich zuerst lesen?
Für den Einstieg eignet sich Das Tradingtagebuch (2014), weil es echte Trades samt Fehlern dokumentiert. Wer ein eigenes System bauen will, greift zur Tradingakademie (2010, 450 Seiten). Börsenerfolg beginnt im Kopf behandelt die psychologische Seite.
Gibt es einen geprüften Trackrecord?
Nein. Öffentlich sind Backtest-Ergebnisse, die Vittner auf seiner Seite ausdrücklich als Hypothese kennzeichnet. Testierte Depotauszüge oder ein von Dritten geprüfter Echtgeld-Trackrecord liegen nicht vor.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors.
Trading-Ausbildungen beurteilt Karsten aus der Sicht eines Ausbilders. Er gibt seit 1998 selbst Seminare und kennt damit beide Seiten des Tisches. Für diesen Artikel wurden das Impressum, alle relevanten Produktseiten im Shop, die Termin- und Bücherseite, das ProvenExpert-Profil, die YouTube-Kanaldaten sowie die Katalogeinträge der Deutschen Nationalbibliothek an der Quelle geprüft.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.












