Wer SabioTrade Erfahrungen sucht, landet zwischen zwei Extremen. Auf der einen Seite ein Anwaltsbeitrag, der „100 Prozent Betrug” in den Titel schreibt. Auf der anderen Seite Testberichte, die den Anbieter als günstigen Einstieg ins Prop Trading feiern. Beides hilft dir bei der Entscheidung nicht weiter.
Seit dem letzten Test hat sich bei SabioTrade mehr verändert, als die meisten Berichte zeigen. Die Konsistenzregel wurde umgeschrieben, seit Februar 2026 gilt eine neue Verfallsklausel für Gewinne, und Trustpilot zeigt die Bewertung des Anbieters gar nicht mehr an. Diese Analyse prüft die Geschäftsbedingungen Zeile für Zeile gegen das, was auf der Startseite steht.
Du erfährst, welche Regel dein Konto nach der ersten Auszahlung wirklich gefährdet, warum der Betrugsvorwurf einer genaueren Betrachtung nicht standhält, was die Challenge in Euro kostet und welche Alternativen für DACH-Trader die besseren Bedingungen bieten. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
SabioTrade: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Anbieter: Marke der CODEVIL IT ENGINEERING LIMITED, eingetragen unter der Nummer 680139 in 2c Grangegorman Lower, Smithfield, Dublin. Markenzeitraum laut Footer 2021 bis 2026.
- Kosten: Für Kunden aus dem Euroraum 119 bis 2.989 Euro je nach Kontogröße, PRO Club 259 oder 829 Euro. Kontostände und Auszahlungen laufen weiter in US-Dollar.
- Kontogrößen: Fünf Stufen von 20.000 bis 650.000 US-Dollar, einstufige Bewertung ohne Zeitlimit, Gewinnziel überall 10 Prozent.
- Konsistenzregel: Kein einzelner Tag und kein einzelner Trade darf mehr als 55 Prozent des Gesamtgewinns ausmachen. Die alte 40-Prozent-Grenze steht auf derselben Website noch an anderer Stelle.
- Auszahlungsfalle: Nach der ersten Auszahlung muss dein Eigenkapital laut AGB dauerhaft über dem Startsaldo bleiben. Diese Regel gilt zusätzlich zum 6-Prozent-Trailing-Drawdown.
- Neu seit 02.02.2026: Ein Regelverstoß beendet das Konto sofort und lässt bereits erwirtschaftete, noch nicht ausgezahlte Gewinne verfallen.
- Trustpilot: Der Anbieter hat keine Bewertung mehr. Trustpilot blendet die Note wegen eines Verstoßes gegen die eigenen Richtlinien aus.
- Einschätzung: Für die meisten Trader nicht die erste Wahl. FTMO und FundedNext bieten bei ähnlichem Preis klarere Regeln und ein intaktes Bewertungsprofil.
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Was ist SabioTrade?
SabioTrade ist eine Prop-Trading-Firma mit Sitz in Dublin, die Tradern nach einer einstufigen Bewertungsphase simuliertes Firmenkapital von bis zu 650.000 US-Dollar zur Verfügung stellt und sie am erwirtschafteten Gewinn beteiligt.
Hinter der Marke steht die CODEVIL IT ENGINEERING LIMITED. Die Geschäftsbedingungen nennen die Unternehmensnummer 680139 und die Anschrift 2c Grangegorman Lower, Smithfield, Dublin, D07a433. Als anwendbares Recht ist die Republik Irland festgelegt, zuständig sind irische Gerichte.
Prop Trading bezeichnet das Handeln mit dem Kapital einer Firma statt mit eigenem Geld, wobei der Trader nach bestandener Prüfungsphase einen festgelegten Anteil der Gewinne behält.
Das gehandelte Kapital ist ausdrücklich nicht echt. SabioTrade schreibt das inzwischen selbst deutlich auf die Website: Das Kapital sei simuliert, spiegele aber reale Marktbedingungen. Verdient wird an der Qualität der Handelsdaten, ausgezahlt wird echtes Geld. Diese Klarstellung ist ein Fortschritt gegenüber Anbietern, die den Eindruck echter Konten erwecken.
Technisch kauft SabioTrade zu, statt selbst zu bauen. Die Plattform läuft auf der QuadCode-Infrastruktur, einem White-Label-Stack, der auch hinter mehreren regulierten Brokern steht. Der Anbieter bestätigt das in seiner FAQ. Eigene Handelssoftware gibt es also nicht, das Risikomanagement-System ist die eigene Zutat.
Die Reichweitenangaben stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig prüfbar. Genannt werden über 150.000 Trader weltweit und mehr als 300 Millionen US-Dollar an bereitgestelltem Kapital. Beides steht so auf der Startseite und im Trustpilot-Unternehmensprofil, beides ist eine Selbstauskunft.
Steckbrief SabioTrade
| Betreiber | CODEVIL IT ENGINEERING LIMITED, Reg-Nr. 680139 |
| Sitz | 2c Grangegorman Lower, Smithfield, Dublin, Irland |
| Markenstart | 2021 (laut eigener Angabe) |
| Geschäftsmodell | Prop Trading auf simulierten Konten, zusätzlich Bildungsabos |
| Kontogrößen | 20.000 bis 650.000 US-Dollar |
| Gebühr | 119 bis 2.989 Euro (Euroraum), einmalig |
| Gewinnbeteiligung | 80 Prozent, ab 100.000 US-Dollar 90 Prozent |
| Bewertungsphase | einstufig, 10 Prozent Gewinnziel, kein Zeitlimit |
| Plattform | eigener Traderoom auf QuadCode-Basis, kein MetaTrader |
| Auszahlung | wöchentlich beantragbar, SEPA seit Dezember 2025 |
| Regulierung | keine, Prop-Firma ohne Wertpapieraufsicht |
| Nicht zugelassen | US-Bürger, weitere Länder laut AGB |
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Ist SabioTrade seriös? Was der Betrugsvorwurf hergibt
Wer nach SabioTrade sucht, stößt schnell auf einen Anwaltsbeitrag mit drastischem Titel. Auf anwalt.de steht seit August 2024 ein Rechtstipp mit der Überschrift „Sabio Trade ein 100%iger Betrug?”. Der Beitrag rankt in den Suchergebnissen weit oben und prägt das Bild vom Anbieter. Ein Blick in den Text lohnt sich.
Der Beitrag arbeitet durchgehend im Konjunktiv. Dort steht, SabioTrade „könnte zu einem Dunstkreis aus hochdubiosen Handelsplattformen gehören”, und der beschriebene Ablauf endet mit dem Satz „So könnte auch Sabio Trade arbeiten”. Der Autor führt keinen einzigen dokumentierten SabioTrade-Fall an. Er schildert ein allgemeines Muster und fragt die Leser, ob sie es wiedererkennen.
Das geschilderte Muster passt strukturell nicht zum Prop-Modell. Beschrieben werden garantierte Monatsrenditen von 40 Prozent und mehr, wiederholte Überweisungen hoher Beträge auf wechselnde Konten, ein persönlicher Berater und eine Steuervorauszahlung als Bedingung für die Auszahlung. Bei einer Prop-Firma zahlst du eine einmalige Teilnahmegebühr und überweist danach kein Anlagekapital. Das ist ein anderer Vorgang.
Der Kontext des Beitrags gehört zur Einordnung dazu. Der Autor ist Rechtsanwalt und betreibt nach eigener Angabe die Website broker-betrug.de. Der Text endet in einer kostenfreien Ersteinschätzung für Betroffene. Das ist zulässig und legitim, aber es ist Mandantenakquise und kein Prüfbericht.
Daraus folgt kein Freibrief. Belegt ist lediglich, dass dieser Beitrag keinen konkreten Betrugsfall bei SabioTrade dokumentiert. Ob einzelne Trader schlechte Erfahrungen gemacht haben, sagt das nicht. Die tatsächlichen Risiken stehen an einer anderen Stelle, und zwar in den Geschäftsbedingungen. Genau dort schauen wir als Nächstes hin.
Warum Trustpilot die SabioTrade-Bewertung gesperrt hat
Das auffälligste Signal findet sich nicht im Artikel eines Kritikers, sondern auf Trustpilot selbst. Auf dem Profil von sabiotrade.com steht anstelle einer Note ein Warnhinweis: „This company’s rating is unavailable due to a breach of our guidelines.” Zu Deutsch: Die Bewertung ist wegen eines Verstoßes gegen die Trustpilot-Richtlinien nicht verfügbar.
Eine gesperrte Trustpilot-Bewertung bedeutet, dass die Plattform die Gesamtnote eines Unternehmens ausblendet, weil sie einen Verstoß gegen ihre Richtlinien für Unternehmen festgestellt hat.
Die Einzelbewertungen sind weiter sichtbar, die Note ist es nicht. Aktuell listet das Profil 740 Bewertungen, darunter aktuelle Fünf-Sterne-Stimmen und deutliche Kritik. Was fehlt, ist der aggregierte Wert. Ältere Testberichte, die noch 3,5 von 5 Sternen nennen, geben damit einen Stand wieder, den Trustpilot heute nicht mehr ausweist. Auch unsere frühere Fassung dieses Artikels nannte diesen Wert.
Trustpilot nennt öffentlich keinen Einzelgrund für die Sperre. Die Richtlinien für Unternehmen untersagen unter anderem, Bewertungen mit Anreizen zu erkaufen oder gezielt nur zufriedene Kunden um eine Stimme zu bitten. Welcher Punkt hier greift, teilt Trustpilot nicht mit.
Eine Beobachtung dazu steht auf der Anbieterseite selbst. SabioTrade wirbt in der eigenen FAQ mit einem kostenlosen Flash-Konto: Trader aus Europa, dem Vereinigten Königreich, Australien und Kanada erhalten ein Intraday-Konto über 20.000 US-Dollar mit Hebel 1:100, wenn sie eine Video-Rezension über ihre SabioTrade-Erfahrung auf YouTube oder in sozialen Medien veröffentlichen und den Link an die Marketing-Adresse senden.
Ein Zusammenhang zwischen beidem ist nicht belegt. Trustpilot begründet die Sperre nicht, und die Flash-Konto-Aktion zielt auf YouTube und Social Media, nicht auf Trustpilot. Für dich als Leser bleibt trotzdem eine praktische Konsequenz: Wo Bewertungen gegen eine Sachleistung entstehen, taugen sie nicht als Entscheidungsgrundlage. Das gilt für Videobewertungen zu SabioTrade genauso wie für die Sternebilder anderer Prop-Firmen.
Welche Regeln gelten bei SabioTrade?
Die Regeln sind der eigentliche Kern dieses Anbieters. Sie entscheiden darüber, ob du eine Auszahlung erlebst oder dein Konto vorher verlierst. Fünf davon musst du kennen, bevor du eine Challenge kaufst.
Tagesverlust: 5 Prozent, aber ab welchem Zeitpunkt?
Die Grenze selbst ist klar, der Stichzeitpunkt nicht. Laut AGB darfst du nicht mehr als 5 Prozent des geschlossenen Saldos des Vortages an einem Handelstag verlieren, gemessen um 00:00 Uhr UTC. Die Erläuterung auf der Startseite nennt für denselben Wert 17:00 Uhr EST. Das sind zwei verschiedene Zeitpunkte, und zwischen ihnen liegen mehrere Stunden.
Für dich ist das keine Kleinigkeit. Der Stichzeitpunkt legt fest, ab wann ein Verlust auf den nächsten Tag zählt. Wer abends europäischer Zeit handelt, sollte diesen Punkt vor dem Kauf beim Support schriftlich klären lassen. Wir haben die Abweichung dokumentiert, eine Auflösung liefert der Anbieter auf seinen Seiten nicht.
Trailing-Drawdown: 6 Prozent unter dem Höchststand
Der Trailing-Drawdown ist eine mitlaufende Verlustgrenze, die sich am höchsten erreichten Kontostand orientiert und mit jedem neuen Hoch nachzieht, ohne bei Verlusten wieder zu sinken.
Die Formel steht wörtlich in den AGB. Ein Verstoß liegt vor, wenn das Eigenkapital den höchsten geschlossenen Saldo minus 6 Prozent des Anfangssaldos unterschreitet. Beim 50.000-Dollar-Konto sind das 3.000 US-Dollar Spielraum. Steigt dein Höchststand auf 55.000, liegt die Grenze bei 52.000. Wichtig: Die 6 Prozent bemessen sich am Startkapital, nicht am aktuellen Stand, und offene Positionen zählen mit.
Die Auszahlungsfalle: was nach der ersten Auszahlung gilt
An dieser Stelle widerspricht sich der Anbieter, und der Unterschied ist erheblich. Die Startseite formuliert entwarnend: Sobald du eine Auszahlung beantragst, werde dein maximaler Trailing-Drawdown „auf Ihren Startsaldo festgelegt”. Das klingt nach Entspannung.
Die AGB formulieren dieselbe Sache als Verschärfung. Dort steht: Nach der ersten erfolgreich bearbeiteten Auszahlung muss dein Eigenkapital immer über deinem anfänglichen Kontostand bleiben, und diese Regel werde „zusätzlich zu allen anderen Regeln angewendet”.
Praktisch heißt das Folgendes. Nach der ersten Auszahlung arbeitest du mit einem harten Boden auf Höhe deines Startkapitals. Fällt dein Konto einmal darunter, ist es verloren, unabhängig davon, wie viel du vorher verdient hast. Genau dieses Muster beschreiben mehrere kritische Trustpilot-Stimmen. Es ist kein Zufall und kein Softwarefehler, sondern die Regel.
Neu seit Februar 2026: Gewinne können komplett verfallen
Diese Klausel ist die härteste im ganzen Regelwerk. Für Funded-Konten aus Bewertungen, die ab dem 2. Februar 2026 gekauft wurden, führt laut AGB jeder Verstoß gegen die Kontoregeln zur sofortigen Beendigung des Kontos und zum Verlust des Anspruchs auf jegliche Auszahlungen, einschließlich verbleibender Gewinne.
Vor dieser Änderung war der Kontoverlust das Risiko, jetzt ist es auch der Gewinn. Wer 8.000 US-Dollar erwirtschaftet, eine Auszahlung beantragt hat und danach die Tagesverlustgrenze reißt, verliert nach dem Wortlaut nicht nur das Konto, sondern auch den noch nicht ausgezahlten Betrag. Diese Klausel steht in keinem uns bekannten Testbericht.
Konsistenzregel: 55 Prozent, und an anderer Stelle 40
Die Konsistenzregel wurde geändert, aber nicht überall nachgezogen. In der aktuellen Anbieter-FAQ und in der Tarifübersicht steht: Kein einzelner Handelstag und kein einzelner Trade darf mehr als 55 Prozent des Gesamtgewinns ausmachen. In der Tarifzeile jedes Plans steht ebenfalls der Wert 55 Prozent.
Auf derselben Website stehen zwei weitere Varianten. Im Abschnitt zu den Auszahlungsanforderungen heißt es weiterhin, kein einzelner Trade dürfe mehr als 40 Prozent des Gesamtgewinns ausmachen, dazu 5 bis 7 Trades vergleichbarer Größe. Die Erläuterung zur Tarif-Tabelle nennt eine dritte Fassung: Der Fortschritt an einem Tag dürfe 40 Prozent des Gewinnziels nicht überschreiten.
Belegt ist damit, dass der Anbieter widersprüchliche Angaben macht, nicht dass er täuscht. Für dich heißt das: Verlass dich auf den strengsten Wert, verteile deine Gewinne über mehrere Trades und rechne mit einer manuellen Prüfung. SabioTrade behält sich in den AGB ausdrücklich vor, Handelshistorie und Handelsstil zu prüfen und eine Auszahlung abzulehnen.
Was verboten ist
Die Liste der untersagten Praktiken ist lang und eindeutig. Die AGB verbieten Hedging und kontenübergreifendes Hedging, Scalping und Hochfrequenzhandel. Ebenfalls untersagt sind das Ausnutzen von Latenzunterschieden, Preisungenauigkeiten und technischen Fehlfunktionen sowie Arbitrage-Strategien jeder Art.
Wer schnell handelt, ist hier falsch. Das ist keine Auslegungsfrage, sondern steht wörtlich im Vertrag. Ein weiterer Punkt betrifft die Aktivität: Ein Konto ohne Trade über 30 aufeinanderfolgende Tage kann deaktiviert werden. Positionen über das Wochenende zu halten, ist dagegen erlaubt, je nach Paket aber eingeschränkt.
Bei dokumentiertem Risikoverstoß sinkt zusätzlich deine Beteiligung. Wird ein Konto vom Risk-Management-Team formell wegen riskanten Handelsverhaltens gekennzeichnet, behält sich SabioTrade vor, die Gewinnbeteiligung dauerhaft auf 70 Prozent für den Trader zu senken.
Wie ist SabioTrade reguliert?
SabioTrade unterliegt keiner Wertpapieraufsicht, weil das Unternehmen als Prop-Firma simulierte Handelskonten bereitstellt und damit kein erlaubnispflichtiges Broker-Geschäft betreibt.
Weder BaFin noch CySEC oder eine andere EU-Aufsicht beaufsichtigen den Anbieter. Die Eintragung im irischen Handelsregister macht das Unternehmen identifizierbar, sie ersetzt aber keine Lizenz. Beschwerden lassen sich an keine Aufsichtsbehörde richten, es gibt keine Einlagensicherung und keinen gesetzlichen Anlegerschutz.
Das ist branchenüblich und trotzdem der zentrale Unterschied zum Broker. Bei einem regulierten CFD-Broker liegt dein Geld auf einem getrennten Konto. Bei einer Prop-Firma zahlst du eine Teilnahmegebühr für eine Dienstleistung und handelst auf einer Demo-Umgebung. Wie viel Anlegerschutz die Regeln der ESMA dir sonst bieten, spielt hier keine Rolle, weil du kein Wertpapierkonto führst. Auch die BaFin führt Prop-Firmen dieses Zuschnitts nicht in ihrer Unternehmensdatenbank.
Die Hebelgrenzen orientieren sich trotzdem an den EU-Vorgaben. SabioTrade wirbt damit, die höchsten von der ESMA erlaubten Hebel anzubieten. Wer die Grundlagen dahinter verstehen will, findet sie in unserem Ratgeber zum Hebel im Trading.
Ein rechtlicher Punkt betrifft den Vertrag selbst. Während der Bewertungsphase gelten die AGB. Bestehst du, unterzeichnest du eine verbindliche Dienstleistungsvereinbarung, die deinen Status als finanzierter Trader regelt. Es ist also ein Dienstvertrag nach irischem Recht, kein Depotvertrag.
Welche Kontogrößen gibt es bei SabioTrade?
Ein Funded Account ist ein simuliertes Handelskonto, das eine Prop-Firma nach bestandener Bewertung bereitstellt und aus dessen Gewinnen reale Auszahlungen erfolgen.
Die Risikoregeln sind in allen fünf Modellen identisch. Unterschiede gibt es nur bei Startkapital, Gewinnbeteiligung und Preis. Überall gilt: 10 Prozent Gewinnziel, 5 Prozent Tagesverlust, 6 Prozent Trailing-Drawdown, kein Zeitlimit.
| Modell | Startkapital | Gewinnbeteiligung | Gebühr |
|---|---|---|---|
| Essential | 20.000 USD | 80 % | 119 € |
| Plus | 50.000 USD | 80 % | 289 € |
| Advanced | 100.000 USD | 90 % | 479 € |
| Ultimate | 200.000 USD | 90 % | 939 € |
| Prime | 650.000 USD | 90 % | 2.989 € |
Die Währungsfrage klärt der Anbieter inzwischen selbst. Kunden aus europäischen Ländern zahlen in Euro, aus dem Vereinigten Königreich in Pfund, im Rest der Welt in US-Dollar. Das gilt ausschließlich für den Kauf der Bewertungskonten. Kontostände und Gewinnziele bleiben in US-Dollar, Auszahlungen an europäische Kunden werden in beiden Währungen ausgewiesen und in Euro überwiesen.
Der Sprung von Plus auf Advanced ist der wirtschaftlich interessanteste. Dort steigt die Beteiligung von 80 auf 90 Prozent, und zwar ohne Skalierungsplan, direkt ab der ersten Auszahlung. Das Gewinnziel bleibt bei 10 Prozent, beim Advanced-Konto also 10.000 US-Dollar.
Vor dem Kauf lohnt sich der Gratistest. SabioTrade bietet ein kostenloses Testkonto für sieben Tage an. Das reicht, um Plattform und Dashboard zu prüfen, bevor Geld fließt. Wer die Positionsgrößen dabei sauber rechnen will, findet die Grundlagen in unserem Beitrag zur Positionsgröße im Trading.
Alle fünf Kontogrößen mit aktuellen Euro-Preisen ansehen
PRO Club und Academy: zwei Wege zum Bildungsangebot
Der PRO Club bündelt Mehrfachversuche mit dem Kurszugang. Statt eines einzelnen Bewertungskontos bekommst du drei oder zwölf, dazu 0 Spreads auf EUR/USD, Mentoring, Webinare mit Aufzeichnung, einen Telegram-Signalkanal und Trade-Analysen.
| Paket | Bewertungskonten | Zugangsdauer | Gebühr |
|---|---|---|---|
| Pro 3 | 3 × 20.000 USD | 3 Monate | 259 € |
| Pro 12 | 12 × 20.000 USD | 12 Monate | 829 € |
Neu daneben steht ein reines Bildungsabo ohne Bewertungskonto. Die Sabio Academy lässt sich seit Kurzem separat buchen: 6,93 Euro für eine Woche, 19,99 Euro für vier Wochen und 39,99 Euro für zwölf Wochen, jeweils als reduzierter Einführungspreis gegenüber den regulären 13,86, 39,99 und 79,99 Euro.
Das verschiebt das Geschäftsmodell und ist eine Einordnung wert. SabioTrade verdient damit nicht mehr nur an Challenge-Gebühren, sondern auch am Verkauf von Kursen an Nutzer, die nie eine Bewertung starten. Für dich ist das nicht per se schlecht, es macht den Anbieter aber zu einem Bildungsverkäufer mit Prop-Angebot.
Für wen sich der PRO Club rechnet, hängt an einer Frage. Nutzt du die Kurse wirklich? Wer den PRO Club nur als Versuchs-Pool kauft, zahlt für Inhalte, die er nicht anfasst. Wer nach dem ersten Fehlversuch strukturiert nacharbeitet, holt den Aufpreis eher heraus.
Wie funktioniert die Auszahlung bei SabioTrade?
Auszahlungen bei SabioTrade werden im Dashboard beantragt und sind wöchentlich möglich, sofern alle Positionen geschlossen sind und die Konsistenzanforderungen erfüllt werden.
Der Anbieter nennt drei Voraussetzungen. Alle offenen Positionen im finanzierten Konto müssen geschlossen sein. Seit der letzten Auszahlungsanfrage müssen mindestens sieben Tage vergangen sein. Und dein Handel muss Konsistenz zeigen, wobei hier die oben beschriebene widersprüchliche Regel greift.
Während der Bearbeitung wird dein Konto eingefroren. SabioTrade friert das Konto vorübergehend ein, um den Gewinn abzuziehen und die Beteiligung zu verrechnen. In dieser Zeit kannst du nicht handeln. Das ist üblich, gehört aber in deine Planung, wenn du an einem Setup dranbleibst.
Für DACH-Trader hat sich hier das Meiste verbessert. Seit dem 4. Dezember 2025 unterstützt SabioTrade SEPA-Überweisungen für Kunden aus der EU und dem Vereinigten Königreich. Der Anbieter nennt eine Laufzeit von einem bis zwei Werktagen und geringere Gebühren als bei internationalen Überweisungen. Das Geld geht direkt auf dein Euro-Konto.
Daneben stehen die üblichen Wege offen. Genannt werden Banküberweisung, Krypto, Visa, Mastercard, Maestro, Apple Pay, Google Pay und paysafe. Für sofortige Auszahlungen bewirbt SabioTrade zusätzlich ein E-Wallet eines Partners, was eine weitere Anmeldung bei einem Dritten voraussetzt.
Die eigentliche Hürde liegt nicht beim Bezahlweg. Sie liegt bei den beiden Regeln, die nach der ersten Auszahlung greifen: der Eigenkapital-Untergrenze auf Höhe des Startsaldos und der Verfallsklausel seit Februar 2026. Wer diese beiden Punkte nicht eingeplant hat, erlebt genau das, was in kritischen Bewertungen beschrieben wird.
SabioTrade Plattform und Tools im Test
Maximilian Lindner hat die kostenlose Testphase genutzt und ein Konto angelegt. Anders als FTMO oder FundedNext setzt SabioTrade keine externe Software ein. Du bekommst ein Dashboard für Fortschritt und Kennzahlen sowie einen Traderoom für die Ausführung, beides im Browser und ohne Installation.
Der Traderoom ist für Einsteiger gut zugänglich. Märkte lassen sich schnell wechseln, Positionen in wenigen Klicks öffnen und schließen. Der stärkste Punkt sind die Stop-Loss- und Take-Profit-Marker direkt im Chart, die sich per Drag-and-drop verschieben lassen. Das nimmt Reibung aus dem Risikomanagement.
Die wichtigsten Funktionen des Traderooms haben wir im Test so erlebt:
- Stop-Loss und Take-Profit im Chart: direkt setzbar und verschiebbar, ohne Ordermaske.
- Mindestgröße ab 0,001 Lot: erlaubt feines Risikomanagement auch auf kleinen Konten.
- Über 100 Indikatoren: als Vorlagen speicherbar für wiederkehrende Setups.
- Newsfeed und Wirtschaftskalender: Termine und Meldungen ohne zweites Fenster.
- Händler-Sentiment: zeigt die Positionierung anderer Nutzer der Plattform.
Das Dashboard beantwortet die zwei wichtigsten Fragen auf einen Blick. Wie weit bist du vom Gewinnziel entfernt, und wie viel Spielraum lässt dir der Drawdown noch? Gerade die zweite Zahl verlieren viele Trader aus den Augen. SabioTrade hat das Dashboard zuletzt überarbeitet, unsere Screenshots zeigen den Stand aus dem Frühjahr 2025.
Was fehlt, fehlt vollständig. MetaTrader 5 und cTrader sind nicht angebunden. Wer eigene Expert Advisors, fertige Templates oder Automatisierung nutzt, kann das bei SabioTrade nicht weiterverwenden und ist bei einem der MetaTrader-5-Broker besser aufgehoben. Auch Scalping und Hochfrequenzhandel sind ausgeschlossen.
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Eine eigene App gibt es entgegen früheren Angaben nicht. SabioTrade bewirbt auf der Startseite eine Mobile App. In den Stores ist unter diesem Namen jedoch weder bei Apple noch bei Google Play eine SabioTrade-Anwendung auffindbar. Der Zugang läuft über den Browser, der auf dem Smartphone funktioniert, aber keine native App ersetzt.
Welche Instrumente kannst du bei SabioTrade handeln?
Der Anbieter nennt über 250 Instrumente in sechs Anlageklassen. Abgedeckt sind Forex, Aktien aus den USA und Europa, Indizes wie S&P 500, DAX 40 und Nasdaq 100, Rohstoffe mit Gold und Öl, Kryptowährungen und ETFs.
Bei den Hebeln lohnt der genaue Blick, denn hier steckt eine Überraschung. Die Tarifübersicht weist für Indizes einen Hebel von 1:100 aus, deutlich über dem, was ein regulierter EU-Broker Privatkunden bieten darf. Für alle anderen Klassen bleiben die Werte im gewohnten Rahmen.
| Anlageklasse | Maximaler Hebel | Einordnung |
|---|---|---|
| Forex | 1:30 | entspricht EU-Standard |
| Aktien | 1:20 | entspricht EU-Standard |
| Rohstoffe | 1:25 | entspricht EU-Standard |
| ETFs | 1:20 | entspricht EU-Standard |
| Kryptowährungen | 1:3 | strenger als bei vielen Prop-Firmen |
| Indizes | 1:100 | deutlich über EU-Standard für Privatkunden |
Der hohe Indexhebel ist kein Geschenk. Er ist möglich, weil du auf einem simulierten Konto handelst und die ESMA-Vorgaben für Privatkunden dort nicht greifen. In Kombination mit einem 6-Prozent-Trailing-Drawdown wirkt er vor allem in eine Richtung: Er verkürzt die Zeit bis zum Regelbruch.
Für Futures-Trader ist der Anbieter die falsche Adresse. SabioTrade bietet keine Futures. Wer an CME, COMEX oder NYMEX handeln will, ist bei Topstep besser aufgehoben.
Erfahrungen mit dem Bildungsangebot von SabioTrade
Das Bildungsangebot ist die unstrittigste Stärke des Anbieters. Die Sabio Academy wurde zuletzt überarbeitet und ist inzwischen in allen Plänen enthalten. Sie umfasst Kurse, Plattform-Tutorials, Webinare mit Aufzeichnung und Fachbeiträge.
Zwei bekannte deutschsprachige Trader stehen namentlich hinter Kursen. Markus Gabel ist als Autor mehrerer Programme ausgewiesen, darunter ein Kurs zur Handelspsychologie. Daneben stehen Rüdiger Born und Frank Sohllender als Akademie-Autoren, insgesamt sind es neun. Für DACH-Trader ist das ein realer Unterschied zu Anbietern, deren Bildungsbereich aus übersetzten Standardtexten besteht.
Die Inhalte sind sauber strukturiert und praxisnah. Kurse sind in Lektionen zerlegt, die Themen reichen von den ersten Schritten bis zu institutionellen Ansätzen. Wer sich systematisch weiterbilden will, findet hier mehr als bei den meisten Wettbewerbern. Ein Vergleich mit anderen Wegen steht in unserem Überblick zur Trading-Ausbildung.

Eine Einschränkung bleibt. Ein gutes Bildungsangebot ändert nichts an den Kontoregeln. Wer die Kurse schätzt, aber die Auszahlungsbedingungen scheut, kann das Academy-Abo separat buchen, ohne eine Challenge zu kaufen. Das ist seit Kurzem möglich und für viele die ehrlichere Rechnung.
Steuern bei SabioTrade richtig einordnen
Auszahlungen aus einem Funded Account sind kein Kursgewinn. Du handelst auf einem simulierten Konto und erhältst eine Vergütung für deine Leistung. Damit greift die Abgeltungsteuer in der Regel nicht. Die meisten Finanzämter werten solche Zahlungen als gewerbliche Einkünfte oder als Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit.
Die Einordnung hängt am Umfang deiner Tätigkeit. Wer regelmäßig auszahlt und das Konto wie einen Beruf betreibt, landet eher bei der Gewerbeanmeldung mit Einkommen- und Gewerbesteuer. Wer gelegentlich einen Betrag realisiert, kommt eher mit sonstigen Einkünften davon. Die Praxis unterscheidet sich zwischen Finanzämtern.
Das ist keine Steuerberatung, und sie ersetzt keine. Vor größeren Auszahlungen führt der Weg zum Steuerberater, weil eine falsche Einordnung teuer wird. Eine ausführliche Aufschlüsselung mit Rechenbeispielen findest du in unserem Ratgeber zu Trading-Steuern.
Vorteile und Nachteile von SabioTrade
Nach der Prüfung von Geschäftsbedingungen, Preisliste und Plattform ergibt sich ein klares Bild. Die Stärken liegen beim Einstieg und bei der Ausbildung, die Schwächen bei den Regeln nach der ersten Auszahlung.
Vorteile von SabioTrade
- Niedrige Einstiegshürde: 119 Euro für das Essential-Konto liegen unter dem Marktdurchschnitt, dazu sieben Tage Gratistest.
- Einstufige Bewertung ohne Zeitlimit: kein Mindesthandelstag-Zwang, du bestimmst das Tempo selbst.
- Bildungsangebot mit bekannten Namen: Markus Gabel und Rüdiger Born sind namentlich als Kursautoren ausgewiesen.
- 90 Prozent Gewinnbeteiligung ohne Skalierungsplan: ab dem Advanced-Konto sofort, nicht erst nach mehreren Auszahlungen.
- SEPA-Auszahlung seit Dezember 2025: ein bis zwei Werktage direkt aufs Euro-Konto, ohne Umrechnungsumweg.
- Klare Aussage zum simulierten Kapital: der Anbieter benennt das Modell inzwischen deutlich auf der Website.
Nachteile von SabioTrade
- Gewinne können komplett verfallen: seit Februar 2026 kostet ein Regelverstoß nicht nur das Konto, sondern auch nicht ausgezahlte Gewinne.
- Harte Untergrenze nach der ersten Auszahlung: dein Eigenkapital muss laut AGB dauerhaft über dem Startsaldo bleiben.
- Widersprüchliche Regelangaben: die Konsistenzregel steht mit 55 und 40 Prozent auf derselben Website, der Tagesverlust mit zwei Stichzeiten.
- Keine Trustpilot-Bewertung mehr: die Plattform blendet die Note wegen eines Richtlinienverstoßes aus.
- Kein MetaTrader, kein cTrader, keine App: bestehende Setups lassen sich nicht übernehmen, mobil bleibt nur der Browser.
- Kein Scalping, kein Hedging, kein HFT: schnelle Strategien sind vertraglich ausgeschlossen.
- Keine Aufsicht und keine Einlagensicherung: branchenüblich, aber ohne Beschwerdeweg an eine Behörde.
SabioTrade Alternativen für DACH-Trader
Drei Anbieter sind aus DACH-Sicht die naheliegenden Vergleiche. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie streng die Regeln nach der ersten Auszahlung greifen und welche Plattformen angebunden sind. Einen breiteren Überblick gibt unsere Übersicht zum Prop Trading.
FTMO ist der Marktführer mit dem längsten Nachweis. Gegründet 2015 in Prag, ein- oder zweistufige Bewertung wählbar, 80 Prozent Standardbeteiligung und 90 Prozent über den Scaling Plan. Die Regeln sind strenger als bei SabioTrade, dafür sind sie eindeutig formuliert.
FundedNext ist bei der Auszahlungsgeschwindigkeit vorn. Mehrere Challenge-Linien, Beteiligung bis 95 Prozent, Konten bis 300.000 US-Dollar und eine Auszahlungsgarantie in 24 Stunden, sonst 1.000 US-Dollar Kompensation. Angebunden sind MT4, MT5, cTrader und Match-Trader.
Topstep ist die Adresse für reines Futures-Trading. Einstufige Bewertung im Trading Combine, danach Express und Live Funded Account, Beteiligung 90 Prozent. Gehandelt wird ausschließlich an CME, COMEX, NYMEX und CBOT, kein Forex und keine Aktien.
Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | SabioTrade | FTMO | FundedNext |
|---|---|---|---|
| Bewertung | einstufig | 1-Step oder 2-Step | je nach Linie |
| Drawdown | 6 % trailing unter Höchststand | 5 % täglich, 10 % maximal | statisch oder trailing |
| Nach 1. Auszahlung | Eigenkapital muss über Startsaldo bleiben | keine zusätzliche Untergrenze | keine zusätzliche Untergrenze |
| Konsistenzregel | 55 % je Tag und Trade | keine pauschale Grenze | keine pauschale Grenze |
| Gewinnbeteiligung | 80 bis 90 %, 70 % bei Verstoß | 80 %, 90 % im Scaling Plan | bis 95 % laut Anbieter |
| Plattform | eigener Traderoom | MetaTrader, cTrader, DXtrade | MT4, MT5, cTrader, Match-Trader |
| Auszahlung | wöchentlich, SEPA | alle 14 Tage | garantiert in 24 Stunden |
| Bewertungsprofil | Note gesperrt | öffentlich einsehbar | öffentlich einsehbar |
Die Zeile, auf die es ankommt, ist die dritte. Bei FTMO und FundedNext endet das Risiko mit dem Drawdown. Bei SabioTrade kommt nach der ersten Auszahlung eine zweite Untergrenze dazu. Wer plant, mehrfach auszuzahlen und das Konto langfristig zu halten, sollte das einrechnen.
Ein anderes Modell fährt Campus Fund: keine Prüfungsphase, kein Tagesverlustlimit, dafür Zugang ausschließlich für Teilnehmer des zugehörigen Ausbildungsprogramms.
Fazit: Lohnt sich SabioTrade?
Für die meisten DACH-Trader lohnt sich SabioTrade nicht, und der Grund hat sich verschoben. Nicht der Betrugsvorwurf aus dem Netz ist das Problem, denn der hält einer Prüfung nicht stand. Das Problem sind die Regeln, die nach der ersten Auszahlung greifen.
Drei Punkte wiegen schwer. Seit Februar 2026 kostet ein Regelverstoß auch die noch nicht ausgezahlten Gewinne. Nach der ersten Auszahlung muss dein Eigenkapital dauerhaft über dem Startsaldo bleiben. Und die Konsistenzregel steht mit zwei verschiedenen Werten auf ein und derselben Website. Wer das nicht kennt, verliert sein Konto an einer Regel, die er nie gelesen hat.
Die gesperrte Trustpilot-Bewertung nimmt dir zusätzlich das übliche Korrektiv. Du kannst dir kein aggregiertes Bild mehr machen, und Videobewertungen, für die der Anbieter ein Gratiskonto vergibt, ersetzen es nicht. Das ist kein Beweis für Fehlverhalten, aber es erschwert die Einordnung erheblich.
Fair bleibt die andere Seite trotzdem. Der Einstieg ist günstig, die Plattform sauber gebaut, die Bewertungsphase fair terminiert, und das Bildungsangebot mit Markus Gabel und Rüdiger Born ist besser als bei den meisten Wettbewerbern. Wer nur lernen will, bucht inzwischen das Academy-Abo ohne Challenge.
Bedingungen direkt beim Anbieter nachlesen
Meine Empfehlung fällt entsprechend zweigeteilt aus. Für preissensible Einsteiger, die mit dem Essential-Konto eine Lernumgebung suchen und eine einzelne Auszahlung als Erfolg verbuchen, ist SabioTrade brauchbar. Wer dauerhaft finanziert traden will, fährt bei FTMO oder FundedNext besser. Dort endet das Risiko beim Drawdown und nicht bei einer zweiten Untergrenze.
Häufige Fragen zu SabioTrade
Ist SabioTrade seriös?
SabioTrade ist als Marke der CODEVIL IT ENGINEERING LIMITED in Dublin eingetragen und seit 2021 aktiv. Der kursierende Betrugsvorwurf stammt aus einem Anwaltsbeitrag, der durchgehend im Konjunktiv formuliert ist und keinen dokumentierten SabioTrade-Fall nennt. Die realen Risiken stehen in den Geschäftsbedingungen, vor allem bei den Regeln nach der ersten Auszahlung.
Warum zeigt Trustpilot keine Bewertung für SabioTrade?
Trustpilot blendet die Gesamtnote aus und begründet das mit einem Verstoß gegen die eigenen Richtlinien für Unternehmen. Die 740 Einzelbewertungen bleiben sichtbar, die aggregierte Note nicht. Ältere Testberichte mit 3,5 von 5 Sternen geben einen Stand wieder, den Trustpilot heute nicht mehr ausweist.
Warum werden Konten nach der Auszahlung geschlossen?
Nach der ersten Auszahlung muss dein Eigenkapital laut AGB immer über dem anfänglichen Kontostand bleiben, und diese Regel gilt zusätzlich zum 6-Prozent-Trailing-Drawdown. Fällt das Konto einmal darunter, ist es verloren. Seit dem 2. Februar 2026 verfallen dabei auch noch nicht ausgezahlte Gewinne.
Welche Regeln gelten bei SabioTrade?
Es gelten 5 Prozent maximaler Tagesverlust, 6 Prozent Trailing-Drawdown unter dem höchsten geschlossenen Saldo und eine Konsistenzregel von 55 Prozent je Tag und Trade. Mindestens ein Trade alle 30 Tage hält das Konto aktiv. Scalping, Hochfrequenzhandel, Hedging und Arbitrage sind vertraglich ausgeschlossen.
Wie hoch sind die SabioTrade Kosten?
Kunden aus dem Euroraum zahlen einmalig zwischen 119 Euro für das Essential-Konto und 2.989 Euro für Prime. Der PRO Club kostet 259 Euro für drei Monate oder 829 Euro für zwölf Monate. Das Academy-Abo ohne Challenge startet bei 6,93 Euro pro Woche.
Mit welchem Hebel kann ich bei SabioTrade handeln?
Forex läuft mit 1:30, Aktien und ETFs mit 1:20, Rohstoffe mit 1:25 und Kryptowährungen mit 1:3. Für Indizes weist der Anbieter 1:100 aus, deutlich über dem, was regulierte EU-Broker Privatkunden anbieten dürfen. In Verbindung mit dem 6-Prozent-Drawdown ist das ein erhebliches Risiko.
Gibt es eine SabioTrade App?
Der Anbieter bewirbt eine mobile App, unter diesem Namen ist jedoch weder im Apple App Store noch bei Google Play eine Anwendung auffindbar. Der Zugang läuft über den Browser, der auch mobil funktioniert. Eine native App ersetzt das nicht.
Ist Scalping bei SabioTrade erlaubt?
Nein. Die Geschäftsbedingungen schließen Scalping und Hochfrequenzhandel ausdrücklich aus, ebenso Hedging und Arbitrage-Strategien. Die Plattform überwacht Haltedauer und Orderfrequenz.
Kann ich bei SabioTrade in Euro zahlen?
Ja. Kunden aus europäischen Ländern zahlen die Gebühr in Euro, im Vereinigten Königreich in Pfund. Kontostände und Gewinnziele bleiben in US-Dollar, Auszahlungen an europäische Kunden werden seit Dezember 2025 per SEPA in Euro überwiesen.
Über den Autor: Bjarne Claussen
Bjarne Claussen schreibt seit 2023 auf kagels-trading.de über Prop Trading, KI- und Algo-Strategien, Krypto und Makro-Themen. Sein Schwerpunkt liegt auf systematischen Ansätzen für Daytrader und Swing-Trader.
In der Praxis handelt Bjarne Algo-Strategien auf Rohöl und dem S&P 500, baut Backtesting-Pipelines in Python und prüft Prop-Firmen anhand von Geschäftsbedingungen, Preislisten und öffentlich einsehbaren Bewertungsprofilen.
Für diese Fassung hat Bjarne die SabioTrade-AGB Zeile für Zeile gegen die Angaben auf der Startseite gehalten, das Trustpilot-Profil live geprüft und den kursierenden Betrugsvorwurf im Original gelesen. Die Plattform- und Bildungseindrücke stammen aus dem Praxis-Test von Maximilian Lindner, der die Grundlage des Artikels bildet.
Dieser Artikel wurde von Karsten Kagels final geprüft.















