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TwinPeaks Erfahrungen: die Handelssysteme und die Academy von tpte.de im Test

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

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25 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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TwinPeaks verkauft Handelssysteme für den Futures-Handel, und bei diesem Anbieter hat sich innerhalb eines Jahres fast alles geändert. Die Systeme heißen weiterhin Horizon, Titan oder Shogun. Dahinter stehen heute aber eine andere Gesellschaft, ein anderer Firmensitz und ein deutlich niedrigerer Einstiegspreis. Wer einen älteren Testbericht liest, bekommt ein Bild, das mit der heutigen Lage wenig zu tun hat.

Ich habe die Produktseiten, die AGB, die Widerrufsbelehrung und das Impressum an der Quelle geprüft und den kostenlosen Einsteigerkurs selbst durchlaufen. In diesem Bericht steht, welche Handelssysteme es heute gibt, wer hinter der Marke steckt, was der Anbieter verspricht und an welchen Stellen ich Vorbehalte habe. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

TwinPeaks: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Zwölf Handelssysteme statt sechs: TwinPeaks bietet inzwischen zwölf einzelne Systeme für den Futures-Handel an, dazu eine Online-Ausbildung und mehr als zwanzig Software-Werkzeuge.
  • Der Einstieg kostet 998 €: Die TwinPeaks Academy ist eine Einmalzahlung ohne Abo. Vollständig gelehrt wird darin nach Anbieterangabe allerdings nur ein einziges System.
  • Die Einzelsysteme kosten 999 bis 5.000 €: Am günstigsten ist Obsidian, am teuersten Horizon. Die Masterclass mit allen Systemen steht bei 15.000 €.
  • Betreiber ist eine Gesellschaft in Dubai: Im Impressum steht die AXEON TECHNOLOGIES in der IFZA Free Zone, nicht mehr die frühere deutsche GbR aus Thüringen.
  • Trustpilot zeigt 4,8 von 5 Punkten bei 84 Bewertungen: Trustpilot merkt auf demselben Profil an, dass der Anbieter zuletzt keine Bewertungseinladungen verschickt hat.
  • Ohne die richtige Software geht nichts: Die Systeme sind für ATAS und NinjaTrader gebaut. Die hauseigenen Werkzeuge kosten zwischen 19 € und 1.699 €.

Wer steckt hinter TwinPeaks?

TwinPeaks ist ein Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum, der regelbasierte Handelssysteme für den Futures-Handel, eine Online-Ausbildung und Zusatzsoftware für die Handelsplattformen ATAS und NinjaTrader verkauft.

Die zwei Gesichter der Marke sind Mehmet Dagdelen und Sebastian Saupe. Beide treten auf der Website und im hauseigenen YouTube-Kanal auf und teilen sich die Aufgaben. Dagdelen kommt aus der Personaldienstleistung und dem Handwerk und arbeitet bei TwinPeaks an der Volume Spread Analysis, am Orderflow und an der Systementwicklung.

Sebastian Saupe verantwortet die Lehrinhalte. Er ist studierter Physiker und war über zwei Jahrzehnte als Planungsunternehmer für Industrieveranstaltungen selbstständig. Seit 2020 liegt sein Schwerpunkt auf der Auswertung großer Datenmengen und der Entwicklung neuer Systeme. Der Anbieter führt ihn als staatlich geprüften Ausbilder (IHK); das ist eine Eigenangabe, die wir nicht unabhängig prüfen konnten.

TwinPeaks Team: Mehmet Dagdelen und Sebastian Saupe
Mehmet Dagdelen und Sebastian Saupe sind die beiden Gesichter hinter TwinPeaks

TwinPeaks: Betreiber, Adresse und Kontakt

Wer hinter einem Anbieter steht, entscheidet im Streitfall über deine Möglichkeiten. Bei TwinPeaks hat sich genau das geändert. Der Bestand dieses Artikels nannte bis zu dieser Überarbeitung eine deutsche GbR mit Sitz in Langenwolschendorf in Thüringen. Diese Angabe stimmt nicht mehr.

MarkeTwinPeaks | trade + educate
BetreiberAXEON TECHNOLOGIES
SitzIFZA Business Park, P.O. Box 342001, Dubai
RegistrierungTrade Licence No. 52434, IFZA Free Zone
Kontaktmail@tpte.de, kein Telefon im Impressum
Anwendbares Rechtdeutsches Recht laut AGB
Verbraucherschlichtungweder verpflichtet noch bereit
Widerrufsrecht14 Tage, erlischt vorzeitig bei digitalen Inhalten
Die Unternehmensdaten von TwinPeaks nach Impressum, AGB und Widerrufsbelehrung | Quelle: tpte.de, abgerufen am 31. August 2026
TwinPeaks Impressum: Betreiber ist die AXEON TECHNOLOGIES in Dubai
Das Impressum nennt die AXEON TECHNOLOGIES in der IFZA Free Zone in Dubai | Stand: 31. August 2026

Für dich als Käufer ändert dieser Wechsel drei Dinge. Es gibt keinen deutschen Handelsregistereintrag mehr, den du nachschlagen kannst. Es ist keine natürliche Person als Verantwortlicher benannt. Und der Anbieter erklärt im Impressum ausdrücklich, dass er zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle „weder verpflichtet noch bereit“ ist.

Dagegen steht, dass die Vertragsunterlagen sauber gemacht sind. Die AGB stellen sämtliche Verträge unter deutsches Recht. Die Widerrufsbelehrung vom 1. Februar 2026 nennt die AXEON TECHNOLOGIES ausdrücklich als Vertragspartner, räumt die vollen 14 Tage ein und erklärt, wann das Recht bei digitalen Inhalten vorzeitig erlischt. Abgewickelt wird über Stripe und Freemius.

Ist TwinPeaks seriös?

TwinPeaks ist ein Bildungs- und Softwareanbieter und kein Finanzdienstleister. Der Anbieter untersteht damit keiner Finanzaufsicht, und im Streitfall ist weder die BaFin noch die FMA zuständig.

Das ist bei Trading-Ausbildern der Normalfall und kein Vorwurf. Es heißt aber, dass du dich nicht auf eine Aufsichtsbehörde berufen kannst. Das Impressum nennt weder eine zuständige Behörde noch eine berufsrechtliche Regelung, und der Sitz in Dubai macht den Weg zu einem deutschen Gericht aufwendiger, auch wenn die AGB deutsches Recht vereinbaren.

Ein staatlich zugelassener Fernlehrgang ist die Academy nicht. Die Zentralstelle für Fernunterricht führt rund 805 zugelassene Anbieter. TwinPeaks steht nicht darunter, wohl aber mehrere andere Trading- und Investment-Akademien. Der Bundesgerichtshof hat am 12. Juni 2025 entschieden (Az. III ZR 109/24), dass ein Online-Mentoring ohne ZFU-Zulassung nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz nichtig sein kann. Ob das Gesetz hier greift, hängt an der Betreuungsintensität und wird im Einzelfall entschieden. Wir bewerten das nicht juristisch, halten den Punkt aber für erwähnenswert.

Positiv fällt auf, dass die wichtigsten Preise offen auf der Seite stehen. Für die Academy und für jedes einzelne System gibt es einen ausgewiesenen Betrag und einen direkten Bestellweg. Ein Verkaufsgespräch ist dafür nicht nötig. Das unterscheidet TwinPeaks von einem großen Teil der Anbieter in diesem Feld.

Widersprüchlich wird es allerdings, sobald man zwei Seiten des Anbieters nebeneinanderlegt. Die Academy-Seite nennt den Preis offen. Die FAQ auf der Startseite beantwortet dieselbe Frage anders und bittet darum, für „aktuelle Preisinformationen“ ein Beratungsgespräch zu buchen. Beides steht gleichzeitig live. Wer nur die Startseite liest, hält das Angebot für gesprächsgebunden, obwohl es das nicht mehr ist.

Die eigene Website ist an mehreren Stellen ungepflegt. Die Seminarseite bewirbt zum Prüfzeitpunkt noch einen Termin aus dem Juli 2025. Eine weitere Unterseite enthält sichtbaren Blindtext im Lorem-ipsum-Format. Das ist kein Hinweis auf Betrug, aber ein Sorgfaltsmangel bei einem Anbieter, der vierstellige Beträge aufruft.

Mein Ergebnis fällt deshalb zweigeteilt aus. Ich sehe bei TwinPeaks keine Anzeichen für unlautere Absichten: Preise, Widerrufsrecht und Vertragspartner sind benannt, die Bewertungen sind überwiegend positiv, und der Anbieter warnt selbst vor Übertreibungen. Ich sehe aber auch keinen unabhängig geprüften Leistungsnachweis und mit dem Sitz in Dubai eine schwächere Rechtsposition als bei einem deutschen Anbieter.

Die TwinPeaks Handelssysteme im Überblick

TwinPeaks führt heute zwölf einzelne Handelssysteme, doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Alle zielen auf den Handel an den Futures-Märkten, vor allem auf den Nasdaq-Future (NQ) und den E-mini S&P 500 (ES). Jedes System kommt mit einem eigenen Videokurs. Was die einzelnen Systeme kosten, steht weiter unten im Kostenabschnitt.

Wichtig vorweg: Es handelt sich nicht um Handelsroboter. Der Anbieter stellt ausdrücklich klar, dass alle Systeme manuell umsetzbar sind und bewusst nicht automatisiert werden. Begründet wird das damit, dass sich Märkte verändern und automatisierte Ansätze an unerwarteten Bewegungen scheitern.

Statische und diskretionäre Systeme: der Unterschied

Ein statisches Handelssystem trifft seine Entscheidungen ausschließlich nach vorab festgelegten Regeln, während ein diskretionäres System dem Trader bewusst Spielraum für eigene Einschätzungen lässt.

Der Unterschied entscheidet darüber, wie viel du selbst beurteilen musst. Eine statische Regel lautet zum Beispiel: kaufen, sobald der 50-Tage-Durchschnitt den 200-Tage-Durchschnitt von unten nach oben kreuzt, also beim Goldenen Kreuz. Sie ist immer gleich und lässt sich nachträglich prüfen. Ein diskretionärer Ansatz nutzt dagegen Erfahrung und Marktgefühl, auch wenn technische Indikatoren kein eindeutiges Signal liefern.

Elf der zwölf TwinPeaks Systeme sind statisch aufgebaut. Nur Horizon ist bewusst diskretionär gehalten. Für Einsteiger ist das eine gute Nachricht: Feste Regeln lassen sich zurückrechnen und diszipliniert abarbeiten, während ein diskretionärer Ansatz Erfahrung voraussetzt, die man erst sammeln muss.

Obsidian

Obsidian handelt Ausbrüche aus engen Seitwärtsphasen und ist das günstigste System im Programm. Es sucht nach verschachtelten Kerzen und daraus entstehenden Marktstrukturen, um den Einstieg an einer Schlüsselmarke zu setzen. Obsidian ist zugleich das einzige System, das der Anbieter in der Academy vollständig unterrichtet.

Trade Pilot

Trade Pilot verdichtet die Footprint-Daten zu einem festen Standbild. Steht das Setup, wird gehandelt, sonst nicht. Du musst Bid und Ask nicht selbst zusammenrechnen, sondern legst die Stop-Order an die vom System vorgegebene Stelle. Gedacht ist es für NQ und ES und für Trader, die mechanisch und emotionsarm arbeiten wollen.

LevelScalping

LevelScalping ist das einzige System, das auf nahezu jedem liquiden Futures-Markt funktionieren soll. Es setzt auf Ablehnungszonen: Wo zwei gleichgerichtete Kerzen ein Preisniveau nicht durchsetzen konnten, entsteht das Setup, und der Einstieg erfolgt beim Retest. Der Anbieter nennt neben ES und NQ ausdrücklich auch Gold und Rohöl.

Titan

Titan arbeitet mit Footprint-Charts und sucht Umkehrpunkte im Nasdaq-Future. Der Footprint zeigt nicht nur, wo der Preis war, sondern auch, wie viel auf jedem einzelnen Preisniveau gehandelt wurde. Titan liest daraus Ablehnungszonen, Volumen-Ungleichgewichte und den Punkt des stärksten Interesses und leitet daraus Reversal- und Fortsetzungstrades ab.

TwinPeaks Handelssystem Titan mit Footprint-Analyse
Das Handelssystem Titan wertet den Footprint-Chart aus, um Umkehrpunkte im Nasdaq-Future zu finden

Shogun – Heikin Ashi Harmony

Shogun baut auf Heikin-Ashi-Kerzen und synthetischen Charts auf. Diese Darstellung glättet die Kursbewegung und macht Trendwenden optisch deutlicher. Der Anbieter richtet das System an Scalper in kleinen Zeiteinheiten und an Swing-Trader gleichermaßen und empfiehlt es für den Nasdaq-Future.

Zu Shogun veröffentlicht TwinPeaks als einziges System eine Ergebniskurve, und die gehört richtig eingeordnet. Die Grafik weist 1.507 Trades aus, davon 1.054 Gewinner, also eine Trefferquote von 69,94 Prozent, und eine Summe von $86.402,14 bei einem maximalen Rücksetzer von 3.046,64. Entscheidend sind aber zwei Angaben im Bild selbst: Der Zeitraum reicht vom 1. Dezember 2022 bis zum 31. Mai 2023, und in der Fußzeile steht, dass es sich um einen von Hand durchgeführten Backtest handelt.

TwinPeaks Shogun Backtest mit 1.507 Trades und 69,94 Prozent Trefferquote
Die Shogun-Kurve stammt aus einem von Hand ausgewerteten Backtest vom 1. Dezember 2022 bis 31. Mai 2023, nicht aus einem geprüften Live-Konto

Ein Backtest ist kein Kontoauszug. Er zeigt, wie ein Regelwerk auf vergangene Kurse gewirkt hätte, und blendet Slippage, verpasste Füllungen und die eigene Nervosität aus. Bei einer Handauswertung kommt hinzu, dass jede übersehene Kerze das Ergebnis verschiebt. Der Anbieter schreibt das selbst ins Bild, und genau deshalb sollte niemand diese Kurve als Renditeversprechen lesen.

Mirage

Mirage sucht Liquiditätszonen im reinen Kerzenchart und kommt ohne Footprint aus. Das macht es zum einsteigerfreundlichsten System im Programm, weil du dafür keine Orderflow-Daten abonnieren musst. Grundlage sind Kerzenmuster und Teile der Volume Spread Analysis. Der Anbieter nennt mehrere Märkte als geeignet, nicht nur den Nasdaq.

Zenith

Zenith handelt gezielt Fehlausbrüche. Gemeint sind Situationen, in denen der Markt scheinbar in eine Richtung ausbricht und dann sofort dreht. Der Anbieter erklärt das damit, dass große Marktteilnehmer auf diesem Weg Liquidität einsammeln. Auch Zenith arbeitet mit einem reinen Kerzenchart und zielt auf den Nasdaq-Future.

Vanguard

Vanguard setzt auf den Widerspruch zwischen Kerzenrichtung und Orderflow. Zeigt eine Kerze nach oben, während am Punkt des größten Umsatzes bereits ein negatives Delta steht, deutet das auf eine Gegenbewegung hin. Das System ist für den E-mini S&P 500 entwickelt und gehört zu den sechs Systemen, die es zum Zeitpunkt der letzten Fassung dieses Artikels noch nicht gab.

Echelon

Echelon ist der strengste Regelsatz im Programm. Als Richtungsfilter dient der VWAP, also der volumengewichtete Durchschnittskurs des Tages: Liegt der Preis darüber, werden nur Long-Signale gesucht, darunter nur Short-Signale. Innerhalb dieses Rahmens zählt genau eine Signalkerze, bei der Kerzenfarbe und Delta übereinstimmen. Zielmarkt ist der ES.

Bubble-X

Bubble-X verbindet die Footprint-Analyse mit zeitunabhängigen Renko-Kerzen. Renko-Kerzen entstehen nicht nach Zeit, sondern nach einer festen Preisbewegung, und glätten dadurch Seitwärtsphasen. Das System sucht nach abgeschlossenen Auktionen, also Preisbereichen, an denen kein Interesse mehr besteht, und ist für den S&P 500 gebaut.

ERO

ERO ist ein reines Scalping-System auf Basis des Deltas. Das Delta misst die Differenz zwischen aggressiven Käufen und Verkäufen. ERO nutzt einen eigenen Delta-Chart, um die dominierende Marktseite früh zu erkennen, und zielt auf sehr kurze Bewegungen im Nasdaq-Future.

Horizon

Horizon ist das teuerste und das einzige diskretionäre System. Es kombiniert die festen Regeln der übrigen Systeme mit einem eigenen Urteil über die Marktstruktur und erlaubt dadurch mehr Trades pro Tag. Der Anbieter richtet es ausdrücklich an erfahrene Trader, nicht an Einsteiger. Zielmarkt ist der Nasdaq-Future.

Was kostet TwinPeaks? Alle Preise im Überblick

Die Preisstruktur von TwinPeaks besteht aus drei Bausteinen: der Ausbildung, den einzelnen Handelssystemen und der Software. Alle Angaben stammen von den Produktseiten des Anbieters und wurden am 31. August 2026 abgerufen. Nach den AGB sind die Systempreise Gesamtpreise inklusive Umsatzsteuer, sofern die Produktbeschreibung nichts anderes ausweist.

Wie stark sich das Angebot verändert hat, zeigt der direkte Vergleich mit dem Stand, den dieser Artikel bis zur Überarbeitung nannte. Vier Angaben haben sich gedreht, und zwei davon in eine für Käufer günstigere Richtung.

TwinPeaks Vergleich 2024 und 2026 mit Betreiber, Handelssystemen, Einstiegspreis und Software
Vier Angaben aus dem alten Testbericht gegen den geprüften Stand | Quelle: Impressum, Produkt- und Preisseiten auf tpte.de, abgerufen am 31. August 2026
AngebotMarkt und AnsatzPreis
AcademyAusbildung998 €
ObsidianRange-Ausbruch999 €
Trade PilotFootprint, NQ und ES2.000 €
LevelScalpingAblehnung, viele Märkte2.500 €
TitanFootprint-Umkehr, NQ3.500 €
ShogunHeikin Ashi, NQ3.500 €
MirageLiquidität, viele Märkte3.500 €
ZenithFake Breakout, NQ3.500 €
VanguardOrderflow, ES3.500 €
EchelonVWAP und Delta, ES3.500 €
Bubble-XFootprint, Renko, ES3.500 €
ERODelta-Scalping, NQ3.500 €
Horizonnach Ermessen, NQ5.000 €
Masterclassalle Systeme15.000 €
Die Ausbildung und alle zwölf Handelssysteme von TwinPeaks mit Preis | Quelle: Produktseiten des Anbieters, abgerufen am 31. August 2026

Der wichtigste Befund steckt in der ersten Zeile. Bis vor Kurzem lag der Einstiegspreis bei 1.499 € für ein einzelnes System. Heute kostet die komplette Ausbildung 998 € und Obsidian 999 €. Wer das Angebot früher wegen des Preises verworfen hat, urteilt also über ein Modell, das es so nicht mehr gibt.

Bei den Zahlungsmodalitäten wird es dagegen unangenehm konkret. Der Anbieter bietet laut eigener FAQ eine Ratenzahlung von bis zu 120 Monaten auf Anfrage an, also zehn Jahre. Das ist für eine Trading-Ausbildung ein ungewöhnlich langer Zeitraum, und ich halte ihn für ein Warnsignal: Wer eine Weiterbildung über ein Jahrzehnt abstottern muss, sollte sie nicht kaufen.

Dazu kommt die Software, und die ist kein Beiwerk. Die Systeme setzen bestimmte Charttypen voraus, die nicht jede Plattform von Haus aus kennt. Die hauseigenen Werkzeuge werden getrennt verkauft, teils als Monatsmiete, teils als Einmalkauf. Für diese Preise weist der Anbieter die Umsatzsteuer gesondert aus.

WerkzeugModellPreis
TPBarTypesEinmalkauf19 bis 109 €
TPTE SentinelEinmalkauf99 €
Sidi-EinzeltoolsEinmalkauf149 bis 399 €
SidiPackMonatsmiete83,90 €
SidiPackEinmalkauf1.699 €
Die Preise der TwinPeaks Software, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. SidiPack bündelt alle neun Sidi-Werkzeuge für NinjaTrader; eine 14-tägige Demo ist kostenlos | Stand: 31. August 2026

Ein Sonderfall ist das mehrtägige Präsenzseminar. Der zuletzt beworbene Durchgang stand bei 10.000 € und lag damit unter dem Preis, den der Anbieter 2024 aufgerufen hatte. Ein aktueller Termin ist derzeit nicht ausgeschrieben, mehr dazu im Abschnitt zum Seminar.

Rechne deshalb nicht mit dem Systempreis, sondern mit dem Gesamtpaket. Zum System kommen je nach Ansatz die Software, die Datenanbindung deines Brokers und gegebenenfalls die Lizenz der Handelsplattform. Wer mehrere Systeme und das volle Werkzeugpaket kauft, landet schnell im fünfstelligen Bereich, ohne einen einzigen Euro gehandelt zu haben.

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Die TwinPeaks Academy: der neue Einstieg

Die TwinPeaks Academy ist eine Online-Ausbildung für den Futures-Handel, die aus zwölf Blöcken mit über 50 Lektionen besteht und als einmalige Zahlung ohne Abo verkauft wird.

Die Academy hat die Masterclass als Einstiegsprodukt abgelöst. Sie führt in vier Phasen vom Grundlagenwissen über das Marktverständnis zu den Handelssystemen und endet bei Backtesting und Prop Trading. Behandelt werden unter anderem Margin und Handelszeiten, Auktionstheorie und Market Profile, Orderflow und Footprint sowie Steuern und Trading als Geschäft.

Einen Punkt legt der Anbieter dabei bemerkenswert offen. Die Academy verspricht Einblick in elf Handelssysteme, unterrichtet vollständig aber nur Obsidian, also mit allen Regeln, Ein- und Ausstiegen und Backtesting-Rahmen. Die übrigen zehn bekommst du als strukturierten Überblick. Begründet wird das mit dem Satz, Tiefe schlage Breite.

Das ist ehrlich formuliert und trotzdem ein Preisargument. Wer nach der Ausbildung ein zweites System handeln will, kauft es einzeln dazu, und die Einzelsysteme kosten ein Vielfaches der Ausbildung. Die Academy ist damit weniger ein Komplettpaket als ein Einstieg mit Anschlussbedarf. Wer das vorher weiß, kann es einkalkulieren.

Der zweite Kernbegriff des Angebots ist die Funding-Garantie, und die verspricht nicht das, was der Name nahelegt. Es gibt kein Geld zurück. Zugesagt wird stattdessen: Wer innerhalb von zwölf Monaten das System vollständig umsetzt und trotzdem keine Prop-Trading-Challenge besteht, bekommt persönliche Einzelgespräche, bis es klappt. Als Bedingungen nennt der Anbieter zwölf lückenlos bearbeitete Module, 500 dokumentierte Backtests und 50 regelkonform gehandelte Live-Trades.

Diese Bedingungen solltest du ernst nehmen, bevor du kaufst. 500 dokumentierte Backtests sind ein erheblicher Arbeitsaufwand, und wer sie nicht liefert, kann die Zusage nicht in Anspruch nehmen. Der Anbieter selbst veranschlagt ein bis zwei Stunden am Tag. Eine Garantie im rechtlichen Sinn ist das nicht, sondern die Zusage weiterer Betreuung.

Die Betreuung läuft über Discord, und das ist eine Entscheidung mit zwei Seiten. Der Anbieter nennt eigene Kanäle je System, dazu Trading-Psychologie und Technik, und verspricht Antworten binnen weniger Minuten. Der Unterricht selbst liegt als Aufzeichnung im Lernportal, je 90 Minuten pro Block, dazu kommt in der Regel monatlich ein Live-Frage-Termin. Wer festen Live-Unterricht erwartet, bekommt ihn hier nicht.

Die TwinPeaks Masterclass: alle Handelssysteme vereint

Die Masterclass ist das Premiumpaket und enthält alle bestehenden und künftigen Handelssysteme. Dazu kommen die Videokurse zu jedem System, eine Anleitung für die Handelssoftware, Grundlagenvideos, ein Tutorial zum Handel ohne eigenes Kapital und zwei Einzelgespräche von je 45 Minuten.

Der Abstand zur Academy ist allerdings beträchtlich. Die Masterclass kostet das Fünfzehnfache der Ausbildung. Wer nicht sicher ist, ob er überhaupt regelbasiert handeln will, sollte diesen Schritt nicht am Anfang machen. Der Anbieter rechnet nach eigener Angabe bereits gezahlte Beträge auf die Masterclass an, was den Einstieg über das kleinere Paket erleichtert.

Eine Einschränkung nennt der Anbieter selbst. Das Team veranschlagt zwölf bis 18 Monate, bis ein Kunde mit einem der Systeme profitabel handelt. Wer also mit einem großen Paket schnelle Ergebnisse verbindet, liegt nach der Darstellung des Anbieters selbst falsch.

Welche Software brauchst du für TwinPeaks?

Die Handelssysteme sind an bestimmte Charttypen gebunden, und das ist der am häufigsten übersehene Punkt vor dem Kauf. Entwickelt wurden sie für ATAS und für NinjaTrader. Gebraucht werden dort Reversal-Charts, Range-Charts und ähnliche Darstellungen, die viele Plattformen nicht von Haus aus kennen.

Auf TradingView und Sierra Chart lässt sich ein Teil davon nachbilden, aber nicht alles. Der Anbieter verweist dabei ausdrücklich auf die Community, die bei der Einrichtung hilft. Prüfe deshalb vor dem Kauf, ob dein bevorzugtes System auf deiner Plattform überhaupt umsetzbar ist. Eine Übersicht über die Alternativen findest du in unserem Vergleich der Trading-Software.

Aus diesem Bedarf ist inzwischen eine eigene Produktlinie geworden. TwinPeaks verkauft mehr als zwanzig Werkzeuge für beide Plattformen. Für NinjaTrader ist das die Sidi-Reihe mit Footprint, Volumenniveaus, Markttiefe, Heikin Ashi und einem Backtest-Werkzeug. Für ATAS gibt es unter anderem einen Strategie-Baukasten, einen Setup-Finder und einen Orderblock-Indikator.

Zwei Details gehören zu dieser Produktlinie dazu. Der Anbieter stellt eine 14-tägige Demo bereit, mit der sich die Werkzeuge vor dem Kauf testen lassen. Support, Lizenzfragen und Wünsche bearbeitet er dagegen nach eigener Angabe ausschließlich über Discord. Wer ein Ticketsystem oder eine Telefonnummer erwartet, findet beides nicht.

TwinPeaks Sentinel und die KI-Brücke

Sentinel ist eine Erweiterung für NinjaTrader, mit der sich Strategien ohne Programmierkenntnisse zusammenklicken lassen. Das Werkzeug bringt nach Anbieterangabe mehr als 650 Bedingungen mit. Erst wenn alle ausgewählten Bedingungen erfüllt sind, gibt es ein Signal. Auch das Positionsmanagement mit Stop-Loss und Kursziel lässt sich darin automatisieren, und ein tickgenauer Backtest ist eingebaut.

Neu hinzugekommen ist eine Brücke zwischen NinjaTrader und einem KI-Assistenten. Sie läuft zum Prüfzeitpunkt als kostenlose Beta mit 14 Tagen Testzeit. Die KI liest den Chart als strukturierte Daten statt als Bild und kann Instrument, Zeitrahmen und Indikatoren umstellen. Das ist ein interessanter Ansatz, aber eben eine Beta, und als solche kein Argument für eine Kaufentscheidung.

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Das TwinPeaks Seminar: Stand der Dinge

TwinPeaks hat in der Vergangenheit ein mehrtägiges Präsenzseminar angeboten, und die Seite dazu existiert weiterhin. Beworben wird darauf ein viertägiges Intensivseminar in Münster mit Schulung aller Handelssysteme, gemeinsamem Livetrading, einer Sitzung zur Trading-Psychologie und einem Vertiefungsteil zu Sentinel.

Der beworbene Termin liegt allerdings deutlich in der Vergangenheit. Die Seite nennt zum Prüfzeitpunkt den 5. bis 8. Juli 2025 samt vollständigem Stundenplan, und zwar in der Gegenwartsform. Einen aktuellen Termin gibt es dort nicht. Der Bestand dieses Artikels nannte zuvor sogar noch einen Termin aus dem November 2024.

Wer am Seminar interessiert ist, muss deshalb nachfragen. Ob und wann es einen neuen Durchlauf gibt, lässt sich der Website nicht entnehmen. Der ausgewiesene Preis des letzten beworbenen Durchgangs liegt unter dem, was der Bestand dieses Artikels für 2024 nannte; die Zahl steht im Kostenabschnitt.

Meine Erfahrungen mit dem kostenlosen TwinPeaks Kurs

TwinPeaks bietet weiterhin einen kostenlosen Einsteigerkurs an, und ich habe mich dafür selbst angemeldet. Er ist der einfachste Weg, den Lehrstil des Anbieters zu beurteilen, bevor Geld fließt. Auf den Systemseiten wird er als hunderprozentig kostenloser Tradingkurs beworben.

Die Anmeldung

Die Anmeldung dauerte bei mir wenige Minuten. Zu beantworten sind einige Fragen zur eigenen Ausgangslage, danach folgt die Bestätigung der E-Mail-Adresse. Zahlungsdaten werden an keiner Stelle abgefragt, und es entsteht kein Abonnement.

Die Inhalte

Für ein kostenloses Angebot ist der Umfang beachtlich. Nach der Anmeldung landest du im Mitglieder-Dashboard mit einer Übersicht über alle Produkte. Der Gratiskurs steht ganz oben und besteht aus kurzen Erklärvideos: ein Willkommensvideo, 15 Videos zu den Börsengrundlagen, vier zur Handelssoftware und elf zum Footprint-Trading.

TwinPeaks kostenloser Tradingkurs im Mitgliederbereich
So sieht der kostenlose TwinPeaks Tradingkurs im Mitgliederbereich von innen aus

Inhaltlich dreht sich der Kurs um das Footprint-Trading, und das ist verständlich erklärt. Er ist erkennbar als Vorstufe zu den kostenpflichtigen Angeboten gebaut und wirbt am Ende dafür. Das ist legitim, solange man es weiß. Als Einordnungshilfe, ob dir dieser Ansatz überhaupt liegt, halte ich ihn für gut geeignet.

TwinPeaks Erfahrungen und Bewertungen bei Trustpilot

Auf Trustpilot steht TwinPeaks mit 4,8 von 5 Punkten bei 84 Bewertungen. Das Unternehmen ist dort seit Dezember 2022 mit einem beanspruchten Profil vertreten und in der Kategorie Karriere- und Bildungsanbieter gelistet. Die Verteilung ist stark kopflastig: Der ganz überwiegende Teil vergibt fünf Sterne.

TwinPeaks Trustpilot Bewertungen mit 4,8 von 5 Punkten bei 84 Bewertungen
TwinPeaks kommt auf 4,8 von 5 Punkten bei 84 Bewertungen. Rechts weist Trustpilot darauf hin, dass zuletzt keine Bewertungseinladungen verschickt wurden | Stand: 31. August 2026

Diese Zahl gehört allerdings mit drei Einschränkungen gelesen. Erstens weist Trustpilot selbst auf dem Profil darauf hin, dass der Anbieter zuletzt keine Bewertungseinladungen verschickt hat und die Bewertungen deshalb möglicherweise nicht repräsentativ sind. Zweitens stammt die jüngste Bewertung vom Mai 2026, die meisten sind älter. Drittens beziehen sie sich damit überwiegend auf das alte Produktmodell, nicht auf die heutige Ausbildung.

Der Verlauf ist trotzdem aufschlussreich. Für die vorherige Fassung dieses Artikels hatten wir dasselbe Profil mit 4,6 Punkten bei 68 Bewertungen festgehalten. Seither sind rund 16 Bewertungen hinzugekommen, und der Schnitt ist gestiegen. Ein Einbruch der Kundenzufriedenheit ist an dieser Stelle also nicht erkennbar.

Inhaltlich wiederholen sich in den Texten dieselben Punkte. Gelobt werden die klaren Regeln ohne Interpretationsspielraum, die didaktische Aufbereitung der Lektionen und die Erreichbarkeit der beiden Trainer. Mehrfach genannt wird auch, dass der Anbieter selbst zu Geduld rät und keine schnellen Gewinne verspricht.

Die Kritik trifft dagegen immer denselben Punkt. Bemängelt wird, dass TwinPeaks keinen belastbaren Nachweis eigener Profitabilität vorgelegt hat. Dieser Einwand deckt sich mit meinem eigenen Befund zur Shogun-Kurve: Was veröffentlicht wird, ist ein Backtest, kein geprüftes Handelskonto.

Vorteile und Nachteile von TwinPeaks

Nach der Prüfung aller Produkt- und Rechtsseiten ergibt sich ein gemischtes Bild. Die folgenden Punkte fassen zusammen, was mir bei TwinPeaks gefallen hat und wo ich Vorbehalte anmelde.

Vorteile von TwinPeaks

  • Preise stehen offen: Die Ausbildung und alle zwölf Systeme sind auf den Produktseiten ausgepreist, ein Verkaufsgespräch ist nicht nötig.
  • Klare, prüfbare Regeln: Elf der zwölf Systeme arbeiten statisch, lassen sich also zurückrechnen und diszipliniert abarbeiten.
  • Günstiger Einstieg: Die Academy kostet nur einen Bruchteil dessen, was der Anbieter früher als Mindestpreis aufgerufen hat.
  • Eigene Werkzeuge statt Fremdsoftware: Mehr als zwanzig Erweiterungen für NinjaTrader und ATAS, mit vierzehntägiger Demo vor dem Kauf.
  • Kostenloser Einsteigerkurs: Über dreißig Videos zum Footprint-Trading ohne Zahlungsdaten und ohne Abofalle.
  • Widerrufsrecht sauber dokumentiert: 14 Tage, mit einer verständlichen Erklärung, wann es bei digitalen Inhalten vorzeitig erlischt.
  • Realistische Erwartungshaltung: Der Anbieter nennt selbst zwölf bis 18 Monate bis zur Profitabilität und warnt vor der Suche nach Abkürzungen.

Nachteile von TwinPeaks

  • Betreiber sitzt in Dubai: Kein deutsches Handelsregister, keine benannte verantwortliche Person und keine Teilnahme an der Verbraucherschlichtung.
  • Keine ZFU-Zulassung: Die Ausbildung ist kein staatlich zugelassener Fernlehrgang, und der Anbieter untersteht keiner Finanzaufsicht.
  • Nur ein System wird vollständig gelehrt: In der Academy ist das Obsidian, die übrigen zehn gibt es nur als Überblick.
  • Der Leistungsnachweis ist ein Backtest: Die einzige veröffentlichte Ergebniskurve stammt aus einer Handauswertung und deckt ein halbes Jahr ab, das inzwischen drei Jahre zurückliegt.
  • Ratenzahlung über bis zu zehn Jahre: Eine Laufzeit, die bei einer Weiterbildung in keinem Verhältnis zum Gegenstand steht.
  • Die Website widerspricht sich: Die Startseite verweist für den Preis auf ein Beratungsgespräch, während die Produktseite ihn offen nennt.
  • Veraltete Seiten im Bestand: Die Seminarseite bewirbt einen Termin aus dem Juli 2025, eine weitere Seite enthält sichtbaren Blindtext.
  • Support nur über Discord: Weder Telefon noch Ticketsystem, und das gilt auch für Lizenzfragen zur gekauften Software.
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Fazit: für wen sich TwinPeaks lohnt

TwinPeaks eignet sich für Trader, die im Futures-Handel nach festen Regeln statt nach Bauchgefühl arbeiten wollen. Der Anbieter liefert dafür klar definierte Setups, eine strukturierte Ausbildung und passende Software aus einer Hand. Der Einstieg ist deutlich günstiger geworden, und der kostenlose Kurs erlaubt einen risikolosen ersten Eindruck.

Zwei Dinge solltest du vor einer Entscheidung wissen. Erstens ist der Vertragspartner eine Gesellschaft in Dubai, und damit stehst du im Streitfall schwächer da als bei einem deutschen Anbieter. Zweitens gibt es keinen unabhängig geprüften Nachweis, dass die Systeme im Live-Handel Geld verdienen. Die einzige veröffentlichte Kurve ist ein Backtest.

Eine Garantie auf Gewinne gibt es hier so wenig wie anderswo. Wenn du ohnehin einen regelbasierten Ansatz suchst, ist der kostenlose Kurs der richtige Startpunkt, und die Ausbildung der nächste Schritt. Wer noch unschlüssig ist, findet in unserer Übersicht der Daytrading-Ausbildungen und bei den Trading-Experten Vergleichsmöglichkeiten.

Häufige Fragen zu TwinPeaks

Was ist TwinPeaks?

TwinPeaks ist ein Anbieter regelbasierter Handelssysteme für den Futures-Handel. Zum Angebot gehören zwölf einzelne Systeme, eine Online-Ausbildung und mehr als zwanzig Software-Werkzeuge für ATAS und NinjaTrader. Die beiden Gesichter der Marke sind Mehmet Dagdelen und Sebastian Saupe.

Was kostet TwinPeaks?

Die TwinPeaks Academy kostet einmalig 998 €. Die einzelnen Handelssysteme liegen zwischen 999 € für Obsidian und 5.000 € für Horizon, die Masterclass mit allen Systemen bei 15.000 €. Die Software wird getrennt berechnet und kostet zwischen 19 € und 1.699 €.

Wer betreibt TwinPeaks?

Betreiber ist laut Impressum die AXEON TECHNOLOGIES mit einer Handelslizenz der IFZA Free Zone in Dubai. Die früher genannte deutsche GbR aus Thüringen steht dort nicht mehr. Die AGB unterstellen die Verträge dennoch deutschem Recht.

Ist TwinPeaks seriös?

Wir haben keine Hinweise auf unlautere Absichten gefunden: Preise, Vertragspartner und Widerrufsrecht sind benannt, die Bewertungen fallen positiv aus. Es fehlen aber ein unabhängig geprüfter Leistungsnachweis und eine ZFU-Zulassung, und der Sitz außerhalb der EU schwächt deine Position im Streitfall.

Wie viele Handelssysteme gibt es bei TwinPeaks?

Aktuell sind es zwölf Systeme: Obsidian, Trade Pilot, LevelScalping, Titan, Shogun, Mirage, Zenith, Vanguard, Echelon, Bubble-X, ERO und Horizon. Elf davon arbeiten nach festen Regeln, nur Horizon ist diskretionär angelegt.

Welche Software brauche ich für die TwinPeaks Systeme?

Die Systeme sind für ATAS und NinjaTrader entwickelt und setzen besondere Charttypen voraus. Auf TradingView und Sierra Chart lässt sich ein Teil nachbilden, aber nicht alles. Prüfe deshalb vor dem Kauf, ob dein Wunschsystem auf deiner Plattform läuft.

Eignen sich die TwinPeaks Handelssysteme für Daytrading?

Ja. Alle Systeme sind auf den kurzfristigen Handel ausgelegt, vor allem im Nasdaq-Future und im E-mini S&P 500. Es handelt sich dabei nicht um Indikatoren oder Handelsroboter, sondern um manuell umzusetzende Regelwerke.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1980 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.

Börsendienste begleiten Karsten seit den Zeiten, als sie noch per Post kamen. Er beurteilt sie deshalb nicht als Käufer von außen, sondern aus jahrzehntelanger Beobachtung, welche Dienste durchhalten und welche nach zwei guten Jahren verschwinden. Für diesen Bericht wurden die Produkt- und Preisseiten, die AGB und das Impressum an der Quelle geprüft.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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