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Wertpapierbörse: Was passiert da? (2022)

Den Begriff Börse kennt jeder. Vereinfacht stellten Börsen einen Marktplatz für einen regulierten und organisierten Handel dar. Aber was genau ist eine Wertpapierbörse? Was unterscheidet diese von anderen Handelsplätzen? Und zu welcher Uhrzeit kann ich in Deutschland an der größten Börse der Welt der Wall Street traden? Genau diese Fragen gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

Was ist eine Wertpapierbörse?

Eine Wertpapierbörse (auch Effektenbörse genannt) ist eine Börse, an der (primär oder ausschließlich) das Handelsobjekt Wertpapier getradet wird.

Dies unterscheidet eine Wertpapierbörse also von anderen Börsenarten, da Börsen entsprechend ihrer Handelsobjekte klassifiziert werden. So werden an Warenbörsen bspw. Rohstoffe und Naturprodukte gehandelt.

Terminbörsen sind hingegen auf das Traden von Termingeschäften wie Futures oder Optionen ausgelegt. An Devisenbörsen wird der Handel mit fremden Währungen vorgenommen, diese betreffen also das Forex Trading. In Rentenmärkten werden Anleihen und Teilschuldverschreibungen (auch Rentenpapiere genannt) gehandelt.

Wertpapierbörsen sind also zentralisierte Orte, an denen Aktien von öffentlich gehandelten Unternehmen gekauft und verkauft werden. Ihr Portfolio ist jedoch auf den Handel von zugelassenen Vermögenswerten beschränkt. Dementsprechend unterliegen Investoren und notierte Unternehmen natürlich strengeren Vorschriften. Und genau das unterscheidet eine Wertpapierbörse vom Over-the-Counter(OTC)-Aktienhandel: Die Transaktionen werden an der Börse vermittelt und nicht direkt zwischen zwei Parteien abgewickelt.

Was für Wertpapiere gibt es?

Die namensgebenden Wertpapiere existieren in verschiedenen Arten. Die gängigsten Vertreter sind in dieser kurzen Liste ersichtlich:

Was wird an einer Wertpapierbörse gehandelt?

An Wertpapierbörsen werden hauptsächlich (nicht ausschließlich) die soeben aufgezählten Wertpapierarten getradet.

Die Geschichte von Wertpapierbörsen

Die ersten historischen Börsen waren Warenbörsen, auf denen Trader bereits im Mittelalter nachweislich ihrem Treiben nachgingen. Natürlich unterscheiden sich diese in vielen Punkten von den Börsen, wie wir sie heute kennen.

Die erste Wertpapierbörse weltweit wurde ab 1409 in Brügge vor dem Haus der van der Beurse abgehalten, um Güter und Wechsel in Abwesenheit zu handeln. Als erste reine Wertpapierbörse gilt die am 23.01.1571 eröffnete Royal Exchange in London.

Die Hamburger Börse wurde als erste deutsche Börse bereits seit 1558 als Mischbörse abgehalten. Der regelmäßige Wertpapierhandel begann hier 1815. Die Frankfurter Börse öffnete ihre Pforten ab dem 09.09.1585, primär als Wechselbörse.

In den vergangenen Jahrhunderten etablierte sich die Unternehmensform Aktiengesellschaft (AG) immer mehr. Dementsprechend nehmen insbesondere (mit der zunehmenden Digitalisierung) immer mehr Gesellschaftsschichten am Börsenleben teil.

Wo befinden sich die größten Wertpapierbörsen der Welt?

In diesem Abschnitt stelle ich Ihnen einige der größten Wertpapierbörsen der Erde kurz und knapp vor. Neben den wichtigsten Informationen finden Sie zudem die Handelszeiten nach Ortszeit und Mitteleuropäischer Zeitzone (MEZ). Letztere Werte können wegen der hiesigen Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeiten abweichen. Für weitere Informationen empfehle ich Ihnen wärmstens die Blogbeiträge zu den einzelnen Börsen hier auf Kagels Trading.

New York Stock Exchange (NYSE) „Wall Street“

Das Bild zeigt das Gebäude der New York Stock Exchange samt Schriftzug und US-Flagge.

Die wohl berühmteste Börse der Welt dürfte die an der gleichnamigen Wall Street ansässige New York Stock Exchange sein. Mit der Unterzeichnung des Buttonwood Agreements am 17.05.1792 in der Wall Street 68 schufen 24 Broker bereits frühzeitig das Fundament für die mittlerweile größte Wertpapierbörse der Welt. Ihre Marktkapitalisierung betrug im Juli 2018 solide 28.528 Milliarden US-Dollar.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Aktien, Renten, Futures, Optionen
  • Hauptindex: Dow Jones Industrial Average
  • Handelszeit (Ortszeit): 9:30 – 16:00 Uhr
  • Handelszeit (MEZ): 15:30 – 22:00 Uhr

National Association of Securities Dealers Automated Quotations (NASDAQ)

Die NASDAQ mit Sitz in New York wurde 1971 gegründet und ist derzeit die größte elektronische Börse der USA. 2017 belegte sie mit einer Marktkapitalisierung von 8.831 Milliarden US-Dollar weltweit den zweiten Rang, nach der Wall Street.

  • Hauptindex: NASDAQ Composite
  • Handelszeit (Ortszeit): 9:30 – 16:00 Uhr
  • Handelszeit (MEZ): 15:30 – 22:00 Uhr
  • erweiterte Handelszeiten (Ortszeit): 7:00 – 9:30 Uhr & 16:00 – 20:00 Uhr
  • erweiterte Handelszeiten (MEZ): 13:00 – 15:30 Uhr & 22:00 – 02:00 Uhr

JPX in Tokio

Die Tokioter Börse ist die größte Börse in Japan und Ostasien. Mit 5.608 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung war sie 2017 die drittgrößte Börse des Sonnensystems.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Wertpapiere, Terminhandel, Optionen
  • Hauptindex: TOKYO PRICE INDEX (TOPIX), NIKKEI 225
  • Handelszeit (Ortszeit): 9:00 – 11:30 Uhr & 12:30 – 15:00 Uhr
  • Handelszeit (MEZ): 1:00 – 3:30 Uhr & 4:30 – 7:00 Uhr

London Stock Exchange (LSE)

Die Londoner Börse ist einer der ältesten Börsen Europas. Ihre Geschichte begann bereits 1698, als die Royal Exchange Aktienhändler wegen unangebrachten Verhaltens ausschloss. Diese bleiben natürlich nicht untätig, schlossen sich erneut zusammen und eröffneten 1773 The Stock Exchange, die 1801 formell gegründet wurde. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung erreichte sie 2017 den dritten Platz mit 6.187 Milliarden US-Dollar.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Wertpapiere, Fonds, Rentenpapiere, Optionsscheine
  • Hauptindex: FTSE 100
  • Handelszeit (Ortszeit): 8:00 – 17:30 Uhr
  • Handelszeit (MEZ): 9:00 – 18:30 Uhr

SIX Swiss Exchange in Zürich

Die Schweizer Börse SIX mit Sitz in Zürich ist die größte Schweizer Börse. Sie entstand aus dem Zusammenschluss der Börsen Genf, Basel und Zürich in den Verein Schweizerische Effektenbörse. Mit einer Marktkapitalisierung von 1.643 Milliarden US-Dollar (2017) belegt die SIX einen Platz unter den Top 20 der größten Börsen weltweit.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Aktien, Anleihen, ETFs & Fonds, Derivate
  • Hauptindex: SMI
  • Handelszeit (Ortszeit/MEZ): 9:00 – 17:30 Uhr

Shanghai Stock Exchange (SSE)

Die Börse Shanghai ist eine der jüngeren Wertpapierbörsen. Sie ging erst 1990 in Betrieb, zählt jedoch bereits als eine der wichtigsten Börsen auf dem chinesischen Festland. Mit rund 3.986 Milliarden US-Dollar belegte sie 2017 den globalen vierten Platz nach Marktkapitalisierung.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Wertpapiere
  • Hauptindex: SSE
  • Handelszeit (Ortszeit): 9:30 – 15:00 Uhr
  • Handelszeit (MEZ): 3:30 – 9:00 Uhr

Bombay Stock Exchange (BSE)

Die Bombay Stock Exchange wurde 1875 als erste Börse Asiens gegründet. Sie ist in Mumbai (dem ehemaligen Bombay) ansässig und gilt neben der National Stock Exchange of India (NSE) als wichtigste Börse Indiens. Ihre Marktkapitalisierung betrug 2017 satte 2.063 Milliarden US-Dollar.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Wertpapiere
  • Hauptindex: SENSEX
  • Handelszeit (Ortszeit): 9:15 – 15:30 Uhr
  • Handelszeit (MEZ): 5:45 – 12:00 Uhr

Welche Wertpapierbörsen gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es derzeit sieben Börsenplätze. Diese lauten in alphabetischer Reihenfolge: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

Alles diese Börsen werden gemäß dem Börsengesetz (BörsG) organisiert. Hinzu kommt eine individuelle Börsenordnung, die vom Börsenrat erlassen und von der Börsenaufsichtsbehörde genehmigt werden muss. Diese Ordnung legt die Handelsgegenstände fest.

Frankfurter Wertpapierbörse (FWB)

Das Bild zeigt die Börse Frankfurt von innen.

An der weltweit bekannten Frankfurter Börse werden primär Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen gehandelt. Diese Börse betreibt zusätzlich Handelsplattformen wie das Frankfurter Börsenparkett. Sie gilt als technisch up-to-date und stellt eine der führenden elektronischen Handelsplattformen Xetra zur Verfügung. Diese bietet auch ausländischen Marktteilnehmern attraktive Rahmenbedingungen.

Die FWB ist einer der weltweit größten Handelsplätze für Wertpapiere und zugleich die größte deutschen Börse. Träger ist die Deutsche Börse AG, welche das Funktionieren des Börsenhandels sicherstellt. Die Börse zu Frankfurt ist bereits stark international aufgestellt. So stammen ca. 50 % der rund 200 Marktteilnehmer aus dem Ausland.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Aktien, Anleihen, Fond, ETFs & ETNs, Immobilien, Rohstoff-ETCs
  • Hauptindex: DAX
  • Handelszeit (Ortszeit/MEZ): 8:00 – 20:00 Uhr

Hamburger Börse

Die Börse Hamburg existiert seit 1558 und arbeitet seit 1999 gemeinsam mit der Niedersächsischen Börse in Hannover unter der Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG. Sie gilt als innovativ und hat mit dem Handel offener Investmentfonds Pionierarbeit geleistet. Dieses Geschäftsfeld wird derzeit von allen deuschen Wertpapierbörsen bedient. Die Hamburger Börse ist zudem Marktführer im Bereich Zweitmarkthandel von geschlossenen Fonds.

Für private Anleger sind besonders die detaillierten Preis- und Ausführungsgarantieren und diverse Services wie der wöchentliche Newsletter, Seminare und der jährliche Börsentag interessant.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Wertpapiere, Versicherungen, Immobilien, Getreide, Kaffee
  • Hauptindex: DAX, GCX, FOXX, HASPAX, NISAX20
  • Handelszeit (Ortszeit/MEZ): 8:00 – 20:00 Uhr

Baden-Württembergische Wertpapierbörse (Börse Stuttgart GmbH)

Die Börse Stuttgart besteht aus einem öffentlich-rechtlichen und einem privatrechtlichem Teil. Trägergesellschaft ist die Baden-Württembergische Werpapierbörse GmbH, welche die Börse und deren Freiverkehr betreibt. Zudem werden Dienstleistungen in den Bereichen Information, Schulung, Bildung und technische Unterstützung angeboten. Zusätzlich betreibt die GmbH auch noch die Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX), als Deutschlands ersten regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte.

  • Hauptsächliche Handelsgüter: Anlageprodukte, Hebelprodukte, Aktien, Anleihen, Fond, ETFs & ETCs
  • Hauptindex: DAX
  • Handelszeit (Ortszeit/MEZ): 8:00 – 20:00 Uhr

Was passiert an Wertpapierbörsen?

Die Kernfunktionen von Wertpapierbörsen sind:

  • die Feststellung von Börsenpreisen für Wertpapiere
  • das Zusammenführen von Angebot und Nachfrage nach Wertpapieren, damit die Ermöglichung des Zugangs für Unternehmen zum Kapitalmarkt
  • die Ausführung von Börsengeschäften

Ein wichtiger Punkt ist also die beaufsichtigte Preisbildung. Deren Ziele sind:

  • die Bildung transparenter und effizienterer Märkte,
  • die Verringerung der Transaktionskosten und
  • der Schutz aller Beteiligten vor Manipulationen.

Derartige Börsen dienen also als Handelsplatz für Vermögensrechte, bspw. am Eigenkapital von Unternehmen in Form von Aktien.

An der Börse kommen also die Aufträge vieler Käufer und Verkäufer zusammen. Und das, obwohl man sich nicht persönlich kennen bzw. treffen muss. Die Assets müssen (dank elektronischer Abwicklung) zumeist nicht einmal mehr physisch übergeben werden!

Welchen wirtschaftlichen Nutzen haben Wertpapierbörsen?

Wertpapierbörsen unterstützen die Finanzierung von Unternehmen und Staaten in beispiellosem Maße, da Unternehmen durch den erhöhten Kapitalzufluss mehr bzw. besser investieren und somit wachsen können. Jene Gelder können bspw. werden genutzt, um an neuen Produkten zu forschen, Maschinen zu erwerben oder neue Arbeitsplätze zu schaffen. Einige Experten sind davon überzeugt, dass bedeutende technologische Fortschritte (bspw. in den Bereichen Infrastruktur oder Informationstechnologie) ohne vorherige Investitionen über eine Börse nicht möglich gewesen wären.

Wertpapierbörsen bieten regulierte Marktplätze für den entsprechenden Handel und gelten als essenzieller Bestandteil für eine Volkswirtschaft. Unternehmen erhalten hier die Möglichkeit ihre Projekte mit dem Kapital von Investoren zu finanzieren. Börsen unterstützen Unternehmen also bei der Suche nach Kapital inklusive investitionswilliger Besitzer. Es entsteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Wertpapierbörsen erfüllen primär drei Funktionen. Hier ist zuerst die Marktbildungsfunktion zu nennen. Diese umfasst die Organisation des Wertpapierhandels durch den hohen Organisationsgrad einer Börse. Hinzu kommt die Finanzierungsfunktion, da die Börse Kapitalbedarfs von Emittenten auf dem Primärmarkt decken und für einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Sekundärmarkt sorgen soll. Dann wäre da noch die Zirkulationsfunktion, also die Erzeugen von Marktliquidität und -transparenz und das Ermöglichen einer Kursbildung. Das Ganze wird mit dem Bereitstellen von Marktdaten abgerundet, damit die Marktteilnehmer sich angemessen über das Wertpapier der Wahl informieren können.

Der Zweck von Wertpapierbörsen liegt also nicht unbedingt primär bei der Emission von Wertanlagen. Stattdessen geht es darum, den Wertpapierhandel möglichst angenehm zu gestalten. Gemäß der modernen Finanzmarkttheorie werden Börsen in diesem Sinne auch als Dienstleistungsunternehmen bezeichnet.

Wer handelt an einer Wertpapierbörse?

Die Marktteilnehmer beim Wertpapierhandel können prinzipiell in zwei Gruppen unterteilt werden: Unternehmen und Anleger bzw. Investoren.

Die Unternehmen müssen zumeist gewisse Normen erfüllen, bevor sie an Wertpapierbörse notiert werden dürfen. Derartige Voraussetzungen können bei jeder Börse variieren. Bei der NASDAQ müssen Unternehmen bspw. einen Marktwert von min. 70 Millionen US-Dollar nachweisen, an der Wall Street müssen es sogar min. 100 Millionen US-Dollar sein.

Die notierten Firmen nutzen die Wertpapierbörse als Ort, um mit internationalen Anlegern oder Anlegergruppen ins Gespräch zu kommen und ihnen die Vorteile einer Investition schmackhaft zu machen. Ihr Ziel ist die Beschaffung von Kapital und die Erhöhung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Die Notierung an einer Börse erhöht den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens massiv und ist zudem der Grundstein für eine börsliche Unternehmensbewertung.

Auf der anderen Seite bieten sich Investoren und Anlegern somit zahlreiche Investitionsmöglichkeiten für den Wertpapierhandel. Sie profitieren beim Trading von den einheitlichen Regeln für alle Marktteilnehmer und können zudem den örtlichen Informationsdienst nutzen, um sich über interessante Unternehmen und deren Wertpapiere zu informieren.

Darf ich an einer Wertpapierbörse handeln? Falls ja: Wie?

Prinzipiell darf jede geschäftsfähige Person Aktien an einer Börse kaufen. Hierfür wird jedoch ein Finanzdienstleister (bspw. eine Bank) benötigt. Mit dem Kauf einer Aktie werden Sie Miteigentümer am Unternehmen und sind dazu berechtigt an dessen wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben.

Vor- & Nachteile von Wertpapierbörsen

Hier eine kurze Übersicht über die Vor- und Nachteile von Wertpapierbörsen, die für notierte Unternehmen und handelnde Privatpersonen gelten.

Pro

Prestige: Eine Notierung gilt insbesondere bei älteren Börsen wie Amsterdam, London und New York als großer Pluspunkt. Das Finden von Investoren erweist sich für Unternehmen an der Börse als wesentlich einfacher, da Erstere viel schneller auf gelistete Firmen aufmerksam werden.

geringeres Adressenausfallrisiko: Die stärker ausgeprägte Regulierung an Wertpapierbörsen sorgt für Sicherheit unter den Marktteilnehmern. Sie entfällt logischerweise bei außerbörslichem Handel.

einfacherer Zugang: Trader können per Online-Brokerage-Firmen mittlerweile leicht Zugang zu Werpapierbörsen erhalten. Dies ermöglicht einer wesentlich größeren Anzahl von Privatanlegern das gewinnbringende Ausnutzen kurzfristiger Marktbewegungen. Diese Trader bringen natürlich auf Kapital zum Markt, was Liquidität erhöht. Der Handel an Wertpapierbörsen ist somit de facto nicht mehr nur instituionellen Tradern vorenthalten, sondern (insbesondere mit der zunehmenden Digitalisierung) auch für Jedermann erschwinglich.

zentraler Marktplatz: Wertpapierbörsen bringen Käufer und Verkäufer (also Angebot und Nachfrage) zusammen und bieten so ideale Rahmenbedingungen für einen transparenten, fairen und sicheren Handel.

angenehmerer Wertpapierhandel: Der Handel an der Börse verringert den Aufwand, senkt die Kosten und schafft eine seriöse Basis für den Erstkontakt mit potenziellen Vertragspartnern.

Contra

Kosten & Aufwand: Der Prozess der Notierung an einer Wertpapierbörse kann sich für Unternehmen als zeitaufwendig und teuer erweisen. Zudem sollte der eigenen Verantwortung gegenüber den Aktionären (welche nun einen Anteil am Unternehmen besitzen) ab diesem Zeitpunkt noch mehr Beachtung geschenkt werden.

Volatilität: Das Trading an einer Wertpapierbörse ist leider kein Garant für Stabilität, trotz riesiger Marktkapitalisierung und der Masse an beteiligten Institutionen. Es können stets stärkere Schwankungen bei den Aktienkursen auftreten, die bspw. durch politische oder wirtschaftliche Nachrichten weltweit verursacht werden.

Risiko „Börsencrash“: Ein Crash tritt glücklicherweise nur sehr selten auf, ist aber dennoch im Bereich des Möglichen! Sie können den Wert von Aktien signifikant verringern und mitunter sogar zu langfristigen Wirtschaftsdepressionen führen.

Meine Empfehlung: Gehen Sie auf Nummer sicher und beziehen Sie diese Möglichkeit in Ihre Trading-Strategie ein. Prüfen Sie Ihr Risikomanagement und passen Sie ihre Strategie ggf. an, um stets die Kontrolle zu behalten! Bewusstes Risikomanagement hält Ihre Verluste möglichst gering und schont die Nerven abseits der Charts.

Fazit

Alles in allem sind Wertpapierbörsen also genau das, was ihr Name bereits sagt: regulierte Marktplätze für den Wertpapierhandel. Hier können sich Unternehmen, Anleger und Investoren nach potenziellen Vertragspartnern umsehen und gemäß den einheitlichen Regeln handeln. Diese tragen mit den hierdurch ermöglichten Investitionen und Projekten ganz nebenbei ihren Anteil zur Volkswirtschaft und dem Fortschritt bei.

Selbst Privatanleger dürfen Wertpapiere an diesen Börsen handeln, so sie geschäftsfähig sind und über einen entsprechenden Finanzdienstleister verfügen. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob man sich für die paar Aktien in der heutigen Zeit nicht lieber einfach eine Trading-App wie Trade Republic herunterlädt und alles ganz bequem von der Couch aus steuert.

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