Was ist dxFeed? Marktdaten für Trader erklärt (2026)

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2026

|

9 Min

Karsten Kagels

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Karsten Kagels

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Wer mit ATAS, Bookmap oder Quantower handelt, bezieht seine Kursdaten in vielen Fällen von dxFeed, oft ohne es zu wissen. Der Marktdaten-Anbieter aus der Devexperts-Gruppe sammelt Tick-Daten von Börsen wie CME, Nasdaq und Eurex und liefert sie an Trading-Plattformen weiter. Für Order-Flow-Trader ist die Qualität dieser Daten entscheidend: Wer Markttiefe analysiert, braucht jede einzelne Order, nicht nur einen verzögerten Kurs.

Dieser Bericht erklärt, was dxFeed macht, was die Datenpakete kosten und für wen sich das Angebot lohnt. Die Bewertungsgrundlage sind die Anbieterangaben von dxfeed.com, die im Juli 2026 live geprüften Preise des Retail-Portals sowie öffentliche Bewertungen auf Trustpilot und Google. Einen eigenen Langzeittest haben wir nicht durchgeführt, das kennzeichnen wir entsprechend. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

dxFeed in 30 Sekunden erklärt

  • Market Data Provider für Echtzeit-Börsendaten: kein Broker, sondern reiner Datenlieferant für Trading-Plattformen wie Bookmap, ATAS und Quantower
  • Tick-genaue Daten von Börsen wie NYSE, Nasdaq, CME und Eurex mit niedriger Latenz: entscheidend für Order-Flow- und Volumen-Analysen
  • Historische Daten mit „Time Machine“-Funktion zum tick-genauen Replay vergangener Marktsituationen: nützlich für Backtesting und Strategieentwicklung
  • Kosten ab 19 Dollar monatlich für Retail-Trader, je nach Börsenpaket und Plattform. Gebucht wird über das dxFeed-Retail-Portal oder die jeweilige Trading-Software
  • Zielgruppe: primär B2B-Geschäft mit Brokern, Prop-Firmen und Plattformanbietern. Privattrader nutzen die Daten indirekt über ihre Trading-Plattform

Was macht dxFeed? Der Marktdaten-Spezialist erklärt

Wer Bookmap oder ATAS nutzt, stößt unweigerlich auf den Namen dxFeed. Doch was steckt dahinter?

dxFeed ist ein Marktdaten-Anbieter der Devexperts-Gruppe, der Echtzeit- und historische Börsendaten sammelt, normalisiert und an Trading-Plattformen wie ATAS, Bookmap und Quantower liefert.

Einfach gesagt liefert dxFeed die Kursdaten, die in deiner Trading-Software angezeigt werden, in Echtzeit und direkt von den Börsen. Kein Broker, kein Orderausführungssystem, sondern ein spezialisierter Datenlieferant, der laut eigener Angabe rund 2,5 Millionen Finanzinstrumente von Handelsplätzen weltweit abdeckt: Aktien, Futures, Optionen, Indizes, Devisen und Kryptowährungen.

Wer steckt hinter dxFeed?

Hinter der Marke steht die Devexperts-Gruppe, ein Software-Anbieter für die Finanzindustrie. dxFeed ist seit mehr als zehn Jahren am Markt und betreibt mit der dxFeed Solutions DE GmbH eine eigene Niederlassung in München. Für Trader aus dem DACH-Raum heißt das: Es gibt einen deutschen Ansprechpartner, auch wenn Verträge und Portal auf Englisch laufen.

UnternehmendxFeed (Devexperts-Gruppe), Niederlassung in Deutschland: dxFeed Solutions DE GmbH, München
ProduktEchtzeit- und historische Marktdaten für Trading-Plattformen und Institutionen
Abdeckungrund 2,5 Millionen Finanzinstrumente (laut eigener Angabe): Aktien, Futures, Optionen, Forex, Krypto
Datenvolumenbis zu 10 Terabyte Rohdaten täglich, über 500 Terabyte historischer Tick-Speicher (laut eigener Angabe)
PlattformenATAS, Bookmap, Quantower, NinjaTrader, MotiveWave, Exocharts, Volumetrica u. a.
Kosten Retailab 19 Dollar monatlich je Börsenpaket (Non-Professional, Stand Juli 2026)
ZielgruppeBroker, Prop-Firmen, Plattformanbieter; Privattrader indirekt über ihre Software

Warum ist dxFeed relevant?

Kostenlose Broker-Feeds zeigen Kurse oft mit 15 Minuten Verzögerung. Für Daytrader im Bereich Order Flow oder Volumen-Analyse sind solche Daten wertlos. dxFeed arbeitet stattdessen mit Tick-genauen Daten und niedriger Latenz, sodass jede Order und jeder Trade ohne Lücken erfasst wird.

Tick-Daten erfassen jede einzelne Kursänderung und jeden Trade eines Marktes, statt Kurse zu Intervallen zusammenzufassen.

Laut Anbieter fließen täglich bis zu 10 Terabyte an Rohdaten durch die Systeme. Diese Datenmenge erfasst Kursbewegungen, Orders und Trades von Märkten wie NYSE, Nasdaq, CME und Eurex. Der historische Speicher umfasst nach Firmenangaben mehr als 500 Terabyte komprimierter Tick-Daten.

dxFeed Kennzahlen: Endnutzer, Streaming-Clients und Datenvolumen laut Anbieter
Kennzahlen des Unternehmens laut eigener Darstellung.

Wie kommst du als Trader an dxFeed-Daten?

Anders als viele denken, arbeiten Retail-Trader selten direkt mit dem Unternehmen. Stattdessen nutzt du eine Trading-Plattform wie Bookmap, ATAS oder Quantower, während diese ihre Daten im Hintergrund von dxFeed bezieht. Die Buchung läuft über das Retail-Portal get.dxfeed.com oder direkt in der Software.

Ein Beispiel macht das deutlicher: Du handelst Futures an der CME und gleichzeitig Aktien an der NYSE. Ohne zentralen Datenanbieter bräuchtest du zwei separate Abos, was teuer und umständlich wäre. dxFeed bündelt beide Märkte in einem Feed über eine zentrale Datenverarbeitungsstation, den sogenannten Ticker Plant, der die Kurse verschiedener Börsen normalisiert und in einheitlichem Format bereitstellt.

Was unterscheidet dxFeed von Standard-Feeds?

Drei Merkmale heben den Anbieter von einfachen Broker-Feeds ab:

  • Historische Tick-Daten: dxFeed speichert nicht nur Echtzeitkurse. Die „Time Machine“-Funktion spielt vergangene Marktsituationen exakt nach, das hilft beim Backtesting und bei der Analyse einzelner Setups.
  • Globale Abdeckung: Neben klassischen Aktienmärkten wie NYSE und Nasdaq deckt der Feed auch Futures (CME, Eurex), Optionen, Forex und Kryptowährungen ab. Alles läuft über eine zentrale Schnittstelle.
  • Cloud-Speicherung: Historische Daten liegen komprimiert in der Cloud und bleiben jederzeit abrufbar. Das System skaliert mit den Anforderungen, vom Einzeltrader bis zur Prop-Firma mit 50 Accounts.

Die Time Machine ist eine dxFeed-Funktion, die historische Marktsituationen tick-genau nachspielbar macht.

Für wen ist dxFeed relevant?

Primär für aktive Trader, die auf präzise Marktdaten angewiesen sind, besonders im Bereich Order Flow Trading und Volumen-Analyse. Wer mit Tools wie Bookmap arbeitet, nutzt häufig dxFeed-Daten, ohne es explizit zu merken.

Darüber hinaus setzen Prop-Trading-Firmen und spezialisierte Daytrader auf die Infrastruktur, während auch Broker, Fintech-Startups und Analyseplattformen die Daten in ihre Systeme integrieren. Eine Übersicht weiterer Anbieter findest du in unserem Trading-Software-Vergleich.

Eine Grenze gehört klar benannt: dxFeed ist kein Broker und führt keine Trades aus. Das Unternehmen liefert ausschließlich die Informationsgrundlage. Interpretation und Handelsentscheidung bleiben bei dir.

dxFeed Kunden: Beispiele für Broker und Plattformen, die den Datenfeed nutzen
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So funktioniert dxFeed: Technologie und Datenströme

Hinter den Kursen in deiner Trading-Plattform steckt eine komplexe Dateninfrastruktur. dxFeed verbindet sich direkt mit den Feeds der Börsen und verarbeitet sie in Echtzeit.

Von der Börse zum Trader

Wenn an der NYSE eine Order ausgeführt wird, sendet die Börse diese Information an ihre angeschlossenen Datenanbieter. dxFeed empfängt die Daten über Feed Handler, also spezialisierte Software-Module für jede Börse. Diese normalisieren die Daten, sodass eine Order von der NYSE dasselbe Format hat wie eine Order von der Eurex. Der Prozess läuft in Millisekunden ab.

Die normalisierten Daten fließen in den Ticker Plant, wo sie gespeichert, indiziert und für die Weiterverteilung vorbereitet werden. dxFeed nutzt hierfür das selbst entwickelte QDS (Quick Data System), das auf hohe Performance und Skalierbarkeit ausgelegt ist.

Ein Ticker Plant ist die zentrale Datenverarbeitungsstation eines Marktdaten-Anbieters, die Kursdaten verschiedener Börsen empfängt, normalisiert und in einheitlichem Format weiterverteilt.

Level-1- und Level-2-Daten: der Unterschied

Beim Buchen eines Datenpakets entscheidest du dich zwischen zwei Datentiefen, im dxFeed-Portal heißen sie Top of Book und Market Depth:

Level-1-Marktdaten zeigen den besten Geld- und Briefkurs sowie den letzten gehandelten Preis eines Instruments.

Level-2-Marktdaten zeigen zusätzlich die Markttiefe, also die im Orderbuch liegenden Kauf- und Verkaufsorders auf mehreren Preisstufen.

Für klassisches Charttrading reicht Level 1 meist aus. Wer dagegen Orderbuch-Strukturen wie Absorption oder Iceberg-Orders erkennen will, kommt um Level-2-Daten nicht herum. Der Preisunterschied ist überschaubar: Beim CME-Paket liegen zwischen beiden Stufen 20 Dollar im Monat.

API-Zugang für Trading-Plattformen

Plattformen wie Bookmap greifen über verschiedene APIs auf die Daten zu. dxFeed bietet Schnittstellen für mehrere Programmiersprachen an: Java, C++, .NET und Python. Die meisten Retail-Anwendungen nutzen die WebSocket-Verbindung, während institutionelle Anwender oft auf das FIX-Protokoll oder direkte TCP-Verbindungen setzen. Seit 2026 baut der Anbieter sein Werkzeug-Angebot zudem um KI-Funktionen aus, etwa die Scripting-Sprache dxScript.

Cloud-Speicherung und globale Infrastruktur

Das Unternehmen speichert die täglich anfallenden Rohdaten komprimiert, aber in voller Tick-Genauigkeit in der Cloud. Die Infrastruktur läuft auf Rechenzentren an mehreren Standorten in den USA und Europa. Diese geografische Verteilung sorgt für niedrige Latenz, egal wo du dich befindest.

dxFeed in der Praxis: Plattform-Integrationen

Als Retail-Trader nutzt du dxFeed selten direkt, sondern über Trading-Plattformen, die auf die Daten zugreifen. Diese integrieren den Feed über APIs und stellen die Marktdaten in ihrem Interface dar.

Bookmap mit dxFeed-Daten: Heatmap-Darstellung des Orderbuchs
Bookmap visualisiert die Markttiefe aus dem dxFeed-Datenstrom als Heatmap.

Bookmap und Order-Flow-Visualisierung

Bookmap bezieht Full Depth Data von US-Aktien und Futures (CME, ICE) über dxFeed. Die Besonderheit liegt in der Heatmap-Visualisierung des Orderbuchs, die zeigt, wo sich Liquidität ansammelt.

dxFeed liefert hier nicht nur die obersten Preislevels, sondern die komplette Markttiefe. Das ist wichtig für die Identifikation von Iceberg-Orders oder Algo-Aktivität.

ATAS und Cluster-Analyse

ATAS nutzt dxFeed-Daten von CME, Eurex und Nasdaq für Cluster-Charts und Volume Profiles. Jede Kerze wird in ihre Volumenbestandteile zerlegt, sodass sichtbar wird, auf welchem Preislevel gehandelt wurde. Seit 2025 bietet ATAS auch historische DOM-Levels als Heatmap an, eine erweiterte Kooperation macht diese Tiefenanalyse möglich.

HeldenTrader für deutsche Trader

HeldenTrader wurde von der deutschen Prop-Trading-Firma Heldental entwickelt. Die Software greift auf Echtzeitdaten für US-Aktien zu und richtet sich primär an Trader im Heldental-Programm.

HeldenTrader Software: Plattform der Prop-Firma Heldental mit dxFeed-Anbindung
HeldenTrader gehört zu den Plattformen mit dxFeed-Datenfeed.

Weitere Integrationen

Die Liste der angebundenen Plattformen ist zuletzt deutlich gewachsen. NinjaTrader fokussiert sich auf Futures, Optimus Flow auf Volumen-Analyse und MotiveWave auf Elliott-Wellen-Charting. Dazu kommen Orderflow-Spezialisten wie Exocharts, Volumetrica und Deepcharts, deren Erfahrungsbericht du bei uns findest.

Die Bandbreite zeigt: dxFeed-Daten funktionieren als technische Basis für verschiedene Analysemethoden, vom klassischen Charting bis zur detaillierten Marktmikrostruktur. Welche Börsenpakete verfügbar sind, unterscheidet sich allerdings je nach Plattform.

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dxFeed Kosten: Was kostet der Datenfeed?

Die Preisfrage ist zweigeteilt, weil dxFeed unterschiedliche Zielgruppen bedient. Retail-Trader zahlen feste Paketpreise, institutionelle Kunden verhandeln individuell. Wichtig ist außerdem der Subscriber-Status: Die hier genannten Preise gelten für Non-Professionals, also Privattrader ohne institutionelle Anbindung.

dxFeed Preise 2026: aktuelle Kosten der Datenpakete für ATAS im Retail-Portal
Die aktuelle Preisliste im Retail-Portal am Beispiel ATAS (Stand Juli 2026).

Retail-Preise über das dxFeed-Portal

Für Privattrader ist get.dxfeed.com die zentrale Anlaufstelle. Dort buchst du Abos für Plattformen wie ATAS, Quantower, NinjaTrader oder Exocharts; für Bookmap und MultiCharts leitet das Portal direkt zum Anbieter weiter. Die Preise variieren je nach Börse und Datentiefe.

Preise am Beispiel ATAS (Non-Professional, Stand Juli 2026):

  • Einstieg ab 19 Dollar monatlich: einzelne Top-of-Book-Pakete, etwa CME Top of Book für den besten Bid- und Ask-Kurs
  • CME Group Market Depth (CME, CBOT, NYMEX, COMEX): 99 Dollar monatlich mit voller Markttiefe, alle CME-Märkte in einem Paket
  • Nasdaq TotalView + NBBO (US-Aktien mit Market Depth): 74 Dollar monatlich
  • Eurex Futures Level 2 (europäische Futures): 65 Dollar monatlich

Neu im Programm sind Bundles mit Paketrabatt: Das Futures Market Depth Bundle (CME Group plus Eurex Level 2) kostet 154 Dollar, das Futures Top of Book Bundle 78 Dollar und das US Equities Ultimate Bundle 179 Dollar monatlich. Wer mehrere Börsen braucht, spart damit 33 bis 67 Dollar gegenüber Einzelbuchung.

Ein ehrlicher Hinweis zur Einordnung: Für Gelegenheitstrader summieren sich die Gebühren schnell. Wer nur CME-Futures mit Markttiefe und US-Aktien handelt, liegt bereits bei rund 170 Dollar im Monat, zusätzlich zur Lizenz der Trading-Software.

Professional-Status und Business-Kunden

Wer als Professional Trader eingestuft wird, etwa durch institutionelle Anbindung, zahlt deutlich höhere Exchange-Gebühren. Die Selbsteinstufung fragst du beim Buchen im Portal ab.

Unternehmen, Prop-Firmen oder Softwareanbieter verhandeln Preise direkt mit dem Anbieter. Öffentliche Preislisten existieren für dieses Segment nicht, da jede Integration individuell kalkuliert wird.

dxFeed Erfahrungen und Support

Öffentliche Bewertungen sind rar, was an der Geschäftsstruktur liegt: Trader nutzen die Daten über ihre Trading-Plattform, nicht direkt bei dxFeed. Auf Trustpilot steht das Profil bei 3,9 von 5 Sternen, allerdings auf Basis von nur 5 Bewertungen (Stand Juli 2026). Das ist zu wenig für ein belastbares Urteil, wir werten es deshalb nicht als Qualitätssignal in die eine oder andere Richtung.

Aussagekräftiger ist die Kundenliste im B2B-Geschäft: etablierte Broker, Prop-Firmen und Plattformen wie ATAS oder Bookmap setzen langfristig auf dxFeed. Solche Partnerschaften entstehen nur bei zuverlässiger Datenqualität. Ein Ersatz für unabhängige Nutzerbewertungen ist das aber nicht.

Support und Demo-Zugang

dxFeed bietet laut eigener Angabe Support rund um die Uhr über ein Help-Desk-System für Business-Kunden. Retail-Trader erhalten Hilfe über das Zendesk-Portal des Retail-Angebots und über den Support ihrer jeweiligen Trading-Plattform. Abos lassen sich im Kundenportal mit einem Klick kündigen.

Direkte Demo-Accounts gibt es nicht. Plattformen wie ATAS oder Bookmap bieten aber kostenlose Trials an, in denen dxFeed-Daten enthalten sind.

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Alternativen zu dxFeed

dxFeed ist nicht alternativlos. Drei Anbieter tauchen in der Diskussion um Marktdaten für aktive Trader regelmäßig auf: IQFeed, Rithmic und CQG. Die Unterschiede liegen weniger in der Datenqualität als in Spezialisierung und Preisstruktur.

AnbieterFokusPreis/Monat (Stand Juli 2026)
dxFeedOrder Flow, Multi-Assetab 19 Dollar je Börsenpaket
IQFeedbreite Plattform-Unterstützungab 108,15 Dollar Grundgebühr plus Börsengebühren
RithmicFutures, niedrige LatenzAbrechnung meist über den Broker
CQGprofessionelle Komplettlösungauf Anfrage

  • IQFeed deckt ähnliche Märkte ab: US-Aktien, Futures, Optionen, Forex. Die Stärke liegt in der Plattform-Vielfalt, denn weit über 100 Trading-Programme unterstützen IQFeed nativ. Der Basisdienst kostet laut Bestellseite 108,15 Dollar monatlich, Börsengebühren kommen hinzu. Für reine Order-Flow-Analysen ist dxFeed damit meist die günstigere Wahl.
  • Rithmic konzentriert sich auf Futures-Märkte mit sehr niedriger Latenz im Mikrosekundenbereich. Die Datengebühren rechnest du in der Regel über deinen Futures-Broker ab. Aktien oder Börsen außerhalb der CME-Familie fehlen. Zielgruppe sind spezialisierte Futures-Daytrader und Scalper.
  • CQG bedient professionelle Händler mit einer integrierten Plattform für Daten, Charting und Orderausführung. Die Preise nennt der Anbieter nur auf Anfrage. Für Retail-Trader mit begrenztem Budget ist CQG meist keine Option.

Eine Abgrenzung noch: Wer nur mit TradingView chartet, braucht kein dxFeed-Abo. TradingView bringt eigene Datenpakete mit, die du direkt dort buchst. dxFeed lohnt sich erst, wenn deine Orderflow-Software einen externen Feed verlangt.

Fazit: Für wen lohnt sich dxFeed?

Aktive Trader mit Fokus auf Order Flow und Volumen-Trading profitieren von der Tick-Genauigkeit. Wer mit Bookmap oder ATAS arbeitet, nutzt meist ohnehin diese Infrastruktur, oft ohne es explizit zu merken. Die präzise Marktmikrostruktur rechtfertigt die Kosten dort, wo jede Order und jeder Trade zählt.

Für systematische Trader bieten die historischen Daten eine solide Backtesting-Grundlage. Vergangene Marktsituationen lassen sich tick-genau nachspielen, Strategietests laufen ohne Datenlücken.

Gelegenheitstrader mit Tages-Charts benötigen diese Detailtiefe nicht, für sie reichen kostenlose Broker-Feeds aus. Der Preisrahmen von 19 bis 179 Dollar monatlich richtet sich an Trader, die professionelle Marktdaten aktiv einsetzen: für Intraday-Strategien, Order-Flow-Analysen oder Algo-Trading.

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Häufige Fragen zu dxFeed

Ist dxFeed ein Broker?

Nein. dxFeed ist ein reiner Marktdaten-Anbieter und führt keine Trades aus. Für die Orderausführung brauchst du zusätzlich einen Broker, etwa Interactive Brokers oder AMP Futures.

Was kostet dxFeed für Privattrader?

Einzelne Börsenpakete starten bei 19 Dollar monatlich, umfangreiche Bundles kosten bis 179 Dollar monatlich (Stand Juli 2026). Gebucht wird über das Retail-Portal get.dxfeed.com oder direkt in deiner Trading-Plattform.

Was ist der Unterschied zwischen Level-1- und Level-2-Marktdaten?

Level 1 zeigt nur den besten Geld- und Briefkurs sowie den letzten Preis, bei dxFeed heißt das Top of Book. Level 2 liefert zusätzlich die Markttiefe mit allen Orderbuch-Levels (Market Depth). Order-Flow-Trader brauchen Level 2.

Ist dxFeed besser als Rithmic?

Das hängt vom Einsatz ab. Rithmic punktet bei Futures mit minimaler Latenz, deckt aber nur die CME-Familie ab. dxFeed bietet Multi-Asset-Daten inklusive Aktien, Eurex und historischem Tick-Archiv. Scalper wählen oft Rithmic, Analysten und Multi-Markt-Trader eher dxFeed.

Gibt es eine dxFeed Demo?

Direkte Demo-Accounts existieren nicht. Plattformen wie ATAS oder Bookmap bieten kostenlose Trials an, in denen die Daten enthalten sind.

Kann ich historische Daten für Backtesting nutzen?

Ja. Die „Time Machine“-Funktion spielt vergangene Marktsituationen tick-genau nach. Plattformen wie MultiCharts nutzen diese Daten für automatisiertes Backtesting und Strategieoptimierung.

Über den Autor: Bjarne Claussen

Bjarne Claussen schreibt seit 2023 für Kagels Trading mit Schwerpunkt auf Prop Trading, KI- und Algo-Strategien sowie Krypto- und Makro-Themen. Er handelt selbst quantitative Strategien auf Rohöl und den S&P 500 und betreibt Backtesting-Pipelines in Python.

Im Bereich Prop Trading hat Bjarne unter anderem die Erfahrungsberichte zu FTMO, Apex Trader Funding, Topstep, FundedNext und The5%ers verantwortet. Sein Anspruch in jedem Erfahrungsbericht ist es, die Marketing-Realität von der juristischen Realität zu trennen und zu prüfen, was tatsächlich beim Trader ankommt.

dxFeed hat Bjarne nicht als zahlender Direktkunde getestet. Dieser Bericht stützt sich auf die Anbieterangaben von dxfeed.com, die im Juli 2026 live geprüften Preise des Retail-Portals get.dxfeed.com sowie öffentliche Bewertungen auf Trustpilot und Google. Wo Angaben allein vom Anbieter stammen, ist das im Text gekennzeichnet.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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