Investopedia ist das größte Finanzlexikon im Netz und für deutsche Leser trotzdem ein zweischneidiges Werkzeug. Das Portal aus New York erklärt nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Finanzbegriffe, betreibt einen kostenlosen Börsensimulator und veröffentlicht täglich Marktnachrichten. Alles davon gibt es ausschließlich auf Englisch.
Seit meiner letzten Prüfung hat sich mehr verändert, als die Oberfläche vermuten lässt. Die kostenpflichtige Academy wurde eingestellt, der Verlag dahinter heißt nicht mehr Dotdash Meredith, und eine offizielle App gibt es bis heute nicht, obwohl im Play Store eine unter diesem Namen steht. Ich habe jede Angabe in diesem Bericht am 6. September 2026 an der Quelle geprüft. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.
Investopedia.com: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Investopedia ist ein englischsprachiges Finanzportal aus New York. Es gehört zur Verlagsgruppe People Inc. und erreicht nach eigenen Angaben 44 Millionen Leser im Monat.
- Das Herzstück ist das Lexikon. Von den über 36.000 Artikeln sind mehr als 14.000 reine Begriffserklärungen, geschrieben von über 800 Mitwirkenden.
- Der Stock Market Simulator ist kostenlos und startet mit 100.000 US-Dollar Spielgeld. Handelbar sind Aktien, ETFs, Optionen und 25 Kryptowährungen, begrenzt auf NYSE und Nasdaq.
- Eine offizielle Investopedia-App gibt es nicht. Der Anbieter schreibt das selbst. Die App im Play Store stammt von einem fremden Entwickler.
- Eine deutsche Version existiert nicht. Sämtliche Inhalte erscheinen auf Englisch, auch für Besucher aus Deutschland und Österreich.
- Die kostenpflichtige Investopedia Academy wurde 2024 eingestellt. Die Kurse für damals 199 US-Dollar werden nicht mehr verkauft.
Was ist Investopedia?
Investopedia ist ein englischsprachiges Finanzportal aus New York, das Finanzbegriffe erklärt, Marktnachrichten veröffentlicht und einen kostenlosen Börsensimulator betreibt. Es wurde 1999 gegründet und gehört heute zur Verlagsgruppe People Inc.
Der Schwerpunkt liegt auf Erklärung, nicht auf Handel. Du kannst dort kein Depot führen und keine Order aufgeben. Investopedia ist ein Nachschlagewerk mit angeschlossener Redaktion, also eine Mischung aus Fachlexikon und Wirtschaftszeitung. Wer Kurse und Meldungen sucht, ist auf einem Börsenportal besser aufgehoben.
Für deutschsprachige Nutzer ist die Sprache die größte Hürde. Das Portal richtet sich an ein US-Publikum. Viele Rubriken behandeln amerikanische Steuerregeln und Vorsorgemodelle, die sich nicht auf Deutschland übertragen lassen. Das Lexikon und die Texte zur technischen Analyse sind davon nicht betroffen und bleiben auch hier brauchbar.

Wer steckt hinter Investopedia.com?
Investopedia wurde 1999 von Cory Wagner und Cory Janssen gegründet. Die beiden Kanadier starteten das Projekt in Edmonton mit dem Ziel, Finanzwissen verständlich zu machen. Der Hauptsitz liegt heute in New York City.
Der Eigentümer hat 2025 seinen Namen gewechselt. Investopedia gehörte jahrelang zu Dotdash Meredith. Dieser Verlag heißt inzwischen People Inc. und gehört zur Beteiligungsgesellschaft IAC. Auf der eigenen Seite bezeichnet sich Investopedia entsprechend als Marke von People Inc. Wer noch die alte Bezeichnung liest, hat eine veraltete Quelle vor sich.
Die Kennzahlen stammen aus der Selbstauskunft des Portals. Investopedia nennt dort 25 Jahre Bestehen, mehr als 800 Mitwirkende und über 44 Millionen Leser pro Monat. Wichtig für die Einordnung: 800 Mitwirkende sind keine 800 Festangestellten. Dazu zählen freie Autoren, Fachprüfer und Gastbeiträge.
Caleb Silver, der Chefredakteur von Investopedia
Caleb Silver leitet die Redaktion seit 2016. Er kommt aus dem Wirtschaftsjournalismus und bringt nach eigenen Angaben mehr als 20 Jahre Erfahrung mit. Zu seinen Auszeichnungen zählen ein Peabody Award und zwei Emmy-Nominierungen. Seit 2025 trägt er zusätzlich den Titel Chief Business Editor der gesamten Verlagsgruppe.
Neben ihm steht ein benanntes Führungsteam. Das operative Geschäft verantwortet Dylan Zurawell als General Manager, seit 2018 in dieser Rolle. Übergeordnet führt Neil Vogel als Vorstandschef die Verlagsgruppe. Dass diese Namen öffentlich stehen, ist ein Pluspunkt. Bei vielen Finanzportalen bleibt unklar, wer redaktionell verantwortet.
Wie du Investopedia erreichst
Eine allgemeine E-Mail-Adresse veröffentlicht Investopedia nicht. Anfragen laufen über ein Support-Portal. Für Presseanfragen nennt das Unternehmen eine eigene Adresse, für Probleme mit dem Simulator eine weitere. Die Bearbeitung dauert nach eigener Angabe bis zu zwei Werktage.
Gibt es Investopedia auf Deutsch?
Investopedia bietet keine deutsche Version an. Alle Artikel, das Lexikon und der Simulator erscheinen ausschließlich auf Englisch, unabhängig davon, aus welchem Land du die Seite aufrufst.
Einen Sprachumschalter gibt es nicht. Auch eine eigene Domain für den deutschsprachigen Raum existiert nicht. Was Investopedia sehr wohl anpasst, ist die Werbung. Beim Aufruf aus Deutschland erscheinen deutsche Anzeigen über englischen Artikeln. Das führt beim ersten Besuch regelmäßig zu der Annahme, es gebe eine deutsche Fassung.
Die Browser-Übersetzung ist der praktikable Behelf. Chrome und Safari übersetzen die Seiten auf Klick, und für Lexikoneinträge reicht das meistens. Bei Fachbegriffen wird es unsauber. Aus einem Short wird schnell etwas Kurzes, aus einem Call ein Anruf. Wer die Begriffe gerade erst lernt, merkt den Fehler nicht.
Für deutschsprachige Erklärungen gibt es näher liegende Quellen. Begriffe und Methoden auf Deutsch findest du bei uns unter Traden lernen und in der Übersicht zur technischen Analyse. Für aktuelle Meldungen ist eine deutschsprachige Nachrichtenquelle der schnellere Weg.
Der Investopedia Stock Market Simulator
Der Investopedia Stock Market Simulator ist ein kostenloses Übungsdepot mit 100.000 US-Dollar virtuellem Startguthaben. Gehandelt werden Aktien, ETFs, Optionen und ausgewählte Kryptowährungen mit verzögerten Kursen.
Die Anmeldung kostet nichts und verlangt keine Zahlungsdaten. Investopedia wirbt mit über drei Millionen Nutzern. Du brauchst nur eine E-Mail-Adresse und einen Benutzernamen. Genau darin unterscheidet sich der Simulator von einem Demokonto bei einem Broker, an dessen Ende fast immer die Kontoeröffnung steht.

Was du handeln kannst und was nicht
Das Angebot ist enger, als es auf den ersten Blick wirkt. Der Simulator deckt nur zwei Börsen ab, die NYSE und die Nasdaq. Deutsche Aktien und deutsche Handelsplätze fehlen vollständig.
- Aktien und ETFs: über 6.000 Werte an NYSE und Nasdaq.
- Optionen: nur gekaufte Calls und Puts. Stillhaltergeschäfte, Spreads und Covered Calls sind ausdrücklich nicht möglich.
- Kryptowährungen: die 25 größten Werte, in einem eigenen Bereich neben dem Aktiendepot.
- Nicht handelbar: Devisen, Futures, Rohstoffe, Indizes, Anleihen und Investmentfonds.
Wer Optionsstrategien üben will, kommt damit nicht weit. Ein Großteil dessen, was das Optionsgeschäft ausmacht, setzt das Schreiben von Optionen voraus. Genau das sperrt der Simulator.
Die Handelsregeln, die kaum jemand liest
Der Simulator arbeitet mit verzögerten Kursen, und daraus folgen mehrere Einschränkungen. Investopedia legt sie im Hilfebereich offen. Sie erklären, warum sich ein Ergebnis aus dem Simulator nicht auf den echten Handel übertragen lässt.
- Mindesthaltedauer: ein Wert lässt sich erst nach 15 Minuten wieder verkaufen.
- Ausführungsdauer: Orders brauchen typischerweise 20 bis 30 Minuten. Außerhalb der US-Handelszeiten werden sie gar nicht ausgeführt.
- Volumengrenze: ein Trade darf standardmäßig höchstens 10 Prozent des Tagesvolumens eines Wertes ausmachen.
- Positionsgrenze: in einen einzelnen Wert fließen höchstens 50 Prozent des Depots, bei 100.000 Dollar Startkapital also 50.000 Dollar.
- Mindestkurs: nur Werte über einem US-Dollar sind handelbar.
Für kurzfristiges Handeln ist das Werkzeug damit ungeeignet. Eine Viertelstunde Haltefrist und eine halbe Stunde bis zur Ausführung schließen Daytrading praktisch aus. Als Übungsplatz für die Mechanik einer Orderaufgabe taugt der Simulator, als Test einer Strategie nicht. Wer wissen will, ob ein Ansatz trägt, braucht Kursdaten in Echtzeit und ein sauberes Protokoll seiner Trades.
Wettbewerbe und private Spiele
Der Simulator ist als Spiel organisiert. Du handelst entweder allein oder trittst einem Game bei, in dem Hunderttausende um Plätze in einer Rangliste spielen. Lehrer nutzen die privaten Spiele für Schulklassen. Der Spielleiter legt dabei Startkapital, Gebühren und Regeln selbst fest.
Ein Ranglistenplatz sagt wenig über Handelsqualität aus. Wer einen Wettbewerb mit fester Laufzeit gewinnen will, muss hohes Risiko fahren. Investopedia schreibt selbst, dass Erfolg in der Simulation keinen Rückschluss auf echtes Geld erlaubt. Das ist eine ehrliche Ansage, die man nicht von jedem Anbieter bekommt.
Gibt es eine Investopedia-App?
Investopedia bietet keine eigene App an. Auf der Simulator-Seite beantwortet das Unternehmen die Frage nach einer mobilen App selbst mit Nein und verweist auf die mobil optimierte Webseite.
Im App Store von Apple findet sich kein Eintrag des Unternehmens. Eine Suche nach dem Markennamen liefert dort ausschließlich fremde Anbieter, darunter Yahoo Finance, TradingView und Bloomberg. Investopedia selbst ist weder im deutschen noch im amerikanischen Store vertreten.
Im Play Store steht dagegen eine App unter diesem Namen, und die stammt nicht von Investopedia. Sie heißt Investopedia stock simulator, trägt das Logo des Portals und zählt über 10.000 Downloads. Als Entwickler ist dort TravelAgent eingetragen. Derselbe Anbieter veröffentlicht Apps unter weiteren fremden Marken, unter anderem BankRate, MacroTrends und The Kitchn.

Die App enthält Werbung und hat mit dem echten Simulator nichts zu tun. Sie zeigt aufbereitete Lehrtexte, kein Übungsdepot. Wer sie installiert, bekommt also weder ein Konto noch Zugriff auf die Rangliste. Ich rate von der Installation ab und verlinke sie hier bewusst nicht.
Der Weg über den Browser funktioniert dagegen einwandfrei. Sowohl das Portal als auch der Simulator sind mobil optimiert. Auf dem Telefon legst du dir die Seite auf den Startbildschirm, dann verhält sie sich wie eine App, ohne dass du eine fremde Anwendung installierst.
Anmeldung und Login bei Investopedia
Zum Lesen der Artikel brauchst du kein Konto. Lexikon, Nachrichten und Ratgeber stehen ohne Anmeldung offen. Ein Konto brauchst du nur für den Simulator und für die Newsletter.
Der Login funktioniert seit der Umstellung ohne Passwort. Du gibst deine E-Mail-Adresse ein und erhältst einen fünfstelligen Code oder einen Bestätigungslink per Mail. Alte Passwörter wurden dabei abgeschafft. Wer sich lange nicht eingeloggt hat, sucht deshalb vergeblich nach dem Passwortfeld.
- Konto anlegen: auf der Simulator-Seite Getting Started wählen, dann E-Mail-Adresse und Wunsch-Benutzernamen eingeben.
- Einloggen: Log In oben rechts, E-Mail eintragen, den Code aus der Mail übernehmen.
- Keine Mail erhalten: der Absender lautet no-reply@auth.investopedia.com. Diese Adresse gehört in die Kontakte, sonst landet der Code im Spam.
Ein Wechsel der Mailadresse ist der Knackpunkt. Wer sein Konto mit einer Schul- oder Firmenadresse angelegt hat und darauf keinen Zugriff mehr hat, kommt nicht mehr hinein. Investopedia empfiehlt in dem Fall schlicht ein neues Konto. Das alte Depot samt Handelshistorie ist dann verloren.
Was aus der Investopedia Academy wurde
Die Investopedia Academy wurde eingestellt. Investopedia verkauft seit 2024 keine kostenpflichtigen Videokurse mehr und hostet die alten Inhalte nicht länger.
Bestandskunden wurden im Juni 2024 per Mail informiert. Das Unternehmen stellte die Kurse zum Download bereit, jeder Kurs mit eigenen Zugangsdaten. Wer den Hinweis damals übersehen hat, findet die Anleitung noch im Hilfebereich. Ein Streaming-Zugang existiert nicht mehr.
Die Kurse kosteten zuletzt 199 US-Dollar pro Stück. Angeboten wurden Themen wie Investieren für Anfänger, Daytrading und technische Analyse, jeweils mit mehreren Stunden Video. Diese Angaben stehen hier nur noch als historische Einordnung. Kaufen kannst du die Kurse nirgends mehr.
Für den Leser bedeutet das eine Vereinfachung. Investopedia ist damit ein vollständig kostenloses Angebot. Es gibt keine Bezahlschranke, kein Abo und keinen Premium-Bereich. Finanziert wird das Portal über Werbung und über Provisionen aus den Produktvergleichen.
Welche Inhalte bietet Investopedia sonst?
Das Portal gliedert sich heute in sieben Rubriken. Die Navigation führt News, Investing, Simulator, Banking, Personal Finance, Economy und Reviews. Die früheren Bereiche Education und Your Money gibt es unter diesen Namen nicht mehr.
Das Finanzlexikon
Das Lexikon ist der Grund, warum die meisten das Portal überhaupt kennen. Mehr als 14.000 Begriffe sind dort erklärt, alphabetisch sortiert und jeweils als eigener Artikel angelegt. Die Einträge folgen einem festen Aufbau aus Kurzdefinition, Erklärung und häufig einem Rechenbeispiel.

Diese Struktur ist der eigentliche Vorteil gegenüber einer Suchmaschine. Du bekommst nicht nur eine Definition, sondern die Einordnung dazu. Bei Begriffen aus der Aktienanalyse und dem Risikomanagement ist die Qualität durchgängig hoch.
Nachrichten und Produktvergleiche
Die Redaktion veröffentlicht mehrmals täglich Marktberichte. Das Nachrichtenteam besteht aus früheren Mitarbeitern von Dow Jones, dem Wall Street Journal und Barron’s. Der Fokus liegt auf US-Märkten, Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen.
Neu hinzugekommen ist eine eigene Rubrik mit Produktvergleichen. Unter Reviews bewertet Investopedia Broker, Depots, Kreditkarten und Sparkonten. Diese Vergleiche sind provisionsbasiert und beziehen sich fast ausschließlich auf US-Anbieter. Für deutsche Leser haben sie deshalb wenig praktischen Wert.
Beim Thema Werbung muss ich meine frühere Einschätzung korrigieren. In der vorherigen Fassung dieses Berichts stand, es gebe wenig ablenkende Werbung. Das trifft heute nicht mehr zu. Über der Startseite steht ein großes Anzeigenbanner, dazu kommen Werbeplätze zwischen den Artikelabschnitten und ein Einwilligungsdialog mit 100 Partnern.
Vorteile und Nachteile von Investopedia
Das Portal ist stark, wo es erklärt, und schwach, wo es praktisch werden soll. Die folgende Übersicht fasst zusammen, was sich in der Prüfung als belastbar erwiesen hat und wo die Grenzen liegen.
Vorteile von Investopedia
- Kostenloses Lexikon mit über 14.000 Begriffen, jeweils als eigener Artikel mit Beispiel
- Vollständig kostenlos, keine Bezahlschranke und kein Abo
- Börsensimulator mit 100.000 Dollar Spielgeld, nutzbar ohne Zahlungsdaten
- Redaktion mit benannten Verantwortlichen und journalistischem Hintergrund
- Klare Ansage des Anbieters, dass Simulationserfolg keinen Rückschluss auf echtes Geld erlaubt
Nachteile von Investopedia
- Ausschließlich englisch, keine deutsche Version und kein Sprachumschalter
- Keine offizielle App, dafür eine gleichnamige Fremd-App im Play Store
- Simulator nur mit verzögerten Kursen und 15 Minuten Mindesthaltedauer
- Kein Devisen-, Futures- oder Rohstoffhandel im Simulator, keine Stillhaltergeschäfte
- Steuer-, Vorsorge- und Produktinhalte zielen auf US-Leser und sind hier nicht anwendbar
- Deutlich sichtbare Werbung und ein Einwilligungsdialog mit 100 Partnern
Fazit: starkes Lexikon mit klaren Grenzen
Investopedia ist das beste frei zugängliche Finanzlexikon, das ich kenne. Wer einen Begriff nachschlagen will und Englisch lesen kann, bekommt dort eine saubere Erklärung mit Beispiel. Dafür allein lohnt sich das Lesezeichen, und es kostet nichts.
Als Trading-Werkzeug taugt das Portal dagegen wenig. Der Simulator arbeitet mit verzögerten Kursen, sperrt Stillhaltergeschäfte und kennt weder Devisen noch Futures. Damit lässt sich die Bedienung einer Order üben, keine Strategie prüfen. Wer seit Jahrzehnten mit Kursdaten arbeitet, sieht diesen Unterschied sofort.
Zwei Punkte solltest du im Kopf behalten. Es gibt keine deutsche Version, und es gibt keine offizielle App. Wer im Play Store etwas anderes findet, hat ein fremdes Produkt vor sich, das Name und Logo des Portals benutzt.
Häufige Fragen zu Investopedia
Ist Investopedia kostenlos nutzbar?
Ja. Lexikon, Nachrichten, Ratgeber und der Stock Market Simulator sind vollständig kostenlos und ohne Bezahlschranke zugänglich. Die früher kostenpflichtige Investopedia Academy mit Kursen für 199 US-Dollar wurde 2024 eingestellt. Finanziert wird das Portal über Werbung und über Provisionen aus den Produktvergleichen.
Wem gehört Investopedia?
Investopedia gehört zur Verlagsgruppe People Inc., die bis 2025 unter dem Namen Dotdash Meredith firmierte und Teil der Beteiligungsgesellschaft IAC ist. Gegründet wurde das Portal 1999 von Cory Wagner und Cory Janssen. Chefredakteur ist seit 2016 Caleb Silver.
Wie viel Startkapital hat der Investopedia Simulator?
Der Simulator startet standardmäßig mit 100.000 US-Dollar virtuellem Guthaben. In einen einzelnen Wert dürfen davon höchstens 50 Prozent fließen. Bei privaten Spielen kann der Spielleiter das Startkapital abweichend festlegen.
Kann ich im Investopedia Simulator Devisen oder Futures handeln?
Nein. Der Simulator unterstützt Aktien, ETFs, Optionen und die 25 größten Kryptowährungen, begrenzt auf NYSE und Nasdaq. Devisen, Futures, Rohstoffe, Indizes und Investmentfonds sind nicht handelbar. Bei Optionen sind nur gekaufte Calls und Puts möglich, keine Stillhaltergeschäfte.
Warum kann ich mich nicht mehr mit meinem Passwort anmelden?
Investopedia hat den Login auf ein passwortloses Verfahren umgestellt und alte Passwörter abgeschafft. Du gibst nur noch deine E-Mail-Adresse ein und erhältst einen fünfstelligen Code. Kommt keine Mail an, sollte die Absenderadresse no-reply@auth.investopedia.com in den Kontakten stehen.
Taugt der Simulator zum Üben von Daytrading?
Nur eingeschränkt. Die Kurse sind verzögert, ein Wert lässt sich erst nach 15 Minuten wieder verkaufen, und Orders brauchen 20 bis 30 Minuten bis zur Ausführung. Damit übst du die Bedienung einer Orderaufgabe, nicht das kurzfristige Handeln. Investopedia weist selbst darauf hin, dass Erfolg in der Simulation keinen Rückschluss auf echtes Geld erlaubt.
Welche deutschsprachigen Alternativen gibt es zu Investopedia?
Für Begriffserklärungen und Methodenwissen auf Deutsch bieten sich Fachportale aus dem deutschsprachigen Raum an, für Kursdaten und Meldungen die etablierten Börsenportale. Ein Lexikon in vergleichbarem Umfang gibt es auf Deutsch allerdings nicht.
Über den Autor: Karsten Kagels
Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH. Er handelt seit 1978 aktiv und arbeitet als diskretionärer Price-Action-Trader in den Märkten Forex, Aktienindizes, Rohstoffe und Zinsen. Bis heute gibt er eigene Gruppenseminare und private Einzelschulungen.
Ende der 1980er Jahre übersetzte er die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter ins Deutsche. Über 17 Jahre war er Repräsentant von Joe Ross in Deutschland und übersetzte und verlegte alle 10 Bücher des amerikanischen Trading-Autors, bekannt für den Ross-Haken und den Traders Trick Entry.
Bei Finanzportalen zählt für Karsten die Datenqualität, nicht die Optik. Wer seit 1978 mit Kursdaten arbeitet, erkennt schnell, ob Zahlen gepflegt werden oder nur alt aussehen. Für diesen Bericht wurden Funktionsumfang, Handelsregeln, App-Verfügbarkeit und Betreiberangaben an der Quelle geprüft.
Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.










