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Die richtige Daytrading Software finden. Worauf muss ein Trader achten?

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2026

|

17 Min

Galen Woods

Autor

Galen Woods

Karsten Kagels

Überprüft von

Karsten Kagels

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Beim Daytrading entscheidet die Software mit über das Ergebnis. Nicht weil ein Programm bessere Trades findet, sondern weil eine Sekunde Verzögerung bei der Orderaufgabe den Unterschied macht und weil du ohne saubere Aufzeichnung nie erfährst, woran deine Strategie wirklich scheitert.

Dieser Leitfaden geht die vier Bausteine durch: Handelsplattform, Charting, Auswertung und die Werkzeuge drumherum. Du erfährst, warum die Brokerwahl deine Plattformauswahl einschränkt, worauf es bei Ein-Klick-Handel und Bracket Orders ankommt und welche Programme deutsche Daytrader tatsächlich einsetzen. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Daytrading Software: das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Daytrading-Software bezieht sich auf Computerprogramme und Tools, die von Händlern verwendet werden, um Finanztransaktionen, hauptsächlich den Kauf und Verkauf von Aktien und anderen Finanzinstrumenten, zu erleichtern und zu analysieren. Daytrading-Software bietet eine Vielzahl von Analysetools, darunter technische Analysen und Charting-Funktionen. Diese Tools helfen Händlern dabei, Markttrends zu identifizieren und informierte Handelsentscheidungen zu treffen.
  • Einige Daytrading-Softwaretools bieten die Möglichkeit, den Handel zu automatisieren. Mit dieser Funktion können Händler spezifische Kriterien für Trades festlegen und die Software dann selbstständig handeln lassen. Viele Daytrading-Softwares enthalten Funktionen zum Risikomanagement, wie z. B. Stop-Loss-Orders, die dazu beitragen können, das Risiko von Verlusten zu begrenzen.
  • Die meisten Daytrading-Softwaretools bieten Echtzeit-Marktdaten, die es Händlern ermöglichen, auf aktuelle Marktbewegungen zu reagieren. Diese Daten können Informationen über Preise, Volumen und Markttrends enthalten.
  • Die meisten Daytrading-Softwaretools bieten eine anpassbare Benutzeroberfläche. Händler können das Layout anpassen, um den Informationen Priorität einzuräumen, die sie für am wichtigsten halten.
  • Daytrading-Software kann teuer sein, und viele Tools erfordern monatliche oder jährliche Abonnements. Einige Anbieter können auch zusätzliche Gebühren für den Zugang zu bestimmten Daten oder Funktionen erheben.
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Daytrading-Software: die richtige Wahl treffen

Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Daytrading-Software denkst? Wenn es zuerst Forex-Robots sind, mit denen man angeblich im Schlaf Millionen verdient, ist dieser Artikel Zeitverschwendung für dich.

Denk aber an Instrumente, die dir dabei behilflich sind, besser zu traden und zu analysieren, dann wirst du von diesem Artikel profitieren.

Daytrading-Handelsplattform

Eine Handelsplattform ist eine Software, die Trader nutzen, um deine Trading-Orders an deine Broker zu übermitteln. Daytrader müssen eine Trading-Software verwenden, um die Orders zu verschicken, weil Schnelligkeit für Daytrading-Strategien ausschlaggebend ist. Gerade beim Scalping entscheidet diese Reaktionsgeschwindigkeit über Gewinn oder Verlust, weil Positionen nur Sekunden offen sind.

Wir werden uns nun mit den Faktoren beschäftigen, die unsere Entscheidung für eine Handelsplattform beeinflussen.

Die Auswahl eines Brokers

Bedenke jedoch folgendes, bevor du dich bestimmten Handelsplattformen zuwenden: deine Entscheidung für einen Broker schränkt häufig die Handelsplattformen ein, die dir zur Verfügung stehen.

Die meisten Broker haben deine hauseigenen Handelsplattformen. Je nach Broker sind diese Plattformen als Webanwendung, unabhängige Desktop-Software oder als mobile Anwendung verfügbar.

Bei vielen Brokern ist es so, dass du deren hauseigene Trading-Plattformen verwenden musst, etwa den NanoTrader bei WH SelfInvest. Daher solltest du bei der Auswahl deines Brokers auf jeden Fall die Eigenschaften und Besonderheiten der jeweiligen Handelsplattform in Betracht ziehen.

Einige Broker sind jedoch flexibler. Sie bieten eine Programmierschnittstelle (Application Programming Interfaces = API), die es dir ermöglicht, mit Trading-Plattformen Dritter zu traden. Beispiele für diese Handelsplattformen Dritter sind NinjaTrader (meine bevorzugte Plattform), Multicharts und MetaTrader. du solltest beachten, mit welchen Softwarefirmen dein Broker zusammenarbeitet, da die Kompatibilität der Trading-Software von Drittanbietern vom Broker abhängt.

Die Zuverlässigkeit der Handelsplattform

Handelsplattform Daytrading
Daytrading Handelsplattform

Die Trading-Software spielt eine entscheidende Rolle, da sie zeitsensible Handelsaufträge ausführt. Die Software sollte unsere Orders zuverlässig übermitteln und über eine stabile Verbindung zum Trading-Server verfügen. Zuverlässigkeit und Stabilität sind äußerst wichtig.

Im Allgemeinen gilt, dass die hauseigene Trading-Software eines Brokers zuverlässiger ist, als die Software Dritter. Dies hängt mit dem glatteren Backend-Prozess zusammen. Gib der hauseigenen Trading-Software gegenüber der Software Dritter den Vorzug, falls es ihr nicht an einer entscheidenden Eigenschaft mangelt.

Trading über mobile Geräte ist weniger zuverlässig, da die Netzabdeckung in vielen Regionen unbeständig ist. Und das, obwohl sich Handelsplattformen für Mobilgeräte immer mehr durchsetzen.

Lesen: Welche Trading-Software gibt es?

Trading mit einem Klick

Als Sicherheitsmaßnahme gegenüber einer falschen Ordereingabe verlangen viele Handelsplattformen eine Bestätigung deiner Trading Order. du musst also einmal klicken, um die Order zu senden und noch einmal zur Bestätigung der Order.

Die meisten Trading-Strategien erfordern eine sofortige Reaktion, sobald sich ein Trading-Setup bietet. Deshalb ist Trading mit einem Klick insbesondere für Daytrader wichtig. Beim Daytrading ist ein Dialogfenster: „Sind Sie sicher, dass Sie die Order absenden wollen?“ aufgrund des kurzen Zeitrahmens und eventuellen Pip-Einbußen schlichtweg nicht sinnvoll.

Bracket Orders

Bracket Orders bestehen aus zwei Orders, die den aktuellen Marktkurs umschließen. Sobald eine der Orders ausgeführt wurde, wird die andere Order automatisch gelöscht. Daher wird diese Orderart auch OCO-Order genannt, was “Order löscht Order” (Order-Cancel-Order) bedeutet.

Bracket Orders sind in Intraday-Zeitrahmen sehr nützlich. Für jeden Trade, den ich eingehe, gebe ich Bracket Orders ein, um meine Position zu managen. Eine Limit Order dient dazu, mit einem Gewinn auszusteigen (Gewinnsicherung) und eine Stop Order dient der Verlustbegrenzung. Bracket Orders sind auch in Konsolidierungen hilfreich. Stop Orders, die sich knapp außerhalb beider Seiten der Konsolidierung befinden, können Ausbruchtrades in beide Richtungen erfassen. Bei falschen Ausbrüchen leisten Bracket Limit Orders gute Arbeit.

Die Entscheidung, ob du eine Bracket Order brauchst, hängt von deinem Tradingstil und deiner Strategie ab. Achte darauf, dass deine Handelsplattform diese Möglichkeit anbietet.

Trading-Simulation

Papertrading durchzuführen ist wirkungsvoll, um sich mit einer Handelsplattform vertraut zu machen und neue Strategien zu untersuchen. Anfänger sollten diese Funktion nutzen, weil sie die Gelegenheit bietet, den Lernprozess zu erleichtern. Und das, obwohl ein Trading-Simulator einigen Tradern nicht wichtig erscheint.

Lesen: Die besten Daytrading-Simulatoren

Daytrading-Software, um Charts zu erstellen

Eine Charting-Software integriert Marktdaten in Charts für die technische Analyse. Die meisten Trader nehmen die technische Analyse entweder vollständig oder teilweise in deine Trading-Methode auf. Demzufolge ist die Charting-Software ein weiteres Rüstzeug der Daytrading-Software.

du musst immer eine Daytrading-Strategie mit einbeziehen, um die richtige Charting-Plattform auszuwählen, da unterschiedliche Methoden unterschiedliche Charting-Tools benötigen.

Wähle aus: Trading-Setups

Zeichen-Tools

du kannst mit jeder Charting-Plattform Trendlinien und horizontale Linien zeichnen, um Unterstützung- und Widerstandsbereiche zu bestimmen.

Wenn du aber exotischere Ansätze wie zum Beispiel die Pitchfork-Strategie von Alan Andrews nutzt, solltest du sicherstellen, dass deine Charting-Software diese Zeichen-Tools anbietet.

Trading-Indikatoren

Geh deine Trading-Strategie durch und schreib die Trading-Indikatoren auf, die du brauchst. Überprüfe anschließend, ob deine Charting-Software diese Indikatoren aufweist. Verzweifle nicht, falls dein Lieblingsindikator nicht in der von dir bevorzugten Charting-Software enthalten ist. Finde heraus, ob du Indikatoren importieren oder anderweitig integrieren kannst.

Chart-Trading

Die Bereiche Trading und Charting-Software überschneiden sich häufig. Es ist üblich, dass sich bei hauseigenen Plattformen und Plattformen von Drittanbietern das Trading und die Charting Möglichkeiten kombinieren lassen.

Bei diesen Software musst du mit den Charts traden können. Chart-Trading ist besonders für Daytrader sinnvoll, denn es verleiht uns die Fähigkeit zu traden, ohne unseren Blick vom Chart abzuwenden. Chart-Trading steht auf meiner Liste unverzichtbarer Funktionen, wenn es um die Auswahl von Daytrading-Software geht.

Wie weit Chart-Trading gehen kann, zeigt der AgenaTrader Test. Dort legst du Einstieg, Stop und Ziel per Klick als Setup an, das die Software anschließend selbst überwacht und nachzieht.

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Daytrading-Software für Untersuchung und Analyse

Die meisten Trader lassen die Rolle der Software für die Aufzeichnung und Analyse von Trades außer Acht. Es handelt sich dabei jedoch um ein mühsames und langwieriges Verfahren. Eine solide Software kann allerdings wesentlich dazu beitragen, diesen Aufwand zu minimieren. Einen ausführlichen Vergleich der besten Tools für Tradingaufzeichnungen findest du in unserem Trading Journal Software Vergleich. Für reine Chartanalyse und Systementwicklung ist MetaStock im Test eine Option.

Trade-Aufzeichnungen

Für jeden Trade müssen wir eine Reihe von Informationen erfassen (Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Instrument
  • Quantität
  • Zeitpunkt des Einstiegs
  • Zeitpunkt des Ausstiegs
  • Einstiegskurs
  • Ausstiegskurs
  • Gewinn bzw. Verlust
  • Maximalwert ungünstiger Abweichung
  • Maximalwert günstiger Abweichung

Diese Informationen werden uns beim Überprüfen und Verbessern unserer Trading-Ergebnisse unterstützen. deine Trading-Protokolle können zum Beispiel verdeutlichen, dass deine Trading-Strategie zu bestimmten Tageszeiten besser funktioniert. Oder du könntest vielleicht herausfinden, dass sich der Maximalwert ungünstiger Abweichung bei Gewinntrades durchgehend innerhalb der Verluststoppstrecke befindet. In diesem Fall solltest du in Erwägung ziehen, deine Stopps enger zu setzen.

Wir müssen die Daten und Informationen auf unterschiedliche Weise strukturieren, um zu diesen nützlichen Schlussfolgerungen zu gelangen. Ein Tabellenkalkulationsprogramm macht genau das und ist ideal, um unsere Trading-Aufzeichnungen zu erfassen und zu analysieren.

Hierzu empfehle ich Microsoft Excel aufgrund der hoch entwickelten Analysemöglichkeiten. Mit dieser Software kannst du filtern, klassifizieren, Pivot-Tabellen verwenden, statistische Angaben berechnen und sogar Monte-Carlo Simulationen unter Verwendung deiner Trade-Protokolle durchführen. Hilfestellung (Support) für Excel ist leicht erhältlich und es gibt auch viele Excel-Plug-ins im Zusammenhang mit dem Trading.

Als kostenlose Alternativen kannst du Google Drive oder OpenOffice ausprobieren. Im Vergleich mit Excel sind die Funktionen von „Google Drive“ allerdings begrenzt und der Support für OpenOffice fehlt ganz. Aber beide Software reichen für die einfache Trade-Analyse vollkommen aus.

Anmerkungen zu Charts

Chart-Snapshots, die unsere Trading-Setups zeigen, sind wertvoll für ernsthafte Daytrader.

Eine hervorragende Software, um Charts für die Untersuchung zu kommentieren, ist Microsoft OneNote. Dieses Programm ermöglicht völlig müheloses Zeichnen, die Ergänzung handschriftlicher Vermerke und das Eintippen von Notizen. Außerdem kannst du deine Anmerkungen über verschiedene Mobilgeräte synchronisieren und deine Chart-Notizen unterwegs überarbeiten. Und es gibt noch viel mehr, was du mit Microsoft OneNote anfangen kannst.

Das Anfertigen einer Videoaufnahme deines Computerbildschirms oder eines Screencasts sind ebenfalls wirksame Methoden, um unsere Trading-Setup-Charts aufzunehmen. Mit dieser Methode wird der gesamte Trading-Prozess erfasst. deine kontinuierliche Analyse kannst du mündlich kommentieren. Dies eignet sich wunderbar für Überprüfungen nach dem Trade. Aber im Gegensatz zu Microsoft OneNote sind unsere mündlichen Anmerkungen nicht leicht auffindbar und das Organisieren dieser Aufnahmen kann schwierig sein.

Wähle deine Daytrading-Software mit Bedacht aus

Ein letzter Hinweis: Mehr Geld auszugeben, bedeutet nicht immer bessere Trading-Ergebnisse. Versteh deinen Tradingstil und verwendest du die Instrumente, die du benötigst, um zu (kosten)effizient zu traden.

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlicht: How to choose your Day Trading Software?

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels und Gaby Boutaud

Nicht jede Software muss handeln können. Wer nur Strategien prüfen will, kommt mit einem reinen Simulator weiter. Forex Tester im Test zeigt, was so ein Werkzeug leistet und wo seine Grenzen liegen.

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Werkzeuge eines Daytraders: mehr als nur Software

Mittlerweile gibt es eine gigantische Auswahl an Möglichkeiten für Daytrader, insbesondere auch Broker, Märkten und Software. Diese hat sich wegen der allgemeinen Beliebtheit und Bekanntheit des Daytradings über die vergangenen Jahrzehnte stetig weiterentwickelt. Nachfolgend befassen wir uns mit den wichtigsten Hilfsmitteln, die du auf jeden Fall im Werkzeugkasten haben solltest.

Daytrading lernen: Werkzeuge, die ein Daytrader benötigt. Hierzu zählen: Broker, Depot, Nachrichten, Indikatoren, Trading-Plan & Strategie.
Die Werkzeuge eines Daytraders

Welche Trading-Software benutzt man im Daytrading?

Daytrader benutzen neben ihrer eigentlichen Börse bzw. dem Broker und den bereits erwähnten Softwarelösungen wie TradingView mitunter weitere Trading-Software. Hierbei kann es sich auch um explizite Daytrading-Software handeln.

Reine Analyseprogramme sind davon zu trennen: Charts und Filter ja, Orderaufgabe nein. Ein Beispiel dafür ist die Tai-Pan Börsensoftware, die ohne Handelsanbindung arbeitet.

Damit deine Daytrading-Software flüssig läuft, auch mit mehreren Charts und Tools gleichzeitig, sollte die Hardware stimmen. Unsere aktuellen Laptop-Empfehlungen für Trader geben dir eine Orientierung.

MetaTrader 4 & 5 (MT4/MT5)

Die meisten Forex Daytrader nutzen den sogenannten MetaTrader 4 bzw. 5. Dieser bietet neben dem automatisierten Devisenhandel auch mehrere automatisierte Handelswerkzeuge und sogenannte Expert Advisors (EAs) an. Hierbei handelt es sich um Trading-Algorithmen, mit denen Marktanalysen durchgeführt und Trades nach bestimmten Kriterien ausgeführt werden können. Trader können ihre Forex-Strategien hiermit also ganz entspannt auf Autopilot stellen.

Daytrading lernen: Das Foto zeigt einen Screenshot vom MetaTrader 4/5 auf einem Tablet.
Screenshot vom MetaTrader 4/5

MetaTrader-Nutzer können dank der enthaltenen Werkzeuge Bots erstellen, diese testen und natürlich optimieren. Eigene Entwicklungen können auch über den MetaTrader-Market gekauft oder verkauft werden.

Für Daytrading-Einsteiger bietet insbesondere das Copytrading des MetaTraders eine interessante Option. Copy Trading ermöglicht das Kopieren der Forex-Signale anderer Händler und erweist sich für jene als vorteilhaft, die entweder nicht das Wissen oder die Zeit zum eigenständigen Trading besitzen. Die schier gigantische Anzahl an Signalen unterscheidet sich bezüglich Kosten, Rentabilität, Risiko und Strategie. Erfahrene Trader können auch eigene Signale erstellen und an andere Nutzer verkaufen.

Trader Workstation (TWS) von Interactive Brokers (IB)

Einige Anbieter bieten sogar ganze Software-Suiten für den Trading-Bereich an. Ein bekanntes Beispiel ist die proprietäre Trader Workstation (TWS) von Interactive Brokers (IB). Die TWS wurde als Market Maker konzipiert und ermöglicht privaten und institutionellen Tradern den Handel mit Aktien, Devisen, Futures, Optionen, Anleihen, Fonds und vielen weiteren Märkten weltweit.

Sie bietet den großen Vorteil, dass Trader sich nur mit einer einzigen, einheitlichen Plattform auseinandersetzen bzw. einarbeiten müssen. Sie ist in vielen Punkten an die individuellen Bedürfnisse anpassbar. Die TWS ist zudem plattformunabhängig, kann also auch per MAC oder Linux verwendet werden.

Daytrading Software Trader Workstatation von Interactive Brokers
Die Trader Workstation in der praktischen Anwendung.

Natürlich beansprucht eine so große Software mehr Ressourcen und braucht bei einem älteren Computern mitunter etwas länger für gängige Operationen. Einsteiger sollten bei dem riesigen Umfang auch ausreichend Zeit zum Einarbeiten bzw. Konfigurieren einplanen.

Der Fokus der TWS liegt auf der technischen Analyse. Sie steht in den Versionen Classic und Mosaic zur Verfügung.

cTrader

cTrader wurde 2011 von der Spotware Systems Group veröffentlicht, damals als Webplattform mit FxPro. Nutzer können die Anwendung für Windows, Mac OS, Linux oder als mobile App herunterladen oder die Webtrader-Version verwenden.

Die Software wurde mittlerweile von mehreren führenden cTrader-Brokern wie IC Markets oder Pepperstone übernommen und stellt einen ernstzunehmenden Konkurrenten für den MetaTrader dar. Der cTrader ist eine moderne und intuitive Forex- und CFD-Online-Handelsplattform und verfügt über STP-Fähigkeiten (Straight Through Processing) für ECN-Broker (Electronic Communications Network).

Daytrading Software cTrader Handelsplattform
Die cTrader-Handelsplattform

Trader können auf cTrader über 1.000 Assets handeln, darunter Währungspaare, Rohstoffe, Aktien, Indizes ETFs und beliebte Kryptowährungen wie den Bitcoin.

An welchen Börsen bzw. über welche Anbieter kann man Daytraden?

Daytrading wird von diversen Anbietern ermöglicht. Diese unterscheidet man prinzipiell in Börsen und Broker, wobei beide Begriffe nicht immer klar voneinander getrennt sind.

Die Wahl der Börse bzw. des Brokers ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Daytrading. Hier wird das Kapital deines Portfolios liegen und du führst deine Trades unter den Konditionen dieses Anbieters aus. Wir befassen uns im folgenden Abschnitt mit den wichtigsten Charakteristika eines Daytrading-Brokers.

Die meisten Online-Broker haben sich auf eine bestimmte Trading-Nische spezialisiert. Hier eine unvollständige Liste mit seriösen Anbietern, zu denen wir hier auf Kagels-Trading.de bereits Erfahrungsberichte gesammelt haben:

  • KT-Favorit: Interactive Brokers (Aktien, Forex, Futures, …)
  • AMP Global (Aktien, Forex, Indizes, Kryptos, …)
  • AvaTrade (Forex, Kryptos, …)
  • Agora Direct (Aktien, Forex, Futures, …)
  • Flatex (Aktien, Forex, …)
  • GBE Brokers (Aktien, Forex, Indizes, Kryptos, …)
  • IronFX (Aktien, Devisen, Futures, Indizes, …)
  • JFD Bank (Aktien, Forex, Indizes, Kryptos…)
  • RoboForex (Aktien, Forex, Indizes, Kryptos, …)
  • Trade.com (Aktien, Forex, Indizes, Kryptos, …)
  • Vantage FX (Forex, Indizes, …)

Was sind wichtige Eigenschaften eines Daytrading-Brokers?

Auf welche Broker-Merkmale sollten Daytrader ganz besonders viel Wert legen? Nachfolgend findest du die wichtigsten Punkte, die du bei der Wahl deines Daytrading-Brokers unbedingt beachten sollten:

Daytrader wollen täglich eine große Anzahl an Trades ausführen. Ein einzelner Trade bringt nicht viele Pips Gewinn, hier geht Masse also vor Klasse. Wegen der geringen Kursspanne ist es besonders wichtig, dass Ein- und Ausstiege schnell und punktgenau ausgeführt werden, da selbst kleinere Verluste einen gewissen prozentualen Verlust verursachen.

Je niedriger die Gebühren und Provisionen, desto rentabler ist jeder einzelne Daytrade. Aktive Daytrader werden häufig handeln, was die Minimierung der Handelskosten zu einem Aspekt von entscheidender Bedeutung macht. Als Daytrader sind hier vor allem Spread, Leverage und Margin von Bedeutung. Wir empfehlen allen Einsteigern, dass sie sich zu diesen Begriffen informieren, um zusätzliche Kosten zu vermeiden!

Vergewissern du dich, dass dein Broker reguliert ist! Denn Broker sind gesetzlich dazu verpflichtet, die finanziellen Interessen ihrer Kunden zu schützen.

Jeder Trader benötigt irgendwann Unterstützung bei der Verwendung der eigenen Software. Achte beim Kundensupport daher insbesondere auf schnelle Reaktionszeiten, verschiedene Kommunikationskanäle und eine kompetente Beratung.

Genügen die grundlegenden Funktionen deinen Anforderungen? Diese reichen vom Setzen eines Stop-Loss, über eine Limit-Order bis hin zu detaillierten Charts mit vielen Zeichentools. Informieren du dich vorab online und schauen du dich Videos an. So erkennst du frühzeitig, ob ein Anbieter es in deine engere Auswahl schafft.

Ein Devisen-Daytrader benötigt andere Vermögenswerte als ein Krypto- oder Aktien-Daytrader. Werden du dich bewusst, welche Märkte du handelst wollen und vergewissern du dich, ob ein Anbieter den Handel mit den gewünschten Währungspaaren, Kryptowährungen oder Wertpapieren überhaupt unterstützt.

Daytrading-Apps: Mobiles Trading

Daytrading lernen: Das mobile Trading hat sich in den letzten Jahren einen Platz in der Branche erkämpft. Viele Trader verwenden Daytrading-Apps, um auch unterwegs handeln zu können und immer up-to-date zu bleiben. Einige der bekanntesten bzw. größten Vertreter sind:

Die folgenden Punkte sind die wichtigsten Aspekte, die du bei der Wahl deiner Daytrading-App beachten solltest:

  • Funktionen: Die perfekte Daytrading-App liefert dir alle Informationen, die du für deinen Handel brauchst. Prüfe, ob du die gewünschten Charts über die App einsehen und die Werkzeuge nutzen kannst. Bietet dir der Anbieter zudem aktuelle Marktdaten, Trends und Nachrichten, bspw. in einem Börsenticker?
  • Benutzerfreundlichkeit: Für Daytrader zählt mitunter jede Sekunde. Achte also darauf, ob sich die App intuitiv bedienen lässt. Du solltest in der Lage sein, wichtige Informationen schnell zu erfassen und im Alltag anzuwenden.
  • Zuverlässigkeit: Kein Trader möchte, dass die eigene App beim Eingehen oder Schließen einer Position abstürzt. Prüfe zunächst die Bewertungen online, um sich über die Referenzen von der Zuverlässigkeit und Effizienz eines Anbieters zu überzeugen. Teste die Services der Anbieter in der engeren Auswahl per Demokonto, um risikofrei erste Erfahrungen sammeln zu können.
  • Kosten: Die meisten Trading-Apps sind prinzipiell kostenlos. Es gibt nahezu immer die Option, dass man den eigenen Account per Abo auf Premium-Niveau upgraden kann. Verlangt ein Broker doch Gebühren für die alleinige Nutzung der App, solltest du dich vergewissern, dass sie lohnende Zusatzfunktionen enthält, von denen du wirklich profitierst.
  • Sicherheit: Trading-Apps haben Millionen von Nutzern und verarbeiten mitunter Milliarden von Euro oder US-Dollar. Diese Masse an digital erreichbarem Kapital macht sie zu einem attraktiven Ziel für Hacker. Insbesondere im Krypto-Bereich gab es in den letzten Monaten mehrere erfolgreiche Hacks, bei denen Millionen von US-Dollarn verschwanden. Die geschädigten Nutzer wurden zwar zumeist wieder entschädigt, das Vertrauen in die Sicherheit eines Anbieters ist in der Folge trotzdem erschüttert. Achte also unbedingt(!) auf die Sicherheitsinformationen zu einem Anbieter und prüfst du, ob bei diesem bereits erfolgreich eingedrungen wurde. Auch regelmäßige Updates spielen im digitalen Zeitalter eine wesentliche Rolle, um bestehende oder potenzielle Sicherheitslücken zu schließen.
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Fazit: Die Software muss zu deiner Strategie passen, nicht umgekehrt

Teurer heißt nicht besser. Die Frage ist nicht, welche Plattform die meisten Funktionen hat, sondern welche die drei oder vier Dinge sicher beherrscht, die deine Strategie braucht: schnelle Orderaufgabe, die Indikatoren deiner Methode und eine Aufzeichnung, mit der du hinterher arbeiten kannst.

Geh deshalb in dieser Reihenfolge vor. Zuerst steht die Strategie, dann die Anforderungsliste, dann die Software. Wer umgekehrt anfängt, kauft Funktionen, die er nie benutzt, und merkt erst im Trade, dass die eine fehlt, auf die es ankommt.

Und plane die Einarbeitung ein. Jede der großen Plattformen kostet dich am Anfang Zeit, die du im Simulator besser investierst als im Live-Konto.

Nicht jede Handelsplattform muss installiert werden. Als reine Weboberfläche mit Broker-Anbindung kommt der Trading-Desk infrage, den es unter mehreren Markennamen gibt.

Häufige Fragen zu Daytrading-Software

Was ist Daytrading-Software?

Daytrading-Software ist ein computergestütztes Tool, das Händlern hilft, Finanztransaktionen zu erleichtern und zu analysieren. Sie bietet Funktionen wie Echtzeit-Marktdaten, technische Analysewerkzeuge, Automatisierungsfunktionen und Risikomanagementtools.

Wozu dient Daytrading-Software?

Daytrading-Software wird verwendet, um den Handelsprozess zu erleichtern und zu optimieren. Sie hilft Händlern, Markttrends zu erkennen, informierte Handelsentscheidungen zu treffen, Trades zu automatisieren und ihr Risiko zu verwalten.

Wie viel kostet Daytrading-Software?

Die Kosten für Daytrading-Software variieren je nach Anbieter und den angebotenen Funktionen. Einige Tools sind kostenlos, während andere monatliche oder jährliche Abonnements erfordern. Einige Anbieter können auch zusätzliche Gebühren für den Zugang zu bestimmten Daten oder Funktionen erheben.

Ist Daytrading-Software für Anfänger geeignet?

Ja, viele Daytrading-Softwares sind benutzerfreundlich und bieten Schulungsressourcen an, um Händlern dabei zu helfen, die Nutzung der Software und die allgemeinen Strategien des Daytrading zu erlernen. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass Daytrading ein hohes Risiko birgt und nicht für jeden geeignet ist.

Kann ich mit Daytrading-Software automatisch handeln?

Ja, viele Daytrading-Softwares bieten Funktionen für den automatisierten Handel. Mit diesen Funktionen können Händler spezifische Kriterien für Trades festlegen und die Software dann selbstständig handeln lassen.

Bietet Daytrading-Software Echtzeit-Marktdaten?

Ja, die meisten Daytrading-Softwares bieten Echtzeit-Marktdaten, die es Händlern ermöglichen, auf aktuelle Marktbewegungen zu reagieren.

Was sind die Risiken beim Verwenden von Daytrading-Software?

Obwohl Daytrading-Software viele Vorteile bietet, gibt es auch Risiken. Dazu gehören technische Probleme, wie z. B. Ausfälle oder Verzögerungen, die zu Verlusten führen können. Darüber hinaus birgt das Daytrading selbst ein hohes Risiko, einschließlich des Risikos erheblicher finanzieller Verluste.

Wie wähle ich die richtige Daytrading-Software aus?

Bei der Auswahl der richtigen Daytrading-Software solltest du verschiedene Faktoren berücksichtigen, darunter die angebotenen Funktionen, die Benutzerfreundlichkeit, die Kosten und die Verfügbarkeit von Schulungsressourcen. Es ist auch ratsam, die Software zuerst in einer simulierten oder Papierhandelsumgebung zu testen, bevor du mit echtem Geld handelst.

Über den Autor: Galen Woods

Galen Woods ist Price-Action-Daytrader und Betreiber von Trading Setups Review. Sein Schwerpunkt liegt auf der Analyse einzelner Kursstäbe und dem Handel ohne Indikatoren, sein Wissen gibt er im Kurs „Day Trading With Price Action“ weiter.

Auf kagels-trading.de erscheinen seit Jahren über 100 seiner Beiträge in deutscher Übersetzung. Sie decken Setups, Chartformationen und Handelstechniken ab, die er an eigenen Marktbeispielen entwickelt hat.

Für dieses Thema ist er einschlägig, weil er seine Plattformwahl an der eigenen Handelspraxis ausrichtet statt an Funktionslisten. Sein wiederkehrender Hinweis in diesem Artikel lautet, erst die Strategie zu definieren und dann die Werkzeuge dazu zu suchen. Den deutschen Marktüberblick sowie die Broker- und App-Kriterien hat die Redaktion ergänzt.

Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.

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