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RoboMarkets im Test 2026: was aus dem Forex-Broker geworden ist

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2026

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17 Min

Christian Möhrer

Überprüft von

Christian Möhrer

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Wer heute robomarkets.com aufruft, landet auf einer leeren Seite mit zwei Worten. Dort stehen nur die Worte „Coming soon“. Der Broker, den dieser Artikel jahrelang mit Devisenpaaren, CFDs und MetaTrader beschrieben hat, nimmt dort keine Privatkunden mehr an. Das ist keine Störung. RoboMarkets Ltd schreibt auf seiner eigenen Website, man erbringe keine Finanzdienstleistungen für Privatkunden.

Was bleibt, ist die RoboMarkets Deutschland GmbH in Frankfurt. Sie ist BaFin-reguliert, sie arbeitet, und sie bietet etwas anderes an als der alte Broker: Aktien und ETFs statt Forex und CFDs. Dieser Bericht sagt dir, was heute geht, was es kostet und wo der Haken liegt. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

RoboMarkets in
30 Sekunden

  • Der alte Broker ist weg: robomarkets.com antwortet auf jeden Pfad mit einer „Coming soon“-Seite. RoboMarkets Ltd (CySEC-Lizenz 191/13) erklärt dort selbst, keine Finanzdienstleistungen für Privatkunden zu erbringen.
  • Was bleibt: die RoboMarkets Deutschland GmbH in Frankfurt, BaFin-Registernummer 10154068, mit Aktien und ETFs.
  • Kein Forex, keine CFDs, kein MetaTrader: Diese Begriffe kommen im sichtbaren Text von robomarkets.de kein einziges Mal vor.
  • Kosten: 100 Euro Mindesteinzahlung, ab 0,075 Prozent pro Order, keine Depotgebühr, gebührenfreie Auszahlung.
  • Hebel höchstens 1:2: Wer über 1:1 hinaus finanziert, zahlt 7 Prozent im Jahr.
  • Der Haken: Die deutsche GmbH führt dein Konto nicht selbst. Plattformbetreiber ist laut ihrem eigenen Rechtshinweis die RoboMarkets Ltd auf Zypern.
  • Bewertungen: 3,8 von 5 aus 6 Trustpilot-Stimmen, 3,8 aus 208 Bewertungen bei TradingView, 4,6 aus 21 bei Google.

Was ist RoboMarkets heute?

RoboMarkets ist heute ein reiner Aktien- und ETF-Broker für den deutschen Markt, kein Forex- und CFD-Anbieter mehr.

Der Anbieter sagt das selbst, und zwar auf seiner Startseite. Dort heißt es: „RoboMarkets ist ein Aktienbroker, der Aktien und ETFs zum Handel anbietet.“ Der Seitentitel lautet „Investieren Sie in Aktien und ETFs mit einem zuverlässigen Börsenmakler“. Von einem Multi-Asset-Broker mit sieben Anlageklassen ist keine Rede mehr.

Der Befund lässt sich in einem Griff nachzählen. Ein Textabgleich über die Startseite von robomarkets.de am 9. September 2026 ergab: CFD null Treffer, Hebel null, MetaTrader null, Krypto null, Anleihen null. Die Begriffe Aktien und ETF kommen dagegen dutzendfach vor. Wer im Quelltext nach „Forex“ sucht, findet Treffer, aber alle stammen aus dem Pfad des alten Design-Ordners rbforex. Im sichtbaren Text steht das Wort kein einziges Mal. Der Screenshot der Startseite darunter zeigt, womit der Anbieter heute wirbt.

RoboMarkets Startseite 2026: der Anbieter wirbt für den Handel mit Aktien und ETFs
Die deutsche Seite von RoboMarkets bewirbt heute Aktien und ETFs, keine CFDs (Stand 9. September 2026).

Warum robomarkets.com auf eine leere Seite führt

Die internationale Hauptadresse der Marke ist abgeschaltet. Ein Aufruf von robomarkets.com endet mit einer 302-Weiterleitung auf robomarkets.com/coming-soon/. Dort steht ein einziger Satz: „Access to global markets, coming soon“. Das gilt für jeden Pfad, den wir geprüft haben, auch für die früheren deutschen Unterseiten. Das Bild darunter zeigt, was ein Besucher dort heute zu sehen bekommt.

RoboMarkets Coming-Soon-Seite: robomarkets.com zeigt im September 2026 nur noch einen Platzhalter
So sieht robomarkets.com heute aus. Jeder Pfad landet auf dieser Seite (Stand 9. September 2026).

Das Internet Archive datiert den Bruch. Am 2. September 2024 lag dort noch eine vollständige Broker-Website mit rund 118 Kilobyte Umfang, samt MetaTrader und CFD-Angebot. Der nächste erreichbare Abzug vom 19. Mai 2025 umfasst noch 2,3 Kilobyte. Seit Juni 2025 führen alle archivierten Aufrufe auf die Weiterleitung.

Die Nachfrage ist mitgegangen. Das monatliche Suchvolumen für „robomarkets“ in Deutschland liegt aktuell bei rund 880 Suchanfragen und damit 41 Prozent unter dem Vorjahr. Im Januar 2026 waren es noch 1.300, im Juli 590.

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Zwei Gesellschaften, zwei Rollen: wer dein Konto wirklich führt

Hinter der Marke RoboMarkets stehen zwei Unternehmen, und sie machen nicht dasselbe. Diese Trennung ist der wichtigste Punkt des ganzen Berichts, weil sie darüber entscheidet, an wen du dich im Streitfall wendest.

GesellschaftAufsichtRolle
RoboMarkets Deutschland GmbHBaFin, FrankfurtVermittelt den Zugang
RoboMarkets LtdCySEC, LimassolFührt die Konten
RoboMarkets: die beiden Gesellschaften und ihre Rollen (Stand 9. September 2026)

Den Satz dazu schreibt der Anbieter selbst. Im Rechtshinweis am Fuß der deutschen Seiten steht wörtlich: „RoboMarkets Deutschland GmbH betreibt keine eigene Handelsplattform sondern vermittelt nur den Zugang zu Liqualiditätsprovidern. Die einzelnen Handelskonten werden vom jeweiligen Plattformbetreiber geführt. Plattformbetreiber im Zusammenhang mit den Kontomodellen Prime und Prime Stocks ist die RoboMarkets Ltd.“ Der Schreibfehler steht so im Original.

Genau diese RoboMarkets Ltd schließt Privatkunden aus. Auf ihrer eigenen Website heißt es: „RoboMarkets Ltd does not provide financial services to retail clients.“ Der Seitentitel lautet „Robust liquidity solutions for financial businesses“, das Angebot richtet sich an Unternehmen, Fonds und juristische Personen. Wie sich das mit der Kontoführung für deutsche Privatanleger verträgt, erklärt keine der beiden Seiten.

Wir bewerten das nicht, wir stellen es nebeneinander. Beide Aussagen stammen vom selben Konzern, standen am 9. September 2026 gleichzeitig online und widersprechen sich dem Wortlaut nach. Wer ein Konto eröffnen will, sollte diese Frage vorher stellen. Für die Anlegerentschädigung ist die Zuordnung entscheidend: Die deutsche GmbH gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen an, die zypriotische Gesellschaft dem dortigen Investor Compensation Fund.

Was die BaFin-Erlaubnis abdeckt und was nicht

Eine BaFin-Registernummer ist eine Erlaubnis, kein Gütesiegel. Die RoboMarkets Deutschland GmbH wird von der BaFin und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt. Die Erlaubnis umfasst nach Paragraf 15 WpIG Finanzkommissionsgeschäft, Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung. Sie sagt nichts darüber, ob die Konditionen gut oder die Ausführung schnell ist.

Der Beleglink aus der alten Fassung dieses Artikels funktioniert nicht mehr. Er zeigte auf einen Datenbankeintrag der BaFin zu RoboMarkets als grenzüberschreitendem Dienstleister nach Paragraf 74 WpIG. Die Adresse antwortet zwar weiterhin mit dem Statuscode 200, lädt aber nur noch die leere Suchmaske der Unternehmensdatenbank. Wer heute nachsehen will, sucht in der BaFin-Unternehmensdatenbank nach der Registernummer 10154068.

Was du bei RoboMarkets handeln kannst

Das Angebot besteht aus drei Bausteinen, und alle drei sind Wertpapiere. Die deutsche Seite führt genau zwei Anlageklassen in ihrer Navigation: Aktien und ETFs. Dazu kommt die Möglichkeit, beides über ein Margin-Konto zu finanzieren.

  • US-Aktien: Der Schwerpunkt liegt auf den großen amerikanischen Unternehmen. Der Anbieter wirbt mit „Zugang zu Aktien führender US-Unternehmen“.
  • Europäische Aktien: In der Konditionentabelle als eigene Kategorie „EU Shares“ geführt, mit 0 Euro Provision.
  • ETFs: „Mehr als 20 ETFs“, davon nach Anbieterangabe über 20 europäische. Das ist eine sehr schmale Auswahl.

Eine Gesamtzahl der handelbaren Titel nennt der Anbieter auf seinen deutschen Seiten nicht. Die Zahl von über 12.000 Instrumenten, die in Googles Wissenspanel und in älteren Testberichten steht, stammt aus dem alten Multi-Asset-Angebot. Wir übernehmen sie nicht, weil sie sich am aktuellen Angebot nicht nachprüfen lässt.

Was es nicht mehr gibt

Fünf Produktgruppen aus der früheren Fassung dieses Artikels existieren für deutsche Privatkunden nicht mehr. Das betrifft den Devisenhandel mit Paaren wie EUR/USD, CFDs auf Indizes, CFDs auf Öl und Energierohstoffe, Agrarrohstoffe sowie CFDs auf Metalle wie Gold. Auch Index-CFDs auf den DAX sind für Privatkunden nicht mehr im Programm. Wer diese Märkte handeln will, braucht einen anderen Anbieter.

Der Unterschied ist größer als eine Produktliste. Beim CFD-Handel wettest du auf eine Kursdifferenz, ohne das Papier zu besitzen, und arbeitest mit hohem Hebel. Beim Aktienkauf über RoboMarkets erwirbst du das Papier tatsächlich und bekommst Dividenden gutgeschrieben. Das ist ein anderes Geschäft mit einem anderen Risiko, auch wenn die Marke dieselbe geblieben ist.

Das Prime-Stocks-Konto

Statt fünf Kontomodellen gibt es heute im Kern eines. Die früheren Konten Robo.Prime, Robo.ECN, Robo.Pro und Robo.Cent kommen auf der deutschen Seite nicht mehr vor. Übrig bleibt Prime Stocks, dazu eine schwedische Sonderform namens ISK, die für deutsche Anleger keine Rolle spielt.

  • Mindesteinzahlung: 100 Euro.
  • Kontowährungen: Euro, US-Dollar, Schweizer Franken, tschechische Krone, schwedische Krone.
  • Kontoarten: Bar- oder Margin-Konto. Das Margin-Konto erlaubt einen Hebel von 1:2.
  • Leerverkäufe: möglich, laut Anbieter für erfahrene Trader.
  • Ordergröße: mindestens eine Aktie, höchstens 4.999 Aktien pro Order.
  • Schnittstelle: eine offene API für automatisierte Strategien.

Der Hebel ist der größte Unterschied zum alten Angebot. Früher warb RoboMarkets mit bis zu 1:30 im Devisenhandel und 1:20 auf Aktien. Heute sind es 1:2, und das ist die gesetzliche Obergrenze für den Wertpapierhandel auf Kredit im Privatkundengeschäft. Wer die alte Fassung dieses Artikels gelesen und daraufhin ein Konto geplant hat, plante mit Zahlen, die es nicht mehr gibt.

Ein Demokonto gibt es weiterhin

Der Anbieter bietet ein kostenloses Testkonto an. Es läuft über dieselbe Plattform wie das Echtgeldkonto. Die früher genannten MetaTrader-Varianten des Demokontos entfallen, weil es die Plattform bei RoboMarkets nicht mehr gibt.

Was der Handel kostet

Die Preisliste ist kurz, und das ist ihre Stärke. RoboMarkets verlangt weder eine Depotgebühr noch eine Mindestgebühr pro Trade. Bezahlt wird über einen Prozentsatz vom Ordervolumen.

PositionWertHinweis
Handelsgebührab 0,075 %pro Order
Provision0 Euroinklusive
Depotführungkostenloskeine Grundgebühr
Auszahlungkostenloslaut Anbieter
Ohne Hebel0 %zinsfrei
Hebel über 1:17 % pro Jahrpro Margin-Trade
Konditionen des Prime-Stocks-Kontos (Stand 9. September 2026)

Die 7 Prozent sind der Posten, den kaum ein Testbericht nennt. Sie fallen an, sobald du mit Hebel arbeitest, also mehr Aktien kaufst als dein Guthaben deckt. Bei einer Position von 10.000 Euro, von der die Hälfte finanziert ist, sind das rund 350 Euro im Jahr. Bei einer Handelsgebühr von 0,075 Prozent kostet dieselbe Order im Kauf 7,50 Euro. Die Finanzierung ist damit der weitaus größere Kostenblock, sobald du die Position länger hältst.

Rechne die Gebühr immer gegen dein Ordervolumen. Ein Prozentsatz ohne Mindestgebühr ist bei kleinen Orders günstig und bei großen teuer. Eine Order über 500 Euro kostet 0,38 Euro, eine über 50.000 Euro kostet 37,50 Euro. Wer große Positionen handelt, fährt mit einem Anbieter mit Festpreis je Order günstiger.

Lesetipp: Tradingkosten im Überblick: welche Gebühren wirklich anfallen

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R StocksTrader und TradingView

Es gibt zwei Wege in den Markt, und einer davon ist der Grund, warum sich ein Blick überhaupt lohnt. MetaTrader 4 und MetaTrader 5, die in der alten Fassung dieses Artikels je einen eigenen Abschnitt hatten, kommen auf der deutschen Seite nicht mehr vor.

R StocksTrader

Der R StocksTrader ist die hauseigene Plattform. Sie läuft im Browser und bietet Level-II-Markttiefe, Ein-Klick-Handel, die üblichen Ordertypen, Watchlisten und einen Baukasten für automatisierte Strategien mit über 40 Indikatoren, ohne dass du programmieren musst. Wie solche Trading-Bots arbeiten und wo ihre Grenzen liegen, steht im eigenen Guide. Kapitalmaßnahmen wie Bardividenden, Aktiensplits und Fusionen werden automatisch verarbeitet.

TradingView-Anbindung

Wer ohnehin mit TradingView arbeitet, kann direkt aus dem Chart heraus ordern. RoboMarkets ist dort als Broker gelistet. Du verbindest dein Konto über das Broker-Profil und handelst danach in der gewohnten Oberfläche. Für Trader, die ihre technische Analyse in TradingView machen, ist das der praktischste Teil des Angebots.

Die Handelszeit für US-Aktien liegt bei 15:30 bis 22:00 Uhr deutscher Zeit. Der Anbieter gibt sie als 13:30 bis 20:00 Uhr UTC an, also in Weltzeit. Zwischen Ende Oktober und Ende März verschiebt sich das Fenster durch die Zeitumstellung um eine Stunde nach vorn.

Konto eröffnen, einzahlen, auszahlen

Die Anmeldung läuft in vier Schritten. Der Anbieter nennt sie auf seiner Startseite: persönliche Daten eingeben, E-Mail-Adresse bestätigen, Identität verifizieren und die erste Einzahlung leisten. Die Verifizierung ist gesetzlich vorgeschrieben und lässt sich nicht überspringen.

Die Auszahlung ist nach Anbieterangabe gebührenfrei. Das ist eine Änderung gegenüber der alten Fassung dieses Artikels, in der noch von Gebühren je nach Zahlungsmethode die Rede war. Welche Zahlungswege im Einzelnen zur Verfügung stehen, zeigt der Anbieter erst im angemeldeten Bereich.

Das Angebot gilt nur innerhalb der EU und des EWR. Die RoboMarkets Deutschland GmbH schreibt, sie biete ihre Finanzdienstleistungen ausschließlich Einwohnern dieser Länder an. US-Steuerpflichtige sind nach den FATCA-Regeln ausgeschlossen.

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Schulung und Kundenservice

Der Bildungsteil ist schmal, aber vorhanden. RoboMarkets bietet Webinare, ein Plattform-Training, einen Newsletter, einen Wirtschaftskalender sowie Übersichten zu Börsenfeiertagen und Handelszeiten. Das sind Standardwerkzeuge, keine Ausbildung.

Der Support sitzt in Frankfurt. Die Adresse lautet Bleidenstraße 1, 60311 Frankfurt am Main, die Telefonnummer 069 96758120. Der Anbieter gibt an, sein mehrsprachiger Kundendienst arbeite rund um die Uhr. Ein deutscher Ansprechpartner mit Ladung fähiger Anschrift ist bei einem Broker mit Konzernmutter im Ausland ein echter Vorteil.

Was Kunden über RoboMarkets sagen

Die Datenbasis ist dünn, und das ist selbst ein Befund. Für einen Anbieter, der seit 2019 in Deutschland auftritt, sind sechs öffentliche Bewertungen auf dem wichtigsten Portal wenig.

QuelleNoteStimmen
Trustpilot3,8 von 56
TradingView3,8 von 5208
Google Frankfurt4,6 von 521
kununu (Arbeitgeber)4,9 von 514
Bewertungen zu RoboMarkets, abgerufen am 9. September 2026

Die aussagekräftigste Zahl steht bei TradingView. Dort liegen 208 Bewertungen vor, also die mit Abstand größte Stichprobe. Der Schnitt von 3,8 ist solide, aber kein Spitzenwert. Trustpilot kommt auf denselben Wert bei sechs Stimmen, was statistisch nichts bedeutet.

Die kununu-Note misst etwas anderes. Sie bewertet RoboMarkets als Arbeitgeber, nicht als Broker, und gehört deshalb nicht in eine Aussage über die Handelsqualität. Wir führen sie nur auf, weil sie in der Google-Trefferliste zur Marke weit oben steht und leicht verwechselt wird.

Die aktuellen Auszeichnungen stammen aus den Jahren 2023 und 2024. Der Anbieter nennt einen Preis für den besten Trading-Support in Europa (GF Awards 2024), die besten professionellen Handelsbedingungen in Europa (Professional Trader Awards 2023) und einen Innovationspreis des Newcomers Network Germany 2023. Die früher hier gelisteten Auszeichnungen von 2020 haben wir entfernt, weil sie sich auf das eingestellte CFD-Geschäft bezogen.

Sichtbar ist die Marke vor allem über den Sport. RoboMarkets ist Strategie- und Trading-Partner von Eintracht Frankfurt, Partner von BMW M Motorsport und Sponsor des litauischen Basketballklubs BC Zalgiris. Ein Sponsoring sagt etwas über das Marketingbudget aus, nichts über die Ausführungsqualität.

Vorteile und Nachteile von RoboMarkets

Das Bild ist zweigeteilt. Die Konditionen des Aktienkontos sind ordentlich, die Konstruktion dahinter ist erklärungsbedürftig. Beides gehört nebeneinander.

Vorteile von RoboMarkets

  • BaFin-Regulierung mit deutscher Anschrift. Registernummer 10154068, Sitz in Frankfurt, Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen.
  • Keine Depotgebühr und keine Mindestgebühr. Bezahlt wird nur pro Order, anteilig am Volumen.
  • Niedrige Einstiegshürde. Handelbar ab einer einzigen Aktie.
  • TradingView-Anbindung. Ordern direkt aus dem Chart, ohne die Plattform zu wechseln.
  • Automatisierung ohne Programmierkenntnisse. Strategie-Baukasten mit über 40 Indikatoren, dazu eine offene Schnittstelle.
  • Gebührenfreie Auszahlung nach Angabe des Anbieters.

Nachteile von RoboMarkets

  • Sehr schmales Angebot. Aktien und gut zwanzig ETFs. Kein Forex, keine CFDs, keine Rohstoffe, keine Kryptowerte, keine Anleihen.
  • Die deutsche Gesellschaft führt dein Konto nicht selbst. Plattformbetreiber ist laut Rechtshinweis die zypriotische RoboMarkets Ltd, die auf ihrer Website den Ausschluss von Privatkunden erklärt.
  • Der Hebel kostet extra. Auf jede Finanzierung über 1:1 hinaus fällt eine laufende Gebühr an, die Details stehen im Kostenabschnitt.
  • Keine Gesamtzahl handelbarer Titel. Der Anbieter nennt sie nirgends, ein Vergleich mit anderen Depots ist dadurch schwer.
  • Dünne Bewertungslage. Sechs Trustpilot-Stimmen nach sieben Jahren am deutschen Markt.
  • Veraltete Angaben im Umlauf. Googles Wissenspanel führt weiterhin MetaTrader 4 und MetaTrader 5 als Produkte, obwohl der Anbieter sie nicht mehr anbietet.
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Für wen RoboMarkets taugt und für wen nicht

Das Angebot passt zu einer klar umrissenen Gruppe. Wer US-Aktien handelt, gern in TradingView arbeitet und keine Depotgebühr zahlen will, findet hier ein schlankes Konto zu einem fairen Preis.

  • Passt: aktive Aktienhändler mit Schwerpunkt USA, die den Aktienhandel kennen und ihre Analyse in TradingView machen und kleine bis mittlere Ordergrößen handeln.
  • Passt bedingt: Anleger, die automatisierte Strategien testen wollen, ohne zu programmieren. Der Strategie-Baukasten ist der interessanteste Teil der Plattform.
  • Passt nicht: Forex- und CFD-Trader. Für sie ist RoboMarkets seit dem Rückzug aus dem Privatkundengeschäft schlicht kein Anbieter mehr.
  • Passt nicht: Buy-and-Hold-Anleger mit ETF-Sparplan. Bei gut zwanzig handelbaren ETFs und ohne Sparplanfunktion ist ein klassisches Depot die bessere Wahl.

Wer Devisen oder CFDs handeln will, braucht eine Alternative. Der Markt für CFD-Broker mit EU-Regulierung ist groß, und die Unterschiede liegen bei Spreads, Finanzierungskosten und Ausführungsqualität. Wer eine deutsche Anlaufstelle sucht, sollte auf eine BaFin-Erlaubnis achten und nicht nur auf eine EU-Lizenz per Passporting.

Lesetipp: Online Broker im Vergleich: Depots, Kosten und Regulierung

Fazit: ein guter Aktienbroker unter einem irreführenden Namen

RoboMarkets ist nicht mehr der Broker, als der die Marke bekannt geworden ist. Das Forex- und CFD-Geschäft für Privatkunden ist beendet, die internationale Hauptseite zeigt seit über einem Jahr nur noch „Coming soon“. Wer nach den alten Konten Robo.Prime oder Robo.Cent sucht, sucht vergeblich.

Was übrig bleibt, ist solide. Ein BaFin-reguliertes Aktienkonto ohne Depotgebühr, mit niedriger Einstiegshürde, transparenter Ordergebühr und einer sauberen TradingView-Anbindung. Für den US-Aktienhandel ist das ein brauchbares Werkzeug.

Zwei Dinge würde ich vor einer Kontoeröffnung klären. Erstens die Frage, wer das Konto führt: Der Anbieter benennt dafür eine Gesellschaft, die Privatkunden auf ihrer eigenen Website ausschließt. Zweitens die Finanzierungsgebühr von 7 Prozent, die jede gehebelte Position teuer macht, sobald sie länger als ein paar Tage liegt. Beides sind Fragen, die ein Anruf in Frankfurt beantworten kann.

Diese Fassung korrigiert einen Bericht, der über Monate ein Angebot beschrieben hat, das es nicht mehr gab. Devisenpaare, Hebel bis 1:30, MetaTrader und fünf Kontomodelle standen hier bis zum 9. September 2026 im Präsens. Wir haben das an den Quellen geprüft und vollständig neu geschrieben.

Häufige Fragen zu RoboMarkets

Was ist RoboMarkets?

RoboMarkets ist heute ein Aktien- und ETF-Broker. Die RoboMarkets Deutschland GmbH in Frankfurt ist von der BaFin unter der Registernummer 10154068 zugelassen. Das früher beworbene Angebot mit Devisen, CFDs und MetaTrader gibt es für Privatkunden nicht mehr.

Ist RoboMarkets seriös?

Die deutsche Gesellschaft ist von der BaFin und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt und gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen an. Das sind harte Belege. Eine Erlaubnis ist allerdings kein Qualitätsurteil: Sie sagt nichts über Konditionen oder Ausführung aus.

Kann ich bei RoboMarkets noch Forex und CFDs handeln?

Nein. Auf der deutschen Seite kommen die Begriffe Forex, CFD, Hebel und MetaTrader im sichtbaren Text nicht mehr vor. Handelbar sind Aktien und ETFs.

Warum ist robomarkets.com nicht erreichbar?

Die Adresse leitet auf eine Seite mit dem Hinweis „Access to global markets, coming soon\“ um, und zwar bei jedem Pfad. Nach den Abzügen des Internet Archive ist das seit Mitte 2025 so. Die deutsche Seite robomarkets.de arbeitet dagegen normal.

Was kostet der Handel bei RoboMarkets?

Die Handelsgebühr beginnt bei 0,075 Prozent pro Order, eine Mindestgebühr gibt es nicht. Depotführung und Auszahlung sind kostenlos. Wer mit Hebel arbeitet, zahlt 7 Prozent Finanzierungsgebühr im Jahr. Die Mindesteinzahlung liegt bei 100 Euro.

Wer führt mein Konto bei RoboMarkets?

Laut dem Rechtshinweis auf robomarkets.de betreibt die deutsche GmbH keine eigene Handelsplattform, sondern vermittelt den Zugang. Plattformbetreiber der Konten Prime und Prime Stocks ist die RoboMarkets Ltd auf Zypern. Diese wiederum erklärt auf ihrer Website, keine Finanzdienstleistungen für Privatkunden zu erbringen.

Welchen Hebel bietet RoboMarkets?

Höchstens 1:2 über ein Margin-Konto. Die früher beworbenen Hebel bis 1:20 auf Aktien und 1:30 im Devisenhandel gehörten zum eingestellten CFD-Geschäft.

Wie viele Aktien und ETFs kann ich handeln?

Der Anbieter nennt für ETFs „mehr als 20\“. Eine Gesamtzahl der handelbaren Aktien veröffentlicht er auf seinen deutschen Seiten nicht. Die verbreitete Angabe von über 12.000 Instrumenten stammt aus dem alten Multi-Asset-Angebot und ist nicht mehr belegbar.

Gibt es bei RoboMarkets ein Demokonto?

Ja, und es ist kostenlos. Es läuft über den R StocksTrader, also dieselbe Plattform wie das Echtgeldkonto.

Kann ich als US-Steuerpflichtiger bei RoboMarkets handeln?

Nein. Der Anbieter richtet sich ausdrücklich nicht an Personen, die nach den FATCA-Regeln in den USA steuerpflichtig sind. Das Angebot gilt nur für Einwohner der EU und des EWR.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1978 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.

Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.

Broker beurteilt Karsten an drei Dingen: Kosten, Regulierung und Ausführung. Nach Jahrzehnten am Terminal weiß er, dass ein günstiger Spread wenig wert ist, wenn die Order im schnellen Markt schlecht gefüllt wird. Für diesen Bericht wurden das Impressum, die Regulierungsangaben, die Rechtshinweise und die veröffentlichten Konditionen beider Gesellschaften am 9. September 2026 an der Quelle geprüft.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

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