Traden lernen 2026: die besten Wege und ein Schritt-für-Schritt-Plan für Anfänger

Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026

|

13 Min

Christian Möhrer

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Christian Möhrer

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Traden lernen heißt am Anfang vor allem: die richtigen Fragen stellen. Welche Märkte passen zu dir? Wie viel Zeit hast du wirklich? Und woran erkennst du seriöse Lernangebote? Ich handle seit 1978 an den Märkten und habe fast jeden Lernweg selbst ausprobiert oder als Ausbilder begleitet. Genau diese Erfahrung bekommst du hier.

Du bekommst hier zwei Dinge: einen ehrlichen Vergleich aller Lernwege vom kostenlosen Demokonto bis zum bezahlten Coaching, und einen Schritt-für-Schritt-Plan, mit dem du strukturiert startest, statt planlos Videos zu schauen. Ohne Reichtumsversprechen, dafür mit den Zahlen, die dir kaum jemand zeigt. Dieser Artikel entspricht unseren redaktionellen Richtlinien.

Traden lernen:
das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Traden ist erlernbar, aber ein Handwerk: Rechne mit 6 bis 24 Monaten Lernzeit, nicht mit Wochen.
  • Der sichere Einstieg läuft über Grundlagen, ein kostenloses Demokonto und kleine Positionsgrößen, in dieser Reihenfolge.
  • Lernwege im Vergleich: Bücher und YouTube fürs Wissen, Kurse und Coachings für Struktur und Feedback, Prop Trading fürs Handeln mit Fremdkapital.
  • Ehrliche Zahl zum Start: Mehr als 8 von 10 Daytradern verlieren Geld. Wer es trotzdem lernen will, braucht Plan und Risikomanagement.

Was ist Trading?

Trading ist der kurzfristige Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten wie Aktien, Futures oder Devisen mit dem Ziel, von Kursschwankungen zu profitieren. Einen regelbasierten Weg zeigt die Trading-Ausbildung der Unger Academy.

Anders als ein langfristiger Anleger hält ein Trader Positionen nur Sekunden bis einige Wochen. Sein wichtigstes Werkzeug ist für die meisten die Chartanalyse: Er liest Kursverläufe, erkennt Muster und leitet daraus Ein- und Ausstiege ab. Ob das mit Chartanalysen auf Tagesbasis oder im Minutenchart passiert, hängt vom Handelsstil ab. Mehr dazu in Schritt 3.

Traden lernen bezeichnet den strukturierten Aufbau von Börsenwissen und Praxiserfahrung: von den Grundlagen über eine eigene Handelsstrategie bis zum risikofreien Üben im Demokonto.

Genau diese Reihenfolge ist der Kern. Wer sie umdreht und sofort mit Echtgeld startet, zahlt sein Lehrgeld an den Markt. Wer sie einhält, macht seine Anfängerfehler dort, wo sie nichts kosten.

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Für den Einstieg in den Devisenmarkt findest du alle Grundlagen im Beitrag Was ist Forex Trading?

Willst du mit Hebel handeln, findest du die Grundlagen im Guide zum CFD-Handel.

Kann man traden wirklich lernen?

Ja, aber die ehrliche Antwort hat zwei Teile. Traden ist kein Talent, sondern ein Handwerk: Charts lesen, Risiko begrenzen, Regeln befolgen. Das kann jeder lernen, der Disziplin und Zeit mitbringt. In 48 Jahren an den Märkten und als Ausbilder habe ich erlebt, wie aus Anfängern solide Trader wurden.

Zum Handwerk gehört auch, mindestens eine Methode der Chartanalyse gründlich zu durchdringen. Wie das aussieht, zeigt mein Guide zur Elliott-Wellen-Analyse: viel Regelwerk, klare Grenzen und eine ehrliche Einordnung, was die Methode leisten kann.

Der zweite Teil: Die Statistik ist brutal. Die großen Studien der Ökonomen Barber und Odean an der Börse Taiwans zeigen (dort wird jeder Trade zentral erfasst, deshalb gibt es nirgendwo bessere Daten), dass mehr als 8 von 10 Daytradern in einem typischen Halbjahr Geld verlieren. Dauerhaft profitabel ist nur ein kleiner einstelliger Prozentsatz (Studie als PDF). Bei CFD-Brokern liegt die ausgewiesene Verlustquote der Privatkonten je nach Anbieter bei 74 bis 89 Prozent. Diese Warnhinweise sind kein Marketing, sondern von der BaFin vorgeschrieben.

Daytrader-Statistik: mehr als 8 von 10 Daytradern verlieren Geld, Quelle Barber und Odean, Börse Taiwan
Die ehrliche Ausgangslage beim Traden lernen. Die Minderheit, die Geld verdient, arbeitet mit Plan und striktem Risikomanagement.

Warum scheitern so viele? Fast nie am Intellekt. Sondern an fehlendem Plan, zu großen Positionen und Emotionen. Genau deshalb ist die Frage nicht „Bin ich klug genug?”, sondern „Lerne ich strukturiert oder planlos?”. Übrigens kannst du sogar profitabel traden, wenn du einzelne Trades verlierst: Entscheidend ist das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern, nicht die Trefferquote.

Den härtesten Beleg dafür lieferte ein Experiment aus dem Jahr 1983: das Turtle-Experiment und seine Ergebnisse zeigen, was 14 Anfänger mit einem festen Regelwerk in vier Jahren erreicht haben.

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Traden lernen in 7 Schritten

Diesen Fahrplan empfehle ich jedem Anfänger. Er ist die Kurzfassung dessen, was in guten Ausbildungen über Monate vermittelt wird, und du kannst ihn kostenlos abarbeiten.

  1. Grundlagen verstehen
  2. Broker wählen und Demokonto eröffnen
  3. Markt und Trading-Stil festlegen
  4. Strategie und Trading-Plan erarbeiten
  5. Risikomanagement lernen
  6. Trading-Journal führen
  7. Klein mit Echtgeld starten
Traden lernen in 7 Schritten: von den Grundlagen über Demokonto und Risikomanagement bis zum Start mit Echtgeld
Der 7-Schritte-Fahrplan zum Traden lernen. Schritt 5 ist der wichtigste: Risikomanagement entscheidet über das Überleben am Markt.

Schritt 1: Grundlagen verstehen

Bevor du einen Trade platzierst, musst du die Mechanik des Marktes kennen: Wie entstehen Kurse? Was ist ein Spread (die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs)? Welche Ordertypen gibt es, und warum ist eine Stop-Loss-Order (automatischer Verkauf bei Erreichen eines Verlustlimits) dein wichtigstes Werkzeug? Plane für diese Basis 2 bis 4 Wochen ein.

Aus meiner Praxis: Nimm dir in dieser Phase einen einzigen Markt vor und beobachte ihn täglich 15 Minuten im Chart. Nach vier Wochen erkennst du wiederkehrende Bewegungsmuster, und die trockene Theorie bekommt plötzlich ein Gesicht. Genau dieses Beobachten vor dem Handeln unterscheidet die Anfänger, die durchhalten, von denen, die nach drei Monaten frustriert aufgeben.

Schritt 2: Broker wählen und Demokonto eröffnen

Dein erstes Konto ist ein Übungskonto, kein Echtgeldkonto.

Ein Demokonto ist ein kostenloses Übungskonto mit virtuellem Guthaben, auf dem Anfänger den Börsenhandel unter echten Marktbedingungen ohne Verlustrisiko üben.

Bei der Brokerwahl zählen Regulierung, Kosten und Bedienbarkeit der Plattform. Ein Trading-Demokonto reicht für erste Gehversuche, ein Vergleich der Online-Broker hilft bei der Auswahl fürs spätere Echtgeld. Wie sinnvolles Üben mit Spielgeld abläuft, erklärt der Guide zum Paper Trading.

Schritt 3: Markt und Trading-Stil festlegen

Ein Trading-Stil beschreibt, wie lange ein Trader Positionen hält: vom sekundenschnellen Scalping über Daytrading und Swing Trading bis zum wochenlangen Positionstrading.

Meine Empfehlung für Anfänger ist Swing Trading neben dem Beruf: Du analysierst abends in Ruhe und hältst Positionen mehrere Tage. Daytrading und erst recht Scalping verlangen Vollzeit-Aufmerksamkeit und robuste Nerven, Swing Trading und Positionstrading verzeihen mehr. Beim Markt gilt: ein Markt zuerst. Ob Aktien, Forex (Devisenhandel), Futures (börsengehandelte Terminkontrakte) oder Kryptowährungen: Lerne einen Markt richtig, bevor du streust.

Noch ein Rat aus 48 Jahren am Chart: Starte im Tageschart, nicht im Minutenchart. Je kürzer der Zeitrahmen, desto mehr Marktrauschen (zufällige Bewegungen ohne Aussagekraft) und desto schneller musst du entscheiden. Im Tageschart hast du Zeit zum Denken, und deine Analyse von gestern Abend gilt am nächsten Morgen noch.

Schritt 4: Strategie und Trading-Plan erarbeiten

Ein Trading-Plan ist ein schriftliches Regelwerk, das Einstieg, Ausstieg, Positionsgröße und maximales Risiko jedes Trades vor dem Handel festlegt.

Ohne Plan handelst du Bauchgefühl, und Bauchgefühl verliert. Wähle eine einfache, nachvollziehbare Strategie aus den bewährten Trading-Strategien und schreibe deinen Trading-Plan auf: Was handelst du, wann steigst du ein, wo liegt dein Stop, wo dein Ziel? Ein Plan, der nicht schriftlich existiert, existiert nicht.

Bevor du die Strategie live handelst, teste sie von Hand am historischen Chart: Blättere zurück und suche die letzten 50 Signale deiner Regeln heraus, notiere jedes Ergebnis. Das kostet zwei Wochenenden und zeigt dir ehrlicher als jedes Verkaufsvideo, ob die Strategie eine positive Erwartung hat und ob sie zu deinem Alltag passt.

Schritt 5: Risikomanagement lernen (der wichtigste Schritt)

Risikomanagement im Trading bedeutet, den möglichen Verlust jedes Trades durch Stop-Loss, Positionsgröße und feste Regeln von vornherein zu begrenzen.

Wenn du nur einen Schritt ernst nimmst, dann diesen. Profis denken zuerst ans Risiko, dann an den Gewinn. Die Basisregel: Riskiere pro Trade nur 1 bis 2 Prozent deines Kapitals. Wie du Stops setzt und Positionsgrößen berechnest, zeigt die Anleitung zum Risikomanagement, die Kapitalsteuerung dahinter erklärt der Guide zum Money Management.

Ich sage das so deutlich, weil ich es selbst bezahlt habe: Jeder schmerzhafte Verlust meiner Laufbahn entstand nicht durch eine falsche Analyse, sondern durch einen gebrochenen eigenen Regelsatz. Zu große Position, nachgezogener Stop, ein Trade aus Langeweile. Der Markt verzeiht Analysefehler, aber er bestraft Disziplinfehler zuverlässig.

Schritt 6: Trading-Journal führen

Dein Journal ist dein persönlicher Trading-Lehrer. Notiere zu jedem Trade den Grund für den Einstieg, das Ergebnis und deine Emotionen dabei. Nach 50 Trades siehst du schwarz auf weiß, welche Setups funktionieren und welche Fehler sich wiederholen. Wie du es aufbaust, steht im Guide zum Trading-Journal.

Schritt 7: Klein mit Echtgeld starten

Der Übergang vom Demo- zum Echtgeldkonto ist härter als die meisten denken, weil plötzlich Emotionen mitspielen. Starte mit kleinen Positionen, die dir finanziell nicht wehtun, und erhöhe erst nach 3 Monaten konstanter Regeltreue. Denk auch an die Formalitäten: Was der Fiskus von deinen Gewinnen will, erklärt der Artikel zu den Trading-Steuern.

Der beste Maßstab für die Startgröße: Das Ergebnis eines einzelnen Trades muss dir emotional egal sein können. Wenn du nachts über eine offene Position nachdenkst, ist sie zu groß, ganz gleich, was der Rechner sagt. Skaliere in kleinen Stufen hoch und geh nach jeder Verlustserie eine Stufe zurück. So wächst das Konto mit deiner Kompetenz statt mit deinem Mut.

Teure Ausrüstung brauchst du am Anfang nicht: Was ein Einsteiger-Setup kosten darf und wann sich ein passender Trading-Computer lohnt, liest du in unserem Hardware-Ratgeber.

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Die besten Wege zum Traden lernen im Vergleich

Einen Weg kannst du dir sparen: Wir haben iGenius kritisch geprüft und dabei mehr Vertriebsstruktur als Ausbildung gefunden.

Es gibt nicht den einen richtigen Lernweg, aber es gibt den richtigen für deinen Lerntyp, dein Budget und deine Zeit. Hier der Überblick, danach die Kurzprofile.

Einen Weg solltest du dabei überspringen: Angebote, bei denen das Lernen an eine Downline gekoppelt ist. Wir haben JIFU und sein Vertriebsmodell daraufhin geprüft.

Die besten Wege zum Traden lernen im Vergleich: Bücher, YouTube und Podcasts, Demokonto, Kurse, Coaching und Prop Trading
Sechs Lernwege im Überblick. Die Mischung macht es: Wissen aus Büchern und Videos, Praxis im Demokonto, Feedback aus Kursen oder Coaching.
LernwegKostenAm besten für
BüchergeringGrundlagenwissen im eigenen Tempo
YouTube & PodcastskostenlosEinblicke, Marktkommentare, unterwegs lernen
Demokonto & Börsenspielekostenlosrisikofreie Praxis
Kurse & Webinarekostenlos bis vierstelligStruktur und System
Coaching & Ausbildungdrei- bis fünfstelligFeedback und persönliche Betreuung
Prop TradingChallenge-GebührHandeln mit Fremdkapital statt Erspartem

Trading-Bücher: Fundament im eigenen Tempo

Bücher sind der günstigste Weg zu strukturiertem Wissen und für mich bis heute die Basis. Der Nachteil: kein Feedback, keine Aktualität bei Plattform-Themen. Meine erprobten Empfehlungen von Einsteiger-Klassikern bis zur Markttechnik findest du unter die besten Trading-Bücher.

YouTube und Podcasts: kostenlos, aber unsortiert

Auf YouTube findest du hervorragende kostenlose Inhalte direkt neben gefährlichem Unsinn, und beides sieht professionell aus. Nutze Videos für Plattform-Tutorials und Marktanalysen, nicht als Strategie-Ersatz. Auf meinem YouTube-Kanal analysiere ich seit Jahren live die Märkte. Fürs Lernen unterwegs habe ich die hörenswerten Trading-Podcasts zusammengestellt.

Demokonto und Börsenspiele: Praxis ohne Risiko

Hier passiert das eigentliche Lernen durch Tun. Ein Demokonto (siehe Schritt 2) simuliert echten Handel, Börsenspiele machen daraus einen Wettbewerb mit Preisen, was viele Anfänger zusätzlich motiviert. Wichtig ist der Übergang: Wer nur im Demo handelt, lernt die Emotionen nie kennen.

Kurse und Webinare: Struktur und System

Ein guter Kurs verdichtet, wofür du im Selbststudium Jahre brauchst. Achte auf nachprüfbare Trader-Erfahrung der Referenten, transparente Kosten und Aufzeichnungen zum Nacharbeiten. Welche Anbieter ihr Geld wert sind, zeigt unser Vergleich der fünf besten Trading Kurse mit Formaten, Inhalten und Kosten; regelmäßige Gratis-Termine der Broker und Akademien sammelt die Übersicht der Trading-Webinare.

Ein Beispiel für einen Anbieter mit nachprüfbarem Ausbilder-Track-Record findest du in unseren Erfahrungen mit chart.tech.

Coaching und Ausbildung: der schnellste, teuerste Weg

Persönliche Betreuung beschleunigt den Lernprozess mehr als jeder andere Weg, weil jemand deine konkreten Fehler sieht und korrigiert. Sie ist aber auch am teuersten und der Markt ist voller fragwürdiger Anbieter. Worauf du achten musst und welche Coaches seriös arbeiten, steht im Vergleich der Anbieter für Trading-Coaching und im großen Ratgeber zur Trading-Ausbildung.

Bei teuren Coachings lohnt der Blick auf unabhängige Tests, etwa unseren Bericht über Ausbildung und Kosten bei Dr. Carmen Mayer.

Prop Trading: Lernen mit Fremdkapital

Prop Trading bezeichnet den Handel mit dem Kapital einer Prop-Firma: Der Trader besteht eine Prüfung, handelt ein finanziertes Konto und teilt die Gewinne mit dem Anbieter.

Der Reiz liegt auf der Hand: Du riskierst nicht dein Erspartes, sondern zahlst nur die Challenge-Gebühr. Die Kehrseite: strenge Verlustregeln, unter deren Druck Anfänger oft genau die Fehler machen, die sie vermeiden wollten. Als Lernweg taugt Prop Trading deshalb erst ab solidem Demo-Niveau. Anbieter und Regeln im Detail: Prop Trading.

13 Trading-Indikatoren, die du kennen musst

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Kostenlos traden lernen: was wirklich geht

Die gute Nachricht: Bis zum ersten Echtgeld-Trade kannst du den kompletten Lernpfad ohne einen Euro absolvieren. Grundlagen aus Blogs und Bibliothek, Praxis im Demokonto, Marktgefühl über YouTube und Podcasts. Auch Lern-Apps können Grundbegriffe vermitteln, ersetzen aber weder Chart-Praxis noch Demokonto. Und wir stellen mit dem kostenlosen Optionshandel-Videokurs und unseren Gratis-Ebooks (siehe Download-Boxen in diesem Artikel) einen kompletten Einstieg bereit.

Die ehrliche Einschränkung: Kostenlos heißt ohne Feedback. Niemand schaut auf deine Trades und sagt dir, warum Position drei zu groß war. Diesen Teil ersetzen kostenlose Angebote nicht, deshalb bleibt die Kombination sinnvoll: gratis lernen, üben, und erst bei nachweisbarem Fortschritt gezielt in Feedback investieren.

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Wie weit du mit einem kostenlosen Angebot wirklich kommst, haben wir am Beispiel von Tradingdusche durchgerechnet.

Warum „kostenlos” nicht automatisch ohne Interessenkonflikt bedeutet, erklärt unser Erfahrungsbericht zur SAPHIR-Community.

Typische Anfängerfehler beim Traden lernen

Diese Fehler sehe ich seit Jahrzehnten in immer gleicher Form. Wer sie kennt, spart teures Lehrgeld:

Ein häufiger Anfängerfehler ist ein zu hoher Hebel: Wie der Hebel beim Trading Gewinne und Verluste vervielfacht, solltest du verstehen, bevor echtes Geld im Spiel ist.

  • Zu früh mit Echtgeld: Der Markt bestraft fehlende Vorbereitung zuverlässiger als jede Prüfung.
  • Zu große Positionen: Der häufigste Konto-Killer. Halte die 1-bis-2-Prozent-Regel aus Schritt 5 ein.
  • Kein Stop-Loss: Hoffen ist keine Strategie. Jeder Trade braucht ein definiertes Verlustlimit, sonst frisst sich ein Drawdown (Kapitalrückgang vom Höchststand) durchs Konto.
  • Strategie-Hopping: Nach drei Verlusten zur nächsten Strategie springen. So entsteht nie eine Lernkurve.
  • Gurus blind vertrauen: Auf Instagram und TikTok verkaufen selbsternannte Millionäre Traumrenditen. Wer mit Lamborghini wirbt, verdient sein Geld fast immer mit Kursverkäufen, nicht mit Trading. Prüfe jeden Anbieter auf nachvollziehbare Handelserfahrung, Impressum und unabhängige Bewertungen. Auch die Verbraucherzentrale warnt vor haltlosen Versprechen von Trading-Coaches.

Die vollständige Liste inklusive Gegenmittel: 13 Tradingfehler, die du vermeiden musst.

Zu den Grundlagen gehört auch die Statistik: Der Beitrag zu den Grundlagen der Trading-Mathematik erklärt Erwartungswert, Break-even und Risk of Ruin an 61 echten Trades.

Wie trügerisch kurze Erfolgsphasen sein können, zeigt der Test einer einfachen DAX-Strategie im Fünf-Jahres-Backtest: Was monatelang funktionierte, brach im Langzeittest ein.

Fazit: Traden lernen ist ein Handwerk, kein Glücksspiel

Traden lernen funktioniert, wenn du es wie eine Berufsausbildung behandelst: erst Wissen, dann risikofreie Praxis, dann kleines Echtgeld. Rechne mit 6 bis 24 Monaten, bis deine Ergebnisse stabil werden, und miss dich nicht an Social-Media-Versprechen, sondern an deiner eigenen Regeltreue.

Mein Rat nach 48 Jahren an den Märkten: Investiere zuerst in Risikomanagement und einen schriftlichen Plan, erst danach in teure Kurse. Und wenn du in Ausbildung investierst, dann bei Anbietern mit nachweisbarer Handelserfahrung. Der Markt läuft dir nicht weg. Er ist morgen noch da, auch für dich.

Häufige Fragen zu Traden lernen

Wie fängt man an zu traden?

Der sichere Einstieg läuft in drei Etappen: Grundlagen lernen (Ordertypen, Risikobegrenzung), mehrere Wochen im kostenlosen Demokonto üben und erst danach mit kleinen Echtgeld-Positionen starten. Ein schriftlicher Trading-Plan gehört von Anfang an dazu.

Kann man traden wirklich lernen?

Ja, Trading ist ein erlernbares Handwerk aus Chartanalyse, Regelwerk und Risikomanagement. Die Statistik zeigt aber: Mehr als 8 von 10 Daytradern verlieren Geld, meist wegen fehlendem Plan und zu großen Positionen. Strukturiertes Lernen entscheidet über den Unterschied.

Kann man mit 100 Euro traden anfangen?

Technisch ja, viele Broker akzeptieren kleine Einzahlungen. Sinnvoll ist es als Lernschritt: Mit 100 Euro sammelst du echte Emotionserfahrung bei minimalem Risiko. Ein regelmäßiges Einkommen ist damit nicht realistisch, dafür ist das Kapital zu klein.

Wie lange dauert es, traden zu lernen?

Rechne mit 6 bis 24 Monaten bis zu stabilen Ergebnissen: einige Wochen Grundlagen, mehrere Monate Demokonto-Praxis und danach die Lernphase mit kleinem Echtgeld. Wer täglich übt und ein Trading-Journal führt, verkürzt den Weg deutlich.

Was ist die 3-5-7-Regel beim Trading?

Die 3-5-7-Regel ist eine Faustregel fürs Risikomanagement: maximal 3 Prozent Risiko pro Trade, maximal 5 Prozent Gesamtrisiko aller offenen Positionen, und Gewinn-Trades sollen im Schnitt etwa 7 Prozent größer sein als Verlust-Trades. Sie stammt nicht aus der Wissenschaft, taugt aber als einfacher Startrahmen. Konservativer und für Anfänger passender ist die 1-bis-2-Prozent-Regel aus unserem 7-Schritte-Plan.

Ist traden lernen kostenlos möglich?

Ja, der komplette Lernpfad bis zum ersten Echtgeld-Trade ist kostenlos machbar: Blogs und Bibliotheks-Bücher fürs Wissen, Demokonto und Börsenspiele für die Praxis, YouTube und Podcasts fürs Marktgefühl. Kostenpflichtig wird es erst, wenn du persönliches Feedback willst.

Über den Autor: Karsten Kagels

Karsten Kagels ist Gründer und Geschäftsführer der Kagels Trading GmbH und seit 1978 als diskretionärer Price-Action-Trader aktiv. Seine Heimatmärkte sind Forex, Aktienindizes, Zinsmärkte und Rohstoffe.

Über Jahrzehnte hat er die Trading-Literatur im deutschsprachigen Raum mitgeprägt. Er übersetzte die Elliott-Wave-Standardwerke von Robert Prechter und war über 17 Jahre Repräsentant von Joe Ross in Deutschland, dessen zehn Bücher er übersetzte und verlegte.

Das Traden lernen kennt Karsten aus jeder Perspektive: als Autodidakt der ersten Jahre, als Übersetzer der Standardwerke und seit 1998 in der Trading-Ausbildung, mit eigenen Gruppenseminaren und Einzelschulungen bis heute. Die Lernwege in diesem Guide bewertet er nach dem Maßstab, was Anfängern wirklich weiterhilft. Ehrliche Einordnung statt schneller Versprechen.

Dieser Artikel wurde von Christian Möhrer final geprüft.

Einen guten Einstieg bieten Finanzmessen wie die Finance26 in Frankfurt, wo Einsteiger Anbieter und Seminare an einem Tag vergleichen.

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