TraderFox ist eine Börsensoftware für Aktien, keine Handelsplattform im engeren Sinn. Sie sucht aus rund 12.000 Aktien und Märkten diejenigen heraus, die gerade ein bestimmtes Chartmuster oder eine bestimmte Kennzahl erfüllen. Wer täglich Hunderte Werte durchsehen müsste, lässt das die Software machen.
Für diese Fassung habe ich jede Preisangabe und jedes Produkt einzeln nachgeprüft, statt die alten Zahlen fortzuschreiben. Das war nötig: Der Anbieter hat sein Angebot seit dem letzten Stand dieses Berichts umgebaut. Drei Produkte, die hier jahrelang beschrieben standen, gibt es nicht mehr, und die Preisliste sieht heute anders aus.
Du erfährst hier, was die sieben Abo-Pakete kosten und welche Mindestlaufzeit daran hängt, was der kostenlose Zugang wirklich enthält, was die Nutzer bei Trustpilot kritisieren und für wen sich das Abo nicht lohnt. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
TraderFox Erfahrungen: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Die TraderFox GmbH wurde am 18. April 2008 ins Handelsregister eingetragen und sitzt in Reutlingen. Geschäftsführer sind Simon Betschinger und Martin König.
- Die Börsensoftware kostet 29 € im Monat bei drei Monaten Mindestlaufzeit, also 87 € für den kürzesten Zeitraum. Insgesamt gibt es sieben Pakete zwischen 25 und 99 € im Monat.
- Ein kostenloser Zugang existiert: Realtimekurse zu über 12.000 Aktien und der Aktien-Qualitätscheck sind gratis. Eine befristete Testversion der Vollsoftware bietet der Anbieter nicht an.
- Bei Trustpilot steht TraderFox bei 3,8 von 5 Sternen aus 102 Bewertungen. Die Kritik trifft vor allem den Kundenservice.
- Ninjacademy, System-Trading-Room und Options-Trading-Room sind eingestellt. Neu dazugekommen sind das Morningstar-Datenpaket und der Trader-Club Katapult.
Was ist TraderFox?
TraderFox ist eine browserbasierte Börsensoftware für die Aktienanalyse, die Kursdaten in Echtzeit auswertet und Aktien automatisch nach Chartmustern, Handelssignalen und Fundamentalkennzahlen filtert.
Der Unterschied zu einem Broker ist wichtig: TraderFox führt keine Orders aus und verwahrt kein Geld. Die Software sucht und analysiert, gehandelt wird beim Broker. Für die Verbindung beider Seiten gibt es Schnittstellen, dazu unten mehr.
Betrieben wird sie von der TraderFox GmbH mit Sitz in der Oberen Wässere 1 in Reutlingen. Ein zweiter Standort in Ravensburg kam 2021 dazu. Im Handelsregister steht das Unternehmen beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 726117, eingetragen am 18. April 2008.
Gegründet haben es Simon Betschinger und Martin König. Betschinger ist bis heute Geschäftsführer und moderiert den Trading-Room selbst. Weitere Namen aus der Branche findest du in unserer Übersicht der bekanntesten Börsenexperten.
Zum Unternehmen gehören außerdem die QIX-Indizes. Das sind Aktienindizes nach festen Qualitätskriterien, etwa der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index mit 20 US-Titeln (ISIN DE000SLA03V4). Deutsche Bank, UBS und UniCredit geben Zertifikate darauf aus. Das erklärte Renditeziel liegt bei 10 bis 15 Prozent im Jahr.
Feste Qualitätskriterien sind kein neuer Gedanke. Das bekannteste Beispiel dafür sind die CAN-SLIM-Kriterien, nach denen TraderFox seit Jahren ein eigenes Musterdepot führt und zeitweise ein Guru-Desk anbot.
Was kostet TraderFox?
TraderFox verkauft sieben verschiedene Pakete, nicht ein einzelnes Abo. Der viel zitierte Preis von 29 € im Monat gilt nur für die Börsensoftware allein. Wichtig ist der zweite Wert in der Tabelle: Jedes Paket hat eine Mindestlaufzeit von drei oder sechs Monaten, und der Gesamtpreis wird fällig, nicht der Monatsbetrag.
| Paket | Enthalten | Preis und Laufzeit |
|---|---|---|
| TraderFox Börsensoftware | Trading-Desk, Screener, Charting, SignalTrader Pro | 29 € / Monat, 3 Monate, gesamt 87 € |
| Morningstar-Datenpaket (Privat) | Aktien-Terminal, Rankings, Portfolio, Paper, Systemfolio | 25 € / Monat, 6 Monate, gesamt 150 € |
| Senkrechtstarter | Börsensoftware plus Trader-Zeitung | 39 € / Monat, 3 Monate, gesamt 117 € |
| Live-Trading-Research | Musterdepots, Trader-Zeitung, Trading-Room | 59 € / Monat, 3 Monate, gesamt 177 € |
| Katapult (Trader-Club) | Tägliche Masterclasses, Live-Trading, Community | 69 € / Monat, 3 Monate, gesamt 207 € |
| Morningstar (Geschäftskunden) | wie Privatpaket, gewerbliche Lizenz | 69 € / Monat, 3 Monate, gesamt 207 € |
| Flatrate | alle Produkte inklusive Trading-Room und Katapult | 99 € / Monat, 3 Monate, gesamt 297 € |
Dazu kommt das Markttechnik-Paket nach Michael Voigt als Erweiterung. Es kostet 29 € im Monat bei sechs Monaten Laufzeit, zusammen also 174 €. Es scannt Aktien nach Trendstrukturen der Markttechnik.
Die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Ende der Laufzeit. Wer nicht fristgerecht kündigt, verlängert das Abo. Das ist der Punkt, an dem sich in den Bewertungen der meiste Ärger sammelt, und der Grund, warum die Laufzeit in der Tabelle steht.
Ist TraderFox kostenlos nutzbar?
Ja, TraderFox bietet einen dauerhaft kostenlosen Zugang mit Echtzeitkursen und Basisfunktionen, aber keine befristete Testversion der kostenpflichtigen Vollversion.
Das ist ein Unterschied, den viele Berichte verwischen. Ein Gratis-Account gibt dir dauerhaft Zugriff auf einen Teil der Funktionen. Ein befristeter Volltest, bei dem du vier Wochen lang alles ausprobierst, existiert nicht. Wer den vollen Funktionsumfang will, bucht drei Monate.
Im kostenlosen Zugang enthalten sind nach Angaben des Anbieters die folgenden vier Bestandteile:
- Realtimekurse und Live-Charts zu über 12.000 Aktien und über einer Million Derivaten
- der Aktien-Qualitätscheck im Aktien-Terminal
- die Grundfunktionen der Portfolio-Werkzeuge
- gebührenfreier Handel über die Partner-Broker
Was fehlt, sind genau die Funktionen, für die man die Software kauft: die Scanner mit allen Kriterien, die Radar-Signale in Echtzeit und die Auswertungen. Für einen ersten Eindruck reicht der Gratis-Zugang. Zum Arbeiten reicht er nicht.
Was bietet die TraderFox Software?
Der Funktionsumfang ist groß und dadurch unübersichtlich. Die folgende Liste nennt die Werkzeuge, die TraderFox aktuell selbst als Bestandteil der Börsensoftware führt. Produkte aus dem separaten Morningstar-Datenpaket stehen weiter unten.
- Trading-Desk als Terminal im Browser, nach Anbieterangaben von über 100.000 registrierten Nutzern verwendet
- Aktien-Screener für über 10.000 europäische und US-Aktien in Echtzeit
- Charting-Tool mit Zeichenwerkzeugen und Preisalarmen
- SignalTrader Pro und Trader Wingman als Ticker für Chartsignale
- automatische Erkennung von Chartmustern und Formationen
- dpa-AFX ProFeed als Nachrichtenterminal
- Markttechnik-Scanner nach Michael Voigt als Erweiterung
Die Datenbasis ist der eigentliche Unterschied zu kostenlosen Werkzeugen. Für die Fundamentaldaten nutzt TraderFox eine Morningstar-Datenbank mit rund 15.000 Aktien. Wie sich das gegen andere Anbieter schlägt, steht in unserem Vergleich der besten Aktienscreener. Wie stark laufende Datenkosten den Preis bestimmen, zeigt der Test der MetaStock Börsensoftware.
Aktien-Screening mit TraderFox
Das Screening ist die Kernfunktion. Du legst Kriterien fest, und die Software gibt dir alle Aktien aus, die sie gerade erfüllen. Statt 10.000 Werte durchzusehen, schaust du auf eine Liste mit zwanzig.
Die Kriterien lassen sich kombinieren, und genau darin liegt der Nutzen. Verfügbar sind unter anderem diese Gruppen:
- Chartmuster wie Cup with Handle, Darvas Box oder Zanger Breakout
- Trendkriterien wie Aufwärts- und Abwärtstrend oder Turtle long und short
- Volatilität und Volumen, etwa Gap up, Range oder steigendes Volumen über fünf Tage
- Fundamentalkennzahlen wie KGV und KUV
- Indikatorlagen, etwa über oder unter den Bollinger Bändern
Dazu kommen vorgefertigte Kurslisten nach Ländern, Indizes, Branchen und Anlagetrends. Praktisch sind die fertigen Scans, etwa Trendstabilität Deutschland oder Aktien mit hohem Kaufdruck. Wer nicht selbst schrauben will, kommt damit schnell zu einer Liste.

Aktien-Qualitätscheck und Easy-Scan
Neben dem klassischen Screener gibt es zwei vereinfachte Werkzeuge, die in älteren Berichten fehlen. Der Aktien-Qualitätscheck prüft eine einzelne Aktie gegen Qualitätskriterien und sagt, ob sie danach als Kaufkandidat durchgeht. Er ist im kostenlosen Zugang enthalten.
Der Easy-Scan ist die abgespeckte Variante des Screeners. Er sucht nach attraktiv bewerteten Qualitätsaktien, ohne dass du dich durch die volle Kriterienliste arbeiten musst. Für Einsteiger ist das der sinnvollere Einstieg als der große Scanner.
Signale, Chartmuster und der Trader Wingman
Der Radar meldet Signale in Echtzeit, während der Screener auf Abruf sucht. Beide greifen auf dieselbe Mustererkennung zu. Der Unterschied ist, ob du fragst oder gefragt wirst. Welche Handelsplätze überhaupt in Echtzeit verfügbar sind, zeigt unser Test der Infront Datenfeeds.
Trade-Radar und die Trefferquoten
Der Trade-Radar zeigt zu jedem Chartmuster die Zahl der aktuellen Signale und eine Echtzeit-Trefferquote. Das ist die Funktion, über die am meisten geschrieben wird, und die, bei der ich zur Vorsicht rate.
Eine hohe Trefferquote ist kein Handelssystem. Sie sagt, wie oft ein Muster in der jüngeren Vergangenheit in die erwartete Richtung gelaufen ist. Sie sagt nichts über die Größe der Gewinne und Verluste. Ein Muster mit 70 Prozent Trefferquote und kleinen Gewinnen kann unter dem Strich verlieren, wenn die restlichen 30 Prozent groß ausfallen. Wer die Quoten als Rangliste liest, handelt am Ende das, was zuletzt gut lief.

Radarbox und Trader Wingman
Die Radarbox gibt es in mehreren Ausprägungen. Über Signale wählst du einzelne Auslöser und lässt sie auf eine Kursliste anwenden. Über Strategien bekommst du fertige Zusammenstellungen, etwa für Candlestick-Muster oder Swing-Trading. Über Einzelwert siehst du für eine bestimmte Aktie, welche Signale ausgelöst haben und welche kurz davor stehen.
Der Trader Wingman ist der Ticker, der diese Signale laufend durchreicht. TraderFox bewirbt ihn als Echtzeit-Chartsignal-Ticker. Er sucht nicht anders als der Radar, er schiebt die Treffer nur ungefragt in dein Blickfeld. Ob das hilft oder ablenkt, hängt davon ab, wie diszipliniert du mit Signalen umgehst.
Charting & Studies
Die Charts decken den Standard ab, mehr aber auch nicht. Verfügbar sind Candlestick, OHLC, Linie und Mountain, dazu die üblichen Zeichenwerkzeuge und mehr als 35 technische Indikatoren. Wer von einer spezialisierten Charting-Plattform kommt, wird hier weniger Einstellmöglichkeiten finden.
Der eigentliche Vorteil liegt in der Verbindung von Chart und Scanner. Du kannst dir Scan-Treffer direkt im Chart markieren lassen, auch mehrere Kriterien gleichzeitig. Ein bullisches Candlestick-Muster am unteren Bollinger Band lässt sich so sichtbar machen, ohne dass du beide Bedingungen von Hand prüfst.

Ein Hinweis zu dieser Abbildung: Sie stammt aus dem Jahr 2018. Die Tesla-Aktie wurde seither zweimal geteilt, 2020 im Verhältnis 5:1 und 2022 im Verhältnis 3:1. Die Kurse im Bild lassen sich deshalb nicht mit heutigen Notierungen vergleichen. Als Beispiel für die Funktion taugt sie weiterhin.
Ergänzend gibt es Mini-Charts. Das sind verkleinerte Darstellungen, mit denen sich viele Werte gleichzeitig auf einem Bildschirm beobachten lassen.
Aktien-Terminal, Infobox und Morningstar-Daten
Die Fundamentalseite läuft bei TraderFox über ein eigenes Paket. Das ist die größte Änderung gegenüber früheren Fassungen dieses Berichts: Die Fundamentaldaten stecken heute im Morningstar-Datenpaket und werden getrennt abgerechnet.
Zum Paket gehören fünf Werkzeuge: das Aktien-Terminal als Analyseplattform, aktien RANKINGS für die Fundamentalauswertung, aktien PORTFOLIO und Systemfolio für die Depotverwaltung sowie Paper als Sammlung von Research-Berichten.
Die Infobox ist die kompakte Ansicht dazu. Sie zeigt zu einer Aktie die Bilanzkennzahlen, die Geschäftsentwicklung über mehrere Jahre, anstehende Termine und die ausgelösten Signale. Für einen schnellen Überblick vor einer Kaufentscheidung ist das die nützlichste Einzelansicht der Software.
News und das dpa-AFX ProFeed
Für News-Trading hat TraderFox ein eigenes Terminal. Es zieht die Meldungen von dpa-AFX und lässt sich nach Kategorien filtern, etwa nach Ad-hoc-Mitteilungen, Insidergeschäften oder Marktberichten.
Die eigentliche Funktion ist die Kursreaktion. Das Terminal misst, wie sich der Kurs nach einer Meldung bewegt, und kann einen Alarm auslösen, sobald eine Aktie am Tag einer Nachricht um einen festgelegten Prozentsatz läuft. Unter Hot-News laufen Werte mit auffälligem Umsatz oder auffälliger Kursbewegung zusammen.
Die Abrechnung hat sich geändert: Das ProFeed ist heute Teil der Paketstruktur und steht nicht mehr als einzeln buchbares Add-on in der Preisliste, wie es frühere Fassungen dieses Berichts beschrieben.
Live-Trading, Musterdepots und Katapult
Neben der Software verkauft TraderFox redaktionelle Angebote. Sie sind der Grund, warum die Preisliste so unübersichtlich ist, und für viele Kunden der eigentliche Kaufgrund.
Live-Trading-Research und Trader-Zeitung
Das Paket Live-Trading-Research läuft nach Anbieterangaben seit 2010. Enthalten sind ein Trading-Room mit laufender Marktkommentierung, die Trader-Zeitung als tägliche Ausgabe um 18 Uhr und nachbildbare Musterdepots. Moderiert wird der Room von Simon Betschinger und Head-of-Trading Jörg Meyer.
Das Tech-&-Growth-Musterdepot führt der Anbieter als reales Depot über 100.000 €. In der Werbung stehen Einzelwerte mit sehr hohen Gewinnen. Solche Zahlen sind Einzelergebnisse und sagen nichts über die Entwicklung des gesamten Depots. Wer das bewerten will, braucht die vollständige Reihe aller Positionen, nicht die drei besten.
Katapult: der Trader-Club
Katapult ist das neueste Angebot und in älteren Berichten gar nicht enthalten. Es ist ein Trader-Club, in dem Mitglieder Profis beim Handel mit echtem Geld zusehen. Dazu gibt es tägliche Masterclasses von 15 bis 30 Minuten über Zoom, Aufzeichnungen und eine moderierte Community über Discord und Telegram.
Inhaltlich laufen dort mehrere Projekte parallel, unter anderem ein Stillhalter-Depot, ein Heavy-Trading-Room und US-Powerplay-Trading. Wer sich davon fertige Signale erhofft, liegt falsch: Es ist ein Ausbildungs- und Beobachtungsangebot, kein Signaldienst.
aktien Magazin, Magazine und die Apps
Das aktien Magazin ist die bekannteste Publikation des Hauses und wird oft separat gesucht. Es erscheint unter aktienmagazin.de, wo auch der TraderFox-Härtetest läuft, eine wiederkehrende Auswertungsreihe zu Einzelaktien.
Daneben gibt es weitere Titel, unter anderem ein Tenbagger-Magazin, ein Trendfollowing-Magazin und ein Growth-Magazin. Seit 2023 kommt die Trader-Zeitung dazu, die täglich auf Deutsch, Englisch und Spanisch erscheint.
Gibt es eine TraderFox App?
Ja, TraderFox bietet fünf Apps für iOS und Android an: TraderFox Flash, TraderFox App, TraderFox Pro, die dpa-AFX ProFeed App und die Live Trading App.
Die Aufteilung folgt den Produkten, nicht dem Nutzen. Flash ist auf aktuelle Trades ausgelegt und gehört zum Katapult-Angebot. Die Live Trading App bringt den Trading-Room aufs Telefon. Wer nur die Software abonniert hat, braucht die anderen nicht. Eine einzelne App, die alles kann, gibt es nicht.
Im Desk stecken weitere Werkzeuge, die selten erwähnt werden: ein Derivate-Tool, eine Momentum-Breakout-Matrix, ein Simulationsdepot, Kalender für Termine und Dividenden sowie Time & Sales. Charts und Notizen lassen sich in einer eigenen Cloud speichern.
Über welche Broker lässt sich handeln?
Hier hat sich am meisten geändert. Frühere Fassungen dieses Berichts nannten einen Broker. Inzwischen hat der Anbieter die Partnerliste umgestellt und führt vier Broker, und bei zweien lässt sich direkt aus dem Trading-Desk heraus handeln.
| Broker | Konditionen laut TraderFox | Handel aus dem Desk |
|---|---|---|
| CapTrader | 200 Amazon-Aktien an der NASDAQ für 2 USD Orderprovision, Mini-FDAX für 1 € je Kontrakt | ja |
| comdirect | 3,90 € pro Order für 36 Monate | ja |
| finanzen.net ZERO | 0 € Ordergebühren | nein |
| S Broker | ab 3,99 € flat, 700.000 Derivate ohne Orderprovision ab 1.000 € Volumen | nein |
Die Konditionen stammen vom Anbieter und sind Werbeangaben, oft befristet oder an Bedingungen geknüpft. Prüfe sie beim jeweiligen Broker nach, bevor du ein Depot eröffnest. Zu CapTrader haben wir einen eigenen Testbericht.
Dorman Trading, in älteren Fassungen als Weg für den Futures-Handel genannt, steht nicht mehr auf der Partnerliste. Auch die frühere Angabe, der Broker sei finanzen.net, trifft so nicht mehr zu: Heute ist es die Tochter finanzen.net ZERO, und sie ist einer von vieren.
Was TraderFox nicht mehr anbietet
Dieser Abschnitt steht hier, weil drei Angebote verschwunden sind, die in vielen Berichten über TraderFox weiterhin im Präsens beschrieben werden. Auch dieser Artikel hat sie jahrelang so geführt. Wer danach sucht, findet Anleitungen zu Produkten, die es nicht mehr gibt.
- Ninjacademy: Die zugehörige Adresse ninjacademy.traderfox.de ist abgeschaltet, sie löst im DNS nicht mehr auf. In Suchmaschinen stehen weiterhin alte Beiträge daraus.
- System-Trading-Room: Die frühere Adresse leitet auf die allgemeine Live-Trading-Seite weiter. Dort wird er nicht mehr genannt und auf der Bestellseite ist er nicht buchbar.
- Options-Trading-Room: steht ebenfalls nicht mehr in der Preisliste. Das Thema wird heute über die Option Academy abgedeckt.
Damit entfällt auch die Zusammenarbeit mit NinjaTrader in der früher beschriebenen Form. Die Handelssysteme wurden mit NinjaTrader programmiert und im System-Trading-Room besprochen. Beides gehört zum eingestellten Teil des Angebots.
Neu dazugekommen sind im Gegenzug das Morningstar-Datenpaket, der Trader-Club Katapult, die Trader-Zeitung und mit SheInvest sowie der Option Academy zwei weitere Akademien.
Ist TraderFox seriös?
TraderFox ist ein eingetragenes deutsches Unternehmen mit vollständigem Impressum, unterliegt als Software- und Verlagsanbieter aber keiner Finanzaufsicht wie der BaFin.
Das ist kein Vorwurf, sondern eine Einordnung. TraderFox führt keine Orders aus und verwahrt kein Kundengeld. Damit braucht das Unternehmen keine Erlaubnis nach dem Wertpapierinstitutsgesetz. Für dich heißt das: Bei Streit über ein Abo ist die BaFin nicht zuständig, und es greift keine Einlagensicherung. Dein Geld liegt ohnehin beim Broker, nicht bei TraderFox.
Was die Bewertungen sagen
Bei Trustpilot steht TraderFox bei 3,8 von 5 Sternen aus 102 Bewertungen, die jüngste vom 30. Juli 2026. Die Verteilung ist auffällig zweigeteilt: 86 Prozent vergeben fünf Sterne, 7 Prozent nur einen. Dazwischen liegt fast nichts.
Wer die negativen Bewertungen liest, findet drei wiederkehrende Punkte, die sich bei Trustpilot durch die Jahre ziehen:
- Erreichbarkeit des Supports: Mehrere Nutzer berichten, auf E-Mails keine Antwort bekommen oder von Abteilung zu Abteilung verwiesen worden zu sein.
- Zahlungsabwicklung: Ein Nutzer schildert, dass seine ausländische IBAN nicht akzeptiert wurde.
- Umgang mit Kritik: In einer Bewertung heißt es, nach sachlicher Kritik sei das Abonnement beendet und rechtliche Schritte in Aussicht gestellt worden.
Diese Angaben sind Darstellungen einzelner Nutzer, keine belegten Vorgänge, und ich gebe sie als solche wieder. Nachprüfbar ist dagegen, dass das Unternehmen bei Trustpilot keine einzige negative Bewertung beantwortet hat. Bei einem Anbieter, dessen Abos eine Mindestlaufzeit haben, halte ich das für den kritischsten Punkt.
Vorteile und Nachteile von TraderFox
Die folgende Gegenüberstellung fasst zusammen, was mir bei der Prüfung des Angebots aufgefallen ist, und nicht, was auf der Herstellerseite steht. Sie gilt für die Börsensoftware samt Zusatzpaketen, nicht für einzelne Redaktionsprodukte.
Das spricht für TraderFox
- Screening-Tiefe für deutsche Verhältnisse: Die Kombination aus Chartmuster-Erkennung, Kennzahlen und fertigen Kurslisten findet man im deutschsprachigen Raum selten in einem Werkzeug.
- Ernsthafter Gratis-Zugang: Realtimekurse zu über 12.000 Aktien und der Qualitätscheck kosten nichts und laufen unbefristet.
- Deutsches Unternehmen mit klarem Impressum: Handelsregistereintrag, zwei Standorte und namentlich bekannte Geschäftsführer, die selbst im Trading-Room auftreten.
- Fundamentaldaten von Morningstar: Rund 15.000 Aktien aus einer etablierten Datenbank statt aus zusammengesuchten Quellen.
- Handel aus dem Desk heraus: Bei CapTrader und comdirect lässt sich die Order direkt aus der Analyse auslösen.
Das spricht dagegen
- Keine echte Testphase: Die Vollversion lässt sich nicht befristet ausprobieren. Der Einstieg ist immer eine Mindestlaufzeit von drei Monaten.
- Unübersichtliche Paketstruktur: Sieben Pakete, dazu Add-ons und Akademien. Welche Funktion in welchem Abo steckt, erschließt sich erst nach längerem Lesen.
- Support als wiederkehrender Kritikpunkt: Die negativen Bewertungen treffen fast ausnahmslos die Erreichbarkeit, und der Anbieter antwortet dort nicht.
- Trefferquoten laden zum Fehlschluss ein: Sie messen die Häufigkeit, nicht das Ergebnis. Ohne Blick auf Gewinn- und Verlustgrößen führen sie in die Irre.
- Schwerpunkt Aktien: Für Futures, Forex und Krypto ist die Software nicht gebaut.
Für wen lohnt sich TraderFox?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil TraderFox zwei sehr verschiedene Zielgruppen bedient. Die Software taugt sowohl für die Fundamentalanalyse als auch für kurzfristiges Trading, aber nicht mit demselben Paket.
Für den langfristigen Anleger ist das Morningstar-Datenpaket der passende Zugang. Aktien-Terminal, Rankings und Qualitätscheck beantworten die Frage, ob ein Unternehmen operativ läuft. Die Chartsignale braucht diese Gruppe kaum.
Für den aktiven Trader ist es umgekehrt. Screener, Radar und Trader Wingman sind der Kern, die Fundamentaldaten sind Beiwerk. Für diese Gruppe reicht die Börsensoftware für 29 € im Monat, solange sie den Trading-Room nicht braucht.
Nicht geeignet ist TraderFox, wenn du überwiegend Indizes, Devisen oder Kryptowährungen handelst, wenn du eine Software zum Ausprobieren ohne Bindung suchst, oder wenn du fertige Kaufsignale erwartest. Die Software liefert Kandidatenlisten, die Entscheidung bleibt bei dir. Alternativen findest du in unserem Vergleich der Trading-Software. Wer nur Kurse und Nachrichten braucht, kommt auch mit einem schlanken Börsenportal aus.
Fazit und Erfahrungen
TraderFox ist ein solides Analysewerkzeug für Aktienhandel und im deutschsprachigen Raum bei der Screening-Tiefe schwer zu ersetzen. Wer regelmäßig Einzelaktien sucht und dabei nach Chartmustern oder Qualitätskennzahlen filtert, spart damit jeden Tag Zeit.
Der Haken liegt nicht in der Software, sondern im Drumherum. Die Paketstruktur ist unübersichtlich geworden, jeder Einstieg bindet dich für mindestens drei Monate, und beim Support häufen sich seit Jahren dieselben Beschwerden, ohne dass der Anbieter darauf öffentlich reagiert.
Mein Rat: Nimm zuerst den kostenlosen Zugang und arbeite ein paar Wochen mit den Realtimekursen und dem Qualitätscheck. Wenn dir dabei konkret auffällt, welche Funktion dir fehlt, weißt du auch, welches Paket du brauchst. Der umgekehrte Weg, erst die Flatrate und dann die Frage nach dem Nutzen, wird teuer.
Häufige Fragen zu TraderFox
Was kostet TraderFox im Monat?
Die reine Börsensoftware kostet 29 € im Monat bei drei Monaten Mindestlaufzeit, also 87 € für den kürzesten buchbaren Zeitraum. Insgesamt gibt es sieben Pakete: das Morningstar-Datenpaket ab 25 €, den Senkrechtstarter für 39 €, Live-Trading-Research für 59 €, Katapult für 69 € und die Flatrate für 99 € im Monat. Stand ist der 27. August 2026.
Ist TraderFox kostenlos?
Es gibt einen dauerhaft kostenlosen Account mit Realtimekursen zu über 12.000 Aktien und über einer Million Derivaten sowie dem Aktien-Qualitätscheck. Eine befristete Testversion der kostenpflichtigen Vollversion bietet TraderFox nicht an. Die Scanner und die Echtzeit-Signale stecken im Abo.
Wem gehört TraderFox?
Betreiber ist die TraderFox GmbH mit Sitz in Reutlingen, eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 726117 seit dem 18. April 2008. Geschäftsführer sind Simon Betschinger und Martin König, die das Unternehmen auch gegründet haben. Ein zweiter Standort in Ravensburg kam 2021 dazu.
Gibt es eine TraderFox App?
Ja, es gibt fünf Apps für iOS und Android: TraderFox Flash, TraderFox App, TraderFox Pro, die dpa-AFX ProFeed App und die Live Trading App. Sie sind nach Produkten aufgeteilt. Eine einzelne App, die den gesamten Funktionsumfang abbildet, existiert nicht.
Wie kündige ich mein TraderFox Abo?
Die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Ende der jeweiligen Laufzeit, die bei den meisten Paketen drei Monate beträgt, beim Morningstar-Paket und beim Markttechnik-Add-on sechs Monate. Wer nicht fristgerecht kündigt, verlängert das Abo. Für die Kündigung gibt es ein eigenes Formular im Kontaktbereich des Anbieters.
Gibt es die Ninjacademy noch?
Nein, die Ninjacademy ist abgeschaltet. Die Adresse ninjacademy.traderfox.de wurde stillgelegt und löst im DNS nicht mehr auf. Auch der System-Trading-Room und der Options-Trading-Room stehen nicht mehr in der Preisliste. Suchmaschinen zeigen weiterhin alte Beiträge zu diesen Angeboten.
Kann man direkt aus TraderFox handeln?
Bei CapTrader und comdirect lässt sich die Order direkt aus dem Trading-Desk auslösen, wenn du dich dort mit deinen Broker-Zugangsdaten anmeldest. finanzen.net ZERO und der S Broker sind ebenfalls Partner, dort läuft der Handel aber über die Plattform des Brokers.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer von Kagels Trading und handelt seit 1980 an den Finanzmärkten. Er arbeitet diskretionär nach Price Action, also ohne mechanisches Handelssystem, und ist in Forex, Aktienindizes, Rohstoffen und Zinsmärkten aktiv.
Ende der 1980er-Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte dessen zehn Bücher. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Für diese Fassung hat er die Bestellseite, die Produktseiten und das Impressum von TraderFox einzeln geprüft, die Preise aller sieben Pakete mit Laufzeiten erfasst, den Handelsregistereintrag abgeglichen und die Partner-Broker gegengelesen. Dabei kam heraus, dass drei Angebote eingestellt wurden, die dieser Artikel zuvor im Präsens beschrieb, und dass das im Bestand genannte Gründungsjahr falsch war.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.














