Die Auswahl des besten Daytrading-Brokers

Bei den vielen Daytrading-Brokern, die uns mit ihrer Werbung fast schon nerven, können wir schnell von den vielen Wahlmöglichkeiten überwältigt werden.

Wie wählt man den besten Daytrading-Broker aus? Womit fängt man überhaupt an?

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung wird Ihnen zeigen, wie Sie aufgrund Ihrer Anforderungen den besten Daytrading-Broker auswählen.

 

Den besten Daytrading-Broker wählen

Scottrade, ein Discount-Broker mit Sitz in den USA

1. Entscheiden Sie, was wichtig ist

Unbedingt erforderlich. Sie können nur ein oder höchstens zwei Dienstleistungen/besondere Eigenschaften auswählen, die Ihr Daytrading-Broker unbedingt vorweisen muss.

Wir müssen uns auf das wesentliche Merkmal konzentrieren, so dass wir in diesem Stadium ein weitreichendes Netz auswerfen können. Nachdem Sie die Haupteigenschaft festgelegt haben, wird eine Internetsuche gestartet, um zunächst eine engere Auswahlliste zu erhalten.

Sie haben beispielsweise vor, Futures zu traden. Deshalb suchen Sie nach Brokern für Futures. (Suchbegriff: „Futures Broker“)

Oder Sie haben ein Datenabonnement bei Ninjatrader abgeschlossen und müssen nun Ninjatrader nutzen. (Suchbegriff: „Ninjatrader broker“, oder Sie können sich auf die Broker-Auswahlliste von Ninjatrader beziehen).

Weitere Beispiele für Suchbegriffe sind: „Optionen Broker“, „Forex Broker“, Multichart Futures Broker“, Deutscher Futures Broker“.

Nachdem Sie das Suchergebnis erhalten haben, sind Sie bereit für Schritt 2:

2. Besuchen Sie Broker-Websites und vergleichen Sie die Gebühren

Für jeden Broker besuchen Sie seine Website und überprüfen, ob er Ihre absolut notwendigen Merkmale erfüllt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Suchmaschinen nicht perfekt sind.

Danach dokumentieren Sie die folgenden Informationen für mindestens zehn der Broker, die das Suchergebnis erbracht hat. Je mehr, desto besser.

  • Trading-Provisionen
  • Kosten für Echtzeitdaten
  • Gebühren für die Plattform
  • Gebühren für die Geldabhebungen
  • Gebühren für Inaktivität
  • Daytrading-Margin (Sicherheitshinterlegung für Futures-Trading)
  • Verfügbare Leverage (für Forex und Aktien-Trading)
  • Erforderliche Mindesteinzahlung/Kontostand
  • Werbeangebote und Kleingedrucktes (stellen Sie diese Information zurück für Schritt 5)

Dies sind Standardinformationen der Brokerfirmen, die Sie für den einfachen Brokervergleich verwenden können.

Provisionen und Gebühren verwenden wir als wichtige Auswahlkriterien, weil sich Provisionen für Daytrader schnell summieren können. Daher sollte der beste Daytrading-Broker günstige Provisionen bieten.

Wählen Sie die Broker mit den geringsten Gebühren und Provisionen aus, und reduzieren Sie die Auswahlliste damit auf ungefähr fünf Broker.

3. Durchführung einer grundlegenden Unternehmensbewertung

Das ist zwar ein langweiliger Schritt, aber es ist der wichtigste Schritt überhaupt. Wir müssen nachprüfen, ob die Broker durch die Behörden reguliert werden.

Es gibt drei Institutionen, die eine grundlegende Unternehmensbewertung für die Broker der USA vornehmen:

Wenn Sie mit diesen Faktoren arbeiten, erhalten Sie eine wichtige Hintergrundinformation von jedem Broker und über das bisherige behördliche Vorgehen gegenüber diesem Broker.

Informationen über Nicht-US-Broker müssen Sie über die entsprechenden örtlichen Finanzbehörden einholen.

Nicht behördlich kontrollierte Broker sind häufig in Gaunereien, Betrügereien verwickelt und werden oft Konkursfälle. Sie sollten sich nie auf Geschäftsbeziehungen mit nicht behördlich kontrollierten Brokern einlassen.

4. Stellen Sie weitere Recherchen an

Bei diesem Schritt liegt der Schwerpunkt auf der Qualität der Trade-Ausführung, der Kundenbetreuung und der technischen Unterstützung. Dies sind Problembereiche für Daytrader. Was es mit diesen Bereichen auf sich hat, können wir jedoch nur über andere Kunden des Brokers erfahren.

Glücklicherweise gibt es viele Foren mit Daytrader-Kollegen. Sie müssen einfach nach Gesprächsbeiträgen von Tradern bei den Daytrading-Brokern auf Ihrer Auswahlliste suchen.

Nehmen Sie sich Zeit zu lesen, was andere Trader über den entsprechenden Broker sagen, und stellen Sie Fragen in den Foren, falls es erforderlich ist. Bleiben Sie jedoch aufgeschlossen, aber lesen Sie die Beiträge mit Vorbehalt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Trader ihrem Broker die Schuld für ihre Tradingverluste zuweisen.

5. Treffen Sie die Entscheidung, und fertigen Sie eine Rangliste an

Nun ist die Zeit zur Entscheidung gekommen. Aufgrund Ihrer Recherchen zu Daytrading-Brokern und deren aktuellen Werbeaktionen (von Schritt 2) entscheiden Sie, welche Broker Sie überzeugen konnten.

Behalten Sie mindestens zwei auf Ihrer Liste, oder lassen Sie alle stehen, wenn Sie wollen.

Fertigen Sie nun eine Rangliste an mit den von Ihnen bevorzugten Brokern.

6. Fragen Sie Daytrading-Broker nach einem Demokonto

Beginnen Sie mit dem ersten Broker auf Ihrer Auswahlliste und erfragen Sie ein Demokonto. Während der Testperiode können Sie die Qualität der Kundenbetreuung, die der Broker anbietet, prüfen, und die Besonderheiten der Plattform erkunden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Daytrading-Strategie bei diesem Broker zuverlässig ausgeführt werden kann.

Nach der Testphase können Sie mit Schritt 7 weitermachen, falls Sie mit dem Broker zufrieden sind. Wenn das nicht der Fall ist, gehen Sie zum nächsten Broker auf Ihrer Auswahlliste über, um es bei einem anderen Broker mit einem Demokonto zu versuchen.

7. Zahlen Sie Geld auf Ihr Konto ein

Überweisen Sie Geld auf Ihr Konto, aber fangen Sie klein an. Setzen Sie einen möglichst geringen Geldbetrag ein, der es Ihnen ermöglicht, Ihre Daytrading-Strategie zu praktizieren.

Wenn alles gut verläuft und wenn Ihr Vertrauen zu Ihrem Broker zunimmt, können Sie erwägen, je nach Bedarf mehr Geld auf Ihr Konto einzuzahlen.

8. Beobachten Sie ununterbrochen

Selbst nach der Geldüberweisung auf Ihr Konto ist die Auswahl des besten Daytrading-Brokers noch nicht abgeschlossen. Es handelt sich nämlich um einen Prozess und nicht um ein Ziel.

Was heute gut ist, kann morgen schon zu einer Katastrophe werden. Bei Ihrem Echtzeit-Trading müssen Sie Ihre Daytrading-Broker weiterhin überprüfen und jeden Warnhinweis beachten, zum Beispiel technisches Versagen, schlechte Kundenbetreuung oder behördliche Interventionen gegenüber Ihren Brokern.

Vergessen Sie auch nicht, ein „Google Alert“ für Ihren Broker einzurichten, um über alle Entwicklungen informiert zu sein. Google Alert wird die neuesten Updates über Ihren Broker finden und per e-Mail an Sie übermitteln.

Überlegen Sie sich auch schon, was Sie tun, wenn Ihr Daytrading-Broker ganz ausfällt.

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlich: How to choose the best daytrading broker

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels und Gaby Boutaud

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