Buchbesprechung: Risiko- und Money-Management von Wieland Arlt (Update 2020)

Buchbesprechung: In diesem Beitrag möchte ich eines der wichtigsten Bücher vorstellen, welches jeder Trader, ob Anfänger oder erfahren, lesen sollte. Das Buch ist nicht dick, und das Buch ist nicht teuer, dafür ist der direkte Nutzen für den Trader oder aktiven Anleger enorm.

Buchcover von Risiko- und Money-Management  von Wieland Arlt

Das Buch trägt den griffigen Titel: „Risiko- und Money-Management“, und wurde von dem bekannten Trader Coach Wieland Arlt geschrieben. Im Untertitel heisst es dann: „Wie Sie Ihre Trading-Ergebnisse dauerhaft und nachhaltig verbessern.“ 

Für einen Trading-Einsteiger ist dieses Buch deshalb so wichtig, weil der Autor dem Trader hilft, die richtigen Erwartungen an die Trading-Ergebnisse zu entwickeln.

Für den erfahrenden Trader ist das Buch sehr hilfreich, weil alle wichtigen Bereiche des Risiko- und Money-Managements noch einmal zusammengefasst werden. Auch wenn man vielleicht schon viel Trading-Erfahrung hat und profitabel handelt, wird man hier noch mal neue Ideen finden und wichtige Zusammenhänge aufgezeigt bekommen.

Risiko- und Money-Management – Der Inhalt des Buches

Das Buch erschien im April 2014 im Finanzbuchverlag in der Buchreihe „simplified“ und hat einen Umfang von 229 Seiten. Risiko- und Money-Management besteht aus zwei Teilen und sieben Kapiteln, zuzüglich Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Danksagung, Schlusswort und umfangreiches Stichwortverzeichnis.

Das Vorwort

„Der wichtigste Baustein einer erfolgreichen Geldanlage ist der bewusste Umgang mit dem Risiko und das Management des eigenen Kapitals. Das sind die Kennzeichen eines professionell im Markt agierenden Traders und Anlegers!“

Wieland Arlt bringt es immer wieder auf dem Punkt. Schon auf der ersten Seite im Vorwort werden dem geneigten Leser kleine Schätze aus der Traderwelt gereicht. Noch einen?

„Erst nachdem wir uns intensiv mit einem professionellen Umgang mit Verlusten beschäftigt haben, können wir uns im nächsten Schritt über den professionellen Umgang mit Gewinnen unterhalten. Für einen erfolgreichen Trader ist beides wichtig.“

Aller guten Dinge sind drei. Für aktive Trader und Anleger gibt es eine wesentliche und elementare Fragestellung:

„Wo genau sind die einzelnen Stellschrauben, die es uns erlauben, unsere Handelsansätze und Trading-Strategien mit unserem Kapital, unserer Erfahrung und unseren Kennzahlen so in Einklang zu bringen, dass wir in der Lage sind, dauerhaft positive Ergebnisse zu erzielen!“

Wenn ich Sie jetzt mit diesen drei Zitaten aus dem Vorwort von Risiko- und Money-Management neugierig gemacht habe, dann sollten Sie weiterlesen, denn das ist wirklich nur der Anfang.

Wieland Arlt verspricht, in seinem Buch die grundlegenden Elemente Ihres zukünftigen persönlichen Trading-Erfolges festzulegen.

Teil 1: Auf dem Weg zum Börsenprofi

Kapitel 1: Der Schlüssel zum Trading-Erfolg

Im ersten Kapitel werden die Begriffe Risikomanagement und Money-Management, die oftmals fälschlicherweise in einen Topf geworfen werden, von einander abgegrenzt, dann definiert und erkärt. Es wird gezeigt, was Risiko- und Money-Management mit erfolgreichem Trading zu tun haben.

Allerdings, das wird von den meisten Tradern übersehen, ist eine gesunde finanzielle Basis, die wichtigste Voraussetzung, um dauerhaft im Trading erfolgreich zu sein. Das richtige Risiko- und Money-Management soll genau dafür sorgen.

Anhang von Chartbeispielen des Deutschen Aktienindex (DAX), der Allianz Aktie und der Nokia Aktie zeigt Arlt, dass Trader in ihren Investitionen immer die Möglichkeit von enormen Kursverlusten einplanen und das damit verbundene Risiko strikt begrenzen müssen. Aber auch auf potentielle Gewinne und den richtigen Umgang damit, muss der Trader vorbereitet sein.

Es geht weiter mit der Frage: Wer sind Sie? Trader, Anleger und Investor oder Hasadeur? Erst wenn man weiss, wie man „gestrickt“ ist, kann man sein Risiko- und Money-Management so ausrichten, dass beides zu einem passt und man damit leben (traden) kann.

Arlt besteht darauf, dass man für sich die wichtigen Fragen klärt, ob man eher aggressiv oder defensiv handeln will, ob man eher kurzfristig oder langfristig agieren wird?

Über wie viel Erfahrung verfügt man, und was man mit seinem Handeln erreichen will?

Denn es sind die Antworten auf diese Fragen, die darüber entscheiden, wie man sich dem Markt nähern wird, und wie man im Markt agieren wird. Die Antworten entscheiden außerdem darüber, was man wie, wann und wie lange handeln wird. Mit diesen Fragen wird ein klares Ziel aufgestellt, was man mit dem Trading überhaupt erreichen will.

Welcher Trading-Stil passt zu Ihrem Handelskonto?  Mit dieser Frage geht es weiter. Drei wesentliche Trading-Stile werden unterschieden:

In dem Buch werden entsprechend drei Trader vorgestellt, Martina, Klaus und Peter, die der Leser im weiteren Verlauf des Buches begleiten wird und an deren Ideen, Erfahrungen und Überlegungen er teilnehmen kann.  Das erste Kapitel von Risiko- und Money-Management endet mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Grundlagen und Erkenntnisse.

Kapitel 2: Risiko-Management

Risiko-Management bedeutet in erster Linie Verlustbegrenzung. Anhand eines Chartbeispiels beim DAX-Index, der stark eingebrochen ist, nähert sich Arlt dem Thema des zweiten Kapitels. Das Tradingkapital muss zusammen gehalten werden, und dass gelingt nur mit strikter Verlustbegrenzung.

Welche Elemente sind also für das Risiko-Management wichtig?  Anhand einer Tabelle kann der Leser sehen, wie schwierig es wird, hohe prozentuale Verluste wieder auszugleichen. Wenn man z.B. erst einmal 50 Prozent des Kapitals verloren hat, muss man 100 Prozent Gewinn erzielen, um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Und wenn man 95 Prozent des Handelskontos verloren hat, ist ein Gewinn von 1.900 Prozent notwendig, um wieder bei null anzukommen.

Wie viel Risiko sind Sie bereit, pro Trade oder Position einzugehen? Es ist sehr wichtig, vor Beginn des Tradings eine Antwort auf diese Frage zu haben. Der sogenannte Risikobetrag berechnet sich aus der Größe des Handelskontos multipliziert mit dem eingegangenen Risiko in Prozent. Wenn man also z.B. bereit ist, 1 Prozent des Handelskontos zu riskieren, so würde man bei einer Kontogröße von 10.000€ den Risikobetrag mit 100€ ansetzen. Es werden von Arlt weitere wichtige Formeln vorgestellt, wobei das Thema Risiko-Management immer von verschiedenen Seiten interessant erklärt wird.

Nachdem der theoretische Teil beendet ist, kommen die drei Trader Peter, Martina und Klaus zu Wort, die genau beschreiben, wie sie ihr Risiko bestimmen, und welche Überlegungen zur Begrenzung des Risikos im realen Trading notwendig sind.

Das Thema Risiko-Management wird weiter vertieft, indem das Gesamtrisiko vom Einzelrisiko getrennt wird. Wie viel Gesamtrisiko ist für den Trader akzeptabel? Eine Antwort auf diese Frage setzt sich zusammen aus der Handelsfrequenz, der Anzahl der Positionen im Depot, dem gewählten Risikobetrag der Einzelposition, der möglichen Serie von Verlusten (potentieller Drawdown), und nicht zu guter Letzt dem persönlichen „Wohlfühlgefühl“.

Es geht weiter mit der wichtigen Überlegung, wie man seine Position gegen Verluste absichert. Da Trading immer bedeutet, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen, müssen wir uns mit Erfolgswahrscheinlichkeiten zufrieden geben und entsprechend unseren Trade planen und unser festgelegtes Risiko pro Trade festlegen. Damit ist unser Stop-Loss für den Trade bestimmt. Grundlage für die Bestimmung des Stop-Loss kann z.B. ein prozentualer Wert der Aktie sein, oder, von Arlt bevorzugt, gewählt nach charttechnischen Kriterien.  Die Stop-Loss Platzierung in der Praxis wird anhand von Chartbeispielen für den Dow Jones Index noch mal gezeigt.

Alles auf eine Karte? So bestimmen Sie Sie Ihre Positionsgröße! Mit dieser Aufforderung beginnt der letzte Abschnitt des Kapitels mit Schwerpunkt Risiko-Management.  So schreibst Arlt einleitend dazu:

„Neben der Definition des einzugehenden Risikos gehört die Bestimmung der optimalen Positionsgröße zu den wichtigsten Elementen des Risiko-Mangements. Viele Trader sind sich dessen leider nicht bewusst und übernehmen sich mit einer zu großen Position im Verhältnis zum Handelskonto. Sie gehen damit unwissentlich ein größeres Risiko ein als ursprünglich von ihnen geplant. Aus diesem Grund ist die professionelle Bestimmung der Positionsgröße der entscheidende Faktor des Risiko-Managements und gleichzeitig auch die Verbindung zwischen unserem geplanten Risiko und dem Stop-Loss.“

Anhand von einigen Tabellen werden die Vor- und Nachteile verschiedener Positionsgrößenbestimmung aufgezeigt.

  • Was passiert, wenn man immer eine konstante Anzahl von Aktien handelt?
  • Oder was passiert, wenn man immer zehn Prozent des Handelskontos in eine Tradingposition gibt?
  • Und als dritte Variante, was passiert, wenn das Risiko konstant gehalten wird, bsw. bei ein Prozent vom Handelskonto.

Das Kapitel 2 von Risiko- und Money-Management endet mit der Empfehlung, ein festes prozentuales Risiko zu nutzen, welches mental und finanziell zu verkraften ist, und damit das Risiko-Mangement zu professionalisieren. Die zuvor gemachten Erkenntnisse werden von den drei Tradern Klaus, Martina und Peter in ihrer Trading-Praxis eingesetzt und dem Leser anhand von Trading-Beispielen näher gebracht. Hierbei gibt es auch einen Abstecher in die Problematik des Forexhandels und dem Handel mit Hebelzertifikaten. Dieses überaus interessante und lehrreiche Kapitel endet mit einer kurzen Zusammenfassung der Erkenntnisse.

Kapitel 3: Money-Management

In diesem Kapitel hinterfragt Wieland Arlt die bekannte Börsenregel „Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen.“  Aus seiner Sicht ist es nicht immer ratsam, so zu verfahren, denn der Gewinn wird dem Zufall überlassen. Gewinne kann man nur dann erfolgreich laufen lassen, wenn es einen Trend gibt, der nur geringe Korrekturen mit sich bringt. Und genau an diesem Punkt trifft Theorie auf Praxis, denn wie oft und wie lange haben wir solche Trends im Vergleich zu nach oben oder unten begrenzten Seitwärtsbewegungen?

Im Trading ist eher die Regel als die Ausnahme, das aufgelaufene Buchgewinne wieder abgegeben werden, weil sich der vorliegende Trend nicht mehr weiter fortsetzt.  Für die Psychologie des Traders wird es sehr frustrierend sein, immer wieder zu erleben, wie sich schöne Buchgewinne wieder in Luft auflösen. Und dann ist es ja auch so, dass man als Trader mit seinem Trading Geld verdienen will. Und dieses Ziel darf man nicht dem Zufall überlassen, sondern man muss sich bemühen, kontinuierlich Gewinne zu erreichen. Der Weg dahin führt über ein professionelles Money-Management, indem Überlegungen in Richtung konkrete Ziele und Zielerreichung angestellt werden.

Vom Risiko-Management zum Money-Management: Was hat Risikobegrenzung mit Gewinnermittlung zu tun? Die Antwort auf diese Frage möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber der Autor lässt den Leser nicht im Unklaren. Nur soviel sei verraten: Wie immer im Trading hat auch die Gewinnermittlung mit Wahrscheinlichkeiten zu tun. Bei den meisten Trades ist es sinnvoll, ein konkretes Gewinnziel zu setzen und dort Gewinne zu nehmen. Diese Vorgehensweise wird anhand eines Praxisbeispiels im Währungspaar EUR/GBP diskutiert.

Gewinne zu realisieren stärkt das Selbstbewusstsein des Trader; eine nicht zu unterschätzende Komponente, um mehr Sicherheit im Trading zu bekommen.

Chance oder Risiko? So verbessern Sie die Qualität Ihrer Trades! Potentieller Verlust und potentieller Gewinn eines Trades müssen ins Verhältnis gesetzt werden. Dieses Verhältnis wird durch das Chance-Risiko-Verhältnis – kurz CRV – angegeben. Arlt zeigt anhand von mehreren Formeln, welche Aspekte bei der Ermittlung des CRVs berücksichtig werden müssen und erklärt den Sachverhalt nochmals anhand eines konkreten Chartbeispiels. Dieses relativ kurze, aber sehr wichtige Kapitel zum Thema Money-Management endet mit Worten zum Umgang mit den Wahrscheinlichkeiten und einer Zusammenfassung der wichtigsten Learnings.

Kapital 4: Risiko- und Money-Management in der Praxis

Nach den theoretischen Erläuterungen in den vorangegangenen Kapiteln geht es nun in die Praxis, wobei wieder die drei Trader Klaus, Martina und Peter zu Wort kommen. So handelt Devisen-Trader Klaus grundsätzlich mit einem Chance-Risiko-Verhältnis von 1,5, um anfallende Verluste auszugleichen und stellt seine Strategie sehr ausführlich und im Detail anhand eines konkreten Trades im Stundenchart des Währungspaars EUR/USD vor.

Die Positions-Traderin Martina wiederum plant ihre Trades ganz anders, da sie ja längerfristig orientiert ist. Aus diesem Grund arbeitet sie mit einem Chance-Risiko-Verhältnis von 2,5. Der Wochenchart der SAP AG dient dazu, das identifizierte Trading-Setup zu identifizieren und die Berechnung für Kursziel und Stop Loss durchzuführen.

Zu guter Letzt wird Peter, der Hebelzertifikate-Trader ist, seine Trading-Idee vorstellen und seine daraus folgende Planung mit dem Leser besprechen. Ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2 hält Peter für seinen Tradingstil angemessen. Der Handel mit Hebelzertifikaten hat den Vorteil, dass man sein Risiko gleich zweimal begrenzen kann, zum einen wird der gewählte Stop-Loss auf jeden Fall eingehalten, und es wird auch keine Overnight-Gaps (Kurslücken) geben, wovon Futures, Aktien- oder CFD-Trader negativ überrascht werden können.

Das Kapitel 4 endet mit einem ausführlichen Diskurs zur Berechnung von Hebelzertifikaten und einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

Teil 2: Vom Börsenprofi zum Top-Trader

Kapitel 5: Risiko- und Money-Management im Quadrat

Schwerpunkt dieses Kapitels ist die Frage, welchen Einfluss die Richtigkeit Ihrer Prognosen und die Anzahl der Trades auf Ihren Trading-Erfolg hat.

Trefferquote und Handelsfrequenz sind wichtige Elemente eines professionellen Money-Managements und vervollständigen die Betrachtung des Risiko-Managements. Aber bevor der Leser dann im Laufe des fünften Kapitels mehr über diese wichtigen Begriffe lernen kann, empfiehlt Wieland Arlt, über die Trading-Ergebnisse Buch zu führen (Trading-Journal). Alles was dazu gehört, wird ausführlich  in einer Tabelle vorgestellt.

Weiter geht es dann mit der Statisik. Es wird erklärt, welche Aussagekraft das Risiko pro Trade, das Chance-Risiko-Verhältnis, die Trefferquote und die Handelsfrequenz  haben. Diese vier vorgestellten Elemente können zu einer „Money-Management-Matrix“ kombiniert werden, wie Arlt weiter ausführt. Dabei zeigt die Money-Management-Matrix , dass die vier Elemente in direkter und indirekter Abhängigkeit zueinander stehen. Schwächen in der einen Variablen können durch Stärken in der anderen ausgeglichen werden.

Wichtige Erkenntnisse aus diesem Kapitel sind:

  • Je höher das realisierte Chance-Risiko-Verhältnis ist, desto niedriger wird die Trefferquote sein und umgekehrt.
  • Eine hohe Handelsfrequenz kann ein geringes realisiertes Chance-Risiko-Verhältnis ausgleichen.
  • Mit einer hohen Trefferquote lässt sich das Risiko erhöhen, solange das realisierte Chance-Risiko-Verhältnis größer als 1 ist.
  • Ein realisiertes Chance-Risiko-Verhältnis von 1,5 ist eine gute Ausgangsbasis und sichert den Gesamtgewinn, selbst wenn die Trefferquote unter 50 Prozent liegt.

Das Kapitel endet wiederum mit einem umfangreichen Praxis-Teil, wo die bekannten drei Trader ihre Überlegungen, Ergebnisse und Erfahrungen im Detail vorstellen.

Kapitel 6: Risiko- und Money-Management 2.0

Nachdem in den vorangegangenen Kapiteln alle relevanten Aspekte des Risiko- und Money-Managements diskutiert wurden, steht jetzt das sogenannte „Trade-Management“ im Vordergrund, um damit das Money-Management zu erweitern.  In diesen Themenbereich gehören das nachgezogene Stop-Loss, die Variation von Einstiegen und Ausstiegen und der schrittweise Ein- und Ausstieg aus Positionen. Der Autor zeigt Möglichkeiten auf, wie man die „Money-Management-Matrix“ optimieren kann, so dass der Leser mit diesen Strategien die bestmöglichen Ergebnisse aus seinen Trades erzielen kann. Darüberhinaus wird gezeigt, wie Trader mehrere Zeitebenen sinnvoll miteinander verknüpfen können.

Anhand von Chartbeispielen beim Währungspaar EUR/USD wird die Frage untersucht, welche Auswirkungen ein nachgezogener Stop-Loss (Trailing-Stop)  auf Ihr Risiko- und Money-Management hat. In ausführlichen Fallbeispielen kommen wieder die drei Trader Klaus, Martina und Peter zu Wort und geben Einblicke, wie sie ihre Trades managen.

Genauso wie der Ausstieg mittels Trailing-Stop oder Teilgewinnrealisierung variiert werden kann, läßt sich auch der Positionseinstieg schrittweise vornehmen (Scaling-in). Möglicherweise lassen sich so die Gewinne bei unverändertem Risiko erhöhen, schreibt Arlt. Welche Vorgehensweisen es genau gibt, wird anhand von Trades im DAX-Index und in EUR/USD diskutiert. Auch das „Scaling-out“, also die schrittweise Positionsschließung, wird anhand der „Money-Management-Matrix“ und einem Trading-Beispiel in der Commerzbank-Aktie beschrieben.

Der letzte Abschnitt dieses Kapitels ist dem „Time-Warp“ gewidmet, also dem Zeitsprung, wenn beim Trading verschiedene Ebenen miteinander verknüpft werden. Die Vorteile bei dieser Vorgehensweise, so Arlt, liegen in einer Verbesserung der Trefferquote, denn auf diese Weise können versteckte Widerstände und Unterstützungen identifiziert werden, die in anderen Zeitebenen liegen. Auch die Einstiege lassen sich verfeinern, wenn beispielsweise in tiefer liegenden Zeitebenen nach Signalen gesucht wird. Als Folge lässt sich die Stop-Loss Platzierung enger definieren. Anhand des Stundencharts im Währungspaar USD/JPY wird diese Vorgehensweise gezeigt, wenn zusätzlich noch der Tages- und Wochenchart berücksichtigt werden.

Ziel des Traders muss es sein, qualitativ hochwertige Trades zu finden. Es ist genau diese Vorgehensweise, die dafür sorgen kann, so Arlt abschließend. Anhand des DAX-Index mit der Wochen-und der Tageschartanalyse lässt sich genau beurteilen, wie der Einstieg in die Position im Tageschart zu bewerten ist.

Das Kapitel endet mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Einsatz des Trade-Managements.

Kapitel 7: Erfolg ist planbar! In kleinen Schritten zum großen Ziel!

Im lezten Kapitel rückt Wieland Arlt noch mal die Perspektive zurecht. Ja, man kann mit dem Trading den Traum vom großen Geld, finanzieller Unabhängigkeit und dem Beruf als professioneller Trader realisieren, aber um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es vieler Voraussetzungen. Neben einem professionellen Risiko- und Money-Management gehört dazu natürlich eine profitable Strategie mit einem positiven Erwartungswert. Aber auch die Trader-Psychologie mit dem richtigen Umgang mit den Emotionen ist ein wichtiger Punkt.

Anhand mehrerer Renditetabellen wird verdeutlicht, welchen Weg ein erfolgreicher Trader gehen kann, um am Ende seine finanziellen Ziele zu erreichen.

„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.“

Mayer Amschel Rothschild

Mit diesem Zitat des deutschen Kaufmanns und Bankiers endet dieses lehrreiche und praxisbezogene Handbuch. Denn auch kleine Handelskonten lassen sich durch den Zinseszinseffekt auf erhebliche Summen anwachsen.

Abschließende Bewertung:

Das vorgestellte Buch  Risiko- und Money-Management  von Wieland Arlt halte ich für die wichtigste Lektüre für jeden angehenden Trader oder aktiven Anleger. Aber auch erfahrene Trader sollten sich auf jeden Fall noch mal die Zeit nehmen, diese wichtigen Grundlagen für profitables Trading zu lesen. Dieses Buch ist wichtiger als jede Abhandlung über Trading-Strategien oder Handelsmethoden.  Der Autor zeigt enormes Fachwissen aus Theorie und Praxis. Das Buch bekommt von mir eine ganz klare Kaufempfehlung.

Der Preis von 14,99 ist ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, welche geldwerten Erkenntnisse und Tipps alle Trader und aktiven Anleger aus diesem Buch ziehen können.


Kurzbeschreibung

Für jeden Trader ist ein professionelles Risiko- und Money-Management unverzichtbar, um Trading-Ergebnisse dauerhaft und nachhaltig zu verbessern. Im Eifer des Tradings wird das oft vernachlässigt. Deshalb stellt Wieland Arlt in seinem Buch einfache Methoden vor, die in der Praxis mit wenig Aufwand umzusetzen sind.

Er erläutert für unterschiedliche Handelsstile verschiedene Konzepte, sodass kurz- und mittelfristig orientierte Trader von der Planung eines Trades bis hin zur Wahl des passenden Finanzproduktes individuell begleitet werden. Wieland Arlt gibt praxisnahe Hinweise und demonstriert, dass ein professionelles Risiko- und Money-Management Trading-Erfolg planbar macht.

Über den Autor Wieland Arlt

Wieland Arlt ist zertifizierter Coach, Trainer und Dipl.-Volkswirt. Als aktiver Trader beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit dem Thema Börse und Trading. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel im Magazin TRADERS‘ und ist auf relevanten Fachmessen ein gefragter Redner. Mit seiner TORERO TRADERS SCHOOL, die eine professionelle Ausbildung und ein umfassendes Coaching bietet, unterstützt Wieland Arlt Trader dabei, ihre Ziele selbstbestimmt zu erreichen und dauerhaft erfolgreich zu werden.

Das Buch auf Amazon bestellen

Buchcover von Wieland Arlt über Risiko- und Money Management

Verlag: FinanzBuch Verlag (4. April 2014)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 225 Seiten

Pressestimmen:

»Der Weg zum Börsenprofi ist steinig und lang. Und auch nicht jede/r hat das Zeug dazu, den Weg erfolgreich zu Ende zu gehen. Wer aber sein Risiko- und Money-Management sträflich vernachlässigt, dessen Karriere als professioneller Trader ist praktisch schon beendet, noch bevor sie begonnen hat. Das Buch von Wieland Arlt über Risiko- und Money-Management ist ein »must have« nicht nur für den Börseneinsteiger. Auch der fortgeschrittene Trader kommt mit der Lektüre und praktischen Umsetzung seinem Trading-Erfolg einen großen Schritt näher.«

Karin Roller, Traderin, Autorin und Vorstandsmitglied der VTAD e.V

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