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So werden Positionsgrößen berechnet im Trading – Aktien, CFD, Forex (2026)

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026

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11 Min

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Galen Woods

Autor

Galen Woods

Karsten Kagels

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Karsten Kagels

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Die Positionsgröße entscheidet, wie viel ein einzelner Fehler kostet. Sie ist damit die einzige Stellschraube, die dich im Spiel hält, wenn die Trefferquote einbricht. Und sie ist die Regel, die Anfänger zuletzt lernen. Warum dieser Schritt im Lernweg vor der Strategie kommt, ordnet unser Ratgeber Traden lernen in sieben Schritten ein.

Dieser Artikel rechnet drei Modelle durch: den festen Prozentsatz vom Kapital, den maximalen Drawdown pro Kontrakt und die Kelly-Formel. Dazu die Frage, welche Zahlen aus dem eigenen Journal jedes Modell überhaupt braucht. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Positionsgröße berechnen: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Positionsgrößenbestimmung ist die Methode zur Bestimmung der Größe einer Position, die ein Händler in einem bestimmten Trade einnehmen wird. Es ist wichtig, dass die Größe der Position angemessen ist, um das Risiko des Handels zu minimieren. Das Risiko-Management ist ein wesentlicher Bestandteil der Positionsgrößenbestimmung. Ein Händler sollte immer das Risiko des Handels bestimmen, bevor er die Positionsgröße bestimmt. Ein allgemeiner Grundsatz ist, dass ein Trader nicht mehr als 1 % seines Handelskapitals riskieren sollte.
  • Die Positionsgröße sollte in Abhängigkeit von der Volatilität des Marktes und des Risikos des Trades bestimmt werden. Ein Händler sollte immer die Volatilität des Marktes und die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs des Trades berücksichtigen.
  • Eine zu große Positionsgröße kann dazu führen, dass ein Händler mehr Risiko eingeht, als er sich leisten kann, was zu hohen Verlusten führen kann. Eine zu kleine Positionsgröße kann jedoch dazu führen, dass ein Händler nicht genug Gewinn erzielt, um seine Kosten zu decken.
  • Es gibt verschiedene Methoden zur Positionsgrößenbestimmung, darunter die Fixed-Fractional-Methode und die Kelly-Kriterium-Methode. Ein Händler sollte die für ihn am besten geeignete Methode wählen.

Positionsgröße berechnen : was steckt dahinter?

Stell dir ein Trading-Setup mit 99 % Gewinnchance von 100 $ und 1 % Verlustwahrscheinlichkeit von 100 $ pro gehandelten Kontrakt vor. Ich bin sicher, du stimmst mir zu, dass dies eine hervorragende Tradinggelegenheit ist.

Positionsgröße und Hebel gehören zusammen: Wie der Hebel im Trading deine Margin und dein Verlustrisiko bestimmt, zeigt unser Grundlagenartikel mit Hebel-Tabelle.

Grafik mit der Frage: ‚How many contracts should you trade?‘ Links steht: ‚99 % Win $100 per contract‘ in grün, rechts: ‚1 % Lose $100 per contract‘ in rot. Die Darstellung thematisiert ein Risiko-Rendite-Szenario im Trading.
99 % Gewinn 100 $ pro Kontrakt, 1 % Verlust 100 % pro Kontrakt | Wie viele Kontrakte sollten sie traden?

Ich bin mir nicht sicher, was dich anbelangt. Aber ich bin in die Versuchung gekommen, mir so viel Geld wie möglich von meiner Familie, von entfernten Verwandten, von Freunden und Freunden meiner Freunde und von meinem Banker auszuleihen. Ganz abgesehen davon, dass ich meine Rente verschachert habe und den höchsten Hebel, den mein Broker bietet, in Anspruch nahm. Ich bin in Versuchung geraten, mit so vielen Kontrakten wie möglich in den Markt einzusteigen.

Dies ist jedoch eine Versuchung, der ich widerstehen MUSS.

Und zwar deshalb, weil es eine Verlustwahrscheinlichkeit von 1 % gibt, dass ich alles verliere. Wenn dieser Verlust eintritt, ist dies ein solcher, von dem ich mich nie erholen kann.

Nicht nur werden mein Broker und die Banker hinter mir her sein, sondern ich werde es mit Gläubigern anstelle von Freunden zu tun haben. Es ist ein katastrophaler Verlust. Daher ist die Regel zur Festlegung deiner Positionsgröße die wichtigste Tradingregel. Sie bestimmt den Umfang deiner gehandelten Position. Sie gibt an, wie viele Aktien, Lots oder Kontrakte bei jedem Trade, den du eingehst, gekauft oder verkauft werden.

Die Positionsgröße ist der zweite Schritt in der sauberen Risiko-Kette. Der erste Schritt ist die Entscheidung über den Risikobetrag pro Trade, die im übergeordneten Risikomanagement im Trading verankert wird, die Positionsgröße leitet sich daraus mathematisch ab, nicht umgekehrt.

Wie weit der Stop entfernt liegt, entscheidet das Chartbild. Bei einer Bärenflagge ist es das Hoch der Flagge, und bei hohem Flaggenhoch fällt die Position entsprechend kleiner aus.

Was wollen wir mit der Berechnung der Positionsgröße erreichen?

Die Berechnung der Positionsgröße beinhaltet zwei Zielsetzungen.

Das erste Ziel ist der Schutz unseres Kapitals und die Vermeidung eines katastrophalen Verlustes.

Katastrophale Verluste sind solche, von denen wir uns nie mehr erholen werden. Diese Zielsetzung hat Priorität, und wir dürfen es niemals zulassen, unser Tradingkonto zu ruinieren. Wenn es aber unser einziges Ziel ist, unser Kapital zu erhalten, dann ist die beste Lösung die, überhaupt nicht zu traden.

Daher beinhaltet die Bestimmung der Positionsgröße ein zweites Ziel und zwar die Maximierung unserer Gewinne.

Wenn wir uns für eine Positionsgröße entscheiden, die zu groß ist, riskieren wir, pleite zu gehen. Wenn wir eine Positionsgröße traden, die zu klein ist, begrenzen wir unser Gewinnpotential. Also müssen wir den optimalen Ausgleich finden, indem wir unsere Gewinne maximieren und gleichzeitig unser Tradingkapital schützen. Was wir mit der Bestimmung der Positionsgröße erreichen wollen, ist einfach zu verstehen. Wie wir das bewerkstelligen, ist der schwierige Teil davon. Nun werden wir drei Modelle zur Bestimmung der Positionsgröße betrachten, die versuchen, den Gewinn zu maximieren und gleichzeitig den Totalverlust zu verhindern.

Zum historischen Vergleich: Michael Marcus arbeitete mit rund fünf Prozent je Position, was für die 1970er-Jahre als konservativ galt.

Sein Schüler Bruce Kovner rechnete in die umgekehrte Richtung: Erst legte er den Stop hinter eine technische Barriere, dann leitete er aus höchstens 1 Prozent Risiko die Zahl der Kontrakte ab. Wie das bei ihm aussah, steht im Porträt von Bruce Kovner.

Die sauberste Berechnung schützt allerdings nicht vor einem Klumpenrisiko im Trading: Drei korrelierte Trades mit je einem Prozent Risiko sind in Wahrheit eine Position mit dem dreifachen Risiko.

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Drei Modelle zur Bestimmung der Positionsgröße

Modell des festgelegten Prozentsatzes zur Bestimmung der Positionsgröße

Dieses Konzept besagt, dass ein festgelegter Prozentsatz deines Tradingkapitals (z.B. 2 %) pro Trade riskiert wird. Basierend auf deinem festgelegten Verluststopp beträgt der größte Verlust pro gehandelten Kontrakt beispielsweise 100 $. Angenommen, du hast 50.000 $ auf deinem Tradingkonto. Begrenze dein Risiko pro Trade auf 2 % deines Tradingkapitals. Bei einer Prop-Firm-Prüfung mit nur 2.000 $ Verlustpuffer wirkt dieselbe Regel deutlich härter, wie die Mathematik der Prop-Firm-Challenge zeigt.

Festgelegter Prozentsatz x Tradingkapital = Risiko pro Trade

  • 2 % x 50.000 = 1.000 $

Berechne deine Positionsgröße gemäß dem Betrag, den du riskieren kannst.

Positionsgröße (Anzahl der Kontrakte) = Risiko pro Trade / Risiko pro Kontrakt

  • 1.000 $ / 100 $ = 10

Also tradest du 10 Kontrakte. Dies ist ein gängiges Modell zur Bestimmung der Positionsgröße, weil es einfach zu verstehen und umzusetzen ist. Es ist auch anwenderfreundlich für Neulinge unter den Tradern, da dabei keine Tradinghistorie erforderlich ist (im Gegensatz zu den nachfolgend erörterten anderen beiden Modellen). Außerdem wird bei diesem Modell deine Positionsgröße (in absoluten Werten) entsprechend dem Zuwachs deines Tradingkontos erhöht. Angenommen, dein Tradingkonto wächst aufgrund deiner Tradingkenntnisse, dann hängt deine Positionsgröße davon ab, wie gut du tradest. Dies ist ein logischer Zusammenhang, da wir dann mehr verdienen, wenn wir bessere Trader werden.

Lesetipp: Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) bestimmt, ob ein Trade es überhaupt wert ist, eingegangen zu werden, bevor die Positionsgröße berechnet wird.

Lesetipp: Der logische Weg, wie du dein Stop Loss festlegen

Modell des maximalen Drawdown  zur Bestimmung der Positionsgröße

Wenn du die Kapitalkurve (Equity Curve) deines Tradingkontos betrachtest, siehst du Hochs und Tiefs. Die Differenz zwischen jedem Hoch und Tief ist der sogenannte Drawdown (Kapitalschwund). Drawdowns ruinieren Tradingkonten. Daher verwendet dieses Modell zur Bestimmung der Positionsgröße den maximalen Drawdown (den maximalen Minusstand), um zu ermitteln, wie viel riskiert werden soll.

tradingkonto-drawdown. Liniendiagramm mit dem Titel ‚Trading Account Drawdown‘. Auf der x-Achse ist die Anzahl der Trades dargestellt, auf der y-Achse der Kontostand in Dollar. Der Verlauf zeigt mehrere Rückgänge im Kontostand (Drawdowns), die mit roten Pfeilen markiert sind.
Kontostand, Anzahl der Trades, Tradingkonto Drawdowns

Der grundlegende Gedanke lautet etwa so: Wenn dein größter Drawdown (größter Minusstand) pro Kontrakt 2.000 $ beträgt, kannst du einen Kontrakt für je 2.000 $ deines Tradingkontos handeln.

Positionsgröße (Anzahl der Kontrakte) = Tradingkapital / maximaler Drawdown pro Kontrakt

Das Hauptkriterium dieses Ansatzes ist der maximale Drawdown pro Kontrakt. Aber der größte Drawdown pro Kontrakt, der auf deine Tradingaufzeichnungen gründet, ist möglicherweise zu niedrig angesetzt. Deshalb ist es notwendig, die Zahlenangabe des maximalen Drawdown anzupassen. Der einfachste Weg, um dies zu bewerkstelligen, ist der Einsatz eines Multiplikators. Ein großer Multiplikator entspricht einem eher konservativen Ansatz. Als Beispiel betrachten wir einen maximalen Drawdown pro Kontrakt von 2.000 $ und einen Multiplikator von 2.

In diesem Fall können wir einen Kontrakt für je 4.000 $ (2 x 2.000) unseres Tradingkontos handeln. Der Multiplikator hat faktisch unsere Positionsgröße halbiert.

(Eine weitere tolle Methode zur Anpassung des maximalen Drawdown ist die Monte-Carlo-Simulation, die auf dem eventuell größten Drawdown deiner Tradingaufzeichnungen gründet.)

Dieses Modell zur Bestimmung der Positionsgröße ist auf die maximalen Verlustphasen (Drawdowns) unserer Tradingstrategie ausgerichtet. Somit ist das Modell angesichts eines glaubwürdigen maximalen Drawdown sehr wirkungsvoll zur Vermeidung eines Totalverlustes.

Kelly-Formel (auch Kelly-Kriterium) zur Bestimmung der Positionsgröße

Die Kelly-Formel stammt aus dem Jahr 1956 und berechnet ursprünglich die optimale Höhe von Wetteinsätzen. Veröffentlicht hat sie John L. Kelly jr., bekannt ist sie auch als Kelly-Kriterium. Weil Trades wie Wetten mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten, lässt sie sich auf das Risiko pro Trade übertragen.

John Kelly
John Kelly

Kelly-Anteil = W − [(1 − W) / R]

  • W = Gewinnwahrscheinlichkeit (Winning probability)
  • R = Gewinn-Verlust-Verhältnis (Win/loss ratio)

Beide Werte liest du aus deinem Journal ab. Anhand deines Tradingjournals rechnest du Gewinnwahrscheinlichkeit und Gewinn-Verlust-Verhältnis aus und setzt sie in die Gleichung ein.

Ein Beispiel: Du gewinnst in 40 % der Fälle, und dein Gewinn-Verlust-Verhältnis beträgt 2. Dann gilt Kelly-Anteil = 0,4 − [(1 − 0,4) / 2] = 0,1, also 10 %. Das ist im vereinfachten Modell der Anteil des Kontos, den ein Verlust-Trade kostet. Nur wenn jeder Verlust genau am Stop endet, entspricht er dem Risiko bis zum Stop, und es ist nie der Kapitaleinsatz.

Als Positionsgröße ist volles Kelly im Trading zu aggressiv. Trefferquote und Gewinn-Verlust-Verhältnis sind Schätzungen aus vergangenen Trades und oft zu hoch angesetzt. Abhilfe schafft nur ein Bruchteil von Kelly, etwa halbes Kelly mit 5 % im Beispiel, und auch das ist kein sicherer Wert: Die Formel rechnet mit zwei festen Ausgängen, die es im Trading nicht gibt. Wie tief volles Kelly ein Konto fallen lässt, zeigt unser Artikel zum Kelly-Kriterium im Trading mit Rechner und einer Simulation über 20.000 Verläufe.

Lesetipp: Effektives Money Management im Trading

Wer die Berechnung automatisieren möchte, findet in unserem Erfahrungsbericht zum Forex-Tool Magic Keys eine kritische Einordnung samt kostenloser Alternativen.

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Die Anwendung eines Modells zur Berechnung der Positionsgröße

Außer den bisher vorgestellten drei Modellen zur Bestimmung der Positionsgröße gibt es noch Dutzende weitere Möglichkeiten. Speziell für den Währungshandel erklären die Forex-Trading-Grundlagen, wie Lots und Pips die Positionsgröße bestimmen.

Aber unabhängig davon, für welches Modell du dich entscheidest, solltest du auf Folgendes achten:

Zuerst sollte die Stimmigkeit gewährleistet sein, um zu vermeiden, was kurz so ausgedrückt werden kann: „Wo man Müll hineinsteckt, kommt auch Müll heraus.“

Die meisten Modelle zur Berechnung der Positionsgröße benötigen Inputs, die deinem Tradingjournal entnommen sind. (z.B. die Gewinnwahrscheinlichkeit und der maximale Drawdown.) Um verlässliche Inputs zu erhalten, solltest du Tradingaufzeichnungen des gleichen Marktes, Zeitrahmens und Tradingansatzes verwenden. Benutz den gesunden Menschenverstand bei der Auswahl deines Modells zur Bestimmung der Positionsgröße und dessen Inputs. Stell sicher, dass es eine begründete Chance gibt, das zweifache Ziel von Kapitalschutz und Gewinnmaximierung zu erreichen. Stell dir folgende Fragen:

  • Wie verhindert dieses Modell zur Bestimmung der Positionsgröße den Totalverlust?
  • Wie maximiert dieses Modell zur Bestimmung der Positionsgröße meinen Tradinggewinn?
  • Sind die Inputs realistisch?

Wenn du ein Modell mit einem festgelegten Prozentsatz benutzt, das jedes Mal 50 % deines Kapitals riskiert, dann wird dein Tradingkonto nach zwei Verlusten hintereinander um 75 % geschrumpft sein. Das ist selbstmörderisch. Letztlich ist ein Modell zur Bestimmung der Positionsgröße einer Tradingstrategie vergleichbar.

Es gibt keine Vollkommenheit. Nach dem perfekten Modell zur Bestimmung der Positionsgröße zu suchen, ist nicht realistisch, da wir die genauen Wahrscheinlichkeiten des Marktes nicht kennen. Welches Modell zur Bestimmung der Positionsgröße du nutzt, ist weniger wichtig, als ein Modell zu haben, das sinnvoll ist. Ungeachtet deiner Wahl musst du dich an die wichtigste Regel beim Trading halten: Die Regel zur Bestimmung der Positionsgröße.

Wenn du mehr über die verschiedenen Modelle zur Bestimmung der Positionsgröße erfahren willst, fang mit folgenden Büchern an:

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlicht: Position Sizing, The most important Trading Rule

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels und Gaby Boutaud

Gerade bei weiten Stops im Tageschart entscheidet diese Rechnung über das Ergebnis. Ein Rechenbeispiel dazu findest du im Guide zum Swing-Trading für Berufstätige.

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Fazit: das Modell ist wichtiger als die Formel

Die Positionsgröße ist die einzige Regel, die dich im Spiel hält, wenn alles andere nicht funktioniert. Sie entscheidet nicht darüber, ob du recht hast, sondern darüber, wie viele Fehler du dir leisten kannst, bis du wieder recht hast.

Zwischen den drei Modellen gibt es keinen Sieger. Der feste Prozentsatz ist der Einstieg und braucht keine Historie. Das Drawdown-Modell und die Kelly-Formel brauchen belastbare Zahlen aus deinem eigenen Journal, und zwar aus demselben Markt und Zeitrahmen, den du handelst.

Wichtiger als die Wahl ist, dass es überhaupt ein Modell gibt und du dich daran hältst. Ein einfaches Modell, konsequent angewandt, schlägt jede Formel, die du beim ersten Verlusttrade aufweichst.

Warum kleine Positionsgrößen ein Konto rechnerisch fast unzerstörbar machen, belegt die Trading-Mathematik mit 61 echten Trades: Dort findest du Risk-of-Ruin-Tabellen für verschiedene Risikostufen.

Wie stark die Größe über das Ergebnis entscheidet, lässt sich am Beispiel von Bill Ackman nachvollziehen. Bei acht bis zwölf Positionen trägt jede einzelne spürbar zum Jahresergebnis bei.

Rechnen musst du das nicht von Hand. Unter den kostenlosen Rechnern von Myfxbook findet sich auch ein Positionsgrößenrechner: Bei 10.000 Dollar Konto, 1 Prozent Risiko und 30 Pips Stopp ergeben sich 0,33 Lot. Für Futures mit Ticks und Tickwerten, vom FDAX bis zum Micro Gold, rechnet unser Positionsgrößenrechner für Futures die erlaubte Kontraktzahl aus.

Eine falsch bemessene Positionsgröße gehört zu den häufigsten Trading-Fehlern überhaupt. Dort steht sie neben dem Nachkaufen in Verlustpositionen, mit dem sie in der Praxis oft gemeinsam auftritt.

Häufige Fragen zur Positionsgrößenbestimmung

Was ist Positionsgrößenbestimmung?

Die Positionsgrößenbestimmung ist die Methode zur Bestimmung der Größe einer Position, die ein Händler in einem bestimmten Trade einnehmen wird. Es ist ein wichtiger Aspekt des Handels, der dazu beiträgt, das Risiko des Handels zu minimieren und Gewinne zu maximieren.

Warum ist die Positionsgrößenbestimmung wichtig?

Die Positionsgrößenbestimmung ist wichtig, um das Risiko des Handels zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Eine zu große Positionsgröße kann dazu führen, dass ein Händler mehr Risiko eingeht, als er sich leisten kann, was zu hohen Verlusten führen kann. Eine zu kleine Positionsgröße kann jedoch dazu führen, dass ein Händler nicht genug Gewinn erzielt, um seine Kosten zu decken.

Wie bestimme ich die Positionsgröße?

Die Positionsgröße sollte in Abhängigkeit von der Volatilität des Marktes und des Risikos des Trades bestimmt werden. Ein Händler sollte immer das Risiko des Handels bestimmen, bevor er die Positionsgröße bestimmt. Ein allgemeiner Grundsatz ist, dass ein Trader nicht mehr als 1 % seines Handelskapitals riskieren sollte.

Welche Methoden gibt es zur Positionsgrößenbestimmung?

Es gibt verschiedene Methoden zur Positionsgrößenbestimmung, darunter die Fixed-Fractional-Methode und die Kelly-Kriterium-Methode. Ein Händler sollte die für ihn am besten geeignete Methode wählen.

Was ist das Risiko-Management?

Das Risiko-Management ist ein wesentlicher Bestandteil der Positionsgrößenbestimmung. Ein Händler sollte immer das Risiko des Handels bestimmen, bevor er die Positionsgröße bestimmt. Ein allgemeiner Grundsatz ist, dass ein Trader nicht mehr als 1% seines Handelskapitals riskieren sollte.

Wie kann ich das Risiko des Handels minimieren?

Das Risiko des Handels kann minimiert werden, indem ein Händler eine angemessene Positionsgröße bestimmt und ein striktes Risiko-Management einhält. Ein Händler sollte auch seine Trades diversifizieren, um das Risiko zu minimieren.

Wie kann ich meine Gewinne maximieren?

Die Maximierung der Gewinne kann durch eine angemessene Positionsgrößenbestimmung und ein gutes Risiko-Management erreicht werden. Ein Händler sollte auch seine Trades diversifizieren und seine Trading-Strategie ständig optimieren.

Welche Rolle spielt die Psychologie beim Positionsgrößenbestimmung?

Die Psychologie spielt eine wichtige Rolle bei der Positionsgrößenbestimmung, da ein Händler seine Emotionen kontrollieren muss, um eine angemessene Positionsgröße zu bestimmen. Ein Händler sollte sich nicht von Gier oder Angst leiten lassen, sondern rational handeln.

Wie kann ich meine Positionsgrößenbestimmung verbessern?

Um die Positionsgrößenbestimmung zu verbessern, sollte ein Händler seine Trading-Strategie ständig optimieren und seine Erfolge und Fehler analysieren. Ein Händler sollte auch verschiedene Methoden zur Positionsgrößenbestimmung ausprobieren und diejenige wählen, die am besten zu ihm passt.

Kann ich meine Positionsgrößenbestimmung an verschiedene Märkte anpassen?

Ja, ein Händler kann seine Positionsgrößenbestimmung an verschiedene Märkte wie Aktien, CFDs oder Forex anpassen. Verschiedene Märkte haben unterschiedliche Volatilitäten und Risiken, daher ist es wichtig, die Positionsgröße entsprechend anzupassen. Welche Rolle Hebel und Margin dabei spielen, erklärt unser Beitrag über den CFD-Handel für Einsteiger.

Kann ich meine Positionsgrößenbestimmung automatisieren?

Ja, es ist möglich, die Positionsgrößenbestimmung zu automatisieren. Viele Handelsplattformen bieten Tools und Funktionen an, die die Positionsgrößenbestimmung automatisch basierend auf den Einstellungen des Händlers durchführen. Ein Händler sollte jedoch immer die automatisch bestimmte Positionsgröße überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Wie beeinflusst die Positionsgrößenbestimmung meine Trading-Performance?

Die Positionsgrößenbestimmung hat einen großen Einfluss auf die Trading-Performance eines Händlers. Eine angemessene Positionsgröße minimiert das Risiko des Handels und maximiert die Gewinne. Eine unangemessene Positionsgröße kann jedoch zu hohen Verlusten führen und die Trading-Performance beeinträchtigen.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Positionsgrößenbestimmung?

Die häufigsten Fehler bei der Positionsgrößenbestimmung sind eine zu große Positionsgröße, eine unangemessene Positionsgrößenbestimmung aufgrund von Emotionen und mangelndes Risiko-Management. Ein Händler sollte sich bewusst sein, dass die Positionsgrößenbestimmung ein kritischer Aspekt des Handels ist und immer rational handeln.

Über den Autor: Galen Woods

Galen Woods ist Price-Action-Daytrader und Betreiber von Trading Setups Review. Sein Schwerpunkt liegt auf Kursstab-Analyse und dem Handel ohne Indikatoren, sein Wissen gibt er im Kurs „Day Trading With Price Action” weiter.

Auf kagels-trading.de erscheinen seit Jahren über 100 seiner Beiträge in deutscher Übersetzung. Sie decken Setups, Chartformationen und Handelstechniken ab, die er an eigenen Marktbeispielen entwickelt hat.

Für dieses Thema ist er einschlägig, weil seine Setups den Stopp-Abstand immer aus dem Kursstab ableiten. Genau dieser Abstand ist der Input, ohne den keines der drei Modelle rechnet: Ohne definierten Ausstieg gibt es keine Positionsgröße.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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