Optionshandel erklärt – der Short Call (Verkauf einer Kaufoption)

Ein weiterer Baustein im Optionshandel

stilisiertes Gewinn und Verlust Profil eines Short Calls
Short Call GuV

Short Call (Verkauf einer Kaufoption): Ein herzliches Willkommen und viel Freude beim Lesen. Hier kommt der dritte Artikel der Grundlagenserie über den Handel von Optionen.

Die ersten Fachbegriffe setze ich durch den ersten Artikel der Serie „Der Long Call“ als bekannt voraus. Wer mag, kann auch gerne dort noch einmal nachschlagen. Ebenfalls wurde im ersten Artikel die Preisbildung von Optionen erläutert. Auch den Einfluss der Griechen habe ich kurz angeschnitten.

In diesem Beitrag wird zum ersten Mal die Perspektive gewechselt. Durch den Verkauf von Optionen ist der Trader in der Lage, als Stillhalter zu agieren. Auch hier schauen wir auf die Vor- und Nachteile.

Optionen und Optionsscheine – wichtige Unterschiede

Die meisten Einsteiger im Börsenhandel starten als reine Käufer. Wer mit einem kleinen Konto den Börsenhandel beginnt, nutzt überwiegend Hebelprodukte und/oder Differenzhandelskontrakte, um seine Marktmeinung umzusetzen.

Das ist grundsätzlich nicht falsch. Jedoch lässt sich das Verhalten vieler Finanzderivate durch die teils absonderlichen Konstrukte für einen Einsteiger nur schwer abschätzen. Die Vielfalt dieser Produkte hat gerade in Deutschland enorm zugenommen. Die gängigste Bezeichnung endet in „-zertifikat“. Je nach Abhängigkeit von auf einen Basiswert bezogenen Parametern können diese Instrumente sich ähnlich verhalten wie gekaufte Optionen. Leider auch völlig anders.

Für viele dieser Derivate ist auch der Begriff Optionsschein geläufig. Bei einigen Anlegern führt dies zu der Annahme, dass Optionen und die genannten Optionsscheine vergleichbare Produkte sind.

Optionsscheine kurz beschrieben

Beim Optionsschein ist es in der Regel so, dass er von einem Finanzinstitut emittiert wird. Dieses stellt dann auch die Preise für diese Produkte. Anhand der WKN oder ISIN können Optionsscheine auch über eine Börse gekauft oder verkauft werden. Aufgrund der Vielzahl der emittierten Scheine ist der Markt für ein einzelnes Produkt relativ dünn.

Spätestens beim Versuch, verschiedene Scheine kombinieren zu wollen, wird der Unterschied deutlich. So lassen sich keine Kombi-Orders erstellen. Es besteht auch nicht die Möglichkeit, als Verkäufer eines Optionsscheins zu agieren, wenn man diesen nicht bereits durch einen Kauf im Portfolio hat.

Zu den Nachteilen kommt noch ein weiteres Risiko: Das emittierende Finanzinstitut kann insolvent gehen. Dieses Szenario ist seit der Lehman-Pleite auch nicht mehr so abwegig. In Zeiten von Strafzinsen kann ein Schelm vermuten, dass die Massen an ausgegebenen Optionsscheinen ein gutes Indiz für neue Einkommensquellen der Banken sind.

Was an Optionen anders ist

Optionen hingegen werden von den Terminbörsen selbst ausgegeben und sind standardisiert. Der Bezug auf den Basiswert, Laufzeit und Basispreis lassen nur je eine Option auf der Put- und Call-Seite zu. Dadurch findet sich auch eine größere Anzahl Marktteilnehmer, um die entsprechenden Optionen zu handeln.

Zusätzlich agieren von der Börse zertifizierte und kontrollierte Händler (Market-Maker) als Mittelsmann. Diese stellen während der Handelszeiten faire An- und Verkaufspreise. Und sie sind verpflichtet, die angebotenen Kontrakte auch an- beziehungsweise zu verkaufen.

Der Broker ist der Börse gegenüber verantwortlich, dass sein Kunde das getätigte Geschäft auch durchführen kann. Hier wird je nach Marktlage eine Sicherheitsleistung (Margin) berechnet. Diese wird auf dem Konto des Kunden für weitere Transaktionen geblockt. So können alle Akteure sicher sein, dass die mit der Option verbundenen Rechte und Pflichten eingehalten werden.

Hier kommt der Stillhalter ins Spiel

Die Marketmaker haben gerne ein ausgeglichenes Verhältnis aus Long und Short Positionen in den Büchern. Da sind ihnen die Optionsverkäufer gern willkommen, um ein bisschen Risiko abzutreten. Hier zähle ich auch Strategien aus kombinierten Optionen dazu, wenn diese am Zeitwertverlust profitieren.

Eigenschaften des Basiswerts – Implizite Volatilität

In den letzten Beiträgen haben wir erarbeitet, dass die implizite Volatilität (IV) ein guter Hinweis ist, um die Höhe des Optionspreises einzuschätzen. Im Chart von Apple (AAPL) zeigt die Linie im unteren Bereich den Verlauf der impliziten Volatilität. Gut zu erkennen sind die Phasen hoher und niedriger Volatilität. Da die Optionspreise in den Phasen hoher impliziter Volatilität ebenfalls steigen, empfehlen sich Stillhalter-Strategien eher in diesen Marktphasen. Hier sind höhere Prämieneinnahmen möglich. Dadurch optimieren sich die Breakeven-Punkte.

Durch die Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten bei Optionen haben sich unzählige beliebte Strategien ergeben. In diesem Universum gibt es auch Trades, die nicht zwingend eine Bewertung der impliziter Volatilität vorsehen. Für eine einzelne verkaufte Option ziehe ich die Auswertung der impliziten Volatilität jedoch immer heran.

Chart der Apple Aktie (AAPL) mit impliziter Volatilität
Chart von Apple (AAPL) zum Zeitpunkt des Beispieltrades

Die implizite Volatilität in Relation setzen

Damit sich der Wert der aktuellen impliziten Volatilität (IV) für einen Stillhalter-Trade verwenden lässt, hat sich eine Betrachtung der letzten 52 Wochen etabliert. Das Vorgehen wird von Tastytrade und fast allen Optionshändlern übereinstimmend als IV-Ranking (IVR) bezeichnet. Stehen mehrere Basiswerte zur Auswahl, können so die vielversprechenden herausgefiltert werden.

Die Berechnung bezieht das Hoch der impliziten Volatilität aus den letzten 52 Wochen mit ein; außerdem das 52-Wochen Tief und den aktuellen Wert. Aus einem Dreisatz ergibt sich dann die Formel wie im Screenshot zu sehen, und im blauen Feld ist das Ergebnis.

Excel-Tabelle mit dargestellter Berechnung des IV-Ranking von Apple
Formel zur Berechnung des IV-Ranking am Beispiel von Apple

Der Short Call in der Optionskette

Ähnlich wie beim vorangegangenen Kauf von Optionen lassen sich die Preise aus der Optionskette (Option Chain) des Brokers entnehmen. Für den Trade in diesem Beispiel habe ich einen Call auf Apple mit Strike 250 gewählt. An der Darstellung der Optionen ändert sich grundsätzlich nichts. Für den Verkauf einer Option zählen diesmal die Preise auf der Geld- beziehungsweise Bid- Seite.

Optionskette von AAPL mit dargestelltem Beispieltrade

Der Short Call (Verkauf einer Kaufoption)

Je nach Geld-Brief-Spanne bietet sich auch hier eine Annäherung an den Mid-Preis an. Diesmal jedoch von der Brief- (Ask-) Seite. Anderenfalls besteht die Gefahr, die Option zu günstig zu verkaufen. Die Prämien auf der Call Seite sind bedingt durch den Skew geringer. Im Hinblick auf den Breakeven zählt jeder Cent.

Ausgehend vom Recht des Käufers einer Call-Option, den Basiswert zum Basispreis kaufen zu können, ergibt sich für den Verkäufer nun eine bindende Verpflichtung:

Der Verkäufer der Call-Option muss dem Käufer bei Ausübung der Option 100 Aktien zum Strikepreis verkaufen. Sollte der Kurs nicht über dem Strike liegen, wird der Käufer diese Möglichkeit vermutlich nicht nutzen. Die Option verfällt dann am Ende der Laufzeit wertlos.

Trademanagement – Laufzeit und Prämie

Die Prämie hat der Verkäufer in dem Fall komplett verdient. Wichtig ist zu erwähnen, dass der Verkäufer die Option auch jederzeit (natürlich während die Börse geöffnet ist) zurück kaufen kann. Im Rahmen eines gesunden Portfolio- und Moneymanagements ist dies eine gängige Praxis. Damit wäre die Position geschlossen.

Der Reiz, eine Option bis zur vollständigen Prämieneinnahme zu halten, ist psychologisch gesehen sehr groß. Gerade deshalb bietet sich das vorzeitige Schließen der Position an. Zum einen steigt das Risiko starker Preisbewegungen zum Verfallstag hin an. Andererseits ist es häufig so, dass circa 50-80 Prozent der Prämie in einer zur Gesamtlaufzeit relativ kurzen Zeit eingenommen werden.

Unterstützt wird dies oft durch entsprechende Kursbewegung, wenn der Trade eine Marktmeinung umsetzt. Dann wäre das Risiko unverhältnismäßig, den Trade bis zum Ende offen zu halten. Nur um ein paar zusätzliche Dollar einzunehmen, wäre der Trader trotzdem jeden Tag dem Risiko einer Gegenbewegung ausgesetzt.

Studien und Backtests

An dieser Stelle verweise ich ergänzend auf die informativen Videokanäle von Optionsuniversum und Tastytrade.
Die Vorteile eines Rückkaufs vor dem Verfallsdatum werden hier anhand eingehender Studien und Backtests gut erläutert.
Darüber hinaus lege ich jedem Optionshändler ans Herz, eigene Studien und Backtests durchzuführen.

Das Gewinn- und Verlustprofil

Der Verkauf einer einzelnen Option stellt eine Besonderheit dar. Am bereits von Optionsuniversum bekannten GuV-Profil lässt sich gut ablesen, dass eine relativ geringe Prämieneinnahme einem deutlich zu erkennenden hohen Risiko gegenübersteht. Im Falle einer starken Marktbewegung nach oben steht der Trader mit einem Short Call schnell ohne Hosen (Shorts) da. Daher hat sich für den Verkauf einzelner Kontrakte auch der Begriff „Nackte Option“ eingebürgert.

GuV profil für einen Short Call auf Apple
GuV Profil – Short Call auf Apple

Andererseits ist das Spiel der Wahrscheinlichkeiten eher auf der Seite des Options-Verkäufers. Verschiedene Studien und Backtests ergeben teilweise euphorische Werte. So sollen nahezu achtzig Prozent aller Optionen wertlos verfallen. Daher erfreuen sich als Stillhalter-Strategien benannte Systeme wachsender Beliebtheit. Der vom Käufer gefürchtete Zeitwertverlust kommt dem Verkäufer zugute. Das Theta ist positiv. Wenn er lang genug „still hält“, kann er die Optionsprämie vereinnahmen.

Das Risiko im Auge behalten

Die risikobehaftete Seite der Medaille sollte trotzdem besondere Beachtung erfahren. Aus den vorherigen Artikeln rufe ich einmal in Erinnerung, dass der Preis einer Option von verschiedenen Faktoren abhängig ist. So haben wir erarbeitet, dass Bewegungen im Kurs des Basiswerts starke Schwankungen im Preis der Option verursachen können.

Gerne wird damit geworben, dass die Prämie für eine verkaufte Option sofort auf dem Handelskonto verbucht wird. Das ist richtig, jedoch steht im selben Moment die Option als offene Position im Konto. Der Preis deckt sich anfangs als eine Art „schwebende Ausgabe für den Rückkauf“ mit der Einnahme aus dem Verkauf. Wenn der Preis durch den Zeitwertverlust sinkt, steigt der Buchgewinn der Position. So lange, bis schlussendlich am Verfallstag (aus dem Geld) die gesamte Prämie als Gewinn auf dem Konto landet.

Kleine Formel für den laufenden Trade

Anders ausgedrückt, zum Zeitpunkt der Verkaufs stellt der Preis der Option so etwas wie den Nullpunkt für die Position dar.

Zur Hilfe nehme ich gerne eine kleine Formel:

  • Optionspreis (Verkauf) – Optionspreis (aktuell) = aktueller Gewinn bzw. Verlust
    Bei der Variante ist das Vorzeichen im Ergebnis auch gleichbedeutend mit dem Ertrag (Minus entspricht Verlust)

In der Handelssoftware des Brokers wird der laufende GuV in der Regel auch so angezeigt. Oder es lässt sich einstellen.

Steigt der Preis der Option während der Laufzeit, steigt auch der Buchverlust Ihrer Position. Genau wie die Option statistisch am Verfallstag wertlos sein kann, kann sich der Preis in der Zwischenzeit in ungeahnte Höhen schrauben. Dazu steigt die Marginanforderung des Brokers, was bis zur zwangsweisen Liquidierung der Position führen kann. Immerhin müssten Sie im Fall einer Ausübung 100 Aktien kaufen können, um diese dem Käufer auszuhändigen.

Der oft erwähnte „unbegrenzte“ Verlust

Da der Kurs eines Basiswerts theoretisch bis ins Unermessliche steigen kann, ist auch der mögliche Verlust einer verkauften Kaufoption unendlich. Nach Unten ist der Kurs ja bei allen mir bekannten Underlyings wie Aktien, Indizes und Rohstoffen auf Null begrenzt. Mir ist jedoch auch kein Basiswert bekannt, der bis unendlich gestiegen ist.

Anhand der erwarteten Preisbewegung wird sich beim Short Call die Marginanforderung des Brokers orientieren. Im aktuellen Beispiel wären das um die 2100 Dollar.

Die Märkte neigen bei positiven wie negativen Nachrichten zu irrationalen Übertreibungen. Angenommen, Sie besitzen eine Short Call Position auf die Aktie eines kleinen Pharmaunternehmens. Abends kommt die Meldung über den Ticker, dass dieses Unternehmen von einem großen Konzern geschluckt wird. Am nächsten Tag wird der Kurs ein extremes Gap nach oben generieren, ohne dass Sie die Chance haben, den Verlust zu begrenzen.

Eine Empfehlung für Short Calls auf Aktien als Basiswert kann ich nur in zwei Fällen geben:

  • Short Calls werden in Kombination mit anderen Optionen gehandelt, oder
  • Sie besitzen den Basiswert, im Beispiel 100 Apple Aktien (sogenannte „Covered Call„-Strategie)

Der Covered Call – die zweite Dividende

Haben Anleger bereits ein größeres Portfolio aus Aktien und ETFs, bietet sich der Verkauf von Calls aus dem Geld an. Mit diesem Vorgehen lassen sich regelmäßig Einnahmen generieren. Das Risiko bleibt dabei überschaubar. Grundsätzlich eignet sich dazu jede mit dem Multiplikator der entsprechenden Option übereinstimmende Position des Basiswerts.

Der Trader aus dem Beispiel mit AAPL kauft nun noch 100 Aktien. Dann erhalten wir folgendes GuV Profil:

Covered Call Strategie auf AAPL mit GuV Profil von Optionsuniversum
Covered Call Strategie auf AAPL im GuV Profil von Optionsuniversum

Zur Darstellung im GuV Profil habe ich die Aktienposition synthetisch eingerichtet. Dies wird durch einen gekauften Call und einen verkauften Put erreicht. Die Strikes liegen dabei nächst möglich am Geld und ergeben in der Summe ein Delta von 100. Diese Position verhält sich dann eins zu eins wie ein Trade in 100 Aktien. Die Prämie für den verkauften Call senkt den Breakeven. (Aktienkurs minus Prämie > $ 221,66 – 0,76 = $ 220,90)

Gut zu erkennen ist, dass der Gewinn bei steigenden Kursen durch den verkauften Call gedeckelt ist. Der Strike wird so weit aus dem Geld gewählt, dass anhand des Chartverlaufs der Strikepreis vermutlich nicht erreicht wird. Als Faustregel lässt sich auch ein Delta von circa zehn für den Strike heranziehen.

Nun ergeben sich für den weiteren Verlauf folgende Möglichkeiten:

Das Management im Covered Call

Der Basiswert läuft seitwärts oder steigt moderat

Für eine reine Aktienposition ist das eine neutrale bis positive Situation. Es laufen keine Buchverluste auf. Bei Dividendentiteln lassen sich die Ausschüttungen vereinnahmen. Die Prämie für den verkauften Call kommt jetzt noch hinzu. So lange der Strike des Short Call nicht angelaufen wird, lässt sich die Strategie in einem solchen Marktumfeld beliebig fortsetzen.

Wenn der Basiswert fällt

Auch hier lässt sich für den Aktienbesitzer ein positiver Aspekt finden. Die eingenommene Prämie dämpft den Verlust, was im GuV auch durch das verringerte Delta ausgedrückt wird. (91 statt 100). Bei fallendem Kurs sinkt zudem der Preis des Calls. Der bei fallendem Kurs zu erwartende IV-Anstieg dämpft diesen Effekt leider etwas. Trotzdem bietet sich an, im fallenden Markt den Short Call bei etwa 20-25 Prozent Restwert zurückzukaufen. Dann einen neuen Call mit niedrigerem Strike bei Delta 10 verkaufen.

Je nach den Parametern Restlaufzeit, IVR und Höhe der Prämie bietet sich auch an, die Restlaufzeit des neuen Short Calls zu erhöhen. Bewährt haben sich Laufzeiten zwischen 30 und 60 Tagen.

Stark steigender Basiswert – Der Call läuft ins Geld

Auch vor dieser Situation braucht sich der Trader nicht fürchten. Immerhin liegt die Position bis dahin gut im Gewinn. Als Faustregel könnte die Short-Option bei einer Verdoppelung der Prämie zurückgekauft werden. Das verhindert in den meisten Fällen, dass die Option ins Geld läuft. Auch in einem solchen Fall kann gleich wieder ein neuer Call aus dem Geld verkauft werden.

Interessant wird es, wenn der Käufer des Calls diesen ausübt. Die Prämie wird in diesem Fall sofort gutgeschrieben, die Aktien zum Strikepreis aus dem Konto ausgebucht. Auch wenn der Gewinn aus der Aktienposition begrenzt ist, bleibt unter dem Strich ein stattliches Sümmchen.

Sollte keine Ausübung stattfinden, bleibt immer noch der Ausblick auf eine Kurskorrektur, so dass der Call wieder aus dem Geld ist und wertlos verfällt. Hoffnung ist natürlich an der Börse ein schlechter Ratgeber. Deshalb gibt es auch für den Fall der Ausübung einen Plan B.

Fazit zu Short Call (Verkauf einer Kaufoption)

Auf den ersten Blick scheinen die Risiken auf der Stillhalterseite zu überwiegen. Dagegen stehen die Wahrscheinlichkeiten. Auch die Häufigkeit extremer Marktbewegungen lässt sich statistisch einschätzen. Nicht unterschätzt werden sollte die Preisbildung der Optionen in Extremsituationen. In meinen eigenen Trades arbeite ich lieber mit Kombinationen und einem jederzeit begrenzten Maximalrisiko.

Der vorgestellte Covered Call ist nur eine Möglichkeit, das Risiko bei verkauften Optionen zu begrenzen. Der Vorteil liegt darin, zusätzliche Einnahmen für das Depot zu generieren.

Wie bekommt man die Aktien nun zurück?

Hier schließt sich der Kreis der Basisstrategien. Als vierten Baustein stelle ich im letzten Teil der Grundlagenserie den Short Put vor. Seien Sie gespannt auf die Möglichkeit, für den Kauf von Aktien noch bezahlt zu werden.

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