Fünf Tricks und Tipps für Daytrader zur Emotionskontrolle (2021)

Daytrader müssen ihre Emotionen kontrollieren. Das geringste Versagen in der Emotionskontrolle wird Ihre hart verdienten Gewinne schlagartig vernichten.

Wenn Sie beispielsweise mehrere Verluste während einer Tradingsitzung erleiden, haben Sie Angst, dass es ein Verlusttag wird. Diese Angst veranlasst Sie dazu, im nächsten Trade zu viel Risiko einzugehen, so dass Sie Ihr Tradingkonto mit einem einzigen Trade zugrunde richten.

Wie oft haben Sie schon Ihr Tradingkonto plattgemacht, weil Sie die Kontrolle über Ihre Emotionen verloren haben?

Außerdem ist es nicht tragbar, wenn Sie Ihre Emotionen täglich auf Achterbahnfahrt schicken.

Die meisten Daytrader verstehen, dass es beim Trading um Wahrscheinlichkeiten geht. Wir wissen, dass wir unsere Emotionen unter Kontrolle bringen und uns von den Ergebnissen der einzelnen Trades lösen müssen. Wir haben Dutzende von Leitsätzen gelesen, die sich etwa so anhören:

  • Verheiraten Sie sich nicht mit Ihren Positionen.
  • Halten Sie sich von Angst und Gier fern.
  • Be in the zone

Obwohl diese einfachen Aussagen großartige Gedächtnishilfen sind, haben sie nur wenig praktischen Wert. Das liegt daran, dass sie Ihnen beim praktischen Trading keine genauen Handlungsanweisungen geben.

Daytrading erfordert Konzentration. Daytrading Setups sind flüchtiger Natur. Daher ist es von entscheidender Wichtigkeit für Daytrader, dass sie genau wissen, wie sie ihre Emotionen unter Kontrolle bringen können, während sie traden. Daytrader haben nicht die Zeit, um über unklare Aussagen nachzugrübeln.

Was können Sie konkret unternehmen, um Ihre Emotionen in Schach zu halten?

Beherzigen Sie diese fünf Tricks für Daytrader, wenn Sie Probleme dabei haben, Ihre Emotionen zu kontrollieren.

Trading Tricks, die Ihnen weiterhelfen

Trick 1: Machen Sie nach jedem Trade einen kleinen Spaziergang

Selbst wenn es sich nur um eine Minute handelt.

Angesichts dessen, dass es beim Daytrading schnell und wild zugeht, versinkt man sehr rasch im Meer der Emotionen.

Den Tradingmonitor zu verlassen, stellt eine bewusste Unterbrechung des Tradingtempos dar. Es ist eine körperliche Handlung, die Sie unternehmen, um Ihre Emotionen in den Griff zu bekommen. Dieser einfache Akt macht Ihren Kopf frei und bringt Ihnen in Erinnerung, dass Sie die Kontrolle ausüben.

Musik hören hilft Ihnen auch dabei, sich von den Märkten loszulösen.

Die Märkte ziehen Sie nicht in einen Trade hinein. Ganz im Gegenteil. Sie können den Markt jederzeit verlassen, wenn Sie wollen. Sie haben die Kontrolle.



Trick 2: Machen Sie die Stunde der Tradingsitzung mit der geringsten Volatilität ausfindig

Lesen Sie während dieser Zeit ein Buch.

Die meisten Daytrading Strategien funktionieren am besten bei volatilen Kursbewegungen.

Der Versuch, einen konsolidierenden Markt zu handeln, führt zu Frustration und Ärger. Dann ist Ihr emotionaler Damm so gut wie gebrochen.

Die einfachste Lösung besteht darin, eine Pause einzulegen, wenn die Märkte keine Richtung aufweisen.

Endlich haben Sie die Gelegenheit, den neuesten Roman Ihres Lieblingsautors lesen.

Lesen Sie aber nicht etwas, das mit dem Trading zu tun hat. Tradingbücher bieten Ihnen Tradingideen. Möglicherweise wollten Sie diese sofort ausprobieren. Wenn Tradingideen nicht Teil eines stimmigen Tradingplans sind, fühen sie zu Verlusten.

(Forex-Trader können den Forex Volatility Calculator“ (Forex-Volatilitätsrechner) verwenden, um zu erfahren, wann man nicht aktiv traden sollte.)

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Trick 3: Unterbrechen Sie das Trading nach drei aufeinander folgenden Gewinnen oder Verlusten

Nach drei aufeinander folgenden Gewinnen fühlen Sie sich wie ein Supertrader. Dann glauben Sie, dass Sie nicht mehr verlieren können. Sie sind sozusagen unbesiegbar. Infolgedessen gehen Sie große Risiken ein und traden exzessiv.

Nach drei aufeinander folgenden Verlusten fühlen Sie sich wie ein Verlierer. So wollen nicht verlieren. Ihre Emotionen explodieren. Sie rächen sich dafür.

Wenn eines dieser beiden Ereignisse dreimal hintereinander eintritt, ist es äußerst schwierig, sich nicht davon infizieren zu lassen. Dieses Problem müssen wir alle vermeiden und nach drei aufeinander folgenden Gewinnen oder Verlusten mit dem Traden für einige Zeit aufhören.

Trick 4: Achten Sie während des Tradens nicht auf Ihre Gewinne und Verluste

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es eine Zahl gibt, die einen größeren Gefühlsansturm verursacht, als Ihre Gewinn- und Verlustzahlen. Für allzu viele Trader ist der Gewinn- und Verlustbetrag ein Ausdruck ihres Selbstwertes. (Von wegen! Sie sind größer als nur Ihr Gewinn und Verlust.)

Wenn Sie sich an die wichtigsten Tradingregeln halten und sich ein tägliches Verlustlimit schaffen, sind Sie bereits vor massiven Verlusten geschützt. Daher ist es nicht erforderlich, dass Sie dauernd Ihre Gewinn- und Verlustzahlen überprüfen.

Immer wenn Sie merken, dass Sie auf ihren Gewinn und Verlust der aktuellen Tradingsitzung gucken, lesen Sie Ihre Tradingregeln.

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Trick 5: Fragen Sie sich: „Habe ich Angst?“

Angst ist eine intensive und zerstörerische Emotion, mit der Trader häufig zu tun haben.

  1. Wenn Sie die Entwicklung Ihres Trades beobachten, stellen Sie sich die Frage: „Habe ich Angst?“
  2. Wenn Ihre Antwort zu irgendeinem Zeitpunkt „Ja“ lautet, dann steigen Sie sofort aus dem Trade aus.
  3. Sehen Sie nochmals Ihre Tradingregeln durch.
  4. Reduzieren Sie Ihre Positionsgröße.
  5. Wiederholen Sie das.

Beherrschen Sie Ihre Emotionen, um langfristigen Erfolg beim Daytrading zu erzielen

Die Kontrolle über Ihre Emotionen gibt Ihnen keinen Vorsprung beim Trading. Das ist darauf zurückzuführen, dass Ihr Tradingvorteil von Ihrer Tradingmethode abhängt. Allerdings ist es erforderlich, dass Sie Ihre Emotionen beherrschen, um langfristig Erfolg beim Trading zu erzielen.

Die oben genannten fünf Tricks werden sich auf Ihre Nerven so auswirken, als würden Sie von einer Achterbahnfahrt in ein Kreuzfahrtschiff umsteigen.

Der Lernprozess der Emotionskontrolle erfordert Beharrlichkeit und Ausdauer. Mit der Zeit werden Sie die Vorteile erkennen, wenn Sie es schaffen, Ihre Emotionen zu beherrschen. Diese Vorteile wirken wie positive Verstärker auf Ihr Gehirn, damit Sie die guten emotionalen Gewohnheiten und Reaktionen beibehalten.

Das erfordert Zeit. Aber wenn Sie beharrlich sind, wird es einfacher.

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So erholen Sie sich von einer schrecklichen Tradingsitzung

Sechs aufeinander folgende Verluste. Dann ein riesiger Verlust, und damit haben Sie die Erträge eines ganzen Monats zurückgegeben.

Sie sind gelähmt. Sie haben versucht, einen weiteren Trade einzugehen.

Order zurückgewiesen. Sie haben nicht mehr genügend Geld, um die Margin zu hinterlegen. Sie sind demoralisiert.

Eine schreckliche Handelssitzung.

Tradingsitzungen wie diese reduzieren Ihr Kapital massiv und zwar in mentaler und in finanzieller Hinsicht.

Kein Trader kann dieser Achterbahnfahrt des Marktes entgehen. Wenn Sie eine glatt verlaufende Tradinglaufbahn erwarten, dann verstehen Sie nicht, worauf Sie sich beim Börsengeschäft eingelassen haben.

Es gibt keinen Zweifel, dass Sie schreckliche Tradingsitzungen während Ihrer Tradinglaufbahn erleben werden.

Die Frage ist nur, ob Sie sich jedes Mal davon erholen können.

Tipp 1: Erkennen Sie das Problem (wenn es überhaupt eines gibt)

Schreckliche Handelssitzungen weisen nicht immer auf ein Problem hin.

Sie würden sich bestimmt furchtbar fühlen nach einer Tradingsitzung mit vier hintereinander folgenden Verlusten. Aber was ist, wenn Ihr Simulationstrading zeigt, dass Sie höchstwahrscheinlich sechs Verluste nacheinander haben werden?

Dann gibt es keinen Grund zur Sorge. Wenn die Verluste integraler Bestandteil einer vernünftigen Tradingstrategie sind, gibt es kein Problem.

Aber wenn es ein Problem gibt, sollten Sie sicherstellen, dass Sie wissen, was es ist. Solange Sie sich nicht darüber klar geworden sind, dürfen Sie nicht wieder traden. Die folgenden Aspekte erklären, warum furchtbare Handelssitzungen auftreten:

  • Unsolide Tradingstrategie. Ein Beispiel sind Trendumkehr-Trades mit geringer Erfolgswahrscheinlichkeit und geringer Gewinnerwartung. Überprüfen Sie Ihre Tradingregeln.
  • Unzureichendes Risikomanagement. Bauen Sie Sicherheiten wie einen täglichen Verluststopp ein.
  • Disziplinschwächen. Das ist der häufigste Grund für diese schrecklichen Tage. Ihre Trading- und Risikomanagement-Regeln zu vernachlässigen, hat schlimmste Tradingsitzungen zur Folge. Eventuell kommen Sie mit wenigen schlimmen Tradingsitzungen davon, aber diese Schwächen werden Sie einholen.

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Tipp 2: Hören Sie auf, sich schlecht zu fühlen und fangen Sie an, konstruktiv zu denken

Sich schlecht zu fühlen, bringt nichts, denn Sie fühlen sich dann nur noch schlechter. Anstatt sich mit Ihren vergangenen Fehlern zu befassen, entschließen Sie sich lieber, über zukünftige Chancen nachzudenken.

Freuen Sie sich auf die nächste Handelssitzung.

Haben Sie keine Angst vor der nächsten Tradingsitzung. Betrachten Sie diese auch nicht als Möglichkeit, Ihre erlittenen Verluste wieder hereinzuholen. Das sind nämlich Rezepte für Katastrophen.

Denken Sie stattdessen darüber nach, wie Sie die nächste Handelssitzung als Chance betrachten können, es besser zu machen.

Es besser zu machen, bedeutet nicht, mehr Geld zu verdienen. Es bedeutet, mehr Disziplin und bessere Konzentration zu haben als zuvor. Konzentrieren Sie sich auf den Vorgang und nicht auf das monetäre Ergebnis.

Tipp 3: Erkennen Sie, das Misserfolg Teil des Prozesses ist

Die Market Wizards (Buch Magier der Märkte von Jack D. Schwager) hatten ebenfalls Misserfolge erlitten, bevor sie ihre derzeitige Position erreichten.

Es geht nicht darum, wie oft sie gescheitert sind, sondern darum, wie sie jedes Mal wieder auf die Beine gekommen sind.

Erfolgreiche Trader lernen aus ihren verheerenden Verlusten und dummen Fehlern. Einige von ihnen mussten mehr als eine Lektion lernen, aber sie haben nie mit dem Lernen aufgehört.

Akzeptieren Sie die schrecklichen Handelssitzungen als Teil der Tradingreise. Wenn Sie das tun, werden Sie erkennen, dass es keine Alternative gibt, als sich von der Niederlage zu erholen, denn das müssen zu tun, wenn Sie ein Trader werden wollen.

Tipp 4: Tun Sie sich etwas Gutes

Was?

Warum sollte ich einen Leckerbissen bekommen, nachdem ich es vermasselt habe?

Ein Hindernis für Trader, um wieder auf die Beine zu kommen und zu handeln, ist das Gefühl des Versagens. Das Sprichwort, dass Sie so gut sind wie Ihr letzter Trade, ist weit verbreitet, aber nicht immer sinnvoll oder vernünftig.

Sich einen kleinen Leckerbissen zu gönnen, ist ein konkreter Weg, um sich selbst zu sagen, dass Sie in Ordnung sind. Eine Chemex-Kaffeekaraffe, die Sie immer schon wollten, können Sie sich schon noch leisten. Es ist nicht das Ende aller Tage. Es ist einfach ein neuer Tag.

Machen Sie weiter mit dem Trading. Und machen Sie es dieses Mal besser.

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Tipp 5: Legen Sie eine Pause ein

Haben Sie sich immer noch nicht richtig erholt? Machen Sie eine kurze Reise oder verbringen Sie einige Zeit mit Ihrer Familie

Zwingen Sie sich keinesfalls dazu, sofort wieder zu traden. Gönnen Sie sich etwas Zeit, um herauszufinden, was falsch gelaufen ist.

Sich vom Trading-Monitor fernzuhalten, ermöglicht Ihnen gedankliche Klarheit. Nehmen Sie sich Zeit, und machen Sie Ihren Geist wieder fit, bevor Sie zum Gefechtsfeld des Marktes zurückkehren.

Denken Sie daran, dass jedem Trader schreckliche Tage widerfahren. Das macht Sie nicht zum Versager.

Mit dem richtigen Blickwinkel und den obigen Ratschlägen können Sie wieder auf die Beine kommen, wenn Sie niedergeschlagen sind.

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlich: 5 Day Trader's Tricks to control your Emotions und 5 ways to bounce back from a terrible trading session

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels und Gaby Boutaud

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4 Kommentare zu „Fünf Tricks und Tipps für Daytrader zur Emotionskontrolle (2021)“

  1. Was ich ergänzen und hervorheben möchte: Es bringt ausschließlich negative Konsequenzen, wenn man entweder gestresst ist oder zu emotional an´s Traden herangeht. Mir hilft dafür immer eine kurze Entspannungstechnik, wie beispielsweise Musik hören.

    Viele Grüße
    Philipp

    1. Hallo Herr Reyer,

      vielen Dank für den Kommentar. Genauso soll man es machen, insbesondere, um die ersten Jahre zu überleben. Aber da gehört Disziplin zu und man muss seine Gier im Griff haben. Das gelingt leider nicht jedem.

      Beste Grüße und weiter so…

      Karsten

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