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Das sollten Bauanwärter über die Eigenheimfinanzierung mit Aktien, Fonds oder ETFs wissen

Baufinanzierung mit Aktien – Das ist zu beachten

Wer ein Haus bauen möchte, muss sich über die Finanzierung Gedanken machen. Meist bringen Häuslebauer die Baukosten durch Eigen- und Fremdfinanzierung auf. Ein besonderes Modell der Immobilienfinanzierung weckt derzeit immer öfter das Interesse bauwilliger Bürger: die Baufinanzierung mit Aktien. Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Und worauf sollte man achten?

Baufinanzierung mit Aktien

Wie funktioniert die Baufinanzierung mit Aktien?

Die Eigenfinanzierung von Bauherren unterteilt sich in Eigenleistung und Eigenkapital. Eigenkapital ist jedoch manchmal in Geldanlagen gebunden – beispielsweise in einer Aktieninvestition. Ein Verkauf der Aktien wäre zwar denkbar, unter Umständen aber nicht so lukrativ wie die Nutzung des Aktienpaketes als für die Finanzierung.

Die Finanzierung mit Aktien besteht aus zwei Teilen. Der erste Baustein ist ein tilgungsfreies Darlegen. Dabei muss der Bauherr monatlich nur die Zinsen zurückführen und keine Darlehenstilgung vornehmen.

Der zweite Teil der Finanzierung ist der sogenannte Tilgungsbaustein. Diesem Tilgungsbaustein liegt eine Investition zugrunde, also beispielsweise Indexfonds, Aktien oder ETFs. Den Betrag, den Bauherren normalerweise in die Tilgung des Darlehens investieren würden, investieren sie stattdessen monatlich in ihre Wertpapiere.

Im Idealfall ist die Investition lukrativer, sodass die Kreditsumme dadurch schneller erreicht wird und das Gesamtdarlehen früher getilgt werden kann. Damit das Guthaben im Depot so stark wie möglich anwächst, sollten sich Bauanwärter Service und Konditionen verschiedener Anbieter auf Aktiendepot24.net ansehen. Ein Depot, das guten Service, eine große Auswahl an Wertpapieren sowie niedrige Kosten und Gebühren miteinander vereint ist eine gute Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Aktien-Baufinanzierung.

Aktien statt Eigenkapital

Doch es gibt auch noch eine weitere Methode, um das Eigenheim mit Aktien zu finanzieren: Oft einigen sich Bank und Kreditnehmer darauf, ein bestehendes Aktienpaket nicht als Eigenkapital zu verwenden, sondern dieses weiterlaufen zu lassen. Diese Methode führt durch den geringeren Eigenkapitalanteil zwar zu höheren Zinsen, gleicht diese höheren Zinsen im Idealfall aber durch noch höhere Rendite wieder aus.

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Wer statt der monatlichen Summe für die Kredittilgung mit einem Tilgungsbaustein arbeitet und regelmäßig Aktien für Summe x zukauft, profitiert vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Erfahrene Anleger kennen den Durchschnittskosteneffekt bereits von Sparplänen:

Investiert man regelmäßig eine fixe Summe in Wertanlagen, führt das zu einem günstigen Durchschnittspreis. Ist der Preis der Anlage beim Kauf nämlich gerade niedrig, kann der Investor mehr Anteile erwerben. Ist der Preis hoch, bekommt er bei gleichem Investment weniger Anteile. Langfristig können Anleger also mögliche Verluste durch viele zu teuer gekaufte Anteile reduzieren. Auch bei der Baufinanzierung mit Aktien kommt dieser Effekt zum Tragen.

Vorteile der Baufinanzierung mit Aktien

Der größte Vorteil einer Aktien-Baufinanzierung liegt auf der Hand: Performen die Assets im Depot gut, schlagen Rendite die Zinsen, die auf den Baukredit anfallen. Bauherren kommen dann unter Umständen wesentlich schneller ans Ziel und können ihr Haus bei der Bank abbezahlen.

Außerdem können Anleger ihre Wertpapiere deutlich länger im Depot liegen lassen, wenn sie mit ihnen eine Immobilie finanzieren. Müssten die Aktien verkauft werden, um flüssiges Eigenkapital zu generieren, könnte man den optimalen Anlagehorizont von einigen Jahren oder Jahrzehnten nämlich nicht ausnutzen. Doch gerade bei Aktien ist es so, dass Buy and Hold Strategien die zuverlässigste Methode sind, um nachhaltig mehr aus seinem Geld zu machen. Durch einen verfrühten und unplanmäßigen Verkauf können sogar Verluste drohen.

Es gibt auch Nachteile

Auch wenn die Baufinanzierung mit Aktien sehr attraktiv zu sein scheint, eignet sie sich nicht für jeden Häuslebauer gleichermaßen. Es ist bekannt, dass Aktien ein gewisses Risiko bieten. Entwickelt sich der Kurs der Wertpapiere also nicht wie erwartet, kann es passieren, dass Kreditnehmer am Ende deutlich draufzahlen. Die Tilgung zieht sich in die Länge.

Auch wenn Banken in den letzten Jahren verstärkt mit Aktienfinanzierungen arbeiten, stimmen sie solch einem Antrag nicht immer zu. Tatsächlich ist es weitaus realistischer, solch einen Kredit zu bekommen, wenn man neben den Aktien noch ausreichend flüssiges Eigenkapital aufbringen kann. In der Regel wird die Bank auch auf solide Sicherheiten, beispielsweise eine Grundschuldeintragung oder Ähnliches, bestehen.

Die Baufinanzierung mit Aktien bietet für viele Häuslebauer eine gute Chance, birgt aber auch Risiken, weshalb gute Einzelfallberatung das A und O ist.

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