Wie viele CFD-Trader gibt es in Deutschland? (2023)

In diesem Beitrag lernen Sie:

  • Was sind CFDs?
  • Hohes Handelsvolumen der CFD-Trader in 2021
  • CFD-Trading: Steuerliche Maßnahmen behindern Aufbau einer privaten Altersvorsorge
  • und alles zum Thema CFD-Trader

Steigen wir also gleich ein.

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Wie viele CFD-Trader gibt es in Deutschland? (2023)

Wieviel CFD Trader gibt es in Deutschland

Einen interessanten Artikel zum Thema CFD-Trader konnte ich heute am 27. Mai 2023 in der FAZ lesen. Dort wird der Frage nachgegangen, wie viele Trader (gesprochen wird nur von den CFD-Tradern) es in Deutschland gibt.

Hier eine kurze Zusammenfassung der genannten Zahlen:

Demnach gibt es grob geschätzt 125.000 aktive Trader, von denen sich 83 Prozent täglich mit dem Thema Geldanlage (Trading) beschäftigen. Im Bevölkerungsdurchschnitt sind es nur 10 Prozent. Jeder Anleger nutzt durchschnittlich 2,3 Konten, so dass die Zahl der Handelskonten im Jahr 2021 auf rund 292.000 gestiegen ist.

Die aktiven CFD-Trader handeln 3,2 Stunden am Tag und vier Tage die Woche. Fast die Hälfte tätigte im vergangenen Jahr mehr als 100 Transaktionen. 92 Prozent schätzen ihren Handelsstil als „offensiv“ ein.

8 Prozent und damit immerhin rund 10.000 Menschen bestreiten mit dem CFD-Trading ihren Lebensunterhalt.

Aktuell verlieren 72 Prozent der Kleinanlegerkonten bei den gängigen CFD-Brokern Geld. Diese sind gesetzlich verpflichtet, dies auf Ihren Internetseiten auszuweisen. Der aktuelle Prozentsatz ist damit nicht außergewöhnlich hoch.

Die befragten CFD-Trader teilten mit, dass sie zwar Wirtschafts- und Finanznachrichten zur Kenntnis nehmen, aber 87 Prozent ihrer Handelsentscheidungen basieren jedoch auf charttechnischer Analyse.

Die Zielgruppe der anlageaffinen Deutschen wird auf etwa 1 Million Menschen geschätzt. Diese Anleger handeln aktiv Aktien, ETFs und Anlagezertifikate.

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Was sind CFDs?

CFDs gehören zu den Hebelprodukten bzw. Derivaten und sind wohl das bekannteste dieser Finanzprodukte. Mit CFDs (Contract for Difference), zu Deutsch Differenzterminkontrakte, lässt sich auf die Wertveränderung eines Basiswerts über einen bestimmten Zeitraum spekulieren, ohne dass dieser erworben werden muss. Auf diese Weise können mit wenig Geld hohe Anlagesummen bewegt werden.

CFDs werden intensiv von Online-Brokern beworben.

Hohes Handelsvolumen der CFD-Trader in 2021

Nach Zahlen des CFD-Verbands wurde im Jahr 2021 ein gehandeltes Rekordvolumen von 2,3 Billionen Euro erreicht und der Vorjahreswert um gut 200 Milliarden Euro übertroffen.

Das wichtigste Anlageinstrument ist der CFD-Handel auf den DAX mit 70 Prozent der gemachten Handelsumsätze. Es folgen der Dow Jones Index und Nasdaq Composite mit 17 Prozent und der Euro-Dollar-Wechselkurs mit 7 Prozent. Gold und Rohöl spielen eine untergeordnete Rolle.

Die Zahl der Transaktionen ist hingegen um rund 22 Prozent auf rund 72 Millionen Orders zurückgegangen. Die Handelsaktivität hat sich nach dem Corona Crash Jahr 2020 deutlich beruhigt.

Das Rekordvolumen ist auf einen Anstieg des durchschnittlichen Transaktionsvolumens um rund 40 Prozent auf knapp 32.000 Euro zurückzuführen. Gestiegen sei auch die Zahl der kleinen Konten in Deutschland, um zwar um 12 Prozent auf rund 292000, so der CFD-Verband.

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CFD-Trading: Steuerliche Maßnahmen behindern Aufbau einer privaten Altersvorsorge

Die Beschränkung der steuerlichen Verlustberechnung muss so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden, ist vom CFD-Verband zu hören. Auch wird eine zusätzliche Anlegerkategorie des semiprofessionellen Anlegers gefordert. Aktuell müssen sich CFD-Trader entweder als „professionell“ oder „privat“ einstufen, wobei an erstere Kategorie hohe Anforderungen gestellt werden. Als privat eingestufte Anleger unterliegen im Handel diversen Beschränkungen, die sie vor übermäßigen Verlusten schützen sollen.

Bleibt von mir noch anzumerken: Die genannte Zahl von 8 Prozent Berufs-Tradern ist nicht unrealistisch, wobei ich glaube, dass es noch weniger sind.

In der Umfrage wurden nicht die Trader berücksichtigt, die keine CFDs handeln, sondern sich ausschließlich auf den Handel von börsennotierten Instrumenten wie Aktien und Futures konzentrieren.

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