Wer das Handelsvolumen lesen lernen will, findet dazu erstaunlich wenig Literatur. Die meisten Tradingbücher behandeln Volumen als Randthema und widmen ihm ein Kapitel zwischen Trendlinien und Indikatoren. Bücher, die den Umsatz zum Hauptthema machen, sind selten.
Ich habe für dieses Update alle Titel am 14. August 2026 auf amazon.de geprüft: Verfügbarkeit, Auflage, Sprache und Autor. Dabei kamen vier Bücher zum Volume Profile und zum Orderflow dazu, die es bei der ersten Fassung dieser Liste noch gar nicht gab. Zwei ältere Titel sind aus der Empfehlung geflogen. Und weil die häufigste Frage zu diesem Thema lautet, ob es die Klassiker auch auf Deutsch gibt, beantworte ich sie weiter unten mit einer eigenen Übersicht.
Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Volumen-Bücher: das Wichtigste in
30 Sekunden
- Zwölf Titel geprüft: Alle Bücher wurden am 14. August 2026 auf amazon.de auf Verfügbarkeit und Sprache kontrolliert.
- Nur zwei davon gibt es auf Deutsch: die Bände von Johannes Forthmann und Rubén Villahermosa. Alle anderen Klassiker sind ausschließlich auf Englisch erhältlich.
- Bestes Einstiegsbuch: „A Complete Guide to Volume Price Analysis“ von Anna Coulling, mit rund 4.100 Bewertungen der meistbewertete Titel der Liste.
- Ein Buch kostet nichts: „Master the Markets“ von Tom Williams steht als kostenloses PDF bei TradeGuider bereit.
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Was ein Buch über Volumen-Trading leisten kann und was nicht
Volumen ist die einzige Zusatzinformation im Chart, die nicht aus dem Kurs selbst abgeleitet ist. Ein gleitender Durchschnitt rechnet nur Kurse um. Das Handelsvolumen dagegen sagt, wie viele Kontrakte oder Stücke tatsächlich den Besitzer gewechselt haben. Genau deshalb lohnt sich die Beschäftigung damit.
Volumen-Trading ist eine Handelsweise, bei der Trader das gehandelte Volumen als eigenständige Information neben dem Kurs auswerten, um die Kraft hinter einer Bewegung einzuschätzen.
Der praktische Nutzen liegt in der Bestätigung: Ein Ausbruch mit deutlich erhöhtem Umsatz hat eine andere Qualität als einer bei dünnem Handel. Bücher können dir dieses Auge schulen, indem sie hunderte Chartbeispiele durcharbeiten. Was sie nicht können, ist dir die Übung am eigenen Chart abnehmen.
Volumenanalyse bezeichnet die systematische Auswertung des Handelsvolumens, meist im Zusammenspiel mit Kursspanne und Schlusskurs, um Angebot und Nachfrage im Markt zu unterscheiden.
Ein ehrlicher Hinweis vorweg: Bei Forex gibt es kein zentrales Handelsvolumen, weil der Devisenhandel dezentral über viele Banken läuft. Was Plattformen dort anzeigen, ist Tickvolumen, also die Anzahl der Kursänderungen. Das ist ein Näherungswert und nicht dasselbe. Bei Futures und Aktien dagegen liegt echtes Börsenvolumen vor. Mehrere Bücher dieser Liste setzen genau das voraus.
Diese Liste ist bewusst eng auf das Thema Volumen zugeschnitten. Wer einen breiteren Überblick über Fachliteratur für Trader sucht, findet ihn in unserer Übersicht der besten Trading-Bücher.
Die 12 besten Bücher zum Volumen-Trading im Überblick
Die Tabelle sortiert die Titel nach Themenschwerpunkt und Vorkenntnissen. Die Bewertungen stammen von amazon.de, Stand 14. August 2026.
| Buch und Autor | Für wen geeignet | Bewertung amazon.de |
|---|---|---|
| A Complete Guide to Volume Price Analysis (Coulling) | Einstieg | 4,5 bei ca. 4.100 |
| Investing with Volume Analysis (Dormeier) | Einstieg, Indikatoren | 4,1 bei 94 |
| The Trader’s Book of Volume (Leibovit) | Nachschlagewerk | 4,2 bei 27 |
| Mind over Markets (Dalton) | Marktprofil, fortgeschritten | 4,6 bei 390 |
| Steidlmayer on Markets (Steidlmayer) | Marktprofil, Hintergrund | 4,2 bei 73 |
| Volumen Profil, Markt Profil, Order Flow (Forthmann) | Deutschsprachiger Einstieg | 4,2 bei 133 |
| Master the Markets (Williams) | Volumen-Spread-Analyse | kostenloses PDF |
| Trades about to Happen (Weis) | Wyckoff, fortgeschritten | 4,2 bei 220 |
| Die Methodologie Wyckoff tiefgründig erklärt (Villahermosa) | Wyckoff auf Deutsch | 4,0 bei 44 |
| Volume Profile (Trader Dale) | Volume Profile, Praxis | 4,3 bei ca. 1.600 |
| Order Flow: Trading Setups (Trader Dale) | Orderflow, Praxis | 4,3 bei 714 |
| Value in Time (Willain) | Indikator-Entwicklung | 4,1 bei 14 |
Grundlagen der Volumenanalyse: drei Bücher für den Einstieg
Wenn du dich zum ersten Mal mit dem Handelsvolumen befasst, fängst du hier an. Diese drei Titel erklären, was Volumen überhaupt aussagt, bevor es an einzelne Methoden geht.
„A Complete Guide to Volume Price Analysis“ von Anna Coulling

Das Buch von Anna Coulling ist unter den Volumen-Titeln bei amazon.de der mit Abstand meistbewertete: rund 4.100 Bewertungen bei 4,5 von 5 Sternen. Das ist für ein Fachbuch dieser Nische eine ungewöhnlich breite Rückmeldung.
Coulling gründet ihre Volumenanalyse konsequent auf Price Action, arbeitet also mit Kerzenspanne und Schlusskurs statt mit einem Indikatorenzoo. Sie zeigt an vielen Beispielen, wie sich große Marktteilnehmer über den Umsatz verraten. Für den Einstieg ist das die zugänglichste Darstellung.
Der Preis dafür ist eine gewisse Vereinfachung. Manche Handelskonzepte werden kürzer abgehandelt, als sie es verdient hätten. Für ein Einführungsbuch halte ich das für vertretbar. Das Buch ist bei Amazon erhältlich.
„Investing with Volume Analysis“ von Buff Dormeier

Buff Dormeier liefert das systematischste Werk der drei. Er baut den Stoff in einer klaren Reihenfolge auf und arbeitet sich von der Kursanalyse bis zu den fortgeschrittenen Volumen-Indikatoren vor.
Die Kapitel folgen dieser Logik:
- Kursanalyse: die Grundlagen, auf denen jede Volumenbetrachtung aufsetzt.
- Konzept des Marktvolumens: was der Umsatz misst und was nicht.
- Interpretation des Volumens: wie sich Umsatzmuster deuten lassen.
- Elementare Volumen-Indikatoren: On Balance Volume und Verwandte.
- Fortgeschrittene Volumen-Indikatoren: unter anderem Dormeiers eigener Volume Price Confirmation Indicator.
Durch diese Spannweite ist das Buch auch für erfahrene Trader brauchbar, die einzelne Kapitel als Nachschlagewerk nutzen. Dormeier arbeitet als Portfoliomanager, sein Blick ist eher der des Investors als der des Daytraders. Die Ausgabe ist bei Amazon gelistet.
„The Trader’s Book of Volume“ von Mark Leibovit

Mark Leibovit ist technischer Analyst mit mehreren Jahrzehnten Erfahrung. Sein Buch ist das umfangreichste Nachschlagewerk der Liste und arbeitet mit über 400 Charts.
Neben klassischen Volumen-Indikatoren behandelt Leibovit auch Indikatoren der Marktbreite. Die messen, wie viele Aktien eines Index eine Bewegung mittragen, und geben damit eine zweite Perspektive auf dieselbe Frage: Steht Substanz hinter dem Trend?
Bei nur 27 Bewertungen auf amazon.de ist die Rückmeldungsbasis dünn. Das Buch ist außerdem gebunden und entsprechend teuer. Wer die Marktbreite ohnehin verfolgt, findet hier trotzdem den größten Materialfundus. Eine Einordnung, was technische Analyse empirisch leistet, haben wir separat zusammengestellt.
Marktprofil: drei Bücher zur Auktionstheorie
Das Marktprofil ist die zweite große Schule der Volumenauswertung. Sie stammt aus dem Parketthandel und fragt nicht, wie hoch der Umsatz war, sondern auf welchem Kursniveau er stattfand.
Das Market Profile ist eine Chartdarstellung, die zeigt, wie lange und mit welchem Volumen in einer Handelsperiode auf den einzelnen Kursniveaus gehandelt wurde, und daraus faire Preiszonen ableitet.
Entwickelt hat sie J. Peter Steidlmayer an der Chicago Board of Trade (CBOT). Die Darstellung ähnelt einer Glockenkurve: Kurse, um die lange gehandelt wurde, bilden den breiten Bauch, kurz gestreifte Kurse die dünnen Ränder. Wer sich für Market Profile und den Point of Control interessiert, findet in diesen drei Büchern die Grundlagen.
„Mind over Markets“ von James Dalton

„Mind over Markets“ ist der Klassiker zum Marktprofil. James Dalton gilt als der Autor, der Steidlmayers Konzept für Trader verständlich gemacht hat. Bei 390 Bewertungen und 4,6 von 5 Sternen ist es zugleich der am besten bewertete Titel der ganzen Liste.
Die aktuelle Auflage erschien 2013 bei Wiley und umfasst 368 Seiten. Sie ist kein Buch für nebenbei: Der Stoff verlangt Vorkenntnisse in der technischen Analyse und mehrere Durchgänge. Wer sich die Arbeit macht, bekommt dafür ein Denkmodell, das über einzelne Setups hinausgeht.
Nach dieser Ausgabe suchen viele Leser gezielt auf Deutsch. Diese Frage beantworte ich weiter unten in einem eigenen Abschnitt.
„Steidlmayer on Markets“ von J. Peter Steidlmayer

Hier schreibt der Erfinder selbst. Peter Steidlmayer erzählt in seinem Buch, welche Beobachtungen im Parketthandel ihn zum Marktprofil geführt haben. Es liefert damit die vollständige Hintergrundgeschichte, die bei Dalton nur angerissen wird.
Ein Detail macht die Lektüre besonders aufschlussreich: Als das Marktprofil entstand, waren Volumendaten kaum verfügbar. Die Verknüpfung von Profil und Umsatz kam erst später dazu. Wer das Buch liest, versteht, warum die Methode so aufgebaut ist, wie sie aufgebaut ist.
Die zweite Auflage stammt aus dem Jahr 2003 und ist mit 73 Bewertungen solide, aber nicht breit rückgemeldet.
„Volumen Profil, Markt Profil, Order Flow“ von Johannes Forthmann

Dieses Buch ist der einzige deutschsprachige Titel zum Marktprofil in dieser Liste und deshalb für viele Leser der eigentliche Einstieg. Johannes Forthmann verbindet darin Volumenprofil, Marktprofil und Orderflow in einer Darstellung.
Die Taschenbuchausgabe erschien im November 2020, umfasst 219 Seiten und kommt auf 4,2 von 5 Sternen bei 133 Bewertungen. Damit ist sie deutlich breiter rückgemeldet als die meisten deutschen Fachbücher dieser Nische. Vom selben Autor gibt es eine neuere und teurere Ausgabe unter dem Titel „Volumenprofil Marktprofil Orderflow“ sowie englische Fassungen.
Inhaltlich bleibt Forthmann nah an der Praxis am Chart und weniger an der Theorie. Wer Dalton zu akademisch findet, liegt hier richtig.
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Wyckoff und Volumen-Spread-Analyse: drei Bücher
Die dritte Schule geht auf Richard Demille Wyckoff (1873 bis 1934) zurück, einen der frühen Verfechter technischer Methoden. Er verband Kurs, Volumen und Zeit zu einem gemeinsamen Bezugssystem und fragte konsequent, ob gerade Angebot oder Nachfrage die Oberhand hat.
Die Volumen-Spread-Analyse ist eine auf Richard Wyckoff zurückgehende Methode, die Kursspanne, Schlusskurs und Volumen einer Kerze gemeinsam auswertet, um professionelle Käufe und Verkäufe von Zufallsbewegungen zu unterscheiden.
Wer die Systematik dahinter vertiefen will, findet sie in unserem Guide zur Wyckoff-Methode und im Beitrag zur Volumen-Spread-Analyse (VSA).
„Master the Markets“ von Tom Williams

Wenn du die Volumen-Spread-Analyse lernen willst, ist dieses Buch die naheliegendste Wahl. Tom Williams arbeitete als Syndikatshändler und beschreibt darin, wie sich die Aktivität großer Adressen im Chart abbildet.
Der praktische Vorteil: Das Buch ist kostenlos als PDF verfügbar. Bei amazon.de ist die alte Printausgabe dagegen nicht mehr abrufbar, die dort früher gelistete Fassung liefert einen Fehler. Für den Einstieg in die VSA brauchst du sie auch nicht.
Download: Master the Markets als PDF bei TradeGuider
„Trades about to Happen“ von David H. Weis

David Weis hat Wyckoffs Ideen für die Gegenwart übersetzt. Sein Buch zerlegt Charts konsequent in Price Action und Volumenveränderungen und arbeitet dabei mit ausführlich kommentierten Beispielen.
Mit 220 Bewertungen bei 4,2 von 5 Sternen gehört es zu den am besten belegten Titeln der Liste. Es ist allerdings ein Buch, das man langsam lesen muss: Weis führt die Gedankengänge Schritt für Schritt vor, und wer überfliegt, nimmt nichts mit.
Für eine ernsthafte und praktische Auseinandersetzung mit Wyckoff ist das die beste Wahl unter den englischsprachigen Titeln.
„Die Methodologie Wyckoff tiefgründig erklärt“ von Rubén Villahermosa

Der spanische Autor Rubén Villahermosa ist heute einer der meistgelesenen Wyckoff-Erklärer, und dieses Buch gibt es auf Deutsch. Die Ausgabe erschien im Juni 2021 und umfasst 253 Seiten.
Villahermosa arbeitet die Akkumulations- und Distributionsphasen systematisch durch, also die Zonen, in denen große Adressen Positionen aufbauen oder abgeben. Sein bekannteres Werk „Wyckoff 2.0“ verbindet diese Strukturen zusätzlich mit Volume Profile und Order Flow, liegt auf amazon.de aber nur auf Spanisch, Portugiesisch, Französisch und Englisch vor.
Die 44 Bewertungen bei 4,0 von 5 Sternen sind eine schmale Basis, und die Übersetzung liest sich an einigen Stellen holprig. Als deutschsprachiger Zugang zu Wyckoff hat der Titel trotzdem kaum Konkurrenz.
Volume Profile und Orderflow: drei Bücher für die moderne Praxis
Diese Gruppe gab es in der ersten Fassung dieser Liste noch nicht. Sie behandelt die Werkzeuge, die heute in den meisten Plattformen stecken: Volumenprofile über beliebige Zeiträume und die Auswertung einzelner Orders.
Das Volume Profile ist eine Chartdarstellung, die das gehandelte Volumen nicht über die Zeitachse, sondern über die Kursachse aufträgt und so sichtbar macht, auf welchen Kursniveaus der Umsatz stattfand.
„Volume Profile: The Insider’s Guide to Trading“ von Trader Dale

Unter dem Namen Trader Dale schreibt der tschechische Händler Dale Woods. Dieses Buch von 2018 ist mit rund 1.600 Bewertungen bei 4,3 von 5 Sternen das meistbewertete Volumen-Buch der Gegenwart und taucht in den Suchergebnissen zum Thema regelmäßig vor den Klassikern auf.
Auf 195 Seiten bleibt der Autor konsequent an der Umsetzung: welche Profilformen es gibt, wie sich daraus Zonen ableiten lassen und wie er selbst Einstiege daran ausrichtet. Theorie kommt nur so weit vor, wie sie für die Anwendung nötig ist.
Genau darin liegt auch die Schwäche. Das Buch erklärt ein System, nicht ein Fachgebiet. Wer verstehen will, warum Volumen an bestimmten Stellen entsteht, ist bei Dalton oder Steidlmayer besser aufgehoben.
„Order Flow: Trading Setups“ von Trader Dale

Der Nachfolgeband von 2021 geht eine Ebene tiefer: vom Volumenprofil zum einzelnen Auftrag im Orderbuch. Behandelt werden Footprint-Charts, Delta und die Frage, wer in einer Kerze aggressiv gekauft oder verkauft hat.
Mit 714 Bewertungen bei 4,3 von 5 Sternen ist die Rückmeldung breit. Das Buch ist mit 159 Seiten allerdings schmal und setzt den ersten Band voraus.
Ohne passende Software ist der Inhalt wenig wert. Orderflow-Auswertung braucht Tick-Daten und eine Plattform, die sie darstellt. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Praxistest der ATAS Erfahrungen.
„Value in Time“ von Pascal Willain

Dieses Buch wird häufig Alexander Elder zugeschrieben, weil er das Vorwort beigesteuert hat. Verfasst hat es aber der belgische Trader Pascal Willain, und zwar 2008 bei Wiley.
Willain entwickelt darin eigene Kennzahlen, unter anderem das Effective Volume, mit dem er große von kleinen Aufträgen trennen will. Die Ideen sind originell und liefern Anregungen zum Erkennen von Marktmanipulationen.
Der Haken ist deutlich: Um die Konzepte im eigenen Handel zu nutzen, brauchst du Programmierkenntnisse. Ohne die bleibt der Titel eine interessante Lektüre ohne praktischen Ertrag. Mit 14 Bewertungen ist er außerdem der am dünnsten belegte der Liste. Wer den Weg trotzdem gehen will, findet einen Einstieg in unserem Beitrag zum Algo-Trading.
13 Trading-Indikatoren, die du kennen musst

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Welche dieser Bücher gibt es auf Deutsch?
Das ist die am häufigsten gestellte Frage zu diesem Thema, und die Antwort fällt ernüchternd aus. Von den zwölf Titeln sind nach unserer Prüfung auf amazon.de am 14. August 2026 nur zwei auf Deutsch erhältlich.
| Buch | Sprache auf amazon.de |
|---|---|
| Volumen Profil, Markt Profil, Order Flow (Forthmann) | Deutsch |
| Die Methodologie Wyckoff tiefgründig erklärt (Villahermosa) | Deutsch |
| Mind over Markets (Dalton) | nur Englisch |
| A Complete Guide to Volume Price Analysis (Coulling) | nur Englisch |
| Dormeier, Leibovit, Steidlmayer, Weis, Willain, Trader Dale | nur Englisch |
Besonders oft wird nach einer deutschen Ausgabe von „Mind over Markets“ gesucht. Auf amazon.de wird der Titel in allen drei Formaten geführt, als gebundene Ausgabe, als Kindle-Version und als Hörbuch, und alle drei sind auf Englisch. Eine deutsche Übersetzung ist dort nicht gelistet.
Wichtig ist die Einordnung dieser Aussage: Belegt ist damit, dass auf amazon.de keine deutsche Ausgabe angeboten wird. Ob irgendwann eine Übersetzung erschienen ist, die dort nicht geführt wird, lässt sich daraus nicht ableiten.
Für deutschsprachige Leser bedeutet das praktisch: Entweder du steigst über Forthmann und Villahermosa ein, oder du nimmst die englischen Klassiker in Kauf. Die Fachsprache in diesen Büchern ist überschaubar, ein Wörterbuch für Begriffe wie „supply“, „demand“ und „spread“ reicht meist aus.
Zwei Titel, die nicht mehr in der Liste stehen
In der früheren Fassung standen hier andere Titel. Zwei davon habe ich bewusst herausgenommen, ohne sie zu verschweigen.
- „The Secret Science of Price and Volume“ von Tim Ord: Das Buch von 2008 kommt bei amazon.de nur auf 3,8 von 5 Sternen bei 22 Bewertungen. Schwerer wiegt, dass der Autor durchgehend auf sein eigenes kostenpflichtiges Werkzeug „Ord-Volume“ verweist. Ein Fachbuch, das ohne den Kauf eines Zusatzprodukts nur halb funktioniert, empfehle ich nicht.
- „Trading in the Shadow of the Smart Money“ von Gavin Holmes: 3,6 von 5 Sternen bei 39 Bewertungen und inhaltlich eine Wiederholung von Tom Williams, dessen Schüler Holmes ist. Wer die Volumen-Spread-Analyse lernen will, liest besser gleich „Master the Markets“, und das kostet nichts.
Beide Bücher sind nicht schlecht, sie sind nur überflüssig, solange die stärkeren Titel der Liste dieselben Themen besser abdecken.
Bücher allein reichen nicht: Software und Praxis
Ein Muster zieht sich durch fast alle Volumen-Bücher: Die Autoren verweisen früher oder später auf ihre eigene Software oder ihre eigene Website. Das ist bei Ord so, bei Dormeier mit seinem Indikator und bei Trader Dale mit seinen Plattform-Vorlagen.
Überlege dir gründlich, ob du dafür zusätzlich Geld ausgibst. Der Wert dieser Bücher liegt in den analytischen Konzepten und den Chartbeispielen, nicht im mitverkauften Werkzeug. Kein kostenpflichtiger Dienst macht aus einer Methode automatisch eine funktionierende Handelsweise.
Was du dagegen wirklich brauchst, ist eine Plattform, die Volumen sauber darstellt. Bei Futures und Aktien liefert dein Broker echte Börsenumsätze. Bei Forex bekommst du nur Tickvolumen, was für die meisten Methoden dieser Bücher zu ungenau ist. Wer mit Volumenprofilen oder Footprint arbeiten will, braucht eine spezialisierte Software wie die im Beitrag zu Volfix beschriebene.
Sinnvoll ist außerdem der Blick auf Tick-, Range- und Volume-Charts. Sie verzichten auf die Zeitachse und passen deshalb gut zu einer volumenbasierten Betrachtung.
Wer statt Selbststudium lieber eine strukturierte Ausbildung sucht, sollte vorher unseren Erfahrungsbericht zu Volume Trader lesen, bevor er sich für einen Anbieter entscheidet.
Meine Leseempfehlung für den Einstieg
Wenn du beim Traden lernen noch am Anfang stehst, ist die Reihenfolge wichtiger als die Auswahl. Ich würde in dieser Abfolge vorgehen:
- Erstes Buch, Grundlagen: „Investing with Volume Analysis“ von Buff Dormeier, weil es den Stoff in einer sauberen Reihenfolge aufbaut. Wer es lieber erzählerisch mag, nimmt stattdessen Anna Coulling.
- Zweites Buch, eine Methode wählen: „Master the Markets“ für die Volumen-Spread-Analyse oder „Mind over Markets“ für das Marktprofil. Beides gleichzeitig zu lernen, führt nur zu Verwirrung.
- Drittes Buch, moderne Umsetzung: „Volume Profile“ von Trader Dale, sobald du eine Plattform hast, auf der du das Gelernte nachvollziehen kannst.
- Für deutschsprachige Leser: Forthmann als Startpunkt, danach direkt zu den englischen Klassikern. Der Umweg über weitere deutsche Titel lohnt sich nicht, weil es sie schlicht nicht gibt.
Ein Wort zur Erwartung: Diese Bücher machen dich nicht über Nacht profitabel. Sie schulen dein Auge für eine Information, die die meisten Trader ignorieren. Was daraus wird, entscheidet sich am Chart, nicht im Sessel. Wer parallel die Grundlagen des kurzfristigen Handels aufarbeiten will, findet passende Titel unter den Daytrading-Büchern.
Fazit: ein schmaler Markt mit klaren Empfehlungen
Zum Volumen-Trading gibt es deutlich weniger gute Literatur als zu Chartmustern oder Indikatoren. Genau das macht die Auswahl aber auch einfach: Die zwölf Titel dieser Liste decken das Feld weitgehend ab.
Am meisten geändert hat sich seit der ersten Fassung dieser Liste die Volume-Profile-Ecke. Was früher Spezialwissen aus dem Parketthandel war, steckt heute in jeder besseren Plattform, und die Bücher von Trader Dale und Johannes Forthmann haben darauf reagiert.
Bei den deutschsprachigen Lesern bleibt der Befund unbefriedigend: zwei Titel auf Deutsch, alles andere auf Englisch. Wer bei diesem Thema tiefer einsteigen will, kommt an englischer Fachliteratur nicht vorbei. Die gute Nachricht ist, dass der Wortschatz überschaubar bleibt und das beste Einstiegsbuch zur Volumen-Spread-Analyse nichts kostet.
Die ursprüngliche Zusammenstellung dieser Buchliste geht auf Galen Woods zurück, der sie unter dem Titel Top 10 Volume Trading Books veröffentlicht hat. Die deutsche Erstfassung übersetzten Karsten Kagels und Gaby Boutaud. Auswahl, Prüfung und Bewertung der heutigen Fassung stammen aus unserer eigenen Recherche.
Häufige Fragen zu Büchern über Volumen-Trading
Was sagt das Volumen beim Trading aus?
Das Volumen zeigt, wie viele Stücke oder Kontrakte in einem Zeitraum tatsächlich gehandelt wurden. Es ist damit ein Maß für die Beteiligung an einer Kursbewegung. Ein Anstieg bei hohem Umsatz gilt als besser abgesichert als einer bei dünnem Handel.
Welches Buch über Volumen-Trading ist das beste für Anfänger?
Für den Einstieg eignet sich „A Complete Guide to Volume Price Analysis“ von Anna Coulling. Es ist mit rund 4.100 Bewertungen auf amazon.de der meistbewertete Titel des Fachgebiets und erklärt die Grundlagen ohne mathematischen Überbau. Wer einen systematischeren Aufbau bevorzugt, nimmt Buff Dormeier.
Gibt es „Mind over Markets\“ auf Deutsch?
Auf amazon.de wird „Mind over Markets“ von James Dalton ausschließlich auf Englisch geführt, sowohl als gebundene Ausgabe als auch als Kindle-Version und als Hörbuch. Eine deutsche Übersetzung ist dort nicht gelistet. Als deutschsprachige Alternative zum Marktprofil bietet sich das Buch von Johannes Forthmann an.
Welche Bücher zum Volumen-Trading gibt es auf Deutsch?
Von den zwölf geprüften Titeln sind zwei auf Deutsch erhältlich: „Volumen Profil, Markt Profil, Order Flow“ von Johannes Forthmann und „Die Methodologie Wyckoff tiefgründig erklärt“ von Rubén Villahermosa. Alle übrigen Klassiker liegen nur auf Englisch vor.
Gibt es ein kostenloses Buch über Volumenanalyse?
Ja. „Master the Markets“ von Tom Williams steht als kostenloses PDF beim Software-Anbieter TradeGuider zum Download bereit. Es gilt als das Standardwerk zur Volumen-Spread-Analyse und ist ein vollwertiges Buch, keine Leseprobe.
Funktioniert Volumenanalyse auch im Forex-Handel?
Nur eingeschränkt. Der Devisenmarkt ist dezentral organisiert, ein zentrales Handelsvolumen gibt es dort nicht. Plattformen zeigen stattdessen Tickvolumen, also die Anzahl der Kursänderungen. Für die Methoden aus diesen Büchern brauchst du echte Börsenumsätze, wie es sie bei Futures und Aktien gibt.
Reicht es, Bücher zu lesen, um Volumen-Trading zu lernen?
Nein. Bücher vermitteln die Konzepte und schulen das Auge, ersetzen aber weder die Übung am eigenen Chart noch ein funktionierendes Risikomanagement. Rechne mit mehreren Monaten Praxis, bevor du Volumenmuster zuverlässig erkennst.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und schreibt auf kagels-trading.de über Märkte, Handelsmethoden und Werkzeuge für Trader. Er handelt seit 1978 diskretionär nach Price Action, ohne automatisierte Systeme.
Sein Schwerpunkt liegt auf Forex, Aktienindizes und Rohstoffen. Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche, später war er über 17 Jahre Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und Verleger von dessen zehn Büchern.
Tradingliteratur beurteilt er deshalb nicht nur als Leser, sondern aus der Perspektive des Übersetzers und Verlegers. Für dieses Update hat er alle zwölf Titel am 14. August 2026 auf amazon.de aufgerufen und Verfügbarkeit, Sprache, Auflage und Autorenangaben einzeln geprüft.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.






