Künstliche Intelligenz ist an der Börse längst kein Nischenthema mehr, sondern eine eigene Anlagekategorie. Wer heute nach KI-Aktien sucht, findet Dutzende Listen mit immer denselben Namen. Was in diesen Listen fast nie steht: Die Unternehmen verdienen an sehr unterschiedlichen Stellen der Wertschöpfungskette, und ihre Kurse laufen inzwischen deutlich auseinander.
Genau das hat sich 2026 verändert. Im Jahr 2024 stiegen praktisch alle Werte mit KI-Bezug gemeinsam. Heute liegt zwischen dem stärksten und dem schwächsten Wert dieser Liste eine Spanne von mehr als 125 Prozentpunkten seit Jahresbeginn. Dieser Artikel ordnet ein, welche Gruppen es gibt, wer woran verdient und worauf du bei der Auswahl achten solltest. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
KI-Aktien: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Seit der Veröffentlichung von ChatGPT 3.5 im Jahr 2022 erleben KI-Technologien einen Hype, der immense Investitionschancen bietet. Dabei wird Künstliche Intelligenz (KI) als bahnbrechend in Wirtschaft und Alltagsleben betrachtet.
- Die Kursentwicklung ist 2026 weit auseinandergelaufen. Micron legte seit Jahresbeginn 226,2 Prozent zu, AMD 114,7 Prozent, während Meta 12,2 Prozent verlor. Ein pauschaler Satz über „die KI-Aktien” trifft den Markt nicht mehr.
- Der Markt für KI-Aktien lässt sich in vier Kernbereiche unterteilen: Modellentwickler, Hardware-Produzenten, Anwendungsentwickler und Unternehmen, die KI indirekt unterstützen. Diese Differenzierung zeigt verschiedene Investitionsmöglichkeiten auf.
- Unternehmen wie OpenAI, Microsoft und Google treiben die Entwicklung großer Sprachmodelle (LLMs) und generativer KI voran. Investoren können auf die Wachstumsdynamik und Umsatzerwartungen dieser Unternehmen setzen.
- Chips und Speichertechnologien, etwa von Nvidia, AMD und HBM-Anbietern, sind für KI-Prozesse essenziell. Die Nachfrage nach KI-optimierter Hardware steigt stark, was langfristige Investitions- und Wachstumschancen schafft.
- KI kommt in der Industrie, von der Automatisierung bis zur Robotik, in der Medizintechnik oder auch im Marketing und Management zur Anwendung. Diese breite Adaption unterstreicht das Potenzial von KI-Unternehmen und ermöglicht vielschichtige Investitionen in KI-Aktien.
- Der KI-Markt bietet aber nicht nur Chancen. Hohe Bewertungen, Wettbewerbsdruck und mögliche Regulierung sind reale Risiken. Kein einziger der zehn wichtigsten Werte notiert auf seinem Jahreshoch, die Abstände reichen von 8 bis 27 Prozent.
- Deutsche KI-Aktien gibt es, aber sie sind Zulieferer und keine Modellentwickler. Infineon und Siltronic liefern in die Halbleiterkette, Siemens Energy profitiert vom Strombedarf der Rechenzentren. Ein börsennotiertes deutsches Gegenstück zu OpenAI gibt es nicht.
Was sind KI-Aktien?
Das volle Einsatzspektrum von KI-Systemen wächst ständig. Die wesentlichen Eigenschaften einer Künstlichen Intelligenz sind:
- KI-Systeme können auch in großen, unübersichtlichen Datenmengen Muster und Strukturen erkennen. Sie unterstützen den Menschen bei deren Auswertung.
- Sie können Verbindungen zwischen verschiedenen Konzepten herstellen.
- Außerdem können sie Wissen auf neue Situationen übertragen und dadurch kreative Lösungen entwickeln und vorschlagen.
- Über Sensoren können sie Einflüsse aus der Umgebung präziser und schneller erfassen, als ein Mensch es könnte. In Verbindung mit maschinellen Lernsystem entstehen so in vielen Bereichen selbstregelnde Prozess-Steuerungen und Assistenzsysteme (z.B. in der Automobiltechnik).
Allerdings ist das “Verständnis” eines KI-Systems fundamental anders als menschliche Intelligenz:
- Diese Systeme haben keinerlei Bewusstsein.
- Sie verfügen über keine Intuition oder emotionale Intelligenz im menschlichen Sinne.
- Ihr Algorithmus kann zunächst nur reproduzieren, was er ursprünglich “gelernt” hat – mit anderen Worten: die Daten verarbeiten, die ihm antrainiert und gespeichert wurden. Dabei ist das System jedoch “lernfähig”: es kann neu hinzukommende Daten erfassen, speichern und mit den bereits vorhandenen in Bezug bringen.
KI-Aktien sind Wertpapiere börsennotierter Unternehmen, die an der Entwicklung, der Herstellung, dem Betrieb oder der Anwendung von Systemen künstlicher Intelligenz verdienen.
Dazu muss ich vorausschicken:
“Disclaimer:”
Alle von mir vorgestellten Finanzprodukte stellen keinerlei Kaufempfehlung dar!Der Artikel dient lediglich informativen Zwecken. Ich möchte dir einen Überblick verschaffen und fordere dich zu deiner eigenen Analyse des Marktes auf. Bedenke bitte, dass dieser Markt in Bewegung ist wie kein anderer. Unternehmen, die sich heute an die Spitze katapultieren, können morgen schon wieder verschwunden sein.
Alle Kursangaben in diesem Artikel stammen vom 1. September 2026 und sind über die Handelsplattform von Interactive Brokers abgerufen. Kurse und Prozentwerte ändern sich täglich, die Größenordnungen und die Reihenfolge der Werte sind dagegen deutlich stabiler.
Wie aus dieser Technologie binnen weniger Jahre eine eigene Anlagekategorie wurde, zeigt der Blick zurück auf den Auslöser.
KI-Aktien Einführung
Als das Unternehmen OpenAI am 30.11.2022 seine Software “ChatGPT 3.5” für die Allgemeinheit freigab, trat es eine unvorstellbare Lawine los.
Die Nutzung des Tools war kostenlos, es genügte, sich mit einer gültigen E-Mail-Adresse zu registrieren und schon konnte man das Erlebnis „Künstliche Intelligenz“ genießen. Und die Menschen kamen: nach 5 Tagen konnte OpenAI den Ein-Millionsten Nutzer melden — Facebook brauchte dafür 10 Monate, Netflix 3½ Jahre.
Die Luft brannte. Allenthalben wurde die sogenannte “AI-Revolution” gleichgesetzt mit der Einführung des Internet: die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten werden, wird sich verändern, sie wird nicht mehr dieselbe sein.
In KI zu investieren und KI zum Handeln einzusetzen sind zwei verschiedene Dinge. Dieser Artikel behandelt das Erste: Aktien von Unternehmen, die an der Technologie verdienen. Wer wissen will, wie Modelle und Statistik im Handel selbst eingesetzt werden, findet das im Guide zum Quant Trading.
Gleißende Utopien, aber auch düsterste Dystopien gingen Hand in Hand.
„Künstliche Intelligenz“ war zu dem Zeitpunkt eigentlich schon ein „Alter Hut“: Millionen Autofahrer nutzten sie seit langem in Form eines Navigationsgerätes. Und in den endlosen Lagerhallen von Amazon laufen keine Lageristen zwischen den Regalen herum.
Revolutionär neu war allerdings die Art und Weise, wie der Nutzer mit der Software kommunizierte: die Software erkannte Fragen und Anweisungen in natürlicher Sprache und reagierte in eben solcher Weise. Man konnte tatsächlich mit dem Programm “chatten” wie mit einem Gesprächspartner bei Skype oder WhatsApp.
Im folgenden Artikel will ich nicht auf technische Details eingehen. Wie KI genau funktioniert, ist Nebensache (Spoiler: es ist ein Algorithmus, der Wahrscheinlichkeiten gegeneinander abwägt. Mit echter Intelligenz hat es wenig zu tun. Und es beruht auf unvorstellbaren Datenmengen, die dem System “beigebracht” werden müssen).
Ich will mich auch nicht auf ethische Diskussionen und Mutmaßungen hinsichtlich der kurz-, mittel- oder langfristigen Auswirkungen der “Künstlichen Intelligenz” einlassen (für alle, die sich dafür interessieren, gebe ich am Ende des Artikels ein paar Links zur Auswahl).
Das Ziel soll einzig sein, aufzuzeigen, WO und WIE diese Technologie in unserer Wirtschaft Verwendung findet und wie du als Wertpapierhändler davon profitieren kannst.
Dabei will ich mich auf 4 Sektoren konzentrieren:
1. Die KI-Modelle und deren Entwickler
2. Die Hardware und Geräte für den Einsatz der KI
3. KI-Anwendungen und Unternehmen, die KI nutzen oder Anwendungen entwickeln
4. Unternehmen, die im “Schlepptau” der Künstlichen Intelligenz unterwegs sind
Die 10 wichtigsten KI-Aktien im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die zehn KI-Aktien mit der größten Bedeutung für den Sektor. Sortiert ist sie nach der Kursentwicklung seit Jahresbeginn, nicht nach Größe oder Beliebtheit. Das macht sichtbar, wie weit die Wege 2026 auseinandergegangen sind.
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| AMD | $459,75 | +114,7 % |
| ASML | $1.661,89 | +55,9 % |
| TSMC | $415,18 | +37,3 % |
| Nvidia | $217,31 | +16,5 % |
| Amazon | $254,14 | +10,1 % |
| Broadcom | $369,68 | +7,0 % |
| Alphabet | $334,11 | +6,8 % |
| Microsoft | $500,63 | +4,0 % |
| Palantir | $181,51 | +2,1 % |
| Meta | $578,90 | −12,2 % |

Zwei Dinge fallen an dieser Tabelle sofort auf. Erstens steht mit AMD ein Chiphersteller an der Spitze und nicht Nvidia, das die meisten Listen zuerst nennen. Zweitens steht mit Meta ein Konzern am Ende, der zu den größten KI-Investoren überhaupt gehört.
Der zweite Blick gehört dem Abstand zum Jahreshoch. Keiner der zehn Werte notiert dort. Nvidia liegt rund 8 Prozent darunter, Microsoft 9 Prozent, Alphabet 18 Prozent, Broadcom 25 Prozent und Meta 27 Prozent. Selbst AMD, der stärkste Wert der Liste, steht 21 Prozent unter seinem eigenen Höchstkurs.
Daraus folgt eine nüchterne Einordnung. Der KI-Sektor ist 2026 kein Markt mehr, in dem alle Werte gemeinsam steigen. Er belohnt einzelne Geschäftsmodelle und bestraft andere, und die Schwankungen innerhalb eines Jahres sind erheblich.
Die KI-Modelle und ihre Entwickler
“Large Language Models” und “Generative KI”
“Generative KI” ist eine Form der künstlichen Intelligenz, die enorme Datenmengen analysiert und daraus neue Inhalte formt. Diese KI findet ursprünglich breite Verwendung in der Textanalyse und -erstellung, der Bildbearbeitung, in der Programmierung, aber auch in Kunst und Musik.
Large Language Models (LLMs, “Große Sprachmodelle”) sind eine spezielle Ausprägung der generativen KI. Es sind spezialisierte Systeme zur Analyse und Verarbeitung natürlicher Sprache. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Ob ein Werbetext auf das individuelle Kundeninteresse zugeschnitten oder die Information aus einer großen Zahl von Quellen zusammengefasst werden soll – die KI kann unterstützen.
Beeindruckend ist die Evolution dieser Modelle. Während ich diese Zeilen schreibe, sind Anwendungen, die aus einem geschriebenen Text einen Podcast oder ein komplettes Video erstellen, die jüngste Entwicklungsstufe.
“ChatGPT” von ► OpenAI, mit dem die KI ins breite Bewusstsein gerückt ist, ist ein solches LLM. Der im Moment ernsthafteste Mitstreiter ist das Unternehmen ► Anthropic mit seinem LLM “Claude”. Zwei weitere Modelle kommen von dem französischen Unternehmen ► Mistral: “Mistral 7B” und “Mixtral 8x7B” sind frei verfügbare LLMs, die unter der ‘Open-Source’-Lizenz veröffentlicht werden und als Ausgangspunkt für Weiterentwicklungen dienen können.
Ein weiterer Anbieter ist xAI, das seit Anfang 2026 zum Raumfahrtkonzern SpaceX gehört. Damit lässt sich diese KI-Sparte erstmals über die Börse abbilden, die Details dazu stehen im Überblick zur SpaceX-Aktie mit ihrer KI-Sparte.
Auch OpenAI wurde ursprünglich als gemeinnützige Organisation gegründet, die ihre Forscher dazu ermutigte, ihre Arbeit an „digitaler Intelligenz in der Weise zu veröffentlichen und zu teilen, die der Menschheit als Ganzes am ehesten zugute kommt“. Später splittete sich das Unternehmen und ging teilweise zu einem gewinnorientierten Modell (“ChatGPT Plus”) mit Microsoft als einem der Hauptinvestoren über.
Alle drei genannten Unternehmen sind nicht börsennotiert. (NOCH nicht — aber was nicht ist …?! Bleib am Ball.)
Aber auch andere Konzerne erkannten die KI als nützlich und gewinnbringend. Da wäre natürlich zunächst ► Microsoft, das bereits früh in OpenAI investiert und mittlerweile ein kompliziertes Beziehungsgeflecht mit dem Start-Up aufgebaut hat.
Microsoft hat KI-Funktionen nicht nur in seine Suchmaschine “Bing” integriert, sondern auch das MS-Office-Paket damit ausgestattet. Den Löwenanteil seines Umsatzes erwirtschaftet es jedoch mit seinen Cloud-Diensten.
Im Geschäfts-Quartal I/2025 (Juli-Sept. 2024; das Microsoft Geschäftsjahr beginnt im Juli) erzielte der Konzern einen Gesamtumsatz von 65,585 Mrd. USD, davon rund 38 Mrd. \$ aus dem Segment “Cloud-Services”. Hier verzeichnet es ein Umsatzwachstum von 33% gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahrs. Geschätzte 12% davon steuert die KI bei.
Auch Google (Mutterkonzern ► Alphabet) integriert KI immer stärker in seine Suchmaschine. Nach anfänglich eher enttäuschenden Versuchen mit “BARD” schafft der Suchgigant mit dem aktuellen Modell “Gemini” nun doch den Sprung von der Such- zur “Antwortmaschine”. Auch bei Alphabet steuern Cloud-Dienste einen großen Teil zum Umsatz bei.
Auch Berkshire Hathaway hat hier zugegriffen und die Alphabet-Position im ersten Quartal 2026 mehr als verdreifacht.
Der dritte im Bund der Cloud-Giganten mit KI-Unterstützung ist Amazon mit seinen ► “Amazon Web Services (AWS)“. Im 3. Quartal 2024 konnte Amazon mit AWS $27,5 Mrd. Umsatz erzielen, 19% mehr als im gleichen Vorjahres-Zeitraum. Damit wuchs es zwar langsamer als Google (35% Wachstum) und Microsoft. In seiner Allianz mit IBM (“Watson X”) ist AWS derzeit der Marktführer für Cloud-Infrastrukturen.
Und ein kleines Stück „Amazon-KI“ haben viele zu Hause stehen: „Alexa, pfeif den River-Kwai-Marsch!“
Schließlich hält die KI noch im Bereich der Social-Media Plattformen Einzug: ► Meta stattet seine Plattform facebook mit diversen Funktionen aus und und Elon Musk, ebenfalls ein früher Investor in OpenAI, wartet auf ‘X‘ (ehem. ‘twitter’) mit der Künstlichen Intelligenz „Grok“ auf.
Und die Szene ist aktiv! Ziemlich jeder große Konzern entwickelt seine eigene KI, ausgerichtet auf sein Geschäftsfeld. Die Entwicklung eines KI-Modells ist zwar extrem aufwendig und teuer, doch der erwartete Nutzen überwiegt und lässt die Unternehmen nicht ruhen.
Überblick über die Aktien der genannten Unternehmen
Die Tabelle zeigt den aktuellen Kurs und die Entwicklung seit Jahresbeginn.
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| Amazon | $254,14 | +10,1 % |
| Alphabet | $334,11 | +6,8 % |
| Microsoft | $500,63 | +4,0 % |
| Meta Platforms | $578,90 | −12,2 % |

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KI-Hardware: Halbleiter und Gerätehersteller
Befassen wir uns als nächstes mit der Frage, welche Hardware und Geräte für den Einsatz künstlicher Intelligenz notwendig werden und wer diese herstellt. In dem Zusammenhang verweise ich auf den Artikel Die 7 besten Halbleiter-Aktien, in dem ich unter anderem Nvidia, TSMC, AMD und ASML mit ihren aktuellen Geschäftszahlen vorstelle. Dort stelle ich sieben Unternehmen vor, die zu den “Großen” in diesem Sektor gehören und die auch hier wieder auftauchen werden.
KI-Hardware und deren Produzenten
Bei der Betrachtung der KI-Hardware sind vor allem drei Bauteile von besonderem Interesse:
- Graphikprozessoren (GPUs, “Graphical Processing Units”): Co-Prozessoren, die den Zentralprozessor (CPU) bei extrem rechenintensiven Anwendungen unterstützen.
- Speicherchips: Benötigt werden Chips, die nicht nur große Datenmengen abspeichern sondern auch einen hohen Datendurchsatz bieten können. Hierfür wurden sog. HBM (“High Bandwidth Memory”)– Chips entwickelt, die derzeit fast ausschließlich von zwei Konzernen produziert werden.
- System-on-Chip (SoC): Eine Spezialform eines Prozessors, der die Funktionen einer CPU, einer GPU und des internen Speichers auf einem einzigen Chip vereint. SoCs werden in Mobiltelefonen, Tablet-Computern oder Spezialhardware eingesetzt, da sie platzsparend sind und eine geringere Leistungsaufnahme haben.
Die Hersteller können in ebenfalls in drei Gruppen eingeordnet werden: Integrated Device Manufacturer (IDM), die den kompletten Produktionsprozess abdecken, “Foundries” (Auftragsfertiger) und “Fabless Companies”, die nur Entwicklung betreiben, die Produktion aber an Foundries auslagern.
Wer sind momentan die “Big Player” im Hardware-Geschäft?
Die Rangfolge in diesem Feld hat sich 2026 spürbar verschoben. Intel legte seit Jahresbeginn um 141,3 Prozent zu und war damit der stärkste der großen Chipkonzerne, TSMC kam auf 37,3 Prozent. Nvidia, das die meisten Listen zuerst nennen, liegt mit 16,5 Prozent dahinter, Qualcomm notiert sogar leicht im Minus. Wer den Sektor als geschlossenen Block betrachtet, übersieht diese Unterschiede.
5 “Alte Bekannte” …
Nähere Informationen zu diesen fünf Unternehmen findest du im oben bereits verlinkten Artikel zu den Halbleiter-Herstellern: Nvidia, tsmc, Qualcomm, Broadcom und Intel.
Die aktuellen Kurse dieser KI-Aktien im Überblick:
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| Intel | $89,03 | +141,3 % |
| TSMC | $415,18 | +37,3 % |
| Nvidia | $217,31 | +16,5 % |
| Broadcom | $369,68 | +7,0 % |
| Qualcomm | $167,00 | −1,7 % |
… und KI-Aktien weiterer interessanter Vertreter
IBM
Der Konzern ► IBM ist eigentlich ein “Methusalem” der KI-Szene. Lange bevor LLMs die Bühne betraten besiegte 1997 der von IBM entwickelte Schachcomputer Deep Blue den amtierenden Weltmeister Garri Kasparow in einem Turnier über sechs Spiele. Und das Computerprogramm “Watson” begann 2011, mithilfe einer großen Menge unstrukturierter Daten, Antworten auf Fragen zu geben, die ihm ein Mensch in natürlicher Sprache stellte.
Mittlerweile arbeitet der Konzern unter dem Namen WatsonX an einer Weiterentwicklung des Systems. Ziel ist, eine Quelloffene KI-Plattform zu schaffen, die “drei Kernkomponenten und eine Reihe von KI-Assistenten [umfasst], die darauf ausgelegt sind, die Vorteile von KI in Ihrem gesamten Unternehmen mit vertrauenswürdigen Daten zu skalieren und zu beschleunigen.” (Zitat: https://www.ibm.com/de-de/watsonx)
Außerdem befinden sich Anwendungen auf KI-Basis für Cybersicherheit, Kundenservice, Finanzdienstleistungen und Medizin in der Entwicklung. IBM konnte 2023 ein Umsatzwachstum von +2% und ein Gewinnwachstum von 352% vermelden.
Lesetipp: KI Trading im Test

Weitere Hardware-Aktien: Chips, Speicher und Zulieferer
Neben den großen Namen der Chipbranche gehört eine zweite Reihe zur KI-Hardware. Sie stellt Prozessoren, Speicher und die Maschinen her, ohne die keine dieser Komponenten entsteht. Wirtschaftlich haengt dieser Teil der Kette am Investitionszyklus der Halbleiterindustrie.
AMD
Der Konzern ► AMD hat sich bislang einen Namen als Hersteller von High-End CPUs gemacht, mit denen er immer wieder den Platzhirsch Intel verdrängen konnte (AMD Athlon, Opteron, Ryzen). Außerdem ist er der führende Produzent von High-End Grafikprozessoren (AMD Radeon).
Seine aktuellen Chips Ryzen 8040 und MI300X wurden speziell für KI-Anwendungen in Rechenzentren entwickelt. Damit konkurriert AMD direkt mit Nvidia.
Der Sektor der KI-Chips stellt mittlerweile das größte Geschäftsfeld des Unternehmens dar. der Umsatz im Quartal III/24 betrug $6,82 Mrd., das sind 17,57% mehr als im Q. III/23. Die Aktie konnte im Verlauf von 52 Wochen um 25,3% zulegen.

ARM Holdings
Die 1990 gegründete britische ► ARM Holdings PLC ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Lizenzierung von Mikroprozessorarchitekturen spezialisiert hat.
Es ist bekannt für energieeffiziente und leistungsstarke CPU-Designs, die vor allem in Smartphones oder Tablets, aber auch in Supercomputern und Embedded Systems zum Einsatz kommen. Unternehmen wie Apple, Qualcomm und Samsung nutzen ARM-Technologien zur Entwicklung eigener Chips.
Die Architektur unterstützt eine breite Palette von Betriebssystemen und Anwendungen und kann in unterschiedlichste Anwendungs-Szenarien integriert werden. So bauen IoT (Internet-of-Things)- Systeme oder Automotive-Elektronik weitgehend auf ARM-Prozessoren auf. Schätzungsweise 70 % der Weltbevölkerung nutzen irgendwelche Geräte mit ARM-Prozessoren.
ARM hat die Entwicklung eigener KI-Chips angekündigt und erweitert sein Geschäft damit über die reine Lizenzierung von Architekturen hinaus.

APPLE
Eigentlich ist es nicht nötig, noch große Worte zum ► Apple-Konzern zu verlieren. Hört man den Namen in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz, denkt man sofort an “Siri“.
Siri ist, ähnlich wie Amazons “Alexa” ein KI-gesteuertes Gerät. Apple hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und Siri durch den Einsatz von KI und durch die Implementierung von Large Language Models verbessert.
Eine Kooperation mit OpenAI ermöglicht es Siri, auf ChatGPT-Technologie zurückzugreifen. Auch eine stärkere Integration der Apple-Betriebssysteme in das System Siri ist vorgesehen.
Dadurch soll Siri die Steuerung von Apps z.B. zur Be- und Verarbeitung von Texten oder Kontrolle des Mailverkehrs zuverlässiger ausführen. Funktionen wie das Bereinigen von Bildern (Entfernen unerwünschter Objekte) und das Erstellen personalisierter Emojis sollen ebenfalls möglich sein.
Die meisten KI-Funktionen werden direkt auf den Geräten (iPhone, iPad, Mac) verarbeitet (On-Device Verarbeitung), was den Datenschutz verbessert.
Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2024 hat das Unternehmen eine Reihe neuer Funktionen unter dem Namen Apple Intelligence vorgestellt. Diese sollen in den kommenden Betriebssystem-Versionen iOS 18, iPadOS 18 und macOS Sequoia integriert zur Verfügung stehen.

Wichtig zu erwähnen ist in dem Zusammenhang, dass die neuen Betriebssystem-Versionen auf älteren Apple-Geräten nicht lauffähig sind. Um in den Genuss der neuen KI-Features zu kommen, sind Apple-User also gezwungen, neue Geräte zu beschaffen, was den Konzernumsatz zusätzlich ankurbeln wird.
Kurse dieser KI-Aktien im Überblick
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| AMD | $459,75 | +114,7 % |
| Arm Holdings | $233,99 | +114,1 % |
| Apple | $324,71 | +19,7 % |
| IBM | $231,80 | −20,7 % |
Ein Blick auf die Speicherchips
KI-Berechnungen, die riesige Datenmengen in kürzester Zeit verarbeiten müssen, benötigen extrem schnelle Halbleiter-Bauelemente. Vor allem die Speichertechnologie kann sich hier als “Flaschenhals” erweisen. Eine technologische Neuerung in diesem Segment stellen sog. HBM (“High Bandwidth Memory”) – Chips dar. Sie bieten Bandbreiten von 1 Terabyte (= 1.000 Gigabyte) Daten pro Sekunde und darüber.
Den weltweiten Markt teilen sich hier 3 Unternehmen auf: SK Hynix, Samsung Electronics und Micron Technologies.
Der südkoreanische Marktführer ► SK Hynix ist exklusiver HBM-Zulieferer für Nvidia. Er gibt an, “bei HBM mittlerweile ausgebucht” zu sein. Das lässt darauf schließen, dass er an Kapazitätsgrenzen anlangt und die beiden “Verfolger” am Markt aufholen werden.
Der Speichermarkt zeigt 2026 die stärkste Bewegung im gesamten KI-Sektor. Die Aktie von Micron Technology legte seit Jahresbeginn um 226,2 Prozent zu und ist damit der mit Abstand stärkste Einzelwert in diesem Artikel. Das passt zu der Rolle, die HBM-Speicher in der Kette einnimmt: Er ist der Flaschenhals, nicht das Beiwerk.

Ohne sie läuft nichts: Aktien der Hardware Zulieferer
Wenden wir unseren Blick weg von den Herstellern und hin zu den Zulieferern und Ausrüstern.
„Wafer“, dünne Scheiben aus hochreinem Silizium, sind der Grundstoff zur Herstellung der Halbleiter-Bauelemente. Der Branchenprimus in der Wafer-Fertigung ist ► Global Wafers.
Eine beabsichtigte Fusion mit dem deutschen Hersteller ► Siltronic AG, die von den Aktionären von Siltronic mehrheitlich angenommen wurde, scheiterte 2022. Das deutsche “Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)” übte sich in Untätigkeit und ließ Zustimmungsfristen verstreichen. Damit wurde für beide Unternehmen die Chance vertan, zum weltgrößten Waferhersteller zu werden.

In der Folge stürzte der Kurs der Siltronic AG innerhalb mehrerer Wochen um 48%.
Ein weiterer wichtiger Zulieferer ist der Ausrüster ► Applied Materials Inc. aus Santa Clara, Kalifornien. Er entwickelt, produziert und vertreibt komplette Fertigungsanlagen zur Herstellung von Halbleiterchips oder integrierten Schaltungen.
Das Unternehmen bietet weiterhin verschiedene Verarbeitungs-Technologien und integrierte Lösungen zur Optimierung von Leistung und Produktivität solcher Anlagen und Fabriken an. Software zur Fabrikautomatisierung für Halbleiter-Hersteller ergänzen das Produktportfolio.
Ein europäisches Unternehmen, die niederländische ► ASML Holding N.V., spielt ebenfalls in der Spitzengruppe der Ausrüster mit. Mit seinen zur Chipherstellung notwendigen Lithografie-Maschinen besitzt das Unternehmen eine weltweite Vormachtstellung am Markt.
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| Micron Technology | $930,50 | +226,2 % |
| Applied Materials | $442,06 | +72,4 % |
| ASML | $1.661,89 | +55,9 % |
| KLA | $171,35 | +41,4 % |
Die Anwender der KI und ihre Aktien
Wie eingangs schon erwähnt: völlig neu ist Künstliche Intelligenz ja nicht, egal wie groß der derzeitige Hype auch sein mag. Industrieroboter und intelligente Prozess-Steuerung gibt es schon länger. Was allerdings neu ist – und in all seinen Facetten längst noch nicht absehbar:
- Generative KI ist mehr als “intelligente Steuerung”; GenKI ist lernfähig, kann neue Eindrücke verarbeiten und mit Bekanntem in Beziehung setzen und daher flexibler auf externe Einflüsse reagieren.
- Das Einsatzspektrum der GenKI hat sich erheblich erweitert. Bislang war es doch schwer vorstellbar (ausgenommen in der Science Fiction Literatur), Roboter in der Medizin oder in Bereichen einzusetzen, in denen sie in direkter Interaktion mit Menschen treten. Dass sich gerade in diesen Bereichen sehr viel tut, will ich im nächsten Kapitel beleuchten.
In diesem Abschnitt will ich unterschiedliche Einsatzgebiete der KI ansprechen und Unternehmen vorstellen, die in diesen Gebieten aktiv sind. Dabei muss ich mich auf ein oder zwei Beispiele beschränken, um den Rahmen nicht zu sprengen.
Auch hier muss ich darauf hinweisen, dass die Daten und Metriken der vorgestellten KI-Aktien eine Momentaufnahme eines aktiven und volatilen Marktes darstellen. Ich kann dir also nur ans Herz legen, vor einem Engagement in diesem Finanzsegment selbst gründlich zu recherchieren.
Künstliche Intelligenz findet in folgenden Bereichen verstärkt Einsatz und Entwicklung:
► ① In der Industrie
Hier sind es vor allem zwei wesentliche Einsatzgebiete, die ich betrachten will:
- Intelligente Prozess-Steuerung und Prozess-AutomatisierungDas Unternehmen ► Rockwell Automation, Inc. bietet Lösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen an und hat eine Partnerschaft mit Nvidia geschlossen, um KI in der Produktion zu integrieren. Insbesondere zielt es darauf ab, durch den Einsatz autonomer mobiler Roboter (AMRs) und der Integration von KI-Technologien die Effizienz und Produktivität in der Fertigung zu steigern.► Zebra Technologies Corporation spezialisiert sich auf Lösungen für die Datenerfassung und -analyse, einschließlich Barcode-Scannern, mobilen Computern und Drucklösungen. Hier kommt die KI in Bereichen wie Echtzeitanalytik und Automatisierung von Geschäftsprozessen zum Einsatz. Es soll die Effizienz in der Logistik und im Einzelhandel erhöht werden.Die ► KLA Corporation ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Prozesskontroll- und Test-Technologien für die Halbleiterindustrie spezialisiert hat. Es verwendet KI-gestützte Systeme zur Qualitätssicherung und zur Optimierung von Fertigungsprozessen. KLA implementiert KI, um Datenanalysen zu automatisieren und präzisere Vorhersagen über Produktionsfehler zu treffen, was die Effizienz in der Halbleiterfertigung erhöht
- RoboticsDas Schweizer Unternehmen ► ABB Limited ist führend in der Robotertechnologie und bietet eine breite Palette von Industrierobotern, modularen Fertigungslösungen und fahrerlosen Transportsystemen an. ABB hat Lösungen entwickelt, die KI nutzen, um Automatisierungsprozesse zu optimieren und die Effizienz in verschiedenen Industrien zu steigern. Dazu findest du hier ein kurzes Video: „AI navigation technology“
► ② In der Medizin
- Diagnosesoftware auf Basis von KI► Healwell AI Inc. aus Kanada hat sich auf KI und Datenwissenschaft für die Präventivmedizin fokussiert. Es entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die darauf abzielt, Krankheiten frühzeitig zu identifizieren und zu diagnostizieren. Damit sollen die Patientenversorgung verbessert und die Gesundheitskosten gesenkt werden.
- OP-Roboter► Intuitive Surgical, Inc. ist ein führendes Unternehmen im Bereich der robotergestützten Chirurgie. Es entwickelt Technologien, die minimalinvasive Eingriffe ermöglichen. Durch den Einsatz von KI zur Analyse von chirurgischen Daten verbessert Intuitive Surgical nicht nur die Effizienz der Eingriffe, sondern auch die Ausbildung von Chirurgen. Das von Intuitive Surgical entwickelte System „Da Vinci“ ist weltweit im Einsatz.
► ③ Spracherkennung, Bilderkennung, Bildbearbeitung
Im Bereich Bilderkennung und -bearbeitung ist ► Adobe Inc. seit langem unangefochtener Marktführer. Und auf dem Feld der Spracherkennung und -verarbeitung tummeln sich momentan unzählige Entwickler, die aktuelle Sprachmodelle wie ChatGPT weiterentwickeln zu vielseitigen Tools z.B. für Kundenbetreuung und Beschwerdemanagement.
Solltest du demnächst mit einem Call-Center oder dem Kunden-Support Kontakt aufnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du nicht mehr mit einem menschlichen Wesen sprichst.
Ein führendes Unternehmen in diesem Bereich ist ► SoundHound AI, das „unabhängige Lösungen für künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die es Unternehmen in den Bereichen Automotive, TV und IoT sowie im Kundenservice ermöglichen, ihren Kunden hochwertige Konversationserlebnisse zu bieten.“ (O-Ton der Website)
Diese Auswahl kann, wie schon gesagt, nur ein kleiner Ausschnitt aus dem weiten Universum der KI-Anwender und ihrer Anwendungen sein! Im Anschluss an diesen Beitrag führe ich einige hilfreiche Links auf, die es dir ermöglichen, über aktuelle Geschehnisse und Neuerungen im KI-Sektor auf dem Laufenden zu bleiben.
Die Kurse der in diesem Abschnitt genannten Unternehmen im Überblick:
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| Zebra Technologies | $343,67 | +41,5 % |
| ABB (ADR) | $95,48 | +31,0 % |
| Rockwell Automation | $417,55 | +8,0 % |
| Palantir | $181,51 | +2,1 % |
| Adobe | $285,23 | −18,5 % |
| SoundHound AI | $6,87 | −31,1 % |
| Intuitive Surgical | $369,29 | −34,8 % |
Weitere Profiteure der KI-Industrie
Neben den Schöpfern, Entwicklern, Weiterentwicklern und unmittelbaren Anwendern der Künstlichen Intelligenz gibt es noch eine Reihe weiterer Unternehmen, die von der Entwicklung auf diesem Gebiet profitieren.
Hier zunächst die Betreiber großer Rechencenter. Das Training der Sprachmodelle erfordert spezielle Anlagen, die auf den Strombedarf und Kühlung der KI-Prozessoren ausgelegt sind. Darauf sind zwei Unternehmen spezialisiert: ► Digital Realty Trust, Inc. und ► Equinix, Inc.
„Digital Realty bringt Unternehmen und Daten zusammen, indem es das gesamte Spektrum an Rechenzentrums-, Co-Location- und Interconnection-Lösungen anbietet …“ (Auszug aus der Website). Und Equinix bezeichnet sich auf seiner Website als „… the world’s digital infrastructure company®“.
Dazu kommen als nächstes die großen Energieversorger. KI erfordert einen immensen Energieaufwand. Große Rechenzentren und Datacenter verlangen eine zuverlässige Bereitstellung dieser Energiemengen.
Internationale Konzerne wie ► GE Vernova, die Energiesparte des zerschlagenen Superkonzerns General Electric und nach eigenen Aussagen der „global leader in energy solutions“ (Zitat ihrer Website), oder ► Siemens Energy gehören zu den unmittelbaren Nutznießern dieses Energiehungers.
Als letztes sollten wir noch zwei Branchen erwähnen, die ebenfalls einen Aufschwung durch den KI-Hype erfahren haben: die Datenlieferanten und die Beraterbranche.
Als Lieferanten der Daten fungieren wir alle. Aber manche verdienen auch richtig daran. So schloss z.B. ► Reddit ein Lizenzabkommen mit OpenAI und erlaubt dem Unternehmen, die Daten aus den Milliarden Beiträgen und Diskussionen seiner User auszuwerten und zum Training seiner Software zu nutzen. Andere Unternehmen der Presse- und Medienwelt gehen ähnlich vor.
Und die effektive Anwendung der neuen Sprachmodelle erfordert neue Kompetenzen. Davon profitieren Beratungsunternehmen wie ► Accenture, das im Juni 2023 ankündigte, $3 Milliarden in die KI zu investieren und die Zahl seiner Mitarbeiter zu verdoppeln. Damit will es „die Neuerfindung seiner Kunden zu beschleunigen“.
Und der Erfolg gibt Accenture Recht: im Bereich generative KI konnte es für das Geschäftsjahr 2024 Neubuchungen in Höhe von $2 Milliarden vermelden.
Die folgende Tabelle zeigt die Kurse der erwähnten Unternehmen:
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| GE Vernova | $897,62 | +37,5 % |
| Equinix | $1.027,82 | +35,5 % |
| Digital Realty | $183,29 | +19,3 % |
| Siemens Energy | €140,30 | +16,5 % |
| Accenture | $188,09 | −28,9 % |
KI-Aktien aus Deutschland und Europa
Nach deutschen KI-Aktien wird häufig gesucht, und die Antwort fällt nüchterner aus als bei den amerikanischen Werten. Ein börsennotiertes deutsches Unternehmen, das ein großes Sprachmodell entwickelt und damit Geld verdient, gibt es nicht.
Deutsche KI-Aktien sind fast ausnahmslos Zulieferer der Halbleiterkette oder Profiteure des steigenden Strombedarfs, keine Entwickler von KI-Modellen.
Das bekannteste deutsche KI-Unternehmen steht nicht an der Börse. Aleph Alpha aus Heidelberg gilt als der deutsche Hoffnungsträger bei Sprachmodellen. Im April 2026 kündigte das kanadische Unternehmen Cohere die Übernahme an, bei einer gemeinsamen Bewertung von rund $20 Milliarden. Der Zusammenschluss stand zuletzt noch unter regulatorischem Vorbehalt und war nicht abgeschlossen. Auch Cohere ist nicht börsennotiert. Für dich als Anleger ändert der Vorgang deshalb zunächst nichts: Einen direkten Weg in den bekanntesten deutschen KI-Entwickler gibt es nach wie vor nicht.
Wer deutsche KI-Werte sucht, findet sie eine Ebene tiefer in der Lieferkette. Infineon produziert Halbleiter unter anderem für Stromversorgung und Automobiltechnik. Siltronic liefert die Wafer, aus denen Chips überhaupt erst entstehen. Siemens Energy baut die Technik, mit der Rechenzentren versorgt werden.
| Unternehmen | Kurs | Seit 1.1. |
|---|---|---|
| Siltronic | €77,80 | +59,1 % |
| Infineon | €55,56 | +47,3 % |
| Siemens Energy | €142,00 | +17,9 % |
| SAP | €181,84 | −12,7 % |
Der bekannteste deutsche Softwarewert ist zugleich das Gegenbeispiel. SAP wird regelmäßig als KI-Profiteur genannt und ist der einzige Wert dieser Tabelle, der 2026 im Minus liegt. Ein KI-Bezug allein trägt einen Kurs offensichtlich nicht.
In Europa ist das Bild ähnlich einseitig. Mit ASML steht der wichtigste Ausrüster der gesamten Halbleiterindustrie in den Niederlanden, ohne dessen Maschinen keine modernen KI-Chips gefertigt werden. Bei den Modellen selbst ist das französische Unternehmen Mistral der prominenteste europäische Anbieter, und es ist ebenfalls nicht börsennotiert.
Für dich heißt das: Wer gezielt deutsche oder europäische KI-Aktien kauft, kauft im Kern Industrie- und Halbleiterwerte, keine Softwareentwickler. Das ist eine andere Wette mit anderen Risiken als ein Investment in die amerikanischen Modellentwickler, und sie hängt stärker am Investitionszyklus der Chipindustrie als am Erfolg einzelner KI-Produkte.
KI-Aktien: Indizes und weitere Handelsmöglichkeiten
NYGBIG — ein wichtiger Aktienindex der KI-Aktien
Der Nasdaq Global AI and Big Data Index, Kürzel NYGBIG, ist einer der wichtigsten Indizes für das Marktsegment der KI-Aktien.
Er bildet die Performance von insgesamt 87 Unternehmen ab, die sich unter anderem mit Deep Learning, Sprach- und Bilderkennung, Cloud Computing oder Big Data befassen.
In den oberen Rängen finden sich die meisten der hier besprochenen Firmen wieder.
ASOX — der Teilbereich des PHLX Semiconductor Index SOX
Ein noch sehr junger – und daher noch wenig aussagekräftiger Index – ist der PHLX AI Semiconductor Index ASOX.
Dabei handelt es sich um einen Teilbereich des SOX (PHLX Semiconductor Index), den ich im weiter oben bereits verlinkten “Halbleiter-Artikel” bereits eingeführt habe.
Der ASOX erblickte am 9. September 2024 bei 960.65 Punkten “das Licht der Welt”. Er umfasst 20 der 30 Werte des SOX, der 1993 veröffentlicht wurde.
Der ASOX listet nur Fabless- und Foundry-Unternehmen, IDM (Integrated Device Manufacturer) werden ausgeblendet. Die Liste besteht aus 20 Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 300 Millionen Dollar, die an US-Börsen notiert sind. Darunter findet man wieder Namen wie Nvidia, TSMC, Broadcom, ASML, AMD, Qualcomm, Applied Materials und ARM.
Der folgende Wochenchart zeigt die prozentuale Entwicklung der drei Indizes SOX, NYGBIG und ASOX über 5 Jahre (04.11.2019 entspr. 0%). Die kurze Linie rechts unten zeigt das erste Zucken des ASOX.

Die Wertentwicklung der KI-Aktienindizes unter die Lupe genommen
Im Verlauf beider Indizes – SOX und NYGBIG – fällt ein langer Downswing auf, der sich Mitte November 2021 anzeichnete und sich dann fast über das ganze Jahr 2022 fortsetzte.
Die Gründe sind vielfältig:
Zum einen lassen sich die Zinserhöhungen der Notenbanken anführen, die erkennen mussten, dass die Inflation 2021 doch nicht “temporär und vorübergehend” war. Die Inflation erreichte in vielen Ländern Rekordhöhen, was zu einer erhöhten Unsicherheit auf den Märkten und Rezessionsängsten führte.
Geopolitische Spannungen (Ukraine, vor allem jedoch die Spannungen in Fernost zwischen China und Taiwan) verschärften diese Unsicherheiten besonders im Bereich der Halbleiter-Technologie.
Hinzu kam eine gewisse Marktsättigung: Der Computer- und Big-Data-Sektor hatte in den Jahren vor 2022 ein starkes Wachstum erlebt. Viele Unternehmen in diesem Bereich schienen stark überbewertet, was zu einem Rückgang des Interesses an diesen Aktien führen konnte.
Ein zweiter, recht kurzer, aber ebenfalls heftiger Kurseinbruch ist Mitte des Jahres 2024 zu erkennen. Hierüber habe ich ebenfalls in meinem Halbleiter-Artikel geschrieben.
Mit ETFs in die Indizes der KI-Aktien investieren
Mit ETFs (Exchange Traded Funds) kannst du, in einen ganzen Korb von Aktien des KI-Segments zu investieren. Du erreichst damit eine größere Streuung und ersparen sich das Verwalten vieler Einzelwerte im Portfolio.
Ich möchte dir hier zwei ETFs vorstellen, die sich auf den KI-Sektor konzentrieren:
1. XAIX — Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF
Der XAIX ist der einzige ETF am Markt, der den Nasdaq Global AI and Big Data Index vollständig nachbildet. Er bildet die Wertentwicklung des Index durch vollständige Replikation, also Erwerb aller Indexbestandteile, nach. Die Dividendenerträge im ETF werden thesauriert und in den ETF reinvestiert.
Stammdaten XAIX — Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C
| Anbieter | Xtrackers |
| Abgebildeter Index | Nasdaq Global AI and Big Data |
| Fondsvolumen | 8,56 Mrd. USD |
| Gesamtkostenquote (TER) | 0,35 % pro Jahr |
| Replikation | physisch, vollständig |
| Fondswährung | USD |
| Auflegung | 29. Januar 2019 |
| Ertragsverwendung | thesaurierend |

2. WTAI — WisdomTree Artificial Intelligence UCITS ETF USD Acc
Der WTAI bildet einen anderen KI-Index der NASDAQ nach, den Nasdaq CTA Artificial Intelligence Index (NQINTEL), der von der Consumer Technology Association ermittelt wird. Dieser Index verwendet das „AI Intensity Rating der CTA“. Er listet 50 Unternehmen und wird seit dem 29.10.2018 veröffentlicht.
Der Wochenchart zeigt die prozentuale Entwicklung dieses Index (22.10.2018 → 0,00%):

Der WTAI beinhaltet die Top 15 Unternehmen des Index.
Stammdaten WTAI — WisdomTree Artificial Intelligence UCITS ETF
| Anbieter | WisdomTree |
| Abgebildeter Index | Nasdaq CTA Artificial Intelligence |
| Fondsvolumen | 1,34 Mrd. USD |
| Gesamtkostenquote (TER) | 0,40 % pro Jahr |
| Replikation | physisch, vollständig |
| Fondswährung | USD |
| Auflegung | 30. November 2018 |
| Ertragsverwendung | thesaurierend |
Der folgende Chart zeigt die Kursentwicklung des WTAI im Vergleich zum Halbleiterindex SOX:
Ich möchte noch die Renditen der beiden ETFs vergleichen:
| Zeitraum | XAIX | WTAI |
|---|---|---|
| Seit 1.1.2026 | +31,1 % | +34,2 % |
| 1 Jahr | +38,3 % | +45,3 % |
| 3 Jahre | +129,4 % | +82,6 % |
| 5 Jahre | +135,4 % | +76,4 % |
Risikohinweis
Wichtig ist, dass du dir darüber im Klaren bist, dass diese (und ähnliche) ETFs immer nur einen Sektor abbilden. Zur korrekten Streuung deines Portfolios solltest du aber darauf achten, auch über Sektoren hinweg zu streuen!
Die Gefahren, die eine Investition im KI-Universum mit sich bringt, möchte ich im nächsten, abschließenden Abschnitt ansprechen.
Vor- und Nachteile einer Investition in KI-Aktien
Generative KI ist im Begriff, nahezu alle Bereiche der Wirtschaftswelt umzukrempeln. Investitionen in Unternehmen, die an der Entwicklung und Bereitstellung dieser Technologie Teil haben, scheinen also ein “No-Brainer” zu sein?
Der Sektor bietet mehr als nur Chancen, und die Risiken sind 2026 sichtbarer geworden als im Boomjahr 2024. Die folgenden Punkte fassen zusammen, was für und was gegen ein Engagement spricht.
Vorteile von KI-Aktien
- Struktureller Rückenwind: KI verändert Produktionsprozesse, Software und Dienstleistungen dauerhaft. Der Investitionsbedarf ist auf Jahre angelegt und nicht an ein einzelnes Produkt gebunden.
- Breite über Branchen hinweg: KI-Bezug findet sich in Halbleitern, Software, Industrie, Medizintechnik und Energie. Das eröffnet mehrere Wege, dasselbe Thema zu spielen.
- Mehrere Ebenen der Wertschöpfung: Wer die Modellentwickler für zu teuer hält, kann eine Ebene tiefer bei Ausrüstern und Zulieferern ansetzen. Die verdienen unabhängig davon, welches Modell sich am Ende durchsetzt.
Nachteile und Risiken von KI-Aktien
- Hohe Bewertungen: Viele KI-Aktien preisen künftiges Wachstum bereits ein. Bleibt es aus, fällt die Korrektur entsprechend deutlich aus. Die Erinnerung an die Dotcom-Blase ist hier kein Selbstläufer-Argument, aber auch nicht von der Hand zu weisen.
- Starke Schwankungen innerhalb eines Jahres: Kein Wert der Zehnerliste steht auf seinem Jahreshoch, die Abstände reichen bis 27 Prozent. Wer zum falschen Zeitpunkt kauft, sitzt lange auf Buchverlusten.
- Die Spreizung ist real: Zwischen AMD mit plus 114,7 Prozent und Meta mit minus 12,2 Prozent liegen mehr als 125 Prozentpunkte. Ein Korb aus KI-Aktien schützt nicht automatisch vor Fehlgriffen.
- Offener Wettbewerb bei den Modellen: Bei den großen Sprachmodellen ist nicht entschieden, wer sich durchsetzt. Für Anleger ist die Auswahl des Gewinners entsprechend schwierig.
- Regulatorische Unsicherheit: Regierungen arbeiten weltweit an Regeln für KI-Anwendungen. Strengere Auflagen können einzelne Geschäftsmodelle bremsen.
- https://www.afaik.de Der Newsletter von Kai Spriestersbach informiert über Neuigkeiten und Hintergründe der Szene auf Deutsch
- https://www.oneusefulthing.org “One useful Thing” – Der Substack von Ethan Mollick bietet die m.M. umfassendsten Infos zum Thema Artificial Intelligence und ihren Impact auf das Leben und unsere Arbeitswelt (englisch)
- https://www.normaltech.ai „AI as Normal Technology“ – Hier sind keine “KI-Schlangenöl-Vertreter” am Werk, eher das Gegenteil ist der Fall: kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit KI, Vorteile, aber auch Gefahren und “Debunking the AI-Hype” (Entlarvung des AI-Hypes) sind Themen. (englisch)
Fazit: KI-Aktien sind kein einheitlicher Block mehr
Die wichtigste Erkenntnis dieses Artikels ist keine Kaufliste, sondern eine Unterscheidung. KI-Aktien verdienen an sehr verschiedenen Stellen, und der Markt bewertet diese Stellen 2026 deutlich unterschiedlich. Zwischen AMD mit plus 114,7 Prozent und Meta mit minus 12,2 Prozent liegen Welten, obwohl beide zu Recht als KI-Werte gelten.
Wer den Sektor als Ganzes kaufen will, ist mit einem breit aufgestellten ETF besser bedient als mit einer Handvoll Einzelwerte. Wer Einzeltitel auswählt, sollte vorher entscheiden, auf welche Gruppe er setzt: auf die Modellentwickler, auf die Hardware, auf die Zulieferer oder auf die Anwender.
Und ein Punkt bleibt unabhängig von der Auswahl bestehen. Ich handle selbst diskretionär nach Price Action und kaufe keine Technologie-Storys. Der Sektor schwankt stark, und die Bewertungen lassen wenig Raum für Enttäuschungen. Ein KI-Investment gehört als Beimischung in ein gestreutes Depot, nicht als Schwerpunkt.
Häufige Fragen zu KI-Aktien
Was versteht man unter KI-Aktien?
KI-Aktien sind Wertpapiere von Unternehmen, die im Bereich Künstliche Intelligenz tätig sind. Dazu zählen die Entwickler von KI-Modellen, Hardwareproduzenten für KI-Anwendungen, Anwendungsentwickler und Unternehmen, die KI-Technologie indirekt unterstützen.
Welche Chancen bieten KI-Aktien für Anleger?
KI-Unternehmen verzeichnen hohes Wachstumspotenzial, da der KI-Markt voraussichtlich bis 2030 stark expandieren wird. KI findet Anwendung in diversen Sektoren, darunter industrielle Fertigung, Gesundheit, Automotive und Finanzen. Das schafft eine breite Streuung und langfristige Renditechancen.
Welche Risiken sind mit Investitionen in KI-Aktien verbunden?
KI-Aktien weisen oft hohe Bewertungen auf, die erst durch zukünftiges Wachstum gerechtfertigt werden müssen. Hinzu kommen der starke Wettbewerb und regulatorische Unsicherheiten, die die Marktchancen einzelner Unternehmen beeinflussen könnten.
Wie profitieren Hardwarehersteller von der KI-Entwicklung?
Für KI-Anwendungen sind leistungsstarke Hardware-Komponenten wie GPUs und spezialisierte Speicherchips unverzichtbar. Unternehmen wie Nvidia, AMD oder Anbieter von HBM-Speichertechnologien verzeichnen steigende Nachfrage und bieten langfristige Wachstumschancen für Investoren.
In welchen Sektoren kommt KI bereits zum Einsatz?
Künstliche Intelligenz wird bereits in großem Maße in der Industrie zur Automatisierung und Qualitätskontrolle, in der Medizin für Diagnose- und OP-Roboter und in Bereichen wie Sprach- und Bilderkennung genutzt. Der Einsatz in unterschiedlichsten Sektoren von Produktion, Verwaltung und Management unterstreicht Flexibilität und Potenzial der Technologie.
Wie kann man in KI-Aktien investieren?
Investitionen in KI-Aktien können durch Einzelaktien oder über ETFs erfolgen. ETFs wie der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF (XAIX) und der WisdomTree Artificial Intelligence UCITS ETF (WTAI) bieten Anlegern die Möglichkeit, in ein diversifiziertes Portfolio von KI-Unternehmen zu investieren.
Was sollte man bei der Auswahl von KI-Aktien beachten?
Investoren sollten auf nachhaltige Geschäftsmodelle und Innovationskraft der Unternehmen achten. Darüber hinaus sind Wettbewerbsposition, finanzielle Stabilität und mögliche regulatorische Risiken zu berücksichtigen, um fundierte Entscheidungen im dynamischen KI-Markt zu treffen.
Gibt es deutsche KI-Aktien?
Ja, aber nicht als Entwickler von KI-Modellen. Infineon liefert Halbleiter, Siltronic produziert die Wafer als Grundstoff der Chipfertigung, und Siemens Energy profitiert vom Strombedarf der Rechenzentren. SAP wird häufig als KI-Profiteur genannt, liegt 2026 aber im Minus. Aleph Alpha als bekanntester deutscher KI-Entwickler ist nicht börsennotiert.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading und handelt seit 1978 an den Finanzmärkten. Er arbeitet diskretionär nach Price Action, also ohne mechanisches Handelssystem, und ist in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten aktiv.
Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Für diesen Artikel hat er die Kurse und Jahresentwicklung von zehn KI-Aktien einzeln über die Handelsplattform abgerufen und die Kennzahlen aus dem Bestand ersetzt, die noch auf dem Stand von 2024 lagen. Als Price-Action-Trader beurteilt er den Sektor von außen und kennt aus über vier Jahrzehnten Marktpraxis die Muster überhitzter Themenmärkte.
Dieser Artikel wurde von Bjarne Claussen final geprüft.
















