Wieviel CFD-Trader gibt es in Deutschland?

Einen interessanten Artikel zum Thema CFD-Trader konnte ich heute (Mittwoch 19. August 2015) in der FAZ lesen. Dort wird der Frage nachgegangen, wieviel Trader (gesprochen wird nur von den CFD-Tradern) es in Deutschland gibt. Hier eine kurze Zusammenfassung der genannten Zahlen:

Demnach gibt es 47.000 aktive Trader, von denen sich 83 Prozent täglich mit dem Thema Geldanlage (Trading) beschäftigen. Im Bevölkerungsdurchschnitt sind es nur 10 Prozent. Die CFD-Trader handeln 3,2 Stunden am Tag und vier Tage die Woche. 8 Prozent und damit immerhin rund 3.600 Menschen bestreiten mit dem CFD-Trading ihren Lebensunterhalt.

Die befragten CFD-Trader teilten mit, dass sie zwar Wirtschafts- und Finanznachrichten zur Kenntnis nehmen, aber 87 Prozent ihrer Handelsentscheidungen basieren jedoch auf charttechnischer Analyse.

Nur 27.000 Deutsche sind Stammkunden der CFD-Broker, und immerhin 18.000 Trader haben im vergangenen Jahr den Handel eingestellt. Von den CFD-Brokern konnten 10.000 vorherige Kunden wieder reaktiviert werden und 10.000 als Neukunden hinzugewonnen werden.

Die Zielgruppe der anlageaffinen Deutschen wird auf etwa 1 Million Menschen geschätzt. Diese Anleger handeln aktiv Aktien, ETFs und Anlagezertifikate. Die engere Zielgruppe für CFDs und hochspekulative Hebelpapiere am Zertifikatemarkt wird bei 90.000 Anlegern gesehen.

Das wichtigste Anlageinstrument ist der CFD-Handel auf den DAX mit 70 Prozent der gemachten Handelsumsätze. Es folgen der Dow Jones Index mit 17 Prozent und der Euro-Dollar-Wechselkurs mit 7 Prozent. Gold und Rohöl spielen eine untergeordnete Rolle.

In Deutschland handeln nur 5 Prozent der weit gefassten anlageaffinen Deutschen mit CFDs. In Großbritannien, dem Vorreiter und größten CFD-Markt, sind es 10 Prozent.

Bleibt von mir noch anzumerken: Die genannte Zahl von 8 Prozent Berufs-Tradern ist nicht unrealistisch, wobei ich glaube, dass es noch weniger sind.

In der Umfrage wurden nicht die Trader berücksichtigt, die keine CFDs handeln, sondern sich ausschließlich auf den Handel von börsennotierten Instrumenten wie Aktien und Futures konzentrieren.

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10 Antworten

  1. Manfred sagt:

    …3.600 Menschen bestreiten mit dem CFD-Trading ihren Lebensunterhalt. …

    Glauben Sie ernstens, dass ernsthafte Trader mit mit CFDs ihren Lebensunterhalt verdienen wollen? :-)) Wer erfolgreich handel kann wird dies nur an der Börse tun.

  2. Hallo Manfred,

    vielen Dank für den Kommentar.

    Meine Ablehnung von CFDs als Handelsinstrument habe ich schon mehrfach geäußert, darin hat sich auch nichts geändert.

    Ich glaube auch, dass die genannte Zahl von 8 Prozent Berufs-CFD-Trader zu hoch gegriffen ist.

    Trotzdem können (zumindest theoretisch) auch mit CFDs gute Handelsgewinne gemacht werden, unter der Voraussetzung eines Handelsstils, der eine sehr geringe Trading-Frequenz aufweist.

    Daytrader haben wahrscheinlich noch wesentlich geringere Erfolgschancen als die Trader, die an Börsen handeln.

  3. Marco sagt:

    … das ist nicht ganz meine Meinung. Meiner Meinung nach werden es immer mehr die es zumindest mal ausprobieren mit CFDs und/oder MiniFuture Zertifikaten zu handeln. Das es realistisch immer mehr werden sieht man ganz leicht daran das Banken und sehr gute Broker, wie CortalConsors (helloBank), der sBroker, die DAB-Bank, flatex und comdirect ebenso CFDs anbieten. Das bedeutet, wäre kein Interesse und keine Nachfrage da, würden die Banken bei CFD Angeboten gar nicht mitmischen und höchstens bei ihren Zertifikaten (wie MiniFuture Zertifikate) und Optionsscheinen bleiben. CFDs lassen sich lediglich NOCH NICHT in einem sBroker Investmentclub handeln. Als Börsenverein sind weiterhin nur Werte, wie Aktien, Anleihen, Fonds und Derivate (Inhaberschuldverschreibungen) zugelassen die per ISIN und/oder WKN über reale Depots gehandelt werden können. Mir persönlich gefallen CFDs, Devisen, Turbos, Knock-Outs, MiniFutures Zertifikate schon als Beimischung und zur Absicherung (als Short und Put) um Aktien und Anleihen abzusichern. CFDs sind klar riskant und ein hoher Hebel führt sehr schnell zum Totalverlust, dennoch kann es jeder mal probieren, wenn man sich vorab gut informiert bestehen sogar gute Chancen damit sehr gut klar zu kommen. Real gehaltene Aktien können perfekt mit Short Zertifikaten und auch Short CFDs abgesichert werden. Der Devisenhandel mit verschiedenen Strategien (auch vollautomatisch möglich) kann ebenso mit kleinen Hebelwirkungen als weitere Anlagenstreuung ausprobiert werden. Letztendlich kann aus dem großen Angebot selbst entschieden werden, was ausprobiert wird und wo man dann dranbleibt. Kann ich die Quelle des Zeitungsartikels haben? Vielen Dank.
    Herzliche Grüße
    Marco

  4. Andreas sagt:

    Forexone war mal ein Trader bzw broker in Zypern den ich pers ausprobierte. Klang alles lukrativ aber ging dann mit samt meinem Geld pleite. Seiterher nur mehr detsche Anbieter

  5. Andrea sagt:

    Interessant wird nach dem BREXIT Votum die folg Entwicklung sein „In Deutschland handeln nur 5 Prozent der weit gefassten anlageaffinen Deutschen mit CFDs. In Großbritannien, dem Vorreiter und größten CFD-Markt, sind es 10 Prozent.“ >> wie wird man nun auch die Englander in D aufnehmen können denn als CFD Trader kann man ja nach dem BREXIT keine tradeservices mehr in D anbieten!

  6. Werner Hemerling sagt:

    Also ich weiß bis heute, ehrlich gesagt, nicht warum ich CFDs gegenüber Turbo optis bevorzugen soll

  7. Sven sagt:

    ich überlege mir eine CFD Strategie mit einem Ziel DAX mind 11100 aber nicht höher als 11850. Gibt es da etwas war ihr mir raten könnt? danke

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