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Quantower Erfahrungen: Kosten, Broker und Grenzen im Test (2026)

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026

|

14 Min

Christian Möhrer

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Christian Möhrer

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Quantower taucht in fast jeder Diskussion über Orderflow-Software auf. Meist geht es dann um Footprint-Charts, um das DOM und um die Frage, ob sich die Lizenz gegenüber ATAS lohnt. Was in diesen Diskussionen selten steht: Die Plattform läuft nur unter Windows. Wer am Mac sitzt, kommt ohne Umweg über eine virtuelle Maschine gar nicht erst zum Chart.

Für diesen Test habe ich nachgerechnet, was Quantower im August 2026 tatsächlich kostet, welche Broker und Datenfeeds angebunden sind und wo die Plattform im Alltag hakt. Die Preise stammen aus der offiziellen Preisliste des Anbieters, nicht aus fremden Testberichten. Das ist wichtiger, als es klingt: Mehrere große Portale nennen bis heute Beträge, die seit Monaten überholt sind.

Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

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Quantower: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Quantower ist eine Windows-Desktop-Software, keine Cloud-Plattform. Es gibt keine offizielle Mac-Version, keine Linux-Version, keinen Browser-Zugang und keine App in den Stores.
  • Die Vollversion kostet 70 US-Dollar im Monat, im Jahresabo 588 US-Dollar. Die Lifetime-Lizenz liegt bei 1.690 US-Dollar. Einzelne Bausteine gibt es ab 20 US-Dollar monatlich.
  • Kostenlos geht auch: Die Free-Version läuft ohne Registrierung mit Funktionslimits, dazu kommen sieben Tage Vollversion als Test. Einige Futures-Broker stellen die Vollversion ohne Plattformgebühr bereit.
  • Die Stärke liegt in der Volumen- und Orderflow-Analyse: Cluster-Chart, Volumenprofile, TPO und DOM Surface. Die Marktdaten sind in keiner Lizenz enthalten und kosten extra.

Was ist Quantower?

Quantower ist eine Multi-Asset-Handelsplattform für Windows, die sich mit über 90 Brokern, Börsen und Datenanbietern verbinden lässt und ihren Schwerpunkt auf Volumen- und Orderflow-Analyse legt.

Die Software ist broker-neutral. Du bringst dein eigenes Depot mit und nutzt Quantower als Analyse- und Orderoberfläche darüber. Entwickelt wird die Plattform von der QUANTOWER LLC im ukrainischen Dnipro, gegründet nach eigener Angabe 2017.

Der Ansatz unterscheidet sich von klassischen Broker-Plattformen. Statt einer festen Anbindung an ein Haus verbindest du mehrere Konten gleichzeitig. Ein Futures-Konto bei einem US-Broker, eine Krypto-Börse und ein separater Datenfeed laufen parallel in derselben Oberfläche. Für Trader, die Märkte über Assetklassen hinweg beobachten, ist das der eigentliche Kaufgrund.

Wichtig für die Einordnung: Quantower ist kein Broker. Die Software führt keine Order aus und verwahrt kein Geld. Sie ist reine Handelssoftware. Wer sie nutzen will, braucht zusätzlich ein Konto bei einem angebundenen Broker und in der Regel ein kostenpflichtiges Marktdatenabo.

Quantower Handelsplattform mit Watchlist, Chart, Time and Sales und Stat Matrix auf einem Bildschirm
Die Arbeitsfläche von Quantower lässt sich frei aus Chart-, Watchlist- und Orderpanels zusammensetzen. Screenshot: Quantower.

Steckbrief: Quantower auf einen Blick

AnbieterQUANTOWER LLC, Dnipro, Ukraine
Gegründet2017 (laut eigener Angabe)
ArtHandelssoftware, broker-neutral, kein Broker
BetriebssystemWindows 10/11, 64 Bit
Mac, Linux, Browserkeine offizielle Version
Mobile Appin keinem Store auffindbar
Verbindungenüber 90 Broker, Börsen und Datenfeeds (laut Anbieter)
Vollversion70 US-Dollar pro Monat, 1.690 US-Dollar Lifetime
KostenlosFree-Version ohne Registrierung, 7 Tage Test der Vollversion
Marktdatennicht enthalten, separat zu buchen
Rückgabe10 Tage, ausgenommen Lifetime-Lizenzen
Trustpilot4,7 bei 360 Bewertungen (Stand August 2026)

Was kostet Quantower?

Quantower verkauft keine Programmversionen, sondern Funktionsbausteine. Das ist der häufigste Grund für Verwirrung. Es gibt nicht vier Versionen, sondern eine kostenlose Basis, einzeln zubuchbare Extensions und zwei Pakete. Darüber steht die All-in-One-Lizenz, die alles enthält.

Die Vollversion kostet 70 US-Dollar im Monat. Wer länger bucht, zahlt weniger: 10 Prozent Nachlass bei drei Monaten, 20 Prozent bei sechs Monaten, 30 Prozent im Jahresabo. Alle Beträge sind Stand August 2026.

Lizenz1 Monat1 JahrLifetime
All-in-One705881.690
Multi-Asset-Paket504201.290
Crypto-Paket40336990
Volume Analysis35294720
Advanced Features30252650
DOM Surface30252650
Option Trading50420690
Power Trades25210490
TPO Profile Chart20168490

Die beiden Pakete bündeln dieselben zwei Bausteine. Multi-Asset und Crypto enthalten jeweils Volume Analysis und Advanced Features. Der Unterschied liegt bei den Verbindungen: Das Crypto-Paket ist auf Krypto-Anbindungen beschränkt und deshalb 10 US-Dollar günstiger. Wer Futures oder Aktien handelt, braucht das Multi-Asset-Paket.

Rechne die Marktdaten immer dazu. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass Marktdaten von Drittanbietern in keiner Lizenz enthalten sind. Bei Futures kommen je nach Börse schnell 10 bis 30 US-Dollar monatlich pro Börsenplatz obendrauf. Wer nur den Lizenzpreis kalkuliert, unterschätzt die Kosten deutlich.

Zwei Details, die im Alltag zählen. Abos verlängern sich nicht automatisch, du entscheidest jedes Mal neu. Und es gibt 10 Tage Rückgaberecht auf Erstbestellungen. Lifetime-Lizenzen sind davon ausgenommen und werden nicht erstattet. Wer 1.690 US-Dollar auf einmal ausgibt, sollte die Plattform vorher wirklich getestet haben.

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Läuft Quantower auf Mac, Linux oder im Browser?

Nein. Quantower ist eine reine Windows-Anwendung und wird ausschließlich als Build für Windows 10 und 11 in 64 Bit angeboten.

Auf der Download-Seite des Anbieters steht genau eine Schaltfläche. Eine zweite Option gibt es nicht. Es existiert keine native macOS-Version und keine Linux-Version.

Für Mac-Nutzer heißt das: nur über Umwege. Wer Quantower auf einem Mac betreiben will, braucht eine Virtualisierung wie Parallels oder eine getrennte Windows-Installation. Das funktioniert, kostet aber zusätzlich Geld, Rechenleistung und Nerven. Gerade bei Orderflow-Charts mit Tickdaten ist die Rechenlast spürbar.

Eine Browser-Version gibt es ebenfalls nicht. Die naheliegenden Adressen für ein Web-Terminal sind nicht einmal im DNS eingetragen. Auch eine mobile App ist unter diesem Namen in keinem der beiden großen Stores auffindbar, weder bei Apple noch bei Google Play.

Diese Einschränkung wird online regelmäßig falsch dargestellt. In vielen Testberichten steht, Quantower sei cloudbasiert und von jedem Gerät nutzbar. Das trifft nicht zu. Die Software läuft lokal auf deinem Rechner. Wenn dein PC aus ist, laufen weder deine Charts noch deine Alarme.

Für wen ist das ein Ausschlusskriterium? Für alle, die vom Tablet oder Handy aus handeln wollen, und für Mac-Nutzer ohne Lust auf eine Windows-Installation. Wer ohnehin an einem Windows-Rechner mit mehreren Monitoren sitzt, wird die Grenze nie bemerken. Alternativen mit Browser-Zugang stehen in unserem Vergleich der Trading Software.

Wie bekommt man Quantower kostenlos?

Es gibt drei Wege zu Quantower ohne Lizenzkosten, und sie unterscheiden sich deutlich im Funktionsumfang.

Erstens die Free-Version. Du lädst die Software ohne Registrierung herunter und startest sofort. Charting, Orderaufgabe und die Verbindung zu einem Broker funktionieren. Sobald du eine kostenpflichtige Funktion aufrufst, weist die Software darauf hin. Die Volumenanalyse, also der eigentliche Grund für Quantower, gehört nicht dazu.

Zweitens der Sieben-Tage-Test. Du registrierst ein Quantower-Konto und bekommst die Vollversion für sieben Tage freigeschaltet. Das läuft nach Anbieterangabe sofort und automatisch. Früher musste man dafür den Support anschreiben, das ist nicht mehr nötig.

Drittens über den Broker. Mehrere Futures-Broker stellen ihren Kunden die Vollversion ohne monatliche Plattformgebühr bereit. AMP Futures wirbt damit, dass Kunden über die hauseigene Verbindung alle Handelsfunktionen kostenfrei nutzen. Optimus Futures vertreibt mit Optimus Flow eine eigene Variante, die auf der Quantower-Technik aufsetzt.

Dieser dritte Weg ist der wirtschaftlich interessanteste, und er wird in den meisten Testberichten übergangen. Wer ohnehin Futures handelt und ein Konto bei einem dieser Broker führt, spart die Lizenz komplett. Details zu den beiden Häusern stehen in unseren Berichten zu AMP Futures und Optimus Futures.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Das Angebot hängt am Konto bei genau diesem Broker und an dessen Verbindung. Wechselst du den Broker, ist die Lizenz weg. Und die Marktdatengebühren fallen in jedem Fall an, die übernimmt kein Broker.

Welche Broker, Börsen und Datenfeeds unterstützt Quantower?

Quantower gibt über 90 Verbindungen an, aufgeteilt nach Assetklassen. Das ist der stärkste Punkt der Plattform.

Futures und Prop Trading

Der Futures-Bereich ist am breitesten ausgebaut. Angebunden sind unter anderem AMP, Optimus Futures, Cannon Trading, GFF Brokers, EDGE Clear, Striker Securities und TradePro. Der Zugang läuft in vielen Fällen über Rithmic oder CTS.

Neu gegenüber früheren Fassungen dieses Artikels ist die Prop-Firm-Anbindung. Quantower listet inzwischen zahlreiche Prop-Trading-Anbieter als eigene Verbindungen, darunter Topstep, Apex Trader Funding, Bulenox, Earn2Trade, Take Profit Trader und Elite Trader Funding. Für Trader mit Evaluierungskonto ist das der praktisch wichtigste Zuwachs. Eine Einordnung der Anbieter steht in unserer Übersicht zum Prop Trading.

Aktien, Forex und Optionen

Bei Aktien und Devisen ist die Auswahl solide, aber unspektakulär. Vertreten sind Interactive Brokers, LYNX, Oanda, Pepperstone, IC Markets, FxPro, LMAX, Tradeview, AXIORY und cTrader. Für Optionen stehen unter anderem Interactive Brokers, Rithmic und CTS bereit.

Krypto und Datenfeeds

Bei den Krypto-Börsen ist die Liste aktuell. Angebunden sind Binance, Kraken, Bitfinex, Bybit, OKX, Kucoin, Deribit, Crypto.com und BitMEX. Die Grundlagen stehen im Krypto Trading.

Neben den genannten Quellen kannst du auch einen deutschen Datenfeed nutzen. Lenz + Partner bedient Quantower aus derselben Kursdatenbank, die im Test der Börsensoftware Tai-Pan beschrieben ist.

Ohne Datenfeed ist die beste Software wertlos. Quantower verbindet sich mit dxFeed, Barchart, IQFeed, Polygon.io, Intrinio, Quotemedia, AlphaVantage und MetaStock.

Ein Hinweis zu älteren Listen im Netz. Mehrere in früheren Testberichten genannte Anbindungen bestehen nicht mehr, darunter TD Ameritrade, das im Zuge der Schwab-Übernahme abgewickelt wurde, sowie Poloniex und Xena Exchange. Wer eine Broker-Liste von 2022 als Entscheidungsgrundlage nimmt, plant an der Realität vorbei.

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Was kann Quantower in der Volumen- und Orderflow-Analyse?

Hier liegt der eigentliche Wert der Plattform. Die Werkzeuge stecken im Baustein Volume Analysis für 35 US-Dollar monatlich und in drei weiteren Extensions.

  • Cluster-Chart: Der Footprint-Chart zeigt, wie viel Volumen auf welchem Preis gehandelt wurde, inklusive Imbalance-Markierung.
  • Volumenprofile: Alle gängigen Varianten der Volumenanalyse samt VPOC und VWAP.
  • TPO-Chart (eigene Extension, 20 US-Dollar): Zeigt, auf welchen Kursen der Markt die meiste Zeit verbracht hat.
  • DOM Surface (30 US-Dollar): Bildet Liquiditätsveränderungen im Orderbuch als Heatmap ab.
  • Power Trades (25 US-Dollar): Scanner für auffällig große Orderausführungen in sehr kurzer Zeit.

Advanced Features und Chartarten

Der Baustein Advanced Features bringt die exotischeren Chartarten. Renko, Kagi, Point & Figure, Heikin Ashi und Range Bars sind dort enthalten, ebenso unbegrenzte Indikatoren pro Chart, Chart-Alarme und eine RTD-Excel-Schnittstelle.

Praktisch relevant ist der Market Replay. Damit spielst du vergangene Handelstage tickgenau nach. Für das Einüben von Orderflow-Lesarten ist das wertvoller als jedes Video. Wer generell mit simulierten Konten arbeiten will, findet Alternativen in unserer Übersicht der Daytrading-Simulatoren.

Quantower Charting mit Cluster-Chart, Volumenprofil und Indikatoren im Vergleich
Das Charting in Quantower kombiniert Cluster-Chart, Volumenprofil und klassische Indikatoren.

Was ist Quantower Algo?

Quantower Algo ist die Programmierschnittstelle der Plattform, mit der sich Indikatoren, Strategien und eigene Erweiterungen in C# entwickeln lassen.

Der entscheidende Unterschied zu vielen Konkurrenten ist die fehlende Haussprache. Quantower setzt auf C# und auf Standard-Entwicklungsumgebungen wie Visual Studio oder Visual Studio Code. Wer schon programmiert, muss nichts Neues lernen. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Plattformen mit eigenem Dialekt.

Der Umfang geht über Indikatoren hinaus. Neben Strategien lassen sich eigene Broker-Anbindungen, Plugins und benutzerdefinierte Spalten entwickeln. Die API ist offen dokumentiert.

Eine ehrliche Einordnung gehört dazu. Ich handele diskretionär und nutze solche Schnittstellen nicht selbst. Für den automatisierten Handel ist eine offene C#-API ein starkes Argument. Sie ersetzt aber keine Strategie: Eine Idee, die von Hand kein Geld verdient, verdient auch programmiert keines.

Vor- und Nachteile von Quantower

Vorteile

Diese Punkte sprechen im Test klar für die Plattform:

  • Sehr breite Anbindung: über 90 Verbindungen, inklusive Prop Firms und Krypto-Börsen.
  • Mehrere Konten gleichzeitig in einer Oberfläche, über Assetklassen hinweg.
  • Starke Orderflow-Werkzeuge mit Cluster-Chart, Volumenprofil, TPO und DOM-Heatmap.
  • Modulare Preise: Wer nur die Volumenanalyse braucht, zahlt 35 statt 70 US-Dollar.
  • Offene C#-API ohne proprietäre Programmiersprache.
  • Kostenloser Zugang über einzelne Futures-Broker ist möglich.

Nachteile

Diese Punkte solltest du vor dem Kauf kennen:

  • Nur Windows: keine Mac-, Linux-, Browser- oder App-Version.
  • Marktdaten nicht enthalten, die Zusatzkosten werden leicht unterschätzt.
  • Steile Lernkurve: Die Oberfläche ist mächtig und entsprechend unübersichtlich.
  • Lifetime-Lizenzen ohne Rückgaberecht bei 1.690 US-Dollar Einsatz.
  • Support nur auf Englisch, Live-Chat zu US-Zeiten.
  • Kein deutschsprachiges Handbuch.

Wie bewerten Nutzer Quantower?

Auf Trustpilot steht Quantower bei 4,7 von 5 Punkten aus 360 Bewertungen (Stand August 2026). Die Verteilung ist deutlich: 87 Prozent vergeben fünf Sterne, 4 Prozent einen Stern. In den letzten zwölf Monaten kamen 65 Bewertungen dazu.

Ein Detail spricht für die Aussagekraft. Trustpilot vermerkt, dass der Anbieter keine Bewertungseinladungen verschickt. Die Stimmen kommen also unaufgefordert. Das ist bei Softwareanbietern nicht selbstverständlich und erklärt die vergleichsweise kleine Zahl an Bewertungen.

In den positiven Stimmen dominiert ein Thema: der Support. Ein Kunde berichtet, das Team habe zwei eigene Indikatoren umgesetzt und dabei nach den gewünschten Einstellungen gefragt. Eine andere Rezensentin beschreibt eine Live-Übertragung mit einem Berater außerhalb der regulären Arbeitszeit.

Die Kritik trifft fast immer die Bedienung. Ein deutscher Nutzer schreibt im Mai 2026, die Software sei gut, aber „sowas von kompliziert und unverständlich aufgebaut”, und warnt vor Problemen beim Ändern von Session-Templates. Das deckt sich mit meinem Eindruck: Quantower belohnt Einarbeitung und bestraft Ungeduld.

Welche Alternativen zu Quantower gibt es?

Quantower steht nicht allein im Orderflow-Segment. Drei Alternativen sind für den deutschsprachigen Raum relevant.

  • ATAS ist der direkteste Wettbewerber und funktional am nächsten dran. Wie sich Kosten und Werkzeuge unterscheiden, steht im ATAS Test.
  • Bookmap setzt stärker auf die visuelle Darstellung der Liquidität über die Zeit, siehe Bookmap Test.
  • Deepcharts ist der jüngere Anbieter im Feld und läuft im Browser, siehe Deepcharts Erfahrungen.

Die Entscheidung hängt weniger am Funktionsumfang als am Broker. Alle drei können Footprint und Volumenprofil. Prüfe zuerst, welche Plattform dein Broker unterstützt und ob er die Lizenz übernimmt. Das spart schnell mehrere hundert US-Dollar im Jahr.

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Fazit: Für wen sich Quantower lohnt

Quantower ist eine ernsthafte Orderflow-Plattform mit einer klaren Einschränkung. Die Anbindung an über 90 Broker und Börsen ist im Segment kaum zu schlagen, und die modulare Preisgestaltung ist fairer als ein Pauschalabo. Wer nur die Volumenanalyse braucht, zahlt 35 statt 70 US-Dollar.

Die Windows-Bindung ist der Punkt, an dem viele Interessenten aussteigen. Ohne Mac-Version, ohne Browser-Zugang und ohne App richtet sich die Plattform an Trader mit festem Windows-Arbeitsplatz. Für mobiles Arbeiten ist sie ungeeignet.

Am günstigsten fährst du über den Broker. Wenn du Futures handelst und ohnehin ein Konto bei einem der anbietenden Häuser führst, bekommst du die Vollversion ohne Lizenzgebühr. Das ist der mit Abstand beste Weg und in den meisten Testberichten schlicht nicht erwähnt.

Meine Empfehlung zur Reihenfolge. Erst die Free-Version installieren und prüfen, ob dir die Oberfläche liegt. Dann die sieben Tage Vollversion gezielt für die Volumenwerkzeuge nutzen. Erst danach über eine Lizenz entscheiden, und die Lifetime-Variante nur, wenn du die Plattform mindestens zwei Jahre nutzen willst. Bei 1.690 US-Dollar ohne Rückgaberecht ist das keine Nebensache.

Wer auf Aktien statt Futures schaut, findet eine deutsche Alternative. Der finanzen.net Trading-Desk ist auf Aktien-Screening und Chartsignale ausgelegt und läuft ohne Installation.

Häufige Fragen zu Quantower

Was ist Quantower?

Quantower ist eine Multi-Asset-Handelssoftware für Windows, die sich mit über 90 Brokern, Börsen und Datenfeeds verbinden lässt. Der Schwerpunkt liegt auf Volumen- und Orderflow-Analyse. Quantower ist kein Broker und verwahrt kein Geld.

Was kostet Quantower im Monat?

Die All-in-One-Lizenz kostet 70 US-Dollar monatlich. Im Jahresabo sinkt der Preis auf 588 US-Dollar, die Lifetime-Lizenz liegt bei 1.690 US-Dollar. Einzelne Bausteine gibt es ab 20 US-Dollar im Monat. Marktdaten sind nicht enthalten.

Ist Quantower kostenlos?

Es gibt eine dauerhaft kostenlose Version ohne Registrierung, allerdings mit Funktionslimits. Die Volumenanalyse fehlt darin. Zusätzlich kannst du die Vollversion sieben Tage testen. Einige Futures-Broker stellen die Vollversion ihren Kunden ohne Plattformgebühr bereit.

Läuft Quantower auf dem Mac?

Nein, es gibt keine offizielle Mac-Version. Der Anbieter stellt ausschließlich einen Build für Windows 10 und 11 in 64 Bit bereit. Auf einem Mac läuft die Software nur über Virtualisierung wie Parallels oder eine separate Windows-Installation.

Gibt es Quantower als App oder im Browser?

Nein. Es existiert kein Web-Terminal und keine mobile App, weder im App Store noch bei Google Play. Quantower läuft lokal auf deinem Rechner. Ist der PC aus, laufen weder Charts noch Alarme.

Kann ich Quantower mit einer Prop Firm nutzen?

Ja, mehrere Prop-Trading-Anbieter sind angebunden, darunter Topstep, Apex Trader Funding, Bulenox und Take Profit Trader. Ob die Lizenzkosten übernommen werden, hängt vom jeweiligen Anbieter ab und sollte vorher geklärt werden.

Was ist Optimus Flow und wie hängt es mit Quantower zusammen?

Optimus Flow ist eine White-Label-Variante der Quantower-Plattform, die der Broker Optimus Futures unter eigenem Namen anbietet. Technisch basiert sie auf derselben Software. Für Kunden des Brokers entfällt damit die separate Lizenzgebühr.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH sowie Betreiber von kagels-trading.de. Als diskretionärer Price-Action-Trader ist er seit 1978 an den Märkten aktiv und handelt Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsmärkte.

In den späten 1980er-Jahren übersetzte Karsten die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Joe Ross’ Repräsentant in Deutschland und übersetzte sowie veröffentlichte alle 10 Ross-Bücher. Seit 1996 ist Interactive Brokers seine primäre Handelsplattform.

Dieser Test bewertet Quantower aus der Perspektive eines diskretionären Traders, nicht aus der eines Algo-Entwicklers. Alle Preise und Verbindungen wurden am 10. August 2026 gegen die offizielle Anbieterdokumentation geprüft. Kagels Trading unterhält keine Werbepartnerschaft mit Quantower und ist finanziell nicht beteiligt. Mehr zur Arbeit von Karsten steht auf seiner Autorenseite.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer, technischer Analyst bei Kagels Trading, fachlich geprüft.

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