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Kryptobörse: Was passiert da? (2022)

Inhaltsverzeichnis

Kryptobörsen ermöglichen Tradern weltweit den Handel mit ihren Lieblingscoins. Doch wie läuft das Trading über solche Anbieter konkret ab? Was gilt es zu beachten? Mit diesen und weiteren gängigen Fragen werden wir uns in diesem Beitrag eingehender auseinandersetzen.

Was ist eine Kryptobörse?

Lassen Sie uns mit den grundlegenden Fragen zu Kryptobörsen beginnen. Zuerst klären wir, was Kryptobörsen überhaupt sind und was sie von ihren Vettern unterscheidet. Anschließend befassen wir uns mit der Frage, wie der Handel auf einer Kryptobörse überhaupt funktioniert.

Wie funktionieren Kryptobörsen?

Der Handel an Kryptobörsen und die plattformspezifischen Preise der angebotenen Kryptos richten sich nach gemäß Angebot und Nachfrage. Die Trader verwenden eine Börse, um Kryptowährungen mit ihrem zuvor eingezahlten Fiatgeld zu erwerben. Die Coins verbleiben zumeist auf der Börsenplattform.

Ist ein Trader bereit, seinen Coin für den Preis X über eine Kryptobörse zu verkaufen, so kann er ein entsprechendes Angebot erstellen. Dieses erscheint nach Veröffentlichung im Orderbook eines jeden Traders und kann von jedem angenommen werden. Natürlich können auch Anteile eines Coins für wenig Echtgeld erworben werden. Es muss also niemand einen ganzen Bitcoin kaufen.

Die Plattform unterstützt ihre Trader also beim Finden eines passenden Handelspartners und Abwickeln der Transaktion. Sie stellt sozusagen einen Mittelsmann zwischen Käufer und Verkäufer dar.

Kryptobörsen bieten somit eine Plattform für den Tausch von Coins, Token oder digitalen Vermögenswerten.

Was ist der Unterschied zwischen DEX und CEX?

Krypto-Handelsplattformen werden prinzipiell in DEX (decentralized exchange) und CEX (centralized exchanges) unterteilt.

Bei einer DEX handelt es sich um eine dezentrale Börse, mit entsprechend dezentralem Austausch von Kryptowährungen. Jede Funktion solcher Börsen ist auf das Kernelement Dezentralität ausgelegt, sodass auch die Kapitaleinlagen, Auftragsbücher und alles weitere nicht auf einem zentralen Server gespeichert werden. Dieser Umstand erleichtert den sogenannten Peer-to-Peer-Handel, da dessen (Peer-to-Peer-)Transaktionen schlichtweg keinen zentralen Server benötigen.

Der Vorteil bei DEX-Anbietern liegt in der erhöhten Sicherheit (verglichen mit CEX) und dem Umgehen von Mittelsmännern. Jedoch ist der dezentrale Handel stärker eingeschränkt, da hier lediglich grundlegende Funktionen und essenzielle Marktinformationen zur Verfügung stehen. DEX unterstützen gelegentlich keine Fiat-Währungen und verfügen häufig über eine kleinere Auswahl an Kryptowährungen. Dieser Umstand macht sie weitaus weniger flexibel und komplizierter: Trader müssen bereits zuvor eigene Coins besitzen und diese auf die Wallet ihres Börsen-Accounts laden, um überhaupt erst mit dem Handel beginnen zu können.

CEXs sind zentralisierte Börsen, die ähnlich wie traditionelle Börsen funktionieren. „Zentralisiert“ bedeutet in diesem Fall, dass eine Stelle die Kontrolle über das Produkt und dessen Funktionen bzw. Dienste inne hat. Dies widerspricht einem der Kernpunkte des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto und dessen Konzept von Kryptowährungen und Blockchains. Diese sollen explizit frei von zentralen Institutionen sein, seien es Banken, Börsen oder Regierungen.

Trader vertrauen den CEX-Betreibern also dahingehend, dass diese ihre Coins nicht entwenden oder für illegale Aktivitäten missbrauchen. Der Zentralisierungsaspekt birgt zudem weitere Gefahren, falls bspw. nicht genügend Redundanzen vorliegen. Bei Störungen liegen hier mitunter keine Ersatzsysteme vor, über welche die angebotenen Dienste (wie der Kryptohandel selbst) weiterhin angeboten werden könnten.

Wo werden die Kryptos verwahrt?

Interessant ist die Frage, ob Coins in der eigenen Wallet bleiben oder ob diese sich unbedingt auf der Börsenplattform befinden müssen (CEX), um überhaupt mit ihnen traden zu können. Die Nutzer müssen ihrem Anbieter also ein gewisses Vertrauen entgegenbringen.

Viele der Big Player wie Binance, Coinbase, FTX und eToro sind CEX und haben in den letzten Jahren viel Zeit und Geld in diesen Bereich investiert, damit das ihnen anvertraute Kapital auch wirklich sicher ist. Man kann also davon ausgehen, dass die eigenen Coins bei den Profis dank diverser Sicherheitsmechanismen (bspw. 2-Faktor-Authentifizierung) mitunter sogar noch sicherer sind, als in der eigenen Wallet.

Im Gegensatz dazu verbleiben die privaten Coins bei DEX wie Uniswap oder Pancakeswap in der eigenen Wallet. Das Trading erfolgt hier zumeist zu höheren Gebühren und über Liquiditätspools und Smart Contracts. Jedoch ist die Auswahl an Kryptowährungen oft eingeschränkt, oft können hier nur jene Token getauscht werden, die auf der gleichen Blockchain-Technologie basieren.

Alles in allem sind DEX derzeit einfach beliebter und verfügen dementsprechend auch über ein höheres Handelsvolumen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kryptobörse, einem Krypto-Broker und einer Krypto-Exchange?

Die Frage hinsichtlich der Unterscheidung zwischen Kryptobörsen, -Brokern & -Exchanges scheint derzeit noch nicht ganz beantwortet. Zumindest lässt sich online keine eindeutige und von mehreren Seiten verifizierte Definition finden. Anmerkungen, Diskussion und Kritik können dann gern im Kommentarbereich hinterlassen werden.

Daher versuche ich mich hier selbst an der Pionierarbeit, indem zuerst die prinzipiellen Eigenschaften aller Vertreter aufgezeigt und anschließend näher auf die Abweichungen eingegangen wird.

Zur Wiederholung: Kryptobörsen sind Plattformen, auf denen Kryptowährungen per Direktinvestition gehandelt werden. Die Coins werden hier zumeist gegen Fiat-Währungen wie dem Euro oder US-Dollar getauscht, seltener (falls unterstützt) gegen andere Kryptos. Börsen wie Kraken oder Bitcoin.de verlangen natürlich Transaktionsgebühren, um die eigene Infrastruktur bezahlen zu können.

Was ist ein Krypto-Broker?

Ein Krypto-Broker stellt einen Vermittler dar, der Tradern eine Plattform für den Handel von Kryptowährungen bietet. Sie sind auch als Over-the-Counter(OTC)-Märkte bekannt. Broker wie Binance oder Bitpanda legen die Preise selbst fest, orientieren sich jedoch an der tatsächlichen Preisentwicklung. Sie veranschlagen zudem Gebühren für ihre Dienstleistungen.

Einige Broker bieten zusätzlich zum „klassischen Krypto-Trading“ auch gehebelte Positionen oder Vermögenswerte wie CFDs an. Bei letzterem schließen Trader bspw. einen Kontrakt auf den Basiswert „Bitcoin“ ab und setzen darauf, dass dessen Kurs steigt oder fällt.

Die Verwendung eines Brokers ist für Krypto-Trader oft flexibel und bequem, zumal die Transaktionen zumeist schnell abgewickelt werden. Das macht sie besonders bei Einsteigern beliebt, die sich oft eine unkomplizierte Plattform für das Einfinden ins Trading und dem Erlernen von allgemeinen Grundlagen, Technischer Analyse und steuerlichen Aspekten wünschen.

Die meisten Broker bieten ihren Tradern eine kostenlose Wallet für den Handel auf ihrer Plattform an. Broker wie Binance stellen zudem gelegentlich Informationen zu den gehandelten Coins zur Verfügung, damit sich die Trader auf ihrer Website weiterbilden und beruhigt investieren können.

Nachteilig werden zumeist die vergleichsweise höheren Kosten erwähnt. Diese liegen oft minimal über den direkten Kauf an einer Kryptobörse, um die eigenen Unkosten zu decken. Dafür veranschlagt eine zunehmende Anzahl an Brokern keine fixen Kosten für die Kontoführung.

Was ist eine Krypto-Exchange?

Zuletzt gibt es noch die Krypto Exchanges. Hier kaufen und verkaufen sich Trader Kryptowährungen gegenseitig über eine Online-Plattform auf Basis der aktuellen Marktpreise. Eine Exchange stellt also ebenfalls einen Vermittler dar und erhebt dementsprechend auch Gebühren.

Trader handeln bei Exchange direkt am Marktplatz. Kryptos werden hier in Paaren, wie bspw. BTC/ETH angegeben und Coin gegen Coin getauscht.

Im Gegensatz zu Brokern können an Börsen ggf. auch unbekannte Coins getradet werden. Risikoaffine Trader sehen dies mitunter als großen Vorteil an, falls sie bspw. kleinere Anteile ihres Portfolios auf einen exponentiellen Anstieg mehrerer „Shitcoins“ setzen.

Die konkreten Unterschiede

Was können wir also konkret mitnehmen? Über Kryptobörsen wird zumeist Fiatgeld gegen Coins getauscht. Der Handel Coin gegen Coin tritt seltener auf und ist aktuell stärker auf Exchanges verbreitet. Auf Exchanges handeln Trader zudem immer mit anderen Tradern, auf Börsen anscheinend nicht notwendigerweise.

Die Abgrenzung zu Broker liegt zum einen in der angebotenen Produktpalette, da diese neben dem klassischen Krypto-Trading mitunter auch noch CFDs oder Futures anbieten. Auf der anderen Seite sind Broker in der Handhabung oft wesentlich unkomplizierter und für den Einsteiger attraktiver, veranschlagen jedoch im Schnitt etwas höhere Gebühren.

Die Geschichte von Kryptobörsen

Der Kryptomarkt entstand erst in diesem Jahrtausend und ist logischerweise einer der jüngsten Bereiche des Tradings. Der Bitcoin als erste Kryptowährung wurde 2008 von dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt. In dem zugehörigen Whitepaper konzipierte Nakamoto neben dem Bitcoin und dessen Netzwerkstruktur auch die innovative Blockchain-Technologie. Hiermit legte er zugleich den Grundstein für die gesamte Krypto-Branche.

Die Börse Mt.Gox gilt gemeinhin als erster Handelsplatz für Bitcoin und wurde im Jahr 2010 entwickelt. Sie schloss ihre Pforten jedoch bereits 2014 wegen den Folgen eines verheerenden Hacks, bei dem ein Großteil der verwahrten Bitcoins entwendet wurde.

Ab 2011 folgten diverse weitere Anbieter, hier eine kurze Auflistung:

  • Bitfinex
  • Bitstamp
  • Kraken
  • Coinbase
  • OKCoin
  • Huobi
  • Binance
  • und weitere

Es ist gemeinhin bekannt, dass Kryptobörsen zu den lukrativsten Unternehmen in der Krypto-Branche zählen. Einige erwirtschaften bereits seit mehreren Jahren Gewinne von mehreren Hundert Millionen US-Dollar pro Jahr.

Die konkreten Services variieren mitunter stark vom individuellen Fokus (bspw. auf ein breites Angebot an Kryptowährungen, gehebelte Positionen oder den Derivate-Handel) und in Abhängigkeit von den örtlichen Gesetzmäßigkeiten.

Worin unterscheiden sich Kryptobörsen von traditionellen Börsen?

Der erste große Unterschied zu den gemeinhin bekannten Börsen ist der Zugang zu ihren kryptischen Vettern. Trader benötigen bei den analogen Börsen stets einen Mittelsmann (bspw. eine Bank), um überhaupt handeln zu dürfen. Diese sind beim Trading über Kryptobörsen jedoch keineswegs erforderlich, sodass jede Person mit einem registrierten Account und genug Kapital nach Herzenslust handeln kann.

Auch die Handelszeiten sind ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal. Bei traditionellen Börsen gibt es festgeschriebene „Trading Hours“, die sich zwar alle paar Jahre leicht ändern können, im Groben jedoch gleich bleiben. Der Kryptomarkt hat im Gegensatz dazu 24/7 (also rund um die Uhr) geöffnet, sodass Krypto-Trader nie auf das Öffnen ihrer Börse warten müssen.

Zu den Dienstleistungen einer Kryptobörse gehört auch die Verwahrung der Vermögenswerte. Jegliche digitale Assets werden in kryptographisch gesicherten Wallets sicher aufbewahrt. Der Sicherheitsaspekt spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn bereits ein einziger erfolgreicher Hack kann das Vertrauen der Anleger vollständig und nachhaltig zerstören und der Plattform de facto jegliche Chance auf Rehabilitation nehmen. Trader erhalten jedoch zumeist die Möglichkeit ihre Coins auf eine private Wallet zu transferieren, um etwaigen Risiken jegliche Grundlage zu nehmen. Diese Option könnte sich vor allem beim langfristigen Halten dem „HODLen“ als sinnvoll erweisen.

Wo befinden sich Kryptobörsen?

Die Thematik Kryptobörsen ist auch in Deutschland höchstaktuell. Das deutsche Recht benötigt bei derartigen neuen Gebieten für gewöhnlich mehrere Jahre oder sogar mehr als ein Jahrzehnt, um Prozesse für gesetzliche Rahmenbedingungen abzuschließen.

Der erste Vertreter Bitcoin.de ist eher ein Marktplatz mit geringer Liquidität, an dem man ohne Fidor-Bankkonto nur mäßig traden kann.

Die Börse Stuttgart hat sich mittlerweile stark im Krypto-Bereich positioniert. Deren Bison App bietet derzeit jedoch noch keinen ausreichenden Funktionsumfang, um erfahrenere Krypto-Trader von der starken Konkurrenz fernhalten zu können.

Die internationale Konkurrenz bietet für gewöhnlich einen deutschen Support an und muss sich an die geltenden EU-Regularien halten.

Aufzählung Anbieter

An dieser Stelle liste ich jene Anbieter auf, für die bereits Erfahrungsberichte auf kagels-trading.de verfasst wurden. Die Börsen unter ihnen werden anschließend in Kürze beschrieben. Diese Beiträge bieten meiner Meinung nach eine exellente Ausgangslage für eine tiefergehende Recherche!

Ich beschränke mich hierbei nicht nur auf Kryptobörsen, sondern gebe auch Broker und Exchange an. Warum? Weil die Unterschiede für das tägliche Krypto-Trading mitunter nur minimal sind.

Daher empfehle ich wärmstens, sich zuerst ein Bild vom Gesamtangebot zu machen. Eventuell entscheiden Sie sich schlussendlich sogar für einen Broker?

Binance logo

Binance

Binance belegt hinsichtlich der Marktkapitalisierung eindeutig den ersten Platz unter den Kryptobörsen. Ich habe 2021 meine ersten Krypto-Trades auf Binance durchgeführt und war sehr zufrieden. Mittlerweile bin ich jedoch zu FTX gewechselt.

Kritiker loben vor allem die Gebühren, den Produktumfang, den Service und die Sicherheit. Insbesondere mit der gigantischen Auswahl an Kryptowährungen kann sich derzeit kein Konkurrent auch nur annährend messen.

Coinbase

Coinbase hat sich Rang Nummer Zwei hinter Binance gesichert. Gemäß eigenen Angaben werden 98 % der bei Coinbase verwahrten Kundeneinlagen offline gelagert und sind somit besonders sicher.

Nutzer loben insbesondere die schnelle und unkomplizierte Registrierung. Im Gegensatz dazu werden jedoch die überdurchschnittlich hohen Gebühren bemängelt.

Was passiert an Kryptobörsen?

Wir wissen nun, was Kryptobörsen sind und was sie von Brokern und Exchanges unterscheidet. Zudem kennen wir ihre grobe Geschichte und einige Vertreter. Auf Basis dieser Grundlagen können wir uns nun der Beantwortung der Titelfrage zuwenden.

Was wird an Kryptobörsen gehandelt?

Kryptobörsen dienen dem Trading von Kryptowährungen und verwandten digitalen Assets. Neben dem gängigen Coin-Handel werden mittlerweile auch Krypto-ETFs angeboten. Diese werden auch als ETNs (Exchange Traded Notes) oder ETPs (Exchange-Traded Products) bezeichnet.

Krypto-ETPs

ETPs sind über Kryptobörsen gehandelte Wertpapiere, die die Wertentwicklung des Coins abbilden, auf den sie basieren. Hier Trader können also auch in Kryptos investieren, ohne diese selbst zu besitzen. ETPs können zwar durch echte Coins hinterlegt sein, dies stellt jedoch nicht den Standard dar, zumal Investoren nicht immer freien Zugriff auf ihre Coins haben.

Der Vorteil an ETPs ist, dass Trader Long- und Short-Positionen eingehen und mitunter sogar einen individuellen Sparplan einrichten lassen können. Nachteilig sind hier jedoch die ggf. beschränkten Öffnungszeiten von Kryptobörsen anzubringen, die im starken Kontrast zum 24/7-Trading stehen.

Krypto-Derivate

Mittlerweile gibt es auch Derivate für Kryptos. Deren Sammlung umfasst CFDs, Futures und Optionsscheine. Trader erwerben Coins nicht direkt, sondern setzen auf deren bullische oder bärische Wertentwicklung. Die riskante Hebelwirkung bietet die Möglichkeit auf weitaus höhere Gewinne, birgt aber auch das Risiko auf höhere Verluste.

Daher hier nochmal der Hinweis: Derivate sind spekulative Wertanlagen mit viel höherem Risiko. Wir raten Einsteigern ganz klar vom Derivatehandel ab und empfehlen erfahreneren Tradern wärmstens ihr Risiko gering zu halten.

Wer handelt an Kryptobörsen?

Jede Person kann an Kryptobörsen handeln. Hier treffen also Privatinvestoren, Unternehmen, Market Maker und Kleinanleger aufeinander. Krypto-Trading steht allen offen, die ihre Identität verifizieren können und über das nötige Kleingeld verfügen. Einen Finanzdienstleister wie bspw. eine Bank brauchen Sie im Gegensatz zum Handel an Wertpapierbörsen nicht!

Darf ich an einer Kryptobörse handeln? Falls ja: Wie?

Ja, mit einem Account auf der Plattform ihrer Wahl und einem gewissen Startkapital dürfen alle Trader an Kryptobörsen handeln. In jedem Fall müssen gewisse standardisierte Schritte durchgeführt werden, um mit dem Trading beginnen zu können.

Nach der Wahl eines Anbieters muss man sich zuerst auf dessen Website registrieren. Alle Anbieter erfragen an diesem Punkt essenzielle Daten ab:

Die Registerierung ist nach Angabe der zwingend erforderlichen Daten und einer Bestätigung der eigenen E-Mail-Adresse zumeist abgeschlossen. Sie können sich also nun jederzeit einloggen.

Jedoch benötigen Sie noch eingezahltes Kapital oder eigene Coins, um endlich traden zu können. Zuvor muss also Fiatgeld auf das Verrechnungskonto Ihres Account überwiesen werden. Alternativ können Sie Ihre bereits vorhandenen Coins über den neuen Account eintauschen, indem Sie eine Verbindung mit Ihrer Wallet aufbauen und die Kryptos auf die Plattform des Anbieters hochladen. Das Trading kann beginnen, sobald Ihnen ausreichend finanzielle Mittel auf der Plattform zur Verfügung stehen.

Was sollte ich bei der Wahl meiner Kryptobörse beachten?

Diese Frage sollte sich eigentlich jeder Trader stellen. Insbesondere Einsteiger, die einen Anbieter suchen, mit dem sie ihre ersten praktischen Erfahrungen sammeln wollen.

Nachfolgend finden Sie eine Reihe grundlegender Fragen, mit denen Sie sich auseinandersetzen und die sie bezogen auf Ihren Anbieter beantworten sollten. Idealerweise bevor Sie sich registrieren oder eigene finanzielle Mittel auf dessen Plattform überwiesen werden.

Tipp: In der Vergangenheit hat sich das Prüfen von Erfahrungsberichten als äußerst einfache Möglichkeit erwiesen, um einen groben Überblick über eine Plattform zu erhalten.

Wie ist die Gebührenstruktur aufgebaut? Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Kryptobörsen veranschlagen für ihre Dienstleistungen verständlicherweise Gebühren. Diese spielen für das Trading eine essenzielle Rolle, abhängig von der eigenen Handelsfrequenz.

Planen Sie sehr aktiv mit Kryptos zu traden, so sollten Sie sicherstellen, dass die Gebühren pro Trade gering sind. Denn hohe Kosten bei jeder einzelnen Position schmälern selbst die größten Gewinne!

Wichtig ist ein niedriger Spread, da dieser die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis darstellt und bei jeder Transaktion entrichtet werden muss. Möchten Sie eine Position über mehrere Tage hinweg halten, so sollten Sie ebenfalls einen Blick auf den Swap als Übernachtgebühr werfen.

Neben den Gebühren für das Trading selbst kommen noch Abgaben für Ein- und Auszahlungen, Kontoführungsgebühren und eventuelle weitere Kosten (bspw. für Premium-Inhalte) hinzu.

Die Kontoführungsgebühren sind bei den meisten Standard-Konten eher eine Seltenheit und werden stattdessen über die meist prozentual berechneten Transaktionsgebühren abgedeckt. Die Gebühren haben bei Premium-Konten zumeist einen sehr individuellen Charakter. Oftmals verringern sich die Transaktionskosten proportional, falls ein gewisses Handelsvolumen über das eigene Konto erreicht wird. Fleißige Trader mit einem großen Portfolio werden also dafür belohnt, dass sie fein weiter auf der verwendeten Plattform traden.

Vor der Registrierung sollte man sich also immer ausreichend Zeit nehmen, um sich eingehend mit dem Gebührenmodell des Anbieters auseinanderzusetzen. Hier ist auch auf die Transparenz und Komplexität des Gebührenmodells zu achten:

  • Fehlende Transparenz bei den Preisen deutet auf mangelnde Seriosität des Anbieters hin. Er hat ja eigentlich nichts davon, wenn er seine Gebühren verschleiert.
  • Ein unnötig kompliziertes Modell macht es den Nutzern ungemein schwierig eben jenes zu verstehen und spricht ebenfalls eher gegen einen Anbieter.
Das Bild zeigt die Gebührenstruktur von Binance.
Gebührenstruktur von Binance: Maker- & Taker-Gebühren

Bei Unsicherheit hilft zumeist die Kontaktaufnahme mit dem Support oder das Durchforsten der entsprechenden Unterlagen.

Was für Kontoarten stehen zur Auswahl?

Ein Anbieter wirkt attraktiver, falls er verschiedene Kontenarten anbietet. Eine klassische Unterteilung erfolgt bspw. in:

  • ein Konto für Einsteiger
  • ein Konto für erfahrene bzw. professionelle Trader
  • ein Demokonto

Das Einsteigerkonto sollte Neutrader nicht überfordern und sich auf die Kernfunktionen einer Kryptobörse fokussieren. Der Schnickschnack von Premium-Konten wird für die meisten Trader ohnehin erst interessant, sobald sie ein wenig Erfahrung gesammelt haben.

Das Angebot eines kostenlosen Demokontos empfinde ich persönlich als besonders wichtig. Dieses dient Einsteigern beim risikofreien Sammeln erster Erfahrungen auf der neuen Plattform und macht sie mit den grundlegenden Funktionen vertraut. Demokonten werden auch von erfahreneren Tradern verwendet, um bspw. neue Strategien risikofrei zu testen oder zu vergleichen.

Mit welchen Partnern wurden (langfristige) Kooperationen eingegangen?

Das Networking des Anbieters kann über die Aufzählung seiner Partner eingesehen werden. Börsen kooperieren zumeist mit Banken, welche bspw. das Verrechnungskonto und damit verbundene Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Letztere sollten über eine offizielle Lizenz verfügen und eine Einlagensicherung anbieten.

Die weiteren Partner sollten ebenfalls seriös wirken. Große Namen öffnen hier natürlich Hof und Tor, bei unbekannten Firmen empfehle ich eine kurze Online-Recherche zwecks Risikominimierung.

Wie liquide ist der Anbieter?

Liquidität ist beim Trading von essenzieller Bedeutung, da auf jeder Plattform ein passender Handelspartner gefunden werden muss. Früher kam es bei plötzlichen Kursveränderungen auf kleineren Plattformen gelegentlich dazu, dass nicht genügend Käufer vorhanden waren, um die Nachfrage abzudecken.

Das Ziel ist es also eine Kryptobörse zu finden, die liquide genug ist, damit Sie jederzeit einen passenden Handelspartner finden. Ein Blick auf das Handelsvolumen des Anbieters hilft hier bereits weiter.

Eine ausreichende Liquidität sichert Ihnen das Trading zu marktüblichen Preisen. Sollte die Liquidität zu gering sein, so könnte mitunter kein Handelspartner gefunden werden. Dies kann die Ausführung eines Trades verzögern, sodass die Position ggf. nicht zum gewünschten Preis oder im geplanten Setup eingegangen werden kann.

Als Pluspunkte hinsichtlich der Liquidität gelten:

  • eine große Anzahl aktiver Trader,
  • eine große Community und
  • ein hoher Cashflow auf der Plattform.

Wird eine mobile App angeboten?

Eine App für Smartphones ist im Krypto-Trading faktisch ein Muss. Mobile Trading ist ein Kriterium, welches viele Krypto-Trader mittlerweile als Standard voraussetzen. Zumal ausgerechnet der Kryptomarkt 24/7 handelbar ist und im Zweifelsfall zwecks Positionsmanagement auch binnen kürzester Zeit ortsunabhängig erreicht werden möchte.

Optionale Push-Benachrichtigungen auf das eigene mobile Endgerät ermöglichen eine sofortige oder schnelle Reaktion auf Neuigkeiten.

Das Bild zeigt mehrere Screenshots der Coinbase-App.
Screenshots der mobilen Coinbase-App

Wichtige Informationen bei mobilen Apps sind die grundlegenden Systemanforderungen, wie bspw. der vorausgesetzte Arbeitsspeicher. Diesen sollten Sie zuvor mit den technischen Daten Ihres Geräts abgleichen, um ein einwandfreies Trading-Erlebnis sicherzustellen.

Welchen Stellenwert hat Nutzerfreundlichkeit bei diesem Anbieter?

Die Nutzerfreundlichkeit stellt einen Punkt auf dieser Liste dar, der schnell und einfach abgehakt werden sollte. Hier spielen der Aufbau der Website und deren einfacher Zugang für Krypto-Einsteiger eine wichtige Rolle. Kernpunkte sind eine einfache Navigation, ein intuitiver Handel und ggf. ein modernes Design.

Wie seriös ist/wirkt die Kryptobörse?

Anleger werden lediglich an vertrauenwürdigen Kryptobörsen handeln. Selbst eine reichliche Auswahl an Coins ist nicht zweckdienlich, wenn fragwürdige Aktionen des Anbieters an dessen Seriosität zweifeln lassen und diese interessierte Neukunden abschrecken.

Erfahrungsberichte geben mitunter einen detaillierten Einblick in die Arbeit mit einer Krypto-Plattform. Sollten sich negative Meldungen zu unseriösem Verhalten eines Anbieters häufen, so sollte eine Registrierung bei diesem eingehender hinterfragt werden.

Hinsichtlich der Seriosität sollten Sie sich also unter anderem mit den folgenden Punkten auseinandersetzen:

  • Verifizierung bei Registrierung: seriöse Anbieter verlangen eine Verifikation jedes Nutzers bei dessen Registrierung
  • sichere Aufbewahrung des eigenen Guthabens: Sicherheit vor Hackerangriffen, Vermeidung von Missbrauch
  • Liquidität des eigenen Guthabens: Trader sollten stets in der Lage sein, ihre Investitionen von der Plattform aus zu entfernen und den Anbieter zu wechseln
  • Faustregel Unternehmenstandort: Prinzipiell gutes Zeichen, falls innerhalb der EU
  • Seriosität der Zahlungsmethoden: Werfen Sie einen Blick auf die Liste der unterstützten Zahlungsmethoden und halten Sie Ausschau nach unseriösen Transfermethoden.

Wichtig: Auch eine gewisse Größe bzw. ein solider Marktanteil schützen Anbieter nicht vor einem schnellen Fall. So wurde die damals führende Kryptobörse Mt. Gox im Jahr 2014 gehackt, ein Großteil der verwahrten Kundengelder entwendet und der Anbieter somit aus dem Rennen genommen.

Wie hilfreich ist der Support?

Der Support spielt als erste Anlaufstelle bei Komplikationen ebenfalls eine wichtige Rolle. Hier stellen sich primär die folgenden Fragen:

  • Über welche Kommunikationskanäle kann Kontakt zum Support aufgenommen werden?
  • Wann ist der Support über einen bestimmten Kanal erreichbar?
  • Wie wurde der FAQ-Bereich umgesetzt? Kann er einen menschlichen Betreuer im Zweifelsfall qualitativ angemessen ersetzen?
  • Wie bewerten Erfahrungsberichte den Support?
  • Bietet die Website ihren Support in Ihrer Muttersprache an?

Prinzipiell gilt: Je mehr Kontaktmöglichkeiten ein Anbieter zur Auswahl stellt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Unklarheiten zügig beantwortet werden können. Viele Kommunikationskanäle bringen jedoch keine Punkte ein, falls diese nur selten besetzt oder kaum erreichbar sind.

Das Bild zeigt das Help Center von Binance, inklusive Self-Service, FAQ und Suche.
Binance Help Center inklusive Self-Service, FAQ und Suche

Daher gilt es auch den FAQ-Bereich zu untersuchen, denn dieser ist der Ersatz, falls doch mal kein menschlicher Betreuer zur Stelle sein sollte. Ein strukturiertes und umfangreiches FAQ (idealerweise in mehreren Sprachen) erspart Nutzern mitunter sogar den ggf. langwierigeren Kontakt zum Support. Erfahrungsberichte geben oft auch hier ausreichend Informationen.

Wie wird mein Account vor unbefugtem Zugriff geschützt?

Wie überall im Internet sollten natürlich auch Krypto-Trader darauf achten, dass niemand außer ihnen Zugang zum eigenen Account erhält. Grundsätzlich müssen die eigenen Login-Daten geheim bleiben, ganz klar.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung hat sich bei Kryptobörsen mittlerweile als Sicherheitsstandard herauskristallisiert. Hier benötigen Trader neben ihrem Passwort und der E-Mail-Adresse also noch einen zweiten Code zum Login. Dieser wird entweder per SMS an die hinterlegte Mobilnummer übermittelt oder alle paar Sekunden von der Google Authenticator-App neu generiert.

Wie und wo werden meine Kapitaleinlagen gesichert?

Leider wurden einige Trader bereits Opfer von Hackerangriffen auf die von ihnen verwendete Trading-Plattform, von der aus das eigene Guthaben entwendet wurde. Der Punkt Einlagenschutz spielt also eine sehr wichtige Rolle bei der Wahl der Kryptobörse! Hierfür muss man erst einmal wissen, ob der Anbieter das Trading „Coins gegen Coins“ oder „Coins gegen Fiatgeld“ anbietet.

Sollte Fiatgeld benötigt werden, so muss dieses zuvor auf das Verrechnungskonto überwiesen werden. Hier wird der Anbieter wird seine Beziehungen im Bankensektor spielen lassen. Informieren Sie sich also vor der Registrierung, bei welcher Bank die eigenen Euros eingelagert werden, denn im Zweifelsfall greift die individuelle Einlagensicherung dieser Bank. Unterstützt die Kryptobörse ausschließlich den Handel Coin gegen Coin, so entfällt die Thematik Fiatgeld natürlich.

An dieser Stelle sollte geklärt werden, ob Ihr Guthaben online oder offline verwahrt wird. Die Offline-Verwahrung ist zu bevorzugen, da die fehlende permanente Internetverbindung potenziellen Eindringlingen einen Angriff wesentlich erschwert. Ein Großteil der gestandenen Kryptobörsen lagert nahezu das gesamte Nutzerguthaben offline, um es wesentlich besser vor Hackerangriffen zu schützen. Die Thematik Einlagenschutz wird bei gestandenen Anbietern groß geschrieben, da sie wissen, dass ihre Marktposition stark vom Vertrauen ihrer Trader abhängt.

Falls Sie auf Nummer sicher gehen wollen, so können Sie Ihre Coins natürlich auch lokal in Ihrer eigenen Wallet lagern und die volle Kontrolle behalten.

Bietet die Kryptobörse eine integrierte Wallet an?

Krypto-Trader müssen eigentlich nie eine eigene Wallet erwerben, um an Kryptobörsen traden zu können. Die meisten Anbieter befassen sich auch mit der Verwahrung der gehandelten Coins, damit die Kunden diese beruhigt auf ihrer Plattform liegen lassen können.

Warum nehmen Kryptobörsen ihren Tradern diesen Aspekt ab? Ganz einfach: Einsteiger müssen sich vor dem ersten Trade auf ihrer Website nicht erst umständlich eine private Wallet aussuchen, in Betrieb nehmen und sie mit dem Account verbinden. Stattdessen können sie direkt mit dem Handel beginnen, sobald das Eigenkapital auf dem Konto eingegangen ist.

Diese integrierten Wallets ermöglichen Anlegern den bequemen Kauf und Verkauf von Kryptos, ohne diese zuvor auf die Plattform transferieren oder anschließend von ihr zurück auf die eigene Wallet übertragen zu müssen. Kritiker sind jedoch der Meinung, dass beim Anbieter verwahrte Kryptos ggf. nicht soo sicher seien, wie in der eigenen Wallet.

Die Anschaffung einer physischen Cold Wallet annuliert diesen Nachteil, falls Sie bereit sind, etwaige Unkosten auf sich zu nehmen. Cold Wallets können vom Internet getrennt und bei minimalem Restrisiko daheim im Tresor aufbewahrt werden.

Das Bild zeigt physische Cold Wallets von mehreren Anbietern. Von links nach rechts: CallWallet Pro von CoolWallet, Model T von TREZOR und Nano X von Ledger
Physische Cold Wallets von mehreren Anbietern (von links nach rechts): CallWallet Pro von CoolWallet, Model T von TREZOR und Nano X von Ledger

Prinzipiell gibt es keine 100 %-ige Garantie dafür, dass online gelagerte Coins trotz starker Sicherheitsmaßnahmen nicht doch gestohlen werden können. Demzufolge fragen Sie sich sicherlich, wo man das eigene Guthaben denn am besten langfristig lagern sollte.

Das Verwahren von Kryptowährungen in Cold Wallets gilt als sicherste Variante, da die eigenen Coins hier offline und unabhängig von Dritten aufbewahrt werden. Der Kernvorteil dieser physischen Wallets ist ganz klar die fehlende Verbindung zum Internet, denn ohne sie ist es für Hacker viel schwieriger (wenn nicht nahezu unmöglich) sich an Ihrem privaten Krypto-Eigentum zu vergreifen.

Wird der Anbieter durch eine Institution reguliert?

Neben der Account- und Guthaben-Sicherheit spielt auch die Regulierung durch eine unabhängig Institution eine wichtige Rolle. Falls vorhanden sorgt diese für zusätzliche Sicherheit, da sie von unabhängigen Experten geprüft, nachgewiesen und festgehalten wurde.

Welche Kryptowährungen können gehandelt werden? Wie wahrscheinlich ist es, dass das Angebot zukünftig erweitert wird?

Einer der größten Unterschiede zwischen Kryptobörsen ist die Anzahl handelbarer Coins. Zwar können Bitcoin und Ethereum über alle nennenswerten Anbieter gehandelt werden, bei anderen Top 10-Coins sieht diese Geschichte jedoch schon wieder ganz anders aus. Denn bereits XRP oder ADA sind nicht mehr über jede Krypto-Plattform handelbar. Bei Kryptowährungen mit kleinerer Marktkapitalisierung sieht es noch wesentlich düsterer aus.

Die Auswahl an Coins hängt also vom individuellen Anbieter ab. Es gilt, das Angebot der Börse vor der Registrierung zu prüfen und abzuwägen, ob es den eigenen Anforderungen genügt. Das Hinzufügen weiterer Kryptowährungen wird oft einige Tage zuvor offiziell angekündigt.

Einige Trader haben sich also folgerichtig auf mehreren Plattformen registriert, um möglichst viele Coins so flexibel wie möglich traden zu können. Der Wechsel zwischen mehreren Plattformen ist mit einer Cold Wallet noch wesentlich einfacher. Hier müssen die Coins nicht zwischen den einzelnen Wallets jeder Plattform (inklusive Gebühr!?) transferiert, sondern lediglich zwischen dieser einen physischen Wallet und der Plattform ausgetauscht werden.

Neben der schieren Auswahl an Altcoins bieten einige Börsen auch die Möglichkeit, die eigenen Kryptos in Aktien, ETFs oder CFDs zu investieren. Trader sollten also bereits vor der Registrierung ganz genau wissen, ob Sie in weitere Anlageklassen investieren wollen.

Welche Zahlungsmethoden werden unterstützt?

Die unterstützten Zahlungsarten sollten ebenfall vor der Registrierung überprüft werden. Die SEPA-Überweisung gilt als die gängigste Art, um Fiatgeld auf ein Verrechnungskonto einzuzahlen. Etwaige Transaktionen sind eigentlich immer kostenfrei, jedoch dauert es für gewöhnlich 1 bis 3 Werktage bis das Geld zur Verfügung steht.

Ein Großteil der Kryptobörsen ermöglicht zusätzlich Einzahlungen per Kreditkarte. Diese haben den Vorteil, dass die Transaktion sehr schnell ausgeführt wird. Dem Kunden wird hier jedoch zumeist ein vergleichsweise hoher Zuschlag in Rechnung gestellt. Wägen Sie zuvor ab, wie schnell Sie das Kapital benötigen. Wir empfehlen zudem einen (erneuten) Blick in die Gebührenstruktur, um böse Überraschungen zu vermeiden.

EToro und Coinbase bieten auch Transaktionen per PayPal an. Das Übermitteln von Fiatgeld über PayPal ist für private Zwecke frei von Kosten und erfolgt binnen weniger Sekunden. Das nahezu sofort überwiesene Geld wird von PayPal ausgelegt, welche sich diesen Betrag in den nächsten Werktagen von der verknüpften Bankverbindung abzweigen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Zahlungsmethode PayPal weiter im Kryptobereich ausbreiten wird. Coinbase bietet derzeit lediglich Auszahlungen auf ein PayPal-Konto an.

Unabhängig von den gängigen Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten können Trader bei den meisten Kryptobörsen natürlich auch ihre eigenen Coins direkt für den Handel nutzen. In diesem Fall werden gar keine Fiatwährungen benötigt, da die Kryptos hier direkt gegeneinander ausgetauscht werden.

Welche zusätzlichen Services bietet die Kryptobörse an?

Darüber hinaus können weitere Services schnell zum Zündlein an der Waage werden. So bieten einige Anbieter einen Crypto Newsfeed an, der Ihnen Push-Nachrichten auf Ihr Smartphone sendet. So werden die eigenen Krypto-Trader stets up to date gehalten, ggf. sogar auf Deutsch. Mitunter wird auch das Margin Trading mit entsprechenden Hebeln ermöglicht.

Diverse Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Krypto-Trading sind ebenfalls beliebt. Einige Anbieter stellen eine Menge Schulungsmaterialien wie Tutorials, Analysen oder E-Books frei zur Verfügung. Gelegentlich wird auch Wissen vermittelt, das sich mit der IT-technischen Grundlage einer Kryptowährung und den Zielen des Projekts befasst. Diese Aspekte sollten aus fundamentaler Sicht nicht vernachlässigt werden.

Vor- & Nachteile von Kryptobörsen

Zum Abschluss eine Auflistung der Vor- und Nachteile von Kryptobörsen:

Vorteile

Fokus auf Sicherheit: Die Account-Sicherheit und Sicherung der Kapitaleinlagen sind für Kryptobörsen von elementarer Bedeutung, um langfristig gegen die starke Konkurrenz bestehen zu können. Daher hat sich die Zwei-Faktor-Authentifizierung als de facto-Standard durchgesetzt. Einige Anbieter bieten zudem den Einlagenschutz der mit ihnen kooperierenden Bank an.

Built-in Wallet: Willige Krypto-Trader müssen sich vor dem Trading nicht erst eine eigene Wallet aussuchen und kaufen. Die meisten Anbieter möchten ALLE potenziellen Trader ansprechen, auch jene ohne extra Cash für eine physische Cold-Wallet. Plattformen bieten daher bereits integrierte Wallets an, deren Technik auf die individuellen Bedürfnisse des Anbieters angepasst ist.

Gigantische Auswahl an Anbietern: Einsteiger werden von der Masse an Kryptobörsen schlichtweg erschlagen und dass, obwohl der Kryptomarkt neu und innovativ ist. Mit der Wahl kommt bekanntlich auch die Qual, also empfiehlt sich eine angemessene Marktanalyse vor dem eigentlichen Start. Die in diesem Beitrag gesammelten Informationen unterstützen Sie beim Klären der wichtigsten Infos.

Nachteile

Hohe Scam-Quote: Es existieren scheinbar noch wesentlich mehr Scam-Kryptobörsen als seriöse Anbieter. Glücklicherweise sind diese oft billig gemacht und sehen dementsprechend veraltet aus. Man kann hier ganz einfach auf Nummer sicher gehen, indem man sich einen der gestandenen Anbieter auswählt, dem bereits mehrere Hunderttausend Trader weltweit ihre Coins anvertrauen. Setzen Sie sich idealerweise mit den oben genannten Fragen auseinander und beantworten diese gewissenhaft, denn es gilt: Do your own Research!

Komplexe Gebührenstruktur: Kryptobörsen verzichten häufig auf feste Account-Gebühren. Stattdessen veranschlagen sie nahezu immer einige wenige Prozentpunkte für jeden eingegangenen Trade. Nutzer mit einem großen Portfolio und hoher Trading-Frequenz erhalten zumeist satte Rabatte. Dies soll zum häufigeren Trading und Erhöhung des eingezahlten Eigenkapitals animieren.

Was prinzipiell ganz einfach klingt ist in der Realität natürlich wesentlich komplizierter. Bei einigen Anbietern sollte man mehrere Stunden für das Durchforsten der zumeist individuellen Gebührenstruktur veranschlagen, falls die Kosten gering gehalten werden sollen.

Mein Fazit zum Thema Kryptobörsen

Kryptobörsen sind eine der wichtigsten Anlaufstellen für Krypto-Trader oder jene, die es noch werden wollen. Die Auswahl ist reichlich und die großen Namen haben sich mittlerweile genauso etabliert wie diverse kleine Scam-Kopien.

Alles in allem sollte man lediglich jene Anbieter ernsthaft in Erwägung ziehen, die das eigene, individuelle Sicherheitsbedürfnis (als einen der wichtigsten Punkte) ausreichend befriedigen.

Die in diesem Beitrag besprochenen Fragen und Themen dürften allen Lesern ausreichend Grundlage für eine angemessene Marktanalyse bieten. Hierfür empfehle ich auch die bereits verlinkten Erfahrungsberichte hier auf kagels-trading.de, da sich diese lediglich mit ausgewählten, seriösen Anbietern beschäftigen.

Viel Erfolg beim Krypto-Trading!