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Wie viele CFD-Trader gibt es in Deutschland? (2022)

Wieviel CFD Trader gibt es in Deutschland

Einen interessanten Artikel zum Thema CFD-Trader konnte ich heute am 27. Mai 2022 in der FAZ lesen. Dort wird der Frage nachgegangen, wie viele Trader (gesprochen wird nur von den CFD-Tradern) es in Deutschland gibt.

Hier eine kurze Zusammenfassung der genannten Zahlen:

CFD Swingtrading

Demnach gibt es grob geschätzt 125.000 aktive Trader, von denen sich 83 Prozent täglich mit dem Thema Geldanlage (Trading) beschäftigen. Im Bevölkerungsdurchschnitt sind es nur 10 Prozent. Jeder Anleger nutzt durchschnittlich 2,3 Konten, so dass die Zahl der Handelskonten im Jahr 2021 auf rund 292.000 gestiegen ist.

Die aktiven CFD-Trader handeln 3,2 Stunden am Tag und vier Tage die Woche. Fast die Hälfte tätigte im vergangenen Jahr mehr als 100 Transaktionen. 92 Prozent schätzen ihren Handelsstil als „offensiv“ ein.

8 Prozent und damit immerhin rund 10.000 Menschen bestreiten mit dem CFD-Trading ihren Lebensunterhalt.

Aktuell verlieren 72 Prozent der Kleinanlegerkonten bei den gängigen CFD-Brokern Geld. Diese sind gesetzlich verpflichtet, dies auf Ihren Internetseiten auszuweisen. Der aktuelle Prozentsatz ist damit nicht außergewöhnlich hoch.

Die befragten CFD-Trader teilten mit, dass sie zwar Wirtschafts- und Finanznachrichten zur Kenntnis nehmen, aber 87 Prozent ihrer Handelsentscheidungen basieren jedoch auf charttechnischer Analyse.

Die Zielgruppe der anlageaffinen Deutschen wird auf etwa 1 Million Menschen geschätzt. Diese Anleger handeln aktiv Aktien, ETFs und Anlagezertifikate.

Was sind CFDs?

CFDs gehören zu den Hebelprodukten bzw. Derivaten und sind wohl das bekannteste dieser Finanzprodukte. Mit CFDs (Contract for Difference), zu Deutsch Differenzterminkontrakte, lässt sich auf die Wertveränderung eines Basiswerts über einen bestimmten Zeitraum spekulieren, ohne dass dieser erworben werden muss. Auf diese Weise können mit wenig Geld hohe Anlagesummen bewegt werden.

CFDs werden intensiv von Online-Brokern beworben.

Hohes Handelsvolumen der CFD-Trader in 2021

Nach Zahlen des CFD-Verbands wurde im Jahr 2021 ein gehandeltes Rekordvolumen von 2,3 Billionen Euro erreicht und der Vorjahreswert um gut 200 Milliarden Euro übertroffen.

Das wichtigste Anlageinstrument ist der CFD-Handel auf den DAX mit 70 Prozent der gemachten Handelsumsätze. Es folgen der Dow Jones Index und Nasdaq Composite mit 17 Prozent und der Euro-Dollar-Wechselkurs mit 7 Prozent. Gold und Rohöl spielen eine untergeordnete Rolle.

Die Zahl der Transaktionen ist hingegen um rund 22 Prozent auf rund 72 Millionen Orders zurückgegangen. Die Handelsaktivität hat sich nach dem Corona Crash Jahr 2020 deutlich beruhigt.

Das Rekordvolumen ist auf einen Anstieg des durchschnittlichen Transaktionsvolumens um rund 40 Prozent auf knapp 32.000 Euro zurückzuführen. Gestiegen sei auch die Zahl der kleinen Konten in Deutschland, um zwar um 12 Prozent auf rund 292000, so der CFD-Verband.

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CFD-Trading: Steuerliche Maßnahmen behindern Aufbau einer privaten Altersvorsorge

Die Beschränkung der steuerlichen Verlustberechnung muss so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden, ist vom CFD-Verband zu hören. Auch wird eine zusätzliche Anlegerkategorie des semiprofessionellen Anlegers gefordert. Aktuell müssen sich CFD-Trader entweder als „professionell“ oder „privat“ einstufen, wobei an erstere Kategorie hohe Anforderungen gestellt werden. Als privat eingestufte Anleger unterliegen im Handel diversen Beschränkungen, die sie vor übermäßigen Verlusten schützen sollen.

Bleibt von mir noch anzumerken: Die genannte Zahl von 8 Prozent Berufs-Tradern ist nicht unrealistisch, wobei ich glaube, dass es noch weniger sind.

In der Umfrage wurden nicht die Trader berücksichtigt, die keine CFDs handeln, sondern sich ausschließlich auf den Handel von börsennotierten Instrumenten wie Aktien und Futures konzentrieren.

Falls Sie Fragen zu diesem Artikel haben, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion am Ende dieser Seite.

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Weiterführender Link:

17 Gedanken zu „Wie viele CFD-Trader gibt es in Deutschland? (2022)“

  1. Wie sieht’s denn im Forex Handel generell aus in Deutschland?
    Gibt’s Communities oder sind alle Eigenbrötler?
    Man kommt sich ziemlich allein gelassen vor.

  2. Mit CFDs kann der Trader seine Handelsstrategie wunderbar automatisieren, was ich bei Optionen nicht so sehe. Aktien ohne Hebel zu kaufen ist für CFD Trader uninteressant, weil einfach die Kosten bei Aktien viel zu hoch sind. Ich sehe schon eine Zukunft im Handel mit CFDs. Im automatisierten Handel kann man auch als Kleinanleger etwas Geld machen. Und warum sollten die nicht mit Gewinn arbeiten?

  3. Hallo Sven,
    ich denke, eine solche Strategie kannst du am besten mit Optionen umsetzen. Wie das mit CFDs gehen soll, wüsste ich jetzt nicht.

    Gruss
    Karsten

  4. ich überlege mir eine CFD Strategie mit einem Ziel DAX mind 11100 aber nicht höher als 11850. Gibt es da etwas war ihr mir raten könnt? danke

  5. Hallo Werner, ist deine Frage real gemeint oder hypothetischer Natur? Gruss Karsten

  6. Also ich weiß bis heute, ehrlich gesagt, nicht warum ich CFDs gegenüber Turbo optis bevorzugen soll

  7. Interessant wird nach dem BREXIT Votum die folg Entwicklung sein „In Deutschland handeln nur 5 Prozent der weit gefassten anlageaffinen Deutschen mit CFDs. In Großbritannien, dem Vorreiter und größten CFD-Markt, sind es 10 Prozent.“ >> wie wird man nun auch die Englander in D aufnehmen können denn als CFD Trader kann man ja nach dem BREXIT keine tradeservices mehr in D anbieten!

  8. Forexone war mal ein Trader bzw broker in Zypern den ich pers ausprobierte. Klang alles lukrativ aber ging dann mit samt meinem Geld pleite. Seiterher nur mehr detsche Anbieter

  9. … das ist nicht ganz meine Meinung. Meiner Meinung nach werden es immer mehr die es zumindest mal ausprobieren mit CFDs und/oder MiniFuture Zertifikaten zu handeln. Das es realistisch immer mehr werden sieht man ganz leicht daran das Banken und sehr gute Broker, wie CortalConsors (helloBank), der sBroker, die DAB-Bank, flatex und comdirect ebenso CFDs anbieten. Das bedeutet, wäre kein Interesse und keine Nachfrage da, würden die Banken bei CFD Angeboten gar nicht mitmischen und höchstens bei ihren Zertifikaten (wie MiniFuture Zertifikate) und Optionsscheinen bleiben. CFDs lassen sich lediglich NOCH NICHT in einem sBroker Investmentclub handeln. Als Börsenverein sind weiterhin nur Werte, wie Aktien, Anleihen, Fonds und Derivate (Inhaberschuldverschreibungen) zugelassen die per ISIN und/oder WKN über reale Depots gehandelt werden können. Mir persönlich gefallen CFDs, Devisen, Turbos, Knock-Outs, MiniFutures Zertifikate schon als Beimischung und zur Absicherung (als Short und Put) um Aktien und Anleihen abzusichern. CFDs sind klar riskant und ein hoher Hebel führt sehr schnell zum Totalverlust, dennoch kann es jeder mal probieren, wenn man sich vorab gut informiert bestehen sogar gute Chancen damit sehr gut klar zu kommen. Real gehaltene Aktien können perfekt mit Short Zertifikaten und auch Short CFDs abgesichert werden. Der Devisenhandel mit verschiedenen Strategien (auch vollautomatisch möglich) kann ebenso mit kleinen Hebelwirkungen als weitere Anlagenstreuung ausprobiert werden. Letztendlich kann aus dem großen Angebot selbst entschieden werden, was ausprobiert wird und wo man dann dranbleibt. Kann ich die Quelle des Zeitungsartikels haben? Vielen Dank.
    Herzliche Grüße
    Marco

  10. Hallo Manfred,

    vielen Dank für den Kommentar.

    Meine Ablehnung von CFDs als Handelsinstrument habe ich schon mehrfach geäußert, darin hat sich auch nichts geändert.

    Ich glaube auch, dass die genannte Zahl von 8 Prozent Berufs-CFD-Trader zu hoch gegriffen ist.

    Trotzdem können (zumindest theoretisch) auch mit CFDs gute Handelsgewinne gemacht werden, unter der Voraussetzung eines Handelsstils, der eine sehr geringe Trading-Frequenz aufweist.

    Daytrader haben wahrscheinlich noch wesentlich geringere Erfolgschancen als die Trader, die an Börsen handeln.

  11. …3.600 Menschen bestreiten mit dem CFD-Trading ihren Lebensunterhalt. …

    Glauben Sie ernstens, dass ernsthafte Trader mit mit CFDs ihren Lebensunterhalt verdienen wollen? :-)) Wer erfolgreich handel kann wird dies nur an der Börse tun.

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