Ein Chart zeigt dir das Ergebnis. Er sagt dir, dass der Kurs von 6.700 auf 6.715 gelaufen ist. Er sagt dir nicht, wer ihn dorthin geschoben hat, wie viel Widerstand dabei zu überwinden war und ob dahinter ein einzelner großer Käufer stand oder tausend kleine. Genau diese Lücke füllt das Orderflow Trading: Es liest die einzelnen Kauf- und Verkaufsaufträge, aus denen eine Kerze überhaupt erst entsteht.
Ich handle seit 1978 nach Price Action und habe den Orderflow erst spät dazugenommen. Was ich dir in diesem Artikel zeige, ist deshalb kein Verkaufsprospekt: die Auktionsmechanik, die hinter jeder Bewegung steckt, die vier Werkzeuge und was jedes davon beantwortet, drei Muster, die im Alltag wirklich tragen, und vor allem die Grenzen. Denn ein großer Teil dessen, was im Orderbuch steht, ist entweder verdeckt oder gar nicht ernst gemeint. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Orderflow Trading: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Jede Transaktion braucht zwei Seiten: Eine Limit-Order wartet im Orderbuch, eine Market-Order greift sie ab. „Mehr Käufer als Verkäufer“ gibt es nicht, es gibt nur mehr Aggression auf einer Seite.
- Vier Werkzeuge, vier Fragen: Das Orderbuch zeigt Absichten, Time & Sales die Ausführung, der Footprint das Volumen je Preis, das Volumenprofil die Zonen, in denen sich der Markt eingerichtet hat.
- Drei Muster tragen den Alltag: Absorption (viel Volumen, keine Bewegung), Imbalance (klares Übergewicht auf einer Seite) und der Stop-Run (Bruch einer Marke, sofortige Rückkehr).
- Ohne Level ist der Orderflow wertlos: Große Aufträge stehen den ganzen Tag im Buch. Erst an einer vorbereiteten Marke wird daraus ein Signal.
- Das Buch lügt legal und illegal: Iceberg-Orders zeigen laut T7-Marktmodell der Deutschen Börse nur ihre Spitze. Spoofing ist nach Art. 12 MAR verboten, kommt aber vor: Die CFTC verhängte am 29.09.2020 gegen JPMorgan 920 Millionen US-Dollar.
- TradingView zeigt Orderflow, aber nicht den echten: Sein Footprint verwendet laut eigener Dokumentation keine Bid-Ask-Daten, sondern schätzt aus der Preisbewegung.
- Die Kosten sind real: Bei der Consorsbank kosten Eurex-Realtimekurse mit Orderbuchtiefe 29,00 Euro im Monat für Privatkunden, ohne Tiefe 15,00 Euro. Software kommt obendrauf.
Was ist Orderflow Trading?
Orderflow Trading ist eine Handelsmethode, bei der ein Trader die einzelnen Kauf- und Verkaufsaufträge eines Marktes in Echtzeit auswertet, statt nur den fertigen Kursverlauf zu betrachten.
Ziel ist es zu erkennen, welche Seite gerade aggressiv handelt und an welchen Preisen die Gegenseite standhält.
Der Unterschied zur klassischen Chartanalyse ist keine Frage der Genauigkeit, sondern der Blickrichtung. Eine Kerze ist ein verdichtetes Ergebnis: Sie fasst alles zusammen, was in fünf Minuten passiert ist, und wirft die Details weg. Der Orderflow arbeitet vor dieser Verdichtung. Er zeigt dir dieselbe Bewegung, nur eben in ihren Einzelteilen.
Das macht ihn nicht automatisch besser, sondern detaillierter. Bei kurzen Haltedauern hilft dieses Detail. Bei langen ist es Ballast. Wer Positionen über Wochen hält, gewinnt durch den Orderflow praktisch nichts.
Die Mechanik: warum es nie mehr Käufer als Verkäufer gibt
Der Satz „heute gab es mehr Verkäufer als Käufer“ steht in jedem zweiten Marktbericht. Er ist schlicht falsch. Zu jedem ausgeführten Geschäft gehören genau zwei Parteien: einer kauft, einer verkauft, in exakt derselben Stückzahl. Was sich unterscheidet, ist nicht die Anzahl, sondern die Dringlichkeit.
Limit-Order und Market-Order
Eine Limit-Order ist ein Auftrag mit Preisvorgabe: Ich kaufe den DAX-Future, aber höchstens zu 24.000 Punkten. Sie landet im Orderbuch und wartet dort. Sie stellt dem Markt Liquidität zur Verfügung, also Handelsmasse, an der sich andere bedienen können. Ausgeführt wird sie nur, wenn jemand kommt und zugreift.
Eine Market-Order hat keine Preisvorgabe: Ich kaufe jetzt, zum nächstbesten Kurs. Sie wartet nicht, sie nimmt die Liquidität, die im Buch steht. Genau deshalb bewegt sie den Preis. Wer die 40 Kontrakte auf der ersten Preisstufe abräumt und noch mehr will, holt sich die nächste Stufe darüber.
Diese beiden Ordertypen sind die einzigen Bausteine des Marktes. Zwei Limit-Orders finden nie zusammen, zwei Market-Orders auch nicht. Es braucht immer eine von jeder Sorte.
Bid, Ask und der Unterschied zwischen passiv und aggressiv
Im Orderbuch stehen zwei Seiten. Auf der Bid-Seite (deutsch: Geldseite) warten die Kauflimits, auf der Ask-Seite (Briefseite) die Verkaufslimits. Dazwischen liegt der Spread, die Differenz zwischen bestem Kauf- und bestem Verkaufskurs.
Daraus folgt die Unterscheidung, die den ganzen Orderflow trägt. Sie klingt akademisch und entscheidet in der Praxis alles:
- Passiv kaufen heißt, ein Limit auf der Bid-Seite zu platzieren und abzuwarten. Man bekommt den besseren Preis, aber keine Garantie auf Ausführung.
- Passiv verkaufen heißt dasselbe auf der Ask-Seite.
- Aggressiv kaufen heißt, mit einer Market-Order in die Ask-Seite hineinzugreifen. Man zahlt den Spread und bekommt dafür Sicherheit.
- Aggressiv verkaufen heißt, auf die Bid-Seite zu schlagen.
Jede Ausführung ist eine Begegnung zwischen einem Aggressor und einem Passiven. Findet ein Trade auf dem Ask statt, war der Käufer der Aggressor. Fand er auf dem Bid statt, war es der Verkäufer. Diese Zuordnung ist die Rohdatenbasis für alles, was Footprint, Delta und Heatmap später daraus machen.
Und sie erklärt, warum Widerstand entsteht. Rennen 900 aggressive Käufer gegen 1.000 passive Verkaufslimits, kommt der Kurs nicht durch. Nicht weil ein Indikator es verbietet, sondern weil die Stückzahl nicht reicht.
So entsteht aus Orders eine Kerze
Ein Rechenbeispiel macht es greifbar. Nimm eine ruhige Preisstufe mit 40 wartenden Verkaufslimits. Kommt eine Market-Order über 25 Kontrakte, bleiben 15 stehen, der Kurs rührt sich nicht. Kommt eine über 60, ist die Stufe leer. Die restlichen 20 greifen die nächste Stufe an, und der Kurs steigt um einen Tick.
Wiederhole das ein paar hundert Mal, und du hast eine Fünf-Minuten-Kerze. Ihr Hoch ist die Stufe, an der den Käufern die Kraft ausging. Ihr Tief ist die Stufe, an der genug passive Käufer standen. Der Chart ist also kein anderes Instrument als das Orderbuch, sondern dessen Zusammenfassung.
Die vier Werkzeuge und welche Frage jedes beantwortet
Anfänger verzetteln sich, weil sie alle Werkzeuge gleichzeitig aufmachen. Sinnvoller ist die Frage, welches Werkzeug welche Frage beantwortet. Jedes zeigt dieselbe Auktion, nur aus einem anderen Winkel.
| Werkzeug | Beantwortet | Grenze |
|---|---|---|
| Orderbuch / DOM | Was hat jemand vor? | Absichten können storniert werden |
| Time & Sales | Was ist tatsächlich passiert? | Kein Blick nach vorn |
| Footprint | Wo im Kursbereich lag das Volumen? | Erst nach Kerzenschluss vollständig |
| Volumen- und Market Profile | Wo hat sich der Markt eingerichtet? | Sagt nichts über das Tempo |
Das Orderbuch zeigt Absichten
Das Orderbuch, in der Handelssoftware meist DOM genannt (Depth of Market, also Markttiefe), listet die wartenden Limit-Orders je Preisstufe. Es ist der einzige Blick nach vorn, den du hast: Alles andere ist Vergangenheit.
Genau das ist auch seine Schwäche. Ein Auftrag im Buch ist eine Absichtserklärung, kein Geschäft. Er kann jederzeit zurückgezogen werden. Wie du ein Orderbuch liest, was Level-2-Daten kosten und wo die Fallstricke liegen, steht ausführlich in unserem Artikel zum Orderbuch Trading mit DOM, Level 2 und Time & Sales.
Time & Sales zeigt die Ausführung
Die Zeit-und-Umsatz-Liste, im Jargon Tape, protokolliert jedes einzelne Geschäft mit Uhrzeit, Preis und Stückzahl. Viele Plattformen färben ein, ob auf dem Bid oder dem Ask gehandelt wurde.
Ausgeführte Geschäfte lassen sich nicht zurücknehmen. Was im Tape steht, ist echt, und das ist sein Vorsprung vor dem Orderbuch. Der Nachteil ist das Tempo: In einem liquiden Future rauschen in volatilen Phasen mehrere hundert Zeilen pro Sekunde durch, und kein Mensch liest das mit. Wie du das Tape trotzdem systematisch liest und was die Farben dort wirklich bedeuten, steht im Artikel zu Time and Sales und Tape Reading.
Der Footprint zeigt das Volumen je Preis
Ein Footprint-Chart öffnet die Kerze und zeigt, wie viel auf jeder einzelnen Preisstufe innerhalb dieser Kerze gehandelt wurde, getrennt nach Bid- und Ask-Seite. Aus einer Kerze wird so eine kleine Tabelle.
Damit siehst du, ob eine lange grüne Kerze von echtem Volumen getragen war oder ob sie nur durch ein dünnes Buch gerutscht ist. Die verschiedenen Darstellungsformen und ihre Interpretation haben wir in den Footprint Charts im Detail beschrieben.
Das Profil zeigt, wo sich der Markt eingerichtet hat
Das Volumenprofil dreht die Perspektive um 90 Grad: Statt Volumen je Zeit zeigt es Volumen je Preis, meist als waagerechtes Balkendiagramm neben dem Chart. Die dickste Stelle heißt Point of Control, dort wurde am meisten umgesetzt.
Das eng verwandte Market Profile arbeitet mit Zeit statt Volumen. Es beschreibt, wie lange der Markt an welchem Preis verweilt hat. Beide Verfahren und die Setups dazu behandeln wir im Artikel zum Market Profile.
Delta fasst die Aggression in einer Zahl
Das Delta ist die Differenz zwischen dem aggressiv gekauften und dem aggressiv verkauften Volumen. Ein Delta von plus 800 heißt: In diesem Abschnitt wurden 800 Kontrakte mehr auf dem Ask abgenommen als auf dem Bid abgegeben.
Das kumulierte Delta addiert diese Werte über den Tag und zeigt sie als eigene Linie. Interessant wird es, wenn Kurs und kumuliertes Delta auseinanderlaufen: Das Delta steigt kräftig, der Kurs kommt aber nicht mit. Dann kaufen viele aggressiv, und jemand verkauft ihnen ruhig alles ab.
Ein Wort zur Vorsicht: Das Delta ist eine abgeleitete Größe. Es hängt daran, ob dein Datenanbieter jede Ausführung korrekt der Bid- oder Ask-Seite zuordnet. Bei dünnen Märkten und bei manchen Krypto-Feeds ist diese Zuordnung ungenau, und dann misst du Rauschen.
Orderflow in TradingView: was geht und was nicht
Diese Frage kommt öfter als jede andere, und die Antwort ist ein klares Jein. TradingView kann Orderflow zeigen, aber nicht den echten. Der Unterschied ist kein Detail, sondern entscheidet, wofür du die Plattform benutzen kannst. Wer TradingView trotzdem als Orderoberfläche nutzen will, kann einen Broker anbinden, etwa ThinkMarkets.
Seit einigen Jahren gibt es dort einen eigenen Charttyp „Volume Footprint“. Er verteilt das Volumen einer Kerze auf die Preisstufen, zeigt Verkaufsvolumen links und Kaufvolumen rechts, dazu Delta, Point of Control, Value Area und markierte Imbalances. Optisch ist das ein Footprint, und für den Einstieg reicht es. Wer das ausprobieren will, findet die Funktion in den Chart-Werkzeugen von TradingView. Die Funktion gehört zu den kostenpflichtigen Tarifen.
Der entscheidende Unterschied steht in TradingViews eigener Dokumentation: Das Volume-Footprint-Chart verwendet keine Bid- und Ask-Daten, sondern ordnet Volumen anhand der Preisbewegung innerhalb der Kerze als Kauf oder Verkauf ein.
Das ist eine Schätzung, keine Messung. Ein echter Footprint weiß, ob eine Ausführung auf dem Bid oder dem Ask stattfand, weil die Börse das mitliefert. TradingView rekonstruiert es aus Daten einer kleineren Zeiteinheit. Die Dokumentation nennt die Folgen selbst: Die Darstellung von Imbalances kann zwischen Echtzeit und späterer Betrachtung abweichen, und die historische Genauigkeit nimmt ab, je weiter du zurückschaust.
Was die Community-Indikatoren wirklich anzeigen
Sucht man in TradingView nach „Order Flow“, erscheinen Dutzende Pine-Skripte. Die beliebtesten kommen auf mehrere Tausend Anwender: Delta Tracker, Imbalance Finder, Absorption-Dashboards, DOM-Nachbauten.
Hier lohnt ein nüchterner Blick. Pine Script hat keinen Zugriff auf das Orderbuch. Ein Skript kann nicht sehen, wie viele Limit-Orders auf einer Preisstufe warten, weil diese Daten gar nicht bis zum Skript durchgereicht werden. Was solche Indikatoren berechnen, leiten sie aus Kerzen- und Volumendaten ab. Ein Skript, das „DOM“ im Namen trägt, zeigt also kein DOM.
Die ehrlicheren Autoren schreiben das selbst dazu. In der öffentlichen Skript-Bibliothek von TradingView trägt eines der meistgenutzten Absorptions-Skripte das Wort Proxy im Namen, also Näherungswert. Andere heißen Delta Profile, Volume Delta Footprint Map oder Buyer vs Seller Control. Die Namen beschreiben ziemlich genau, was passiert: Es wird aus dem Volumen abgeleitet, nicht am Buch gemessen.
Das macht die Skripte nicht wertlos. Sie sind brauchbar, um Volumenverteilung und Delta-Divergenzen sichtbar zu machen, und sie kosten nichts. Sie ersetzen aber keine Plattform mit echter Tickanbindung, und wer damit Absorption an einer Marke lesen will, misst ein abgeleitetes Signal statt der Sache selbst.
Wofür TradingView reicht und wofür nicht
- Zum Lernen sehr gut geeignet: Volumenverteilung, Point of Control und Value Area lassen sich dort ohne zusätzliche Datenabos verstehen.
- Für Vorbereitung und Marken ideal: Wer seine Level am Abend einzeichnet, braucht dafür keine Tickdaten.
- Für das Lesen des Orderbuchs ungeeignet: Ohne DOM und ohne echte Bid-Ask-Zuordnung fehlt genau der Teil, um den es beim Orderflow geht.
- Für schnelles Scalping zu ungenau: Rekonstruiertes Delta und mögliches Nachzeichnen sind kein Fundament für Entscheidungen im Sekundenbereich.
Wer den Einstieg sucht, fängt gut bei TradingView an und sieht sich die aktuellen Tarife an. Wer ernsthaft am Buch arbeiten will, kommt an einer spezialisierten Plattform nicht vorbei.
Die drei Muster, auf die es beim Orderflow ankommt
Aus der Mechanik folgen genau drei Situationen, die im Alltag etwas aussagen. Alles Weitere sind Varianten davon.
Absorption

Absorption heißt: Es kommt viel aggressives Volumen in den Markt, und der Kurs bewegt sich trotzdem nicht.
Absorption liegt vor, wenn an einem Preis überdurchschnittlich viel aggressiv gehandelt wird, der Kurs dieses Niveau aber nicht verlässt.
Der Schluss daraus ist einfach. Werden 3.000 Kontrakte aggressiv verkauft und der Kurs hält, muss jemand diese 3.000 Kontrakte passiv gekauft haben. Wer eine solche Menge auf einmal aufnimmt, tut das selten aus Versehen.
Der Einstieg kommt nicht beim Anblick der Absorption, sondern nach der Reaktion. Solange der Kurs im Niveau klebt, ist offen, ob der passive Teilnehmer durchhält. Erst wenn er hält und aggressives Volumen in die Gegenrichtung einsetzt, ist die Sache entschieden.
Imbalance
Eine Imbalance ist ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Bid- und Ask-Volumen auf benachbarten Preisstufen. Im Footprint sieht man das als eingefärbte Zelle: Auf einer Seite steht ein Vielfaches der Gegenseite.
Imbalances markieren Stellen, an denen der Markt ohne Gegenwehr durchgelaufen ist. Sie sind deshalb weniger ein Einstiegssignal als eine Landkarte: Sie zeigen, wo im Kursbereich später einmal Nachholbedarf besteht. Das Konzept überschneidet sich stark mit dem, was im Supply and Demand Trading als Angebots- und Nachfragezone beschrieben wird.
Die Grenze: Eine Imbalance allein sagt nichts über die Richtung. In einem starken Trend entstehen laufend Imbalances, und die meisten werden nie wieder angelaufen.
Der Stop-Run

Der Stop-Run, auch Liquiditätsabholung genannt, ist das Muster mit der höchsten Trefferquote in meiner eigenen Praxis, und zugleich das am meisten missverstandene.
Die Logik dahinter ist reine Auktionsmechanik. Wo viele Trader dieselbe offensichtliche Marke sehen, etwa das Vortagestief, häufen sich dort ihre Stop-Orders. Stop-Orders sind Market-Orders, die bei Erreichen eines Preises ausgelöst werden. Sie sind also Liquidität, die genau an dieser Stelle bereitliegt. Wer eine größere Position aufbauen will, braucht solche Gegenseite.
Im Chart sieht das aus wie ein Fehlausbruch. Der Kurs bricht das Tief, löst die Stops aus und kehrt innerhalb weniger Minuten in die alte Spanne zurück. Im Orderflow siehst du dabei ein hohes Verkaufsvolumen unterhalb der Marke, dem keine Fortsetzung folgt.
Das entscheidende Detail steht im Volumen: Ein Hoch oder Tief, an dem viel gehandelt wurde, wird sehr wahrscheinlich noch einmal angelaufen. Ein Extrem mit dünnem Volumen dagegen hat gute Chancen zu halten. Konsolidierung an einem Tief ist deshalb kein Zeichen von Stärke, sondern ein Hinweis darauf, dass dort noch Aufträge liegen. Die Zone, aus der die Gegenbewegung anschließend startet, heißt in der Smart-Money-Sprache Orderblock.
Kontext, Ort, Bestätigung: warum Orderflow allein nichts wert ist
Hier scheitern die meisten Einsteiger, und zwar nicht an der Technik. Sie machen die Software auf, sehen überall große Aufträge, überall Absorption, überall Delta-Spitzen, und handeln los. Nach zwei Wochen ist das Konto kleiner, und der Schluss lautet, Orderflow funktioniere nicht.
Er funktioniert. Nur nicht überall gleichzeitig. Ein großer Auftrag mitten in einer Spanne ist Alltag. Derselbe Auftrag am Vortageshoch ist eine Aussage.
Drei Fragen in dieser Reihenfolge, bevor du auf den Knopf drückst:
- Kontext: In welcher Lage ist der Markt? Trend, Spanne, Eröffnung, Nachrichtenlage. Ein Umkehrmuster gegen einen intakten Trend ist etwas anderes als dasselbe Muster an einer Spannengrenze.
- Ort: Steht der Kurs an einer Marke, die du vor Handelsbeginn eingezeichnet hast? Vortageshoch, Vortagestief, Eröffnungspreis, Point of Control des Vortages. Wenn nicht, ist der Orderflow dort Rauschen.
- Marktstruktur: Welche Marken überhaupt zählen, entscheidet die Struktur des Marktes. Ein Break of Structure sagt dir, dass ein Trend intakt ist, ein Change of Character warnt vor der Wende.
- Bestätigung: Erst jetzt das Orderbuch, den Footprint und das Delta lesen. Nicht davor.
Die Vorbereitung passiert also, wenn die Börse zu ist. Wer erst im laufenden Handel anfängt, Level zu suchen, wird sie dort finden, wo er sie sehen will. Zum Zusammenspiel von Vorbereitung und Positionsgröße haben wir das Risikomanagement im Trading gesondert beschrieben.
Was der Orderflow nicht zeigt
Das Orderbuch ist keine Wahrheit, sondern eine gefilterte Ansicht. Dieser Abschnitt fehlt in fast jeder Darstellung zum Thema, und er ist der wichtigste.
Iceberg-Orders zeigen nur ihre Spitze

Eine Iceberg-Order ist ein Auftrag, von dem nur ein kleiner Teil im Orderbuch sichtbar ist. Das Marktmodell des Handelssystems T7 der Deutschen Börse beschreibt die Mechanik: Es wird ein sichtbarer Peak angezeigt, das übrige Volumen bleibt verdeckt. Wird der Peak ausgeführt und ist noch verdecktes Volumen vorhanden, stellt das System einen neuen Peak ein, allerdings mit neuem Zeitstempel.
Ein Beispiel macht die Größenordnung deutlich. Wer 500.000 Aktien verkaufen will, zeigt vielleicht 25.000 im Buch. Die anderen 475.000 stehen unsichtbar dahinter.
Für dich heißt das zweierlei. Eine Wand im Orderbuch kann viel größer sein, als sie aussieht. Und ein Preis, an dem der Kurs beharrlich nicht durchkommt, obwohl das Buch dort dünn wirkt, ist ein starker Hinweis auf genau so einen verdeckten Auftrag. In der Auktionspreisermittlung übrigens wird die Iceberg-Order mit ihrem Gesamtvolumen berücksichtigt, dort verschwindet die Tarnung.
Spoofing ist verboten und kommt trotzdem vor
Spoofing bezeichnet das Einstellen großer Aufträge ohne Ausführungsabsicht, um andere Marktteilnehmer in eine Richtung zu locken, und das anschließende Stornieren.
In der EU ist das ausdrücklich verboten. Artikel 12 Absatz 2 Buchstabe c der Marktmissbrauchsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 596/2014) nennt „die Erteilung von Kauf- oder Verkaufsaufträgen an einen Handelsplatz, einschließlich deren Stornierung oder Änderung“ als Form der Marktmanipulation, wenn sie falsche Signale setzt oder die Erkennung echter Aufträge erschwert.
Verboten heißt nicht ausgestorben. Die US-Aufsicht CFTC verhängte am 29. September 2020 gegen JPMorgan eine Zahlung von 920 Millionen US-Dollar, die bis dahin höchste Strafe ihrer Geschichte. Laut CFTC hatten 15 Trader an zwei Handelstischen zwischen 2008 und 2016 systematisch Edelmetall- und Treasury-Futures manipuliert und dabei anderen Marktteilnehmern über 300 Millionen US-Dollar Schaden zugefügt.
Praktisch bedeutet das: Ein großer Auftrag, der nie ausgeführt wird, ist keine Information über den Markt, sondern eine über den Absender. Deshalb ist das Tape wertvoller als das Buch. Ausgeführtes Volumen kann man nicht vortäuschen.
Ein Teil des Handels läuft gar nicht über das Buch
Nicht jedes Geschäft erscheint in dem Orderbuch, das du siehst. Ein erheblicher Teil des Aktienhandels wird über alternative Handelsplätze und über Market Maker abgewickelt, die Kundenorders intern ausführen. Wie dieses Geschäftsmodell funktioniert und wer daran verdient, haben wir am Beispiel Citadel aufgeschrieben.
Was du siehst, ist immer ein Ausschnitt. Bei liquiden Futures ist er sehr groß, weil dort praktisch alles über eine zentrale Börse läuft. Bei Einzelaktien ist er deutlich kleiner.
In welchen Märkten Orderflow funktioniert
Diese Frage entscheidet, ob sich der Aufwand für dich überhaupt lohnt. Sie wird selten ehrlich beantwortet.
| Markt | Eignung | Warum |
|---|---|---|
| Futures (Index, Zinsen, Rohstoffe) | sehr gut | Zentrale Börse, jedes Geschäft wird gemeldet, echtes Volumen |
| Aktien | eingeschränkt | Handel verteilt sich auf mehrere Plätze, ein Teil läuft außerbörslich |
| Krypto (Börsen-Spot und Futures) | brauchbar | Echtes Buch je Börse, aber Liquidität über viele Börsen zersplittert |
| Forex-Spot | schlecht | Kein zentraler Handelsplatz, kein echtes Gesamtvolumen |
| CFDs | schlecht | Der Broker stellt die Kurse, das Buch bildet nicht den Referenzmarkt ab |
Der Forex-Punkt verdient eine Erklärung, weil er häufig verschwiegen wird. Der Devisenkassahandel läuft nicht über eine Börse, sondern dezentral zwischen Banken. Es gibt deshalb kein zentrales Volumen, das man auswerten könnte. Was Plattformen dort als Volumen anzeigen, ist das Volumen des jeweiligen Anbieters, also ein Bruchteil des Marktes.
Wer trotzdem Orderflow im Devisenbereich nutzen will, weicht auf die Währungs-Futures an der CME aus. Dort läuft der Handel über eine Börse, und das Volumen ist echt. Bei Krypto sind zusätzlich die Liquidationsdaten interessant, dazu haben wir die Liquidation Heatmap erklärt.
Was Orderflow Trading kostet
Anders als ein Indikator ist der Orderflow nicht umsonst zu haben. Es fallen zwei Posten an, und beide laufen monatlich.
Was die Marktdaten kosten
Der erste Posten sind die Marktdaten mit Orderbuchtiefe. Ein Beispiel aus der aktuellen Preisliste der Consorsbank: Realtime-Kurse für Eurex-Produkte kosten ohne Orderbuchtiefe 15,00 Euro im Monat. Mit Orderbuchtiefe, also Level 2, sind es 29,00 Euro für Privatkunden und 55,00 Euro für professionelle Nutzer. Für US-Futures rechnest du je Börse mit einem eigenen Posten. Wichtig für Angestellte im Finanzbereich: Die günstigen Sätze gelten nur für nicht-professionelle Nutzer, und die Börsen prüfen das.
Was Orderflow-Software kostet
Der zweite Posten ist die Orderflow-Software. Eine Standardplattform mit Kerzen und Indikatoren reicht nicht, du brauchst Footprint, DOM und Profil. Welche Programme das leisten und was sie kosten, haben wir einzeln getestet: ATAS, Bookmap, Quantower, Jigsaw Trading, Deepcharts, NanoTrader und Sierra Chart. Einen Überblick über das gesamte Feld gibt unser Vergleich der Trading Software.
Rechne realistisch mit einem mittleren zweistelligen Betrag pro Monat, bevor du den ersten Trade gemacht hast. Wer nur gelegentlich handelt, sollte ehrlich prüfen, ob sich das trägt.
Was es kostenlos gibt
Ein Einstieg ohne Rechnung ist möglich, stößt aber überall an dieselbe Grenze. Vier der von uns getesteten Plattformen haben eine dauerhaft kostenlose Stufe:
- ATAS: Der START-Tarif kostet dauerhaft nichts, der Zugang zu Kryptodaten bleibt auch danach gratis. Dazu gibt es 14 Tage Vollzugang zum Testen.
- Bookmap: Die Digital-Lizenz ist dauerhaft kostenlos und liefert Krypto-Daten in Echtzeit. Ihre Heatmap macht sichtbar, wie sich das Orderbuch über die Zeit verändert.
- Quantower: Die Free-Version läuft ohne Registrierung mit Funktionslimits, dazu kommen sieben Tage Vollversion.
- Deepcharts: Ein kostenloser Sim-Account mit 15 Minuten Verzögerung zum Üben.
Kostenlos gibt es überall entweder Kryptodaten oder verzögerte Kurse, aber nie Futures in Echtzeit.
Das liegt nicht an den Anbietern, sondern an den Börsen. Die Software kann gratis sein, die Börsendaten sind es nie. Wer den DAX- oder den S&P-Future in Echtzeit im Footprint sehen will, zahlt die Datengebühr, egal über welche Plattform. Bei Sierra Chart etwa ist nur der 21-tägige Testzeitraum frei.
Zum Lernen reicht das trotzdem völlig. Krypto läuft rund um die Uhr, hat ein echtes Orderbuch und kostet keine Börsengebühr. Wer die drei Muster aus diesem Artikel erst einmal wiedererkennen will, kann das dort ohne einen Cent Einsatz üben.
Orderflow Trading lernen: ein realistischer Weg für den Einstieg
Der häufigste Fehler ist, alles auf einmal zu wollen. Dazu kommt eine praktische Hürde: Der größte Teil des Materials zum Orderflow ist englisch, und die Fachbegriffe werden auch im deutschen Sprachraum englisch benutzt. Wer Absorption, Imbalance und Delta einmal sauber zugeordnet hat, kommt damit klar. Vier Schritte, in dieser Reihenfolge:
- Erst ein einziger Markt. Nimm einen liquiden Future und bleibe vier Wochen dabei. Jeder Markt hat sein eigenes Tempo, und das lernst du nicht in drei Tagen.
- Dann ein einziges Werkzeug. Ich empfehle den Footprint, weil er weniger hektisch ist als das Orderbuch und trotzdem echte Ausführungen zeigt. Das Buch kommt später dazu.
- Danach deine bestehende Strategie prüfen. Nimm deine letzten zwanzig Trades und sieh dir den Orderflow an den Einstiegen an. Bei den Verlusttrades findest du oft ein Signal, das dagegensprach.
- Zum Schluss der Wochenrückblick. Nimm dir am Wochenende die Woche noch einmal vor, inklusive der Situationen, in denen du nicht gehandelt hast.
Was der Orderflow nicht leistet, gehört in denselben Absatz: Er macht aus einer schlechten Strategie keine gute. Er verbessert das Timing eines Einstiegs, den du ohnehin gemacht hättest. Wer keine Marken einzeichnet und kein Risikolimit hat, verliert mit Footprint genauso wie ohne, nur teurer.
Zwei Wege führen tiefer in das Thema. Wer die Grundlagen des Volumens breiter aufarbeiten will, findet sie in unserem Artikel zur Volumen-Analyse im Trading. Und wer lieber offline liest: Wir haben die zwölf besten Bücher zum Volumen-Trading durchgesehen, darunter die Standardwerke zur Auktionstheorie, auf denen ein guter Teil dessen beruht, was heute Orderflow heißt.
Vorteile und Nachteile des Orderflow Tradings
Die Methode passt nicht zu jedem Handelsstil und nicht zu jedem Zeitbudget. Diese Übersicht zeigt beide Seiten.
Vorteile des Orderflow Tradings
- Bessere Einstiegspreise: Der Einstieg erfolgt am Level, nicht nach dem Kerzenschluss. Das verkleinert den Abstand zum Stop und verbessert damit das Chance-Risiko-Verhältnis.
- Erklärt Fehlausbrüche: Warum eine Marke hält, obwohl der Chart einen Bruch zeigt, wird im Volumen sichtbar.
- Passt zu jeder Strategie: Ob Supply and Demand, Fibonacci oder Markttechnik, der Orderflow ersetzt die Methode nicht, sondern liefert eine zusätzliche Bestätigung.
- Filtert schlechte Trades: Der praktische Nutzen liegt oft weniger in besseren Einstiegen als in vermiedenen.
Nachteile des Orderflow Tradings
- Laufende Kosten: Daten und Software fallen monatlich an, auch in Monaten ohne Handel.
- Nur bei kurzen Haltedauern nützlich: Wer über Tage oder Wochen hält, gewinnt praktisch nichts.
- Hohe Anforderung an Reaktion: Die Situationen entstehen in Sekunden. Wer erst nachdenken muss, ist zu spät.
- Eingeschränkte Marktauswahl: Im Devisenkassahandel und bei CFDs fehlt die Datengrundlage.
- Verzerrbares Bild: Iceberg-Orders und Spoofing sorgen dafür, dass das Orderbuch systematisch etwas anderes zeigt als die Realität.
Fazit
Orderflow Trading ist keine Geheimwissenschaft, sondern die konsequente Anwendung einer einzigen Einsicht: Preise bewegen sich, weil aggressive Aufträge auf passive treffen und eine Seite ausgeht. Wer das verstanden hat, liest Orderbuch, Footprint und Delta nicht mehr als Sammlung bunter Zahlen, sondern als drei Ansichten desselben Vorgangs.
Der ehrliche Teil steht am Ende. Der Orderflow macht dich nicht treffsicher. Er kostet Geld, er verlangt Vorbereitung außerhalb der Handelszeit, und ein guter Teil dessen, was du im Buch siehst, ist entweder verdeckt oder gar nicht ernst gemeint. Sein Wert liegt woanders: Er sagt dir an einer vorbereiteten Marke, ob die Gegenseite tatsächlich da ist. Für einen Trader mit kurzen Haltedauern ist das eine Menge wert. Für einen Anleger mit Wochenhorizont ist es Ballast.
Wenn du einsteigen willst, fang mit einem Markt und einem Werkzeug an. Alles andere kommt von selbst.
Häufige Fragen zum Orderflow Trading
Wie funktioniert Orderflow Trading?
Du wertest die einzelnen Kauf- und Verkaufsaufträge eines Marktes aus, statt nur den fertigen Kursverlauf zu betrachten. Jede Ausführung besteht aus einer wartenden Limit-Order und einer zugreifenden Market-Order. Wer die aggressive Seite erkennt und sieht, wo die Gegenseite standhält, liest den Markt vor der Kerze.
Ist Orderflow Trading seriös?
Die Methode selbst ist ein anerkanntes Analyseverfahren und wird von Börsen, Banken und professionellen Händlern eingesetzt. Vorsicht ist bei Anbietern angebracht, die damit schnelle Gewinne bewerben. Der Orderflow verbessert das Timing, er ersetzt keine Strategie und kein Risikomanagement.
Braucht man für Orderflow Trading spezielle Software?
Für den Einstieg reicht TradingView mit seinem Volume-Footprint-Chart, das allerdings keine echten Bid-Ask-Daten verwendet. Wer das Orderbuch selbst lesen will, braucht eine Plattform mit tickgenauer Datenanbindung. Dazu kommen kostenpflichtige Börsendaten mit Orderbuchtiefe.
Was kostet Orderflow Trading im Monat?
Bei der Consorsbank kosten Eurex-Realtimekurse mit Orderbuchtiefe 29,00 Euro monatlich für Privatkunden, ohne Tiefe 15,00 Euro. Dazu kommt die Software. Realistisch ist ein mittlerer zweistelliger Betrag pro Monat, je nach Börsen und Plattform auch mehr.
Funktioniert Orderflow Trading im Forex-Handel?
Im Devisenkassahandel nur eingeschränkt, weil es dort keinen zentralen Handelsplatz und damit kein echtes Gesamtvolumen gibt. Wer Orderflow im Devisenbereich nutzen will, weicht auf Währungs-Futures aus.
Was ist der Unterschied zwischen Orderflow und Payment for Order Flow?
Die Begriffe klingen ähnlich und bedeuten Verschiedenes. Orderflow Trading ist eine Analysemethode. Payment for Order Flow beschreibt dagegen, dass ein Broker Geld dafür bekommt, dass er Kundenorders an einen bestimmten Handelsplatz leitet.
Ist Orderflow Trading für Anfänger geeignet?
Als Einstieg in das Trading nicht. Wer noch keine Marken einzeichnet und keine feste Risikoregel hat, sollte diese Grundlagen zuerst legen. Als zweiter Schritt ist der Orderflow dagegen gut geeignet, weil er erklärt, warum bekannte Chartmuster funktionieren.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1978 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.
Den Orderflow hat Karsten erst spät zu seiner Price-Action-Arbeit dazugenommen und beurteilt ihn deshalb nüchtern. Für diesen Artikel hat er die Auktionsmechanik gegen das T7-Marktmodell der Deutschen Börse gehalten, das Spoofing-Verbot im Wortlaut der Marktmissbrauchsverordnung geprüft und die genannten Kosten an der aktuellen Preisliste des Brokers abgeglichen.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.



















