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13 Tradingfehler, die Sie unbedingt vermeiden müssen (Video, 2022)

Trading-Fehler: Wenn Sie an Ihren nächsten Trade denken, geraten Sie dann ins  schwitzen? Oder fangen Sie an vor Aufregung zu zittern? Wenn das Fall sein sollte, dann denken Sie vermutlich an die falschen Dinge.

Ein guter Trade ist einfach, unkompliziert und langweilig. Sie sollten weder schwitzen noch zittern. Aber nur weil ein Trade einfach ist, bedeutet das nicht, das Trader damit nicht in Schwierigkeiten geraten.

Es gibt bestimmte Fehler, die ich immer wieder und wieder sehe, wenn ein neuer Trade gemacht wird. Aber dabei kann man diese Fehler leicht vermeiden.

Ihr nächster Trade ist die nächste materielle Handlung in Ihrer Trading-Karriere. Konzentrieren Sie sich immer auf Ihren nächsten Trade und sorgen Sie dafür, dass er fehlerfrei umgesetzt wird. Schauen Sie nach vorne.

Lesen Sie bitte weiter, um festzustellen, ob Sie bei Ihrem nächsten Trade einen dieser häufigen Fehler machen:

Trading-Fehler: Sie sind in keinem guten körperlichen und mentalen Zustand

Das Trading verlangt Konzentration und Sie müssen sich für Ihren nächsten Trade ganz hervorragend fühlen.

Es ist keine gute Idee, dann zu traden, wenn Sie krank sind oder Probleme haben. Die Emotionen werden schnell hochkommen und die Chance ist beträchtlich, dass Sie Ihren Trade vermasseln.

Beim Trading ist es nicht so wie bei Ihrem normalen Job. Sie werden nicht dafür bezahlt, nur weil Sie präsent sind.  Wenn Sie nur einfach da sind, dann kann das bedeuten, dass Sie Geld verlieren, besonders wenn Sie nicht in der Lage sind gut zu traden.

Machen Sie keinen neuen Trade, wenn Sie nicht in einem guten physischen und mentalen Zustand sind.

Trading-Fehler: Sie denken an Ihren letzten Trade oder an einige Ihrer letzten Trades

Wenn Sie über Ihren letzten Verlust-Trade grübeln, dann bedeutet das, dass Sie gierig danach sind, Ihre Verluste wieder reinzuholen.

Über vergangene Trades nachdenken

Und falls Sie an Ihre letzten drei Gewinn-Trades denken, dann fühlen Sie sich wie ein Magier der Märkte. Sie fühlen sich so, als könnten Sie nicht verlieren.

Beide Szenarien führen dazu, dass Sie Ihre Trading-Kriterien aufweichen und überhebeln. Das Grübeln über vergangene Ergebnisse beeinflusst Ihr Trading-Verhalten immer zum Schlechten.

Denken Sie daran, dass jeder einzelne Trade, den Sie machen, unabhängig ist. Lassen Sie nicht zu, dass das Ergebnis des letzten Trade Sie dahingehend beeinflusst, wie Sie das aktuelle Trading-Setup bewerten.

Kurz gesagt, hören Sie auf über Ihren letzten Trade nachzudenken, bevor Sie einen neuen Trade aufsetzen.



Trading-Fehler: Sie möchten sich von Ihrem nächsten Trade ein neues Auto kaufen

Möglicherweise sorgt Ihr nächster Trade dafür, dass Sie sich ein neues Auto kaufen können, oder auch nicht. Aber wenn Sie von Ihrem nächsten Trade erwarten, dass Sie damit Ihre nächste Rechnung oder irgendein Luxusgut bezahlen können, dann werden Sie Ihr Trading-Konto ruinieren.

Sie werden dazu neigen, Ihre Positionsgröße und Ihr gewünschtes Trade-Ergebnis auf den Preis des tollen Autos gründen. Wenn Sie das machen, werden Sie zu viel Risiko eingehen und das Erwartungsprofil Ihrer Trades verzerren. Vermasseln Sie nicht perfekte, gute Trades für ein unrealistisches Gewinnziel.

Erst beständiges Trading über viele Trades führt zu Ergebnissen.

Wenn Sie mit Ihrem nächsten Trade ein neues Auto kaufen möchten, dann projizieren Sie Ihre Wünsche auf den Markt. Aber der Markt interessiert sich nicht für Sie. Diese Diskrepanz ist die Vorlage für eine Katastrophe.

Trading-Fehler: Sie machen den Trade aus Langeweile oder Angst

Langweiliges Trading ist das Gütesiegel für stabiles und profitables Trading. Aufregung und Spannung gehört den Zockern im Kasino, nicht den Tradern.

Haben Sie schon mal versucht, den Markt einen ganzen Tag zu beobachten, ohne einen Trade zu machen?

Vermutlich fühlen Sie sich so, als würden Sie der Farbe beim Trocknen zuschauen. Aber das ist die perfekte Übung für einen neuen Trader.

Dadurch wird die Wichtigkeit von Ruhe und Inaktivität trainiert.  Als Trader müssen Sie nicht immer long oder short sein. Keine Position im Markt zu haben ist eine Position. Viele neue Trader verstehen das nicht.

Sind Sie in der Lage, nicht im Markt zu sein, wenn Sie keinen Vorteil haben, dann verfügen Sie über eine wertvolle Trading-Fähigkeit.

Die meisten Trader können das nicht aufgrund von Angst und Langeweile. Sie fühlen sich gelangweilt, wenn Sie den ganzen Tag herumsitzen ohne Trading.  Oder Sie befürchten, die nächste große Bewegung zu verpassen.

Es gibt eine Zeit long zu gehen. Es gibt eine Zeit short zu gehen. Und es gibt eine Zeit Angeln zu gehen.

Jesse Livermore

Trading-Fehler: Sie vergessen den Erwartungswert zu kalkulieren

Die Erwartung ist ein Grundkonzept des Tradings. Ein Trader sollte niemals einen Trade eingehen ohne dieses Konzept zu verstehen.

Nichts ist sicher im Trading. Somit können wir uns nur darauf verlassen, was wir vom Markt erwarten. Aus statistischer Perspektive gesehen verlassen wir uns auf die Erwartung eines Trades.

Bevor Sie Ihren nächsten Trade machen, müssen Sie Ihre Gewinnwahrscheinlichkeit und das Chance-Risiko-Verhältnis abschätzen.

Trade-Erwartung = (Wahrscheinlichkeit von Gewinn x Ertrag) – (Wahrscheinlichkeit von Verlust x Risiko)

Wenn Sie ein positives Ergebnis erwarten (positiver Erwartungswert), nehmen Sie den Trade. Wenn Sie ein negatives Ergebnis erwarten (negativer Erwartungswert), lassen Sie den Trade.

Diese Anhaltswerte können unscharf sein, aber dies ist ein essentieller Schritt. Ein Trader, der nicht nach positiver Erwartung strebt, ist nur ein getarnter Spieler.

Trading-Fehler: Sie weichen von Ihrem Trading-Plan ab

Stellen Sie sich einen Trade vor, der nicht nach Ihrem Trading-Plan umgesetzt wurde.

fehlerhafte Trade sind es nicht wert gemacht zu werden

Wenn dieser Trade ein Verlierer wird, dann werden Sie sich fürchterlich darüber ärgern und es bereuen, dass Sie sich nicht an Ihre Trading-Regeln gehalten haben.

Falls dieser Trade ein Gewinner wird, dann können Sie sich das nicht als Verdienst anrechnen, da Sie sich nicht an Ihre Trading-Regeln gehalten haben. Es ist nur reines Glück. Der Erfolg des Trades hat nichts mit Ihnen zu tun.

Kurz gesagt: Trades, die Ihren Trading-Plan verletzen, sind es nicht wert gemacht zu werden.

Trading-Fehler: Sie vergessen die Termine der wichtigen Wirtschaftsdaten

Auch wenn Sie nicht basierend auf Nachrichten traden, müssen Sie trotzdem auf die Veröffentlichung der wichtigsten Wirtschaftsdaten achten.

Kurz vor wichtigen Nachrichten in einen direktionalen Trade einzusteigen ist Glücksspiel.

Wenn Sie ein Tool brauchen, um diese Wirtschaftstermine zu prüfen, dann kann ich Ihnen den Kalender von ForexFactory  oder unseren Wirtschaftskalender empfehlen. Er ist einfach zu lesen und lässt sich mit Ihrer lokalen Zeitzone synchronisieren.

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Trading-Fehler: Sie vermasseln es mit Ihrer Stop Loss Order

Es gibt viele Wege eine Stop Loss Order zu versauen.

Sie benutzen überhaupt kein Stop Loss. Aber Sie sollten immer eine Stop Loss Order platzieren.

Sie weiten Ihr Stop Loss aus. Stop Loss Orders sind dafür da, das Risiko zu begrenzen. Die Stop Loss Order wird wertlos, wenn Sie sie vergrößern.

Sie stornieren Ihr Stop Loss. Wenn Sie Ihr Stop Loss löschen, dann verletzten Sie Ihren ursprünglichen Trading-Plan. Es ist ein klares Zeichen, dass Sie außer Kontrolle handeln. Schließen Sie sofort alle Positionen und  machen eine Pause.

Sie platzieren ein unlogisches Stop Loss. Sie dürfen niemals Ihr Stop Loss basierend darauf setzen, wie viel Sie verlieren möchten. Den Markt interessiert das nicht. Sie müssen lernen, hier ein logisches Stop Loss zu setzen.

Trading-Fehler: Sie haben keinen Plan für die Gewinnnahme

Haben Sie ein Kursziel? Sie brauchen für Ihren nächsten Trade kein spezifisches Ziel, aber Sie brauchen einen Ziel-Plan.

Ein Ziel-Plan definiert, wie und wann Sie aus aussteigen werden, wenn der Trade in Ihre Richtung läuft.

Viele Trader schaffen es nicht für ein Kursziel zu planen wegen dem Trading-Rat „lasse deine Gewinne laufen“. Die Gewinne laufen zu lassen bedeutet jedoch nicht, dass Sie einen Ausstiegsplan haben, wenn die Dinge gut laufen.

Wenn Ihnen ein Ziel-Plan für die Gewinnmitnahme fehlt, dann werden Sie immer unsicher sein, auch wenn die Dinge für Sie laufen. Am Ende werden Sie vielleicht sogar die meisten Ihrer Gewinne wieder an den Markt zurückgeben.

Wenn Sie nicht wissen, wie Gewinne genommen werden, wie können Sie dann profitabel sein?

Trading-Fehler: Sie verbilligen Ihren Einstandskurs

Es ist nicht immer falsch, den Einstiegskurs zu verbilligen. Nachkaufen ist in Ordnung, wenn es Sinn macht als Teil Ihrer Trading-Methode und Ihres Trading-Plans.

Ein Beispiel: Sie haben für eine Aktie einen fairen Wert berechnet. Sie kauften die Aktie das erste Mal, als sie unter den von Ihnen berechneten fairen Wert gefallen war. Gehen wir davon aus, dass der Aktienkurs weiter fällt, während der faire Wert gleich bleibt. Die Aktie nachzukaufen passt in diesem Fall zu Ihrer Trading-Strategie.

Aber in den meisten Fällen wird durch Einstandskurs-Verbilligung das Risiko in einer Position erhöht, die nicht bewiesen hat, dass sie es wert ist. Einstandskurs-Verbilligung wirkt sich jetzt sehr negativ auf Ihr Risikomanagement aus und zeigt mangelnde Trade-Disziplin.

Trading-Fehler: Sie riskieren alles

Einfach gesagt, Sie ignorieren die wichtigste Trading-Regel: Die Anpassung der Positionsgröße.

Ihr Risiko zu begrenzen  ist die Hälfte des Tradings. Die andere Hälfte besteht darin, nur gutes Risiko einzugehen.

Wenn Sie alles auf einmal riskieren, dann ignorieren Sie die Hälfte des Tradings. Vielleicht gewinnen bei einigen Trades, aber am Ende werden Sie Ihr Konto ruinieren.

Riskieren Sie nicht alles bei Ihrem nächsten Trade.

Trading-Fehler: Sie dokumentieren nicht Ihre Trades

Jeder Trade sollte dokumentiert werden. Aus jedem gemachten Trade können Sie eine wertvolle Lektion lernen. Lernen Sie gleichermaßen aus Gewinn-Trades und aus Verlust-Trades.

Die Trade-Dokumentation muss so schnell wie möglich gemacht werden. Es ist deshalb so extrem wichtig, damit Sie Ihre Emotionen und Disziplin-Fragen notieren. Diese Themen verschwinden schnell aus Ihrem Gedächtnis, wenn Sie sie nicht sofort aufschreiben.

Entwickeln Sie Ihre Methode, wie Sie jeden Trade aufzeichnen. Als Daumenregel gilt: Sie müssen genug Details haben, um den Trade rekonstruieren zu können. Dazu gehören Ihre Gründe, warum Sie den Trade eingegangen sind, und Ihre Emotionen während des Trading-Prozesses.

Trading-Fehler: Sie überanalysieren den Trade

Sie sollten aus jedem Trade lernen, aber überanalysieren Sie nicht Ihren nächsten Trade. Es ist nur ein einzelner Trade.

Aus einem einzelnen Trade können Sie nur zwei Dinge lernen:

  1. Sind Sie den Trading-Regeln gefolgt?
  2. Haben Sie Ihre Emotionen unter Kontrolle gehabt?

Wenn Sie darüberhinaus etwas für Ihr Trading lernen möchten, dann müssen Sie eine Reihe von Trades analysieren. Aus einer Folge von Trades können Sie die Tageszeit bestimmen, wann Ihre Strategie am besten funktioniert. Sie können auch herausarbeiten, ob Sie mit Ihrer Price Action Analyse auf dem richtigen Weg sind.

Denken Sie daran, dass ein Verlust-Trade nicht immer ein schlechter Trade ist.

Einen Verlust-Trade sollten Sie nicht überanalysieren. Das ist in der Regel der erste Schritt in einer niemals endenden Suche nach dem Heiligen Gral.

Machen Sie Ihren nächsten Trade ohne Trading-Fehler

Diese häufigen Fehler haben nichts mit Ihrem Vorteil im Trading (Edge) zu tun. Sie werden immer noch einen echten Trading-Vorteil brauchen, um profitabel zu sein. Selbst wenn Sie diese Fehler vermeiden, bedeutet das nicht, dass Sie ein beständig profitabler Trader sein werden.

Wenn Sie es jedoch schaffen, diese Fehler zu vermeiden, dann werden Sie bestimmt den meisten Tradern etwas voraus haben. Und in diesem konkurrenzstarken Gebiet ist das ein Pluspunkt, den Sie für sich buchen müssen.

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlich: DON’T MAKE THESE 13 COMMON MISTAKES WITH YOUR NEXT TRADE

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels

Bonus Video: Meine drei größten Trading Fehler – was ihr daraus lernen könnt

Heute unternehme ich einen schweren Schritt und gebe Ihnen einen Einblick in meine größten Fehler, die ich als Trader begangen habe (Philipp Greineder)

Meine drei größten Trading Fehler – Philipp Greineder

Transkript des Videos „Meine drei größten Trading Fehler“

Ich freue mich, dass Sie eingeschaltet haben und heiße Sie willkommen auf diesem Kanal. Mein Name ist Philipp Greineder, und hier mache ich nun ein Video, dass mir nicht leicht fällt. Ich bin ein Typus, der nicht gerne tiefere Einblicke gewähren möchte, der nicht gerne das preisgibt, was einem wirklich beschäftigt.

Mit diesem Video will ich Euch zeigen, dass Ihr nicht alleine seid, dass wir letztlich alle Fehler begehen, aber dass es darauf ankommt, dass wir aus unseren Fehlern lernen. Mir liegt daran, dass Sie sich keinen Bären aufbinden lassen und dass Sie einfach einen Schritt weiterkommen. Es würde mich freuen, wenn Sie mich mit einem Abo oder einem Like für dieses Video unterstützen würden. Oder noch besser wäre, wenn Sie einen Kommentar schreiben, wie es Ihnen ergeht, zumal mir dieses Video überhaupt nicht so leicht fällt, wie ich angenommen habe.

Ich möchte Ihnen heute in diesem Video klarmachen, dass die Fehler, die Ihr begeht, alle menschlich sind, aber es sind einfach Leute unterwegs, die genau das ausnutzen. Und das ist auch schon der erste Punkt, den ich in diesem Video besprechen möchte.

Die Gier

Ich war zu gierig. Jeder, der so vor der Kamera stand und sagte „Ich verdiene in 60 Sekunden 5.000 Euro“, waren genau die Typen, denen ich geglaubt habe. Ich dachte nämlich, dass ich genauso viel Geld verdienen werde, wenn ich es so mache. Mein erster großer Fehler war die Gier. Das ist ein langer Prozess, denn man muss lernen, dass Traden einfach anders funktioniert.

Es gibt zwei Bereiche: Es gibt das Traden, das ich jetzt inzwischen praktiziere, und es gibt diese ganze Marketing-Kampagne im Umfeld. Es gibt nun viele Leute, die davon leben, dass Sie da draußen irgendetwas verkaufen. Zum Beispiel irgendwelche Abschlüsse über Broker. Immer wenn Sie einen solchen Abschluss tätigen und angeblich ein freies Produkt erhalten, sind Sie an Ihren Broker gebunden. Ich kann Ihnen sagen, dass ungefähr 80 – 90% der Leute Ihre eingezahlten Gelder innerhalb der ersten paar Tage verlieren. Wer daran verdient, ist ganz klar ersichtlich: der Broker und derjenige, der Sie dazu veranlasst hat, bei diesem Broker einzuzahlen.

Der erste große Fehler, den ich wirklich lange Zeit begangen habe, war die Gier. Ich habe immer wieder kleine Einzahlungen vorgenommen, meistens 200, 250, 300 oder 400 Euro, wobei ich diese Beträge stets vollständig verloren habe. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich von da aus weiterentwickelt habe, und irgendwann habe ich erkannt, dass Traden irgendwie anders funktioniert.

Man muss natürlich sagen, dass Traden immer einfacher wird, je mehr Kapital einem zur Verfügung steht. Ein Konto mit 200 oder 500 Euro ist einfach äußerst schwierig zu traden, vor allem im ETF-Bereich und mit den ESMA-Regulierungen und einem Hebel von 30:1. Das soll nun aber nicht heißen, dass Sie ein anderes Konto mit einem Hebel von 500:1 traden sollten. Keinesfalls. Es soll viel mehr heißen: Erlernen Sie das Trading, lernen Sie, wie es funktioniert, und erst dann können Sie mehr investieren. Traden bedeutet nicht, mit 100.000 US-Dollar um sich zu werfen, sondern Traden heißt, damit effizient vorzugehen.

Was mich anbelangt, verdiene ich mein Geld mit dem Traden, aber was Sie auch wissen sollten: Ich fahre keinen Porsche, habe keine riesige Wohnung, aber ich kann davon leben. Das ist der entscheidende Unterschied.

Seid sehr kritisch, wenn Euch irgendjemand vormachen möchte, dass man mit dem Trading schnell Geld machen kann, denn so ist es nicht. Und dies kann ich Ihnen wirklich belegen, denn ich bin selbst auf alle diese Leute hereingefallen, die dies damals behauptet hatten.

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Überblick und Spezialisierung

Kommen wir zum nächsten großen Fehler, dem zweiten Fehler, den ich sehr lange gemacht habe und an dem ich lange Zeit zu kauen hatte. Ein Problem für Anfänger beim Trading besteht darin, dass sie versuchen, sich in einem Bereich zu spezialisieren. Man versucht zum Beispiel einen bestimmten Bereich abzudecken. Bei mir war das damals so, dass ich mir sehr viele Indikatoren hereingeholt und versucht habe, das alles zu automatisieren. Das sah dann etwa so aus…

Überblick im Trading verloren?

Das Ende vom Lied war schließlich, dass ich trotzdem nicht erfolgreich war, weil ich überhaupt keinen Überblick mehr hatte und gar nicht wusste, was ich machte.

Einsamkeit

Kommen wir zum dritten und für mich wahrscheinlich schwersten Punkt meiner Tradingkarriere, und das ist die Einsamkeit. Das mag sich recht seltsam anhören, aber ein Trader, der das wirklich lebt und die Chartanalyse und die fundamentale Analyse jeden Tag durchzieht, benötigt Zeit, Disziplin und Kraft. Es gibt dabei sehr wenige Leute im Familien- und Freundeskreis, die einem dabei unterstützen, so dass Sie einfach auf sich alleine gestellt sind und alles mit sich alleine abmachen müssen. Das ist ein großes Problem, denn es gibt niemanden, der Ihnen die Hand auf die Schulter legt, Sie aufmuntert und Ihnen sagt: „Du schaffst es schon.“

Trading ist wirklich eine sehr einsame Beschäftigung. Sie müssen jeden Tag innere Kämpfe durchstehen, und Sie müssen mit Verlusten und mit Fehlern, die man begeht, umgehen lernen. Und genau das ist ein großes Problem. Und das war eigentlich auch mein größtes Problem, denn ich dachte immer, dass die Fehler, die ich begehe und die schlechten Trades, die ich eingegangen bin, darauf zurückzuführen sind, dass der Markt unberechenbar ist und die Indikatoren nicht funktionieren, oder dass Marktmanipulation im Spiel gewesen ist. Das ist jedoch Unsinn, denn letztlich kommt es ausschließlich auf Sie alleine an, denn nur Sie können alles beeinflussen, und deshalb müssen Sie lernen, mit der Masse mitzuschwimmen, denn erst dann funktioniert es mit dem Trading. Sie müssen einfach aus Ihren Fehlern lernen. Das ist von entscheidender Bedeutung beim Trading, denn die meiste Zeit sitzen Sie alleine vor dem Bildschirm und machen Ihre Trades, wobei Sie auch alleine mit Ihren Verlusten fertig werden müssen.

Am Ende dieses Videos muss ich daran denken, dass mittlerweile neun Jahre vergangen sind. Ich denke auch daran, dass es Zeiten gab, in denen ich mich selbst gehasst habe. Ich denke an die Zeit, als ich auch einmal an einem Tag 20 Prozent meines Kontos verloren hatte. Und ich erinnere mich, als mein Vater damals sagte „Trading kann niemals funktionieren“; das war ein Tag, an dem mir alles nicht leicht fiel. Es gab Tage, an denen ich einfach aufgeben wollte, das waren Tage, an denen es mir schlecht ging und ich mich tatsächlich selbst gehasst habe. Aber es gab auch Tage, die wichtig waren für meine Entwicklung.

Und nun habe ich einen sehr schönen Vergleich für Sie: Jeder dieser Rückschläge war eine Korrektur in meinem Trend. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem treffenden Vergleich auch etwas Mut machen konnte.

Dieses Video war nicht leicht für mich, denn ich musste sehr viel Einblick in mein Inneres und in meinen Werdegang geben, aber ich hoffe sehr, dass ich Ihnen dabei helfen und Sie ein wenig unterstützen konnte.

Ich wünsche Ihnen recht viel Erfolg. Machen Sie es gut.

Ihr Philipp Greinedervon Kagels Trading


Erfahrungsbericht: Welchen Fehler darfst Du als Börsianer nie machen?

Was ist der wichtigste Punkt, ob man als Trader erfolgreich wird oder nicht? Darüber gibt es unzählige Bücher und Abhandlungen.

Mein Name ist Thomas Hühler und ich bin seit mehr als 15 Jahren hauptberuflicher Trader. Dabei habe ich mehr als 10.000 Trades hinter mir und das waren nicht nur Gewinner.

Ich kenne außer mir noch drei, vier Leute, von denen ich sicher weiß, dass auch sie seit vielen Jahren mit Trading erfolgreich sind und konstant Geld damit verdienen. Und aus vielen Gesprächen weiß ich, dass sie mir in diesem einen Punkt zustimmen würden:

Ein Trader wird nur dann erfolgreich, wenn er mit seinen Verlusten richtig umgeht und das Risiko im Griff hat.

Verluste im Trading klein halten ist der Schlüssel zum Erfolg

Ich kann das gar nicht genug betonen, denn dies ist der eigentlich entscheidende Punkt, ob man erfolgreich wird oder nicht. Man muss sein Risiko im Griff haben und seine Verluste so klein wie möglich halten. Es gibt ganze Bücher über das Thema, aber meine Regeln sind hier sehr einfach gehalten und funktionieren.

Fakt ist, das jeder Trade ein Verlustrisiko hat. Bei jeder Aktie, die ich kaufe, gehe ich das Risiko ein, einen Verlust zu erleiden. Das lässt sich nicht vermeiden. Ich kenne keinen noch so guten Trader, der eine 100 % Erfolgsquote hat. Nur wenn man seine Verluste richtig managt, hat man eine dauerhafte Überlebenschance in diesem Geschäft.

Macht Euch klar, das es absolut entscheidend ist, die Verluste klein zu halten.

Ein reales Beispiel, wie man es nicht machen sollte

Ein Trader hat 50.000 € auf einem Handelskonto. Er bekommt einen Tipp und liest in einem gut recherchierten Börsenbrief, dass es eine Aktie gibt, die Saphirglas herstellt. Der Name dieser Firma ist GT Advanced Technologie.

Es gibt das Gerücht, dass Apple in Zukunft die Displays seiner iPhones mit dem Glas der Firma ausrüsten wird. Bislang hatte Apple schon über 100 Millionen Dollar in die Firma investiert.

Die Aktie sieht gut aus, es hagelt Kaufempfehlungen, wie ihr im abgebildeten Chart sehen könnt.

Der Trader nimmt seine 50.000 € und kauft die Aktie für 10 Dollar. Er scheint alles richtig gemacht zu haben; die Zahlen sind gut, denn die Aktie steigt und steigt bis auf fast 20 Dollar. Zu diesem Zeitpunkt hat der Trader 50.000 € Gewinn gemacht.

GT Advanced Technologies Tageschart im Aufwärtstrend
GT Advanced Technologies Aktienkurs im Aufwärtstrend

Erst vom realisierten Gewinn kann man sich was kaufen

Aber der Gewinn existiert bisher nur auf dem Papier, denn solange der Trader nicht verkauft, hat er den Gewinn nicht realisiert.

Der Trader bleibt weiter investiert und hofft auf weitere 50.000 €. Die Aktie fällt daraufhin auf 13 Dollar zurück und steigt anschließend wieder auf über 20 $ und erreicht sogar ein neues Hoch. Dieser Ausbruch entpuppt sich jedoch als Fehlausbruch.

Der Trader ist seit gut 6 Monaten investiert, inzwischen ist die Aktie aber wieder auf 11 $ gefallen. Der Trader hofft erneut auf 20, wenn Apple meldet, dass es Saphirglas einsetzen wird und sagt sich, dass er wohl diesmal dann verkaufen würde.

Aber es sollte anders kommen, Apple stellt sein neues iPhone vor und es hat leider kein Saphirglas… die Aktie stürzt binnen Minuten auf unter 1 Dollar ab, ohne dass der Trader den Hauch einer Chance zum reagieren hat. Aus 55.000 € werden binnen Minuten 5.000 €. Der Trader ist fassungslos und wie gelähmt, aber er kann nichts mehr tun… hätte er nur vorher verkauft… Inzwischen steht die Aktie bei 0,02 Cent und der Trader ist pleite…

Der Kursverlauf der Aktie ist real und ich habe sie selbst gehandelt. Es handelt(e) sich um GT Advanced Technologies und ich habe mit der Aktie Geld verdient. Schauen wir uns einen Chart an, was dem imaginären Trader passiert ist:

Kursabsturz der GT Advanced Technologies Aktie
Kursabsturz der GT Advanced Technologies Aktie
Hier mehr über Trading Indikatoren erfahren


Zwei Fehler, die unbedingt vermieden werden müssen

Der Trader hat zwei elementare Fehler gemacht, die zum Untergang geführt haben.

Diese Fehler passieren Anfängern häufig, aber selbst Profis erwischt es hin und wieder… Der Fehler war nicht, dass er nicht bei 20 verkauft hat, denn man konnte zu dem Zeitpunkt nicht wissen, dass das mit Apple passiert und die Aktie hätte durchaus auch noch auf 25, 30 oder 50 Dollar steigen können.

Der Hauptfehler war, dass er alles auf eine Karte gesetzt hat. Er hat sein gesamtes Depot auf eine Aktie gesetzt.

Immer nur einen kleinen Teil des Depots in einer Aktie riskieren

Man kann bei Aktien niemals 100 % sicher sein, bei keiner einzigen Aktie, egal welche. Man muss immer damit rechnen, dass etwas Negatives passieren kann. Deshalb darf man nur einen Teil des Depots auf eine Wette setzen.

Ich habe die Faustregel, dass ich niemals mehr als 10 % des Depots in eine einzige Aktie investiere. D. h. der Trader hätte nur 5.000 € in GT investieren dürfen. Damit hätte er auch nur 5.000 € verloren und hätte noch 45.000 €, um weiterzumachen. Daraus folgt:

  • Regel 1: Setze niemals mehr als 10 % des zur Verfügung stehenden Kapitals für einen Trade ein!

Der zweite große Fehler bestand darin, dass der Trader keinen Stoppkurs hatte und diesen nicht nachgezogen hat. Bei jedem Trade muss man VORHER wissen, an welchem Punkt man aussteigt, wenn es nicht so läuft wie man erwartet!

Verluste gehören zum Trading dazu, selbst die besten Trader der Welt machen Verluste, aber entscheidend ist, diese Verluste gering zu halten.

Einen Stoppkurs setzen und mit der Kursentwicklung nachziehen

Ich habe für mich die Regel, dass ich versuche, niemals mehr als 10 % Verlust in einem Einzeltrade zuzulassen. Das bedeutet, wenn ich GT für 10 Dollar kaufe, schließe ich die Position automatisch, wenn der Aktienkurs unter 9 Dollar fällt. Schluss aus Feierabend! Und diesen Stopp muss ich vorher festlegen, denn wenn ein Trade erst läuft und die Emotionen wie Gier und Angst dazukommen, ist es schwer, einen kühlen Kopf zu behalten.

Nun war es aber so, dass der Trader nie hinten lag und der Trade sofort gut loslief. Hier hätte er irgendwann den Stoppkurs nach oben anpassen müssen. Das bedeutet, er sichert sich damit einen Teil des Gewinnes, falls die Aktie komplett umdreht.

Man legt einen Kurs fest, an dem man aussteigt, wenn die Aktie darunter fällt – das versteht man unter Stopp.

Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten, einen Stopp zu setzen und nachzuziehen. Man kann dies unter den letzten Tiefs machen, beim Unterschreiten eines bestimmten gleitenden Durchschnitts oder einfach prozentual vom Hoch. Egal welche Methode man verwendet, wichtig ist, dass man eine Methode zum Nachziehen des Stoppkurses hat.

Ich selbst bin bei diesem Trade auch nicht bei 20 ausgestiegen, weil man ja nicht wissen konnte, dass sie genau dort umkehrt. Ich habe aber meinen Stoppkurs angehoben und bin bei knapp über 15 ausgestoppt worden. Ich habe den 50-Tage Gleitenden Durchschnitt in Verbindung mit dem Unterschreiten eines wichtigen Zwischentiefs genommen.

Das bedeutet, ich konnte immer noch knapp 50 % Gewinn auf den Einstandskurs realisieren. Zu dem Zeitpunkt, als die Meldung kam und der Kurs einbrach, hatte sich der Chart bereits so stark verschlechtert, dass man definitiv nicht mehr hätte investiert sein dürfen. Daraus folgt:

  • Regel 2: Setze immer einen Stoppkurs und ziehe diesen nach, wenn die Aktie steigt!

Bei Stopps habe ich die grobe Faustregel, dass ich niemals mehr als 10 % mit einem Trade verlieren möchte.

Ich fasse noch einmal zusammen, weil es so wichtig ist. Man sollte immer nur einen Teil des zur Verfügung stehenden Kapitals für einen Trade einsetzen und immer für jeden Trade Stoppkurse setzen und diese im Zeitablauf nach oben anpassen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Zum besseren Verständnis ein Rechenexempel: Ein Trader hat ein Handelskonto von 50.000 €. Er identifiziert einen lukrativen Trade, den er gern handeln würde. Er nimmt 5.000 € (10 % vom Handelskonto) und kauft die Position. Er setzt direkt einen Stopp 10 % unter Einstand. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Die Aktie fällt unter den Stopp. Die Position wird mit 10 % Verlust verkauft. Der Trader verliert 500 Euro. Er hat noch 49.500 Euro im Depot und kann den nächsten Trade suchen.
  2. Die Aktie steigt. Wenn die Aktie komfortabel im Gewinn liegt (z. B. 10 %), zieht der Trader den Stopp auf seinen Einstand. Dreht die Position dann um, wird er dort ausgestoppt und macht +/- Null. Steigt die Position weiter, zieht er den Stopp unter die natürlichen Unterstützungen im Chart nach und lässt die Position laufen, bis sie ausgestoppt wird. Wird die Position irgendwann z. B. mit einem Gewinn von 20 % ausgestoppt, hat er einen Gewinn von 1.000 Euro gemacht und sein Depot ist nun bei 51.000€, und er kann die nächsten Trades suchen.

Die hier beschriebenen Marken von 10 % bei Positionsgröße und Stopp sehe ich als maximales Risiko an, was man langfristig eingehen sollte, gerade am Anfang. Mir persönlich wäre das schon zu viel. Ich würde am speziell am Anfang kleinere Positionen machen und die Stopps auch etwas enger halten. 

Was ist die optimale Vorgehensweise bei kleinen Konten?

Ein Problem besteht allerdings bei kleineren Depots. Wer z. B. nur 10.000€ zum Traden zur Verfügung hat, hat es schwer, diese Regel zu befolgen. Denn es macht fast keinen Sinn, pro Trade mit 1000 Euro zu agieren.

Da viele Broker Mindestgebühren pro Trade verlangen, sind die Gebühren prozentual zum eingesetzten Kapital zu hoch und verschlechtern damit drastisch die Erfolgsaussichten des Traders.

Beträgt die Mindestgebühr z. B. 10 Euro, dann hat der Trader schon 1 % Kosten beim Kauf und nochmal beim Verkauf. Das ist definitiv ungünstig, weil er jeden Trade bereits mit -2 % beginnt. In solch einem Falle würde ich ausnahmsweise dazu raten, vielleicht 20 % pro Trade einzusetzen, also 2.000 Euro.

Wer ein sehr kleines Depot hat, der ist am Anfang praktisch gezwungen, höhere Risiken einzugehen, das ist leider Fakt.

Wer also mit 10.000 € beginnt zu traden, der muss sicher sein, dass er diese 10 T€ im Zweifel auch verlieren kann, ohne unter der Brücke schlafen zu müssen. Das bedeutet, wer keine zusätzlichen Reserven hat und sein letztes Geld zum Traden verwendet, handelt grob fahrlässig, davon kann ich nur dringend abraten.

Erst wenn man einen gewissen Betrag „übrig“ hat, kann man guten Gewissens mit dem „richtigen“ Trading beginnen, sonst macht das keinen Sinn! Aus meiner Sicht sollten es mindestens 25.000 € sein.

Ein Broker mit günstigen Handelsgebühren

Wichtig ist es auch, sich eine Bank bzw. einen Broker zu suchen, der günstige Handelsgebühren hat und der finanziell solide ist. Je höher die Gebühren, desto schlechter ist von vornherein das Chance-Risiko-Verhältnis.

Es macht einen großen Unterschied, ob ich für einen Kauf oder Verkauf mit 5.000 € eine Gebühr von 8 Euro oder 20 Euro zahle. Macht man nur 50 Trades im Jahr (einer pro Woche), sind das schon 1200 Euro Unterschied, was 2,4 % auf ein 50.000 € Depot ausmacht – bei 100 Trades im Jahr schon fast 5 %!

Der Broker sollte gleichzeitig finanziell solide sein. Im Aktienbereich sind Sino mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt als Bank und Interactive Brokers sehr gut zum Traden geeignet. Hier stimmt das Gesamtpaket.

Idealerweise hat man mindestens zwei Anbieter, auf die man seine Depots aufteilt. Interactive Brokers ist m. E. besonders für den Handel mit US-Aktien gut geeignet, auch weil hier die Gebühren deutlich niedriger als bei deutschen Brokern sind.

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Abschließende Zusammenfassung

Wenn man noch einmal einen Schritt zurück tritt, läuft erfolgreicher Börsenhandel so ab:

Man schaut sich täglich eine bestimmte Anzahl von ausgewählten Aktiencharts an. Man sucht nach Erfolg versprechenden Setups in den Charts.

Diese Setups sollten einen bestimmten Vorteil bieten, welcher die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes erhöht. Sonst könnte man ja eine Münze werfen, dann wäre es 50:50. Wenn man wahllos Aktien auswählen würde, hätte man auf lange Sicht eine 50:50 Wahrscheinlichkeit (in der Praxis unter Berücksichtigung der Gebühren ist es unter 50 %).

Mit gut ausgewählten Setups (das wäre ein Thema für einen separaten Artikel) kann man auf 60:40 kommen, wobei ich dies nur gefühlsmäßig bestimmen und nicht wissenschaftlich belegen kann. Ist aber egal, Hauptsache es funktioniert.

Man handelt also konsequent nur die besten Setups. Aber 40 % gehen trotzdem schief, das gehört zur Börse dazu, es gibt kein System, welches zu 100 % funktioniert.

Und der entscheidende Punkt ist es jetzt, bei den 40 %, die nicht funktionieren, die Verluste so klein wie möglich zu halten.

Wenn man z. B. jedes Mal bei 5 % bis 10 % Verlust ausgestoppt wird, sind auch viele Verlusttrades hintereinander kein Problem.

Wenn es gelingt, die 60 % ins Ziel zu bringen und den einen oder anderen Trade hier mit einem großen Gewinn abzuschließen, dann macht man auf lange Sicht Gewinne, das kann gar nicht anders sein. Man muss nur die Disziplin haben, es genau so umzusetzen.

Ganz wichtig ist also der Punkt Disziplin. Es nützt nichts, ein gutes Handelssystem zu haben und ein gutes Risikomanagement, wenn man sich in den entscheidenden Phasen nicht daran hält.

Es ist absolut entscheidend, seine eigenen Regeln peinlich genau einzuhalten, auch wenn man unter Druck steht und der Puls auf 200 ist… Ich kann das gar nicht oft genug betonen, damit steht und fällt der gesamte Erfolg beim Börsenhandel.

Weiterlesen:

2 Gedanken zu „13 Tradingfehler, die Sie unbedingt vermeiden müssen (Video, 2022)“

  1. Hey, euer Artikel gefällt mir sehr gut. Ich werde mir einige Punkte mal näher zu gemühte führeren.
    Vielen Dank für diese wirklich gute Ausarbeitung!
    Liebe Grüße

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