Bitpanda ist die erste große Krypto-Plattform im deutschsprachigen Raum, die unter der neuen EU-Krypto-Verordnung MiCA voll lizenziert ist. Die BaFin hat die Lizenz am 27. Januar 2025 erteilt. Seitdem darf der Wiener Anbieter seine Dienste in allen EU-Staaten unter einem einheitlichen Rechtsrahmen anbieten. Das ist der Unterschied zu vielen Konkurrenten, die in Europa nur geduldet sind.
Dieselbe Regulierung hat Bitpanda aber auch schon eingeholt. Am 14. August 2026 verhängte die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA eine Geldstrafe von 70.000 Euro gegen die Bitpanda GmbH, wegen Verstößen gegen genau diese Verordnung. Es war der erste veröffentlichte MiCA-Strafbescheid Österreichs. Beides gehört in eine ehrliche Einschätzung, und beides findest du hier mit Quelle. Dazu prüfen wir die Gebühren, das Handelsangebot, die Limits und das neue Margin Trading mit bis zu 20x Hebel. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Bitpanda Erfahrungen: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Regulierung: Die BaFin hat Bitpanda am 27. Januar 2025 eine MiCA-Lizenz erteilt. Damit gilt die Zulassung in der gesamten EU.
- Sicherheit: Die Krypto-Bestände von Bitpanda werden sicher in Offline-Wallets aufbewahrt. Das Unternehmen ist vollständig konform mit europäischen Daten-, IT- und Geldwäsche-Sicherheitsstandards.
- Größe: Bitpanda nennt über 7 Millionen Nutzer und mehr als 700 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 2014 in Wien.
- Kosten: Bitpanda arbeitet mit einem Aufschlag auf den Marktpreis. Für Bitcoin nennt der Anbieter 0,99 %, über alle Assets hinweg liegt die Gebühr zwischen 0,00 % und 2,49 %.
- Vielfältige Investmentmöglichkeiten: Nutzer können Kryptowährungen, Aktien, ETFs, Rohstoffe und Edelmetalle über Bitpanda handeln. Es gibt auch spezielle Krypto Indizes, mit denen man automatisch in den gesamten Kryptomarkt investieren kann.
- Hebel: Die gehebelten Token sind auf 2x begrenzt. Über das separate Margin Trading nennt Bitpanda dagegen bis zu 10x auf Krypto und bis zu 20x auf Aktien und ETFs.
- Einfacher Einstieg: Der Prozess zum Starten mit Bitpanda ist einfach und beinhaltet die Registrierung, Verifizierung, Einzahlung und den Handel von digitalen Assets.
- Erstklassige Sicherheit: Bitpanda besitzt eine ISO27001-Zertifizierung, die die Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards bestätigt.
- Mehr als nur eine Investmentplattform: Bitpanda bietet auch eine Plattform namens „Bitpanda Spotlight“, über die Nutzer in schnell wachsende Kryptocoins investieren können. Zudem gibt es Bildungsressourcen wie einen Blog und eine Academy.
Kurzcheck: Alle Vor- und Nachteile von Bitpanda
Bitpanda ist im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten Anbieter für Kryptowährungen. Das Unternehmen sitzt in Wien, ist seit 2014 am Markt und richtet sich klar an Einsteiger. Der folgende Überblick prüft vier Punkte, die vor einer Kontoeröffnung zählen: Regulierung, Sicherheit, Gebühren und Handelsangebot. Grundlage sind die Angaben des Anbieters und die Bekanntmachungen der Aufsichtsbehörden.
Hier stehen die Punkte, die vor einer Kontoeröffnung zählen. Die Begründung folgt in den Abschnitten darunter.
Vorteile von Bitpanda
- Volle MiCA-Lizenz: die BaFin hat sie am 27. Januar 2025 erteilt, sie gilt EU-weit
- Alles auf einer Plattform: Kryptowährungen, Aktien, ETFs, Edelmetalle und Rohstoffe im selben Depot
- Einsteigerfreundlich: deutschsprachige Oberfläche und deutschsprachiger Support
- Ab 1 Euro investierbar: der Mindestbetrag pro Kauf liegt bei einem Euro
- Offline-Verwahrung: der Großteil der Kundenbestände liegt in Cold Storage
- SEPA kostenlos: für Ein- und Auszahlungen per Euro-Überweisung nimmt Bitpanda keine Gebühr
- Margin Trading: bis zu 10x auf über 120 Kryptowerte und bis zu 20x auf mehr als 875 Aktien und ETFs
Nachteile von Bitpanda
- Aufschlag statt Ordergebühr: je nach Asset zwischen 0,00 % und 2,49 %, für Bitcoin 0,99 %; günstige Börsen liegen bei 0,10 %
- Keine Einlagensicherung: Kryptowerte fallen nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung
- MiCA-Strafbescheid: die FMA verhängte am 14. August 2026 rechtskräftig 70.000 Euro wegen Verstößen bei der Token-Vermarktung
- Schwache Chartwerkzeuge: für technische Analyse ist die Plattform nicht ausgelegt
- Teure Hebelfinanzierung: beim Margin Trading 0,18 % pro Tag, hochgerechnet rund 66 % im Jahr
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Was ist Bitpanda?
Hinter Bitpanda steht ein Wiener Unternehmen mit drei Gründern. Bei der Bitpanda GmbH handelt es sich um ein österreichisches Unternehmen mit Hauptsitz in Wien, welches im Jahr 2014 von Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer gegründet wurde. Nach eigenen Angaben zählt das Unternehmen heute über 7 Millionen Nutzer und mehr als 700 Mitarbeiter aus über 50 Nationen. Geführt wird Bitpanda seit dem Wechsel an der Spitze von Lukas Enzersdorfer-Konrad, Mitgründer Eric Demuth ist Executive Chairman.
Das Angebot reicht weit über Kryptowährungen hinaus. Bitpanda bietet neben Bitcoin und Ethereum nach eigenen Angaben über 680 digitale Assets zum Handel an. Zu den kennzeichnenden Eigenschaften des Online Brokers zählen neben der hohen Benutzerfreundlichkeit auch die Tatsachen, dass dieser im Besitz einer PSD2-Zahlungsdienstleister-Lizenz ist und ein hohes Maß an Sicherheit aufweist.
Damit steht Bitpanda zwischen zwei Welten. Wie sich die App gegen reine Neobroker und gegen CFD-Plattformen schlägt, zeigt unser Überblick über die besten Trading-Apps mit Kosten und Aufsicht je Anbieter.
Bitpanda Unternehmen: Wer steckt hinter Bitpanda?
- Firmenname: Bitpanda GmbH
- Hauptsitz: Wien (Österreich)
- Gründer: Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer
- Gründungsjahr: 2014
- Handelbare Assets: nach Anbieterangaben über 680
- Fokus: Handel mit Kryptowährungen, Aktien, ETFs, Rohstoffen & Edelmetallen
- Registrierte Nutzer: über 7 Millionen
- Mitarbeiter: Über 700 Teammitglieder
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Die volle EU-Zulassung ist der wichtigste Unterschied zu vielen Wettbewerbern. Bitpanda ist eine der wenigen Krypto-Plattformen, die einer EU-Regulierung unterliegt, und damit anderen Börsen wie Bitget oder KuCoin einen weiten Schritt voraus.
Handelt es sich bei Bitpanda um eine deutsche Krypto-Börse?
Nein, Bitpanda ist ein österreichisches Unternehmen. Der Hauptsitz der Krypto-Börse liegt in Wien, von wo aus das Unternehmen seit 2014 tätig ist. Für dich als Kunde aus Deutschland ändert das wenig: Die MiCA-Lizenz stammt von der deutschen BaFin und gilt EU-weit. Das operative Geschäft in Österreich beaufsichtigt zusätzlich die FMA.
Für wen eignet sich Bitpanda?
Bitpanda richtet sich an Einsteiger. Die Oberfläche ist aufgeräumt, deutschsprachig und verlangt kein Vorwissen. Du kaufst mit wenigen Klicks, ohne dich mit Orderbüchern oder Ordertypen zu beschäftigen. Wer zum ersten Mal Kryptowährungen kauft und dafür einen EU-lizenzierten Anbieter sucht, ist hier richtig. Wer günstig handeln will, findet die Gegenrechnung weiter unten im Kostenteil.
Eignet sich Bitpanda für Daytrading?
Die Standardoberfläche von Bitpanda ist für Daytrading nicht gebaut. Du siehst weder ein Orderbuch noch die Markttiefe, die Chartwerkzeuge sind knapp, und der Aufschlag von 0,99 % für Bitcoin fällt bei jedem Kauf und jedem Verkauf erneut an. Wer mehrmals am Tag handelt, zahlt das jedes Mal.
Für aktive Trader hat Bitpanda inzwischen zwei eigene Zugänge. Bitpanda Fusion senkt die Handelsgebühr nach Anbieterangaben mit steigendem Volumen auf bis zu 0,02 % und bietet API-Anbindung. Dazu kommt das Margin Trading mit bis zu 10x auf Krypto und bis zu 20x auf Aktien. Beides ändert das Urteil: Bitpanda ist für Daytrading nicht mehr grundsätzlich ungeeignet, aber der Weg dorthin führt über diese Zusatzprodukte und nicht über die Standardansicht.
Ein Detail aus der Produktgeschichte sorgt bis heute für Verwirrung. Die frühere Profi-Plattform Bitpanda Pro gibt es unter diesem Namen nicht mehr. Sie wurde ausgegliedert und läuft seither als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen One Trading. Wer in älteren Testberichten von Bitpanda Pro liest, findet dieses Produkt bei Bitpanda nicht mehr.
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Die Sicherheit von Bitpanda im Test
Bei einem Krypto-Anbieter entscheidet die Verwahrung, nicht die Oberfläche. Deshalb stehen hier die Sicherheitsstandards im Mittelpunkt: Verwahrung, Aufsicht und was passiert, wenn der Anbieter zahlungsunfähig wird.
Ist Bitpanda reguliert?
Ja, und zwar seit Januar 2025 auf der stärksten Grundlage, die es in Europa gibt. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat Bitpanda am 27. Januar 2025 eine Lizenz nach der EU-Verordnung MiCA erteilt (Markets in Crypto-Assets). Bitpanda war damit nach der Börse Stuttgart Digital der zweite deutsche Anbieter mit dieser Zulassung.
Der praktische Unterschied ist das EU-Passporting. Eine MiCA-Lizenz gilt in allen 27 Mitgliedstaaten. Der Anbieter braucht also nicht mehr in jedem Land eine eigene Registrierung. Für dich als Kunde heißt das: einheitliche Regeln für Verwahrung, Eigenkapital und Beschwerdewege, egal aus welchem EU-Land du das Konto eröffnest. Daneben hält Bitpanda weiterhin eine MiFID II-Lizenz für Wertpapiere sowie E-Geld- und PSD2-Lizenzen für den Zahlungsverkehr.
Dazu kommt eine Zertifizierung nach einem US-Rahmenwerk. Bitpanda ist seit Ende 2023 SOC 2 Typ 1-konform. Dabei handelt es sich um ein US-amerikanisches Rahmenwerk, das sicherstellt, dass Unternehmen verantwortungsvoll mit Kundendaten umgehen und strenge Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit, Integrität und Datenschutz erfüllen.
Den Eintrag kannst du selbst nachschlagen. Bitpanda steht in der Unternehmensdatenbank der BaFin eingetragen. Dort kannst du den Eintrag selbst nachschlagen.
Hat Bitpanda schon eine Strafe der Aufsicht kassiert?
Ja, und das gehört zu einer ehrlichen Einschätzung dazu. Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA hat am 14. August 2026 eine Geldstrafe von 70.000 Euro gegen die Bitpanda GmbH veröffentlicht. Es war der erste öffentlich bekannt gemachte MiCA-Strafbescheid in Österreich. Das Straferkenntnis ist rechtskräftig.
Es ging um Formfehler bei der Vermarktung, nicht um Kundengelder. Die FMA beanstandete drei Punkte: Bitpanda reichte ein Krypto-Whitepaper nicht wie vorgeschrieben 20 Arbeitstage vor der Veröffentlichung ein, verbreitete Marketingmitteilungen, bevor das Whitepaper veröffentlicht war, und ließ in diesem Marketing Pflichtangaben weg. Konkret fehlten der Hinweis, dass keine Behörde das Dokument geprüft oder genehmigt hat, sowie Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
Wie du das einordnen solltest. Es wurde kein Kundengeld veruntreut und keine Sicherheitslücke festgestellt. Der Vorwurf betrifft Werbung und Offenlegungspflichten. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass MiCA nicht nur ein Gütesiegel ist, sondern eine Pflicht mit Zähnen. Die vollständige Bekanntmachung steht auf der Website der FMA.
Die vier Daten im Überblick. Lizenz und Strafbescheid liegen bei Bitpanda nur anderthalb Jahre auseinander, dazwischen liegt der Umbau des hauseigenen Token. Der Zeitstrahl zeigt beide Seiten nebeneinander.

Gibt es bei Bitpanda eine Einlagensicherung?
Nein, eine Einlagensicherung gibt es bei Bitpanda nicht. Kryptowerte fallen nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung, die für Bankguthaben bis 100.000 Euro gilt. Das ist kein Sonderweg von Bitpanda, sondern gilt für alle Krypto-Anbieter. Allerdings hat der Krypto-Broker eigenen Angaben nach sämtliche Bestände 1:1 physisch gesichert und verwahrt die Coins in einer „hochsicheren Umgebung“.
Bitpanda verwahrt die Kundenbestände getrennt vom eigenen Firmenvermögen. Diese Trennung ist unter MiCA vorgeschrieben, und sie verbessert deine Position gegenüber einem unregulierten Anbieter deutlich. Sie ist aber keine Einlagensicherung. Ob im Ernstfall ein Aussonderungsrecht durchsetzbar wäre, ist gerichtlich bislang nicht geklärt. Wer die Kontrolle wirklich behalten will, überträgt seine Coins nach dem Kauf auf eine eigene Wallet.
Wurde Bitpanda in der Vergangenheit gehackt?
Nach öffentlich bekannten Angaben wurde Bitpanda bisher nicht erfolgreich angegriffen. Hackerangriffe auf Krypto-Börsen haben wiederholt Kundengelder gekostet. Bei Bitpanda ist bis heute kein erfolgreicher Angriff auf die Kundenbestände öffentlich bekannt geworden. Ein Versprechen für die Zukunft ist das nicht, aber ein Unterschied zu mehreren großen Börsen, die bereits Gelder verloren haben.
Jedes Konto durchläuft eine Identitätsprüfung. Bitpanda setzt auf ein KYC-Verfahren, das du als Neukunde durchlaufen musst, um dir überhaupt ein Konto bei dem Anbieter erstellen zu können.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung solltest du sofort einschalten. Als registriertes Mitglied richtest du die 2FA ein, um dein Konto bestmöglich vor unbefugtem Zugriff zu schützen und eine zusätzliche Sicherheitsebene für deine Transaktionen zu schaffen.
Ist Bitpanda seriös?
Bitpanda ist seit 2014 am Markt und damit einer der ältesten noch aktiven Anbieter im deutschsprachigen Raum. Für die Seriosität sprechen die MiCA-Lizenz der BaFin, die Verwahrung im Cold Storage und die Tatsache, dass bis heute kein erfolgreicher Angriff auf Kundenbestände öffentlich bekannt geworden ist. Dagegen steht der Strafbescheid der FMA vom 14. August 2026. Beides gehört nebeneinander.
Bei Trustpilot steht Bitpanda auf 4,1 von 5 Sternen aus 15.719 Bewertungen. Das ist für einen Krypto-Anbieter ein hoher Wert, und die Bewertungen loben überwiegend den deutschsprachigen Support und die Bedienbarkeit. Zwei Einordnungen gehören dazu: Bitpanda unterhält dort ein kostenpflichtiges Abonnement und lädt Kunden aktiv zur Bewertung ein, was die Zahl der Stimmen erklärt. Trustpilot selbst schreibt, dass es Bewertungen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt prüft. Positiv fällt auf, dass das Unternehmen nach Angaben des Portals 100 % der negativen Bewertungen beantwortet hat.
Ein Sterneschnitt misst die Abwicklung, nicht die Rendite. Was die Bewertungen belegen, ist ein funktionierender Kundendienst. Was sie nicht belegen, ist, dass sich der Handel bei Bitpanda für dich rechnet. Diese Frage entscheidet der Kostenteil weiter unten.
Für die Sicherheit von Bitpanda sprechen unter anderem die folgenden Punkte:
- Die Speicherung der Kryptowährungen erfolgt bei Bitpanda fast ausschließlich offline, was einen Schutz vor Hacker Angriffen bietet.
- Der Krypto-Broker besitzt eine Zertifizierung nach ISO 27001 und erfüllt damit den international anerkannten Standard für Informationssicherheit.
- Sicherheit durch die 2-Faktor-Authentifizierung (2FA): Zusätzliche Absicherung durch den Authenticator, welcher sowohl bei Android als auch im Appstore gedownloadet werden kann.
- Bitpanda verfügt über Maßnahmen zum DDOS Schutz und eine SSL Verschlüsselung.
- Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen wie Penetrationstests und Bedrohungsanalysen (wie das „Bug Bounty Programm“) helfen dabei, potenzielle Angriffe frühzeitig zu erkennen und Risiken zu minimieren.
- Intern werden Mitarbeiter geschult und Insider-Bedrohungen überwacht, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten und die Sicherheit der Kundendaten zu schützen.
Eine Garantie gibt es bei keiner zentralen Börse. Solange deine Coins beim Anbieter liegen, hältst du eine Forderung gegen ihn und keinen eigenen Schlüssel.
Denn grundsätzlich gilt: Krypto-Broker eignen sich nicht für die Verwahrung!
Der Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022 hat gezeigt, warum das zählt. Seither ist bekannt, dass Krypto-Börsen nicht zur langfristigen Aufbewahrung von Coins geeignet sind. Anders als bei traditionellen Finanzprodukten wie Aktien oder ETFs gelten Kryptowährungen nicht als Sondervermögen. Das bedeutet: Im Falle einer Insolvenz des Brokers könnten deine Coins verloren gehen, da sie Teil der Insolvenzmasse werden. Deshalb ist es sinnvoll, deine Kryptowährungen nach dem Kauf auf eine private Wallet zu übertragen, über welche du die vollständige Kontrolle hast.
Das Handelsangebot von Bitpanda im Überblick
Das Angebot an Kryptowährungen ist über die Jahre stark gewachsen. Im Jahr 2017 gab es auf der Handelsplattform nur vier Coins: Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Dash. Mittlerweile sieht das natürlich komplett anders aus, da Bitpanda bereits hunderte verschiedene Coins und Token im Angebot hat, was den Nutzern eine deutlich größere Auswahl bietet. Außerdem werden wöchentlich neue Projekte bei Bitpanda über das „Spotlight“-Programm gelistet.
Eine Filterfunktion sortiert die Coins nach Themen. Bitpanda bietet eine Filterfunktion, mit der du gezielt nach den folgenden Kategorien sortieren kannst:
- DeFi
- Smart-Contract-Protokolle
- Proof of Stake
- Big Data
- Wegbereiter der Infrastruktur
- Meme Coins
- Metaversum NFT
- Proof of Work
- Zahlungen
- Cross-Blockchain
- Fan Token

Die Bitpanda Krypto-Indizes
Die Krypto-Indizes nehmen dir die Einzelauswahl ab. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Portfolios, die aus verschiedenen Kryptowährungen bestehen und es Einsteigern ermöglichen, ihr Investment breiter zu streuen, ohne jede Coin einzeln auswählen zu müssen:
- BCI 5: Top 5 Kryptowährungen
- BCI 10: Top 10 Kryptowährungen
- BCI 25: Top 25 Kryptowährungen
- BCIDL : Top-Kryptowährungen im Bereich DeFi
- BCIIL : Top-Kryptowährungen im Bereich Blockchain-Infrastruktur
- BCIML : Top-Kryptowährungen im Bereich Metaverse
- BCIMEME: Top-Kryptowährungen aus der Welt der Memes
- BCISL: Top-Kryptowährungen im Bereich Smart Contracts
„Top“ meint dabei die Coins mit der größten Marktkapitalisierung und Liquidität im jeweiligen Sektor. Eine inhaltliche Bewertung der Projekte steckt nicht dahinter.
Weitere handelbare Assets bei Bitpanda
Bitpanda ist keine reine Krypto-Plattform. Neben den Kryptowährungen kannst du weitere Handelsinstrumente handeln, was in dieser Kombination unüblich ist. Dazu zählen:
- Aktien
- ETFs
- Edelmetalle
- Rohstoffe
Diese Breite bezahlst du über den Aufschlag. Die Spreads liegen im Schnitt über denen klassischer Online-Broker. Dafür deckt Bitpanda eine breite Palette an Anlageklassen in einem Depot ab. Wer sein Geld über mehrere Anlageklassen streuen und dafür nicht mehrere Konten führen will, bezahlt diesen Komfort über den Spread.
Mit welchem Hebel kannst du bei Bitpanda traden?
Bitpanda führt inzwischen zwei getrennte Hebelprodukte, und sie unterscheiden sich grundlegend. Das ältere heißt Bitpanda Leverage und arbeitet mit gehebelten Token. Der Anbieter bezeichnet sie selbst als Contract for Difference, also als CFD mit täglicher Neugewichtung. Für diese Token gilt die Obergrenze der ESMA von 1:2. Genau darauf bezieht sich die verbreitete Aussage, bei Bitpanda sei mehr nicht möglich.
Diese Aussage ist seit dem Start von Bitpanda Margin Trading überholt. Beim Margin Trading kaufst du das echte Asset mit geliehenem Geld, statt einen Differenzkontrakt zu handeln. Damit greift die CFD-Grenze der ESMA nicht. Bitpanda nennt für Krypto bis zu 10x und für Aktien und ETFs bis zu 20x. Wir haben diesen Punkt in einer früheren Fassung dieses Artikels falsch dargestellt und korrigieren ihn hier ausdrücklich.
Unter der Menüoption „Leverage“ findest du weiterhin die gehebelten Token mit maximal 2x:
- Avalanche 2x Long (AVAX2L)
- Bitcoin 1x Short (BTC1S)
- Bitcoin 2x Long (BTC2L)
- Cardano 2x Long (ADA2L)
- Chainlink 2x Long (LINK2L)
- Doge 2x Long (DOGE2L)
- Ethereum 1x Short (ETH1S)
- Ethereum 2x Long (ETH2L)
- Litecoin 2x Long (LTC2L)
- Polkadot 2x Long (DOT2L)
- Polygon 2x Long (POL2L)
- SHIBA INU 2x Long (SHIB2L)
- Solana 1x Short (SOL1S)
- Solana 2x Long (SOL2L)
- TRON 2x Long (TRX2L)
- XRP 2x Long (XRP2L)

Bitpanda Margin Trading: bis zu 10x auf Krypto, bis zu 20x auf Aktien
Margin Trading ist das Produkt, das Bitpanda für aktive Trader geöffnet hat. Für Krypto nennt der Anbieter über 120 Assets mit den Hebelstufen 2x, 3x, 5x und 10x. Welche Stufe verfügbar ist, hängt nach Angaben von Bitpanda von der Liquidität und der Volatilität des einzelnen Assets ab. Für Aktien und ETFs nennt Bitpanda mehr als 875 Werte mit bis zu 20x und bezeichnet das als Premiere in Europa.
Die Kosten dieses Produkts stehen nicht im Kaufpreis, sondern in der Haltedauer. Bitpanda nennt eine Kaufgebühr von 0 %, eine Gebühr von 0,18 % pro Tag, die alle vier Stunden anteilig berechnet wird, sowie 0,3 % beim Schließen der Position. Wirst du liquidiert, kommt 1 % hinzu. Das ist der Punkt, den viele übersehen.
Rechne die Tagesgebühr auf ein Jahr hoch, dann wird die Größenordnung sichtbar. 0,18 % pro Tag sind rund 66 % im Jahr. Eine gehebelte Position, die du vier Wochen offen lässt, kostet allein an Finanzierung rund 5 % des Positionswerts, unabhängig davon, wohin der Kurs läuft. Margin Trading bei Bitpanda ist damit ein Werkzeug für kurze Haltedauern, nicht für langfristige Positionen.
Bitpanda benennt das Risiko selbst deutlich. In den Hinweisen zum Produkt steht, dass beim Margin Trading Assets geliehen werden, dass schon kleine Preisänderungen zu einem Margin Call oder zur Liquidation führen können und dass ein Totalverlust möglich ist. Anbieter der gehebelten Token ist die Bitpanda Financial Services GmbH. Wer Hebel bisher nicht eingesetzt hat, sollte hier nicht anfangen.
Wie läuft die Anmeldung bei Bitpanda ab?
Die Kontoeröffnung dauert nach Angaben von Bitpanda nur wenige Minuten. Aufgrund der regulatorischen Anpassungen kamen allerdings hin und wieder neue Schritte oder zusätzliche Verifizierungen hinzu, die den Registrierungsprozess etwas länger dauern lassen können.
Grundsätzlich musst du die folgenden Schritte durchlaufen, um dir bei Bitpanda ein Konto zu erstellen:
- Klicke auf der Bitpanda-Homepage oben rechts auf den Button „Jetzt loslegen“.
- Gib deinen Namen und deine E-Mail-Adresse ein und wähle ein sicheres Passwort.
- Wähle deinen Wohnsitz aus und stimme den AGB sowie der Datenschutzerklärung zu.
- Klicke auf „Konto erstellen“ und klicke anschließend auf den Bestätigungslink in deinem E-Mail Postfach.
- Lasse deine Handynummer über eine SMS-PIN verifizieren.
- Verifiziere dich selbst mit deinem Personalausweis, Führerschein oder Reisepass.
Die Verifizierung selbst ist in wenigen Minuten erledigt. Sobald du den KYC-Prozess erfolgreich durchlaufen hast, kannst du Geld einzahlen und mit dem Krypto-Handel starten.
Tipp: Die Verifizierung läuft über die App meist schneller, weil das Smartphone die Kamera direkt einbindet. Am Rechner brauchst du dafür eine Webcam.
Bitpanda Kosten: wie teuer ist der Krypto-Broker?
Bei Bitpanda entscheidet nicht die Ordergebühr über die Kosten, sondern der Aufschlag. Sehen wir uns die Konditionen an, welche du beim Krypto-Handel über Bitpanda beachten solltest. Zum Einordnen: was andere Krypto-Broker 2026 verlangen.
Konto und Depot sind kostenlos. Es fallen weder eine Depotgebühr noch Inaktivitätsgebühren an. Bezahlt wird ausschließlich beim Kauf und beim Verkauf.
Bitpanda nimmt keine Ordergebühr, sondern einen Aufschlag auf den Marktpreis. Der Aufschlag steckt bereits im angezeigten Preis. Für Bitcoin nennt Bitpanda derzeit 0,99 %. Über alle Assets hinweg liegt die Handelsgebühr laut Anbieter zwischen 0,00 % und 2,49 %. Sie wird dir seit einer Überarbeitung der Handelsübersicht vor dem Kauf einzeln angezeigt.
Beispiel zur Veranschaulichung der Gebühren bei Bitpanda
Angenommen, du kaufst Bitcoin für 1.000 Euro und verkaufst später wieder.
- Beim Kauf fallen bei 0,99 % rund 9,90 Euro an (1.000 Euro x 0,99 %)
- Beim Verkauf fällt der Aufschlag erneut an, zusammen also rund 19,80 Euro
- Bei einem Coin am oberen Ende der Spanne (2,49 %) wären es 24,90 Euro je Seite
Den Bitpanda-Token BEST gibt es nicht mehr. Am 16. Juli 2025 hat Bitpanda BEST und den Pantos-Token PAN zu einem neuen Token zusammengelegt: Vision (VSN). BEST wurde im Verhältnis 4,91 zu 1 getauscht, PAN im Verhältnis 0,89 zu 1. Die Märkte für BEST und PAN wurden an diesem Tag dauerhaft geschlossen. Wenn du in älteren Testberichten noch von BEST-Cashback liest, ist das überholt.
An die Stelle des Cashbacks ist ein Rabatt getreten. Wer VSN hält und die Gebühren damit bezahlt, bekommt nach Angaben von Bitpanda 20 % Rabatt auf die Handelsgebühr. Dazu kommen Staking-Erträge, ein schnellerer Aufstieg im Club-Programm und die Teilnahme an Spotlight. Das Gesamtangebot an VSN ist auf 4,2 Milliarden Token begrenzt.
Erhebt Bitpanda bei der Einzahlung und Auszahlung Gebühren?
Für Ein- und Auszahlungen in Euro nimmt Bitpanda keine eigene Gebühr. Das gilt für die SEPA-Überweisung. Bei einzelnen Zahlungsdienstleistern sieht es anders aus.
Bitpanda Kosten im Überblick
| Handelsaufschlag | 0,00 % bis 2,49 %, für Bitcoin 0,99 % |
| Depotverwaltung | Kostenlos |
| Inaktivitätsgebühren | Keine |
| Einzahlungsgebühren | Keine |
| Fiat-Auszahlungsgebühren | Keine |
| BTC-Einzahlung | 0,0001 BTC |
| BTC-Auszahlung | 0,00003900 BTC |
| ETH-Einzahlung | 0,00199 ETH |
| ETH-Auszahlung | 0,00060000 ETH |
Der Abstand zu den großen Handelsbörsen ist erheblich. Zum Vergleich: Bitget nimmt beim Spot-Handel 0,10 % des Handelsvolumens. Das ist ein Zehntel dessen, was Bitpanda für Bitcoin verlangt. Nur ist Bitget für dich keine Option mehr: Der Anbieter hat keine MiCA-Lizenz und darf in Deutschland seit dem 1. Januar 2026 keine Kryptowerte-Dienstleistungen mehr erbringen. Neuanmeldungen aus Deutschland nimmt Bitget seit dem 16. Januar 2026 nicht mehr an. Wer viel handelt, zahlt bei Bitpanda spürbar drauf. Wer selten kauft und dafür einen EU-lizenzierten Anbieter will, für den fällt der Aufschlag weniger ins Gewicht. Für aktive Trader hat Bitpanda inzwischen Bitpanda Fusion, dort sinkt die Gebühr mit steigendem Volumen nach Anbieterangaben auf bis zu 0,02 %.
Ein- und Auszahlungen bei Bitpanda
Kostenlos ist vor allem die SEPA-Überweisung. Für Ein- und Auszahlungen in Euro per Banküberweisung nimmt Bitpanda keine eigene Gebühr. Bei zwei Zahlungsdienstleistern ist das anders: PayPal kostet 1,49 %, Klarna 0,49 %. Diese Sätze fallen zusätzlich zum Handelsaufschlag an. Zur Auswahl stehen:
- PayPal
- Online-Überweisung
- Banküberweisung
- eps
- SOFORT
- giropay
- Apple Pay
- VISA, Mastercard
- Neteller
- Skrill
Bei Krypto-Transfers bestimmt die Blockchain die Kosten, nicht Bitpanda. Dauer und Gebühren hängen vom jeweiligen Netzwerk ab. Hier kannst du unter „Transaktionsgebühren“ nachlesen, wie hoch die Ein- bzw. Auszahlungsgebühren einzelner Kryptowährungen bei Bitpanda sind.
Gibt es bei Bitpanda eine Mindesteinzahlung?
Die Einstiegshürde ist niedrig. Der Mindestbetrag für Ein- und Auszahlungen in Euro liegt bei 10 €. In einzelne Coins und Token kannst du hingegen bereits ab 1 € investieren.
Hat Bitpanda ein Auszahlungslimit?
Ja, und die Höhe hängt an der Zahlungsmethode. Es gelten verschiedene Limits für tägliche, monatliche und maximale Transaktionen. Hier ein kurzer Überblick über die täglichen Auszahlungslimits bei Bitpanda:
| Methode | Einzahlung je Tag | Auszahlung je Tag |
|---|---|---|
| Online-Zahlungen | 10.000 € | 100.000 € |
| Kreditkarte | 20.000 € | keine Auszahlung möglich |
| Banküberweisung (SEPA) | 10.000.000 € | 5.000.000 € |
Die Bitpanda App: was sie kann und was nicht
Die meisten Nutzer handeln bei Bitpanda über das Smartphone. Damit entscheidet die Benutzerfreundlichkeit der App über den Alltag. Eine übersichtliche Oberfläche macht nicht nur die Navigation einfacher, sondern auch das gesamte Handelserlebnis angenehmer. Wer unterwegs schnell eine Position auf- oder abbauen will, kommt über das Smartphone gut zurecht.
Bei der Handelsoberfläche geht Bitpanda einen anderen Weg als die meisten Wettbewerber. Der Ansatz ist ein komplett anderer. Bei Bitpanda bekommst du weder in der App noch am Desktop Einblicke in die Orderbücher und in die Markttiefe. Auch die technische Analyse ist hier nur eingeschränkt möglich: Zeichenwerkzeuge, frei wählbare Zeiteinheiten und die gängigen Indikatoren fehlen weitgehend. Dafür ist die Handelsplattform aber vor allem für Einsteiger super bedienungsfreundlich, da sie sehr übersichtlich gestaltet ist und sich auf das Wesentliche konzentriert, ohne die Nutzer mit komplexen Funktionen zu überfordern.
Die Hauptleiste in der App untergliedert sich in die folgenden Menüs:
- Home: Top-Gewinner bzw. Verlierer der letzten 24 Stunden sowie deine persönliche Watchlists, Limit Orders und aktuelle Bitpanda News.
- Portfolio: Grafische Darstellung deines aktuellen Portfolios mit der prozentualen Verteilung deiner jeweiligen Assets.
- Trade: Zentrales Hub für Fiat-Einzahlungen, Trades, Swaps, Staking und Sparpläne.
- Entdecken: Übersicht aller Bitpanda Assets mit Filteroptionen.
- Profil: Kontoeinstellungen, Sicherheit, Transaktionsverlauf, Kontaktmöglichkeiten & mehr.
Erfahrungen mit der Bitpanda Visa Card
Mit der Visa Card bezahlst du direkt aus deinem Portfolio. Eine Besonderheit ist die Bitpanda Visa Card. Besitzer dieser Karte profitieren von den folgenden Möglichkeiten:
- Sofortige Zahlungen mit der Visa Debitkarte über eine Verknüpfung mit dem Bitpanda Portfolio
- Kostenlose Abhebungen am Geldautomaten
- Cashback zwischen 0,5% und 2% bei Benutzung der Karte in Bitcoin
- Ermäßigung in Höhe von 0,75% bis 2,25% auf FX Gebühren
Die Karte selbst kostet nichts, das Bezahlen schon. Die Nutzung ist kostenlos, es fallen allerdings die üblichen Tradingaufschläge für das automatische Konvertieren der Assets in Euro an.
Der Kundenservice von Bitpanda im Test
Der Einstieg in den Support läuft über den Hilfebereich. Im Bitpanda Helpdesk finden sich Artikel und FAQs, in denen häufig auftretende Fragen oder Probleme von Kunden ausführlich abgehandelt werden.
Bleibt die Frage offen, läuft alles über ein Ticket. Über das Support Ticket ist jederzeit eine direkte Anfrage möglich. Der Support ist auf Deutsch erreichbar, was bei Krypto-Anbietern keine Selbstverständlichkeit ist. Bitpanda selbst nennt einen Support rund um die Uhr. Dazu kommt ein umfangreicher Hilfebereich, in dem Gebühren und Limits nachlesbar sind.
Eine Einschränkung bleibt: Einen Live-Chat wie bei Binance oder KuCoin bietet Bitpanda nicht. Anfragen laufen über das Support-Ticket.
Welche Alternativen gibt es zu Bitpanda?
Bei der Auswahl entscheidet heute vor allem die Lizenzfrage. Anbieter ohne MiCA-Zulassung dürfen in Deutschland keine Kryptowerte-Dienstleistungen mehr erbringen. Mit Blick darauf kommen diese Alternativen infrage:
- Binance: Eine der größten und bekanntesten Krypto-Börsen weltweit, die eine breite Palette von Handelsmöglichkeiten und Dienstleistungen bietet.
- Kraken: Eine in den USA ansässige Krypto-Börse, die für ihre Sicherheit und regulatorische Einhaltung bekannt ist und eine Vielzahl von Handelspaaren anbietet.
- Coinbase: Eine benutzerfreundliche Plattform, die es Anfängern leicht macht, Kryptowährungen zu kaufen, zu verkaufen und zu handeln.
- Bitget: fortgeschrittene Handelsfunktionen und niedrige Spot-Gebühren, aber ohne MiCA-Lizenz. Für Kunden aus Deutschland seit dem 1. Januar 2026 keine Option mehr.
- Bitvavo: Als niederländische Krypto-Börse ist Bitvavo ebenfalls EU-reguliert und bietet vergleichsweise recht günstige Gebühren an.
Fazit: lohnt sich eine Kontoeröffnung bei Bitpanda?
Bitpanda kauft man sich mit Bequemlichkeit und Regulierung ein, nicht mit niedrigen Kosten. Für Einsteiger, die zum ersten Mal Kryptowährungen kaufen, ist die Plattform eine der einfachsten im deutschsprachigen Raum. Die MiCA-Lizenz der BaFin vom 27. Januar 2025 ist dabei das stärkste Argument, weil sie EU-weit gilt und einheitliche Regeln für Verwahrung und Eigenkapital vorschreibt.
Der zweite Vorzug ist die Breite. Kryptowährungen, Aktien, ETFs, Edelmetalle und Rohstoffe liegen in einem Depot. Wer nicht für jede Anlageklasse ein eigenes Konto führen will, spart sich damit Aufwand. Ab einem Euro je Kauf ist der Einstieg zudem niedrigschwellig.
Gegen Bitpanda spricht der Preis. Ein Aufschlag von 0,99 % für Bitcoin ist rund das Zehnfache dessen, was eine Handelsplattform wie Bitget im Spot-Handel nimmt. Wer regelmäßig handelt, zahlt diesen Unterschied jedes Mal. Allerdings darf Bitget seit dem MiCA-Stichtag keine EU-Kunden mehr annehmen, der Preisvorteil ist für dich also gar nicht erreichbar. Für aktive Trader hat sich das Bild zuletzt verschoben: Mit Bitpanda Fusion und dem Margin Trading gibt es inzwischen Zugänge, die es vor einem Jahr nicht gab. Bezahlt wird das beim Hebel über eine Finanzierung von 0,18 % pro Tag. Dazu kommt: Kleine, junge Coins sind bei Bitpanda meist nicht gelistet. Wenn du also auf der Jagd nach kleinen, aufstrebenden Coins mit hohem Wachstumspotenzial bist, wirst du auf Plattformen wie MEXC oder KuCoin vermutlich eher fündig.
FAQ zu Bitpanda Erfahrung
Wie hoch sind die Gebühren bei Bitpanda?
Bitpanda nimmt keine Ordergebühr, sondern einen Aufschlag auf den Marktpreis. Für Bitcoin nennt der Anbieter 0,99 %, über alle Assets hinweg 0,00 % bis 2,49 %. Der Aufschlag fällt beim Kauf und beim Verkauf an. Ein- und Auszahlungen per SEPA sind kostenlos, PayPal kostet 1,49 %, Klarna 0,49 %.
Welche Nachteile hat Bitpanda?
Der größte Nachteil ist der Preis: 0,99 % Aufschlag für Bitcoin sind rund das Zehnfache dessen, was günstige Börsen im Spot-Handel nehmen. Dazu kommen fehlende Orderbücher, schwache Chartwerkzeuge und das Fehlen einer Einlagensicherung. Beim Margin Trading kostet die Finanzierung 0,18 % pro Tag.
Warum zahlt Bitpanda nicht aus?
In den meisten Fällen liegt es an der Verifizierung oder an den Auszahlungslimits. Eine Auszahlung setzt ein vollständig verifiziertes Konto voraus, und per Kreditkarte sind gar keine Auszahlungen möglich. Fiat-Auszahlungen laufen über SEPA. Wer trotz erfüllter Voraussetzungen kein Geld erhält, wendet sich an den Support, der ausschließlich über Tickets erreichbar ist.
Ist mein Geld bei Bitpanda sicher?
Bitpanda verwahrt Kundenbestände getrennt vom Firmenvermögen und hält den Großteil offline im Cold Storage. Eine Einlagensicherung wie bei Bankguthaben gibt es nicht, weil Kryptowerte nicht darunter fallen. Wer die volle Kontrolle will, überträgt seine Coins auf eine eigene Wallet.
Welchen Hebel bietet Bitpanda?
Die gehebelten Token unter „Leverage“ sind auf 2x begrenzt, weil sie als CFD gelten. Über das separate Margin Trading nennt Bitpanda dagegen bis zu 10x auf über 120 Kryptowerte und bis zu 20x auf mehr als 875 Aktien und ETFs.
Wie viele Nutzer hat Bitpanda?
Bitpanda nennt nach eigenen Angaben über 7 Millionen Nutzer. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter aus über 50 Nationen und wurde 2014 in Wien gegründet.
Was ist der Bitpanda-Token Vision (VSN)?
Vision (VSN) ist seit dem 16. Juli 2025 der hauseigene Token von Bitpanda. Er ersetzt die früheren Token BEST und PAN, die an diesem Tag zusammengelegt wurden. Wer VSN hält und damit die Gebühren zahlt, bekommt nach Anbieterangaben 20 Prozent Rabatt auf die Handelsgebühr.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.
Für diesen Artikel wurden die Angaben von Bitpanda zu Gebühren, Limits und Unternehmenszahlen mit den Bekanntmachungen der BaFin und der österreichischen FMA abgeglichen. Stand aller Zahlen ist der 25. August 2026. Belege zu Lizenz und Sanktion sind im Text verlinkt.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.


















