13 Tradingfehler, die Sie unbedingt vermeiden müssen

13 Tradingfehler, die Sie unbedingt vermeiden müssen

Trading-Fehler: Wenn Sie an Ihren nächsten Trade denken, geraten Sie dann ins  schwitzen? Oder fangen Sie an vor Aufregung zu zittern?

Wenn das Fall sein sollte, dann denken Sie vermutlich an die falschen Dinge.

Ein guter Trade ist einfach, unkompliziert und langweilig. Sie sollten weder schwitzen noch zittern.

Aber nur weil ein Trade einfach ist, bedeutet das nicht, das Trader damit nicht in Schwierigkeiten geraten.

Es gibt bestimmte Fehler, die ich immer wieder und wieder sehe, wenn ein neuer Trade gemacht wird. Aber dabei kann man diese Fehler leicht vermeiden.

Ihr nächster Trade ist die nächste materielle Handlung in Ihrer Trading-Karriere.

Konzentrieren Sie sich immer auf Ihren nächsten Trade und sorgen Sie dafür, dass er fehlerfrei umgesetzt wird. Schauen Sie nach vorne.

Lesen Sie bitte weiter, um festzustellen, ob Sie bei Ihrem nächsten Trade einen dieser häufigen Fehler machen:

Trading-Fehler 1 – Sie sind in keinem guten körperlichen und mentalen Zustand

Das Trading verlangt Konzentration und Sie müssen sich für Ihren nächsten Trade ganz hervorragend fühlen.

Es ist keine gute Idee, dann zu traden, wenn Sie krank sind oder Probleme haben. Die Emotionen werden schnell hochkommen und die Chance ist beträchtlich, dass Sie Ihren Trade vermasseln.

Beim Trading ist es nicht so wie bei Ihrem normalen Job. Sie werden nicht dafür bezahlt, nur weil Sie präsent sind.  Wenn Sie nur einfach da sind, dann kann das bedeuten, dass Sie Geld verlieren, besonders wenn Sie nicht in der Lage sind gut zu traden.

Machen Sie keinen neuen Trade, wenn Sie nicht in einem guten physischen und mentalen Zustand sind.

Trading-Fehler 2 – Sie denken an Ihren letzten Trade oder an einige Ihrer letzten Trades

Wenn Sie über Ihren letzten Verlust-Trade grübeln, dann bedeutet das, dass Sie gierig danach sind, Ihre Verluste wieder reinzuholen.

Und falls Sie an Ihre letzten drei Gewinn-Trades denken, dann fühlen Sie sich wie ein Magier der Märkte. Sie fühlen sich so, als könnten Sie nicht verlieren.

Beide Szenarien führen dazu, dass Sie Ihre Trading-Kriterien aufweichen und überhebeln. Das Grübeln über vergangene Ergebnisse beeinflusst Ihr Trading-Verhalten immer zum Schlechten.

Über vergangene Trades nachdenken

Denken Sie daran, dass jeder einzelne Trade, den Sie machen, unabhängig ist. Lassen Sie nicht zu, dass das Ergebnis des letzten Trade Sie dahingehend beeinflusst, wie Sie das aktuelle Trading-Setup bewerten.

Kurz gesagt, hören Sie auf über Ihren letzten Trade nachzudenken, bevor Sie einen neuen Trade aufsetzen.

Trading-Fehler 3 – Sie möchten sich von Ihrem nächsten Trade ein neues Auto kaufen

Möglicherweise sorgt Ihr nächster Trade dafür, dass Sie sich ein neues Auto kaufen können, oder auch nicht. Aber wenn Sie von Ihrem nächsten Trade erwarten, dass Sie damit Ihre nächste Rechnung oder irgendein Luxusgut bezahlen können, dann werden Sie Ihr Trading-Konto ruinieren.

Sie werden dazu neigen, Ihre Positionsgröße und Ihr gewünschtes Trade-Ergebnis auf den Preis des tollen Autos gründen. Wenn Sie das machen, werden Sie zu viel Risiko eingehen und das Erwartungsprofil Ihrer Trades verzerren. Vermasseln Sie nicht perfekte, gute Trades für ein unrealistisches Gewinnziel.

Erst beständiges Trading über viele Trades führt zu Ergebnissen.

Wenn Sie mit Ihrem nächsten Trade ein neues Auto kaufen möchten, dann projizieren Sie Ihre Wünsche auf den Markt. Aber der Markt interessiert sich nicht für Sie. Diese Diskrepanz ist die Vorlage für eine Katastrophe.

Trading-Fehler 4 – Sie machen den Trade aus Langeweile oder Angst

Langweiliges Trading ist das Gütesiegel für stabiles und profitables Trading. Aufregung und Spannung gehört den Zockern im Kasino, nicht den Tradern.

Haben Sie schon mal versucht, den Markt einen ganzen Tag zu beobachten, ohne einen Trade zu machen?

Vermutlich fühlen Sie sich so, als würden Sie der Farbe beim Trocknen zuschauen. Aber das ist die perfekte Übung für einen neuen Trader.

Dadurch wird die Wichtigkeit von Ruhe und Inaktivität trainiert.  Als Trader müssen Sie nicht immer long oder short sein. Keine Position im Markt zu haben ist eine Position. Viele neue Trader verstehen das nicht.

Sind Sie in der Lage, nicht im Markt zu sein, wenn Sie keinen Vorteil haben, dann verfügen Sie über eine wertvolle Trading-Fähigkeit.

Die meisten Trader können das nicht aufgrund von Angst und Langeweile. Sie fühlen sich gelangweilt, wenn Sie den ganzen Tag herumsitzen ohne Trading.  Oder Sie befürchten, die nächste große Bewegung zu verpassen.

Es gibt eine Zeit long zu gehen. Es gibt eine Zeit short zu gehen. Und es gibt eine Zeit Angeln zu gehen.

Jesse Livermore

Trading-Fehler 5 – Sie vergessen den Erwartungswert zu kalkulieren

Die Erwartung ist ein Grundkonzept des Tradings. Ein Trader sollte niemals einen Trade eingehen ohne dieses Konzept zu verstehen.

Nichts ist sicher im Trading. Somit können wir uns nur darauf verlassen, was wir vom Markt erwarten. Aus statistischer Perspektive gesehen verlassen wir uns auf die Erwartung eines Trades.

Bevor Sie Ihren nächsten Trade machen, müssen Sie Ihre Gewinnwahrscheinlichkeit und das Chance-Risiko-Verhältnis abschätzen.

Trade-Erwartung = (Wahrscheinlichkeit von Gewinn x Ertrag) – (Wahrscheinlichkeit von Verlust x Risiko)

Wenn Sie ein positives Ergebnis erwarten (positiver Erwartungswert), nehmen Sie den Trade. Wenn Sie ein negatives Ergebnis erwarten (negativer Erwartungswert), lassen Sie den Trade.

Diese Anhaltswerte können unscharf sein, aber dies ist ein essentieller Schritt. Ein Trader, der nicht nach positiver Erwartung strebt, ist nur ein getarnter Spieler.

Trading-Fehler 6- Sie weichen von Ihrem Trading-Plan ab

Stellen Sie sich einen Trade vor, der nicht nach Ihrem Trading-Plan umgesetzt wurde.

Wenn dieser Trade ein Verlierer wird, dann werden Sie sich fürchterlich darüber ärgern und es bereuen, dass Sie sich nicht an Ihre Trading-Regeln gehalten haben.

Falls dieser Trade ein Gewinner wird, dann können Sie sich das nicht als Verdienst anrechnen, da Sie sich nicht an Ihre Trading-Regeln gehalten haben. Es ist nur reines Glück. Der Erfolg des Trades hat nichts mit Ihnen zu tun.

Kurz gesagt: Trades, die Ihren Trading-Plan verletzen, sind es nicht wert gemacht zu werden.

fehlerhafte Trade sind es nicht wert gemacht zu werden

Trading-Fehler 7 – Sie vergessen die Termine der wichtigen Wirtschaftsdaten

Auch wenn Sie nicht basierend auf Nachrichten traden, müssen Sie trotzdem auf die Veröffentlichung der wichtigsten Wirtschaftsdaten achten.

Kurz vor wichtigen Nachrichten in einen direktionalen Trade einzusteigen ist Glücksspiel.

Wenn Sie ein Tool brauchen, um diese Wirtschaftstermine zu prüfen, dann kann ich Ihnen den Kalender von ForexFactory  oder unseren Wirtschaftskalender empfehlen. Er ist einfach zu lesen und lässt sich mit Ihrer lokalen Zeitzone synchronisieren.

Trading-Fehler 8 – Sie vermasseln es mit Ihrer Stop Loss Order

Es gibt viele Wege eine Stop Loss Order zu versauen.

Sie benutzen überhaupt kein Stop Loss. Aber Sie sollten immer eine Stop Loss Order platzieren.

Sie weiten Ihr Stop Loss aus. Stop Loss Orders sind dafür da, das Risiko zu begrenzen. Die Stop Loss Order wird wertlos, wenn Sie sie vergrößern.

Sie stornieren Ihr Stop Loss. Wenn Sie Ihr Stop Loss löschen, dann verletzten Sie Ihren ursprünglichen Trading-Plan. Es ist ein klares Zeichen, dass Sie außer Kontrolle handeln. Schließen Sie sofort alle Positionen und  machen eine Pause.

Sie platzieren ein unlogisches Stop Loss. Sie dürfen niemals Ihr Stop Loss basierend darauf setzen, wie viel Sie verlieren möchten. Den Markt interessiert das nicht. Sie müssen lernen, hier ein logisches Stop Loss zu setzen.

Trading-Fehler 9 – Sie haben keinen Plan für die Gewinnnahme

Haben Sie ein Kursziel? Sie brauchen für Ihren nächsten Trade kein spezifisches Ziel, aber Sie brauchen einen Ziel-Plan.

Ein Ziel-Plan definiert, wie und wann Sie aus aussteigen werden, wenn der Trade in Ihre Richtung läuft.

Viele Trader schaffen es nicht für ein Kursziel zu planen wegen dem Trading-Rat „lasse deine Gewinne laufen“. Die Gewinne laufen zu lassen bedeutet jedoch nicht, dass Sie einen Ausstiegsplan haben, wenn die Dinge gut laufen.

Wenn Ihnen ein Ziel-Plan für die Gewinnmitnahme fehlt, dann werden Sie immer unsicher sein, auch wenn die Dinge für Sie laufen. Am Ende werden Sie vielleicht sogar die meisten Ihrer Gewinne wieder an den Markt zurückgeben.

Wenn Sie nicht wissen, wie Gewinne genommen werden, wie können Sie dann profitabel sein?

Trading-Fehler 10 – Sie verbilligen Ihren Einstandskurs

Es ist nicht immer falsch, den Einstiegskurs zu verbilligen. Nachkaufen ist in Ordnung, wenn es Sinn macht als Teil Ihrer Trading-Methode und Ihres Trading-Plans.

Ein Beispiel: Sie haben für eine Aktie einen fairen Wert berechnet. Sie kauften die Aktie das erste Mal, als sie unter den von Ihnen berechneten fairen Wert gefallen war. Gehen wir davon aus, dass der Aktienkurs weiter fällt, während der faire Wert gleich bleibt. Die Aktie nachzukaufen passt in diesem Fall zu Ihrer Trading-Strategie.

Aber in den meisten Fällen wird durch Einstandskurs-Verbilligung das Risiko in einer Position erhöht, die nicht bewiesen hat, dass sie es wert ist. Einstandskurs-Verbilligung wirkt sich jetzt sehr negativ auf Ihr Risikomanagement aus und zeigt mangelnde Trade-Disziplin.

Trading-Fehler 11 – Sie riskieren alles

Einfach gesagt, Sie ignorieren die wichtigste Trading-Regel: Die Anpassung der Positionsgröße.

Ihr Risiko zu begrenzen  ist die Hälfte des Tradings. Die andere Hälfte besteht darin, nur gutes Risiko einzugehen.

Wenn Sie alles auf einmal riskieren, dann ignorieren Sie die Hälfte des Tradings. Vielleicht gewinnen bei einigen Trades, aber am Ende werden Sie Ihr Konto ruinieren.

Riskieren Sie nicht alles bei Ihrem nächsten Trade.

Trading-Fehler 12 – Sie dokumentieren nicht Ihre Trades

Jeder Trade sollte dokumentiert werden. Aus jedem gemachten Trade können Sie eine wertvolle Lektion lernen. Lernen Sie gleichermaßen aus Gewinn-Trades und aus Verlust-Trades.

Die Trade-Dokumentation muss so schnell wie möglich gemacht werden. Es ist deshalb so extrem wichtig, damit Sie Ihre Emotionen und Disziplin-Fragen notieren. Diese Themen verschwinden schnell aus Ihrem Gedächtnis, wenn Sie sie nicht sofort aufschreiben.

Entwickeln Sie Ihre Methode, wie Sie jeden Trade aufzeichnen. Als Daumenregel gilt: Sie müssen genug Details haben, um den Trade rekonstruieren zu können. Dazu gehören Ihre Gründe, warum Sie den Trade eingegangen sind, und Ihre Emotionen während des Trading-Prozesses.

Trading-Fehler 13 – Sie überanalysieren den Trade

Sie sollten aus jedem Trade lernen, aber überanalysieren Sie nicht Ihren nächsten Trade. Es ist nur ein einzelner Trade.

Aus einem einzelnen Trade können Sie nur zwei Dinge lernen:

  1. Sind Sie den Trading-Regeln gefolgt?
  2. Haben Sie Ihre Emotionen unter Kontrolle gehabt?

Wenn Sie darüberhinaus etwas für Ihr Trading lernen möchten, dann müssen Sie eine Reihe von Trades analysieren. Aus einer Folge von Trades können Sie die Tageszeit bestimmen, wann Ihre Strategie am besten funktioniert. Sie können auch herausarbeiten, ob Sie mit Ihrer Price Action Analyse auf dem richtigen Weg sind.

Denken Sie daran, dass ein Verlust-Trade nicht immer ein schlechter Trade ist.

Einen Verlust-Trade sollten Sie nicht überanalysieren. Das ist in der Regel der erste Schritt in einer niemals endenden Suche nach dem Heiligen Gral.

Machen Sie Ihren nächsten Trade ohne Trading-Fehler

Diese häufigen Fehler haben nichts mit Ihrem Vorteil im Trading (Edge) zu tun. Sie werden immer noch einen echten Trading-Vorteil brauchen, um profitabel zu sein. Selbst wenn Sie diese Fehler vermeiden, bedeutet das nicht, dass Sie ein beständig profitabler Trader sein werden.

Wenn Sie es jedoch schaffen, diese Fehler zu vermeiden, dann werden Sie bestimmt den meisten Tradern etwas voraus haben. Und in diesem konkurrenzstarken Gebiet ist das ein Pluspunkt, den Sie für sich buchen müssen.

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Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlich: DON’T MAKE THESE 13 COMMON MISTAKES WITH YOUR NEXT TRADE

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels

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